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Rezensionen verfasst von
doggo-doggo (Westküste)

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Capiz-Windspiel Pepa L100cm
Capiz-Windspiel Pepa L100cm
Wird angeboten von Stöberland_Impressum/AGB/Widerruf
Preis: EUR 12,81

5.0 von 5 Sternen Sehr (leicht) ansprechend., 11. Juni 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Capiz-Windspiel Pepa L100cm (Haushaltswaren)
Optisch ansprechend ist dieses preis-werte Windspiel sowieso.

Das vglw. niedrigschweillige "Losbrechmoment" hat mich allerdings überrascht: Es braucht nur einen Windhauch und die Elemente sprechen mit angenehm zarten Klang an. Was in einem beständigen Luftzug wider Erwarten tatsächlich nerven kann! :-O

Also mehrmals die Position varriert und damit das "Konzert dirigiert" - schon passt es auch klanglich wunderbar.

By the way: Wie ein Aufkleber verrät, kommt dieses Produkt nicht aus China, sondern von den Philippinen.


Hagard: Roman
Hagard: Roman
von Lukas Bärfuss
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Irre gut!, 11. Juni 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hagard: Roman (Gebundene Ausgabe)
Und deutlich besser als erwartet:

An sich fand ich allein schon die Idee verlockend und spannend, einem Mann über die Schulter zu schauen, der - offensichtlich aus einer Laune heraus - im Großstadtdschungel ein paar auffallenden Damenschuhen (mit schlanken, zu einer jungen Frau gehörenden Fesseln darin) folgt. Und mitzuerleben, wie dieser nach und nach vertraute, eingübte Grenzen überschreitet, Termine verbaselt etc., weil er von diesem "Spiel" nicht mehr lassen kann.

Doch der Roman ist viel mehr als spannende Unterhaltung!

Geht er doch - genial: von der Warte eines distanzierten Beobachters aus - außerdem der Frage nach dem Warum (Warum überhaupt so ein "Spiel" starten, warum nicht davon lassen können?) nach... ;-)

Beginnend mit der Frage, WO GENAU Geschehnisse (im Vorfeld) ihren Lauf nehmen, bis wohin sie nach wirken...

Flugs fühlte ich mich mittendrin - einerseits mit Spannung dem Protagonisten bei seiner Verfolgung und seinem daraus resultierenden Verfall folgend, anderseits mit dem Erzähler über das Warum sinnierend. Und dabei in der eigenen Gemütslage heftig schwankend, lädt der Roman nämlich ständig ein, seine eigene Position im Getriebe der Welt, die eigenen Obsessionen und Handlungsmöglichkeiten wie -wahrscheinlichkeiten zu reflektieren.

Was beim Lesen zusammengefasst zu folgendem Effekt führte: Hin- und hergerissen zwischen dem Sog, wissen zu wollen, wie es denn nun weitergeht, der inneren Mahnung, sich Muße für Details und zur Reflektion zu nehmen sowie der unumstößlichen Erkenntnis, dass der "Ausflug" nach knapp 180 Seiten sein Ende gefunden haben wird.

Harmlos vermutlich die Konsequenz, sich bereits beim Lesen von "Hagard" nach weiteren Werken von Lukas Bärfuss umzusehen und "100 Tage" zu bunkern?


Vom Aussteigen und Ankommen: Besuche bei Menschen, die ein einfaches Leben wagen
Vom Aussteigen und Ankommen: Besuche bei Menschen, die ein einfaches Leben wagen
von Jan Grossarth
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gerade TROTZ berechtigter 1Sterne-Bewertungen ein Augenöffner!, 8. Mai 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die 1Sterne-Bewerter haben recht: Die Haltung des Autors fühlt sich eher ablehnend an.

Aber: Genau DAS entspricht in Summe der Haltung der gefrustet und maulend vor sich hintrottenden Masse!

Das Buch hat mir jahrelang gesuchte Antworten gegeben, warum das eigentlich so ist:

Wir sind zum Konsum erzogen. Damit und darin fühlen wir uns wohl und sicher. Konformes Verhalten wird mit Einkommen (= Konsummöglichkeiten) belohnt. Einem Konsumverhalten, das - analog zum mantraähnlich vorgetragenen Streben nach immer mehr Wirtschaftswachstum - süchtig machen kann. Der Autor fasst es im Vorwort selbst zusammen: Alle Aussteiger eint, dass sie materiell bescheiden leben (leben müssen).

Wobei ich persönlich mal dahingestellt sein lassen will, ob nun freiwillig oder durch Krankheit ausgestiegen oder z.B. durch Firmenschließung "outgesourct".

Aussteigen heißt also, auf liebgewonnene (Konsum-)Gewohnheiten zu verzichten. Wer will das schon? Und kann zudem noch ziemlich anstrengend sein. :-O

Jetzt kann ich auch endlich die Kollegen verstehen, die lieber Infarkte und Geschwüre in Kauf nahmen statt vom Streben nach mehr (und immer noch mehr) Einkommen abzulassen! Gleichzeitig werde ich Anderslebende, die versuchen, jenseits ausgetretener Pfade neue Wege zu gehen, mit mehr Respekt begegnen. Und ich kann auch durchaus verstehen, dass der Autor es vorzieht, an einer bürgerlichen Existenz festzuhalten.

Ein Wachmacher das Buch. Trotz und vielleicht sogar wegen der offenkundig eher ablehnenden Haltung des Autors.

Fürwahr: Ob Ein- oder Aussteigen - alles hat seinen Preis. ;-)

P.S.: Und hier wie dort neigt Mensch offensichtlich dazu, sich in die eigene Tasche zu lügen und die eigene Haltung für das Nonplusultra zu halten, andere abzuwerten?

Insofern lässt sich in der ablehnenden, teils der Verächtlichkeit nahen Herangehensweise des Autors sogar ein Vorteil sehen: Beweihräucherungen und Beschönigungen bleiben hier sicher aus. Kritischer (distanzierter) lassen sich die jeweiligen Entwürfe kaum beäugen.

= Gelegenheit für den grundsätzlich mit alternativen Ideen sympathisierenden Leser, sich zu reiben. Und so vielleicht für sich letztlich zu substantielleren Schlüssen zu kommen.

Trotzdem (mindestens) einen Punkt Abzug, weil ich schon häufiger den Respekt vor den Menschen, die einen Einblick in ihr Leben und Wirken geben, vermisst habe.


SPEED: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit von Florian Opitz (8. Oktober 2012) Taschenbuch
SPEED: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit von Florian Opitz (8. Oktober 2012) Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Leben heißt (freiwilliger) Verzicht., 28. April 2017
Um es (zeitsparend ;-) ) kurz zu machen:

Das Buch hat mich in wesentlichen persönlichen Analysen, Haltungen und Konsequenzen bestätigt und mir geholfen, diese klarer zu sehen und umzusetzen.

Welcher nachdenkliche Mensch hat sich die Frage noch nicht gestellt: Da sind wir im Vergleich zu den Großeltern mit einem Arsenal von zeitsparenden technischen Helferlein (Waschmaschine, Herd, Auto, PC, Handy etc. pp.) gesegnet - und allenthalben herrschen Hetze und Zeitknappheit?! ;-O

Wie das?

Opitz geht die Frage sowohl gesamtgesellschaftlich als auch individuell an. Seine Ausführungen haben dabei durchaus ihre Längen. Bei genauer Betrachtung hält sich (für den Leser, der selbst schon nachgedacht hat) der Erkenntnisgewinn eher in Grenzen. Aber Opitz bringt die Hintergründe und Möglichkeiten sehr gut auf den Punkt.

Gesamtgesellschaftlich (egal, ob welt-, europa- oder bundesweit) werden wir (in unseren begrenzten Leben) eine Abkehr vom Konkurrenzdenken und (gierigem) Streben nach dem eigenen Vorteil kaum erleben bzw. hier wenig Einfluss haben.

Individuell sieht die Lage allerdings zuversichlicher aus und im Grunde ist der Ansatz ganz einfach:

Das Leben ist - das muss man erst einmal schaffen, sich einzugestehen - endlich, die Zeit begrenzt. Alles hat seinen (keineswegs "nur" monetären) Preis. Wir können nicht alles haben bzw. tun. Wir dürfen (!) und müssen (!) auswählen, uns entscheiden. Und sich für etwas zu entscheiden heißt - wie unpopulär, unbequem und den Verheißungen der Marketingstrategen zuwider laufend :-O - auf etwas anderes zu verzichten.

Im Rahmen der eigenen Ressourcen (Gesundheit, Herkunft, geschichtliches Zeitfenster) kann wirklich jeder sofort damit beginnen, sich im Entscheiden und (freiwilligen) Verzicht zu üben. Sich zu fragen, was einem wirklich wichtig(er) ist. Prioritäten zu setzen. Und die eigenen Begehrlichkeiten (am liebsten ALLE Optionen umsetzen oder zumindestes offen zu halten) zu zähmen.

Beispiel: Kaufreis für Konsumgut x dividiert durch persönlichen Netto-Stundenlohn y = zu leistende Arbeitsstunden.
Frage: Ist es mir diesen (zeitlichen!) Einsatz wirklich wert?

Einen aus dem Buch "Dieser Mensch war ich" gewonnene Erkenntnis möchte ich an dieser Stelle einfügen: Sich gelegentlich bei Entscheidungen und beschrittenen Lebensabschnitten zu fragen, wie man diese wohl vom Standpunkt des Lebensendes aus betrachtet bewerten würde?

Das ändert nichts an unglaublichen sozialen Schieflagen und Ungerechtigkeiten. Aber auch sollte man bedenken, dass derjenige, der die Zeit und das Equipment hat, bei amazon eine Rezension zu tippen bzw. zu lesen, kaum zu den Benachteiligsten auf der Welt gehören dürfte.

Fazit: Trotz Längen lesenswertes Buch. Die Zeit ist gut investiert. Gute Rendite. ;-)


Leinenrambo: Positiv trainieren- entspannt spazieren
Leinenrambo: Positiv trainieren- entspannt spazieren
von Sabrina Reichel
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurz und gut und verständlich. Optional plus Trainingstagebuch., 24. April 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Kritik, das Buch sei zu dünn, kann ich nicht nachvollziehen. Im Gegenteil: Wunderbar, es ist dünn!

Kiloschwere Schinken mit ausschweifenden Theorien habe ich mehr als genug im Regal. Ausschweifende Ausführungen von x TrainerInnen noch im Ohr... ;-O.

Ergebnis: Das (Hunde)Leben läuft so fix, da ist in bzw. unmittelbar vor den Kläffattacken meines Rambos weder Raum noch Zeit, komplexe Theorien zu erinnern bzw. anzuwenden. Und kaum eine Chance, mögliches eigenes Fehlverhalten in der jeweiligen Situation klar zu erkennen und in der nächsten Runde zu minimieren.

Weshalb ich bei der aktuellen Trainerin auch auf KLEINSCHRITTIGES, zielgerichtetes Lernen bestanden habe. Genau diesen Ansatz unterstützt das Buch in übersichtlicher Weise: Kurze, übersichtlich und ansprechend illustrierte Kapitel.

Im Ergebnis weiß ich jetzt, was (warum) zu tun ist. Und was (warum) schief laufen kann im Training. Und klar ist jetzt auch: Mit ein paar Wiederholungen wird es nicht getan sein. Vielmehr beginnt jetzt ein Prozess. Rückschläge inklusive.

Und das Trainigstagebuch, das es für kleines Geld zusätzlich zum Trainigsbuch zu erwerben gibt und das die Notizzettelwirtschaft ersetzt.
Wenn ich bedenke, das für den Preis von beidem so manche "Expertin"/"Experte" gerade mal eine halbe Stunde ziemlich essenz- und wirkungslos schwadroniert hat, eine preis-werte Anschaffung und wirklich einen (vielversprechenden) Versuch wert.

Und zwar im Alltag! Denn was nützt es, wenn der Leinenrambo wohl in vertrauter Umgebung in der vertrauten, viel zu großen Gruppe auf dem Hundeplatz "Sitz" und "Platz" exerzieren, ab Abend aber nicht ohne Krawall am Nachbarshund vorbeikommt?


Deutschland, eine Reise
Deutschland, eine Reise
von Wolfgang Büscher
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,90

4.0 von 5 Sternen Dranbleiben lohnt (dann doch)..., 22. April 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Deutschland, eine Reise (Gebundene Ausgabe)
Nach den ersten Seiten war ich drauf und dran, das Buch gleich kopfschüttelnd weiterzureichen.

Mit hohen, durch durchweg postive Rezensionen genährte, Erwartungen war ich an das Buch herangegangen, wollte ich mit Büscher auf die Reise "rund Deutschland" (schöne Idee!) gehen. Arg schwülstig und fabulierend empfand ich die ersten Seiten. Und die Art, wie er sich der touristischen Infrastruktur (Hotels, Taxi, Flugzeug, Einkehr nach Belieben) bediente, machte auch schnell klar, dass eine solche Unternehmung im sich in Arm und Reich teilenden Deutschland des 21. Jahrhundert allein budgettechnisch eher eher Privilegierten vorbehalten bleiben dürfte.

(Bodenständigere und auch klarer formulierte Gegenbeispiele: "Deutschland umsonst" und "Deutschland umsonst reloaded". Oder auch "34 Tage 33 Nächte".)

Dass ich überhaupt weitergelesen habe, lag zum einem am miesen Wetter (= Lesewetter = o.k., schau ich nochmal rein...) und zum anderen am Inhaltsverzeichnis, dass bereits in den ersten Kapiteln einen Ausflug nach Helgoland in Aussicht stellte. Und obwohl ich selbst schon auf der Insel an Führungen teilgenommen und auch einige über sie gelesen habe, konnte ich bei Büscher einige interessante und spannende Details erfahren und hinzulernen. Für mich ein ganz wesentlicher Punkt, überhaupt und insbesondere Reise- bzw. Erlebnisliteratur zu lesen. Im Unterschied zu den o.g. thematisch passenden Alternativen fällt bei Büscher (durchaus angenehm) auf, dass er wohl subjektiv beobachtet (wie auch sonst? ;-) ), sich selbst dabei aber eher zurücknimmt. Und stattdessen eher den geschichtlichen Rahmen des vergangenen Jahrhunderts reflektiert und dabei nach der Lebenswirklichkeit der Ahnen fahndet.

Abschließen sei erwähnt, dass ich mich, da die Wahl bestand, für die gebundene Version entschieden habe. Diese möchte ich - trotz Fehlen jeglicher Bilder - auch ausdrücklich empfehlen: Ansprechend gestaltet, Lesebändchen dabei. Und - wie praktisch - eine ganzseitige Übersichtskarte mit der Wanderroute. ;-)

(Bei "Deutschland umsonst reloaded" habe ich eine solche schmerzlich vermisst und mir als Behelf auf einer separaten Deutschlandkarte die Route eingezeichnet. Dies mag ein Faible von mir sein, aber so fällt es mir einfach leichter, mich in den jeweiligen Landstrich zu "beamen" und ggf. auch dort selbst gewonnene Eindrücke zu reaktivieren und zur Seite zu stellen.)

"Berlin Moskau" von Wolfgang Büscher wird (in der Hoffnung, dabei den Fußstapfen meiner längst verstorbenen Ahnen zu folgen und der Vorstellung etwas näher zu kommen, was das "Unternehmen Barbarossa" allein geografisch bedeutete) folgen.


Weinkönig Riesling
Weinkönig Riesling
Wird angeboten von ZeitfuerAlkoholfrei
Preis: EUR 8,25

4.0 von 5 Sternen Einer der wenigen guten alkoholfreien Weine, 2. April 2017
Rezension bezieht sich auf: Weinkönig Riesling
Gut = rein subjektiv und in diesem Falle:

Ein alkoholfreier Wein, der klar definiert nach Riesling schmeckt und NICHT den Eindruck aufkommen lässt, hier fehle etwas.

Einziges Manko: Der Preis, zu dem sich noch Portokosten gesellen.

Womit wir nach meiner Einschätzung auch die Gründen für die geringe Verbreitung von alkoholfreien Weinen beisammen hätten:

- Die wenigsten können geschmacklich überzeugen.
- Die Herausarbeitung des Alkohols schlägt auf Arbeitsaufwand und Preis.
- Die geringe Verbreitung im örtlichen Handel führt zu Onlinehandel und zusätzlichen Versandkosten.

Weswegen sich bei mir als Alternative zu den alkoholhaltigen Originalen nach einigem Probieren im Alltag unter Abwägung von Preis-/Leistung gute Fruchtsäfte etabliert haben. Wobei auch diese, will man "Zuckerwasser" umgehen, nicht in jedem Supermarktregal zu finden sind.

Soll es dann und wann ein Riesling ohne Alkohol sein, dann darf es nach etlichen wenig überzeugenden Verkostungen von Alternativen gerne immer wieder mal der hier rezensierte sein.


34 Tage - 33 Nächte: Von Paris nach Berlin zu Fuß und ohne Geld
34 Tage - 33 Nächte: Von Paris nach Berlin zu Fuß und ohne Geld
von Andreas Altmann
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,99

4.0 von 5 Sternen So interessant wie fragwürdig, 2. April 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auf Andreas Altmann wurde ich eher durch Zufall bei Markus Lanz aufmerksam. Auf mich machte der Autor einen eher unsympathischen Eindruck.

Trotzdem: Die Idee, wenngleich im Prinzip nicht neu, ohne Geld auf Wanderschaft zu gehen, lockte mich.

Und tatsächlich: Der lakonische Schreibstil, (selbst-)reflektierte und teils philosophisch angehauchte Beobachtungen sind genau mein Ding. So dass das Buch zog und es Spaß machte, gedanklich mit auf dem Weg zu sein. Insgesamt also empfehlenswert.

Bedenklich stimmt die Erkenntnis, dass auch Altmann, der nicht müde wird, das Spießertum zu geißeln und die (rücksichtlsose?) Freiheit zu preisen, offensichtlich ums Geldverdienen und die Gesetze des Marktes nicht herum kommt? Hatte er doch nach eigenen Angaben bereits vor Tourantritt vom Verlag einen (im Buch nicht bezifferten) Vorschuss erhalten. Letztlich eine Auftragsarbeit also.

Die durchaus unterhält und auch zum Nachdenken anregt. Und mich ab sofort beim Anblick von Bettlern fragen lässt, ob das nun ein Bettler oder ein verkleideter, mit bekömmlichen Auskommen gesegneter Autor auf der Suche nach vermarktbaren Eindrücken ein mag?

Meine Bereitschaft abzugeben, hat sich dabei mit und nach dem Lesen eher erhöht. Der Autor selbst ist mir nicht sympathischer geworden.
Das Buch empfehle ich trotzdem. Sympathischer, wenn auch etwas in die Jahre gekommen: Michael Holzach "Deutschland umsonst".


Wie viel ist genug?: Die Gier und wir
Wie viel ist genug?: Die Gier und wir
von Hans Meister
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

5.0 von 5 Sternen Hart, anklagend - und wohl wahr..., 5. März 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zwar im Grunde in der Sache für jemanden, der sein Hirn und seine Sinne schon eine Weile nutzt, wenig Neues - aber gut gegliedert und illustriert auf den Punkt gebracht und mit griffigen Daten unterfüttert.

Ich persönlich hätte mir zumindest ein paar Zeilen zu den Hintergründen der Entstehung gewünscht.

Leider fehlen auch Lösungansätze zur Gänze. Sieht man mal von der unterschwelligen Aufforderung zum Nachdenken und zum verantwortlichen Handeln (und genau dort, bei mir und meinem Handeln fängt die Lösung heute an...) ab. ;-). Und es gab und gibt sie sicher, die sensibel und nachdenklich Handelnden, die die eigene und offensichtlich dem Menschen innewohnende Gier (Zugegeben: ICH bin gierig!) bei den Hörnern packen.

Welchen Stellenwert diese Kardinalfrage im täglichen Klein-Klein und Tanz ums Goldene Kalb allerdings (nicht) hat, lässt sich allenthalben beobachten. Die Wirksamkeit von Appellen dito. - Ziemlich pessimistische Aussichten also.

Zumal zu befürchten ist, dass das Buch gerade bei denen (mir fallen da adhoc einige in meinem Umfeld ein...), die für sich den größten Erkenntnisgewinn entnehmen könnten, auf wenig Interesse stößt?

Das Buch tut trotzdem gut, belegt es doch, dass es mit den Autoren und dem Verfasser des Vorwortes mindestens drei (weitere) Menschen gibt, die sich Gedanken und auch die Mühe machen, diese aufzubereiten. Plus eine gute Handvoll Rezensenten. Plus "Dunkelziffer" der Mitlesenden?

Und mag das vielleicht (ich hoffe, doch! ;-) ) auch nicht die eine oder andere nächste, ursächlich der ausgelebten menschlichen Gier zuzuschreibende Katastrophe verhindern, so lässt sich notfalls selbst im Pessimismus Optimismus finden: Die Natur wird auch gut ohne den Menschen auskommen. Nehmen wir es also ggf. nicht so persönlich, sollten wir miterleben, wie sich die Menschheit die Lebensgrundlage komplett entzieht. Flur und Fauna werden sich (dazu gibt es interessante Animationen) rasch erholen.

Was absolut keine Ausrede sein soll, sich selbst der Gier und seinem eigenen Handeln zu stellen. Im Gegenteil. Ich persönlich erlebe genau dies übrigens als geradezu lustvoll, weil befreiend. Und - ganz im Sinne der Zeile auf S. 190 - würdevoll.

Quasi: Ich ringe mit meiner Gier, also bin ich?

Danke für das Buch.


Wunder wirken Wunder: Wie Medizin und Magie uns heilen
Wunder wirken Wunder: Wie Medizin und Magie uns heilen
von Dr. med. Eckart von Hirschhausen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ansprechend und gut aufgemacht, Nutzwert (außer für Hirschhausen selbst) fraglich., 3. Februar 2017
Eigentlich wähnte ich mich nach "Die Leber wächst mit ihren Aufgaben" (Comedy eben, gähn...) mit Hirschhausen durch.

Bei einer Nachbarin lag nun dieses "Wunder..." auf dem Tisch. (Nachbarin ganz begeistert davon...)

Ordentlich gebunden, Schutzumschlag, gerade noch handliches Format - das spricht den Bücherfreund schon mal an.
Im Inneren: Übersichtlich gegliedert, bunt aufgemacht, Lesebändchen. Preis/Leistung, verglichen etwa mit den üblichen 10 Euronen für schmucklose Taschenbücher, äußerlich absolut überzeugend.

Überschaubare, auf den ersten Blick wohltuend humorvoll und eben nicht so seicht-albern verfasste Kapitel, die sich mal eben inhalieren lassen und über die sich nachdenken lässt, laden zum Stöbern und zur Beschäftigung mit der Gesunderhaltung ein.

Substantiell ist zu bedenken, das Comedy (ganz allgemein) als Ventilfunktion Missstände evtl. (für einen Moment) erträglicher erscheinen lassen mag. Nur wehe, wenn man ernsthaft krank werden oder sein sollte - dann hat man als Patient trotz Eckart's (letztlich nicht neuer und offensichtlich ungehört verhallender) Kritik am Gesundheitswesen eben mit genau diesem Gesundheitswesen zu tun. Da kann einem das Lachen dann schnell vergehen. Und "Wunder" scheinen dann wahrlich vonnöten. ;-)

Ein Vorrezensent brachte mich auf die Idee, einen Blick auf die Vita Autors zu werfen: Medizinische Ausbildung inklusive Promotion ja, Praxis darüber hinaus vor allem mit Medien... ;-)

Der Praxiswert dürfte sich also - über die allseits bekannten Verhaltensmaßregeln - in Grenzen halten. Aber immer noch besser als im Wartezimmer stundenlang in abgebrabbelten Yellow-Press-Magazinen zu blättern. ;-) Wenn es dort denn kostenlos ausliegt... ;-)


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