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Rezensionen verfasst von
Jérôme (Berlin / Bad Eilsen)

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Netotschka Neswanowa
Netotschka Neswanowa
Preis: EUR 3,33

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine leider unbekannt gebliebene Meistererzählung vom großen Dostojewski, 6. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Netotschka Neswanowa (Kindle Edition)
Diese kleinere Erzählung, gehört sicherlich zu den weniger bekannten Meisterwerken Dostojewskis, die sich unter anderem dadurch auszeichnet, dass der Ablauf der Handlung, sich nicht wie in seinen Hauptwerken " der Idiot " oder der " Jüngling " durch eine leicht unüberschaubar werdende Personenkonfiguration und endlos langen Dialogen auszeichnet, sondern durch die Ich-Erzählerin autobiographisch klar wiedergegeben wird. Eine Geschichte die unglaublich gefühlvoll verschiedene Antagonisten in Einklang bringt, bei der sich gefühlvolle, rührende Passagen mit tragischen und herzzerreißenden abwechseln. Es ist dieses Wechselspiel der Emotionen, die die Erzählung so lebhaft und abwechslungsreich gestalten und den Leser dabei in die Erfahrungen Njetotschkas integriert, um ihrem Leidensweg beizuwohnen. Die Brillianz in diesem Werk zeichnet sich zudem durch die sehr gelungene psychologische Analysierung ihres Stiefvaters Jefimoff aus, der das Sinnbild des größenwahnsinnigen, realitätsfernen und überheblich erscheinenden Künstlers darstellt, der sich durch sein vermeintliches Talent im Umgang mit der Geige, für einen genialen Virtuosen hält, wodurch Arroganz und Selbstherrlichkeit zu seinen bestimmendsten Charaktereigenschaften werden.

Dostojewski zeigt auf, wie das idealisierte Bild, das sich ein Künstler von seinen Fähigkeiten und seiner Expertise imaginiert, auch in eine entfremdende Wahnvorstellung umschlagen und so zu einer Vereinsamung und Weltverdrossenheit führen kann. Er ist das klassische Beisspiel eines Künstlers, der sich aufgrund seines künstlichen Stolzes für so überlegen fühlt, sodass er das einfache Volk, aufgrund ihrer Blindheit für wahre Kunst, als unwürdig empfindet, seine göttlichen Fertigkeiten verstehen und schätzen zu können. Doch was, wenn das idealisierte Bild vom eigenen Genie zu bröckeln beginnt und die Realität wieder Besitz von einem ergreift ? Genau so ergeht es Jefimoff, der deshalb Schutzbehauptungen erfindet, die ein Ausleben der eigenen Fähigkeiten behindern, um seine eingebildete Brillianz hinter diesen Blendwerken aufrechtzuerhalten . Speziell seine Frau behindere ihn in seiner Inspiration und Kreativität, die als vorgeschobenes Alibi für seine Erfolgslosigkeit herhalten und viele Jahre darunter zu leiden hat.
Die Protagonistin Njetotschka Neswanowa wächst nun unter der Aufsicht ihres Stiefvaters und ihrer strengen Mutter in diesen zwiespältigen Verhältnissen auf und sieht mit an, wie Jefimoff stetig dem Alkohol verfällt und zusehend ein Schatten seiner selbst wird. Doch durch ihre naive, unterwürfige Art, die sich auch später noch bemerkbar machen wird, versucht sie unablässig dem Vater zu gefallen und träumt sogar davon, mit ihm fortzugehen und der gemeinen Mutter zu entsagen. Als diese schließlich überraschenderweise verstirbt, verschwinden für Jefimoff damit auch die letzten Täuschungen über sich selbst und er muss die traurige Wahrheit über sein Scheitern endgültig akzeptieren. Hoffnungslos verlässt er die Wohnung und erliegt schließlich seinem Wahnzustand.

Für Njetotschka beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt, als diese von einem Fürsten in vornehme Verhältnisse aufgenommen wird. Schnell macht sich wieder ihre unterwürfige Art bemerkbar, als sie die Gunst und Zuneigung der Tochter Katja gewinnen will. Sie erblickt in ihr das Gefühl für das Schöne, wodurch sie das sehnsüchtige Verlangen nach ihrer Zuneigung ersehnt und dabei auf eine Erwiderung ihrer Liebesgefühle hofft. Katja zeichnet sich durch stolze, Macht ausübende und extrovertierte Charaktereigenschaften aus, die damit in einem Gegensatz zu den träumerischen, introvertierten und sentimentaleren Eigenschaften von Njetotschka stehen. Dennoch entsteht eine kindliche, naive Liebesbeziehung zwischen den beiden, welche von Dostojewski so wunderschön herzergreifend und mitfühlend beschrieben wird. Durch das Verhältnis zu Katja, verblassen nach und nach die Erinnerungen an das frühere traurige Leben und stattdessen finden schwelgende Momente in exstatischen Glücksempfindungen statt. Nachdem sich die Gräfin mit zunehmender Sorge der Verhaltensveränderungen Katjas und ihrer ständig wechselnden Gefühlsausbrüche bewusst wird, beschließt sie die Verbindung der beiden zu trennen und siedelt schließlich mit der Familie in Moskau an. Es kommt zu einer schmerzlichen Trennung, wobei für Njetotschka nun erneut ein neuer Lebensabschnitt beginnt, der die letzte Phase der Erzählung darstellt. Alexandra Michailowna, die Tochter des Fürsten nimmt das Waisenkind herzlich auf und erzieht es wie eines ihrer eigenen Kinder. Auch hier entsteht eine liebevolle Beziehung, die sich durch stundenlanges, gemeinsames Lesen und Musizieren bekundet und damit die Trennung Njetotschkas zu ihrer Freundin und der damit verbundene Trauer überdeckt. Im Folgenden bahnt sich jedoch eine Entfremdung zwischen den beiden an, die zur Folge hat, dass Njetotschka sich in eine imaginäre Phantasiewelt zurückzieht und daraufhin beginnt eifrig Bücher zu studieren. Die zunehmende Distanzierung intensiviert sich zudem, durch ein zufällig gefundenes Schriftstück Njetotschkas, dass zu Irritationen über Alexandras Vergangenheit führt.

Dostojewski, der wegen seiner politischen Aktivitäten verhaftet wurde, ließ das Werk unvollendet, wodurch es leider so vollkommen unbekannt im Schatten seiner anderen Hauptwerke unterging. Um die Spannung nicht gänzlich vorwegzunehmen, ende ich hier mit meinen Ausführungen und kann diese Erzählung, die so wunderbar abwechslungsreich daherkommt, als großen Lesegenuss nur herzlich weiterempfehlen.


Ideen zu einer reinen Phänomenologie und phänomenologishen Philosophie (Philosophische Bibliothek)
Ideen zu einer reinen Phänomenologie und phänomenologishen Philosophie (Philosophische Bibliothek)
von Elisabeth Ströker
  Broschiert
Preis: EUR 22,90

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn das Bewusstsein das Bewusstsein erforscht !, 28. März 2014
Während sie diese Rezension lesen, haben sie Bewusstsein vom Lesen der Rezension, aber ein Bewusstsein ihres Ich haben sie dabei nicht. In diesem Modus, dem präreflexiven cogito, wie es Sartre in " die Transzendenz des Ego " formulierte, befinden wir uns in einem unreflektierten Zustand, in dem wir selbstvergessen, intentional auf ein Objekt bezogen sind und uns selber gar nicht wahrnehmen. Wenn jedoch dieser Zustand sich selber bewusst werden soll, wendet sich die Blickrichtung auf das eigene, reine Ich, dass den vorangehenden fundamentalen Boden aller Transzendenz darstellt. Genau diese Entdeckung, des Transzendenz konstituierenden Fundamentes, stellt die große Entdeckung Edmund Husserls dar, dem es damit gelungen war, das Tor zum Bewusstsein zu öffnen. Doch zunächst " zu den Sachen " wie es Husserl gerne sagte, der damit die Devise zu einer neuen philosophischen Strömung lieferte, welche sich Phänomenologie nannte. Es war der Versuch einer Wiederherstellung der Philosophie nach strenger Wissenschaftlichkeit, um die Sachen wieder vorurteilsfrei und unabhängig der weltanschaulichen Konstruktionen zu erkennen und der Wissenschaft damit wieder ein festes Fundament zu liefern.
Das von Franz Brentano geprägte Konzept der Intentionalität, stellt dabei ein wichtiges Element dar, demzufolge wir die Wirklichkeit nicht wie Nahrung aufnehmen, sondern sie uns durch einen Bezug zu ihr in Erfahrung bringen. Husserl zufolge nehmen wir die Welt meistens durch die natürliche vorphilosophische Einstellung wahr, in der wir geradehin im Umgang mit den sich uns umgebenden Gegenständen leben. In seinen " Ideen " demonstriert er uns nun eine Möglichkeit, wie der Phänomenologe durch eine Haltung, die er als " Epoché " bezeichnet, zu den Phänomenen gelangt. Es gilt alles im Hinblick auf eine Sache Geltende, einzuklammern und außer Acht zu lassen, so das in einem weiteren Schritt, die auszuschaltende Sache, der noematische Gegenstand, gegenüber dem sinngebenden Bewusstseinsakt ( Noesis ) erkennbar wird. So sei bei der Wahrnehmung eines Baumes, das " Baumwahrgenommene ", das Noema und der sich auf den Baum beziehende Bewusstseinsakt, die Noesis.

Durch die Epochè, haben wir uns aus der Welt in uns zurückgezogen, die Thesen außer Aktion gesetzt und können nun unseren Blick auf das übrig gebliebene phänomenologische Residuum richten, dass alle weltlichen Transzendenzen aus sich heraus konstituiert. Das transzendentale Ich erfassen wir in der Reflexion, es konstituiert das personale ich, welches beispielsweise gerade mit dem Lesen der Rezension beschäftigt ist. Während das personale ich als Einheit erscheint, ein Tisch z.b. erscheint als Tisch, offenbart sich das reine Bewusstsein, als der anonyme Arbeiter im Bewusstsein, eine Art unwandelbarer Substanz, die der Transzendenz zu Grunde liegt. Das personale Ich hingegen, konstituiert sich immer wieder neu, ständig entstehen und vergehen Denkakte im Fluss der Erlebnisse. Mit seinem transzendentalen Ich, hat Husserl allerdings eine starke idealistische Richtung eingeschlagen, welche die Welt ihrer " Weltlichkeit " beraubt und sie stattdessen im Kopf abspielen lässt. Sartre und Heidegger, die die Tradition der Phänomenologie fortführten, versuchten daher Husserls Ideen wieder in die Welt und ihre Lebenszusammenhänge zu projizieren.

Durch seine eingeführten Begriffsterminologien Noema und Noesis, wollte Husserls zeigen, dass zwischen dem " An-Sich " der Gegenstände und ihrem subjektiven Erscheinen, ein unaufhebbares Wechselverhältnis, eine Korrelation besteht. Diese beiden Seiten sind unablösbar voneinander, so das die Gegebenheit des Gegenstandes, das Noeama, immer mit den zugehörigen Mannigfaltigkeiten der Bewusstseinsvollzüge (erfahren, erleben, erkennen ) korrespondiert und es daher nicht möglich ist, unabhängig dieser Mannigfaltigkeit vorbei, auf den bloßen Gegenstand zu blicken.
Endmund Husserl erreichte mit seiner Phänomenologie nie die Popularität, welche ihm eigentlich angemessen wäre. Da gab es Sartre mit seinem Existentialismus und Heidegger mit seinem großen Werk " Sein und Zeit ". Zudem litt er aufgrund seiner jüdischen Herkunft sehr unter dem Nationalsozialismus, so dass man ihm 1936 die Lehrbefugnis entzog und er seine gesamten Aufzeichnungen, knapp 40.000 Seiten, abenteuerlich in Sicherheit bringen musste.

Wer sich mit diesem Werk auseinandersetzt, wird eine neue Perspektive auf sein Leben erhalten und die Dinge mit einem anderen Auge betrachten, er wird eine Verbindung zwischen dem Bewusstsein und der Welt erfahren, die ihm so wahrscheinlich nie bewusst geworden wäre. Insgesamt ein lohnendes aber auch mühseliges Werk


Schuld und Sühne: Roman in sechs Teilen mit einem Epilog
Schuld und Sühne: Roman in sechs Teilen mit einem Epilog
von Fjodor M. Dostojewskij
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen " Gehorche bebendes Geschöpf und wünsche nicht, denn das ist nicht deine Sache ", 28. März 2014
Der Protagonist Rodion Raskolnikoff betrachtet sich trotz dürftiger finanzieller, wie materieller Mittel, als ein über der Gesellschaft stehendes Individuum, dem es obliegt, dass normale Volk nach seinen eigenen moralischen Grundprinzipien zu behandeln. Aufgrund seiner intellektuellen Veranlagung, die ihn vollkommener und wichtiger gegenüber der normalen Masse erscheinen lässt, fühlt er sich als eine Art Übermensch, dem es gewährt ist, seinen Überschuss an Lebenskraft und Macht, in die Entstehung neuer Werte einfließen zu lassen.
Anstatt jedoch sein wertvolles Potential, für eine Verbesserung der Bedingungen an der Gesellschaft zu verwenden, nutzt er seine sich selber zugeschriebenen Sonderprivilegien, für den Gedanken an einen Mord. Sein Vorhaben gründet sich auf die These, dass er, der Außergewöhnliche, während der Tat unumschränkter Herr über Verstand und Willen bleiben wird und nicht zu denen gehört, die sich einer Schuld bewusst wären. Sein Mordopfer ist eine geizige, böse und egoistische Pfandleiherin, die für Raskolnikoff den Inbegriff einer " Laus ", einer für ihn wertlos erscheinenden Person darstellt, über deren Leben die außergewöhnlichen Menschen sich einfach hinwegsetzen können.
Während des Tatvorgangs überkommt ihn allerdings doch jener Wahnzustand, den er bei sich ausgeschlossen sah, so befällt ihn ein Taumel, die Arme werden kraftlos, sogar sein Beil kann er kaum noch halten. Mit seinem angestrebten Beweis also, zu zeigen, dass er, einem Napoleon ähnlich, die Kontrolle über sich behält, muss er nun feststellen, dass er im grunde selber zu den gewöhnlichen, lediglich die Gattung erhaltenden Menschen zählt.
Dieses Scheitern, einer sich selber entworfenen Ideologie, finden wir auch in Dostojewskis Roman, der Jüngling wieder. Auch dort wird eine Idee, welche den Anspruch einer Lebensmaxime erwecken sollte, durch Erfahrungen mit der Gesellschaft, transformiert. Für Arkadij Dolgorukij, den Protagonisten, kommt es jedoch zu einer positiven Angleichung, während das Scheitern Raskolnikoffs fatale Folgen bewirkt.
Für den Täter beginnt nun ein Prozess, der einerseits von dem Bemühen geprägt ist, sich selber das Verbrechen zu verheimlichen, aber andererseits, sich auch der unbewussten Strebungen, die zu einem Geständniszwang hinstreben, bewusst zu werden. Genau diesen Konflikt veranschaulicht Dostojewski nun und lässt den Leser diesem traumatischen Leidensweg beiwohnen und schafft es paradoxerweise, sogar gewisse empathische Mitleidsgefühle für den Täter hervorzurufen. Dieser wird nun kurze Zeit später auf das Revier gebeten, allerdings wegen eines anderen, nicht zum Mord in Verbindung stehenden Sachverhaltes. Doch sein paranoider Zustand zeichnet sich bald durch Selbstverrat induzierende Indikatoren aus, so das der ermittlungsführende Staatsanwalt, Porfiriy Petrowitsch, sich nicht nur der Schuld Raskolnikoffs sehr schnell bewusst wird, sondern auch der Faktoren seines psychologischen Geständnisprozesses. In Folge nimmt er die Rolle eines modernen Psychotherapeuten ein, der durch subtile Suggestionen, das Schuldbekenntnis im Täter immer weiter vorantreibt, bis der Täter schließlich selber seine Schuld gesteht. Letztendlich muss Raskolnikoff einsehen, dass sein theoretisches Konstrukt, einer praktischen Überprüfung nicht standhällt. Eine Laus bleibt halt eine Laus.
Insgesamt ein sehr gelungenes Meisterwerk, welches anregt über Moral und Ethik zu philosophieren, aber auch einen tiefen Einblick in das Bewusstsein eines Täters gibt. Diesen Klassiker sollte man auf jeden Fall einmal gelesen haben.


Werke in 20 Bänden mit Registerband: 3: Phänomenologie des Geistes (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
Werke in 20 Bänden mit Registerband: 3: Phänomenologie des Geistes (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
von Eva Moldenhauer
  Taschenbuch
Preis: EUR 20,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen " Das Erste, was hier gelernt werden muss, ist aufrecht stehen ", 28. März 2014
" Das Bekannte ist darum, weil es bekannt ist, noch nicht erkannt "

Die Phänomenologie des Geistes, die das " werdende Wissen ", zur Wissenschaft hinführen möchte, bedient sich dabei eines Prozesses, der sich selber schon als wissenschaftlich zu legitimieren vermag. Doch ein Weg führt bekanntlich nur dann an sein Ziel , wenn dieser Bestimmungsort schon vorgegeben ist. Für die Phänomenologie bedeutet dies, dass der wissenschaftliche Standpunkt und seine Erreichung, schon als realisierbar vorausgesetzt werden muss, um die Reise zu ihm stattfinden zu lassen. Die Fundierung der Wissenschaft im Selbstbewusstsein demonstriert Hegel in seiner Vorrede damit, dass diese ihm eine zu erklimmende Leiter hinunterreicht, die den sich stetig vervollkommnenden Erfahrungsprozess seiner selbst, von der bloßen sinnlichen Gewissheit, über das Selbstbewusstsein, bis zum absoluten Wissen symbolisch darstellt. Hierbei stellt die Wissenschaft jedoch keinen unbeteiligten Zuschauer dar, sondern sie integriert in sich jede Sprosse und ihren damit verknüpften Platz im Prozess. Diesen Erfahrungsprozess des Subjekts, beschreibt Hegel mit seiner bekannten dialektischen Vermittlung, die man sich nicht als eine Hebammenkunst des Gesprächs, im Sinne Sokrates vorstellen sollte, sondern als eine Art Bewegungsgesetz des Lebens, eine Kraft des Kampfes, die die unterschwellige Essenz des unaufhaltsamen Fortschrittes ausmacht. Hegel verweist als Beisspiel auf eine Knospe, welche durch die hervorbrechende Blüte verschwindet, oder dialektisch formuliert, wiederlegt wird. Die ursprüngliche Wahrheit ist also verschwunden und bringt sich auf eine andere Weise wieder hervor. Das sich gegenseitige Verdrängen beider Formen stellt aber gerade auch eine Notwendigkeit der organischen Einheit dar, wie es Hegel sagt. Schon Heraklit hat diesen grundlegenden Motor erkannt wenn er sagt " Das Widerstreitende zusammentretend und aus dem Sichabsondernden die schönste Harmonie " .

Die Phänomenologie des Geistes beginnt zunächst als die sich dem Subjekt passiv zugefallene Geschichte, bis diese sich als das Produkt, der eigenen Subjektivität, mittels der Vernunft erkennt. Doch der Weg dorthin, den man auch als logische Evolution bezeichnen könnte, verlangt dem eifrigen Leser ein ungeheures Durchhaltevermögen ab, um in dem als dunkelstes und tiefsinnigstes bezeichnete Werk nicht unterzugehen.
Die Erfahrungen des Bewusstseins beginnen bei der sinnlichen Gewissheit, welche den unendlichen Reichtum, der sich in Raum und Zeit ausbreitet, zu besitzen vermag. Dieses wird jedoch die Erfahrung machen, dass das ausgebreitete Sein sich sprachlich nicht erfassen lässt und daher resignierend, lediglich die Allgemeinheit eines Dinges betrachten könnend, zur Wahrnehmung übergehen. Das ursprünglich gemeinte Diese, wie z.b. dieses Auto, lässt sich so zwar nicht mehr unmittelbar wissen, stattdessen beginnt das Bewusstsein das Seiende nun als Allgemeines wahrzunehmen. Der Wiederspruch der auf dieser Stufe auftaucht, geht aus der Problematik hervor, ob der in seiner Einheit auftauchende Begriff, durch das Bewusstsein in viele Eigenschaften zerlegt wird, oder ob die Vielfalt dem Gegenstand zukommt und die Einheit daher in das wahrnehmende Bewusstsein fällt. Dieser Zwiespalt soll nun, durch die Betrachtung des Unbedingt-Allgemeinen im Inneren des Gegenstandes, im Verstandeskapitel untersucht werden. Für Kant war es unmöglich, vorbei an der Erscheinung, in die innere Seinsverfassung des An-Sich zu blicken, doch Hegel schaut hinter die Kulissen und erblickt dabei ein " Spiel der Kräfte ", dass sich anstatt der Sinne, nur durch den Verstand erschließen lässt. In dieser " Übersinnlichen Welt ", dem Ort der Gesetzte, herrscht eine latent zurückgehaltene Kraft, die auf eine sich äußernde sinnliche Kraft bezogen ist. Wenn mir z.b. durch die Schwerkraft ein Apfel auf den Kopf fällt, so offenbart sich für uns eine Kraft, die allerdings durch ihr Wirken nicht verbraucht wird, sondern als Kraft unthematisch, weiterhin präsent bleibt. Sie ist also ein ruhiges Reich der Gesetzte, ein Abbild, die den wahrgenommenen Veränderungen in der Welt zugrunde liegt. Der Sinn dieses Kapitells, war es zu zeigen, dass durch die Spiegelung der sinnlichen Welt, der Verstand durch seine eigene Beteiligung und seinem Wissen davon, sich nun seiner selbst bewusst wurde. Anders als bei Kant, der das Selbstbewusstsein, als synthetische Einheit der Apperzeption schon vorausgesetzt hatte, geht es Hegel um den geschichtlichen Prozess, wie das Selbstbewusstsein sich selber entdeckt.

In diesem von Hegel als " einheimisches Reich der Wahrheit " bezeichneten Gebiet, befinden wir uns an einem Schlüsselpunkt, den es gilt nicht falsch zu interpretieren, speziell das einflussreiche Kapitel Herrschaft und Knechtschaft. Zusammenfassend sollte noch einmal erwähnt werden, dass der Gegenstand des Bewusstseins, dieses Bewusstsein jetzt selbst ist, was Hegel so formuliert, " das Bewusstsein hat in dem Selbstbewusstsein, als dem Begriff des Geistes, seinen Wendepunkt, auf dem es aus dem farbigen Schein des sinnlichen Diesseits und aus der leeren Nacht des Übersinnlichen Jenseits, in den geistigen Tag der Gegenwart einschreitet ". Das Selbstbewusstsein begnügt sich mit dieser Gewissheit jedoch nicht, es möchte ein Wissen über sich in Erfahrung bringen und dafür verwendet Hegel den Begriff der Begierde in einer ungewöhnlichen Weise, als Begierde nach Wirklichkeit. Das folgende Gleichnis von Herrschaft und Knechtschaft und der daraus resultierenden Bildkräftigkeit, bot den nachfolgenden Geistesgrößen einen Anlass, sich durch die unterschiedlichsten Interpretationen, eine Auslegung anzueignen, die oftmals den hegelschen Gesamtbau verzerrte. Speziell Kojève und Marx, bedienten sich einer einseitig sozialen Interpretation, die die Exegese von Herrschaft und Knechtschaft als eine Propädeutik für das Wesen der Klassenkämpfe auslegten und dabei die Subjektivität des Geschehens vernachlässigten. Es darf nicht vergessen werden, dass das Selbstbewusstsein sich auf sich selber bezieht. Ich verweise hierbei auf die, meiner Meinung nach exaktere Interpretation von George Armstrong Kelly, der darauf aufmerksam macht, dass sich das Selbstbewusstsein in diesem Stadium noch keiner Intersubjektivität bewusst ist, sondern lediglich auf die im Geist erscheinende Gesellschaft und ihr Fundament vorausdeutet und begründet. Wenn Hegel also von einer " Verdopplung des Selbstbewusstseins " spricht, dann geht er von einem Zustand innerhalb eines Ich aus.

In diesem, von zwei geprägten Momenten, dargestellten Szenarium, stellt der Herr die Identität mit sich selber dar und verzichtet dabei auf eine nach außen gerichtete Beziehung, wodurch es jedoch infolgedessen zu einer Verkümmerung der Selbstrealisierung kommt. Der Knecht hingegen, stellt das unselbständige Bewusstsein dar, dass sich auf seine gegenständliche Umgebung bezieht und von ihr beeinflusst wird. Das sind demnach die beiden Protagonisten, die sich in ihrem fortlaufenden Kampf um Anerkennung synthetisieren, denn beide Aspekte des Selbstbewusstsein sind füreinander wichtig.
Die voranschreitende Reise des werdenden Wissens kommt mit dem Erlangen der Vernunft nun zu seiner Selbstverwirklichung. Dabei bereiten schließlich die einzelnen Momente, wie Weltgenuss, Weltverbesserung und Weltbekämpfung das Reich der Sittlichkeit vor. Aus der beobachtenden Vernunft geht so das vernünftige Moralische Selbstbewusstsein hervor, das Reich des Geistes beginnt. Es folgt ein langer Prozess, der durch das Aufzeigen der letzten Wiedersprüche und deren neuen Synthesen, vorbei an der vorletzten Stufe, der Religion, zum absoluten Wissen gelangt. Es ist der Bereich, in dem sich das Subjekt von seinen Entfremdungen, und Entäußerungen entäußert und sie zugleich als seine begriffene Geschichte in sich integriert. Es ist nun als absolutes Für-Sich, nach einer langen dialektischen Reise Substanz geworden.

Doch was passiert danach, ist dies das Ende der Geschichte, können wir als Menschen nun auf unsere Zeit zurückblicken und sagen was der Sinn des Seins war, oder stellt dieser zurückgelegte Prozess, selber nur ein Glied einer noch unvorstellbareren Geschichte dar ?. Mit diesem Ausblick möchte ich mich nun mit einer Anekdote über Alexandre Kojeve verabschieden, der nach seiner Vorlesung über die Phänomenologie gesagt habe soll, in diesem Buch stünde alles drinnen, mehr gäbe es nicht zu sagen, worauf er sich zurückzog und schwieg. Und so werde nun auch ich nach dieser doch etwas länger ausfallenden Rezension schweigen und dem Leser Mut, Durchhaltevermögen, aber an erster Stelle Respekt für dieses gigantische Meisterwerk aussprechen.


Trost der Philosophie (Geschenkbuch Weisheit)
Trost der Philosophie (Geschenkbuch Weisheit)
von Boethius
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 4,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen " Alles Geschick ist von Grund auf gut ", 23. März 2014
Ein Buch, welches den Weg zur Erkenntnis, von der unberechenbaren Macht Fortunas, die sich dem Menschen gegenüber als unzuverlässige Instanz herauskristallisiert, zu den wahren, den Seelenfrieden bringenden zeitlosen Ideen führt. Der Gesinnungswandel vollzieht sich in Form eines Heilungsprozesses zwischen dem Autor und der personifizierten Philosophie. Der mit Vorkenntnissen versehene Leser wird die hohe Äquivalenz zu Platon schnell bemerken und seine Kunst der Didaktik wiederentdecken. Boethius, der des Hochverrats bezichtigt und verurteilt wurde, verfasste seine Consolatio nach vorherrschendem Konsens während der Gefangenschaft und wurde kurze Zeit später hingerichtet.
Durch seine Schicksalsschläge geprägt, scheint die Idee des Guten in dieser Welt generell in Frage zu stehen. Er fragt sich nun, ob der Mensch auf sein Schicksal Einfluss nehmen kann, oder ob die Vorsehung Gottes keinen Spielraum mehr für etwaige Willensentscheidungen offenlässt. Zunächst jedoch, ebnet die Philosophie den Weg für das Verstehen des wahren Glücks und offenbart dem Gefangenen, dass sein bisheriges Streben nach irdischen Gütern wie Reichtum, Würden und Macht nur ein Scheinweg sei, der vorgibt diesen Trugbildern nachzueifern und sie für die höchsten zu erreichenden Ziele des Menschen ausgibt. Es gilt die Blickrichtung zu wechseln und sein Leben nicht von den täglich sich materiell aufdrängenden Dingen beeinflussen zu lassen, sondern eine geistige Perspektive einzunehmen, die sich der unveränderlichen Wesensform widmet. Boethius lässt hier seine neuplatonische Prägung durchschimmern, denn auch Platon versuchte sich von der Welt des Stofflichen zu lösen und stattdessen die Quelle des Guten durch den stufenweisen Aufstieg der Seele zu erreichen. Die Reden der Philosophie bewirken nun ihren Trost und ermöglichen ein Einsehen bei Boethius, dem irdischen Streben zu entsagen und bereit für die Erkenntnis Gottes zu sein.
Doch seine gewonnenen Erkenntnisse schlagen sich schnell wieder in große Zweifel um, denn in Anbetracht all der Übel auf der Welt, scheint es sehr abwegig, die Natur durch den Plan eines höchsten Guten geleitet zu sehen. Boethius wirft hier das bekannte Theodizeeproblem auf. Die Philosophie argumentiert mit dem Verweis auf das in allen Lebewesen strebende Verlangen nach Glückseligkeit und das es dem Bösen lediglich an Sein mangelt sein Wesen zu erfüllen. Je nach Abweichung seiner eigenen Konstitution bekomme jeder den ihm zugewiesenen Lob oder Tadel.
Doch gerade diese Zuweisung sieht Boethius nach keinen nachvollziehbaren Gesetzmäßigkeiten ablaufen, stattdessen scheinen für ihn Lohn und Strafe willkürlich verteilt zu werden. Der Blick des ganzen Anliegens gleitet nun stetig in das göttliche System ab.
Die Philosophie öffnet ihm die Augen und lehrt ihn, dass alle menschlichen Abläufe, ob sie nun ihrem Wesen entsprechen oder auch nicht, von einer göttlichen Vorsehung gelenkt und korrigiert werden.
Doch wo bleibt da der Raum für freie Willensentscheidung und Zufall. Im fünften und letzten Buch versucht die Philosophie nun in Form eines recht schwierigen Gedankenganges aufzuzeigen, dass die göttliche Vorsehung noch ein Hintertürchen für die freie Wahl offenlässt.
Insgesamt besitzt das Werk ein Potential, welches unserer heutigen hektischen Gesellschaft wieder die Augen zu öffnen vermag und zu zeigen, dass das Treiben nach immer mehr Besitz und Macht, nicht für die einzigen als erstrebenswert zu haltenden Antriebe angesehen werden sollten


Ideen zu einer reinen Phänomenologie und phänomenologischen Philosophie: Allgemeine Einführung in die reine Phänomenologie
Ideen zu einer reinen Phänomenologie und phänomenologischen Philosophie: Allgemeine Einführung in die reine Phänomenologie
von Edmund Husserl
  Broschiert
Preis: EUR 99,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Bewusstsein erforscht das Bewusstsein, 23. März 2014
Während sie diese Rezension lesen, haben sie Bewusstsein vom Lesen der Rezension, aber ein Bewusstsein ihres Ich haben sie dabei nicht. In diesem Modus, dem präreflexives cogito, wie es Sartre in " die Transzendenz des Ego " formulierte, befinden wir uns in einem unreflektierten Zustand, in dem wir selbstvergessen, intentional auf ein Objekt bezogen sind und uns selber gar nicht wahrnehmen. Wenn jedoch dieser Zustand sich selber bewusst werden soll, wendet sich die Blickrichtung auf das eigene, reine Ich, dass den vorangehenden fundamentalen Boden aller Transzendenz darstellt. Genau diese Entdeckung, des Transzendenz konstituierenden Fundamentes, stellt die große Entdeckung Edmund Husserls dar, dem es damit gelungen war, das Tor zum Bewusstsein zu öffnen. Doch zunächst " zu den Sachen " wie es Husserl gerne sagte, der damit die Devise zu einer neuen philosophischen Strömung lieferte, welche sich Phänomenologie nannte. Es war der Versuch einer Wiederherstellung der Philosophie nach strenger Wissenschaftlichkeit, um die Sachen wieder vorurteilsfrei und unabhängig der weltanschaulichen Konstruktionen zu erkennen und der Wissenschaft damit wieder ein festes Fundament zu liefern.
Das von Franz Brentano geprägte Konzept der Intentionalität, stellt dabei ein wichtiges Element dar, demzufolge wir die Wirklichkeit nicht wie Nahrung aufnehmen, sondern sie uns durch einen Bezug zu ihr in Erfahrung bringen. Husserl zufolge nehmen wir die Welt meistens durch die natürliche vorphilosophische Einstellung wahr, in der wir geradehin im Umgang mit den sich uns umgebenden Gegenständen leben. In seinen " Ideen " demonstriert er uns nun eine Möglichkeit, wie der Phänomenologe durch eine Haltung, die er als " Epoché " bezeichnet, zu den Phänomenen gelangt. Es gilt alles im Hinblick auf eine Sache Geltende, einzuklammern und außer Acht zu lassen, so das in einem weiteren Schritt, die auszuschaltende Sache, der noematische Gegenstand, gegenüber dem sinngebenden Bewusstseinsakt ( Noesis ) erkennbar wird. So sei bei der Wahrnehmung eines Baumes, das " Baumwahrgenommene ", das Noema und der sich auf den Baum beziehende Bewusstseinsakt, die Noesis.

Durch die Epochè, haben wir uns aus der Welt in uns zurückgezogen, die Thesen außer Aktion gesetzt und können nun unseren Blick auf das übrig gebliebene phänomenologische Residuum richten, dass alle weltlichen Transzendenzen aus sich heraus konstituiert. Das transzendentale Ich erfassen wir in der Reflexion, es konstituiert das personale ich, welches beispielsweise gerade mit dem Lesen der Rezension beschäftigt ist. Während das personale ich als Einheit erscheint, ein Tisch z.b. erscheint als Tisch, offenbart sich das reine Bewusstsein, als der anonyme Arbeiter im Bewusstsein, eine Art unwandelbarer Substanz, die der Transzendenz zu Grunde liegt. Das personale Ich hingegen, konstituiert sich immer wieder neu, ständig entstehen und vergehen Denkakte im Fluss der Erlebnisse. Mit seinem transzendentalen Ich, hat Husserl allerdings eine starke idealistische Richtung eingeschlagen, welche die Welt ihrer " Weltlichkeit " beraubt und sie stattdessen im Kopf abspielen lässt. Sartre und Heidegger, die die Tradition der Phänomenologie fortführten, versuchten daher Husserls Ideen wieder in die Welt und ihre Lebenszusammenhänge zu projizieren.

Durch seine eingeführten Begriffsterminologien Noema und Noesis, wollte Husserls zeigen, dass zwischen dem " An-Sich " der Gegenstände und ihrem subjektiven Erscheinen, ein unaufhebbares Wechselverhältnis, eine Korrelation besteht. Diese beiden Seiten sind unablösbar voneinander, so das die Gegebenheit des Gegenstandes, das Noeama, immer mit den zugehörigen Mannigfaltigkeiten der Bewusstseinsvollzüge (erfahren, erleben, erkennen ) korrespondiert und es daher nicht möglich ist, unabhängig dieser Mannigfaltigkeit vorbei, auf den bloßen Gegenstand zu blicken.
Endmund Husserl erreichte mit seiner Phänomenologie nie die Popularität, welche ihm eigentlich angemessen wäre. Da gab es Sartre mit seinem Existentialismus und Heidegger mit seinem großen Werk " Sein und Zeit ". Zudem litt er aufgrund seiner jüdischen Herkunft sehr unter dem Nationalsozialismus, so dass man ihm 1936 die Lehrbefugnis entzog und er seine gesamten Aufzeichnungen, knapp 40.000 Seiten, abenteuerlich in Sicherheit bringen musste.

Wer sich mit diesem Werk auseinandersetzt, wird eine neue Perspektive auf sein Leben erhalten und die Dinge mit einem anderen Auge betrachten, er wird eine Verbindung zwischen dem Bewusstsein und der Welt erfahren, die ihm so wahrscheinlich nie bewusst geworden wäre. Insgesamt ein lohnendes aber auch mühseliges Werk


Zur Genealogie der Moral (Reclams Universal-Bibliothek)
Zur Genealogie der Moral (Reclams Universal-Bibliothek)
von Friedrich Nietzsche
  Taschenbuch
Preis: EUR 5,00

5.0 von 5 Sternen " Wir sind uns unbekannt, wir Erkennenden, wir selbst uns selbst ", 19. März 2014
Friedrich Nietzsche ging es in seiner Streitschrift um keine Herleitung einer neuen Moral, sondern er wollte die etymologischen Vorraussetzungen und deren Entwicklungen der heutigen Wertebegriffe nachvollziehen, um die Motive des Menschen für sein heutiges Handeln freizulegen. Was verleiht einem Wert seinen Wert ?, fragt sich Nietztsche.
In der ersten Abhandlung seiner Genealogie, weist er zunächst die utilitaristische Moralkonzeption, die durch Nützlichkeit und Gewohnheit, den Werten ihre Bestimmung gibt zurück. Vielmehr spricht er von einem " Pathos der Distanz ", wonach in der Geschichte die Vornehmen und Mächtigen, sich zu den wertebestimmenden Instanzen erhoben haben und den Dingen ihren Namen aufsetzten. Es ist die Macht der Vergeltung, welche die, die sie auszuführen verstehen, bemächtigt Normen und Werte zu definieren, während die, welche sie nicht auszuführen verstehen und sich stattdessen unterdrücken lassen, als schlecht zu gelten haben. Auf diese Weise zeichnen sich die Guten, aufgrund ihres gemeinsamen Strebens nach Vergeltung, als eine gemeinschaftliche Kaste und die schlechten als eine ohnmächtige unterdrückte Masse aus.

Nietzsche möchte mithilfe eines hermeneutischen Verfahrens aufweisen, dass die Wertebestimmung keinen objektiven Maßstäben entspricht, sondern auf Spannungsverhältnissen in der Sprache zurückzuführen ist. Sein Ziel stellt die Entlarvung moralischer Sinngebungen dar, die durch einen philologischen Rückgang aufgedeckt werden können. Für Nietzsche haben Werte nichts mit richtig oder falsch zu tun, stattdessen stellen sie Interpretationen des Lebens dar, die sich durch unterschiedliche gesellschaftliche Ebenen aufschlüsseln lassen. Gut und schlecht, seien so das Etymologische Produkt, jeweiliger sozialer Gruppen, wie den Vornehmen gegenüber den Gemeinen, aus denen sich dann die verschiedenen moralischen Urteile ableiten lassen. Seine Genealogie stellt daher eine Semiotik der Entschlüsselung, der vorherrschenden Werte dar und zeigt im weiteren Verfahren, die Entstehung einer Sklavenmoral und die damit verbundene Rettung durch asketische Ideale auf.
Das ursprüngliche " Pathos der Distanz ", bei dem der leidende Sklave unter den Moralvorstellungen der Mächtigen zu leiden hatte, bewirkte die Entstehung eines Ressentiments, dass sich gezwungen sah, infolge seiner Sublimierung der Affekte, sich eine imaginäre, intellektuelle Welt zu phantasieren, um die Herrenmoral, inform einer Religion zu transzendieren. Diese Entwertung der Werte und die damit auftauchende nihilistische Grundtendenz, musste durch ein asketisches Ideal kompensiert werden, um der ziellosen Leere, dem " Horror Vacui " zu entkommen. Denn ohne ein Ziel geht der menschliche Wille zugrunde, " und eher will er noch das Nichts wollen, als nicht wollen ", formuliert Nietzsche zu Beginn des dritten Abschnittes. Das asketische Ideal vermag es, dem degenerierenden Leben der heillosen Menschen wieder Hoffnung zu verleihen und der diesseitigen, sinnlichen Welt, eine jenseitige, höhere Welt gegenüberzustellen.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass der nach Sinn und Auslegung bedürftige Mensch, die christlichen moralischen Werte, wie Nächstenliebe, Askese und Mitleid vom priesterlichen Demagogen gerne annahm. Doch Nietzsche sieht hierbei die Gefahr, dass die Höherwertigen, Mächtigen und Erhabenen, durch die Vorherrschaft des Ressentiments, ebenfalls zu einer Art domestizierten Haustieres verkommen, die dann schließlich alle einer wohlgeformten Masse gleichen.
Am Ende möchte ich Nietzsche selber noch einmal zu Wort kommen lassen, um seinen Ausblick auf eine Welt jenseits der Ideale zu zeigen. Einer Welt des zukünftigen Übermenschen, die Heimat seines Zarathustra.

" Dieser Mensch der Zukunft, der uns ebenso vom bisherigen Ideal erlösen wird, als von dem, was aus ihm wachsen musste, vom großen Ekel, vom Willen zum Nichts, vom Nihilismus, dieser Glockenschlag des Mittags und der großen Entscheidung, der den Willen wieder frei macht, der der Erde ihr Ziel und dem Menschen seine Hoffnung zurückgibt. "


Verbrechen und Strafe: Roman
Verbrechen und Strafe: Roman
von Fjodor M. Dostojewskij
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen " Gehorche, bebendes Geschöpf, und wünsche nicht; denn das ist nicht deine Sache ", 15. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Verbrechen und Strafe: Roman (Taschenbuch)
Der Protagonist Rodion Raskolnikoff betrachtet sich trotz dürftiger finanzieller, wie materieller Mittel, als ein über der Gesellschaft stehendes Individuum, dem es obliegt, dass normale Volk nach seinen eigenen moralischen Grundprinzipien zu behandeln. Aufgrund seiner intellektuellen Veranlagung, die ihn vollkommener und wichtiger gegenüber der normalen Masse erscheinen lässt, fühlt er sich als eine Art Übermensch, dem es gewährt ist, seinen Überschuss an Lebenskraft und Macht, in die Entstehung neuer Werte einfließen zu lassen.
Anstatt jedoch sein wertvolles Potential, für eine Verbesserung der Bedingungen an der Gesellschaft zu verwenden, nutzt er seine sich selber zugeschriebenen Sonderprivilegien, für den Gedanken an einen Mord. Sein Vorhaben gründet sich auf die These, dass er, der Außergewöhnliche, während der Tat unumschränkter Herr über Verstand und Willen bleiben wird und nicht zu denen gehört, die sich einer Schuld bewusst wären. Sein Mordopfer ist eine geizige, böse und egoistische Pfandleiherin, die für Raskolnikoff den Inbegriff einer " Laus ", einer für ihn wertlos erscheinenden Person darstellt, über deren Leben die außergewöhnlichen Menschen sich einfach hinwegsetzen können.
Während des Tatvorgangs überkommt ihn allerdings doch jener Wahnzustand, den er bei sich ausgeschlossen sah, so befällt ihn ein Taumel, die Arme werden kraftlos, sogar sein Beil kann er kaum noch halten. Mit seinem angestrebten Beweis also, zu zeigen, dass er, einem Napoleon ähnlich, die Kontrolle über sich behält, muss er nun feststellen, dass er im grunde selber zu den gewöhnlichen, lediglich die Gattung erhaltenden Menschen zählt.
Dieses Scheitern, einer sich selber entworfenen Ideologie, finden wir auch in Dostojewskis Roman, der Jüngling wieder. Auch dort wird eine Idee, welche den Anspruch einer Lebensmaxime erwecken sollte, durch Erfahrungen mit der Gesellschaft, transformiert. Für Arkadij Dolgorukij, den Protagonisten, kommt es jedoch zu einer positiven Angleichung, während das Scheitern Raskolnikoffs fatale Folgen bewirkt.
Für den Täter beginnt nun ein Prozess, der einerseits von dem Bemühen geprägt ist, sich selber das Verbrechen zu verheimlichen, aber andererseits, sich auch der unbewussten Strebungen, die zu einem Geständniszwang hinstreben, bewusst zu werden. Genau diesen Konflikt veranschaulicht Dostojewski nun und lässt den Leser diesem traumatischen Leidensweg beiwohnen und schafft es paradoxerweise, sogar gewisse empathische Mitleidsgefühle für den Täter hervorzurufen. Dieser wird nun kurze Zeit später auf das Revier gebeten, allerdings wegen eines anderen, nicht zum Mord in Verbindung stehenden Sachverhaltes. Doch sein paranoider Zustand zeichnet sich bald durch Selbstverrat induzierende Indikatoren aus, so das der ermittlungsführende Staatsanwalt, Porfiriy Petrowitsch, sich nicht nur der Schuld Raskolnikoffs sehr schnell bewusst wird, sondern auch der Faktoren seines psychologischen Geständnisprozesses. In Folge nimmt er die Rolle eines modernen Psychotherapeuten ein, der durch subtile Suggestionen, das Schuldbekenntnis im Täter immer weiter vorantreibt, bis der Täter schließlich selber seine Schuld gesteht. Letztendlich muss Raskolnikoff einsehen, dass sein theoretisches Konstrukt, einer praktischen Überprüfung nicht standhällt. Eine Laus bleibt halt eine Laus.
Insgesamt ein sehr gelungenes Meisterwerk, welches anregt über Moral und Ethik zu philosophieren, aber auch einen tiefen Einblick in das Bewusstsein eines Täters gibt. Diesen Klassiker sollte man auf jeden Fall einmal gelesen haben.


Aufzeichnungen aus einem Totenhause (Reclams Universal-Bibliothek)
Aufzeichnungen aus einem Totenhause (Reclams Universal-Bibliothek)
von Fjodor M Dostojewskij
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen " Überall gibt es schlechte Menschen, und unter den schlechten auch Gute ", 15. März 2014
Was ist Dostojewski in jenen Jahren seiner Gefangenschaft wiederfahren, wodurch seine großen Werke später so grundlegend bestimmt werden sollten. Welchen kostbaren Erfahrungen und Einflüssen, verdanken wir Werke wie " Schuld und Sühne ", " Die Dämonen ", oder " Die Brüder Karamasoff ".
Es sind seine " Aufzeichnungen aus einem Totenhaus ", die einen autobiographischen Aufschluss darüber geben, woher er seinen Ideenreichtum und seine Menschenkenntnis bezog. Speziell die Analysierung des Verbrechens, das Überschreiten jener Grenze, die einen Täter zu jenem plötzlichen Sprung in einen anderen Bereich des menschlichen Lebens verleiten, wie es ein Raskolnikoff beispielsweise tat, finden hier ihre Motive für jenen Absprung. Die Veranlassung für Dostojewskis Deportation ins sibirische Gefängnis, ist auf die revolutionären, frühsozialistischen Aktivitäten bei den Petraschewzen, einem Kreis bei denen sich junge Intellektuelle trafen, zurückzuführen. Nachdem es der Regierung des Zaren Nikolaus gelungen war, einen Spitzel in die Gruppe einzuschleusen, kam es auch schon bald zur Aufdeckung der Verschwörung. 15 von ihnen, darunter Dostojewski, wurden schließlich zum Tode verurteilt. Am Tag der Hinrichtung kam es allerdings lediglich zu einer Inszenierung, bei der die Verurteilten, die sich schon im Jenseits gesehen haben, im letzten Moment begnadigt und ihre Strafen in jahrelange Haft umgewandelt wurden. Seine vierjährige Haftstrafe im sibirischen Omsk, bildet schließlich die Grundlage seiner Aufzeichnungen, die aufgrund der starken Zensur, die Gründe für seine Verhaftung nicht thematisieren. Stattdessen werden die Erlebnisse im sibirischen Ostrogg durch einen unbekannten Ich-Erzähler vorgetragen, der die Aufzeichnungen aus der Perspektive des Protagonisten Alexander Petrowitsch Gorjantschikoff wiedergibt, der wegen eines Mordes zu zehn Jahren Haft verurteilt wurde.
Im Folgenden werden nun Eindrücke, Erlebnisse, Dialoge zwischen den Häftlingen, Charakterisierungen der Täter, die Hierachie der Wachhabenden und auch die Verbrechen selbst thematisiert. Der vorherrschende Konsens, nachdem die schwere Arbeit, das schlechte Essen oder die mangelnde Hygiene die Gefangenschaft so unerträglich machen, ist es vielmehr dem Umstand zuzuschreiben, dass die fehlende Privatsphäre und die damit zusammenhängende Schwierigkeit sich vor der Masse zurückzuziehen , als eigentliches Hauptproblem angesehen werden sollte.
Die von Sartre geprägte Maxime, " Die Hölle, das sind die anderen ", spiegelt hervorragend Dostojewskis Quintessenz, über das Zusammenleben in der Gefangenschaft wieder. Es ist die zermürbende Zwangsgemeinschaft, welche den Häftlingen jegliche Privatsphäre entzieht und sie einer beständigen Interaktion mit den anderen Insassen aussetzt. Eine weitere schmerzliche Erfahrung, die das Einleben für Dostojewski sehr erschwerte, war die soziale Hierachie, die ihm, der aus adligen Verhältnissen stammte, von den anderen Häftlingen Spott und Hass einbrachte.
Doch neben diesen Erfahrungen, scheinen immer wieder auch Momente der Menschlichkeit durch, wie dem Weihnachtsfest, bei dem brüderlich geteilt wurde oder Theateraufführungen, denen die Häftlinge mit kindlichem Staunen und Vergnügen beiwohnten. Selbst unter den gemeinsten Häftlingen, schimmern nicht für möglich gehaltene Züge durch, so das Dostojewski geneigt ist zu sagen, " Überall gibt es schlechte Menschen, und unter den schlechten auch Gute " . Zeit seines Lebens wird er an seinem Ideal der Christlichkeit und an das Leben in einer friedlichen, menschenachtenden Gemeinschaft festhalten.
Insgesamt sehr interessante Aufzeichnungen, die den Leser verstehen lassen, welchen Einfluss die Gefangenschaft, für sein späteres Schaffen hatte, aber auch einen tiefen Einblick in die Psyche eines Verbrechers geben.


Schuld und Sühne (Roman)
Schuld und Sühne (Roman)
von Fjodor Dostojewski
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen " Gehorche, bebendes Geschöpf, und wünsche nicht; denn das ist nicht deine Sache ", 12. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Schuld und Sühne (Roman) (Gebundene Ausgabe)
Der Protagonist Rodion Raskolnikoff betrachtet sich trotz dürftiger finanzieller, wie materieller Mittel, als ein über der Gesellschaft stehendes Individuum, dem es obliegt, dass normale Volk nach seinen eigenen moralischen Grundprinzipien zu behandeln. Aufgrund seiner intellektuellen Veranlagung, die ihn vollkommener und wichtiger gegenüber der normalen Masse erscheinen lässt, fühlt er sich als eine Art Übermensch, dem es gewährt ist, seinen Überschuss an Lebenskraft und Macht, in die Entstehung neuer Werte einfließen zu lassen.
Anstatt jedoch sein wertvolles Potential, für eine Verbesserung der Bedingungen an der Gesellschaft zu verwenden, nutzt er seine sich selber zugeschriebenen Sonderprivilegien, für den Gedanken an einen Mord. Sein Vorhaben gründet sich auf die These, dass er, der Außergewöhnliche, während der Tat unumschränkter Herr über Verstand und Willen bleiben wird und nicht zu denen gehört, die sich einer Schuld bewusst wären. Sein Mordopfer ist eine geizige, böse und egoistische Pfandleiherin, die für Raskolnikoff den Inbegriff einer " Laus ", einer für ihn wertlos erscheinenden Person darstellt, über deren Leben die außergewöhnlichen Menschen sich einfach hinwegsetzen können.
Während des Tatvorgangs überkommt ihn allerdings doch jener Wahnzustand, den er bei sich ausgeschlossen sah, so befällt ihn ein Taumel, die Arme werden kraftlos, sogar sein Beil kann er kaum noch halten. Mit seinem angestrebten Beweis also, zu zeigen, dass er, einem Napoleon ähnlich, die Kontrolle über sich behält, muss er nun feststellen, dass er im grunde selber zu den gewöhnlichen, lediglich die Gattung erhaltenden Menschen zählt.
Dieses Scheitern, einer sich selber entworfenen Ideologie, finden wir auch in Dostojewskis Roman, der Jüngling wieder. Auch dort wird eine Idee, welche den Anspruch einer Lebensmaxime erwecken sollte, durch Erfahrungen mit der Gesellschaft, transformiert. Für Arkadij Dolgorukij, den Protagonisten, kommt es jedoch zu einer positiven Angleichung, während das Scheitern Raskolnikoffs fatale Folgen bewirkt.
Für den Täter beginnt nun ein Prozess, der einerseits von dem Bemühen geprägt ist, sich selber das Verbrechen zu verheimlichen, aber andererseits, sich auch der unbewussten Strebungen, die zu einem Geständniszwang hinstreben, bewusst zu werden. Genau diesen Konflikt veranschaulicht Dostojewski nun und lässt den Leser diesem traumatischen Leidensweg beiwohnen und schafft es paradoxerweise, sogar gewisse empathische Mitleidsgefühle für den Täter hervorzurufen. Dieser wird nun kurze Zeit später auf das Revier gebeten, allerdings wegen eines anderen, nicht zum Mord in Verbindung stehenden Sachverhaltes. Doch sein paranoider Zustand zeichnet sich bald durch Selbstverrat induzierende Indikatoren aus, so das der ermittlungsführende Staatsanwalt, Porfiriy Petrowitsch, sich nicht nur der Schuld Raskolnikoffs sehr schnell bewusst wird, sondern auch der Faktoren seines psychologischen Geständnisprozesses. In Folge nimmt er die Rolle eines modernen Psychotherapeuten ein, der durch subtile Suggestionen, das Schuldbekenntnis im Täter immer weiter vorantreibt, bis der Täter schließlich selber seine Schuld gesteht. Letztendlich muss Raskolnikoff einsehen, dass sein theoretisches Konstrukt, einer praktischen Überprüfung nicht standhällt. Eine Laus bleibt halt eine Laus
Insgesamt ein sehr gelungenes Meisterwerk, welches anregt über Moral und Ethik zu philosophieren, aber auch einen tiefen Einblick in das Bewusstsein eines Täters gibt. Diesen Klassiker sollte man auf jeden Fall einmal gelesen haben.


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