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Rezensionen verfasst von
Nane Kendel (Braunschweig)

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Niemals Gehn
Niemals Gehn
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Lieder über Trennung und Tod, Liebe und Natur, 15. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Niemals Gehn (Audio CD)
Die Schlager-Andrea-ohne-Nachnamen bringt schon seit 1999 immer wieder mal Lieder und Alben auf den Markt, dabei waren die Texte meist schlagertypische Liebes- und Sehnsuchtsnichtigkeiten und die Musik klang nur gelegentlich wirklich zeitgemäß. Konstant blieb die schöne Stimme - nicht wirklich stark, aber immer ein positives Gefühl ausstrahlend. Obwohl die Mitglieder ihres kreativen Teams nie grundlegend gewechselt wurden, markierte im Jahr 2010 der Titel "Hinter dem Meer" einen kleinen Wendepunkt: der poetische Text, in dem es endlich einmal nicht um Herzschmerz ging, bildete mit Stimme und Musik eine Einheit. Völlig verdient wurde der Titel ein kleiner Radiohit und schaffte es auch in Fernsehhitparaden, ebenso wie die folgenden Singles "Alte Liebe" und "Vielleicht war es nur geträumt".

5 Jahre nach ihrem letzten Album "Ungeschminkt" folgt nun "Niemals gehn..." und - vorweg gesagt - unabhängig von einigen Kritikpunkten, gefällt mir die CD dieser sympathischen Sängerin ausgesprochen gut!
Mit "All seine Sachen" und "Gib dieser Nacht einen Mond" beginnt das Album mit textlich und musikalisch nett gestalteten Schlagern. Interessanter wird es mit dem "Regentag", der Assoziationen mit Juliane Werding hervorruft. Leider fehlt Andrea das Mystische in der Stimme, für eine Werding-Nachfolge reicht es deshalb keinesfalls. Aber das muss es ja auch gar nicht. "Warum nicht fliegen lernen" hat eine sehr schöne Thematik - aus dem Alltag auszubrechen und sich selbst etwas zuzutrauen. Die Modulation in eine andere Tonart beim letzten Refrain ist der musikalisch interessanteste Moment des Albums, nur der Text hätte im Refrain etwas mehr Abwechslung vertragen ("Warum nicht fliegen lernen? Warum eigentlich nicht? Warum nicht fliegen lernen? Warum, warum denn nicht? Sie fragt: Warum, warum fliege ich nicht?").

Mit "Niemals gehn" folgt das gelungenste Lied der CD - mit eingängiger Melodie und zeitgemäßem Arrangement singt Andrea mit poetischen Beschreibungen der Jahreszeiten über Treue, sowohl zur Heimat als auch zur schon früher besungenen "alten Liebe". "Ein Lied in mir" erweckt eigentlich den Eindruck, dass Andrea über neu entdeckte Songwriterambitionen singt, tatsächlich stammen jedoch auch bei diesem Album wieder alle Lieder aus der Feder anderer Teammitglieder. Es folgen zwei Trennungslieder, das etwas trashig klingende aber eingängige "Lass mich los" und das wesentlich modernere, textlich gelungenere "Planeten kreisen". "Von gestern nach morgen" ist ein schönes Lied, das in einer anderen Fassung auch von Birgit Langer gesungen wurde ("Mein langer Weg").

"Der Herbst" ist eine völlig neue Version der 2009 veröffentlichten Download-Single "Herbstgeflüster". Kleine textliche Ungereimtheiten wurden dafür beseitigt, das Arrangement ruhiger und melancholischer gestaltet. So schön diese Fassung auch ist, die Energie des Originals, das sich auch durch einen Tonartwechsel im Refrain und ein (vermutlich vom Keyboard gespieltes) Bläsersolo auszeichnet, wurde leider genommen.
"Herzallerliebster?" und "Was sagt man zum Abschied" bilden einen stimmigen Abschluss.

Man merkt diesem Album das Herzblut an, mit dem es produziert wurde. Schön wären natürlich etwas mehr echte Instrumente anstelle der Synthie-Streicher und programmierten Keyboardbeats, aber dafür scheint in der heutigen Zeit selbst das Budget einer Helene Fischer nicht zu reichen. Hervorzuheben ist das schöne Cover und Booklet. Weniger schön ist, dass für die Rückseite das Coverfoto einer Single aus dem Jahr 2012 gewählt wurde, mindestens dieses Foto ist also ganze vier Jahre älter als das Album.
Wirklich schade ist auch, dass eben diese Single "Warst du schon mal am Meer" sowie der im gleichen Jahr erschienene Titel "Windstill" nicht auf dem Album enthalten sind. Beide Lieder wären Highlights dieses Albums gewesen.

Nach dieser ausgiebigen Rezension wünsche ich Andrea viel Erfolg mit diesem Album und ihrer Musik. Sie ist auf dem richtigen Weg.


Ich Find' Schlager Toll (Das Beste)
Ich Find' Schlager Toll (Das Beste)
Preis: EUR 4,99

3.0 von 5 Sternen Low Budget Hits & Raritäten, 19. April 2016
Es gibt natürlich bereits eine Reihe von Low Budget Kompilationen von Vicky Leandros. Diese hier ist ähnlich nützlich wie die - zeitlich gesehen - etwas umfassendere CD "Glanzlichter", die eine Auswahl von Liedern aus den 60er bis 2000er Jahren enthält und unter anderem auch zwei aus den bislang auf CD unveröffentlichten Achzigeralben. Das ist hier ähnlich, nur dass die 80er-Lieder hier die neuesten sind. "Und dann tanzt sie alleine", "Ich hab noch ein paar Tränen bei dir gut" und "Je t'aime mon amour" mit Demis Roussos erscheinen hier erstmals auf CD, sind aber im Gegensatz zu den unveröffentlichten Liedern auf "Glanzlichter" keine wirklichen Glanzlichter. Für mich persönlich sind auch die Originalversionen von "Verlorenes Paradies" und "Grüße an Sarah" wichtige Extras - auf den 2005 ("Ich bin wie ich bin") und 2012 veröffentlichten "Best Of"s befinden sich nur Neuaufnahmen dieser Lieder.
Die restlichen 10 Lieder auf dieser CD entstammen den 70ern ("Wie sich Mühlen dreh'n im Wind" als bestes Lied auf dieser CD sogar noch dem Jahr 1969) und sind in Anbetracht der fantastischen 5-CD-Box "Originale" unnötig. Der Gelegenheitskäufer kann sich aber über einige der größten Hits freuen - "Theo", "Joe", "Apres Toi" (hier auf englisch), "Ich bin", "Ich hab die Liebe geseh'n", "Ich liebe das Leben" - da fehlt dem Schlagerfreund nicht allzu viel. Künstlerischen Anspruch hat diese Zusammenstellung natürlich nicht, man kann sie einfach hinnehmen oder darauf warten, dass die drei 80er-Alben endlich auch komplett veröffentlicht werden.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 20, 2016 2:20 PM MEST


Endlich (Limited Super Deluxe Edition)
Endlich (Limited Super Deluxe Edition)
Preis: EUR 34,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Durchwachsenes Album mit überragender Bonus CD, 12. Februar 2016
Wie schon das erste Album bietet auch der Nachfolger "Endlich" einige durchschnittliche, einige gute und einige herausragende Titel. Vor allem textlich sind einige Titel nicht überzeugend ("Alles auf Anfang", "Herz aus"). Musikalisch hören wir die deutsch singende Stimme der einmaligen AnNa R., was natürlich mehr als nur eine vage Erinnerung an Rosenstolz hervorruft, sowie die kreativen Köpfe Timo Dorsch und Manne Uhlig, außerdem aber auch zahlreiche Gastmusiker - und das ist wohl das größte Problem der ersten CD und somit des eigentlichen Albums.

Viele Lieder klingen überproduziert, voll geladen mit Effekten, Backgroundstimmen und Instrumenten, die die Lieder einfach nicht brauchen. Dass das vierte Bandmitglied Lorenz Allacher zwischen dem ersten und zweiten Album gestorben ist, führte nämlich dazu, dass die Band einen gemeinsamen Verlust in ihren Liedern verarbeiten konnte. So sind tiefgründigere Texte entstanden als die viel kritisierten Zeilen "Weißt du, wer ich bin, weißt du wirklich, wer ich bin? Weißt du wer ich bin, wer ich wirklich bin?" oder "Geh nicht, geh nicht, geh nicht kaputt". Wie Rosenstolz ihre Geschichte mit dem harten, langwierigen Aufstieg hatte, hat Gleis 8 nun ihre eigene, traurigere Geschichte.

"Alles auf Anfang" vereint gleich zu Beginn alle Kritikpunkte, ungelenker Text und überladenes Arrangement. "Du bebst" ist der erste potenzielle Hit auf dem Album, hier stimmt alles. Als Lead-Single wurde allerdings "Trotzdem" ausgewählt, einen Hauch weniger mainstreamig, musikalisch und textlich aber ebenso gelungen. Zum Ende hin wird das Arrangement dann allerdings doch wieder etwas zu voll. Die Elektrosounds kommen in der im Fernsehen öfters präsentierten reduzierten Version noch besser zur Geltung. Im folgenden Lied "Herz aus" werden typische Rosenstolzmetaphern wiederbelebt, die elektronischen Elemente retten dieses Lied. "Dunkelrot" ist eine schöne Klavierballade, die textlich sicher von Sillys "Alles rot" inspiriert wurde. "Vorbei" als erste Single auszukoppelt dürfte die größte Fehlentscheidung gewesen sein, dieser 0815-Popsong bildet mit "Kein Zuhaus" (völlig überladen) und "Du lachst mich aus" (wird zum Ende hin immerhin wunderbar rockig) den schwachen Mittelteil des Albums.

Das viel gelobte und als Ausnahmetrack hervorgehobene Rammstein-Cover "Engel" trifft nicht gerade meinen Geschmack, weil es dem Lied meiner Meinung nach nichts Neues gibt, es ist eben ein Rammstein-Song mit AnNas Stimme. Zum Glück folgt dann jedoch ein sehr starker Abschluss. "Wach auf" ist der rockigste Song des regulären Albums, was AnNa nach wie vor sehr gut steht. "Schreien" ist sehr eingängig und dürfte sich bei Fans zu einem Geheimfavoriten entwickeln. Und schließlich natürlich das Lied für Lorenz, "Lied zum Schluss", hier bringt die Band erstmals wieder so intensive Emotionen rüber wie bei den allerbesten Rosenstolzliedern.

Legt man nun aber die Bonus-CD der limitierten Box ein (oder kauft das reguläre Album in einem Online-Shop seiner Wahl), startet im Grunde ein weiteres Album, eines das ohne Frage fünf Sterne verdient hätte. "Lass mal probiern" singt AnNa im Duett mit Timo, was großartig passt. "Ich bin dir sicher" ist eine gelungene Ballade. "Lass mich" übertrifft alle rockigen Rosenstolz- und Gleis 8-Titel, die es bisher gab. In den fünf reduzierten "Zu dritt"-Versionen hören wir die Essenz der Lieder und der drei Musiker. Bis auf "Vorbei" hat man sich auch für die besten Lieder entschieden. Timo darf hier auch etwas mehr singen.

Man wünscht sich beim Hören, dass die Band selbst erkennt, dass sie zu dritt besser klingen als mit einem Meer aus Klängen und Instrumenten und ihr drittes Album so produzieren. Rosenstolz wünsche ich mir jedenfalls nicht mehr zurück, denn "Endlich" übertrifft nicht nur das erste Album, sondern auch die letzten beiden Rosenstolz-Alben um Längen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 12, 2016 7:58 PM CET


Auf Den Punkt
Auf Den Punkt
Preis: EUR 14,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gaby Baginsky singt wie immer - nicht immer auf den Punkt, 21. November 2015
Rezension bezieht sich auf: Auf Den Punkt (Audio CD)
Gaby Baginsky gehört seit langer Zeit zu den mäßig erfolgreichen Schlagersängerinnen, die dennoch nicht aus dem Musikgeschäft wegzudenken ist. In den 2000ern entstanden schöne Schlager und kleine Radiohits ("So ein Gefühl", "Er liebt es so, sich zu bewegen"), die vom Team um Uwe Haselsteiner und Felice Pedulla produziert wurden. Sie schafften es, eingängige Melodien mit stimmigen Texten zu verbinden und vor allem hochwertig klingende Beats zu entwerfen. 2010 wechselte sie für zwei Alben zu Adam Schairer, die etwas negativ durch Fotos aus älteren Sessions auf den Covern auffielen und insgesamt doch etwas billiger klangen. Wirklich witzig war allerdings der Titel "Im heißen Sand, am weißen Strand". Auf der Best Of Sammlung "Ich würd' das alles wieder tun" waren dann 4 neue Titel zu hören, für die Norbert Beyerl und Werner Schüler verantwortlich waren. Obwohl die Musik etwas austauschbar klang, wurde "Verdammt nochmal" ein kleiner Hit und nun liegt das erste Album vor, das von den beiden Herren komplett produziert wurde.

Durch das Album zieht sich ein typischer Schlagersound, interessante Arrangements sucht man ziemlich vergebens. Geprägt wird das Album von Gabys stets positiver Stimme mit ihren charakteristischen Kieksern. "Auf den Punkt" ist ein netter, aber relativ nichtssagender Opener. "Auf und davon", das als erste Single ausgekoppelt wurde, ist textlich vielleicht am gelungensten, Hitpotenzial hat die Melodie eher nicht. Musikalisch wird es erst bei "Ein komisches Gefühl" interessant Ganz entfernt kann man Reggae hinter dem Schlagersound erahnen, die Melodie ist sehr eingängig, der Text zwar gelungen, passt aber leider gar nicht zur fröhlichen Musik. "Trau keinem Mann" ist der wahrscheinlich gelungenste Popsong. Auch "Kopf oder Zahl" und "Alles, was recht ist" sind hübsche Schlager.

Zu bemängeln sind aber vor allem die Texte, die sich meistens in eher unangemessener Form um Liebe drehen - es "hat gefunkt", die "Gefühle fahren Achterbahn", ein "Höllenfeuer brennt auf der Haut", nachts wird "durch Raum und Zeit" geflogen, ein Mann "schmeckt nach Abenteuer" - das sind Metaphern, die die Welt nicht braucht. Interessantere Themen finden sich nur exemplarisch: "Alles, was recht ist" beschäftigt sich mit einer falschen Freundin, "Auf und davon" mit dem Ausbruch aus einer unglücklichen Beziehung und in "Ein komisches Gefühl" wird aus einer authentischen Perspektive über Misstrauen gesungen.

Von Gaby Baginsky sind keine Chansons zu erwarten, wie sie Vicky Leandros auf ihrem neuen Album ("Ich weiß, dass ich nichts weiß") komponiert und gesungen hat - auch keine Titel mit Liedermacher-Charakter wie auf Mary Roos' Album ("Bilder meines Lebens") - aber etwas weniger plastische Arrangements und vielleicht von Gaby selbst geschriebene Texte ("Warum wollt ihr die Welt zerstör'n" ist ein Beweis für ihr Können) wären eine erfreuliche Entwicklung.
3 Sterne ist mir die CD trotzdem wert. Warum? Weil Gabys Stimme gute Laune macht und ich mich letztlich doch ertappe, wie ich das ein oder andere Lied mitsinge und es als Ohrwurm im Kopf habe!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 19, 2016 12:14 PM CET


Ich weiß, dass ich nichts weiß (Limitierte Premium Edition)
Ich weiß, dass ich nichts weiß (Limitierte Premium Edition)
Preis: EUR 16,99

10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für eine späte Einsicht ist es jetzt zu spät, 9. Oktober 2015
Da ist sie wieder, die große Vicky Leandros, die Chansondiva einerseits, die Theo-Peter-Günther-Partysängerin andererseits.
Wer sich zum Kauf des ersten Vicky-Albums seit 5 Jahren entscheidet, der erlebt Vicky nun vielleicht zum ersten Mal als Singer-Songwriterin. Zwei Drittel des Albums stammen aus ihrer Feder, Unterstützung erhielt sie unter anderem von Peter Plate (Rosenstolz) und der fantastischen Musikerin Toni Kater. Produziert wurde das Ganze dann sehr schön folkpoppig, oft mit Gitarre, Klavier, Kontrabass und Schlagzeug, manchmal dezent mit Bouzouki und ganz selten wird es mal ein bisschen elektronisch.

Nach Schlager klingt das eigentlich nie, manchmal nach Chanson, manchmal eben nach Folkpop. Das steht Vicky ganz fantastisch, besser z.B. als Soul, auch wenn "Möge der Himmel" von 2009 ebenfalls tolle Lieder enthielt. An den Liedern auf dieser CD ist eigentlich nichts auszusetzen, alle gehen mehr oder weniger gut ins Ohr, die Texte sind schön und nie peinlich (das allein ist bei deutschen Texten schon eine Leistung!) - allerdings springt der Funke nur bei einigen Liedern auf Anhieb über. Zum Beispiel bei "Ich weiß, dass ich nichts weiß", das ein wirklich mitreißender Popsong geworden ist, bei "Der Sommer unseres Lebens", das sicher auch ein guter Rosenstolzsong geworden wäre, und auch bei "Still", das Vicky wohl sehr am Herzen gelegen hat. Sie macht sich das Lied ebenso zu eigen wie "Und wenn ein Lied" auf dem vorletzten Album.

Das größte Highlight des regulären Albums ist "Mama, ich werde alt". Dieses Lied offenbart, welches Konzept für ein Vicky Leandros-Album enorm interessant gewesen wäre: Die Verbindung von Unplugged-Arrangements und elektronischen Effekten, vielleicht ab und zu sogar Beats, dann wäre es vielleicht Vickys bestes Album geworden. Doch für eine späte Einsicht ist es jetzt zu spät... Abgesehen davon ist dies wohl eine der stärksten Leandros-Kompositionen und hat einen wirklich bewegenden Text.

Dass das Album (oder zumindest Vickys Gesang) in der heimischen Küche aufgenommen wurde, trägt zu der gemütlichen Atmosphäre bei, die dieses Album verbreitet, ähnlich wie auch Mary Roos' "Bilder meines Lebens" - teure Studioaufnahmen sind in heutiger Zeit einfach nicht mehr nötig. Ich denke, dass "Ich weiß, dass ich nichts weiß" insgesamt ein guter Kompromiss ist: Vickys eigene Lieder nach ihren Vorstellungen arrangiert, nuancenweise griechische Klänge, anknüpfend an Vickys eigenes Lieblingsalbum "Ich bin" von 1971, dennoch aber modern und zeitgemäß. Es ist ein tolles Album!


Schlager Platin Edition
Schlager Platin Edition
Wird angeboten von ZUMM
Preis: EUR 7,96

3.0 von 5 Sternen Vicky Leandros - Ich bin ich (1988), 10. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schlager Platin Edition (Audio CD)
Zunächst einmal ganz objektiv, was den Käufer hier erwartet:
Es handelt sich hier um das Album "Ich bin ich" von 1988, abgesehen davon, dass die Single "Oh, oh, oh" an die erste Stelle gerückt wurde und als Bonustrack das Hit-Medley des Vorgängeralbums "Eine Nacht in Griechenland" ergänzt wurde, das mit "Ich hab die Liebe gesehen", "Ja, ja, der Peter, der ist schlau" und "Die Bouzouki klang durch die Sommernacht" die einzigen tatsächlichen Hits enthält. Die Aufmachung ist billig, das Foto unvorteilhaft und wahrscheinlich auch nicht aus der Entstehungszeit des Albums, das Booklet ist ein beidseitig bedrucktes Blatt, auf dem immerhin die Songwriter der einzelnen Lieder vermerkt sind.

Nun zum Musikalischen:
Vicky Leandros hatte ja schon seit den frühen Siebzigern zwei Gesichter: das der großen Chansondiva mit der unverkennbaren Stimme einerseits, das der Partysängerin mit Mitsingtexten über Theo, Peter und Günther andererseits. Nicht zu vergessen der mal mehr, mal weniger im Mittelpunkt stehende Bezug zur griechischen Folklore (oder das, was das deutsche Schlagerpublikum dafür hält...). Und genau das macht Vicky Leandros und ihre Konzerte wohl auch so interessant. Wenn sie dann noch experimentiert und Lieder mit Xavier Naidoo oder Peter Plate von Rosenstolz schreibt, dann kann man das wohlwollend zur Kenntnis nehmen - es gibt einfach keine zweite Vicky Leandros.

Bei dieser Produktion dominieren nun Billigbeats vom Keyboard, die aber zumindest nicht ganz so stümperhaft klingen wie noch beim 1985er Album "Eine Nacht in Griechenland". Auch auf die unermüdliche Bouzouki hat man hier verzichtet, sodass tatsächlich ein angemessenes 80er Feeling aufkommt - immer noch Trash natürlich, aber wenigstens anhörbar.
Ganz interessant wird es zum Beispiel, wenn man versucht das eigentlich zeitlose Lied "Ich bin" von 1971 auf den neuesten Stand zu bringen. Das klingt - wenn auch ziemlich seelenlos - auf eigenartige Weise unterhaltsam, mit den ganzen Synthies... Auf "Mut zum Leben" spielt ein Klaviersound, dem man heute wohl nur noch Kinderkeyboards entlocken kann. Auch hier sind aber die Synthies schön trashig.

Ein kleines Highlight ist hier auch zu entdecken, womit ich auch die recht großzügigen 3 Sterne rechtfertige. "Wenn ich will" ist eine gelungene Komposition, der Text gar nicht peinlich und die Musik hat entspanntes 80er-Flair. Definitiv ein Lied, das man mal auf einer Best Of Kollektion von Vicky unterbringen kann, allein schon um zu zeigen, wie Vicky in den 80ern so klang. Und auch das letzte Lied "Wo kommst du her, wo gehst du hin" ist eine nette Ballade, da gab es schon weitaus Schlimmeres.

Diese CD empfehle ich jedem, der für wenig Geld seine Sammlung vervollständigen möchte und natürlich auch denen, die Vickys Stimme gerne mit Modern Talking Sound hören möchten. Gute Musik befindet sich aber doch eher auf anderen Alben, "Songs und Folklore" (1966), "Ich bin " (1971) und "Möge der Himmel" (2009) möchte ich als Highlights empfehlen!


Schlagergold-Nur Ein Traum
Schlagergold-Nur Ein Traum
Wird angeboten von Good Buy Music
Preis: EUR 4,73

1.0 von 5 Sternen Vicky Leandros - Eine Nacht in Griechenland (1985), 10. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schlagergold-Nur Ein Traum (Audio CD)
Zunächst einmal ganz objektiv, was den Käufer hier erwartet:
Das Cover, das hier zu sehen ist, wird zwar für eine Download-Version dieses Albums verwendet, tatsächlich handelt es sich aber um ein ebenso unvorteilhaftes Foto einer grinsenden Vicky vor orangenem Hintergrund und mit glänzendem Banner darüber: "Schlager Gold". Die Aufmachung ist billig, das Booklet ist ein beidseitig bedrucktes Einlegeblatt, auf dem immerhin die Songwriter der einzelnen Lieder vermerkt sind.
Letztlich handelt es sich aber dennoch um das Album "Eine Nacht in Griechenland", das 1985 auf Platte veröffentlicht wurde, die Titelreihenfolge munter durchgemischt.

Nun zum Musikalischen:
Vicky Leandros hatte ja schon seit den frühen Siebzigern zwei Gesichter: das der großen Chansondiva mit der unverkennbaren Stimme einerseits, das der Partysängerin mit Mitsingtexten über Theo, Peter und Günther andererseits. Nicht zu vergessen der mal mehr, mal weniger im Mittelpunkt stehende Bezug zur griechischen Folklore (oder das, was das deutsche Schlagerpublikum dafür hält...). Und genau das macht Vicky Leandros und ihre Konzerte wohl auch so interessant. Wenn sie dann noch experimentiert und Lieder mit Xavier Naidoo oder Peter Plate von Rosenstolz schreibt, dann kann man das wohlwollend zur Kenntnis nehmen - es gibt einfach keine zweite Vicky Leandros.

Bei diesem Album von 1985 passt die billige Aufmachung jedoch bestens zur Musik. Billige Keyboardbeats werden bei jedem einzelnen der 12 Titel von mindestens einer penetranten Bouzouki ergänzt. Die Lieder hätten möglicherweise sogar Potenzial, "Alexander" zum Beispiel ist eine nette Sage und die "lalala"-Parts könnten bei Konzerten ebenso mitgesungen werden wie die in "Ich liebe das Leben" oder "Die Bouzouki klang durch die Sommernacht". Regelrecht erholsam ist es, wenn das "griechische Medley" oder "Nur ein Tag in Griechenland" ohne die grauenhaften Beats beginnen, doch dieses Glück hält höchstens eine Minute, dann sprudelt das Keyboard wieder gnadenlos sein stoisches Bum-Bum-Bum-Bum hervor.

Nur wegen des ebenso billigen Preises empfehle ich Vicky-Fans, sich dieses Album auch zuzulegen, als Gag oder zur Vervollständigung der Sammlung schadet diese CD nun wirklich nicht. Gute Musik befindet sich eher auf anderen Alben, "Songs und Folklore" (1966), "Ich bin " (1971) und "Möge der Himmel" (2009) möchte ich als Highlights empfehlen!


Best Of - Von A nach Pe
Best Of - Von A nach Pe
Preis: EUR 11,99

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von A nach Pe - die Werkschau einer der größten deutschen Künstlerinnen, 4. September 2015
Rezension bezieht sich auf: Best Of - Von A nach Pe (Audio CD)
26 Jahre nach ihrem ersten Album erscheint nun eine sehr vollständige Zusammenstellung ihrer besten Lieder - auch wenn man sich über die Auswahl streiten kann, die wahrscheinlich Pe Werner selbst unter Berücksichtigung der Single-Verkäufe getroffen hat. (Alle 7 Singles, die die Charts erreicht haben, sind vertreten.)

Auf CD1 hören wir die Originalfassungen von Liedern aus jeder Schaffensperiode. Gut gemastert lässt sich die CD angenehm durchhören. Allerdings wäre ein halbwegs chronologisches Vorgehen etwas besser gewesen - die Lieder ihrer ersten drei Alben klingen doch sehr anders als die späteren Popsongs. Zumindest die (leider nur drei) jazzigen ab 2009 entstandenen Lieder hat man etwas gesondert am Ende platziert.
Ganz am Anfang hört man Lieder, die live immer wieder gefordert werden und die meisten Konzertbesucher inzwischen wohl mitsingen können, "Kribbeln im Bauch" und "Segler aus Papier". Unter den anderen kleinen Single-Hits, die es auf die Best Of geschafft haben, befinden sich z.B. "Das Lebkuchenherz", "Fliegen" und "Sonnenmacherin". Auf "Goldgräber in Berlin" kann man sogar Rio Reise im Background hören. (Ich persönlich vermisse aber vor allem die sehr mutige Single "Otto" von 1994, in der es um Telefonsex geht, das zauberhafte "Chamäleon" von 2000, die wunderbar poppige Single "Ich will dir am Herzen liegen" von 2002 und das berührende "Wie kommst du über'n Winter", das es nur auf der Special Edition ihres Weihnachtsalbums "Ne Prise Zimt" gibt.)

Doch auch über Lieder, die man zum Teil schon vergessen hat oder als Nicht-Sammler gar nicht kennt, kann man sich freuen: "Sonntagnachmittag im Park" (2002) ist ein stimmenlastiges Lied, das eine wunderschöne Stimmung malt und "Trommler in der Brust" (2000) ist eine der schönsten Melodien, die Pe je komponiert hat. ("Nachbarn" und "Du du da da", die textlich mehr oder weniger originell sind, hätte ich allerdings gern gegen vergessene Juwelen wie "Mein Land" (1994) und "Wolkenreiten" (2006) getauscht.)

Auf CD2 wird es dann für den Sammler, der alle Alben im Regal hat, wesentlich interessanter. Auch hier findet man Singles und Albumtitel aus jeder Phase ihrer Karriere, teilweise die gleichen wie auf CD1, allerdings ganz neu eingespielt mit der WDR Big Band und dem WDR Funkhausorchester. Das wirkt natürlich gleich eine Nummer homogener und wird ihrem seit 2009 aktuellen Stil eher gerecht. Denn, das muss ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge sagen, eine Popsängerin ist Pe Werner nicht mehr. Ihre Alben sind hochwertigster Jazz, ihre Live-Programme musikalisch virtuoses Kabarett.

Doch man kann es nicht anders sagen, diese zweite CD ist ein Juwel und sollte in die Musikgeschichte eingehen. Jedes ihrer Lieder funktioniert auch angejazzt, mit brillianten Arrangements und großartigen Soli. Das im Original allzu plastische "Deine Stimme" - ein Lied, das mir wohl deswegen nie besonders gefallen hat - ist eins der Highlights, wenn staccato gespielte Streicher die Beats ersetzen und sich das Lied bombastisch aufbaut. Während man bei der "Freibeuter-Sehnsucht" auf dem "Beinfreiheit"-Album (2002) noch vom Leuchtturm auf das wilde Meer herabblickte, kann man bei dieser Fassung gemütlich in eine Decke gewickelt mit einer Tasse Tee durch ein riesiges Fenster auf die See blicken. Bei "Herbstzeitlos" wird kongenial gejammt und "Liebe ist" gewinnt durch Hammond Orgel und Big Band genauso wie "Deine Stimme".
Mit "Prima essen gehen" und "Tabu" geht es weiter mit kabarettistischen Liedern, die mit ihren A Capella Arrangements schon nicht zu toppen waren. Schlechter werden sie durch die Big Band Arrangements aber auch nicht. Der Text zu "Geld zurück" wurde aus aktuellen Anlässen sogar wieder einmal erweitert. Ab "Der Mond ist aus Papier" wird es ruhiger, einfühlsamer, jedoch nicht weniger kraftvoll.
Nur "Segler aus Papier" und "Vollmondgesicht" wurden mit gleichem oder ähnlichem Arrangement schon veröffentlicht, als Ergänzung sind sie aber trotzdem geeignet.

Insgesamt kommt hier jeder auf seine Kosten - wer nur "Kribbeln im Bauch" kennt, kann sich schnell einen Überblick über die Kunst von Pe Werner verschaffen, wer bereits alles hat, kann die jazzigen Seiten ihrer alten Popsongs entdecken.
Nur eins wünsche ich mir für die nahe Zukunft: ein Album mit neuen Songs, von der Seele weggeschrieben, kein Konzeptalbum, egal ob Pop oder Jazzchanson!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 14, 2015 3:25 PM MEST


Ich habe Zeit
Ich habe Zeit
Preis: EUR 1,09

5.0 von 5 Sternen Freiwillig im Labyrinth, 25. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Ich habe Zeit (MP3-Download)
Nachdem Isabel Varell schon 2011 auf "Alles Neu" mit Stefan Zauner gearbeitet hat und dieses Album 2013 mit "Da geht noch was" - wenn auch ohne ihn - getoppt hat, kommt mit "Ich habe Zeit" nun wohl ein richtungsweisender neuer Titel.
Isabels selbst verfasste Texte sind stets weit entfernt vom schlagertypsichen Liebesgedöns, so geht es in diesem Lied darum, sich Zeit zu nehmen, um die Welt um sich herum in Ruhe wahrzunehmen. Auch musikalisch hat dieser Titel nichts mit altbackenem Schlager zu tun, ebenso wenig aber auch mit dem modernen Discoschlager. Stattdessen werden hier elektronische Klänge perfekt in einen Popsong eingewoben, dazu ein tolles stimmliches Arrangement.
Es spricht für sich, dass dieser Titel bei der Live-Premiere in Bad Pyrmont von den Gästen den lautesten Applaus bekommen hat und es spricht für die Künstlerin, dass sie ihre Fernsehpremiere im für Vollplayback bekannten Fernsehgarten live bestritt.
Jetzt sollte dieses Lied noch ein Radiohit werden und das gerade entstehende Album sollte musikalisch in die gleiche Richtung gehen, dann wird das nächste Varell-Album wohl ihr bestes werden.


Über das Grübeln
Über das Grübeln
Preis: EUR 33,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zu viel des Grübelns?, 28. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Über das Grübeln (Audio CD)
Meine Erwartungen waren höchst hoch, nachdem ich Balbina und ihre Nichtstun-EP entdeckt hatte. Die 5 Stücke auf der EP waren aus einem Guss, thematisch verwandt, lyrisch geschickt formuliert und auch musikalisch mit interessanten Ideen gespickt.
Auch das erste Album, das inzwischen unter den Teppich gekehrt wird und wohl dort versteckt werden soll, enthielt großartige Lieder: "Zauberland", "Sigmund jetzt holen sie mich" und "Fliegen" sind kleine Kunstwerke und auch für's Über-die-Liebe-Singen war sich Balbina bei "Heizung" nicht zu schade.

Bei der Langspielplatte "Über das Grübeln" stört mich nun aber Einiges. Bereits im Vorfeld wurden viele fragwürdige Werbemaßnahmen durchgeführt - eine Indie-Künstlerin in der Major-Maschinerie, dachte ich mir immer. Die Box, ganz weiß und optisch nicht so schön wie erwartet, enthält dann auch eine Faltanleitung, ein ganz schönes Textbuch und - etwas überflüssig für Fans - die Nichtstun-Live-Doppel-EP.
Dass das Album auch "Nichtstun" und "Wecker" enthält, finde ich nicht ganz passend - aus dieser brillianten EP zwei Lieder einfach als Albumfüller aus ihrem Kontext zu reißen war keine gute Idee. An ihnen merkt man die Defizite der anderen Songs.

Los geht es mit dem vom Grübeln zerbrechenden Kopf, der wohl nur wegen des Reims kaputt geht, wie ein Blumentopf der vom Balkon fällt. Aber in Ordnung, unschöner ist das "Ist" - die Überlegung "morgen ist heute schon gestern" ist nicht neu und Balbinas Überlegungen wirken doch recht holprig und unsortiert. "Goldfisch" ist vor allem musikalisch ein Highlight, nur warum wird gerade der Goldfisch als Symbol für Vergesslichkeit gewählt? "Hut ab" ist dann wieder ein Dialog mit einem Hiphopper, ähnlich wie "2 Verlierer" auf dem ersten Bina-Album, nur nicht so witzig und mit einigen Textzeilen, die ich einfach unschön finde ("Du sagst das nur, weil du gemein bist und mich hasst", "Du bist gut - Hut ab - im Schlechtsein"...). "Tisch" ist da die gelungenere Hip-Hop-Kollaboration, Maeckes hat auch schon "Seife" auf der EP eine Nummer cooler gemacht.
Bis hierhin wohl ein 3-Sterne-Album, oder? Doch zum Schluss wird es dann noch einmal fantastisch: "Kuckuck" und "Langsam langsamer" sind musikalisch top und textlich voll mit guten Ideen (aber warum drängelt sich der längst bekannte "Wecker" dazwischen?). "Dicke Luft" ist dann verschroben genug, um den vierten Stern endgültig zu retten.

Ja, ich mag Balbina sehr gerne und ich hoffe sehr, dass sie in Zukunft ganz ohne Arbeitsdruck arbeiten kann. Vielleicht muss sie dazu aber zu einem kleineren Label wechseln. Ich glaube, Vorschriften und Fristen treiben diese interessante Künstlerin zu sehr ins Grübeln.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 20, 2015 4:40 PM CET


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