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six strings and more

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Timber Creek. Man erntet, was man sät: Thriller
Timber Creek. Man erntet, was man sät: Thriller
von Gunther Polnizky
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurzweiliger Thriller-Spannende Story-Kompakter Spannungsbogen, 13. April 2015
Gunther Polnizkys Buch „Timber Creek“ ist ein sehr kurzweiliger Thriller und es fiel mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

Woran liegt es? Zu erwähnen ist zuerst die Erzählweise aus der „Ich“ Perspektive. Protagonist David Dexter lässt die hektische Großstadt hinter sich, um mit seiner Lebenspartnerin in einem verschlafenen Nest an der Ostküste Kanadas eine Familie zu gründen; er hat in diesem Dorf seine Jugend verbracht. Immer wieder flechtet Polnizky Zeitsprünge ein, um die Charaktere herauszubilden und für die Geschichte zusammenzufügen. Es geht zügig und direkt zur Sache..Rauschgift, Morde, Liebschaften, Leid und Laster.

Wer T.C. Boyles Werk „Grün ist die Hoffnung“ schätzt wird an „Timber Creek“ Gefallen finden. Über den Ansatz der bisherigen Rezensenten vielleicht noch einige Seiten mehr in das Werk zu packen kann man trefflich diskutieren. Ich persönlich erachte es als Können, derart kompakt den Spannungsbogen aufzubauen und ohne Ballast bis zum Ende zu führen. Dies ist Gunther Polnizky sehr gut gelungen.


Liedgitarrist
Liedgitarrist
Preis: EUR 17,80

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leadgitarrist? Liedgitarrist!, 11. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Liedgitarrist (Audio CD)
Ja, es gibt sie, die zahlreichen und teils auch bekannten deutschen „Leadgitarristen“. Genreübegreifend sind sie international und national tätig. Ob als Saitenflitzer der härteren Gangarten, Sideman im Studio oder Lehrbuchautor. Prüft man diese Masse an Musikern auf zusätzliche Gesangskompetenz reduziert sich die Menge drastisch.

Beides vereint dieser symphatische Mensch aus Ostwestfalen, und es gibt sogar eine Steigerung: Alle Titel sind in deutscher Sprache vorgetragen und somit hat das Wortspiel „Liedgitarrist versus Leadgitarrist“ durchaus seine Berechtigung. Als „Liedgitarrist“ interpretiere ich einen Musiker, der sein Talent und seine Fähigkeiten am Saiteninstrument in den Dienst des Songs stellt und nicht nur auf seinen Soloteil beschränkt.

Bei allen 11 Titeln, größtenteils Eigenkompositionen spielt Schröder eine sehr songdienliche Rhythmus- und Leadgitarre. Auf epische und ausgedehnte Sololäufe wird erfreulicherweise verzichtet, ich persönlich erkenne an Einflüssen hier und da einen Steve Lukather.

Hörer, die von der Scheibe Soloarbeit ohne Gesang im Stile von Joe Satriani oder Steve Vai erwarten sollten vorab überprüfen, ab Oliver Schröder für diese Fraktion der richtige Lieferant ist.

Textlich ( lyrics in den line notes) feuert Schröder schon die eine oder andere Spitze gegen manche Eliten unsere Gesellschaft ( Anspieltip: Ein Frage der Ehre) ab, gefällt mir aber sehr gut. Bissig, aber nicht der Weltverbesserer. Ich konnte Oliver Schröder im Rahmen von regelmäßigen Sessions bereits live hören, nun hoffe ich, dass er das Studiomaterial ggf. mit einer kleinen Tour durch Norddeutschland promotet.


Man for the Road (Live)
Man for the Road (Live)
Preis: EUR 17,49

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bad Temper Joe endlich live!, 11. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Man for the Road (Live) (Audio CD)
Keine 6 Monate nach dem Erscheinen seines Debutalbums „sometimes a sinner“ präsentiert der Musiker aus Ostwestfalen einen Livemitschnitt von seiner Tour. Ich habe bereits das erste Album in einer Kurzbesprechung aufgriffen und konnte in den letzten Monate diesen Musiker mehrfach live erleben.

Das Material des Albums „man for the road“ setzt sich aus Material des ersten Studioalbums zusammen. Noch einmal möchte ich unterstreichen, dass Bad Temper vorwiegend eigene Songs schreibt und keine Plagiate seiner erklärten Vorbilder abliefert. In Punkto Songwriting ist ein gehöriger Einfluss von Dylan nicht zu verleugnen, zusammen mit der prägnanten Stimme und dem Spiel auf diversen Slideinstrumenten braut sich Joe eine eigene Mischung, mit hohem Wiedererkennungswert.

Live benötigt Bad Temper Joe wenige Zutaten: Ein kleiner Verstärker, ein Saiteninstrument (meist in offener Stimmung) , ein Mikrofon und ab geht die Post. Das neue Album fängt hervorragend das breite Spektrum an Dynamik ein, dass der Musiker auf der Bühne abliefert. Und Bad Temper kann es nicht nur brachial sondern zeigt auch mit ruhigeren Stücke die große Variabilität seines Könnens, auch zur Halbzeit des Albums freut man sich auf den nächsten Titel.

Speziell und sicher im unteren Bariton angesiedelt ist der Gesang von Bad Temper Joe. Ich erachte diesen Sachverhalt als Trademark und mit mehr als einem glücklichen Händchen arbeitet er dies stets passend in seine Songs an. Fremden Liedern, bei dem Album sind es Titel von Janis Joplin und Bo Diddley, verpasst er seinen eigenen Anstrich.

„man for the road“ offenbart klar DIE Stärke von Bad Temper Joe: Die Bühne ist das Terrain dieses Musikers, man sollte sich mit eigenen Augen und Ohren von diesem Talent vor Ort überzeugen, es lohnt sich.


Eric Bibb in 50 Songs
Eric Bibb in 50 Songs
Preis: EUR 21,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über 3 Stunden Eric Bibb mit sehr guter Songauswahl, 6. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Eric Bibb in 50 Songs (Audio CD)
Im mittlerweile sehr umfangreichen Albumkatalog von Eric Bibb finden wir die letzte Zusammenfassung / Compilation aus Jahre 2005 mit dem Album Retrospective". Selbiges bietet eine Zusammenfassung der Jahre 1998-2005.

Nach knapp einer Dekade und mindestens 10 Folgealben greift Bibb in seiner aktuellen best of" ganze 50 Titel auf, welche in den Jahren 2003 bis heute aufgenommen wurden. Mittlerweile hat der viel jünger wirkende Mann die 60 hinter sich gelassen, das ausgiebige Touren und die jährlich neue Alben auf kontinuierlich hohem Niveau sind weiterhin sehr erfreuliche Konstanten.

Es würde den Rahmen dieser Kurzbesprechung sprengen, wenn wir die Titel oder Alben, von denen diese stammen en Detail besprechen. Hörer, die Bibb bereits auf Konzerten gesehen haben finden die Evergreens aus seinem Bühnenprogramm (Saucer & Cup, Connected, Shingle by Shingle, Needed Time)

Die breite Titelwahl bedient sowohl die Roots Fraktion" ( Booker's Guitar, Deeper the in well) als auch den gelungenen Ausflug in Richtung Weltmusik" ( Brothers in Bamako). Die Zusammenstellung eignet sich meiner Meinung nach hervorragend als Einstieg für Hörer, die Eric Bibb noch nicht kennen.

Das Terrain dieses Ausnahmemusikers ist die Bühne, somit gefällt mir der Umstand besonders, dass auch einige Stücke von der hervorragenden Scheibe Live at the FIP" Eingang finden.

Voller Kauftipp bzw. Empfehlung. Über 3 Stunden sehr gute Musik für rd 20, man kann durchaus von einem sehr guten Preis / Leistungsverhältnis sprechen.


II - Remastered Deluxe Edition
II - Remastered Deluxe Edition
Preis: EUR 14,99

66 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jimmy Pages Neuanstrich lässt das Werk scheinen, 30. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: II - Remastered Deluxe Edition (Audio CD)
Jimmy Page, selbsternannter Konservator des Werkes der britischen Band unterzog die ersten drei Alben von Led Zeppelin einer gründlichen Neuabmischung, dem Pressetext folgend finden je Album auch unveröffentliche Varianten und Alternativaufnahmen Eingang und um das Paket vernünftig zu vermarkten geizt man nicht mit dem Zusatz "Deluxe".

Page ist seit dem Tod von John Bonham und der damit verbundenen Zwangsauflösung der Urformation umtriebig, neben bekannten Soloprojekten erfolgte vor einigen Jahren eine sehr medienwirksame (einmalige) Reunion. Noch zögern Sänger und Bassist noch einmal mit Page und Bonhams Sohn gemeinsam die Bühne zu entern, aber vielleicht ist dies nur eine Frage der Zeit.

Um die Anhängerschaft seit Jahren bei (Kauf)laune zu halten liefert Page in regelmäßigen Abständen immer wieder Archivschätze ("How the west was won") und Remasters.

Was Page bisher zu Tage gefördert hat überzeugte zumindestens mich zu 100%. Es waren nicht die berühmten Dachbodenfunde in unterirdischer Aufnahme- und Wiedergabequalität sondern Produkte intensiver Recherche mit zielgerichtetem Einsatz moderner aber nicht übertriebener Klangbearbeitung.

Eine Rezension des Werkes Led Zeppelin "II" spare ich mir an der Stelle. Interessenten, die diese Repertoirelücke in der Musiksammlung haben und das Album nicht kennen verweise ich auf die zahlreichen Besprechungen und Abhandlungen.

Was bietet 2014 das Album und welche Neuigkeiten rechtfertigen den Preis von knapp 17.00? Überzeugt das Werk auch den Fan, der bereits die Urversion" besitzt und den einen oder anderen Titel aus den eingangs erwähnten überarbeiteten Kompilations ( best of.../ remasters etc.)?

* Wir bekommen eine Doppel CD präsentiert. Das Urwerk in unveränderte Titelabfolge.
* Ein kleines Booklet mit Fotoaufnahmen der Musiker aus dieser Zeit
* Die zweite CD greift Roh(ab)mischungen auf, teilweise ohne Gesang als Backingtrack und ein Outtake mit dem Titel la la"

Um für mich neue Remastersversionen zu überprüfen höre ich die Wiedergabe gerne auf verschiedenen Systemen an, dies oftmals mehrfach. Dies führt in meiner Wahrnehmung schlüssig zum Fazit ob der neue Wein in alten Schläuchen lediglich in Punkto Loundness" frisiert wurde oder ob der Produzent sich wirklich Mühe gemacht hat, die verschiedenen Audiospuren der Instrumente und des Gesanges SINNVOLL zu bearbeiten.

Led Zeppelin "II" weisst einige Stücke auf, welche in der Komposition hohe Dynamikunterschiede präsentieren, auch begründet durch den Einsatz von Akustikgitarre und Orgel, die sich dann abrupt mit verzerrter E-Gitarren und brachialem Schlagzeug abwechseln. Somit waren "Thank you", der akustische Part von "Ramble on" und "What is and what never should be" für das erste Abhören fest gesetzt.

Auch von Interesse sind für mich der Übertitel "Whole lotta love", der bei der bisherigen Version immer einen Ritt auf der der Dynamikklinge darstellt und das leider etwas dumpfe "Bring it on home"

(Kurz)Fazit sofern es möglich ist, es "kurz" zu halten: Jimmy Page hat alles richtig gemacht. Alle Instrumente sind klarer in Lautsprecher wie Kopfhörer zu identifizieren als meine bisherigen Versionen. Durch eine Idee mehr Höhen in der neuen Mischung wirken die Aufnahmen frischer". Mehr Dynamik, Loudness oder Pegelanhebung erhören wir nur marginal. Dieses Fazit hat für alle Titel bis auf bring in on home" Gültigkeit. Hier (er)höre ich keinen nennenswerten Unterschied. Fairerweise sollten wir erwähnen, dass Page den Klang optimieren kann, aber die (Audio)Physik einer nicht ganz optimalen Aufnahme nicht überlisten kann. Diese kleine Randnotiz trübt jedoch nicht den Gesamteindruck, sondern soll auch unterstreichen, daß wir bei einer Besprechung nicht das komplette Werk über den Klee loben sollen.

Die zweite CD dient als Ergänzung und Vertiefung für Fans und Anhänger von Led Zeppelin. Da im Vorfeld keine wirklich neue Titel vollmundig ankündigt wurden soll bitte jeder Interessent für sich überprüfen, ob diese Ergänzung für ihn sinnvoll ist. Ich persönlich erachte die "Erforschung" von Teilabschnitten bis zur finalen Fertigstellung eines Liedes bzw. Albums als bei weilen spannend, da diese Schritte Aufschlüsse über Aufnahmeverfahren und auch handwerkliches Können der Musiker liefern.

Meine bisherige CD Led Zeppelin "II" werde ich meinem jungen Nachbarn schenken, der gerade erst 20 geworden ist, somit hat jetzt er die Urgene des Rocks zu Hand. Page hat mich sehr mit diesem neuen Paket erfreut.

Auf die Aussagen von Liebhaber und Anhänger von Vinyl Versionen (darunter zähle ich auch) über diese neu abgemischten Werke (I,II,III) freue ich mich sehr, denn erfreulicherweise sollen die Vinylversionen zeitgleich und in gleichem Umfang erscheinen.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 18, 2014 6:02 PM MEST


The Blues Came Callin' (Special Edition)
The Blues Came Callin' (Special Edition)
Preis: EUR 15,99

17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein grandioses Album und bitte kein Nachruf..., 30. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es ist Walter Trouts 22 Studioalbum in seiner langen Karriere. Es entstand nach Angaben in den linernotes im Herbst letzten Jahres bis zum Januar 2014. Besonders in den letzten Monaten geben die Meldungen über seinen Gesundheitszustand großen Anlass zur Sorge. Unter anderem wurde dank virtueller Unterstützung der Anhängerschaft genügend finanzielle Mittel Dank des Donation" Prinzips zusammengetragen um die hohen Kosten von Trouts medizinischer Behandlung sicherzustellen. Wollen wir diesem Virtuosen daher Gesundheit und volle Genesung wünschen!

Das neue Album "The blues came calling" folgt keine zwei Jahre aus das famose letzte Studioalbum "Blues for the Modern Daze".

Auf den 12 Titeln brennt Trout erneut ein sehr facettenreiches Feuerwerk des Bluesrock ab. Unterstützung bekommt er von Mentor John Mayall, der eine Komposition beisteuert und auch bei anderen Titeln Trout an den Tasten unterstützt.

Wir sollten vor dem Hintergrund der schwerwiegenden Krankheit Trouts Texte ein wenig intensiver besprechen. Diese sind geprägt von der Angst vor der Zukunft, Dankbarkeit und der Zuneigung und Liebe seiner engsten Vertrauten, allen vorweg seine Frau ( nobody moves me like you do"), diese Komposition geht an Intensität unter die Haut. Wenn er allgemeingültig von sich gibt daß "The World Is Going Crazy (And So Am I)" etwas in der Welt nicht stimmt, und beim ihm letztendlich auch nicht, so nimmt man ihm diese Doppeldeutigkeit ab. Tiefe Einblicke in sein Seelenleben gewährt er uns in `The `Bottom Of The River'

Trouts Arbeit auf den sechs Saiten geben uns (erfreulicherweise) wenig Aufschluss auf seinen Gesundheitszustand. Willie" kommt als harter direkter Boogie daher, voller Kraft und Energie und bei The Bottom of the River" wechselt er elektrische mit akustischer Gitarre ab. Die CD wird durch ein sehr schönes Booklet ergänzt, mit vielen Fotos, sehr detaillierten Hinweisen in den linernotes über die Kompositionen und verwendete Instrumente / Technik.

Mit The Blues came calling" feiert Trout sein immerhin 25-jähriges Jubiläum als Solokünstler. Viele Jahre VOR seiner Solokarriere musiziert er eindrucksvoll in Formationen rund um John Mayall. Auch wenn Pressetexte seitens der Plattenfirmen gerne von persönlichen" Alben sprechen, in diesem Fall hat dieser Zusatz ohne Einrede Bestand.

Die Alben der letzten Jahre haben mir ausnahmelos sehr gut gefallen und auch in der Kritik finden wir durchweg positive Besprechungen. Die neue Scheibe reiht sich vorne, ganz vorne ein. Trotz widriger persönlicher Umstände hat Trout mit dem neuen Album bewiesen, dass er konstant Alben auf höchstem Niveau abliefert. Well done Walter, all the best!
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 31, 2014 11:39 AM MEST


Childhood Home
Childhood Home
Preis: EUR 7,99

15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mutter-Sohn Kammermusik, die entschleunigt., 5. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Childhood Home (Audio CD)
Dank Ellen Harper hat ihr Sohn Ben die Musikwelt bisher mit 11 Studioalben beglückt, teilweise entzückt und das aktuelle neue Album „childhood home“ ist eine der wirklich seltenen Zusammenkünfte von Mutter-Sohn im Musikgeschäft.

Multiinstrumentalist Ben Harper hat schon einige Stile in seinem bisherigen Katalog bedient und nach der hoch dekorierten Zusammenarbeit letztes Jahr mit dem Bluesharper Charly Musslewhite war ich sehr gespannt, was uns Ben Harper nun vorlegt.

Ich hätte niemals gedacht, daß nun eine derartige Konstallation auf Tonträger erscheint. Zugleich hatte ich eine positive Vorahnung, daß ich nach dem Hören die Scheibe gleich noch einmal auflegen möchte.

„Childhood Home“ ist eine sehr sparsam instrumentierte Platte. Ellen Harper bedient Rhythmusgitarre wie Vocals, Sohn Ben die Weissenborn / Slide Gitarre und ebenfalls Gesang, hinzu gesellen sich ein Bass und etwas Perkussionarbeit.

Mein erster Höreindruck geht in Richtung „Kammermusik im mittleren Westen der USA“. Stilistisch bekommen wir eine gute balanciert Mischung aus (New) Folk, Country und Americana zu hören.

Die Texte der 10 Lieder greifen teils intime und private Themen der Familie, des Aufwachsens, der Liebe, der Freundschaft und der Freunde auf. Dies ohne Klischees, durchweg in schlichten und zugleich sehr eingängigen Akkord- und Melodiefolgen eingearbeitet. Die Gesangsarbeit teilen sich die beiden, mit einem leicht höheren Anteil von Ellen Harper am Gesamtwerk. Nach dem zweiten Abhöhren erinnert mich das Werk auch an die Zusammenarbeit von Mark Knopfler mit Emmylou Harris vor einigen Jahren (Album „all that roadrunning“). Stimmlich hat Ellen Harper zu Emmylou Harris mehr als eine Gemeinsamkeit, an der Weissenborn / Slide Gitarre ist Ben Harper wie auch Mark Knopfler ein sehr guter Instrumentalist.

Wir finden auf dem Album durchweg getragene Titel, keine Uptempo Nummer und gepaart mit den bereits erwähnten Melodiefolgen lautet das Fazit nach dem letzten Lied: Entschleunigung statt Langeweile. Fans und Anhänger von Ben Harpers Gitarrenarbeit ist an der Stelle jedoch mitzuteilen, daß dieser sehr sparsam sein Können in diesem Werk einsetzt und den Song stets über den Solisten stellt.


Supernova
Supernova
Wird angeboten von Acfun Store
Preis: EUR 5,17

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ray LaMontagne auf dem Weg an die Westküste mit 60s+70s Sound, eine gelungene Reise, 2. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Supernova (Audio CD)
Raymond LaMontagne hat sich für sein neues Opus „Supernova“ viel Zeit gelassen. Erschienen die ersten drei Alben in stetigen Zeitabständen von 2 Jahren sind nun ganze 4 Jahre ins Land gegangen. Mit einigen Touren (leider vorwiegend in den USA) und sporadisches Mitwirken bei Gastauftritten wurde die Anhängerschaft bei Laune gehalten.

Die drei bisherigen Werke haben durchweg bei der Kritik hoch gepunktet und besonders nach dem Debutalbum stiegen die Verkaufszahlen respektive Chartplatzierungen. Der Druck war daher immens, wie zieht sich Ray mit dem neuen Album aus der Affäre und meistert die hohe Erwartungshaltung?

Ein erster Höreindruck: LaMontagne bewegt sich mit seinem neuen Werk an die Westküste der USA und greift viele Einflüsse der späten 60er Jahre auf. Mehr als eine Akkordfolge könnte auch auf Aufnahmen von den Byrds, Scott Mc Kenzie, Mama's and the Papas und Buffalo Springfield zu finden sein. ( Titel „Ojai“).

Der zweite Höreindruck: Produzent Dan Auerbach, Mastermind von The Black Keys hat sicherlich auch seine Händchen bei dem einen oder anderen psychodelischen Einwurf ( „Lavender“) im Spiel gehabt. Darüber hinaus bewerte ich Ihn als Fürsprecher und Motivator, daß LaMontagne nun innerhalb eines Liedes seinen Gesangsstil schon mal unverhofft und überraschend wechselt. Auch hört man den einen oder anderen schmutzigen Gitarrenriff, bisher so nicht wirklich in LaMontagnes (Musik)Farbpalette vorhanden.

Ich ziehe den Hut vor dem Musiker LaMontagne. Es gehört Mut dazu, vertrautes Terrain zu verlassen und sich neuen Einflüssen zu öffnen und diese umzusetzen. Ja, Ray hat bisher mit seinen Platten den verdienten wirtschaftlichen Erfolg, aber „Supernova“ zeigt (erneut): Hier wird erst einmal an die Musik gedacht und im Nachgang an die wirtschaftliche Verwertung.

Es ist aber Können, diese neue Einflüsse derart gekonnt mit dem bestehenden Stil zu paaren, um nach 10 Jahren Musikkarriere sich von Kritik wie Fans die berühmte musikalische Weiterentwicklung testieren zu lassen. Gutes wie Bewährtes behält LaMontagne, die nasalen und kratzigen Vocals sind immer noch oft präsent, textlich mimt er nach wie vor den tendenziell melancholichen Romantiker. Die neuen Stilelemente werden Fans nicht verschmähen oder vergraulen, mancher Folkie hörte auch vor 45 Jahren genauer dem West Coast Sound zu und destillierte daraus mehr als ansprechende Klänge.

Abschließend noch ein paar Sätze über die Zusammenarbeit mit dem Produzenten Dan Auerbach. Dieser veranwortet sicherlich die eine oder andere „Schippe Dreck“ und neue Instrumente innerhalb der Songs. Die Befürchtungen, daß das Album in Richtung Black Keys abdriftet und vielleicht eine Idee zuviel „Lo-Fi“ uns auftischt kann ich nicht bestätigen. Last but not least: Das Album bedarf des mehrmaligen Abhörens und dann erkennt man,welche gute Arbeit das Duo hier uns aufgetischt hat.


Weightless
Weightless
Preis: EUR 18,98

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geglückte Kurskorrektur beim kanadischen Schwergewicht. Americana pur!, 29. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Weightless (Audio CD)
Nach über einem Jahr Pause liefert der kanadische Musiker sein aktuelles Studiowerk ab. Bisher bestritt der schwergewichtige Sänger / Gitarrist seinen sehr speziellen Stil als Solist und hier und da mit wenigen Mitmusikern. Langeweile ist bei den bisherigen Alben nie aufgekommen. Andersen verfügt über eine sehr einprägsame und sofort zu identifizierende Stimme und seine gekonnte Arbeit an der Akustikgitarre ist ebenfalls zu nennen. Er ist kein filigraner Fingerpicker, die Lieder strotzen vor Kraft und Wucht.

Ein erster Blick auf die liner notes liefert dem Hörer ein Indiz, daß Andersen mit dem neuen Werk eine Stilkorrektur vornimmt und bedeutend mehr Mitmusiker im Rahmen der Produktion ins Studio holt. Ein erstes Abhören offenbart einen deutlichen Schritt weg von der bisherigen Blueslastigkeit und liefert verstärkte Einflüsse aus Country und Americana. Bluespurist war Andersen nie, aber der Unterschied ist für Fans bzw. Kenner der bisherigen Platten sofort hörbar.

Bei den 12 Titel, alles Eigenkompositionen des Musikers, tritt die eingangs erwähnte Gitarrenarbeit zu Gunsten der Banddienlichkeit genau richtig tariert in den Hintergrund. Satzgesang, eine Bläsersektion, Pedal-steel Gitarre und Piano erweitern die Kapelle und transformieren Andersen Lieder sehr nahe an das Werk von Gruppen, die sich dem „Americana“ verschrieben haben, allen voran „the band“. Hier und da wirkt dieses Genre durch die Vielzahl neuer Gruppen in den letzten Jahren etwas inflationär, aber Andersen bewahrt uns dank seiner EINMALIGEN Stimme vor Frusterlebnissen. Diese hat in Kraft und Ausdruck und besonders in der Variabililät im Vergleich zu den bisherigen Alben noch einmal zugelegt.

Matt Andersen hat sich als Musiker enorm weiterentwickelt, meiner Meinung nach in die richtige Richtung. Fans sollten von der Möglichkeit Gebrauch machen, die Titel sich vorab anzuhören und diese Veränderung des Musikers mit ihren Hörgewohnheiten überprüfen. Höchstnote für das Schwergewicht aus Kanada.


Not a Minute Too Late
Not a Minute Too Late
Preis: EUR 22,41

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bei Eric Bibb's Tochter stimmt die Musik, 29. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Not a Minute Too Late (Audio CD)
Von einer in Eigenregie produzierten Mini-EP einmal abgesehen stellt das Werk „not a minute too late“ das Debutalbum von Yana Bibb dar, welches das bekannte Speziallabel Dixiefrog vertreibt. Die Künstlerin hat als Tochter bzw. Enkelin von Eric Bibb / Leon Bibb die Bürde sehr erfolgreicher (Familien)musiker zu schultern.

Rund die Hälfte der 10 Titel sind Eigenkompositionen von Yana Bibb, Vater Eric liefert bei einigen Werken Mitarbeit an Gitarre und Songwriting und tritt als Produzent in Erscheinung. Keine Unterstützung erfolgt in Sachen Gesangsbeteiligung.

Die Kompositionen werden sparsam in der klassischen Jazz-Besetzung Piano, Bass, Schlagzeug vorgetragen, diese ergänzen die teilweise fragile und zerbrechliche Stimme der Musikerin sehr gut. In der Gesamtbetrachtung steht Yana Bibb dem (Vocal) Jazz bedeutend näher als Ihr Vater und die Harmoniefolgen sind im Jazz schlicht und einfach etwas komplexer als in den Genres Blues und Soul.

Dieser Sachverhalt führt auch dazu, daß sich der Reiz des Albums sich erst nach dem zweiten, besser dritten Abhören offenbart. Sehr gelungen indessen ist die Parallele in der Vita zu Ihrem Vater, die Musikerin verlebte ihre Jugend in Skandinavien und auch diese Einflüsse sind auf der Scheibe hörbar. Spontan denke ich beim Hören an Einflüsse einer Kristin Asbjörnsen oder Caecilie Norby.

Die linenotes liefern dem Hörer die relevanten Informationen, einige sehr stimmungsvolle Portraitaufnahmen der Musikerin ebenfalls. Ein rundum gelungenes Debut der jungen Sängerin.


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