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Beiträge von Franz Harbeke
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Rezensionen verfasst von
Franz Harbeke "franzharbeke"
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Gräfin Elisa: Eine Lebens- und Liebesgeschichte
Gräfin Elisa: Eine Lebens- und Liebesgeschichte
von Günter de Bruyn
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Freiheit und Selbstständigkeit, 30. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Gräfin Elisa eine Lebens- und Liebesgeschichte heißt der Titel, aber wer nun glaubt, nur eine gräfliche Liebesgeschichte vor sich zu haben, der irrt sicherlich, denn es ist mehr - viel mehr!
Zunächst handelt es sich um eine Frau, die mit derm Major Lützow während der Zeit der Befreiungskriege verheiratet ist, und schon stecken wir drin, inmitten von Preußen. Was für Gestalten und Orte tauchen auf, aus jener Zeit. Heerführer, Pädgogen, Literaten, Dichter, Denker Philosophen. Es ist nicht möglich alles aufzuzählen. Getragen wird das alles vom Handeln und Leben der Gräfin, die stets für Freiheit und Selbstständigkeit einsteht. Das Buch animiert ungemein, altes Wissen wieder aufzufrischen und alte Bücher wieder auszugraben.
Ca. 160 Seiten umfasst der Band und ist sicherlich kein Buch für mal so nebenbei.


Putz- und Flickstunde: Zwei Kalte Krieger erinnern sich
Putz- und Flickstunde: Zwei Kalte Krieger erinnern sich
von Sten Nadolny
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein guter Einfall, 18. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eine hübsche Idee, das Zwiegespräch zwischen den beiden ehemals wehrpflichtigen Soldaten bei der Bundeswehr und NVA. Ausgelassen wurde wirklich kein Bereich. Es wurde gesprochen über Urlaub, Ausgang, Kleidung, Alkohol, Dienstbetrieb, Waffen, Liedgut, Anrede, Freizeit, Stumpfsinn etc. pp. und die Feststellung getroffen, dass vieles im allgemeinen Soldatenleben vergleichbar ist, aber vieles aufgrund der politischen Zielsetzung bei diesen Armeen eben nicht. Und so wurde politisiert und philosophiert über Ost und West und Sinn und Zweck. Altgediente" dürften sich an vieles erinnern. Andere dürfte das alles weniger interessieren. Schade, dass der Vergleich aus ganz unterschiedlichen Zeiten vorgenommen werden musste, denn der eine hatte von 1961 bis 1963 seinen Wehrdienst bei der Bundeswehr abgeleistet und der andere war 1983 wenige Monate bei der NVA. So ist es kein Wunder, dass die Gedanken und Gespräche des einfachen Soldaten, die zumeist bei der ungeliebten Putz- und Flickstunde entstehen und in der Aufbauphase dieser Armeen von hoher Brisanz waren, fast gänzlich fehlen. Und die Albernheiten und Streiche, die aus jugendlichem Übermut hin und wieder auch vorhanden waren, wären durchaus auch erwähnenswert gewesen. Aber nicht destotrotz, ein guter Einfall war das allemal.


Unterwegs von Deutschland nach Deutschland: Tagebuch 1990
Unterwegs von Deutschland nach Deutschland: Tagebuch 1990
von Günter Grass
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 20,00

3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschende Reise, 2. Oktober 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein schöner Titel ist es, "Unterwegs von Deutschland nach Deutschland", da erwartet man einen beeindruckenden Bericht von Land und Leute, von der großen Freude über die Wiedervereinigung unseres Landes und darüber, dass eine kluge Politik die Gunst der Stunde nutzte und das elendige DDR- Regime einschließlich der russischen Besatzungsmacht beendete.
Statt dessen Genossen- und Parteienstreit. Beschwörungen, dass der politische Einigungsprozess scheitern und Westdeutschland die DDR unter Bevormundung der Menschen dort, auffressen wird. Dann eine Reise nach Portugal, wo die Landschaft auch nicht mehr das ist, was sie einmal war. Ein Buch voller Pessimismus mit überzogenem "Linksdrall", von einem Mann geschrieben, der mit seiner Vergangenheit hadert, die Gegenwart nicht versteht und von der Zukunft keine Vorstellung hat. Mit alten Parteiprogrammen links ausgerichteter Gruppen wäre man da besser bedient gewesen.


Die Chemie des Todes: David Hunters 1. Fall
Die Chemie des Todes: David Hunters 1. Fall
von Simon Beckett
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen verwunderlich, 8. September 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In einem abgelegenen Örtchen passieren geheimnisvolle Morde. Stets werden die Leichen im halbverwesten Zustand aufgefunden. Ein zugereister Arzt, der als Experte in der forensischen Medizin gilt, übernimmt die Untersuchungen. Langatmige Untersuchungsberichte folgen. Von Leichengestank, Maden, Würmern, Fliegen ist die Rede woraus bestimmte Schlussfolgerungen gezogen werden können. Eine ekelerregende Angelegenheit, was ja wohl beabsichtigt ist. Na gut, wem es gefällt! Dann ein bisschen Liebelei, ein bisschen Psychoquatsch und die Spuren, die die Polizei verfolgt, verlaufen allesamt im Sande. Jeder verdächtigt nun jeden und es baut sich nun doch etwas Neugierde auf, denn schließlich möchte man ja wissen wer der Mörder ist. Im letzten Moment wird die Geliebte dann aus den Klauen des Mörders dramatisch gerettet, der sich aber nur als williges Werkzeug entpuppt, denn in Wirklichkeit ist der Mörder - aber halt, das finden Sie mal selber raus. Sicher, das Buch lässt sich gut lesen aber warum es zum Bestseller" avancierte ist zumindest verwunderlich.


"Jetzt war ich ganz allein auf der Welt"
"Jetzt war ich ganz allein auf der Welt"
von Hans-Burkhard Sumowski
  Gebundene Ausgabe

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vorsicht!, 1. März 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vorsicht! denn für diejenigen, die die Auswirkungen dieses schrecklichen Krieges erlebt haben, sicher keine Bettlektüre. Erwachsene verzweifeln, Kinder haben oft einen besonderen Schutzengel und sehen vieles als Abenteuer an, sagt man, stimmt aber so auch nicht, denn der Autor brauchte ja fast 60 Jahre Abstand um überhaupt darüber berichten zu können. So werden die Dinge zumeist rein sachlich aneinander gereiht und manches Erlebnis als abenteuerliche Empfindung aus Sicht eines Kindes hingestellt. Vielleicht gut so, denn viel anders kann man dieses Grauen kaum bewältigen. Jüngere und Ältere sind durchweg umgekommen, er aber hat Glück gehabt, dies tröstet etwas. Später besucht er noch einmal seine geliebte Heimat und kommt zu der Erkenntnis, dass Königsberg nie wieder Königsberg sein wird. Hier wäre vielleicht ein Wort über Preußen und über dieses uralte preußische Land nicht fehl am Platze gewesen. Insgesamt ein spannendes zum Nachdenken anregendes Buch.


Rauswurf aus der Hölle
Rauswurf aus der Hölle
von Sandra Besser
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,95

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Feindliche Welt, 16. Oktober 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rauswurf aus der Hölle (Taschenbuch)
Feindliche Welt

Eine junge Frau schickt sich an ins Berufsleben einzusteigen und lässt sich zur Justizvollzugsbeamten ausbilden. Schlecht und schwer war die Ausbildung aber noch schwerer sei der Dienst in einer JVA, klagt sie. Als kleine, zierliche und blonde Frau bricht sie in eine Männerdomäne" ein und muss den ganzen Tag Zellen auf- und zuschließen. Umgeben ist sie nun von Mördern, Dieben, Betrügern, Sexualstrolchen, deren Akten besonders Lehrreich sein sollen und von Kollegen, die weiter nichts im Kopf haben, als ihr aufs Popöchen zu klopfen, ihr an die Brust oder in den Schritt zu fassen. Selbst eine Vergewaltigung muss sie abwehren. Sie wird magersüchtig, kann keine geschlossenen Türen mehr ertragen und besucht zur Erholung Kreta. Hier läuft ihr ein kranker, abgemagerter Hund über den Weg, natürlich eine Hündin, die ihr Trost gibt und wodurch sie ihren Lebenswillen wieder gewinnt. Nein, es wird kein Abklatsch ausgelassen. Dann wird eine Zellentür offengelassen wodurch ein pädophiler Insasse von anderen Mitgefangenen zusammengeschlagen werden kann und erhebliche Körperverletzungen davonträgt, was ihr angelastet wird. Von den Vorgesetzten, die sie zumeist mit fettigen Haaren, mit Frühstücksresten im Gesicht und mit stechenden Augen über Nickelbrillen betrachten, war keine Hilfe zu erwarten. So kommt es zur Untersuchung des Falles, zur Suspendierung und zur Gerichtsverhandlung. Hier hat sich nun die gesamte Männerwelt gegen sie verschworen. Die Kollegen, die Vorgesetzten, die Kripobeamten, die Gefangenen und der Richter und der Staatsanwalt. Alle wollen ihren Nimbus zerstören und sie als Frau entwürdigen. Der Richter hatte, so glaubte sie ernsthaft, das geschriebene Urteil bereits in der Schublade und zog hier nur noch eine Schau ab, denn selbst vor Gericht wurde sie wieder zum Sexobjekt degradiert. Der Richter mit Naziparolen auf den Lippen ließ dies zu. Ihr geschilderter Lebenslauf dann, eine reine Sexkanonade. Ausführlich berichtete sie über sexuelle Erlebnisse, die sie als Achtjährige erfahren hatte und noch ausführlicher über eine erlebte Vergewaltigung mit achtzehn Jahren durch einen Mann aus dem Rotlichtmilieu. Sie merkte nicht, dass sie sich selbst ins Abseits manövrierte. Sensationelles will sie berichten und kittet dabei abgedroschene und noch dazu schlecht erzählte Klischees aus dem Geschlechterkampf" zusammen. Ein Fernsehteam, bestehend aus Männern natürlich, besucht sie. Alles Stehpinkler! So musste sie noch spät abends angetrocknete Urinspritzer von der Toilette wegkratzen. Sie schüttelte sich dabei vor Ekel und fiel dann todmüde ins Bett. Ein Kind bekommt sie zwischendurch, was mit Krankheit und Krankenhausaufenthalt verbunden ist. Der Erzeuger", konnte sie nicht besuchen, denn es war Winter und er befürchtete auf dem kalten PKW-Sitz Hämorrhoiden zu bekommen. Hier vielleicht doch eine Stelle zum Schmunzeln. Bei der letzten Verhandlung wird sie schließlich aus dem Dienst entlassen weil ihr allem Anschein nach der Schniedelbonus" fehlte. Insgesamt eine Zeterei über das stärkere Geschlecht", was auch nicht die vielen Kraftausdrücke aufwerten können. Das Buch gestreckt auf 319 Seiten mit 24 Zeilen pro Seite und noch nicht mal 50 Anschlägen pro Zeile liegt weit unter der üblichen Norm und ist daher auch schon rein äußerlich eine Mogelpackung. Leider muss hierfür ein Punkt vergeben werden.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 1, 2012 10:16 PM MEST


Denn Engel wohnen nebenan: Rückkehr in die märkische Heide
Denn Engel wohnen nebenan: Rückkehr in die märkische Heide
von Ilse Gräfin von Bredow
  Taschenbuch

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Besuch im Havelland, 11. Oktober 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch "Denn Engel wohnen nebenan" mit dem Untertitel "Rückkehr in die märkische Heide" macht natürlich einen jeden, der das Land liebt und kennt, neugierig eben auf diese Rückkehr. Kann man wieder Fuß fassen nach so langer Abwesenheit? Wie haben sich Land und Leute verändert? Kann man tatsächlich dort wieder anknüpfen wo der Faden riss? Fragen, die so viele Menschen interessieren und auf die leider überhaupt nicht eingegangen wurde und die nicht im Ansatz untersucht wurden.
Da wird meisterlich erzählt von der Flucht und man kann sich die vollgestopften Straßen und das Chaos der Stunde "Null" vorstellen. Es wird das Leben nach dem Kriegsende geschildert. Staunen kann man über die Reisen der jungen Frau auf den unsicheren Straßen im besetzten Deutschland, vor allen Dingen in Mitteldeutschland, das kann man glauben oder nicht. Es waren einfach zu viele glückliche Umstände. Da wird ausführlich von Krankheiten berichtet berichtet. Von Klinikaufenthalten in Hannover, Hildesheim, Bayern und in der Schweiz ist u.a. die Rede. Über die journalistische Tätigkeit in Hamburg und vom Leben mit dem dortigen Freunden wird erzählt. Spärlich sind die Verbindungen zur alten Heimat. Mal ein Päckchen hinüber, mal ein Brief von dort. Ein Besuch der Schwester in der Zone. Dann der Fall der Mauer und die erste Fahrt im Mai in die alte Heimat. Nur für zwei Tage, mehr Zeit blieb nicht - so kann man lesen.
Für die Rückkehr bleiben dem Leser noch ganze 10 Seiten. Erste Eindrücke werden geschildert, die wieder angereichert sind mit Eerinnerungen. Aber dann heißt es doch: "Aber Heimat ist eben nicht nur ein Wort, sondern auch viel Gewachsenen und Vertrautes. Nach mehr als vierzig Jahren braucht es seine Zeit bis sie hinter den Veränderungen wieder fühlbar und sichtbar wird." Hier endlich wird ein Problem angesprochen. Viel zu wenig, um den Untertitel gerecht zu werden. Wie sieht die Wirklichkeit aus? Land und Leute haben sich ganz bestimmt verändert oder sagen wir, haben sich weiterentwickelt. Es kann ja auch nicht anders sein und alles muß neu untersucht und erobert werden. Viel Zeit bleibt der Gräfin hierfür leider nicht mehr. Alles Gute wünsche ich ihr mit der Hoffnung, dass der Name von Bredow wieder fest verankert wird im märkischen Sand. Siehe hierzu auch "Blau war der Himmel".
Hier sollte meine Rezension eigentlich enden aber dann machte ich mich auf das Haus in Lochow zu finden. Sofort wird man eingefangen von der zeizvollen Landschaft und kann seine Phantasie walten lassen von barfuss herumtollenden Kindern. Insofern stimmte alles. Aber von der Familie von Bredow war niemand anzutreffen. An Sommergäste wird das Haus vermietet, erzählte mir ein aufgeschlossener Nachbar. Eine Nichte schaut hin und wieder mal vorbei - mehr nicht. Womit einige Fragen beantwortet sein dürften.


Denn Engel wohnen nebenan: Rückkehr in die märkische Heide
Denn Engel wohnen nebenan: Rückkehr in die märkische Heide
von Ilse Gräfin von Bredow
  Taschenbuch

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nachgefragt, 11. Oktober 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch „Denn Engel wohnen nebenan“ mit dem Untertitel „Rückkehr in die märkische Heide“ macht natürlich einen jeden, der das Land liebt und kennt, neugierig eben auf diese Rückkehr. Kann man wieder Fuß fassen nach so langer Abwesenheit? Wie haben sich Land und Leute verändert? Kann man tatsächlich dort wieder anknüpfen wo der Faden riss? Fragen, die so viele Menschen interessieren und auf die leider überhaupt nicht eingegangen wurde, die nicht im Ansatz untersucht wurden.

Da wird meisterlich erzählt von der Flucht und man kann sich die vollgestopften Straßen und das Chaos der Stunde „Null“ vorstellen. Es wird das Leben nach dem Kriegsende geschildert. Staunen kann man über die Reisen der jungen Frau auf den unsicheren Straßen im besetzten Deutschland, vor allen Dingen in Mitteldeutschland, das kann man glauben oder nicht. Es waren einfach zu viele glückliche Umstände. Da wird ausführlich von Krankheiten berichtet. Von Klinikaufenthalten in Hannover, Hildesheim, Bayern und in der Schweiz ist u.a. die Rede. Über die journalistische Tätigkeit in Hamburg und vom Leben mit dem dortigen Freunden wird erzählt. Spärlich sind die Verbindungen zur alten Heimat. Mal ein Päckchen hinüber, mal ein Brief von dort. Ein Besuch der Schwester in der Zone. Dann der Fall der Mauer und die erste Fahrt im Mai in die alte Heimat. Nur für zwei Tage, mehr Zeit blieb nicht – so kann man lesen.

Für die Rückkehr bleiben dem Leser noch ganze 10 Seiten. Erste Eindrücke werden geschildert, die wieder angereichert sind mit Erinnerungen. Aber dann heißt es doch: „Aber Heimat ist eben nicht nur ein Wort, sondern auch viel Gewachsenes und Vertrautes. Nach mehr als vierzig Jahren braucht es seine Zeit bis sie hinter den Veränderungen wieder fühlbar und sichtbar wird.“ Hier endlich wird ein Problem angesprochen. Viel zu wenig, um den Untertitel gerecht zu werden. Wie sieht die Wirklichkeit aus? Land und Leute haben sich ganz bestimmt verändert oder sagen wir, haben sich weiterentwickelt. Es kann ja auch nicht anders sein und alles muss nun neu untersucht und erobert werden. Viel Zeit bleibt der Gräfin hierfür leider nicht mehr. Alles Gute wünsche ich ihr mit der Hoffnung, dass der Name von Bredow wieder fest verankert wird im märkischen Sand. Siehe hierzu auch „Blau war der Himmel“.

Hier sollte meine Rezension eigentlich enden aber dann machte ich mich auf das Haus in Lochow zu finden. Sofort wird man eingefangen von der reizvollen Landschaft und kann seine Phantasie walten lassen von barfuss herumtollenden Kindern. Insofern stimmte alles. Aber von der Familie von Bredow war niemand anzutreffen. An Sommergäste wird das Haus vermietet, erzählte mir ein aufgeschlossener Nachbar. Eine Nichte schaut hin und wieder mal vorbei – mehr nicht. Womit einige Fragen beantwortet sein dürften.


Lieschen: Eine märkische Bäuerin erzählt ihr Leben
Lieschen: Eine märkische Bäuerin erzählt ihr Leben
von Lieschen Straßenburg
  Taschenbuch

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine spannende Lebensgeschichte, 3. Januar 2006
Eigentlich wollte ich das Buch schon weglegen und dachte: na, ja, wieder eine der üblichen Geschichten. Doch plötzlich wird man gepackt und entführt in eine fast schon vergessene Zeit, die für Jung und Alt gleichermaßebn interessant sein dürfte. Die jungen Leser können ein Welt kennen lernen, die es heute so nicht mehr gibt. Ein Dorf gefüllt mit Leben und Bauernhöfen. Ältere Leser können bereits Vergessenes neu entdecken. Von der Vor- und Nachkriegszeit mit all dem Leid und Kummer bis hin zur Zwangskollektivierung erzählt die märkische Bäuerin und vergisst dabei auch nicht das bisschen Glück zu nennen, das sie auch hin und wieder empfand. Alles das wird festgehalten und zwar so, wie es die Bäuerin erzählte. Ohne Verfälschungen, Kommentare oder Stellungnahmen aus heutiger Sicht - dies sei besonders hervorgehoben! Rundum eine gelungene Reportage.


Ein Streifen Silberpapier. Geschichten vom Glück
Ein Streifen Silberpapier. Geschichten vom Glück
von MVB Marketing- u. Verlagsservice d. Buchhandels GmbH
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,90

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen nicht sehr glücklich, 30. Dezember 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nun sind sie da, die Geschichten vom Glück, aber ob diese wirklich immer glücklich verfasst oder ausgewählt worden sind, mag dahingestellt bleiben.
Greifen wir drei Geschichten heraus. Da wäre zu nennen: Werther. Kurzgeschichten in sechs Briefen. Sicher eine gute Idee, das mit den Briefen aber was sollen sie? Vielleicht eine Anspielung auf den gesellschaftskritischen Briefroman, "Die Leiden des jungen Werthers"? Aber wo bleibt das Thema Glück? Und wenn gar nichts mehr geht, rutscht man eben ab ins Obzöne. Das kommt in der heutigen Zeit immer gut an und beweist, dass man die Gossensprache auch beherrscht. So heißt es im dritten Brief: "... Ich bin ein sinnlicher Mensch und auf Charlotte scharf wie am ersten Tag, aber so geil auch wieder nicht, dass ich den Akt durchzöge, wenn sie steif wie ein Waschbrett und Lichtjahre von mit entfernt unter mir liegt". Der Schlusssatz lautet dann: "Wenn sie will, kann sie zu ihm ziehen und ihm über die Schultern sehen, wenn er seine gemanistischen Wiederkäuereien in seinen Laptop wichst." Am Ende erschießt sich dann der Nebenbuhler - na, was für ein Glück!
Ein hübscher Titel, "Stunde der Möwe" aber dabei bleibt es leider auch. Langschweifige Ausführungen über Strand, Wasser und Gemütsbewegungen muss der Leser über sich ergehen lassen, die eher ermüden als glücklich machen. Zwischenzeitlich wird dann eine Möwe gerettet. Wohlgemerkt, von einem Stadtmenschen mit Herzklopfen, weil der nur Tiere aus dem Zoo kennt. Ja, gut. Vielleicht kann man sich noch freuen über die Rettung der Möwe - über mehr aber nicht.
"Mach mich warm", ist dann der absolute Gipfel einer Geschichte über das Glück! Zwei Freundinnen gehen aus und nehmen Solomon, der eine schwarze Haut hat und außer "kussen" und einige andere Worte wenig Deutsch spricht, mit. Es wird ein vergnüglicher Tanzabend, doch zudem, was man annehmen könnte, kommt es nicht. Die eine hat eine Abneigung gegen dicke Lippen, was nicht rassistisch gemeint ist und die andere liebt ihn nicht. Dafür wird aber die Tasche samt Hausschlüssel geklaut und so endet die Geschichte: Ich halte meinen Mund dicht an die Gegensprechanlage, es stürmt, ich sage etwas wie "wohne im Haus" und "Tasche geklaut" und "Telefonieren". "Stichwort", flüstert mir die Freundin ins Ohr, und ich sage: "Du bist doch besoffen."
Da muß man sagen, wenn dieser Zustand ein glücklicher ist, dann hat die Geschichte des Pudels Kern getroffen.
Die lebensnahne Geschichten vom Glück, das erkannt, gehalten und gepflegt werden muss, sind zwar auch vorhanden aber eben nur auch. Hier z. B. wäre die Geschichte "Tor" zu nennen. Ein Fußballspiel mit glücklichem Vater und glücklichem Jungen wird hier flüssig und eindrucksvoll geschildert.
Bei kaum 105 Seiten Text und neunhundert Einsendungen, hätte man diesem Werk hiervon sicherlich noch einiges hinzufügen können. Ich hatte von diesem Buch mehr erwartet.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 8, 2008 11:34 AM CET


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