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Rezensionen verfasst von
nocheinKritiker

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One Last Laugh In A Place Of Dying
One Last Laugh In A Place Of Dying
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen unsagbar gut, 26. März 2017
Tja,
man könnte zu diesem Album sehr viel schreiben.
Aber hier nur soviel:
Es ist mit Sicherheit eines der besten Rock-Album, das jemals produziert wurde! Vergleichbar mit "Physical Graffiti" von Led Zeppelin oder "Superunknown" von Soundgarden ( besser geht es schlichtweg nicht!).
Ich würde sogar behaupten, daß es den emitionalsten Tiefgang hat! Also, bloß nicht vergessen, daß man noch genug Luft zum Auftauchen hat.
Wer die Tiefe dieses Albums nicht registriert, tja, dem kann man nicht helfen, aber man könnte Ihm auch gratulieren.
Wie auch immer.
Mit Gruß


Star Wars: Das Erwachen der Macht [2 Blu-rays]
Star Wars: Das Erwachen der Macht [2 Blu-rays]
DVD ~ Harrison Ford
Preis: EUR 12,90

23 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen ein Analyse-Angebot, warum der Film einen gefällt bzw. warum nicht, 12. Januar 2016
Hallo,
im Rahmen eines Kommentars habe ich mir Gedanken gemacht, warum der Film so polarisiert, warum den Film also so viele Leute auf der einen Seite so gut finden und nicht wenige auf der anderen Seite eher schlechter.
Ich will hier im übrigen nicht den Ober-Analysator geben, aber als Klärung für das Missverhältnis zwischen guten und schlechten Kritiken kann es mit Sicherheit etwas hilfreich sein.
Es ist ja durchaus interessant, warum ein Film viele Leute anspricht, andere den Film hingegen enttäuschend finden.
Eins vorweg: ich bin von dem Film enttäuscht. Obwohl der Film für mich viele nostalgische Elemente besitzt (Ich habe "Das Imperium schlägt zurück" mit 10 Jahren Anfang der 80er im Kino gesehen und würde dieses Erlebnis fast schon als religiös einstufen), reichen diese nicht aus, um mich über die vielen fragwürdigen Schwächen hinweg sehen zu lassen.

Ok, los geht’s:
grundsätzlich kann man die Zuschauer von Filmen mit Phantastik- und Science-Fiction-Elementen in zwei Kategorien einteilen:

Die Einen finden rasante Handlungsabläufe (Action, dh. Kämpfe, Verfolgungsjagden usw.), vordergründig toll inszenierte Bilder (flitzende und schießende Raumschiffe, phantastische Kreaturen und Monster, Planetenlandschaften usw.), vordergründig dramatische Charaktere (die Bösewichte auf der einen und die Helden auf der anderen Seite) und vor allem witzige Szenen (Lachen ist ja immer ein Beleg dafür, daß man Spaß hat, und somit der Film gut ist!) sehr wichtig.
Man könnte auch sagen, diese Kategorie von Zuschauern begnügt sich mit diesen Elementen. Diese Elemente reichen wie gesagt aus, damit dieser Zuschauer Spaß hat. Die Filmstudios, Drehbuchautoren, Produzenten und Regisseure wissen das natürlich, und basteln mit diesen Elementen einen Film. Man konstruiert also einen Handlungsablauf, der den Zuschauer mittels der angeführten Elementen mitreißt. Das ist dann vordergründig so mitreißend, daß diese Kategorie von Zuschauern weder die Handlung bzw. bestimmte Handlungselemente noch die Charaktere und deren Handlungsweise hinterfragen. Muß man ja auch nicht, man wird ja unterhalten und hat ein Spaßgefühl.
Man fragt sich also bei dem neuen Star Wars bspw. nicht, wie das im 6.Teil geschlagene und besiegte Imperium scheinbar ohne das Wissen der Republik, bzw. ohne daß die Republik und die Rebellen das zu verhindern versucht haben bzw. verhindern konnten, einen Planeten bauen (?) oder in der Mitte auseinander schneiden, der dann als Starkiller-Megawaffe die vergangenen zwei Todessterne ziemlich armselig aussehen lässt. Mit solchen Fragen belastet sich aber die erste Kategorie von Zuschauern auch gar nicht, ist auch egal, der Starkiller-Planet ist einfach irgendwie cool.

Dies als eines von vielen Beispielen, die man am neuen Star Wars sehr seltsam bis bescheuert finden kann.
Damit wären wir bei der zweiten Kategorie von Zuschauern. Diese finden zwar die oben angeführten Elemente oftmals auch ziemlich wichtig und gut (auch wenn das witzige Element Jar Jar Bings als zu blöd witzig bzw. nervig empfunden wird),
aber, und jetzt kommts!,:
das Ganze, also die besagten Elemente, müssen einen bestimmten Realismus erfüllen. Die Handlungsabläufe, die Charaktere und Ihr Verhalten muß ziemlich realistisch sein, damit diese ernst genommen werden.
Diese zweite Kategorie von Zuschauern nimmt nicht alles unhinterfragt hin. Diese Zuschauer lassen sich nicht nur von den oben angeführten Elementen, wie ein rasanter Handlungsablauf, dramatische Kämpfe und witzige Szenen mitreißen. Man mag den Kampf zwischen Kylo Ren (meines Erachtens der krasseste Psychopath der Galaxis, was mir als uferlos übertrieben erscheint) und Rey ja toll, also action-reich und dramatisch finden. Der Kampf ist jedoch für die zweite Kategorie von Zuschauern ziemlich unrealistisch, außer man unterstellt Rey ein Macht-Potential, daß sich mit bisherigen Ausprägungen der Macht kaum verträgt, insoweit also als ziemlich unrealistisch wirkt.

Man könnte noch weitere Kritikpunkte anführen, die sich für die dargestellte zweite Kategorie von Zuschauern geradezu aufdrängen.
Diese Zuschauer müssen von „Das Erwachen der Macht“ zwangsläufig enttäuscht sein. Für Sie bzw. für viele von Ihnen kann man es nur als einen Stoß vor den Kopf bewerten, wenn der Tot von Han Solo (getötet von einem komplett Irren) zu minimalsten Reaktionen der anderen Hauptfiguren führt, bzw. wenn man es nicht für nötig erachtet, dem Tod von Han Solo würdige Reaktionen zu zeigen. Aber für so etwas hat der Film keine Zeit, damit das rasante Handlungstempo des Films nicht unterbrochen wird. Und die erste Kategorie von Zuschauern braucht so etwas auch nicht, denn sie wollen ja in erster Linie Spaß haben.

Aus dem Gesagten und durch dem Film selbst dürfte klar geworden sein, dass „Das Erwachen der Macht“ unmöglich auf Zustimmung von Zuschauern stoßen kann, die einen gewissen nachvollziehbaren Realismus und einen Tiefgang in der Charakterzeichnung (in Reaktionen, Verhalten und Dialogen der Charaktere) erwarten.
Es ist dabei mehr als Ironie, daß der Handlungsstrang um Kylo-Ren im Grunde ein Psycho-Drama der allerheftigsten Sorte darstellt, (immerhin handelt es sich um einen geistig und seelisch Gestörten der heftigsten Ausprägung, der als Massenmörder seinen Vater hinterhältigst umbringt), das Ganze aber so Hoppla-Hopp-mäßig inszeniert ist, daß auch der 12-jährige Zuschauer seinen Spaß daran hat.
Das ist genau der Punkt:
Der Regisseur und der Drehbuchautor (im Verbund mit Disney) wollen auf der einen Seite eine Superdramatik aufbauen (größer, weiter Starkiller-Todesplanet, Super-Macht Rey, Han Solo wird von eigenem Sohn getötet, usw.), gestalten das aber dann so aus, bzw. schustern das Ganze dann so zusammen, dass der Realismus, der für Dramatik so wichtig ist, völlig verloren geht. Und ein Großteil des Publikums erfasst dies gar nicht, weil ja zwei bunte Lichtschwerter irgendwie von Haus auf cool sind.
Das Ganze zeigt aber auch, dass J. J. Abrams der Sache mit der Fortsetzung eben doch nicht gewachsen war. Wer das Problem der zweiten Kategorie von Zuschauern nicht in den Griff kriegt und sich nur auf die leuchtenden Augen von zwölf-Jährigen und die leicht unterhaltbaren Erwachsenen konzentriert (bzw. auf deren Geldbeutel), na ja, der hätte es eben sein lassen sollen.
Mit Gruß

PS: "Das Imperium schlägt zurück" finde ich immer noch ziemlich gut, auch wenn ich mittlerweile das Anschauen nicht mehr als quasi-religiöse Erfahrung empfinde. Ich möchte auch durchaus anmerken, daß ich damals zur ersten Kategorie von Zuschauern gehört haben. Aber das "Imperium schlägt zurück" ist halt auch etwas für die zweite Kategorie, also mitdenkende Erwachsene.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 18, 2016 12:09 AM MEST


Wishbone Four
Wishbone Four
Preis: EUR 19,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Einerseits gut, andererseits schlecht - eine Klangbeurteilung, 5. November 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wishbone Four (Audio CD)
Kritik zum neuen Wishbone Four Remaster

Zum neuen LMLR 2015er Remaster- einerseits gut, andererseits schlecht
Die folgende Kritik bezieht sich auf die 2015 veröffentlichte remasterte Version von Wishbone Four, herausgebracht als Limited Edition von LMLR, angepriesen als HIGH DEFINITION REMASTERING 96 KHz / 24-bit. Es geht bei der Kritik vorrangig um den Klang.
Die Musik bzw. die Lieder auf Wishbone Four sind natürlich Rock-Musik vom Feinsten, vielschichtig, abwechslungsreich, klasse gespielt, arrangiert und gesungen. Wishbone Ash waren schon immer sehr eigenständig, gerade wenn man Sie dem teilweise exzessiv daherkommenden und oftmals mit Macho—Attitüde versehenen Rock der 70er Jahre vergleicht. Wishbone Ash sind bzw. waren schlicht eine unglaubliche gute Mischung aus Bodenständigkeit und teilweise sehr progressiven und musikalisch sehr versierten Rock-Musik-Elementen.
OK, zum Klang des Remasters:
Laut, volltönend, frequenzmäßig gut aber auch aggressiv ausbalanciert! Um es mit Schlagworten auszudrücken.
Genauer gesagt heißt dies, daß die Aufnahme vermutlich bis zum Anschlag, bzw. darüber hinaus komprimiert worden ist, um diese Lautheit zu erzielen. Darüber hinaus sind natürlich, wie meistens beim Remastern üblich, die Bässe und Höhen, wahrscheinlich auch mittlere Frequenzen angehoben worden. Man dreht gewissermaßen viel rein und dünnt ein wenig aus. Vergleicht man dieses Remaster beispielsweise mit den ersten CD-Überspielung von Wishbone Four (1991) oder selbst mit dem neueren Remaster von Everybody needs a friend, sehr behutsam und klasse remastert von Andy Pearce auf SOMETIME WORLD – AN MCA TRAVELOGUE (2010), dann ist der Lautstärkeunterschied gewaltig und gerade der Klangunterschied zur 91er Überspielung drastisch!
Ob dies wirklich besser ist, ist eine völlig andere Frage!
Im folgenden möchte für interessierte Laien etwas auf das Remastern eingehen. Was wird also dabei gemacht, wie wirkt es sich aus und wie ist dies zu bewerten. Für mich ist Klang eben eine sehr interessante und wichtige Komponente von Musik. Wobei man sich meines Erachtens gute Musik auch in schlechterer Klangqualität immer noch anhören kann, wobei dabei der Genuss schon etwas zu kurz kommen kann. Letztendlich legen sich ja auch gute Musiker, Produzenten wie auch Mixing- und Mastering-Techniker ins Zeug, daß die Aufnahme entsprechend gut klingt.
Man muß also betonen, daß ein halbwegs gutes Hifi-Wiedergabe-System nötig ist, um den Klang entsprechend erleben und auch bewerten zu können.
Darüber ist Klang natürlich sehr subjektiv. Der Eine findet fette Bässe super, die Andere viel Höhen , usw.
Tja, das Thema ist im Grunde ziemlich kompliziert, auch wenn der Konsument das oft auf ein schlichtes „Gefällt mir“ oder „Gefällt mir nicht“ reduziert.
Also es gibt immer zwei entscheidende Faktoren beim Remastern:
Zum einen den Einsatz eines StereoSumme-Equalizers.
Beim Remastern nimmt man also die originalen Stereo-Bänder oder irgendeine andere Überspielung der Aufnahme und regelt den Klang eines Albums oder Liedes als Ganzes nach. Einen Zugriff auf einzelne Spuren oder Instrumente hat man im Regelfall nicht. Man hat das, was ursprünglich von den Produzenten, den Musikern, dem Mixing-Techniker als Endabmischung klanglich so beabsichtigt war.
Wie schon erwähnt ist es ein Kennzeichen des Remastern, daß schlicht mehr Höhen und Bässe reingedreht werden. Remasterte Aufnahmen klingen insoweit meistens immer heller, „brillianter“ , spitzer und druckvoller bzw. allgemein voller.
Im übrigen kann man Remastern mit dem eigenen Hifi-Verstärker auch „simulieren“: einfach mehr Höhen und Bässe reindrehen. Der Mastering-Techniker hat natürlich im Normalfall weitaus bessere Technik und Know-How.
Ob dieser Remastering-Equalizer-Einsatz die Aufnahme wirklich besser macht, kann natürlich in Frage gestellt werden. Die erste Wishbone Four-CD-Überspielung klingt vielleicht dem ersten Eindruck nach etwas lasch und dumpf. Wenn man sich die CD aber über eine gute Anlage etwas lauter anhört, dann klingt das gar nicht schlecht, eben wie eine Aufnahme aus den 70ern. Auf die Schallplatte oder CD-Diskussion möchte ich hier im übrigen nicht eingehen.
Das neue 2015er Remaster von Wishbone Four (wie auch die anderen wiederveröffentlichten) klingt hingegen heller, klarer, brillianter, voller und druckvoller. Man hat den Eindruck eines besseren Klangs, der eben mehr Eindruck macht.
Der zweite wichtige Aspekt beim Remastern ist das sogenannte Komprimieren der Aufnahmen. Es wird letztendlich versucht, den Klang dichter zu machen mit der wichtigen Möglichkeit einer Lautheitssteigerung.
Kurz für Laien: Es gibt für jede Aufnahme bzw. für das Medium, auf welcher die Aufnahme letztendlich überspielt wird, sei es ein Schallplatte, eine CD oder halt das „Medium“ Wave Datei oder MP3 eine pegelmäßige Obergrenze. Man kann also auch ein geflüstert aufgenommenes Wort beim Abmischen pegelmäßig soweit nach oben drehen bis es an diese Grenze stößt. Wenn ein Klang gegen diese Grenze geschoben wird, wird er buchstäblich verformt oder gar gekappt, was sich in mehr oder weniger deutlich hörbaren Verzerrungen äußern kann.
Das Ziel bei Kompression ist es gerade, laute Pegelspitzen leiser zu drehen bzw. im Pegel abzusenken, damit der Klang, sei es ein E-Bass, eine Snare-Drum, der Gesang oder eben die gesamte abgemischte Aufnahme, dichter klingt. Laute Pegelspitzen im Klang, werden sozusagen leiser gemacht. Die Dynamik, der Unterschied zwischen laut und leise wird schlicht beschränkt, wodurch der Klang gleichmäßiger oder eben dichter klingt.
Der Clou ist nun, dass man den Klang, nachdem man die Spitzen abgesenkt oder auch gekappt hat, nun wieder pegelmäßig nach oben schieben kann, wodurch die leiseren Passagen, die im Pegel nicht reduziert oder komprimiert werden, auch lauter werden!
Wenn man jetzt die vorhin erwähnte Pegel-Obergrenze bedenkt, kann man sich vorstellen, daß auf dem Medium ein Lautheitsgewinn entsteht, wenn der Klang im Pegel als zweiter Schritt hinter der Kompression (!) sozusagen nach oben geschoben werden kann.
Bei einer Audio-Bearbeitung mit einer Software-Programm (Plug-In) im Computer ist das Pegel-Limiting, das pegelmäßige nach oben schieben der Aufnahme, bzw. das Kappen der Spitzen (wie stark auch immer) an der technischen Obergrenze (lauter geht nicht) im Grunde kinderleicht. Einfach den Input-Pegel an einem Software-Limiter nach oben drehen und schon wird’s lauter und zwar ohne, daß die Spitzen des Ausgangspegel (am Ausgang des Limiters) höher werden. Wirklich, im Grunde super einfach! Es stellt sich jedoch dabei immer die Frage, was ist zu viel oder zu wenig, was beeinträchtigt die Qualität der Aufnahme.
Zur Vorstellungshilfe: eine Aufnahme lässt sich mit einem Gebirge in einer Seitenansicht auf einem Papier gezeichnet vergleichen, es gibt Bergspitzen (laute Passagen im Klang) und Täler (leise Passagen). Über den Bergspitzen gibt es eine strichmäßige Grenze. Die Berge können nicht höher sein als diese Grenze. Man kann das Gebirge nach oben schieben, wenn man die Bergspitzen abflacht oder auch in Kauf nimmt, dass die Bergspitzen gekappt werden. Die Täler werden logischerweise weniger bzw. weniger tief, dh. leise Passagen werden mit nach oben geschoben. Das Gebirge schaut definitiv nicht mehr so aus wie vorher, bzw. die Aufnahme ist lauter geworden!
Wenn man sich in einem Audio-Programm auf Datei-Ebene die Wellenform eines Liedes ansieht, dann erkennt man die Analogie aus Bergen, Spitzen und Tälern sehr gut.
Im technisch übertragenen Sinne macht Kompression und Pegelspitzen-Limiting im Remastering mit der Aufnahme bzw. den Liedern genau das, neben der Anhebung und Absenkung von Frequenzen, so daß eine Aufnahme beispielsweise basslastiger oder heller, brillianter oder aber auch aggressiver klingt.
Ist Komprimieren einer Aufnahme gut oder schlecht?
Tja, kommt drauf an, ob einem der Klang gefällt oder nicht!
Kompression kann aber definitiv die beim Mischen beabsichtigten Lautstärkeverhältnisse und –unterschiede deutlich verändern. Wenn das Schlagzeug ursprünglich lautstärkemäßig mehr im Hintergrund klang, wird es nun durch Summen-Kompression gewissermaßen in der Lautstärke angehoben, denn, wir erinnern uns, Lautes wird leiser und Leises lauter. Selbst der Ausklang einer Gitarre, also das Leiserwerden kann verändert sein bzw. reduziert.
Es wird grundsätzlich die Dynamik eines Liedes (der Unterschied zwischen leiser und lauter) sowohl zwischen den Instrumenten als auch zwischen leisen und lauten Passagen im Lied eingeebnet. In der modernen Pop-Musik ist das Gang und Gäbe.
Bezogen auf das neue 2015er Wishbone Four-Remaster kann man somit eindeutig sagen, daß die Lieder vermeintlich druckvoller und lauter klingen, man hört gewissermaßen mehr, eben Sachen, die auf früheren Aufnahmen im Verhältnis zu den anderen Instrumenten leiser klangen nun lauter!
Das erwähnte Anheben von hohen und tiefen Frequenzen trägt natürlich auch sehr zu dem Eindruck eines druckvolleren, prägnanteren, klareren und brillanteren Klangs bei.
Der Klang ist schon ziemlich weit weg von der ursprünglichen Aufnahme. Ältere Aufnahmen, so auch Wishbone Four klingen meistens etwas dumpf. Man kann diesen Klang aber auch als durchaus angenehm empfinden, weil es nicht so spitz klingt!
Und ältere Aufnahmen sind immer dynamischer, was sie durchaus auch interessanter machen kann!
Und hinsichtlich der geringeren Lautheit sollte man einfach immer bedenken, daß man ja mit dem Lautstärkeregler am eigenen Verstärker einfach lauter drehen kann!
Für mich ist das neue Remaster schlicht an der Obergrenze dessen, was man machen kann oder machen sollte.
Und es gibt auf der CD ein wirklich krasses Beispiel für ein fehlerhaftes Ausreizen dieser Obergrenze! Es handelt sich hier um ROCK N ROLL WIDOW. Hier hört man ganz deutlich wie übertriebene und falsch eingestellte Kompression ein Lied verschandeln kann. Immer wenn die markanten Refrainpassagen einsetzen, geht die Lautstärke hörbar in die Knie, der Pegel wird von dem Kompressor deutlich hörbar nach unten geregelt. Man nennt so etwas Pumpen. Das ist so krass, dass es wirklich die Qualität der ganzen CD in Frage stellt! Denn man muss sich schon fragen, wie stümperhaft der Remastering-Techniker teilweise vorgegangen sein muss, dass es zu so einem Fehler überhaupt kommen konnte. Kein Mastering-Techniker, der etwas auf sich hält, kann so ein Remastering in die CD-Produktion rausgehen lassen. Aber, wer für das Remastering verantwortlich ist, steht nirgends auf der Limited Edition, was eben auch nicht für die Qualität spricht.
So vordergründig „toll“ oder eindrucksvoll das neue Remaster auch klingen mag, so fragwürdig ist es auch. Ich habe mir im übrigen auch noch ARGUS und WISHBONE ASH gekauft. Auch wenn mir bisher kein so ein krasser Fehler wie bei ROCK N ROLL WIDOW aufgefallen ist, dürften meine Anmerkungen durchaus auch auf die anderen neuen Wishbone Ash-CDs von LMLR zutreffen.
Für mich bleiben die besten Remaster ohnehin die limitierten (mit copy-Nummern versehenen) 2010er Japan-Remaster von Universal Music, mastered von Hitoshi Tagikuchi (wer auch immer das ist, er versteht auf jeden Fall sein Handwerk). Leider sind diese Pressungen nur noch kaum und dann ziemlich teuer erhältlich. Auch die CD-Hüllen sind bei dieser Veröffentlichung besser, detaillierter und insbesondere bei Wishbone Four exakter, weil es als Klapp-Cover daherkommt. Dies ist bei der LMLR-Veröffentlichung nicht der Fall!
Die 2010 als limited Papersleeve veröffentlichten Japan-Remaster gibt es jedoch teilweise auch als normale CD-Veröffentlichung, bisweilen unter der Label-Bezeichnung Pid, CD kommt auch aus Japan. Habe mir Pilgrimage davon besorgt.
Der Klang auf diesen Japan-Remaster ist wirklich gut! Aber eben nicht ganz so ausgereizt wie auf den besprochenen neuen Remaster. (Den krassen Fehler bei ROCK N ROLL WIDOW gibt es auf dem Japan-Remaster nicht!). Mich stört wirklich, daß man nicht erfährt, von wem die LMLR-Sachen remastert worden sind.
Ein wirkliche Empfehlung, wenn man Wishbone Ash-Highlights sehr gut und insbesondere behutsam remastered hören will, ist die bereits erwähnte Wishbone Ash-Compilation SOMETIME WORLD – AN MCA TRAVELOGUE, auch auch dem Jahr 2010. Der Mastering-Techniker Andy Pearce weiß zum einen die Original-Aufnahmen zu schätzen und weiß, was er tut.
Nun kann man dieses 2015er-Remaster empfehlen? Tja, ja und nein, kommt wirklich darauf an, ob man den vordergründig schon gut und beeindruckend wirkenden Klang nicht doch als zu weit weg von einer klassischen Rock-Musik-Aufnahme aus den 70ern betrachtet und empfindet.
Ok, das war es jetzt!
Mit Gruß
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 9, 2015 1:31 PM CET


Written in the Stars
Written in the Stars
Preis: EUR 14,49

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Starkes Album, aber mit Schwächen, 13. Oktober 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Written in the Stars (Audio CD)
Für jeden an guter Rock-Musik Interessierten, der die späten 60er und gesamten 70er als maßgebliche Blütezeit des Rock betrachtet, kann es nur als Glücksfall angesehen werden, daß Martin Turner mit seinen Mitstreitern ein neues „Wishbone Ash-Album“ veröffentlicht haben. Auch wenn der verbohrte Andy Powell es rechtlich verhindert hat, daß WRITTEN IN THE STARS unter dem Namen Martin Turners Wishbone Ash veröffentlicht werden darf; für jeden der Ahnung hat, ist es ein Wishbone Ash-Album! (wenn auch teilweise mit deutlichem Martin Turner-Einschlag)
Und: WRITTEN IN THE STARS hat ohne Zweifel die Klasse eines, tja klasse Wishbone Ash Albums eben. Alle Markenzeichen sind da: gute, bzw. tolle Songs, tolle Instrumental-Arbeit, gute bis teilweise sehr gute Gesangsdarbietungen. Und das Ganze in einem hervorragend produziertem Soundgewand. Ich höre wirklich viel verschiedene Musik, insbesondere Rock in all seinen Ausprägungen, über meine vergleichsweise gute Anlage mit Heco-3-Wege-Lautsprecher (meistens Source-Direct, um den vom Verstärker unverfälschten CD-Klang zu hören). Und WRITTEN IN THE STARS hat eine wirklich ausgezeichneten authentischen Sound, toll aufgenommen und abgemischt!
Man kann das Album qualitativ meines Erachtens wirklich in die Nähe der klassischen Wishbone Ash Alben aus den 70ern oder auch HEAR TO HEAR rücken.
Aber, es hat für mich auch deutliche Schwächen. Für mich sind es folgende Punkte.
Das Songwriting halte ich bei einigen Liedern für vergleichsweise schwach. Bis auf die starke Ausnahme des Songs Written in the stars sind es für mich jene Lieder, welche die deutliche Handschrift von Martin Turner selbst zu tragen scheinen. (Dabei finde ich die „Solo-Sachen“ von Martin Turner auf Walking the Reeperbahn ziemlich gut)
Für mich sind Lieder wie LOVERS, FOR MY LADY oder PRETTY LITTLE GIRLS schlicht nur nett, auch wenn FOR MY LADY sich wohltuend dann doch noch in den typischen Wishbone Ash-Sound verwandelt. Tja, und warum man ein Lied wie PRETTY LITTLE GIRLS schreiben muß? Für Martin Turner mag es ja eine faszinierende Beobachtung sein, aber daraus einen Song für dieses Album zu machen. Ok, vielleicht hat er sich von dem beschwingten Pop-Rock-Appeal irgendetwas versprochen, für welche Zielgruppe auch immer.
THE BIG BANG und INTERSTELLAR ROCKSTAR scheinen offensichtlich dem doch etwas aufgeblasenen kosmischem Thema, besser dem komischen quasi-Konzept des Albums geschuldet zu sein. Für mich ist das einfach zu überkandidelt. Wie gesagt, WRITTEN IN THE STARS ist ein wirklich starker Song, wenn auch mit einem seltsamen Text zum kosmischen Schicksal. THE BEAUTY OF CHAOS und LONELY STAR sind zwei gute Instrumental-Nummern, zwangsläufig und vermutlich glücklicherweise ohne Text. Wer weiß, welche kosmisch-spirituellen Einsichten Martin Turner wieder in den Sinn gekommen wären.
Tja und INTERSTELLAR ROCKSTAR? Was soll das eigentlich sein? Martin Turners persönliche, schwülstig aufgeblasene Space-Opera? Dabei habe ich nichts gegen langsame und atmosphärische Nummern. Aber was haben sich Mark Emery und Martin Turner vor dem Schreiben dieses Lieds bitte schön reingezogen, damit sie in diesem elegischen Cosmic-Kitsch abdriften konnten. Diese Nummer hat echt das Zeug, bei Heilpraktikern bei Anwendung kosmischer Heilkräfte im Entspannungs-Raum in Dauerschleife gespielt zu werden.
Auch wenn man bei Rock-Musik bezüglich der Texte bisweilen nicht allzuviel erwarten darf, hätte ich mir auf WRITTEN IN THE STARS etwas mehr erhofft.
Was für mich auch enttäuschend ist, ist der Gesang von Martin Turner. Dabei halte ich Martin Turner auf all seinen bisherigen Veröffentlichungen für einen wirklich ausgezeichneten Sänger, auf manchen gar phänomenal, bspw. auf FRONT PAGE NEWS. Natürlich spielt das Alter für die Gesangsqualität gerade im Rock-Musik-Bereich eine Rolle. Für mich scheint er sich jedoch oft bewußt für einen bestimmten Gesangsstil zu entscheiden, den ich als wenig vorteilhaft und auch als vergleichsweise schwach bezeichnen würde, vielleicht um seine altersbedingte gesangliche Schwäche zu kaschieren? Ich vermute jedoch, dass er bewußt den Gesang so gewählt hat, wie er ihm dem Song angemessen schien. Tja INTERSTELLAR ROCKSTAR ist hierzu ein gutes Beispiel. Seine kräftige und vollere Stimme läßt er so gut wie außen vor, außer auf WRITTEN IN THE STARS und MYSTIFY ME. Gerade auf Letzterem singt er meines Erachtens in nahezu gewohnt guter Martin Turner Manier. Ein Song den übrigens Ray Hatfield geschrieben hat, einer der drei Gitarristen auf dem Album.
Auch wenn Martin Turner das Album wirklich gut produziert hat, bei seinem Gesang hätte er wirklich jemanden gebraucht, der Ihn in eine gesanglich vorteilhaftere Richtung geschoben hätte. Ich glaube schon, dass er es drauf gehabt hätte. So kann man Martin Turners Gesangsdarbietung jedoch nicht als rundherum sehr gut bezeichnen.
Aber Martin Turner hat ja noch seine musikalischen Mitstreiter, und die sind meines Erachtens über jeden Zweifel erhaben. Kompliment! Danny Wilson, Tim Brown und Ray Hatfield sind eine tolle Wishbone Ash- Inkarnation, sowohl was Songwriting, Spielfertigkeit und (Harmony-)Gesang anbelangt. VAPOUR TRAIL, THE LONELY STAR, FALLING SANDS und das erwähnte MYSTIFY ME sind stark komponierte, arrangierte und gespielte Songs, unter Mitwirkung von Martin Turner versteht sich. Ach ja, Martin Turner spielt natürlich einen super Bass. Was ist den Wishbone Ash bitte schön ohne Martin Turners Bass?
Insoweit ist es schon ein Schande, daß Andy Powell diesen Leuten es mißgönnt und gerichtlich verbieten hat lassen, daß sie Ihre Musik unter dem Wishbone Ash-Banner und sei es als MARTIN TURNERS WISHBONE ASH zum Besten geben können. Denn es gehört zum Besten was wirklich gute Rock-Musik zu bieten hat.
Klare Empfehlung, wenn auch mit Einschränkungen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 13, 2016 7:40 PM CET


Mad Max: Fury Road [Blu-ray]
Mad Max: Fury Road [Blu-ray]
DVD ~ Charlize Theron
Preis: EUR 7,89

21 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mad Max ohne Mad Max, 19. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Mad Max: Fury Road [Blu-ray] (Blu-ray)
Man kann bzw. muss den Film toll finden hinsichtlich seiner rasant und bombastisch inszenierten Bilder und Action (fünf Sterne ohne Frage). Er hat jedoch einen riesigen Schwachpunkt und der ist, wie ich finde, die Darstellung des Hauptcharakters.
was der Film meines Erachtens mit dem Mad Max-Charakter macht ist eine Reduzierung auf das Primitivst-Mögliche, so daß es fast schon lächerlich bzw. peinlich ist. Und ich denke man sieht das der Schauspielerei von Tom Hardy auch an. Der Film ist visuell und hinsichtlich der rasanten Action natürlich absolut beeindruckend, weswegen er auch durch die Bank fast schon euphorisch positiv bewertet wird. Deswegen versucht man sich meines Erachtens auch die Darstellung des Mad Max-Charakters schön zu reden, nach dem Motto "passt super zu dem Film und Mad Max war schon immer wortkarg". Dabei ist es ganz einfach: Der Regisseur interessiert sich für seinen Hauptcharakter so gut wie gar nicht. (Die Erinnerungs-Flash-Backs sind dabei nur ein weiteres primitives inszenatorisches Hilfmittel) Tja, und die Masse der Zuschauer und der Kritiker interessiert sich für Mad Max auch nicht, bzw. nur insoweit, dass er im Action-Gewitter mit unbeholfener Mimik den Action-Boliden zum Besten gibt. Gott sei Dank gibt es mit Charlize Theron und dem War boy noch Hauptcharaktere, die so etwas wie Ausdruck besitzen. Miller treibt es wirklich auf die Spitze. Die Leute gehen meistens wegen dem visuellen KnallBumPeng ins Kino, als geben wir Ihnen die Überdosis. Derartig berauscht fragt dann auch niemand mehr, was aus dem guten alten Mad Max geworden ist.
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 27, 2015 1:46 AM MEST


Storm: Band 28. Das Rennen von Opal
Storm: Band 28. Das Rennen von Opal
von Dick Matena
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 15,80

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Storm ist mit Don Lawrence gestorben und fast keiner merkts., 4. April 2015
Angesichts doch mehrheitlich sehr positiver Kritiken bezüglich der zeichnerischen und malerischen Qualität der Storm-Weiterführung durch Molenar und De Vos möchte ich mich nun mal auch zu Wort melden. ( Im übrigen nicht, weil ich mich für wichtig halte oder mich als versierten Kenner der Comic-Kunst bezeichnen würde) Die folgenden Ausführungen beziehen sich also nicht nur auf den Band 28 "Das Rennen von Opal". Dass Storm ein Klassiker und absolutes Highlight der Comic-Geschichte ist, muss man ja wohl kaum erwähnen. Don Lawrence hat das Comic-Medium wirklich in so etwas wie Kunst der handwerklich gehobenen Art überführt. Natürlich sind die Zeichnungen und die Malerei von Don Lawrence in den Storm-Alben nicht immer über jeden Zweifel erhaben. Na ja, bei aller Kunstfertigkeit bleiben es halt doch Comics, die oft auch unter ziemlichen Zeitdruck fertiggestellt werden mussten. Und trotzdem sind die Bilder der Don Lawrence-Storm-Alben oftmals von einer Qualität, die Ihnen durchaus Gemälde-Qualität verleihen. Die Plastizität, die Tiefe, die Farbgebung, die malerische Dramaturgie der Bilder und einzelnen Seiten sind teilweise exzellent. Man wird wirklich in eine phantastische Welt entführt, die durch den nostalgischen Charme gleichsam klassischer Malerei eine ganz eigene Note und Atmosphäre erhält. Ok, soweit zu Don Lawrence.
Dann habe ich mir Band 25 „Die rote Spur“ gekauft, in der Hoffnung es käme das „alte“ Storm-Feeling wieder auf. Und schließlich war ja auch Martin Lodewijk federführend wieder mit dabei. Tja, die Hoffnung wurde enttäuscht. Und tja: „Die Plastizität, die Tiefe, die Farbgebung, die malerische Dramaturgie der Bilder und einzelnen Seiten sind“… eben nicht exzellent, sondern bestenfalls gut bzw. nur in wenigen Bildern wirklich hervorragend. Storm und Nomad sind zu aufgepumpten Testosteron-Boliden mutiert. Den Stil der malerischen Ausprägung der neuen Storm-Alben kann man meines Erachtens kurz und knapp als flach bzw. zwei-dimensional bezeichnen (Schon klar, liegt wahrscheinlich daran, dass auf einer geraden Fläche gezeichnet und gemalt wird; ironisch gemeint). Während bei Don Lawrence die meisten Seiten seiner Storm-Alben eine dramaturgisch äußerst gekonnte und effektvolle Zusammenstellung teilweise einzigartiger Bilder sind (Farbgebung und Plastizität), sind es bei Molenaar und de Vos eine Zusammenstellung von Bildern, die farblich einen sehr ähnlichen und teilweise ziemlich flachen Eindruck hinterlassen.
Es ist nicht so, dass ich mich nicht über eine Fortsetzung mit anderen Zeichner gefreut hätte. Und natürlich stellt sich die schwierige Frage, in welchem Mal-und Zeichenstil man die Serie fortführt, zumal das Niveau, das Don Lawrence größtenteils vorgegeben hat sehr hoch ist. Die neuen Zeichner erreichen es leider in nur sehr unzureichender Weise. Gäbe es die Don Lawrence-Vorlage nicht, wär die neue Interpretation vermutlich für Comic-Verhältnisse sogar sehr gut. Aber es fehlt Ihnen so oder so dieser antiquierte Charme, den Don Lawrence mit seiner satten Farbgebung, seiner Plastizität und Tiefenstaffelung und seiner lebendigen Charakterdarstellung geliefert hat. Aber warum merken das nur so wenige?
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 14, 2016 12:17 PM CET


Interstellar (Steelbook) (exklusiv bei Amazon.de) [Blu-ray] [Limited Edition]
Interstellar (Steelbook) (exklusiv bei Amazon.de) [Blu-ray] [Limited Edition]

10 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nolan scheitert grandios an melodramatischer Raum-Zeit-Phantastik, 9. Februar 2015
Eins vorweg: Ich schaue mir verschiedene Arten von Science-Fiction und Mystery sehr gerne an (von Star-Trek über Alien, Odysse im Weltraum, Oblivion, Kampfstern galactica bis hin zu Akte X und Fringe, um nur eine kleine Auswahl zu nennen) und ich bin auch ein großer Anhänger von Chrisopher Nolans bisherigen Filmen. Man muss natürlich bei Science-Fiction oftmals sehr viel einfach als phantastische Elemente hinnehmen, keine Frage und ist ja auch kein Problem.
Ein Problem taucht für einen denkenden Menschen nur dann auf, wenn jemand wie Nolan mit einem äußerst großen realistischen Anspruch an sein Werk herangeht bzw. dieses mit einem solchen präsentiert. Dann stellen sich eben schon Fragen, wie dies oder jenes denn sein könne, warum sich dieser oder jener Charakter sich so oder so verhalte. Bei Raumschiff Voyager stellt man sich solche Fragen nur sehr begrenzt. Dabei geht es gar nicht so sehr um die logischen und physikalischen Schwierigkeiten der Raum-Zeit Problematik, die Nolan durchaus gut in den Griff bekommt. Nein, der ganze Handlungsablauf ist voll von seltsamen, kruden und haarsträubenden Wendungen. Viele Kritiken zeigen sich beeindruckt von der visuellen Ebene und den dramatischen zwischenmenschlichen Beziehungen, letzteres sei sogar das Wesentliche des Fims. Mag sein, trotzdem ist das alles eingebettet in, wie erwähnt völlig abgedrehte, teils lächerlich wirkende Handlungsabläufe. Wenn der Hauptcharakter am Schluß mit einem Raumschiff zur Rettung des Anne Hathaways-Charakter auf einen Planeten fliegt, auf dem zwei bis vier Astronauten eine Unzahl an eingefrorenen Embryonen zur neuen menschlichen Zivilisation hätten heranziehen sollen, dann ist das alles an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Wäre so etwas in einer Folge von "Outer Limits" erzählt worden, hätte ich damit kein Problem gehabt. Aber wie gesagt: Christopher Nolan muß sich leider an der Realität messen lassen, und die wirft nun mal für einen denkenden Menschen Fragen auf. Fragen, die er natürlich seine Charaktere auch nicht stellen lässt, die müsssen auch alles mit ganz ernster Miene hinnehmen, bzw. das Drehbuch verbietet Ihnen, auch mal etwas verwirrt "Wie bitte?!" zu äußern. Geht natürlich nicht, denn es muß ja alles ganz realistisch ernst daherkommen und tief dramatisch natürlich. Natürlich nicht zu dramatisch, denn dann stellt sich ja schon die Frage, was eigentlich mit den Menschen auf der Erde passiert, die nicht auf der Raumstation sind. Aber warum sollte der Hauptcharakter auch solche Fragen stellen, schließlich gehts ja nur um das dramatisch Zwischenmenschliche. "Ähm, wie bin ich nochmal aus dem Multidimensionalen Raum, denn (ähm) wer nochmal gemacht hat, hierhergekommen, auf eine Raumstation, die der Michael Caine Charakter schon vor 70 Jahren angefangen hat in einem Berg zu bauen, die nur deswegen jemals abheben konnte, weil mir irgendwelche mutidimensionalen Wesen über Rillen im Zimmer-Sand Koordinaten zukommen habe lassen, mit denen ich mit meiner Tochter, die ich später im Mutidimensionalen dazu bringen wollte, mich an der Rettung der Menschheit zu hindern, die geheime NasaStation zu finden, in der meine Tochter die Gravitations-Gleichung löst, usw........". Schon klar, ist ja alles nicht so wichtig. Aber visuell einfach toll und sehr dramtisch, wenn jemand aus dem Mutlidimensionalen Raum Bücher als Morse-Signal aus dem Bücherregal schubst.
Aber was solls: eigentlich gehts ja um die dramatischen zwischemenschlichen Beziehungen und das Visuelle. Ok, den Roboter fand ich wirklich toll! Zumindest damit hat mich Chrisopher Nolan nicht enttäuscht.
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 19, 2015 12:57 PM CET


The Raven That Refused to Sing
The Raven That Refused to Sing
Wird angeboten von Hausmusik
Preis: EUR 19,00

3 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Musik als Zwangshandlung oder die Wiederholung der Variation (oder umgekehrt), 10. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Raven That Refused to Sing (Audio CD)
Eins vorweg: natürlich ist "The Raven..." produktionstechnisch und spielerisch hervorragend. Bei Musikern und Produzenten dieses Kalibers darf man das aber fast schon beiläufig erwarten. Die exzellenten Musiker motzen insoweit die an sich einfachen und meist gefälligen Melodien von Steven Wilson gehörig auf. Wie schon öfter erwähnt, bedienen sich Wilson und seine Mitstreiter ausgiebigst aus dem Fundus des ( insbesondere klassischen) Prog Rock. Dass man die Musik von "The Raven.." insoweit als sehr abwechslungsreich und auch stimmungsvoll empfinden und hören kann, ist durchaus nachvollziehbar. Wenn man jedoch die Musik von Steven Wilson schon seit seinen Anfängen verfolgt, kommt man meines Erachtens kaum an dem Punkt vorbei, wo man sich fragen muss, wieviel Wiederholungen und Variationen seiner Stilmittel (seine Art zu singen und getragene Melodien zu bilden bspw.) man noch als gut empfinden kann. Außer man ist natürlich gewissermaßen auf diese Stilmittel konditioniert, fährt also darauf ab; man braucht gewissermaßen nur die atmosphärischen und tendenziell melanscholisch gesungenen Melodien hören und schon empfindet es man als toll. Kurzum: für mich macht Steven Wilson einfach zuviel. Auch wenn ich "in Absenthia" als eines der besten Rock-Alben einstufen würde wie auch einige seiner nachfolgenden Sachen immer noch als sehr gut ansehen würde, bei dem Output von Steven Wilson müssen sich zwangsläufig Abnutzungserscheinungen einstellen, auch wenn er sich sehr gut im Aufpolieren versteht. Was Steven Wilson zu diesem enormen Output antreibt vermag ich natürlich nicht zu beantworten (steht mir auch nicht zu), etwas fragwürdig ist es für mich jedoch schon. Da ich davon ausgehe, dass er das was er macht schon ziemlich toll findet, scheint er etwas die Distanz zu seinem Output verloren zu haben (und den braucht man hin und wieder) und das Problem der Variation der Wiederholung nicht sonderlich wahrzunehmen. Vielleicht kann er auch einfach nicht anders oder er will ins Guiness-Buch der Rekorde. Na ja, vielen wird der Produktionsrekord, den Steven Wilson im aktuelleren Rock-Bereich eh schon dabei ist zu brechen, gerade recht sein. Ich jedoch, werde mir von Steven Wilson so schnell nichts mehr kaufen und warte lieber auf das neue Tool Album (hm, warn das jetzt vier, fünf oder sechs Jahre seit dem letzten Album).


The Mountain
The Mountain
Preis: EUR 12,49

3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen überstrapazierte Theatralik auf musikalisch höchstem Niveau, 2. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Mountain (Audio CD)
Im Prog-Rock gemeinhin üblichen Wettbewerb, mit vertrackten Arrangements und äußerst versierten musikalischen Darbietungen zu glänzen, dürften Haken die oberste Messlatte ohne Probleme erreicht haben. Dass man "The Mountain" insoweit als Meisterwerk des Genres bezeichnen kann, ist insoweit mehr als verständlich. Es scheint fast schon erhaben über jede Kritik, außer über jene naiven "Kritik", nach welcher Musik halt Geschmackssache ist.
Musik, vor allem mit Gesang und Text, transportiert immer aber mehr als musikalisches Können. Das ist ja gerade ein äußerst spannendes Moment an Musik und für viele Zuhörer auch das entscheidende Moment. Da für mich (gerade auch als langjähriger Gitarrist,Sänger und Bassist /bitte das nicht als Angeben auffassen) die musikalische Exzellenz von Haken außer Frage steht, ist es aber genau diese Inhaltliche Ebene und die Gesangsdarbietungen, die für mich kritikwürdig sind. Haken versuchen gewissermaßen ihren musikalischen Höhenflügen mit einem als äußerst tiefsinnig aufgeblasenen Pathos gerecht zu werden. Die Texte und der Gesang sind also überfrachtet mit existenzialistischem und mythologischem Pathos, die Lieder aneinandergereiht zu einem an Dramatik kaum mehr zu überbietendem Gesamtkonzept (was sich auch im Layout des Booklets wiedrspiegelt). Das kann einen natürlich auch faszinieren und emotional ansprechen. Es kann aber auch als äußerst gestelzt und gekünstelt erscheinen. Natürlich kann jeder aus den Texten etwas sehr tiefsinniges und bedeutungsvolles herauslesen und sich von dem gekünstelten Gesang berührt fühlen. Die Nähe zur gewollt kunstvollen und metaphorischen Phrasenbildung ist meines Erachtens jedoch nicht zu überhören. Wie gesagt, viele mögen dies als künstlerisch wertvoll erachten, ich halte es schlicht als zu aufgeblasen. Diese überstrapazierte Dramatik ist aber in vielen Teilen des Prog-Rock nicht unüblich. Tja, wem es gefällt. Mir jedenfalls sind der Gesang und die Texte von Pink Floyd bzw. Roger Waters um ein Vielfaches lieber.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 10, 2014 10:22 AM CET


Blue Horizon
Blue Horizon
Preis: EUR 8,79

20 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Andy Powells Wishbone Light, 10. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blue Horizon (Audio CD)
Natürlich ist auf Blue Horizon erstklassig gespielte, gut arrangierte und sehr gut produzierte, von Gitarren dominierte Rockmusik der gediegenen und gefälligen Art mit leichten progressiven Elementen zu hören. Das darf man von Profimusikern, die schon Jahrzehnte im Geschäft sind aber auch erwarten. Und insoweit ist es einerseits nicht verwunderlich, dass Andy Powells Wishbone Ash und Blue Horizon auf viel Wohlgefallen stoßen. Andererseits stellt sich für mich schon die Frage, wie man Blue Horizon bzw. Andy Powells Unternehmung auch nur ansatzweise qualitativ in einer Linie mit Wishbone Ash-Alben bzw-Musik sehen kann, an denen insbesonder Martin Turner beteiligt war. Ich meine doch, wenn man Alben wie "Front Page News", "New England", "There's a rub", "Argus", "Just Testing" oder auch "Here to hear" kennt, dann kommt man meines Erachtens nicht daran vorbei, einen bedeutenden Qualitätsunterschied festzustellen was die Lieder, deren Spannung, Intensität und songwriterische Dramturgie anbelangt. Dies liegt natürlich in einem entscheidenden Maße an Martin Turners Fähigkeiten, tolle Songs zu schreiben, erstklassig und spannungsreich zu singen, super Bass zu spielen und auch gut zu produzieren ("Just Testing" und "Here to hear"). Ich bin zwar selbst auch langjähriger leidenschaftlicher Gitarrist, aber: tolles Gitarrenspiel macht noch lange keinen tollen Song.
Seitdem Martin Turner von Andy Powell und seinen damals reichlich verwirrten Mitstreitern Steve Upton und Laurie Wisefield nach dem tollen Album "Just Testing" mit schwachsinnigen Argumenten aus der Band gedrängt wurde, versucht Andy Powell sich mit diversen Veröffentlichung unter dem Wishbone Ash-Banner als legitimer Erbhalter von Wishbone Ash in Szene zu setzen. Und darunter sind ja auch einige gute Alben, die nett anzuhören sind. Emotional mitreißend, in welche gefühlsmäßige Richtung auch immer, ist jedoch etwas anderes. Neben den Songwriting-Fähigkeiten liegt dies insbesondere an Andy Powells Gesangsfähigkeiten. Die sind schlicht nur mittelmäßig, wenn überhaupt.
Nachdem er sich wahrscheinlich neben Martin Turner als Sideman degradiert gefühlt hatte, rächt er sich vermutlich bis zum Ende seiner Tage mit seinen Gesangsdarbietungen und: neuerdings auch mit einem unglaublichen Gerichtsbeschluß, indem er auf absurde und totalitäre Weise durchgesetzt bekam, dass Martin Turner den Namen Wishbone Ash nicht mehr verwenden darf, außer im Sinne einer Cover-Rock-Band. Allein deswegen wollte ich mir eigentlich Blue Horizon gar nicht kaufen, hab es aber dann doch gemacht. Vielleicht streich ich einfach den Namen Wishbone Ash auf der CD-Hülle durch und schreibe "Andy tries to sing" drunter, während ich mir "Throw down the Sword" anhöre. Aber bitte nicht Andy Powell weitersagen, sonst verklagt er mich noch
Kommentar Kommentare (19) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 16, 2015 12:17 PM MEST


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