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Rezensionen verfasst von
six strings and more

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8 Classic Albums
8 Classic Albums
Preis: EUR 10,99

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Umfangreiche aber nicht repräsentative Zusammenstellung, Songliste sollte im Vorfeld geprüft werden, 31. März 2014
Rezension bezieht sich auf: 8 Classic Albums (Audio CD)
Käufer bzw. Interessenten dieser Kompilation sollten genau die Titel bzw. Alben studieren, welche die Box der „8 classic albums“ parat hält.

Die Box bietet uns zwar einen tiefen Eindruck in die frühe Schaffensphase des Musikers und erfreut somit Fans, die aus dieser Zeit wirklich (fast) alles haben wollen, ich möchte an dieser Stelle aber kurz heraustellen, daß die zusammengetragenen Alben fast alle aus der ACE Records Zeit stammen. Aus dieser Diskografiephase erachte ich die Alben „Singin'the blues“ und „The blues“ als wichtig und es hat einen Grund, dass sich B.B. Kings Liverepertoire aus großen Teilen aus diesen beiden Alben zusammensetzt.

Es fehlen bei dieser Kompilation meiner Meinung nach die wichtigen Live Alben ( Live at the Regal / St. Quentin / Live in Japan) sowie das Album „Completely Well“, welches ihm für seine Version von „the thrill is gone“ auch 1970 verdienterweise den Grammy eingebracht hat.

Es gibt aus der „8 classic albums“ Serie Zusammenstellungen, die wesentlich treffsicherer das Werk des jeweiligen Künstlers abbilden als das hier der Fall ist. Für Musikfreunde, die sich einen allgemeinen Überblick über diesen wichtigen Musiker des Blues machen wollen eignet sich diese Box NICHT, für Fans und Anhänger einer kompletten bzw. umfangreichen Diskografie der Frühphase jedoch schon.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 20, 2015 11:28 AM MEST


In My Soul (Ltd.Edition)
In My Soul (Ltd.Edition)
Preis: EUR 18,56

24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Soulman Robert, 28. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: In My Soul (Ltd.Edition) (Audio CD)
Robert Cray, mittlerweile über 60 Jahre alt, präsentiert mit dem Album „in my soul“ sein nächstes Studiowerk. Mittlerweile hat er ohne die diversen Koolaborationen mal eingerechnet über 20 Alben eingespielt, einige Grammy Nominierungen wie Gewinne eingefahren und die Aufnahme 2011 in die Blues Hall of Fame sind weitere Meilensteine seiner erfolgreichen wie konstanten Karriere. Soviel zur Essenz des existierenden Pressetextes. Sind Vorschusslorbeeren berechtigt?

Cray war auf den meisten seiner bisherigen Alben dem Soul stets aufgeschlossen, nach dem ersten Abhören positioniert das neue Album ihn diesmal doch deutlich näher am Soul als am Blues und der Albumtitel darf durchaus wörtlich genommen werden. Crays Vorbilder finden wir auf Alben der Stax und Chess Records und mit Isaac Hayes, Booker T und natürlich Otis Redding sollen nur die wichtigsten genannt werden.

Die Coverversionen erklärter Soul Vorbilder gelingen beeindruckend. Hammond Orgel, versierter und zugleich sparsamer Bläsereinsatz und eine Stimme, die sich perfekt in diese Umgebung einpasst. Ja, es groovt nachhaltig und hier hat Cray besonders beim Produzenten Steven Jordan die richtige Wahl getroffen. Dieser hat sich in den letzten Dekaden primär als sehr versierter (Jazz) Drummer einen Namen gemacht, fungierte aber ebenso sehr beschlagen und erfolgreich als Co-Produzent für John Mayer und andere Hochkaräter. Der Hörer kann besonders bei den Titeln „Nobody’s fault but mine’“ ( Otis Redding), Your Good Thing Is About To End ( Lou Rawls / Isaac Hayes!) hören, wie gelungen Cray Soul interpretiert.

Manche Hörer werden sich nach Weiterentwicklung oder Innovation fragen oder gar vorsichtig einen Plagiatsvorwurf äußern wollen. Diesen ersten und naheliegenden Reflexgedanken können wir umgehend relativieren, denn die Gitarrenarbeit von Cray darf an der Stelle nicht vergessen werden! Crays Klang, seine Phrasierung sind Trademark und sofort erkennbar. Glassklarer und glockiger Klang veredeln sowohl die exemplarisch genannten Coverversionen als auch die eigenen Stücke. Natürlich greifen diese eigenen Kompositionen den Tenor des Albums auf und “Hip Tight Onions”, ein Instrumental, ist klar als Hommage an die „grünen Zwiebeln“ von Booker T and the MGs zu verstehen.

Den Retroansatz finden wir auf dem puristischen und einfachen Cover wieder (Zusatz dort “can also be played on mono equipment”…), die liner notes liefern die wichtigsten Hintergrundinformationen über das Album und Produktionsdetails.
Robert Cray präsentiert uns ein ausnehmend gelungenes Werk.

Das Album hat keinen einzigen schwachen Titel oder Durchhänger. Obwohl die Namensgebung seiner Band explizit ihn herausstellt agiert Cray songdienlich, ermöglicht viel Raum für seine fähigen Mitmusiker und läßt tendenziell mehr Balast weg als er Pomp zuviel aufträgt.

Well done, Robert.


Cream of the crop
Cream of the crop
Preis: EUR 9,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen `Cream of the crop'=Erste Sahne..., 7. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Cream of the crop (Audio CD)
'Cream of the crop'...heißt die aktuelle Scheibe des Saxofonisten und Sängers Tommy Schneller. Es hat rund 3 Jahre gedauert, bis er einen Nachfolger auf das 2011 erschienene 'Smiling for a reason' präsentiert, das damalige Album hat sehr gute Kritiken bekommen.

Die erste Gemeinsamkeit, und sicher weit mehr als eine Randnotiz, mit dem Vorgänger: Erneut übernimmt Henrik Freischlader die Produktion, er hat in den letzten Jahren durchweg wirklich sehr gelungene Werke als Produzent abgeliefert ( Layla Zoe'etc.), von seiner eigenen Formation, der Freischlader Band einmal ganz abgesehen.

Die nächste Konstante: Der Musiker und seine Mitband bleiben ihrem Stil, einer Melange aus Soul, Funk, Blues und R'n'B, treu. Auch der eine oder andere Ausflug Richtung getragener Ballade ist äußert gelungen. Auf ingesamt 11 Titeln liefert uns Schneller sowohl am Instrument wie auch am Gesang viel Kurzweil!

Daran haben die Mitmusiker rund um Schneller einen gehörigen Anteil. Zu nennen ist erst einmal an den Saiten Henrik Freischlader (wer sonst könnte man fast schon meinen…), Gregory Barrett dürfte Freunden der Kultbläsertruppe Supercharge (dort Pianist) auch etwas sagen. Stilistisch sehe ich zu Albie Donnelly's musizierende Groovekommune durchaus Parallelen: Fette Bläsersätze, Retrosound und (Hammond) Orgel. Die rund 50 Minuten Spieldauer verfliegen viel zu schnell. So üppig gesäht sind derart ausgeglichene „singende Blasinstrumentespieler“ in der Szene wahrlich nicht. Mir fallen spontan Curtis Stigers und Nils Landgren ein. Beim erstgenannten gefällt mir seine Gesangsarbeit bedeutend besser als sein Saxofonspiel, bei Landgren kann ich dem Gesang wiederum nicht so viel abgewinnen. Schneller kann beides und das ausgewogen!

Nach einem Blick über die linernotes freue ich mich auch, daß keinerlei Fremdkompositionen interpretiert werden sondern Songwriting innerhalb der Gruppe erfolgte und eigenes Liedmaterial präsentiert wird.

Fazit: Ja, wirklich „erste Sahne“ ( engl. 'Cream of the crop') was Schneller abliefert. Da das ureigene Revier dieses Musikers die Bühne ist wird das neue Album gleich umgehend mit einer ausgedehnten Tour promotet, hier bekommt man Freischladers Band als Headliner gleich noch on top hinzu.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 15, 2014 9:01 PM CET


A Long Time Comin'
A Long Time Comin'
Preis: EUR 13,49

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meilenstein! Ein Album das bis heute wirkt, 3. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Long Time Comin' (Audio CD)
'A Long Time Comin’

In der Formation aus Mike Bloomfield (git.), Barry Goldberg (keyb.) ,Harvey Brooks(bs.),Buddy Miles (dr.) sowie Nick Gravenites (voc. / perc) gelang “The Electric Flag” bis auf die psychodelische Filmmusik des eher surrealen LSD Epos “the trip” im Jahre 1967 und der späteren Studio Nachlese „Groovin is easy“ nur dieses eine Album, denn Gitarrist Bloomfield stieg im gleichen Jahr aus der Formation aus um sich der Zusammenarbeit mit Al Kooper zu widmen ( Supersession). Doch dieses Album hat es in sich!

Bloomfield übernahm die „Strategie“ der Paul Butterfield Bluesband, den rauhen elektrifizierten Chicago Blues um einen Bläsersatz zu erweitern und die Improvisationen weit über die Grundharmonie des Blues zu führen. Buddy Miles war zu diesem Zeitraum bereits ein sehr gut gebuchter Sessiondrummer und liefert als zweiter Sänger Großartiges ab. ( Trommelte ein Jahr später für Jimi Hendrix).

Als Ergänzung sollte man sich vielleicht einmal die Filmaufnahmen von Electric Flag im Zuge des Monterey Festivals 1967 ansehen, auf dem Miles den Titel „over loving you“ mit der Leidenschaft eines Marvin Gays singt und eine sehr groovend Arbeit am Schlagzeug abliefert. Hinzu gesellt sich der starke Bläsersatz, der auf dem ganzen Album zu vernehmen ist.

Das Album war über Jahre hinweg in Europa wirklich sehr schwer zu beschaffen.

Die CD Version wurde im Gegensatz zu LP Version um 4 weitere Stück ergänzt. Hier ist das immergrüne „Sunny“ von Bobby Hebb zu nennen.

Ein wunderschönes Zeugnis aus dieser Zeit mit großer Wirkung auf die Musikgeschichte. Pflichtkauf!


Sometimes A Sinner
Sometimes A Sinner
Preis: EUR 14,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der übel gelaunte Joe sorgt für gute Stimmung, 25. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sometimes A Sinner (Audio CD)
Seit einiger Zeit erfreut „Bad Temper Joe“ Freunde und Anhänger akustisch interpretierten (Folk / Country) Blues im östlichen Westfalen durch zahlreiche Konzerte.

Nun ist seine erste CD „sometimes a sinner“ erschienen. Anlass, das Album einmal genauer abzuhören. Erschienen ist es beim kleinen aber feinen Speziallabel „Timezone“

Erste Eindrücke:

Versiertes Gitarrenspiel welches Stilelemente des Delta- und Piedmont Blues aufgreift: Einerseits rauhes Slide/ Bootleneckspiel und zugleich technisch anspruchsvolles Fingerpicking. Die Gesangstimme, erdig und rauchig passt wunderbar zu den Titeln. Diese Fähigkeiten sind in dieser Musiksparte sicherlich kein Alleinstellungsmerkmal.

Das Gros der Musiker beschränkt sich auf die reine Interpretation vorhandener Klassiker, oftmals mit dem K(r)ampf möglichst authentisch einen Robert Johnson, Brownie Mc Ghee oder Bukka White wiedergeben zu wollen.

Bad Temper umschifft diese Klippe gekonnt, denn sämtliche 12 (!) Titel auf dem Album entstammen seiner Feder. Textlich gibt er den Traditionalisten des Genres und bedient mehr oder weniger Varianten über Wein, Weib und Gesang.

Zugleich unternimmt der Musiker den einen oder anderen Ausflug Richtung Folk und Gospel und beschränkt sich nicht nur auf den klassischen 12 Takter.

Der Nachhall:

Die zahlreichen Konzerte der letzten 2 Jahre taten dem Musiker gut, um an Stil und Gesang zu arbeiten. Man sollte den Terminus „Nachwuchsmusiker“ auf das reine Alter ( 22!) reduzieren, denn Bad Temper zitiert sicher und fundiert Klassiker und singt wie ein großer Alter. Auch wenn größere Konzerthallen momentan (noch) von Musikern wie Eric Bibb und Keb Mo'gefüllt werden: Musiker wie Jesper Munk, Jake Blugg führen diese Tradition weiter und verjüngen die Szene. Bad Temper Joe macht einen großen Schritt, sich in dieser Liga zu etablieren. Kein Anlass, nach dem Abhöhren „bad temper“ =schlechte Laune zu haben.


Skydog:the Retrospective
Skydog:the Retrospective

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckend! Endlich eine Retrospektive, die einem Duane Allman würdig ist., 20. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Skydog:the Retrospective (Audio CD)
Seit gut einem halben Jahr gibt es die Retrospektive „Skydog“ und zugegeben, rund 120.00 € sind viel Geld für 7 CD's.

Man könnte sehr viel (mehr) Geld in die Hand nehmen und Duane Allman vollständiges Werk einzelnd erwerben. Das Gros der Käufer bzw. Interessenten dürfte bereits einige Allman Brothers Aufnahmen in der Sammlung haben. Ergänzt man die offiziellen Alben noch um diverse Bootlegs, die teilweise in unterirdischer Qualität kursieren ist man schnell einen höheren Geldbetrag los. Somit eignet sich die Box weniger für Freunde einer kompletten Werkschau, die wirklich auf jeden aufgenommen Takt Wert legen sondern eher für Musikliebhaber, die von dem Begriff „Retrospektive“ ein eher breites Verständnis haben.

Die beiden Vorrezensenten haben bereits die wichtigsten Informationen hinterlassen, deren Auslassungen möchte ich mich anschließen. Ergänzend möchte ich anführen, daß die Aufmachung der kompletten Box mit viel Liebe zum Detail erfolgt ist. Alle 7 CDs sind sinnvoll in einer Stecklasche untergebracht, keinerlei Plastik wurde verwendet.

Die liner notes in Form eines rund 30 seitigen Booklets offenbart viel Hintergrundwissen über die verschiedenen Stationen und Schaffensphasen des Duana Allman, besonders berührt das Foto aus dem Familienbesitz auf der letzten Seite, die Aufnahme zeigt eine Notiz von Allman in seinem Tagebuch, offensichtlich als Art Neujahrsgruß „I love beeing alive and will be the best man I possibly can“.

Jeder Hörer wird nach dem Abhören der Box „seine“ Favoriten entdecken. Mich persönlich beeindruckten besonders die Stationen bei Delaney&Bonnie sowie Herbie Mann. Bei Delaney und Bonnie agiert Allman trotz seines Nimbus als hervorragender Leadgitarrist extrem banddienlich und verzichtet auf ausgedehnte Soloeskapaden zugunsten der musizierenden Kommune. Wer die Musikgeschichte dieser Zeit genauer kennt, weiß um den Sachverhalt, dass ausgerechnet diese Truppe auch einen anderen, durchaus fähigen Instrumentalisten zum locken Mitjammen überreden konnte, ein weiterer Grundstein für ein späteres Album, das Musikgeschichte schrieb, war gelegt. Natürlich sind die Stücke der „Derek & Dominos“ Session Pflicht, hier vermisse ich vielleicht den einen oder anderen gemeinsamen Jamtrack von Clapton and Allman, welche vor einigen Jahren einmal in eine deluxe Version Eingang fanden (mittlerweile extrem schwierig zu beschaffen und preislich unanständig)

Duane Allmans Tochter ist mit diesem Paket ein wirklich guter Wurf gelungen. Höchstwertung für den Skydog.


Timeless
Timeless
Wird angeboten von Great Price Media EU
Preis: EUR 14,37

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen auch jenseits der 70 volle Kraft voraus!, 20. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Timeless (Audio CD)
Mit 71 Lebensjahren strotzt John Hammond vor Kraft und zugleich Verve und liefert seit 1962 regelmässig Alben, mittlerweile hat er 32 oder 33 Aufnahmen veröffentlicht.

Auch wenn er auf einigen wenigen Alben als Bandleader und E-Gitarrist fungierte kann sich der Hörer bei der nun vorliegenden Platte auf reinen Akustikblues einstellen, den er mit kraftvollen Gitarren- und Harpspiel vorträgt. Da das Revier dieses Musikers eher die Bühne als das Studio darstellt habe ich mich im Vorfeld über den Sachverhalt gefreut, daß die neue CD einen kompletten Konzertmitschnitt aus dem Jahre 2013 liefert.

Die CD ist sauber produziert, man bekommt als Hörer den Eindruck in den ersten Reihen zu sitzen. Zugleich an der Stelle der Hinweis: Das vor einigen Jahren für den Grammy nominierte Voralbum „Rough & Tough“ wurde bedeutend aufwendiger produziert und aufgenommen ( SACD Verfahren), an diese Referrenz kommt das neue Album in Sachen Aufnahmequalität NICHT heran, liefert dafür natürlich bedeutend mehr Authentizität.

Die Titelauswahl der 15 Nummern der CD deckt vorwiegend Interpretationen von Stücken aus den 30er, 40er und 50er- Jahren ab. Ergänzend bringt Hammond einige Eigenkompositionen und zwei Stücke von Tom Waits, welche durch sehr gelungene Vortragweise besonders Erwähnung finden sollen.

Während des Sets wechselt Hammond zwischen Resonator / Steel und normaler Akustikgitarre, die Harp spielt er mit Gestell. Diesen Stil hat Hammond überaus perfektioniert. Da er beide Hände für das Vibrato an der Harp nicht einsetzten kann bedeutet dies ungleich schwierigere Blas- wie Atemtechnik am Instrument, ganz zu schweigen von den notwendigen koordinativen Fähigkeiten, zwei Instrumente gleichzeitig zu spielen. Seine Bühnenpräsenz rundet er mit Foot-Stomp Einsätzen als Taktgeber ab.

Ein Album volller Stärke und Druck.


From His Head To His Heart To His Hands
From His Head To His Heart To His Hands
Preis: EUR 16,99

17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gesamtwerk von Bloomfield erstmals gelungen aufbereitet., 19. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach Durchsicht wie Überprüfung der eigenen Audiosammlung stellt die im Februar 2014 aufgelegte Box „from his head-to his heart-to his hands“ die erste wirklich fundierte Aufbereitung des Werkes des amerikanischen Musikers dar. Keinem der posthum erschienenen Alben ist dies bisher in dieser Form gelungen.

Als Produzent fungiert Bloomfields Freund und Mitmusiker Al Kooper. Auf insgesamt 3 CDs und einer DVD gelingt es ihm, die wichtigsten Schaffensphasen des Michael Bloomfield dem Hörer näher zu bringen. Die Arbeitstitel der drei CDs lauten „roots“ „jams“ und „last licks“.

„roots“

Die erste CD startet mit drei, bisher unveröffentlichen Studioaufnahmen des Produzenten John Hammond Sr. aus dem Jahre 1964, der dritte Titel „Hammond's Rag“ , ein rasantes Ragtime Fingerpicking auf der Akustikgitarre überzeugte den Produzenten, Michael Bloomfield als Studiomusiker zu engagieren. Dieser Dialog zwischen Aufnahme- und Regieraum kommt besonders bei der DVD gut zur Geltung. „I just want to tell you, that I will produce you“

Für die erste Scheibe gilt festzuhalten: Das Augenmerk liegt klar auf dem Schaffen innerhalb der Paul Butterfield Band, als Studiomusiker für Bob Dylan bei dessen Meilenstein „Highway 61 Revisited“ sowie Bloomfields eigener Band „Electric Flag“.

Die CD liefert einige Interviews von Bloomfield. Man erfährt Hintergründe über die oftmals angespannte Stimmung innerhalb der Paul Butterfield Blues Band und die zum Teil schwierige Zusammenarbeit dieser beiden Alphatiere. Hier versäumt es Produzent Al Kooper auch nicht mit „born in chicago“ einen der besten Titel dieser Formation in die Sammlung mit aufzunehmen.

Kommen wir kurz zu „Highway 61 Revisited“. Dieses Werk hat bereits Eingang in hunderte Rezensionen und Abhandlungen gefunden und soll an dieser Stelle nicht aufgewärmt werden. Die Instrumentalversion „Like a rolling stone“ und ein Alternative Take des „Tombstone Blues“ zeigen jedoch selbst dem glühensten Dylan Jünger: Die involvierten Mitmusiker werden in den Kritiken, mit einigen wenigen Ausnahmen, zu wenig gewürdigt, gleiches gilt für Dylans spätere Mitstreiter, die dann „the Band“ formten.

Die Dylan Session begründete Bloomfields langjährige Freundschaft mit dem damaligen Organisten, Al Kooper, der mit Bloomfield Ende der 60er Jahre erfolgreich andere Band Projekte startete. 1966-67 folgte der Abschied Bloomfields bei der Butterfield Blues Band und die Gründung der ersten eigenen Band „Electric Flag“. Die Sammlung würdigt diesen letzten Abschnitt mit insgesamt 5 Titeln, die DVD liefert einiges an Videomaterial von Electric Flag auf dem Monterey Pop Festival.

„jams“

Die gesammte zweite CD der Box greift die Zusammenarbeit mit Al Kooper im Zuge der beiden gemeinsamen Alben „Super Session“ und „The Live Adventures of Mike Bloomfield and Al Kooper“ auf. Hinzu gesellen sich in durchaus aktzeptabler Audioqualität noch Tracks des Album „Lost Concert Tapes / Fillmore East“. In dieser Phase nimmt die Dauer der Stücke zu und es überwiegen mehr und mehr Improvisationen. Zu unterstreichen ist das Stück „Her Holy Modal Majesty“, welches auf der CD gleich als Studiotake und Liveversion Eingang findet. Im beiliegenden Booklet und auf der DVD Dokumentation geht Kooper auf die Einflüsse modaler Improvisationsansätze aus dem Jazz ein und nennt besonders John Coltrane und McCoy Turner als Vorbilder.

Diese kleine Randnotiz zeigt den Pioniergeist von Bloomfield und Kooper in dieser Zeit. Das Album „Super Session“ erschien 2 Jahre bevor Duane Allmann / Dickey Betts und Greg Allmann diesen Weg einschlugen ( Album „Idlewild South“ / „In Memory of Elizabeth Reed“)

„last licks / DVD“

Die Bezeichnung der dritten CD ist ein wenig irreführend, rund die Hälfte dieser Aufnahmen stammt aus den Jahren 1968 und 1969. Besonders hervorzuheben ist die Liveaufnahme mit Muddy Waters „can't loose what you ain't never had“ vom Album „Fathers and Sons“ und das kurze Intermezzo mit Janis Joplin, direkt nach ihrem Abbgang von der Band Big Brother. Ab 1970 begann dann auch der langsame und tragische Abstieg und Verfall des Michael Bloomfield. Die DVD geht auf diesen Abschnitt durch zahlreiche Interviews diverser Mitstreiter detailliert ein. Wir erfahren, daß Bloomfield im Grund genommen auf Starrummel keine Lust hatte und viel lieber in kleinen Clubs musizierte. Starke Drogenabhängigkeit und die Schlafkrankheit Insomania setzten der Gesundheit von Bloomfield stark zu, Mitmusiker versetzte er bei fest vereinbarten Konzerten durch Nichterscheinen.

Im Februar 1981 erlag Bloomfield einer Überdosis Heroin.

Die DVD liefert rund 45 Minuten Video und Fotomaterial. Die DVD ergänzt die Audioaufnahmen wunderbar und geht darüber hinaus auch chronologisch vor, zusätzlich erhält man ein wirklich liebevolles produziertes Booklet mit vielen Fotos und Zusatzinformationen.

Fazit:
Bloomfield war mit Paul Butterfield der erste weiße Musiker in den USA, der schwarzen Blues spielte und von schwarzen Mitmusikern voll aktzeptiert und geschätzt wurde. Er erweiterte das vorwiegend pentatonische Skalenmaterial bzw. Notenmaterial des Blues durch modale Improvisationsansätze aus dem Jazz und beeinflusste dadurch nachhaltig Strömungen im Bereich des Jazz Rock und Fusion. Eric Clapton hatte 1968 sicherlich gute Gründe für seine Antwort, wer ihn persönlich am meisten beeinflusst „The first one is Michael Bloomfield“. Die vorliegende Sammlung verzichtet größtenteils auf bisher unbekannte Archivschätze in grausiger Aufnahmequalität, die wirklich „neuen“ Aufnahmen stellen vielleicht ein Viertel des Audiomateriales dar und diese Aufnahmen sind von einer guten Aufnahmequalität. Höchstnote für diese Box
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 25, 2014 7:17 AM CET


Play All Night: Live at The Beacon Theater 1992
Play All Night: Live at The Beacon Theater 1992
Preis: EUR 9,99

52 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Archivschatz und Pflichtkauf für Allman Brothers Fans, 14. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mittlerweile existieren zahlreiche offizielle Live Alben der Allman Brothers und darüber hinaus eine große Anzahl an Bootlegs. Glaubt man den mehrfach getätigten Aussagen der momentanen Gitarristen Warren Haynes und Derek Trucks dürfte sich das letzte Kapitel des Allmans bald schließen. Ob es Bandleader Gregg Allman gelingt noch einmal zwei derart versierte Gitarristen zu engagieren darf bezweifelt werden. Allman steuert stramm auf die 70 zu und dürfte sich freuen, daß er trotz zahlreicher dunkler Momente in seiner Karriere dieses Jubiläum erlebt. Zugleich muss ich diesem Bandleader testieren, daß er trotz diverser Schicksalschläge durch Neu- und Umbesetzungen die Band zusammengehalten hat und wieder auf ein Spitzenniveau führte.

Das vorliegende Album wurde März 1992 im Beacon Theatre in New York aufgenommen und die beiden Gitarren bedienten in dieser Zeit Warren Haynes und Dickey Betts. Haynes war bereits fest bei den Allmans integriert und ergänzt Betts bei den Gitarrenläufen ganz wunderbar. Die Personalie Duane Allman will ich bewusst nicht nennen oder gar Vergleiche bemühen. Für mich persönlich ist Haynes ein hervorragender Gitarrist, der auch Slide sehr gekonnt vorträgt und auch am Gesang einiges zu bieten hat.

Der Mitschnitt liefert eine Zusammenfassungen von zwei Shows und bekannte Songs bzw. Interpretationen der Band finden wir auf der Setlist. Warren Haynes liefert beim Gassenhauer Hoochie Coochie Man eine formidable Slide Gitarre UND sehr gute Gesangsarbeit ab. „In Memory Of Elizabeth Reed“ glänzt wie bei der „Überversion“ der „at Fillmore East 1971“ Aufnahme mit perfekten Gitarrenlinien und perkussiven Breaks wie Tempiwechsel der Rhtytmusgruppe.

Möglicherweise hat ein Brite, der Anfang 1992 für den Sender MTV eine Aufnahme mit rein akustischen Titeln auflegte, etwas Einfluss auf die Art des Vortrages mancher Lieder an diesem Abend genommen. Hochgradig erfreute mich der Sachverhalt daß die Allmans einen reinen Akustikset in das Repertoire einarbeiten (Seven Turns , Midnight Rider sowie Robert Johnson's Come on in my kitchen).

Für den ausgewiesen Fan der Allman Brothers hat das „neue“ Album einen verdienten Platz neben der Referenz(live)aufnahme aus dem Jahre 1971. Mittlerweile hat „at Fillmore East“ diverse Neuabmischungen durchlaufen aber komplett kann die Physik die Tontechnik der frühen 70er Jahre nicht verdrängen bzw. überlisten. Rund 20 Jahre später lieferte uns die Tontechnik andere, ich will nicht sagen „bessere“ Möglichkeiten, für das Abmischen und die spätere Wiedergabe. Erwähnen möchte an dieser Stelle die Personalie, daß der Kultproduzent Tom Dowd an diesem Abend die Mischregler im Beacon Theatre bediente.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 2, 2014 8:06 PM CET


Ain't Got No Troubles
Ain't Got No Troubles
Preis: EUR 16,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen mit diesem Album definitiv "no troubles", 5. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ain't Got No Troubles (Audio CD)
Mit „Ain't got no troubles“ legt die amerikanische Pianisten und Sängerin ihr drittes Album auf. Die mehrfache WC Handy / Blues Award Gewinnerin ist in Europa nicht sehr bekannt. Mit dem bereits 2011 erschienen Album ist ihr eine rundum gelungene Produktion gelungen.

Die 12 Titel des Albums, vorwiegend eigene Kompositionen sind stilistisch der Musik des tiefen Süden der USA zuzuordnen. Wer Dr. John und Allen Touissant schätzt wird mit sich mit Brents Stil schnell anfreunden können. Eden Brents Combo agiert im Quartett, bei einigen Stücken gesellen sich Bläser hinzu. Bei Stücken MIT Gesangsarbeit spielt Brent extrem song- wie banddienlich, bei den zwei Instrumentals liefert sie einen eindrucksvollen Qualitätsnachweis am Klavier.

Gefallen findet man bei genauerem Hinhören ihrer Texte, welche herrlich zynisch über das Zwischenmenschliche („in love with your wallet“) klagen und richten.

Einige Kritiker sehen Ihre Gesangsarbeit in der Nähe der (unerreichten) Janis Joplin. Diese Einschätzung teile ich überhaupt nicht, die Stimme von Eden Brent dürfte vielleich 2 Oktaven abdecken und explosionartige Ausbrüche habe ich auf keinem Stück des Albums vernehmen können. Wem mittlerweile Diana Krall zu kommerziell und berechnenbar ist wird mit Eden Brent sehr glücklich.


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