Sale70 Sale70w Sale70m Hier klicken Jetzt informieren studentsignup Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimited BundesligaLive longss17
Profil für œ > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von œ
Top-Rezensenten Rang: 206
Hilfreiche Bewertungen: 9139

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
œ
(TOP 500 REZENSENT)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Autor, Autor
Autor, Autor
von David Lodge
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen Henry James, George du Maurier, Constance Fenimore Woolson und mehr, 29. Oktober 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Autor, Autor (Gebundene Ausgabe)
Die Geschichte eines erfolglosen Versuchs als Dramatiker Fuss zu fassen.
Die Geschichte eines Bestsellers.
Die Geschichte einer Freundschaft.
Die Geschichte einer verhinderten Liebe.
Auch eine Geschichte von Neid und Hoffnungslosigkeit.

Der englische Literaturwissenschaftler David Lodge (geboren 1935) hat ein aussergewöhnliches Buch geschrieben. Vordergründig scheint es eine Teilbiografie des Schriftstellers Henry James zu sein. Teilbiografie deswegen, weil sich Lodge insbesondere auf den Tod und die mittleren Jahre, in denen sich James als Dramatiker versuchte, konzentriert. Tatsächlich ist dieses Buch aber sehr viel mehr und das liegt nicht nur daran, dass Lodge sein gesammeltes Wissen über den Literaturbetrieb und die Welt der Schauspieler in der zweiten Hälfte des Viktorianischen Zeitalters einfliessen lässt. Das Besondere an diesem Buch ist, wie lebendig der Autor sein Wissen verpackt. Kopfkino pur. Wenn Henry James auf die Premiere seines Stückes Guy Domville verzichtet und stattdessen zu Oscar Wildes Idealen Ehemann geht, dann ist das ebenso spannend wie ein Krimi. Hier das St. James, wo nach und nach Neugierige, Kritiker und Freunde von Henry James eintrudeln. Dort der Bühnenautor, der extrem gespannt ist, zu angespannt, um sein eigenes Stück anzusehen. David Lodge beschreibt abwechselnd das Geschehen an beiden Orten. Er erzählt so lebendig, dass man meint, mitten drinnen zu sein, wenn sich die Schauspieler auf die Vorführung vorbereiten, wenn die Kritiker ihre Plätze einnehmen. George Bernhard Shaw, der soeben für die Saturday Review begonnen hat. Herbert G. Wells, der seit wenigen Tagen für die Pall Mall Gazette schreibt.

Große Teile des Buches lesen sich wie ein Who is Who der britisch-amerikanischen Literaturgeschichte. Das liegt auch daran, dass Henry James einen großen Bekanntenkreis hatte. Er war der Brautführer auf Rudyard Kiplings Hochzeit und zeigte Guy de Maupassant London. Korrespondierte mit R.L. Stevenson und anderen Persönlichkeiten. Vieles davon ist durch Zeitzeugen oder Dokumente belegt. Bei all diesen Berühmtheiten habe ich es allerdings nicht verstanden, dass David Lodge auch noch zwei Zusammentreffen mit der fünfjährigen Agatha (der späteren Krimiautorin Agatha Christie) konstruieren musste. Dass diese Begegnungen der Fantasie des Autors entspringen, kann man der Danksagung am Schluss des Buches entnehmen, in der David Lodge offenlegt, was Fakten sind, was Fiktion ist. Aber egal, die Vielzahl der Autoren, die in diesem Gastauftritte haben, rechtfertigt auf jeden Fall den Titel Buches: Autor, Autor, auch wenn dieser zunächst vielleicht nur auf Henry James selber und seinen Freund George du Maurier bezogen war.

Die Freundschaft dieser beiden Männer spielt tatsächlich eine große Rolle. Wie sie sich kennengelernt haben. Wie unterschiedlich sie waren. Ihre Gespräche, ihre Entwicklung. George du Maurier (Großvater von Daphne du Maurier), der nicht als Maler arbeiten konnte wegen eines Augenleidens, und der deswegen als Zeichner sein Geld verdiente. Glücklich verheiratet. Mit mehreren Kindern. Von Henry James ermuntert versucht er sich als Autor. Sein erstes Buch erzielt einen Achtungserfolg, sein zweites wird ein Bestseller. Trilby, die Geschichte eines gefallenen Mädchens, das unter Hypnose zauberhaft zu singen versteht. Ein unglaublicher Erfolgszug beginnt, in dessen Verlauf nicht nur Hüte nach Trilby benannt werden. Ein Erfolg, der so entgegengesetzt ist zu den Niederlagen, denen Henry James ausgesetzt ist. Immer und immer wieder versucht er sich als Dramatiker. Was zunächst bei einer Premiere in der Provinz noch mit Applaus aufgenommen wird, fällt aber in London durch. Eine andere Premiere, auf der er ausgebuht wird. Überarbeitungen und nochmals Überarbeitungen können.seine Stücke nicht retten. Kaum begonnen werden sie auch schon abgesetzt. Finanzielle Verluste sind das eine. Viel schlimmer wiegt das Gefühl des Neides auf den erfolgreichen Freund.

Konkurrenzdenken.
Der Wunsch, der Beste zu sein.
Das ganze Leben von Henry James scheint darauf ausgerichtet zu sein. Ob es in Kinderjahren die Rivalität zu seinem Bruder ist, der später als Wissenschaftler ein Fachbuch über Psychologie veröffentlichen wird, oder sein heroischer Verzicht auf Liebe und Ehe, seine zölibatäre Hingabe an den Schriftstellerberuf. Die ausschließliche Begrenzung seines Lebens auf die Schreiberei wird grandios herausgearbeitet. Der Einzelkämpfer Henry James, der jeden Versuch von Constance Fenimore Woolson ablehnt, gemeinsam ein Drama zu schreiben. Dabei hätte ihm das vielleicht gut getan. Es ist meiner Meinung nach auf jeden Fall schade, dass es nie dazu gekommen ist.

Seine Sorgen, dass seine Geheimnisse und Handlungen nach seinem Tod ausgebeutet, der Welt zugänglich gemacht würden. Daraus abgeleitet die Vernichtung von persönlichen Dokumenten, die Bitte an Fenimore, dass sie seine Briefe verbrennen möge. Was sie dann offensichtlich auch getan hat. Ein Mensch, der von seinen Ängsten gejagt wird. David Lodge arbeitet das wunderbar heraus. Zeigt es auf sehr bildhafte Art und Weise. Ein Leben, das nicht nur aus Höhepunkten besteht, sondern auch aus Niederlagen. Niederlagen, die sich zeitweise aneinander reihen. Ein Leben, das dennoch von einer unermüdlichen Schaffenskraft geprägt ist.

„Unser Bestreben ist es stets, uns etwas vorzustellen, etwas zu denken, was noch nie zuvor gedacht wurde, und wir riskieren deshalb immer Niederlage und Enttäuschung.“ (104)

Nirgends wird der unermüdliche Wille von Henry James so deutlich wie in diesem Satz. Hinfallen und Aufstehen. Auch das etwas, das man aus diesem Buch mitnehmen kann.

Jeder wird wohl etwas anderes in der Geschichte entdecken, das für ihn wichtig ist. Meine obigen Beispiele sind nur wenige Deutungsmöglichkeiten. Andere werden anderes sehen. Alles in allem, hat mir dieses Buch von David Lodge jedenfalls ausserordentlich gut gefallen. Ein absoluter Glücksgriff. Wenn ich nur vier von fünf Sternen vergebe, so liegt dies daran, dass ich teilweise vom Namedropping nicht ganz überzeugt war.

Ausserdem noch eine Warnung:
Wer eine vollständige Biografie von Henry James sucht, der sollte woanders weitersuchen. David Lodge zeigt zwar Szenen aus der Kindheit, geht aber auf die Anfangsjahre nur teilweise in Rückblicken ein. Der Schwerpunkt ist hier tatsächlich der erfolglose Versuch als Dramatiker Fuss zu fassen und die Freundschaft zu George du Maurier sowie das Ende von Henry James.


Das späte Glück. Große Lieben großer Künstler
Das späte Glück. Große Lieben großer Künstler
von Dietmar Grieser
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es gibt im Leben mehr als nur eine Liebe ..., 27. Oktober 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Gleich in der ersten Geschichte wird dies deutlich. Es geht um Constanze Mozart und Nikolaus von Nissen. Als Wolfgang Amadeus Mozart am 5. Dezember 1791 stirbt, ist Constanze neunundzwanzig Jahre alt. Zwei von ihren ursprünglich sechs Kindern leben noch. Die Gnadenpension, die sie vom Kaiser erhält, reicht zum Lebensunterhalt nicht aus, so dass sie einen Teil ihrer Wohnung vermietet. Der zahlungskräftige Untermieter ist der dänische Diplomat von Nissen. Schon bald macht er sich im Alltag unentbehrlich. Für die beiden Buben wird er ein Vaterersatz. An Constanze schreibt er Liebesbriefe. Es dauert zwölf Jahre bis die beiden vor den Traualtar treten.

Nicht alle Liebesgeschichten enden so glücklich. In dem letzten Beitrag geht es um den abgesetzten Kaiser der Franzosen. Napoleon, der sich im Exil auf der fernen Insel St. Helena weiblichen Zuspruch erhofft, von der Gemahlin seines Generals Bertrand jedoch nicht erhört wird.

Besonders gefallen haben mir die Geschichten von Edgar Allen Poe und seiner Jugendliebe Elmira Royster, die ihn erst beim zweiten Mal über zwanzig Jahre später heiraten will. Doch bevor es zum Ja-Wort vor dem Altar kommt, stirbt der Dichter auf tragische Weise. Ausserdem fand ich die Geschichte von Greta Keller und Wolfgang Nebmaier beeindruckend. Sie, die Wiener Sängerin mit Wahlheimat USA. Er, der jugendliche Fan der Einundsiebzigjährigen. Wie aus diesen beiden über Nacht ein Paar wird, beschreibt Dietmar Grieser auf liebevolle Art und Weise.

Bei den anderen Geschichten geht es um:
Richard Wagner und Carrie Pringle, die ihn nicht nur als Blumenmädchen in Parsifal begeistert.
Johann Wolfgang von Goethe und Ulrike von Levetzow.
Heinrich Heine und Elise Krinitz.
Henrik Ibsen und Rosa Fitinghoff.
Arthur Schnitzler und Suzanne Clauser.
Franz Kafka und Dora Diamant.
Josef Weinheber und Ursula Losch.
Joseph Roth und Irmgard Keun.
Leonardo da Vinci und Francesco Melzi, sein Schüler.
Rembrandt und Hendrickje Stoffels,
Gustav Klimt und Marie Zimmermann.
Richard Gerstl und Mathilde Schönberg.
Amedeo Modigliani und Jeanne Hebuterne.
Fred Astaire und Robyn Smith, die als Rennjockey Erfolge gefeiert hat.
Edith Piaf und Theo Sarapo.

Wer mehr über die porträtierten Persönlichkeiten wissen will, findet am Schluss des Buches eine Literaturverzeichnis.

Mein Fazit:
Teilweise amüsant, teilweise lehrreich, zeigen diese Geschichten doch, dass es nie zu spät ist. Jedoch, nicht immer geht die Liebe glücklich aus. Drogenmissbrauch, ein früher Tod, eifersüchtige Ehegatten. Es steckt auch viel Drama in diesen Lebensgeschichten. Umso erfreulicher sind die Beispiele, denen es gelingt, die Dinge zum Guten zu wenden, und so in den letzten Lebensjahren nochmals eine Liebe zu erleben.Dass die Erzählungen nie ins Kitschige abdriften, ist Dietmar Grieser zu verdanken, der neben den amourösen Abenteuern seiner Protagonisten auch Informationen über deren Lebensweg einstreut. Unbekannte Seiten von bekannten Personen, und das Ganze auch noch lebendig erzählt. Unbedingt lesenswert!


Zuversicht und Skepsis
Zuversicht und Skepsis
von Michael Oakeshott
  Gebundene Ausgabe

2.0 von 5 Sternen Sehr abstrakt! Für mich zu abstrakt., 23. Oktober 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zuversicht und Skepsis (Gebundene Ausgabe)
Michael Joseph Oakeshott (1901-1990), Professor für Political Science an der London School of Economics von 1951-1969. Das vorliegende Buch wurde von ihm in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg geschrieben und (wie im Nachwort des Herausgebers steht) wahrscheinlich 1952 vollendet. Oakeshott selber wollte es aber nicht veröffentlichen.Warum, das weiß auch der Herausgeber nicht, der den Text bei der Sichtung des Nachlasses gefunden hat.

Zuversicht und Skepsis. Der Titel steht für zwei unterschiedliche Politikstile, die sich im 15. Jahrhundert herauszubilden begannen und nach Meinung Oakeshotts bis heute wirken. In der Politik der Zuversicht steht die Tätigkeit des Regierens ganz im Dienste der Vervollkommung der Menschen. Um die Vollkommenheit zu erreichen, benötigt die Regierung uneingeschränkte Rechte. Das Regieren stellt sich als grenzenlos ausufernde Tätigkeit dar, die alle Aktivitäten der Bürger erfasst. Fast hätte ich geschrieben „überwacht“, denn die Beschreibung von Oakeshott hat mich sehr an einen Überwachungsstaat erinnert. Das Problem dabei ist meiner Meinung nach die Frage, wer definiert woraus diese Vollkommenheit besteht. Oakeshott geht darauf leider nur sehr kurz und knapp, also sehr oberflächlich, bei seiner historischen Analyse ein. In der Politik der Zuversicht steht Prävention vor Strafe. Abweichler müssen frühzeitig erkannt und auf Linie gebracht werden.

Die Politik der Skepsis will den Bürgern hingegen weder eine uniforme Moral aufzwingen noch sonst irgendein Verhalten vorschreiben. Die Aufgabe der Regierung ist lediglich das Aufrechterhalten der öffentlichen Ordnung. Missstände müssen verhindert, Gerechtigkeit gefördert und das Gemeinwesen nach aussen hin gesichert werden. Das war es dann aber auch. Die Politik der Skepsis führt keine Kreuzzüge gegen andere Länder oder gegen die eigenen Landeskinder. Demzufolge wird hier bestraft, aber nicht präventiv agiert.

Seit dem 16. Jahrhundert haben sich gem. Oakeshott Strukturen ausgebildet, welche den Regierungen Kontrollmöglichkeiten geben. Banken und Buchhaltungen, Pässe, Verkehrs- und Nachrichtenwesen, eine alphabetisierte Bevölkerung zählen dazu. Hinzu kommen in der jüngeren Vergangenheit die Nebenprodukte der Elektrizität. Die Politik der Zuversicht verbindet Oakeshott vor allem mit Francis Bacon, wohingegen Machiavelli seiner Meinung nach ein Skeptiker ist, denn bei ihm gibt es keine regulierende und wachsame Autorität, die die Tätigkeiten der Bürger in eine bestimmte Richtung zu lenken versucht. Bacon hingegen strebt nach einer Verbesserung der menschlichen Lage, wobei Vollkommenheit bei ihm als unablässig angestrebte und nie vollständig erreichbare Herrschaft über die Ressourcen der Erde zu verstehen ist. Die Aufgabe der Regierung ist nicht nur Handel und Gewerbe zu lenken, die Landwirtschaft zu verbessern, Müßiggang und Verschwendung zu eliminieren, Preise und Konsum zu regulieren, Wohlstand zu verteilen, Schulen und Universitäten zu erhalten, Religionsstreitigkeiten zu schlichten, sondern auch noch die äußere Ordnung zu wahren und Feinde abzuwehren. Ein Aufgabenspektrum, das nicht nur eine regulierungsfreudige Regierung sondern auch eine große Machtfülle erfordert. Oakeshott unterscheidet zwei Varianten der Zuversicht: die religiöse und die ökonomische Ausprägung. Für beide bietet er insbesondere englische Beispiele auf. Die erhellendsten finden sich seiner Meinung nach in der puritanischen Politik in England. Daneben bringt er die Politik der Zuversicht aber auch in Verbindung mit Kommunismus und Sozialismus. Interessant ist die die Aussage von Oakeshott, dass die Zuversicht weder eine kluge noch eine sinnlose Antwort auf zeitgenössische Probleme ist, sondern ein in unterschiedlichen Formen auftretender politischer Stil. Keine kluge Antwort. Warum verwendet er dann so oft den Begriff Optimismus im Zusammenhang mit der Zuversicht?

Die Skepsis sieht er hingegen einerseits als Politik der Eroberer, die sich in fremden Ländern zunächst zurückhalten, und andererseits als Politik der Machtlosen (134). Tatsächlich? Ist das nicht ein Widerspruch? Ich kann ihm da nicht zustimmen.
Weggefährten der Skepsis sieht Oakeshott unter anderem in Hobbes, Spinoza, Pascal, Montaigne, Burton. Der Gedanke, dass die Welt nicht geschaffen ist, um von uns ausgebeutet zu werden, sondern eine Bühne darstellt, auf der wir unser Leben gestalten. Der Zweifel am Erfolg menschlicher Projekte, weswegen es anzuraten ist, alles vorab gründlich zu durchdenken. Zwei der drei großen Revolutionen der Neuzeit seien im Stile der Skepsis begonnen worden. Gemeint sind die USA und Frankreich, wobei in Frankreich schon bald die Zuversicht den weiteren Verlauf übernahm.

Oakeshott kreist in seinen Ausführungen immer wieder in sehr abstrakter Form um die beiden Politikstile. Erläutert zum Beispiel ihre Fähigkeit auf Veränderungen zu reagieren oder analysiert ihr Potential zur Selbstzerstörung. Seine Ausführungen sind dabei sehr ausufernd und vor allem auch sehr abstrakt. Ich persönlich hätte mir mehr praktische Bezüge gewünscht. Eben diese fehlen aber.

Vor allem aber konnte ich es nicht verstehen, dass Oakeshott die Politik der Zuversicht immer wieder in Zusammenhang mit positiven Attributen (optimistisch) bringt. Kritik an der möglichen Willkür der Herrschenden und der notwendigen ausufernden Überwachung fehlt. Und es fehlt eine genauere Betrachtung worin die angestrebte Vollkommenheit bestehen soll. Die Frage nach einer gesellschaftlichen Diskussion stellt Oakeshott noch nicht einmal. Ist das Volk nicht fähig darüber zu entscheiden?

Mein Fazit:
Oakeshott konnte mich mit seinen Gedanken nicht begeistern.


Einsatz der Waffen. Roman
Einsatz der Waffen. Roman
von Iain Banks
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Spannend, fesselnd, aber auch völlig verdreht und …, 7. Oktober 2016
Rezension bezieht sich auf: Einsatz der Waffen. Roman (Taschenbuch)
… beim ersten Lesedurchgang etwas verwirrend. Im Großen und Ganzen aber faszinierend.

Mir scheint, diese Geschichte ist nicht nur eine Herausforderung, sondern sie polarisiert auch. Auf jeden Fall war es gut, dass ich die anderen Rezensionen nicht kannte, als ich das Buch aus unserem hiesigen öffentlichen Bücherschrank genommen habe.

„Wie würde Ihnen ein ordentlicher Job gefallen?“ …. der letzte Satz auf Seite 660.

Der Job, um den es geht, ist nichts Gewöhnliches. Es handelt sich um eine Agententätigkeit für die vermeintlich fortschrittlichste, mit Sicherheit energiegeladenste menschliche Zivilisation: Die Kultur! Sie erscheinen als die Guten, aber wer weiß schon, ob Schein und Sein übereinstimmen. Auf jeden Fall erfahren die Agenten nicht immer die Wahrheit über ihre Einsätze. Es sei denn, sie bestehen darauf, aber dann sind sie nicht immer einsetzbar.

Cheradenine Zakalwe ist solch ein bezahlter Agent der Abteilung Besondere Gegebenheiten. Angeheuert hatte ihn einst Rasd-Coduresa Diziet Embless Sma da’Marenhide, kurz Diziet Sma oder auch einfach nur Diziet. Sie taucht überall im Doppelpack zusammen mit ihrer Drohne Skaffen-Amtiskaw auf. Skaffen-Amtiskaw, ein Wunderwerk der Technik, das nicht nur kämpfen kann, sondern auch zu heilen vermag, und sich auf Kommando in jedwede x-beliebige Form verwandelt. Insbesondere die Dialoge zwischen der Drohne und der Agentenführerin zählen zu den Pluspunkten der Geschichte. Ungemein schlagfertig!

Cheradenine Zakalwe hat sich von seinen Auftraggebern abgesetzt und ist in einem offenen Sternenhaufen untergetaucht. Als ein neuer Krieg droht, wird Diziet Sma damit beauftragt ihn zu suchen. Zakalwe soll seine frühere Tätigkeit wieder aufnehmen und einen alten Weggefährten überreden, für die Kultur tätig zu werden.

Der Aufbau ist nicht linear. Genau genommen sind es zwei Geschichten, die parallel erzählt werden. Einerseits das Geschehen im Hier und Jetzt. Andererseits Rückblenden. Sprünge in Ort und Zeit machen es dem Leser nicht leicht, zu unterscheiden, was was ist. Oder anders ausgedrückt: Beim ersten Lesedurchgang haben meine kleinen grauen Zellen mehr als einmal geraucht bei dem Versuch die Abläufe zu sortieren. Aber genau das macht den Charme des Buches aus! Zumindest meiner Meinung nach. Es ist definitiv eine Herausforderung.

Vor allem mochte ich aber die Art und Weise wie die Kultur präsentiert wird. Eine Kultur, die anderen Gesellschaften Nutzen bringen will und meint, dass sie Wissen und Aufklärung verbreitet. Tatsächlich? Auch Cheradenine Zakalwe erlebt es, dass er von einem Auftrag abgezogen wird, weil er zu erfolgreich ist, und doch eigentlich die Gegenseite die Oberhand behalten hätte sollen. Jeder wird in dieser Kultur etwas erkennen. Die einen werden sie vielleicht mit der früheren Sowjetunion vergleichen. Die anderen mit den heutigen Vereinigten Staaten. Nochmals andere werden vielleicht etwas ganz anderes darin sehen. Es steckt auf jeden Fall jede Menge Systemkritik in diesem Buch.

Am besten beschreibt möglicherweise diese Textstelle die Geschichte:
„… dass sie sich nämlich in einem Bereich herumschlugen, wo die Regeln erst im Laufe des Vorgehens geschmiedet wurden und sowieso niemals zweimal dieselben waren, wo man einfach aufgrund der Natur der Dinge nichts wissen oder voraussagen oder auch nur mit wirklicher Gewissheit beurteilen konnte. Das hörte sich alles sehr intellektuell und abstrakt an und wie eine Herausforderung, sich damit auseinanderzusetzen, doch letzten Endes ging es um nichts anderes als um Menschen und Probleme.“ (83)

Menschen und Probleme …
In der Tat. Denn Cheradenine Zakalwe ist nicht was er vorgibt. Ein von seinen Erinnerungen Gejagter. Er tut, was man von ihm verlangt. Zum Schluss hin verstärkt sich sein Verlangen, Absolution für ein lang vergangenes Verbrechen zu erhalten. Um eben dieses Verbrechen geht es in den Rückblenden, ohne dass man erahnen kann, worum es sich handelt. Die Auflösung ist definitiv gelungen!

Kurz: Ein spannendes Leseerlebnis!


Gute Jahre - Der Ratgeber zum Älterwerden: Vitalität, Wohlgefühl und Vorsorge
Gute Jahre - Der Ratgeber zum Älterwerden: Vitalität, Wohlgefühl und Vorsorge
von Hans-Werner Senfft
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse! Sehr übersichtlich und sehr informativ., 6. Oktober 2016
Herausgeber dieses Heftes ist die von Bodelschwinghsche Stiftung Bethel. Von dort habe ich diesen Ratgeber auch erhalten. Angesprochen werden die folgenden Themen:

- Die neue Freiheit geniessen
- Getragen sein von der Gemeinschaft
- Verantwortung übernehmen für sich und andere
- Gesund bleiben und sich gut fühlen
- Sich helfen lassen - aber richtig
- Dem Abschied ohne Angst begegnen
- Den Glauben unter den Menschen leben
- Service Teil

Ein engagiertes Leben im Ruhestand. Spezielle Reisen für Senioren. Wie mehrere Generationen gemeinsam unter einem Dach leben. Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen. Erbfolgen und Pflichtteile. Wie man ein Testament aufstellt. Wie man im Alter gesund und fit bleibt. Wie man Hilfe in den eigenen vier Wänden findet und vieles mehr wird angesprochen.

Das Besondere an diesem Heft: Die religiösen Bezüge ob dies Gebete sind oder das Ritual der Aussegnung.

Ausserdem: Die vielen Hinweise auf weiterführende Literatur oder Beratungsstellen.

Und die vielen praktischen Beispiele und Vorlagen, zB im Falle des Testamentes. Diese sind sehr hilfreich.

Überhaupt ist der Inhalt gut strukturiert, anschaulich erklärt und interessant gestaltet.
Dieser Ratgeber war ein echter Glücksgriff.
Unbedingt empfehlenswert.


Flow Nummer 19
Flow Nummer 19
Preis: EUR 6,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gefällt mir immer besser..., 23. September 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Flow Nummer 19 (Broschiert)
Spontankauf aus Neugierde. Kunterbunt und professionell gemacht. Zuerst dachte ich, was soll das. Dann habe ich ein Zitat entdeckt, das mich an ein anderes erinnert hat:

Vertrauen bedeutet, den ersten Schritt zu tun, auch wenn du noch nicht den ganzen Weg sehen kannst.
von Martin Luther King (1929-1968)

Hat mich an einen Spruch von R. Tagore erinnert:
Faith is a bird that feels the light and starts to sing when the dawn is still dark.

Danach habe ich dann immer öfter hineingeschaut. Die Sachthemen in dem vorliegenden Heft sind - so scheint es mir - aufeinander abgestimmt. Träume spielen eine Rolle. Ebenso der Gegensatz ruhiges Leben - Anspannung / Unruhe. Menschen, die durch Krisen gegangen sind, und Menschen, die sich selbst verwirklicht haben, werden vorgestellt. Junge Spanierinnen aus Barcelona, deren Leben durch die Wirtschaftskrise verändert wurde. Eine gebürtige Südkoreanerin, Harfenistin von Beruf, die mit zweieinhalb in die Niederlande kam, wo sie und ihr Bruder von einer Familie adoptiert wurden. Ein Gartenhaus als Refugium einer Designerin. Das fantasievolle Leben der Sophie Täuber-Arp. Und und und...
Das sind definitiv Mutmacherbiografien.
Es sind keine rundum perfekten Menschen, die hier vorgestellt werden, sondern Personen mit Brüchen im Lebenslauf oder mit anderen Besonderheiten. So wie die Psychologiestudentin Francisca Kramer, die beim Studium zielstrebig vorgeht, daheim aber nicht ganz so viel Enthusiasmus beim regelmäßigen Aufräumen an den Tag legt. Extrinsische und intrinsische Motivation ist das Thema ihres Beitrages.
Merle Wuttke betrachtet ein älteres Paar beim Knutschen und grübelt über das Verhalten nach. Soll sie es nachahmen? Oder doch nicht? Wie eingefahren ist sie mit ihren 40 Jahren? Öfter mal etwas Unvernunft ins Leben bringen?

Gut gefallen hat mir, dass bei vielen Sachthemen im Text oder am Ende weiterführende Literaturhinweise genannt werden.

Und richtig bemerkenswert ist bei diesem Heft, dass es kaum Werbung gibt. Es sind so um die fünf Seiten, nicht viel mehr. Was es allerdings gibt, sind jede Menge Verweise auf Shop-Angebote im Internet. Vieles davon ist höherpreisig. Nicht unbedingt für Geringverdiener geeignet.

Daneben gibt es ein paar "ungewöhnlich leckere" Rezepte, mit denen ich allerdings nicht allzu viel anfangen konnte. Eine kalte Rote-Beete-Suppe, die ausser Roten Beeten auch noch aus Tomaten und Süßkirschen besteht. Eine Fladenbrotpizza mit dreierlei Käse, Feigen und Chilisalsa. Sushi-Reis-Salat. Burrata mit grünem Gemüse hat mich als einziges angesprochen.

Ausserdem sind zwölf Postkarten zum Heraustrennen im Heft enthalten und ein Büchertagebuch.

Alles in allem hat sich der Kauf am Ende doch noch gelohnt.
Deswegen von mir eine Empfehlung.


PRO LANA OCEAN COLOUR 55 blau-türkis 10er SET a 50g + 1 Geschenk Button - Premium Garn aus 100% AAA langfaserige, ägyptische Baumwolle +je 1 Button je Set: HAPPY BIRTHDAY
PRO LANA OCEAN COLOUR 55 blau-türkis 10er SET a 50g + 1 Geschenk Button - Premium Garn aus 100% AAA langfaserige, ägyptische Baumwolle +je 1 Button je Set: HAPPY BIRTHDAY

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungewöhnliche Effekte, 21. September 2016
Ein Zufallsfund in einer Kreisstadt nicht allzu weit von meinem Heimatort entfernt. Das Besondere an dieser Wolle: Die Farbwechsel. Von Hellblau zu Dunkelblau und zurück. Allerdings kommen die Farbwechsel relativ selten, so dass sich im Gestrick breite Streifen ergeben. Zunächst hatte ich es normal von unten nach oben probiert. Das Ergebnis war unbefriedigend. Es hat mich definitiv pummelig gemacht. Erst als ich den Sommerpulli quer gestrickt habe, hat mich das Ergebnis überzeugt. Dazu noch ein paar "Blitze" aufgehäckelt und ruckzuck war ein neues Garderobenteil fertig.

Die Anleitung für den Querstrick finden Sie übrigens hier: Die 100 schönsten Pullover. Aber Achtung: Ich habe die Maße etwas abgeändert, den Pulli also etwas länger gestrickt.

Preisvergleich ist sinnvoll, wenn Sie die Wolle im Geschäft kaufen wollen. Ich selber habe mehr als hier gezahlt (selbst unter Berücksichtigung des Portos).

ACHTUNG:
Unbedingt eine Maschenprobe machen. Zumindest bei mir war die Anzahl der Reihen/Maschen für 10x10cm abweichend von der Angabe auf der Banderole. Lag es daran, dass ich Stricknadeln der Größe 3,5 benutzt hatte?
Vorgeschlagen wird auf der Banderole 3,5 bis 4,5.

Sonstiges:
Trotz mehrfachen Auftrennens und Neustrickens - ich habe mehrere Versuche gebraucht zur Optimierung - liess sich die Wolle gut verarbeiten. Sie hat sich gekräuselt, aber es gab kein Pilling.
Schnellstricker müssen aufpassen, um nicht in die Wolle zu stechen. Das geschieht schnell, da sie nicht stark gedreht ist.
Perlmuster sehen toll aus. Das waren nämlich meine ersten Versuche. Toller Glanzeffekt.
Beim ersten Waschen hat der Pullover stark ausgefärbt, also unbedingt separat waschen.

Mein Fazit:
Eine ungewöhnliche Sommerwolle.
Man sollte sich aber vor dem Kauf überlegen, was man damit anstellen will.
Von mir eine Empfehlung.


Sei wild und wunderbar! Geschenkbuch
Sei wild und wunderbar! Geschenkbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frisch, frech und fröhlich, 10. September 2016
Ein Zufallsfund in einem Geschäft an meinem Wohnort. Eigentlich war ich auf der Suche nach Postkartenbüchern, doch dann fiel mein Blick auf dieses Geschenkbuch. Ein Kalender ist es natürlich nicht (Keine Ahnung, wer die Produktbeschreibung erstellt hat). Statt dessen handelt es sich um Karten (keine Postkarten, aber sehr wohl ein verstärkter Karton, also kein Papier), auf denen Illustrationen von Kera Till kombiniert sind mit Zitaten von bekannten Damen. Manchmal sind es auch Filmzitate.

Beispiele:
Es beginnt mit Goldie Hawn: Zur Realität habe ich nur sporadisch Kontakt.
Lachsfarbene Flamingos vor grünen Palmblättern (alles gezeichnet), das Go-Girl, das auch den Umschlag ziert, diesmal mit schwarzem Top und pinkfarbenen Rock. Den Hintergrund bilden gelb-weiße Streifen.

Weiter geht es mit Mary McCarthy: Wir sind die Heldinnen unsrer eigenen Geschichte.
Diesmal nur ein Hintergrund aus rosa Herzen. Das Zitat selber in einem mit der Hand ohne Lineal gezeichneten Rahmen.

Auf dem dritten Blatt begegnet uns das Go-Girl wieder. Badend in einem Wassertrog vor idyllischer Bergkulisse. Ein Murmeltier schaut zu: Not everything is a big deal … chill.

Es folgt ein Zitat aus dem Film „Frühstück bei Tiffany“ (1961): Es ist ganz nützlich, wenn man überall für verrückt gehalten wird. Ein selbstgestaltet runder Rahmen und im Hintergrund viele farbige Handtaschen.
Und und und

Ich kann mich gar nicht entscheiden, welches Zitat und welche Illustration mir am besten gefällt. Vielleicht Anni Friesinger-Postma: Mainstream ist nichts für mich: Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom. Oder Diane Keaton: Ich fürchte, Anpassung ist nicht meine Stärke.Oder ein Spruch ohne Quellenangabe: Schuhe können dein Leben verändern. Frag Cinderella!

Bei den Illustrationen ist mir übrigens aufgefallen, dass manche Elemente wiederholt, manchmal auch in unterschiedlichen Farben, auftauchen. Zum Beispiel die Flamingos von der ersten Karte, die ein Ausschnitt des Hintergrundes von dem Diane Keaton-Zitat zu sein scheinen. Oder die Tasche(n), die mehrfach auftauchen. Offensichtlich hat Kera Till die Bilder eingescannt und dann die Illustrationen mit einer Bildbearbeitungssoftware erstellt. Das Ganze wirkt sehr professionell und die Bilder gefallen mir so gut, dass ich sie am liebsten als Postkarten versenden würde. Von der Grösse her bzw. von der Kartonqualität her würde das auch funktionieren. Aber leider steht am Ende des Geschenkbuches ein rechtlicher Hinweis, der die Verbreitung ohne Genehmigung des Verlages untersagt.

Formalitäten:
Ich habe 54 Karten gezählt.

Kurz und gut:
Ein gute-Laune-Buch. Wäre toll, wenn es solche Postkarten gäbe.

Nachtrag 15. Oktober 2016:
Zwischenzeitlich habe eine Nachricht erhalten, dass der Versand über Postcrossing möglich ist. Mein Dank geht an den Verlag und die Illustratorin für diese Nachricht.


Punica - Multivitamin 17+4 Fruchtsaft - 1,0l inkl. Pfand
Punica - Multivitamin 17+4 Fruchtsaft - 1,0l inkl. Pfand
Wird angeboten von Lieferello GmbH & Co. KG
Preis: EUR 1,99

3.0 von 5 Sternen Vor dem Kauf sollte man sich erst über die verwendeten Süßstoffe informieren., 6. September 2016
Ein Spontankauf in einem hiesigen Discounter. Auf den ersten Blick konnte ich keine bedenklichen Inhaltsstoffe entdecken. Erst beim Nachlesen daheim habe ich festgestellt, dass ich den Kauf besser unterlassen hätte. Ausschlaggebend hierfür waren die Informationen, die Hans-Ulrich Grimm in seinem Buch CHEMIE IM ESSEN zusammen gestellt hat. Natriumcyclamat habe ich in dem Buch nicht gefunden, nur Cylcamat selber.

->> Cyclamat (E952, Seite 239f)
->> Natriumsaccharin, Saccharin, Calciumsaccharin, Kaliumsaccharin (E954, Seite 241)
->> Sucralose (E955, Seite 243f)

All diese Süßstoffe werden im Körper nicht verstoffwechselt und unverändert über das Nierensystem ausgeschieden. Die im Abwasser enthaltenen Süßstoffe lassen sich lt. Hans Ulrich Grimm aber selbst mit effizienter Kläranlagentechnik entfernen. „Welchen Einfluss die Wasserverunreinigung mit Süßstoffen auf die Tier- und Pflanzenwelt hat, ist noch nicht gänzlich erforscht.“ Schreibt Hans-Ulrich Grimm. Das muss also nicht unbedingt negativ für die Umwelt sein, dennoch hinterlässt es bei mir ein ungutes Gefühl. Die zwei von mir gekauften Flaschen habe ich ausgetrunken. Der Geschmack war in Ordnung. Ich habe das Getränk auch gut vertragen. Von weiteren Käufen werde ich dennoch absehen.
Fehlkauf.


Pets Postkartenkalender - Kalender 2017
Pets Postkartenkalender - Kalender 2017
von Heye
  Kalender

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toll!, 2. August 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zauberhafte Tiermotive und eine gelungene Gestaltung. Ich bin begeistert von diesen Postkarten. Gekauft habe ich mir dieses Produkt weniger wegen des Kalenders, sondern vielmehr zum Versand der Karten über Postcrossing. Das Besondere an den Postkarten ist die Verbindung von Wort und Bild. Bei jedem Motiv stehen ein paar passende Worte. Schriftgrösse und Farbe variieren und sind auf die jeweilige Figur abgestimmt. Beispiele:

Januar: Fetch like you mean it. Die Promenadenmischung Duke hat rennend den kleinen Terrier Max im Maul, der wiederum einen Tennisball festhält.
Februar: At risk for a Kiss. Eine zauberhafte Gidget bezirzt den Käufer.
März: I find your lack of treats utterly disturbing. Ein Hamsterrad und davor der frustrierte Hamster.
April: This is my happy face. Eine Katze mit Ohren, die an Emmentaler Käse erinnern.
Mai: Insanely cute. Also insane. Das Kaninchen Snowball! Herr der Unterwelt.
Und im Juni meine Lieblingskarte mit dem Dackel Buddy:
First to arrive, last to leave. Im Vordergrund ein grinsender, Pfötchen hebender Dackel, dahinter ein skeptisch blickender Terrier Max.
Und so weiter
Und so fort.

Die Gestaltung und die Motive haben mich rundum überzeugt.
Nun zu den Formalien:

- Die Postkarten sind 15,9 x 11,2 cm bzw. 15,4 x 11,1 cm groß. Je nachdem ob sie die Motive quer oder hochkant abgebildet sind.
- Das Kalendarium ist entweder darunter oder rechts vom Motiv.
- Stabiler Postkartenkarton.
- Die Karten müssen ausgeschnitten werden.
- Entsprechende Linien sind auf der Textseite vorhanden.
- Ausserdem gibt es Adresszeilen.
- Feiertage und sonstige wichtige Termine sind im Kalendarium farblich hervorgehoben und darunter beschrieben: zB 1.8. Nationalfeiertag CH oder 15.8. Mariä Himmelfahrt.
- Der Kalender kann aufgehängt oder aufgestellt werden.

Kurz und gut:
Klare Höchstbewertung. Funktionalität, Motivauswahl und Gestaltung, Postkartenqualität – alles bestens meiner Meinung nach. Und an wen ich die erste Karte verschicke weiß ich auch schon.
Bin begeistert.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20