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Rezensionen verfasst von
Dr. Wolfgang Hoppe

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Gelassenheit und Lebensfreude: Was wir vom Barock lernen können
Gelassenheit und Lebensfreude: Was wir vom Barock lernen können
von Peter Hersche
  Gebundene Ausgabe

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Mehr Licht - Mehr Aufklärung!" lieber Herr Hersche., 27. Januar 2016
Als ich vor einiger Zeit meine Frau zu einem Großhändler für Malartikel begleitete, fiel mir an der Kasse Peter Hersches "Gelassenheit und Lebensfreude" auf. Warum nicht das Buch kaufen, dachte ich mir. Gelassenheit und Lebensfreude, wer will nicht über diese Eigenschaften verfügen. Und etwas Dazulernen - auch vom Barock - kann ja nie schaden.

Die Lektüre des Buches war interessant, anregend, zog sich aber durch redundante Passagen etwas in die Länge. Die hoffnungsvoll erwartete Anleitung zum konkreten Anwenden des vom Barock Gelernten begann erst ab Seite 147 (von insgesamt 193 Seiten).

Seine Stärken hat das Buch, bei der Reflexion über den Barock. Manches von dem, was Peter Hersche ausführt, ist allgemein bekannt, manches akzeptiert man eher unbewusst aber auch vieles war neu und regt an. Hat man den Barock z.B. nur als Architekturstil oder Musikrichtung gesehen oder steckt doch mehr dahinter? Was macht ihn darüber hinaus so spezifisch in der europäischen Zivilisationsgeschichte der Neuzeit? Hier liefert Peter Hersche viel Wissen und viele Impulse.

Etwas verunsichert bleibt man jedoch bei der Bewertung von Barock vs. Aufklärung zurück. Man fragt sich schon an einigen Stellen, ob es hier mit rechten Dingen zugeht. Wenn von ihm u.a. die bisher gehandelten Opferzahlen der Inquisition in Frage gestellt werden oder die Aufklärung sowie die damit verbundene protestantische Wirtschaftsentwicklung eine doch negative Stigmatisierung erfährt, möchte man widersprechen. Das augenblickliche Wirken fundamentalistischer Kreise jeglicher (!) Religionscouleur macht die im Buch intendierte Rückbesinnung auf religiöse Grundformen (á la Bruderschaften) schwer vermittelbar. 'Mehr Licht - Mehr Aufklärung!' möchte man Herrn Hersche da zurufen.

Das letzte Kapitel 'Alternativen zur heutigen Gesellschaft' lässt einen dann doch zum Widerspruch greifen. Den hochpreisigen Einkauf bei 'Manufactum' oder die häusliche Wohnungseinrichtung á la 'Landlust` als Beispiele für Lebensalternativen im gebeutelten Heute anzubieten, erscheint angesichts der globalen Krisenlage als nett aber auch hilflos.

Fazit:
Das Buch ist dem kulturhistorisch-interessierten Leser zu empfehlen, der nebenbei auch über sein individuelles Sozialverhalten reflektieren möchte. Für eine Analyse der globalen Krisen und der Anregung zu möglichen Begrenzungsvorschlägen sollte man jedoch zu anderen Büchern greifen.


Stürzt die Götter vom Olymp: Das andere Griechenland
Stürzt die Götter vom Olymp: Das andere Griechenland
von Landolf Scherzer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "30 Tage, um die Griechen zu verstehen" - wirklich alle Griechen?, 19. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Landolf Scherzer hat mich durch seine Reportagen immer überzeugt. Er erzählt diese mit einer Distanz und gibt Raum für die eigene Meinungsbildung.

Die Beschreibung der sozialen Tragödie in Griechenland gab für Landolf Scherzer wohl keinen Spielraum. Er ist den Menschen dort sehr nahe gekommen und hat die Distanz verloren. Es stimmt, zu wenig wissen wir hierzulande aus den Medien über das Alltagsleben der einfachen Menschen, über ihre Härten und ihre individuellen Antworten auf den sozialen Abstieg. Hier schließt Scherzer mit der Reportage eine Lücke und legt eine sehr gute Nachhilfe im Fach „Europäische Sozialkunde“ vor.

Wenn man aber denkt, über genügend Phantasie zu verfügen, um sich diese Tragödie vorzustellen, bleibt man am Ende des Buches etwas unbefriedigt zurück.
Zugegeben, Scherzer bringt uns authentische Beispiele menschlicher Lebenswege nahe, die teilweise über mehrere Generationen ausgreifen. Es überwog aber - und dies macht die Reportage etwas 1-dimensional - die Schilderung aus miteinander vergleichbaren, links-liberalen Kreisen.

Wenn ich Scherzers Anspruch (siehe oben) folge und die Griechen verstehen möchte, dann erwarte ich auch Erklärungen durch die Anhänger der Nea Dimokratia oder der Pasok. Wie sehen diese Griechen ihre Situation? Welche Erklärungsmuster finden wir denn unter ihnen vor? Das in seinem Reportagestil zu beschreiben, wäre Landolf Scherzers Chance gewesen. Die politischen Antipoden der Syriza-Sympathisanten kommen aber in seiner Reportage überhaupt nicht zu Wort.

Fazit: Trotz der menschlich gefühlvollen und historisch ausgreifenden Reportage deshalb nur 3 Sterne. Für Vertreter aus den Redaktionsstuben der Zeitungen und den TV-Redaktionen hingegen ist das Buch unbedingt zu empfehlen.


Deutschland, eine Winterreise
Deutschland, eine Winterreise
von Willi Winkler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hohe Erwartungen, leichte Unterhaltung, 8. Februar 2015
Als ich das Buch zu Weihnachten geschenkt bekam, freute ich mich sehr darüber. Bin ich doch drauf und dran, eine längere Tour zu pilgern.

Die Stärken des Buches liegen in der konkreten Vermittlung dessen, was ein zu Fuß Gehender von sich und von seiner Umgebung wahrnimmt. Warum mach ich das jetzt unter diesen Schmerzen? Hier gibt es wieder eine lange Bundesstraße, dort rücksichtslose Autofahrer, im nächsten Ort ist keine rechte Unterkunft zu finden, das Navi versagt mal wieder und führt in die falsche Richtung, Alles sicher im Moment für den Gehenden wichtige Aspekte… aber dies zu einem Buch zu verdichten?

Ein interessanter weil origineller Aspekt des Büchleins sind die 'irgendwie belauschten‘ Stammtischgespräche, die etwas über das Wertegefüge des jeweiligen, regional verhafteten Bürgertums (Heinrich Heine lässt grüßen) aussagen. Sicher nur stellvertretend für einen Ausschnitt der Gesellschaft aber doch bezeichnend, wie sich Stammtische in Niedersachsen und Südthüringen zusammensetzen und womit sie sich auseinandersetzen. Aus der Rezeption des Gehörten hätte der Autor durchaus mehr machen können. Schade.

Und dieser Punkt führt schließlich zum schwächsten Teil des Buches. Im Jahre 25 nach der deutschen Einheit hätte ich mir von diesem literarisch-chirurgischen Eingriff quer durch Deutschlands Mitte etwas mehr erwartet. Es bleibt aber bei den üblichen Grenzerstories, der Ödnis (hier des nördlichen Harzvorlandes) des Ostens und der Saturiertheit (Niedersachsens Mittelstand) des Westens. Nur ansatzweise kam auf dem Weihnachtsmarkt in Querfurt eine menschliche Typologie auf - aber das war ja auch von Pilgermann zu Pilgerfrau.

Fazit: Das Buch liest sich schnell. Es gibt von jedem etwas aber nur wenig bleibt zurück.


Ein Frühling in Jerusalem
Ein Frühling in Jerusalem
von Wolfgang Büscher
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichten einer Zermürbung: „There’s no joy in this city“, 28. Dezember 2014
Wer mit dem Buch von Wolfgang Büscher meint, einen Reiseführer gekauft zu haben, wird etwas enttäuscht sein. Es sei denn, er hat schon mal allein die Altstadt von Jerusalem durchwandert, ist über die Altstadtdächer gestiegen, hat vom Ölberg aus den Sonnenaufgang über Jerusalem gesehen und spürt eine innere Verbundenheit mit diesem herrlichen Erbe der Weltkultur und seinen Bewohnern.

Der Grundtenor dieser Miniaturen ist von einem fühlbaren Abschiednehmen vom großen Miteinander der Kulturen und Religionen getragen. Wolfgang Büscher versteht es dabei, alle Religionen gleichermaßen zu Wort kommen zu lassen und sich ihre Geschichten aus Vergangenheit und Gegenwart anzuhören. Diese Geschichten leben von der Authentizität der einheimischen Gesprächspartner/-innen, mit denen zu reden, es dem Autor vergönnt war.
Die Balance gerät einzig beim misslungenen Kontaktversuch mit dem 'Mukhtar der Siedler' in Gefahr. Da verspürt man, woher die sentimental-traurige Grundstimmung des Buches kommt: An das Tor (hier das Jaffator) klopft bereits die neue Zeit der stillen Kriege um die Immobilien im christlichen, armenischen und arabischen Viertel ... und auch der Tempelberg ist greifbar nahe.

Fazit:
Den Liebhabern der Altstadt von Jerusalem, die alle Religionen als Quellen einer humanen Zivilisation ansehen, sei dieses Buch wärmstens empfohlen.


Aufzeichnungen aus Jerusalem
Aufzeichnungen aus Jerusalem
von Guy Delisle
  Taschenbuch
Preis: EUR 29,00

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Kommt und seht..." oder lest dieses Buch, 4. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Aufzeichnungen aus Jerusalem (Taschenbuch)
Nach einer 2-wöchigen Reise durch Israel und die palästinensische Westbank fiel mir dieser Comicband in die Hände. Ich war sprachlos.

Hier fand ich alles zuvor Gesehene in einem Format wieder, was so kein Reiseführer vermitteln kann: die Altstadtgassen von Jerusalem mit seinen Bewohnern, Hebron's Strassen mit den müllbeladenen Netzen, die in Höhlen lebenden Beduinen, Abrisshäuser im Jerusalemer Stadteil Silwan und vor allem die Menschen im alltäglichen Überwinden der Ängste und Resignationen - alles war wieder da.
Neben dem knappen, teilweise lakonischen Sprachstil gefallen am Buch die Skizzen, die ein Kapitel ohne Worte abschließen und damit Raum für eigene Gedanken eröffnen.
Es ist ein sehr menschliches, aufrüttelndes und nicht zuletzt die Arbeit der NGO-Expats würdigendes Buch.

Fazit: Lesenswert, vor oder nach einer Reise ins Heilige Land.


Auf fremdem Land: Roman
Auf fremdem Land: Roman
von Assaf Gavron
  Gebundene Ausgabe

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwei Brüder unter Siedlern, 27. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Auf fremdem Land: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wer als Europäer heute durch die Westbank reist, Palästinenser und Beduinen besucht, deren Lebenswirklichkeiten sieht, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Es beschreibt das Leben der Anderen, der Nachbarn, die sich in Containerburgen (il-)legal auf den Hügeln der Westbank ansiedeln und sich Besichtigungen gegenüber naturgemäß reservierter verhalten. Im Roman werden nun deren Motive, ihre spezifischen Verwicklungen in die Politik und persönlichen Momente deutlicher, greifbarer und auch differenzierter wahrnehmbar. Für einen Reisenden, der die Schönheit der judäischen Wüste sieht, wird ein wenig transparenter, was in den Wagenburgen selbst geschieht. Die Rahmenhandlung, die unterschiedlichen Lebenswege zweier Brüder in den letzten 40 Jahren, eröffnet zusätzliche Perspektiven auf das Leben im Kibbuz, in der Armee ... und als Israeli im Ausland. Fazit: sehr empfehlenswert


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