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Beiträge von Max
Top-Rezensenten Rang: 5.806.679
Hilfreiche Bewertungen: 17

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Rezensionen verfasst von
Max (Hamburg)

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Seite: 1
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Freeway
Freeway
DVD ~ Kiefer Sutherland
Wird angeboten von Eliware
Preis: EUR 8,42

13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bizarres Märchen unterhaltsam umgesetzt., 17. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Freeway (DVD)
Abgesehen von dem Märchen der Gebrüder Grimm "Rotkäppchen und der böse Wolf" welches der Film als Metapher des Bösen für sein Thema ansetzt, kann man sagen das dieses eher nicht ernst gemeint scheint und wohl mehr als Pseudo-Intention des Geschehen dienen soll. Denn außer einem Körbchen das die Protagonsitin mitschleppt und ihrer Reise zu der Oma und einer obskuren Begegnung gegen Ende, hat das Märchen nicht viel gemeinsam. "Freeway" ist nach einem Drittel weniger ein Psychothriller als viel mehr eine Groteske. Zu Anfang glaubt der Zuschauer hier handelt es sich um die Konstellation "hilfloses weibliches Geschöpf trifft auf frauenmordenden Killer" und um die Auseinandersetzung und dem Überlebenskampf von Seiten des Täters und des Opfers. Doch dann schlägt der Film eine völlig andere Richtung ein und wird mehr zu einer bizarren Groteske. Doch überraschenderweise geht das Konzept tatsächlich auf. Der Zuschauer wird über weite Strecken bestens mit Trash und den konfusesten Szenen unterhalten. Wie das scheinbare Opfer sich alsbald ihrem Peiniger entledigt und in welche bizarren Sitauationen sie schließlich immer mehr gerät und sich dabei noch als männdermordendes Vamp entpuppt ist allemal sehenswert. Außer dem etwas enttäuschenden Ende ist "Freeway" beste Trash-Unterhaltung welches nicht mit Obszöniteten und Geschmacklosigkeit geizt was nicht jeden Zuschauer ansprechen wird. Gegen Ende ist eigentlich ein böses Ende für die Protagonistin zu erwarten, das allerdings wird ausgespart. Da "Freeway" ohnehin bereits derart in obskuren Potpourrie abgleitet aber dabei tatsächlich unterhalten kann, wäre ein finales actionreiches Ende zu erwarten gewesen in welchem die Protagonistin, moralisch gesehen, ihrer gerechten Strafe zugeführt wird, was angesichts der überraschend aggressiven Gewaltszenen, zu erwarten gewesen wäre. Jenseits einer seriösen Auseinandersetzung mit dem Thema Opfer und Täter mit der durchaus ideenreichen Metapher "Rotkäppchen und der böse Wolf" anzuhängen, ist aus "Freeway" unterhaltsamer Trash geworden welches Fans von Ekel- und Horrorfilmen ansprechen sollte. Sehenswer, vor allem wegen den vielen überraschenden Wendungen die die Handlung einschlägt.


Eine ganz normale Familie
Eine ganz normale Familie
DVD ~ Donald Sutherland
Wird angeboten von corleone29
Preis: EUR 19,99

4 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Steter Tropfen höhlt den Stein ..., 15. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Eine ganz normale Familie (DVD)
aber in Robert Redfords beachtlicher Regiearbeit ist manchmal ein Tropfen etwas zu viel wenn die Protagonisten sehr häufig in seelischen Schmerz verfallen. Der Film braucht beginnend seiner Laufzeit sehr lange um den Zuschauer für sich zu interessieren. Erst mit der Zeit beginnen wir zu verstehen warum genau der Haussegen schief hängt wenn die schwer zugängliche und merkwürdige unterkühlte Mutter und der scheinbar unbesonnene Vater und der schwermütige Sohn irgendiwe so recht keinen direkten Dialog zueinander haben; geschweige denn dass die Kommunikation untereinander ungehemmt ablaufen würde. Mit der Zeit wird dem Zuschauer offengelegt das Mutter und Vater ihr zweites Kind und der verbliebene Sohn seinen Bruder verloren hat. Wie die Familie damit untereinander umgeht wird in einem gut gelungenen Drehbuch an verscheidenen Beispielen gezeigt, dabei sind die Beteiligten aber nicht so durchlässig wie man vermuten will. Wie aus heiterm Himmel erfährt man das der Sohn einen Therapeuten besucht, dennoch wird im Hause über den Unfall und den Verlust des toten Sohnes nicht miteinander gesprochen. Erwähnungen und Andeutungen sind tabu und brechen eiskalte Stimmung zutage sobald das Thema nur angeschnitten wird. Das alle Familienmitglieder nicht miteinander sondern jeder für sich alleine trauert wird mehr und mehr durchleuchtet. Die Mutter zerbricht innerlich am Verlust ihres geliebten Sohnes welches anhand einer gelungenen Rückblende verdeutlicht wird. Der Bruder findet kein Ventil um seiner Trauer Ausdruck zu verleihen, vielmehr ergeht er sich in Schuldzuweisungen und in Phasen der Depression schon mal in Selbstmordversuchen. Dabei wird sein Charakter in den Vordergrund gerückt wie sehr seine Instabilität weitere Lebenssituationen beeinträchtigt. Für dieses eindringliche Spiel erhielt Timothy Hutton verdientermaßen den Oscar als besten Nebendarsteller. Die Auseinandersetzung zwischen Vater und Mutter erfährt erst gegen Ende in einem Gespräch statt wenn beide nicht mehr aneinander vorbeigehen können sondern sich mit der Situation die durch die Entfremdung entstanden ist stellen müssen die weitere Konsequenzen für das Zusammenleben fordern. Etwas unglaubwürdig und etwas zu menschelnd wurde der Psychologe eingesetzt der für seinen Patienten zu jeder Zeit und Stunde da ist und zufällig der richtige Gesprächspartner für den Jungen ist auch wenn er sich anfangs aus Mißtrauen gegenüber dem Arzt zu sträuben versucht und gegen Ende in einer seelischen Extremsituation geläutert wird, natürlich mit Hilfe des verständnisvollen Psychologen. Ich denke dieses Konsellation ist ein gut gemeintes Beispiel für das Verhältnis zwischen Arzt und Patient; ist aber dennoch etwas zu weit hergeholt. Ansonsten schwimmt der Film, obgleich ein intensives Drama dessen Akteure zunächst durchlässig erscheinen aber innerlich doch mehr bewegt als der Film anfangs verraten will, mehr als eigentlich genug wäre auf der Betroffenheitswelle und verleidet sich so einige humoresken Momente die dem geschehen etwas mehr Komplexität und Abwechslung verleihen hätten. Dafür konzentiert sich das Drehbuch gänzlich auf seine hervorragenden Akteure und seine geradlinige Dramaturgie. Wenn der Film anfangs viel Geduld vom Zuschauer fordert um sich einigermaßen in die Geschichte einzufinden und obwohl die Protagonisten und deren Zusammengang zunächst unklar erscheint wird mehr und mehr eine Familie offengelegt die mit dem Tod eines Familienmitglieds jeder individuell allein versucht umzugehen. Wie die Personen es tun und inwiefern sie dennoch daran scheitern wird höchst eindringlich geschildert und interessiert den Zuschauer dennoch. Sehenswert.


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