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Rezensionen verfasst von
Tommiee (Hamburg)

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Sony BDP-S6500 Blu-ray Player mit Super Quick Start, 3D, verbessertem Super WiFi und 4K Upscaling schwarz
Sony BDP-S6500 Blu-ray Player mit Super Quick Start, 3D, verbessertem Super WiFi und 4K Upscaling schwarz
Preis: EUR 99,99

22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Abseits der Bluray-Wiedergabe eine Enttäuschung, 25. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Über die hervorragenden Eigenschaften als Bluray-Spieler in Bezug auf Bildqualität und Lautstärke wurde hinreichend geschrieben, weswegen sich die Rezension an diejenigen richtet, die das Gerät auch als "smart-TV" nutzen wollen. Hier gibt es deutliche Nachteile, aufgrund derer ich das Gerät auch zurückschicken werde:

* "Super WiFi"
Es bleibt ein Geheimnis von Sony, weswegen diesem Gerät ein solches Attribut zu eigen wird. Aus unserer Vielzahl von WiFi-fähigen Produkten im Haushalt hat keines einen auch nur annähernd so schlechten Empfang wie der S6500. Eine zuverlässige Datenübertragung ist bei VoD praktisch nicht herstellbar.

*Apps
Es bleibt ebenfalls im Verborgenen, weswegen zum Beispiel die Amazon Prime App bei jedem Start einen umfangreichen Initialisierungsprozess mit mehrstufigen Downloads durchlaufen muss. Das kann selbst mein über 4 Jahre alter TV deutlich besser und schneller.

* Wiedergabe ab letztem Stopp
Diese Standardfunktion, die jeder Tchibo-Spieler beherrscht, funktioniert ebenfalls nicht. Die Anleitung verweist hierbei nur darauf, dass z.B. das Ausschalten des Gerätes (!!!) oder das Wechseln der DVD/Bluray (!!) dazu führen kann, dass man wieder "von vorne" anfangen muss.

* Bildqualität DVD
Diese ist erstaunlich schlecht. Das Upscaling meiner PS3 macht hier einen deutlich besseren Job - insbesondere der Helligkeitswechseln innerhalb einer einzelnen Einstellung ist, neben erkennbarer Treppenbildung, mehr als nervig.

Wie man ein Gerät - auch noch als Top-Player - auf den Markt bringen kann, das eine solche Anzahl schwerwiegender Schwachstellen beinhaltet, ist für mich nicht nachvollziehbar. Zudem ich bislang durchaus ein Fan der Marke bin.

Fazit:
Du willst eigentlich nur Blurays schauen und diese auch von Anfang bis Ende bzw. immer kapitelweise? Dann ist das ein tolles Gerät. Du willst auch DVDs sehen, du unterbrichst deine Wiedergabe auch schon einmal mittendrin und bist ein Fan von VoD-Apps auf deinem Player? Dann lass lieber die Finger davon. Ich werde jetzt meine eigentlich eingemottete PS3 reaktivieren - bis auf die Lautstärke kann die alles besser als der S6500.


Kein Titel verfügbar

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nicht einsetzbarer China-Klon, 25. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das hat man davon, wenn man an der falschen Stelle sparen will.

Im Design dem Original mehr als nachempfunden und auch von ordentlicher Optik, aber aufgrund einer absurd starken und nicht nachlassenden Ausdünstung von Chemikalien nicht im Haus zu verwenden.

Bereits das verpackte Objekt verströmt einen starken und unangenehmen Geruch, nach Entfernen der Folie konnte ich damit sogar im Freien ein recht großes "Geruchsfeld" aufbauen. An eine Verwendung als Halter für hochwertige Kopfhörer ist in gar keinem Fall zu denken.

Da auch mehrtägiges Auslüften oder eine vorsichtige Oberflächenreinigung nicht den geringsten Effekt zeigen (analog zu den Erfahrungen anderer Rezensenten), geht diese China-Ware wieder zurück und wird durch das (doppelt so teure) Original ersetzt.

Schade eigentlich.


Sony HAP-S1 Harddisc Player HiFi Audio Player
Sony HAP-S1 Harddisc Player HiFi Audio Player
Preis: EUR 829,24

18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein tolles Gerät - wenn man kleine Lautsprecher antreibt, 3. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Sony HAP-S1 hat auf dem Papier alle Erwartungen erfüllt, die ich an ein Gerät für den Übergang in das hochwertige, dateibasierte Audiozeitalter gestellt habe:

* Kompatibel mit den wichtigsten HighRes-Audio-Formaten
* WiFi-unabhängig dank eigener HDD
* Hervorragendes Bedienkonzept (sowohl am Gerät als auch über die App)
* Exzellentes Design, welches Modernität mit klassischen Zitaten sehr gekonnt vereint
* Extrem wertige Verarbeitung
* Guter Kopfhörerausgang
* Gute Testergebnisse natürlich auch bezogen auf den Hörtest

Bis auf den letzten und leider wichtigsten Punkt wurden meine Erwartungen ge- oder übertroffen. Sony hat hier in der Tat ein kleines Meisterwerk zusammengestellt, welches allerdings in einem Punkt versagt.

Der Klang an anspruchsvollen Lautsprechern (ich habe die Quadral Aurum 970, die nicht einmal als besonders hungrig gelten) ist nur unzureichend. Zwar ist die Abbildung, Räumlichkeit und Bühne gut, einzelne Stimmen oder Instrumente werden allerdings nicht mehr sauber herausgearbeitet. Und während auf niedrigen Lautstärken schlicht der Druck und die Differenzierung fehlt, wird der Klang bei höheren Lautstärken etwas matschig - Bässe verlieren jegliche Trockenheit, die oberen Mitten fangen an sich zu überschlagen.

Da ich das Gerät wirklich haben wollte, habe ich mir die Zeit für umfangreiche Vergleiche (z.B. FLAC vs CD, aber auch Sony vs meinen alten Nakamichi IA3 Verstärker mit CDs) genommen in der Hoffnung, vielleicht nur etwas überzuinterpretieren. Das Ergebnis war leider eindeutig: der HAP-S1 kann keine größeren Boxen antreiben in einer Qualität, die den Daten und dem Prozessor gerecht würde.

Ohne es ausprobiert zu haben würde ich annehmen, dass das Gerät für Boxen mit einem geringen Leistungsbedarf wirklich fantastisch ist. Als high-endige All-in-One-Lösung kann es aber in einer anspruchsvollen Kette nicht überzeugen. Sollte Sony in absehbarer Zukunft einen HAP mit potentem Verstärkerteil auf die Beine stellen, wäre ich aber sofort wieder dabei.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 20, 2014 3:02 PM MEST


Wenger Schweizer Offiziersmesser Giant Messer, mit Schatulle
Wenger Schweizer Offiziersmesser Giant Messer, mit Schatulle

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Achtung: Ionenkanone defekt! Sonst gut!, 21. April 2012
Seit einigen Wochen sind wir stolze Besitzer dieses Taschenmessers, wobei man sich in Deutschland "ohne" inzwischen ja fast nackt vorkommt.

Alles in allem sind wir zufrieden, insbesondere die Kinder freuen sich über die eingebaute Schokoladenfabrik. Meine Frau sehe ich derzeit recht wenig, da sie viel Freude daran hat, den integrierten Louvre zu besuchen - weshalb der aber Montags geschlossen ist, erschliesst sich mir nicht, hat vielleicht etwas mit den Schweizer Gewerkschaften zu tun? Ein Wort noch zum Louvre, da viele meiner Bekannten hier Probleme hatten: er befindet sich genau 60 Meter hinter dem Korkenzieher, also bitte nicht mit dem Pergamon-Museum verwechseln, welches 20 Meter vor dem Korkenzieher ist!

Nur zur Downside: da ich immer noch eine gewisse Sorge bezüglich einer außerirdischen Invasion habe, war ich natürlich von der integrierten Ionenkanone begeistert! Aber was ist das: die Kanone hat einen Energiebedarf von 60 Terawatt pro Schuss, während der eingebaute Kaltfusionsreaktor nur 40 Terawatt pro Tag zur Verfügung stellt?!? Auch in Kopplung mit den Induktionssolarkollektoren kommt man nicht auf die nötige Leistung und ein Fach für handelsübliche Batterien habe ich bislang nicht finden können. Wie kann so ein Lapsus passieren? Wenger hat hier ein Firmwareupdate angekündigt, welches den Energiebedarf der Kanone senkt - bis dahin hoffe ich, dass die Gatling-Gun einigermaßen ausreicht (vielleicht kommen nur kleine Außerirdische).

Was bleibt sonst noch zu sagen? Wir alle sind mit der Nagelfeile sehr zufrieden, so dass das Artikel alles in allem seine 4 Sterne wert ist.


Diamond Mine
Diamond Mine
Preis: EUR 14,99

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk, Juwel, Kleinod..., 1. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Diamond Mine (Audio CD)
Selten habe ich so wenig Zeit benötigt, um 5 Sterne zu vergeben.

Und selten hat es ein Album geschafft, mich in seinen nicht einmal 35 Minuten Spielzeit für gefühlte Stunden aus dem Alltag zu holen. Die sparsamen Instrumentierungen, eine einmalige Stimme, wunderbare Arragements mit atmosphärischen Umgebungsgeräuschen und Gesprächsfetzen, perfekt und reduziert eingesetzte Drums, einfache Riffs und schlicht-schöne Harmonien - das Ganze auch noch hervorragend produziert. Seit "Goodnight" von William Fitzsimmons hat mich keine Neuentdeckung mehr so begeistert. Perfekt für den Herbst oder Tage, die wie der Herbst sein sollten...


Mass Effect 2 (uncut)
Mass Effect 2 (uncut)

20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mitklick-Film für Konsolenspieler, 2. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Mass Effect 2 (uncut) (Computerspiel)
Bereits die Überschrift macht deutlich, dass Mass Effect 2 für mich eine Enttäuschung ist, allerdings zeigt mir ein Blick auf die Rezensionsübersicht, dass das eher eine Minderheitenposition ist - sei es drum.

Nur einige Monate, nachdem ich das grandiose Dragon Age: Origins gespielt habe, quäle ich mich durch das aktuelle Machwerk von Bioware. Natürlich spricht alleine die Tatsache, dass ich das Spiel noch spiele und auch zu Ende spielen werde dafür, dass Mass Effect 2 kein schlechtes Spiel ist, aber es ist weit weg von dem, was ich von einem Rollenspiel oder einem Bioware-Action-Rollenspiel erwartet hätte. Ich möchte auf die guten Dinge nicht weiter eingehen (das wurde hier bereits ausführlich getan), sondern die Aspekte aufführen, die das Spiel für mich zur Enttäuschung haben werden lassen und die sich auf einen einfachen Nenner bringen lassen: gemacht für Konsoleros.

Die Story:
Ganz böse Außerirdische beauftragen böse Außerirdische mit der Entführung der Bewohner menschlicher Kolonien und keinen kümmert es, außer einer obskuren Organisation, die den Helden des Spiels aufwändig wiederbelebt hat und dabei sicher ihr eigenes Süppchen kocht. Das ist nicht spektakulär aber absolut solide. Nach 20 Spielstunden hat es in diesem Rahmen aber noch keine Überraschungen gegeben und auch die Hauptfigur und ihre Mitstreiter bleiben seltsam farblos, was v.a. daran liegt, dass deren Hintergründe irgendwie nach Füllmaterial schmecken und nicht nach richtigen Lebensläufen - hier hat mir Dragon Age um Welten besser gefallen. Es gibt einen Riesenanteil an Gesprächen oder Personen, die vollkommen überflüssig sind und auch nicht dabei helfen, tiefer in die Welt einzutauchen. Einen großen Anteil daran hat sicher das meines Erachtens versiebte Dialogsystem und auch das Missionsdesign selbst.

Missionsdesign:
Wer seit Baldurs Gate mit Spielen von Bioware vertraut ist, hat hier die höchsten Ansprüche. Und wird enttäuscht wie selten zuvor: Auf Planeten landen, jemanden finden und ansprechen, sich durch Gegnerhorden ballern, zum Auftraggeber zurückkehren, wieder aufs Schiff zurück, dort immer alle Leute abklappern und dann ab zum nächsten Planeten. Im Prinzip ist es das und das lässt sich auch nicht dadurch kaschieren, dass die NPCs verschiedenen Rassen angehören oder wir mal durch den Wald und mal durch eine Raumstation laufen. Nebenbei gibt es noch das wirklich unsägliche "Scannen von Planeten" nach Rohstoffen oder versteckten Nebenmissionen (Landen, Ballern, zurück aufs Schiff), bei dem man grenzdebil seine Maus übers Pad schiebt und hofft, dass ein schnelles Fiepen den Fund von Ressourcen anzeigt.

Leveldesign:
Ultra-linear, artifiziell, steril. Offenbar um Konsolenspieler weder technisch noch inhaltlich zu überfordern, bewegt man sich und sein Team auf eng begrenzten Pfaden durch Gegenden und Räume, in denen weniger rumliegt als im Reinraum bei Intel. Diese wirklich komplette Sterilität aller Settings ist zusammen mit einer im Gegensatz zu Dragon Age jederzeit spürbaren Freiheitsbegrenzung ein gigantischer Atmosphäre-Killer. Erschwerend kommt ein häufig "unlogisches" Leveldesign dazu wie man es von Shootern aus den 90ern kennt, wo grundlos Horden von Gegnern in kleinen Räumen ohne erkennbaren Zweck herumstehen und nur darauf warten, dass jemand zum Erschießen vorbeikommt. Damit auch dem uninteressiertesten Spieler nichts entgeht, werden zudem Dinge, die für den Spieler nützlich sind (Munition, Computerterminals, Türen (!), ansprechbare Personen), gehighlightet. So kann ich mich am Eingang eines Raumes einfach hinstellen, mich einmal im Kreis drehen und weiß alles über das Areal, was ich wissen muss. Ein Todesstoß für den letzten Rest des Entdeckerdrangs.

Dialogsystem:
Das Dialogsystem offenbart sich als weiterer Sargnagel am echten Rollenspiel-Gefühl, trotz der exzellenten Vertonung mit sehr guten Sprechern. Prinzipiell klicke ich mich einfach durch alle Antwortmöglichkeiten, wobei nur nicht die Reihenfolge eine untergeordnete Rolle spielt, sondern zudem auch abgeschlossene Themen weiterhin stehen bleiben. Gefällt mir also eine Gesprächssequenz sehr gut, kann ich sie einfach immer wieder anklicken und genießen... Um den Spieler zudem bei Entscheidungen, die Einfluss auf seine Gesinnung haben, nicht zu überfordern, sind die entsprechenden Antworten farblich unterlegt - somit kann ich also einfach immer die blauen Antworten wählen und muss mir nicht "mühsam" überlegen, was wohl mein Charakter sagen würde, wenn er eher der rechtschaffende Typ ist. Adieu, Rollenidentifikation.

Kampfsystem:
Hier merkt man endgültig, dass man einen Titel in der Hand hält, welcher auf die Bedürfnisse von Konsolenspielern zugeschnitten ist. Da die dort üblichen Controller es bezüglich der Steuerung mit der klassischen Maus-Tastatur-Kombi keinesfalls aufnehmen können, hat man das nervige Deckungssystem (welches in immer mehr Spielen vorkommt) perfektioniert, mit welchem man sich nur noch ein immer leicht zu findendes Kistchen sucht, einmal drückt um in Deckung zu gehen und von da an nur noch mit der Maus zielen muss. Im Prinzip ist das nicht mehr als ein leicht verbessertes Moorhuhn. Die mangelnde Action wird dabei noch von ebenfalls mangelnder taktischer Tiefe flankiert - die verschiedenen Waffen und ein paar Talente sorgen zwar für etwas Abwechslung, sind aber auch hier nicht ansatzweise mit Dragon Age vergleichbar, welches dort meines Erachtens wegweisend war. Und eben leider auch nicht mit Half-Life 2...

Charakterentwicklung:
Während die optische Erstellung der Hauptfigur mit ihren vielen Möglichkeiten wirklich Spaß macht (meine Frau war überrascht, dass "ich" in einem Computerspiel mitspiele), ist der Rest überschaubar. Ein paar Talente lassen sich mit einem simplen Punktesystem auffüllen, thats it. Am meisten Spaß macht es da, sich für das Aquarium seines Quartiers ein paar hübsche Fische zu kaufen...

Fazit:
Mass Effect 2 ist sicher ein gutes Spiel, nur leider überhaupt nicht das, was ich erwartet hatte. Story und Missionen, Charaktere und die Welt sind zwar film-artig inszeniert, aber dabei seicht und ohne echtes Identifikationspotenzial. Für ein gutes Actionspiel mit viel Handlung ist der Shooter-Teil - zumindest für Spieler, die schon mehrere Jahre am PC gespielt haben - viel zu öde. Ich habe inzwischen sogar den Schwierigkeitsgrad wieder runtergeregelt und zwar nicht, weil das Spiel zu schwer wurde, sondern weil die Kämpfe so wenig Spaß machen, dass ich sie möglichst schnell hinter mich bringen wollte.
Insgesamt atmet das Spiel die Optimierung auf Konsolen-Publikum aus jeder Pore und gleichwohl das aus den wirtschaftlichen Zwängen der Publisher heraus nachvollziehbar ist, macht es aus jedem Spiel am Ende ein reines Casual-Game. Wer also auf atmosphärisch dichte Rollenspiele steht, ist mit Dragon Age sicher weitaus besser bedient. Und wer zum Schießen ins Weltall will, sollte mal einen Blick auf das geniale Dead Space werfen.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 2, 2012 12:28 PM MEST


Grey Oceans
Grey Oceans
Preis: EUR 16,99

22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dreimal Kompliment, 9. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Grey Oceans (Audio CD)
Das erste Kompliment bezieht sich darauf, wie schwer es einem diese CD macht, sie zu kaufen. Ohne Übertreibung lässt sich sagen, dass die Covergestaltung zum Schlimmsten zählt, das jemals den Weg ins Plattenregal geschafft hat. Das Auf-die-Spitze-Treiben dieser ästhetischen Körperverletzung ist allerdings von so wunderbarer Konsequenz, dass sie schon wieder ironischer Ausdruck der künstlerischen Unabhängigkeit ist. Kompliment!

Das zweite Kompliment bezieht sich, natürlich, auf die Musik. Nur wenige Platten haben es geschafft, mich beim ersten Hören dermaßen zu fesseln - vielleicht Antony Hegarty, Vic Chesnut, einiges von Sigur Ros, Burial. Eine "tour de farce" und "tour de force" der Extraklasse, welche man, soviel Vorurteil darf sein, nicht unbedingt von Amerikanern erwarten müsste - hier ist der Pariser Eindruck aus dem Lebenslauf der Schwestern deutlich spürbar. Ganz einzigartige Klangkulissen, welche Electro, Folk, Oper und sogar etwas Pop vereinen, verschmelzen zu teils skurrilen Arragements, die aber immer, sowohl in den ruhigen wie den schnelleren Passagen, eingängig sind. Gerade dieser Verzicht auf pseudo-intellektuelle Unzugänglichkeit und das Bekenntnis zu schönen Harmonien ist ein großer Verdienst, denn er macht das Album stets hörbar. Kompliment!

Das dritte Kompliment bezieht sich auf die Produktion. Was hier auf einer guten Anlage aus den Boxen kommt, ist von analytischer Genauigkeit und einer Hyper-Natürlichkeit, wie sie sonst die Produktionen von Damien Rice auszeichnet. Da sitzt jeder Ton und der Druck ist selbst bei leisen Lautstärken hervorragend, großer Hörgenuss, Kompliment!

Alles in allem ein Alben für Kopf, Herz und Bauch gleichermaßen. Strong buy.


Hymn to the Immortal Wind
Hymn to the Immortal Wind

8 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Winnetou meets Mariacron, 3. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Hymn to the Immortal Wind (Audio CD)
Hohe Erwartungen, tief gefallen.

Als großer Fan gemeinhin als Post-Rock definierter Bands wie Sigur Ros, Mogwai, Godspeed You! Black Emperor oder Olafur Arnalds war ich gespannt, mein erstes Album der als Propheten des Genres gefeierten Japaner zu hören.

Und dann das.

Songs, die nicht melancholisch, sondern totlangweilig sind. Klavierlinien, die Richard Clayderman vor dem geistigen Auge erscheinen lassen. "Epische" Streicherarrangements, zu denen die 80er-Jahre-Sonne der Mariacron-Werbung untergeht und sich Winnetou und Old Shatterhand ganz tief in die Augen schauen. Harmonien, die nicht reduziert, sondern in ihren endlosen Wiederholungen einfach nur einfach sind. Und nicht zu vergessen: die "Romantik" der Balalaika oder eines ähnlich grausamen Instruments (man will es gar nicht genauer wissen)...

Ich lasse mich gerne auf Musik ein und nehme mir Zeit zum auch wiederholten Hören, aber bei dieser Platte war es mir unmöglich, die Sammlung kitschig-öder Songs bis zum Ende zu hören.

Offenbar ist mir Island näher als Japan - schnell also wieder eine der großartigen Platten von Sigur Ros in den Player.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 7, 2014 11:41 AM MEST


Med Sud I Eyrum Vid Spilum Endalust
Med Sud I Eyrum Vid Spilum Endalust
Preis: EUR 7,99

38 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Essenz von Musik, 24. Januar 2009
Es bedarf nur einer kurzen Online-Recherche um zu erkennen, dass die Jungs von Sigur Ros von ihren Fans geradezu prophetisch verehrt werden. Daher wage ich kaum zu sagen, dass ich über den Trailer zum Computerspiel 'Dead Space' zum ersten Mal mit dieser Band in Kontakt gekommen bin. Ich habe mir auf einen Schlag drei Alben gekauft, von denen 'Med sud i eyrum vid spilum endalaust' mit Sicherheit das Eingängigste ist ' eingefleischte Fans mögen das als Nachteil empfinden, ich finde das gut.

Wenn man die Frage, ob es sich hierbei um Post-Rock, Art-Alternative oder ' böses Wort ' Weltmusik handelt, einmal beiseite lässt, eröffnet sich dem Hörer hier die Seele der Musik. Es war mir während des Hörens dieser Platte (und den anderen) vollkommen unmöglich, irgendetwas nebenbei zu machen. Ein Buch lesen? Keine Chance. Sich unterhalten? Erst recht nicht. Das Zimmer aufräumen? Nicht mal das. Man sitzt einfach da und wundert sich, weswegen man gerade lächelt (beim optimistisch treibenden 'Inne mer syuqur vitteysingur') oder plötzlich Tränen in den Augen hat (beim sich von melancholischer Kammermusik zu epischem Orchestralwerk steigernden 'Ara batur'). Die Verwendung der isländischen Sprache addiert zudem einen sehr intensiven Hauch Mystik, weil man immer glaubt, nur ganz kurz vom Verstehen einer Ursprache entfernt zu sein. Durch den charakteristischen Falsett-Gesang von Jonsi Birgisson versteht man aber selbst beim offensichtlich englischen 'All alright' kein Wort.

Wer nach den guten, aber eingängigen musikalischen Trends der letzten Jahre wieder einmal erleben möchte, wie zentral Musik den Seelenzustand beeinflusst, dem seien Sigur Ros absolut ans Herz gelegt. Die vorliegende CD ist hierbei der perfekte Einstieg in eine Musikwelt, bei der fast jeder Song unwillkürlich eine Reihe von Bildern im Kopf entstehen lässt ' gute Lautsprecher mit freundlichen Nachbarn oder ein guter Kopfhörer vorausgesetzt.

Ein beeindruckendes Werk. Strong buy.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 1, 2016 3:10 PM MEST


Dead Space
Dead Space

20 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das bessere Bioshock, 8. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Dead Space (Computerspiel)
Relativ still, leise und heimlich hat EA mit DEAD SPACE eines der besten Spiele 2008 abgeliefert.

Nach einem Jahr mit fast schon absurd vielen Enttäuschungen, die von unspielbar verbuggten Titeln (Stalker CS, Gothic 3 GD), dem Vergessen von Spielspaß (Far Cry 2) bis hin zu unerträglicher Kundengängelei (Spore, GTA IV) reichten, ist DEAD SPACE ein echter Lichtblick: gute, stimmige Grafik, die auch auf betagten Systemen eine gute Performance erzielt, eine packenden Inszenierung mit tollem Storytelling, eine angemessene Spielzeit und saubere Programmierung ohne Bugs.

Der Spieler schlüpft in die Rolle eines, na ja Elekrotechnikers, der mit ein paar Kollegen einen Schadensfall auf der U.S.G. Ishimura, einem riesigen Raumschiff zum Zerstören und Verarbeiten von Planeten reparieren soll. Auf diesem Schiff ist auch die Freundin des Protagonisten stationiert, die eine etwas beunruhigende Nachricht abgesendet hat, bevor wir mit unserem Team auf der Ishimura landen.

Das Spiel beginnt mit dem Anflug der Wartungs-Crew und selbst diese, eigentlich friedliche Sequenz ist bereits packend. Nach wenigen Minuten des Spiels ist es mit dem Frieden dann vorbei, das Packende bleibt aber bis zum Schluss. DEAD SPACE bedient sich während seines Spielverlaufs so ziemlich aller Klischees des Weltraum-Horros (von ALIENS über Event Horizon bis hin zu Anleihen bei Odyssee 2001), inszeniert diese aber mit einer Dramatik, die den Spieler auf der einen Seite vor dem Monitor fesselt (was passiert als nächstes, was ist im nächsten Raum?), ihm auf der anderen Seite aber auch fast Angst vor dem Weiterspielen macht.

Der große Verdienst von DEAD SPACE ist dabei das Kreieren einer glaubwürdigen Umgebung. Als Spieler Mitte 30 nervt mich nichts mehr, als schlecht erzählte Geschichten (ich spiele nicht zum Aggressionsabbau oder aus Langeweile, sondern weil ich mich gut unterhalten möchte und das aktiver als beim Lesen oder Fernsehen) oder ein Leveldesign, welches nicht der Handlung und dem Setting folgt, sondern der Grafik-Engine. Dieses war für mich einer der größten Schwachpunkte von BIOSHOCK, von welchem ich leider ein bisschen enttäuscht war (fast als Einziger, ich weiss): hier hatte man an vielen Stellen eben nicht das Gefühl, sich durch eine Stadt auf dem Meeresgrund zu bewegen, die der Vision eines irgendwie Verrückten entsprach (alleine die Besiedelung über offenbar eine einzige Tauchkugel mit Platz für 2 Leute mit Gepäck...). Bei DEAD SPACE hingegen sehen die Level so aus, wie man es von den entsprechenden Bereichen eines solchen Raumschiffes erwarten würde. Dieses trägt einen Großteil zum tiefen Eintauchen in die Geschichte bei, ebenso wie die liebevoll designten Gegnertypen oder die hervorragend umgesetzte Schwerelosigkeit, die nicht nur die entstehende Orientierungslosigkeit sauber vermittelt, sondern auch z.B. Geräusche auf fast Null dämpft (weswegen man Gegner tatsächlich sehen muss und nicht angreifen hört) oder den Einsatz des Flammenwerfers unmöglich macht (da eben kein Sauerstoff vorhanden ist). Und dann wären da noch Sound und Musik, die dezent aber sehr wirklungsvoll die Stimmung des Spielers beeinflussen.

Über das eigentliche Spielprinzip wurde schon genug geschrieben. In einer Mischung aus 1st- und 3rd-Person-Perspektive bewegt man sich ohne störende Bildschirmanzeigen durch eine Welt voller geskripteter Sequenzen. Die Kämpfe machen aufgrund der verschiedenen und aufrüstfähigen Waffen viel Spaß, allerdings merkt man der Steuerung ihren Konsolen-Background an - für versierte Shooterspieler ist das eine ziemliche Zumutung, die hoffentlich mit dem ersten Patch behoben wird. Der Reiz des Spiels besteht allerdings eh in den fantastischen Leveln, den überraschenden Wendungen und der Handlung, die sich langsam und grauenerregend entwickelt. Die in der Tat heftigen Splattereffekte, die mich nach dem Schauen des Trailers fast vom Kauf abgehalten hätten, fallen nach einiger Zeit nicht mehr wirklich auf (man hätte aber auch locker darauf verzichten können) und die auf der Packung als taktische Zerstückelung beschriebenen Trefferzonen der Gegner geben den Kämpfen tatsächlich eine gewisse taktische Tiefe. Das Spiel hat aber in Kinderhänden überhaupt nichts verloren.

Leider ist auch DEAD SPACE wieder mit dem vollkommen unwirksamen, die ehrlichen Käufer aber mit Schadsoftware belastenden secuROM gesichert. Ich muss gestehen, dass ich das nicht wusste, da ich das Spiel sonst aus prinzipiellen Erwägungen nicht gekauft hätte - und mir ein Stück fantastisches Entertainment vorenthalten hätte.

Alles in allem ist DEAD SPACE für mich die absolute Überraschung dieses Jahres und mein persönliches Highlight. Dafür gibt es dann auch 5 Sterne.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 9, 2010 1:51 AM MEST


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