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Rezensionen verfasst von
Homer J. Simpson

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Alinco Breitbandempfänger - Scanner DJ-X-11 1267 DJ-X-11
Alinco Breitbandempfänger - Scanner DJ-X-11 1267 DJ-X-11

3.0 von 5 Sternen Verspricht viel, hält wenig, 2. Februar 2016
Als neues, taschenfreundliches Spielzeug für langweilige Spaziergänge wollte ich mal einen grosszügig ausgestatteten Handscanner versuchen. Als SWL wollte ich natürlich auch, dass Kurzwelle mit SSB an Bord ist und da wird das Angebot traditionell dünn, zumal Flaggschiffe wie der Icom R-20 nicht mehr hergestellt werden. Der DJ-X11E schien mir auf dem Datenblatt ein guter Ersatz zu sein, darüberhinaus kann er zuhause auch als SDR genutzt werden.

Das Gerät kommt mit einem Tischladeständer, Netzteil, Li-Ion-Akku (1800mAh, reicht für 15-35h), Batteriekasten für AA-Zellen, Gürtelclip und Trageschlaufe sowie einer englischen und einer sehr gut verständlichen deutschen Anleitung. Das erste Gerät kam leider schon mal defekt bei mir an: Die eingebaute Ferritantenne für LW/MW hatte keine Funktion, ebenso funktionierte die "Ohrhörer"-Antennenfunktion nicht. Das sollte man unbedingt nach Kauf gleich überprüfen - ich fand mehrere Berichte über nicht vorhandenen Empfang auf der "Bar Antenna", die bis 2011 zurückreichen.

Zurück zum funktionierenden Gerät. Die für mich ausschlaggebenden Features waren:

- Dual VFO mit Dualbandempfang (man kann 2 Frequenzen auf verschiedenen Bändern gleichzeitig hören), mit alphanumerischem Display.

- "Kopfhörerantenne" - das Ohrhörerkabel kann als Antenne dienen, so dass man das Gerät in der Innentasche verstecken kann. Dazu passend:

- Kabelfernbedienung (ca. 30€) als Zubehör erhältlich - man muss das Gerät nicht unbedingt aus der Tasche holen.

- Bandscope - Spektrumanzeige von 11 benachbarten Frequenzen oder Speicherkanälen

- SSB-Empfang im gesamten Frequenzbereich

- IQ- und Diskriminator-Ausgang sowie PC-Fernsteuerung über USB-Adapterkabel. Mit entsprechender kostenloser Software kann der Funktionsumfang erweitert werden.

- "F-Tune" stimmt automatisch auf das stärkste Signal aus der Umgebung ab - rollt man ein bischen mit der Funkmaus herum, weiss der Alinco nach 1-2 Sekunden auf welcher Frequenz diese sendet und schaltet auf Empfang. Das ist natürlich auch in <hust> ähnlichen Szenarien nützlich. :)

Weitere Features (Auswahl):

- 1200 Speicherplätze in Bänken organisiert, Spezialbänke für "programmierte Scans", Skip-Channels, diverse Scan-Modi

- Tonsquelch und Digital Code Squelch-Auswertung

- Descrambler

- Sprachausgabe für Frequenz und Keypad

- "Wanzenfinder"-Funktion mit Entfernungsmessung per akustischer Signalrückkopplung

Äusseres, Bedienungsprinzip:
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Das (inkl. Akku) 270g leichte Gerät ist komplett aus Kunsstoff und hat vorne unten ein paar angedeutete Gummiecken - werfen würde ich damit also lieber nicht. Das Display (Dot-Matrix 132x64 Punkte) ist wie das Tastenfeld etwas zu schwach beleuchtet um in weniger als stockfinsterer Umgebung von Wert zu sein und hat auch am Tag wenig Kontrast, Reflexionen auf der stark spiegelnden Displayscheibe (Kratzermagnet aus Plastik) machen das Display oft unlesbar. Die beiden oberen VFO/Lautstärke/Dateneingabe-Knopfpaare sind etwas wackelig, aber präzise zu bedienen. Eine nicht übertrieben hochwertige Anmutung also, die aber zweckdienlich und praktisch gut bedienbar erscheint.

Die Tischständer-Ladestation EDC-174 aus dem Lieferumfang beherbergt auch den Mini-USB-Anschluss für das ERW-7/8 Datenkabel. Der DJ-X11 schlackert in dieser Ladeschale herum und verliert dabei gern vorübergehend den Kontakt. Beim ersten Gerät passte der Akku nicht richtig und hatte einen klappernden Spalt zum Gerätegehäuse - insgesamt ist die Qualität der ausgelieferten Geräte sowohl elektronisch als auch mechanisch offenbar recht durchwachsen. Alinco ist übrigens 2014 Pleite gegangen und gehört seitdem zu einem chinesischen Konzern.

Die Bedienung des DJ-X11 orientiert sich an dem bekannten Prinzip und der Nomenklatur vieler Amateurfunkgeräte. Wer schon einmal mit einem Dualband-Handfunkgerät gearbeitet hat dürfte mit dem Alinco intuitiv zurecht kommen, Umsteiger von einfachen Handscannern müssen sich vermutlich mehr einarbeiten. Grundsätzlich werden Daten im VFO-Modus eingegeben und dann in einem verfügbaren Speicher abgelegt. Für eine Änderung muss der Speicher in den VFO übertragen werden und kann dann wieder zurück gespeichert werden. Neben VFO- und Memory-Modus gibt es übrigens auch noch einen (abschaltbaren) Preset-Modus für Mittelwelle, UKW und die analogen TV-Kanäle.

Emfangsleistungen:
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AM/Kurzwelle/SSB
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Der DJ-X11 ist mit einer Ferritantenne für LW und MW ausgestattet. Diese funktionierte wie schon erwähnt bei dem ersten Gerät gar nicht. Beim Austauschgerät gibt sie zwar Signal ab, kann sich aber mit der Gummiantenne nicht messen. Da fragt man sich ob hier schlicht ein Serienfehler vorliegt - wozu sollte die spezialisierte Antenne dienen, wenn sie deutlich schlechter ist als der Gummiprügel? Der Empfang ist nicht nur schwächer, sondern auch noch von einem Brummen überlagert, das auch auf der Wiese im Nirgendwo, weit entfernt von Stromleitungen etc. nicht verschwindet, also aus dem Gerät selber kommt. Prädikat: "Weitgehend sinnlos".

Das unterwegs von kurzwellentauglichen Scannern nicht so viel zu halten ist war mir schon bewusst. Auf die Unfähigkeit des Alinco, mehr als 3 brauchbar zu identifizierende Rundfunkstationen bis 30 MHz zu empfangen war ich trotzdem nicht vorbereitet. Auf irgendeinem Amateurband etwas diesseits der Nachweisbarkeitsgrenze zu empfangen, geschweige denn die Rentner-Runde auf 80m erweist sich sogar als fast unmöglich. Nur bei angehobenen Bedingungen oder grosser Nähe zum Sender kann man etwas brauchbares auf der Kurzwelle aufnehmen, ab 14 MHz wird es etwas besser. Dies liegt natürlich vor allem an der Gummiantenne, aber leider bringt auch die "Earphone"-Antenne (die ja immerhin die Länge einer ausgewachsenen Teleskopantenne haben kann) keinerlei Verbesserung, selbst ausgestreckte 3m Kopfhörerkabel nicht, nicht einmal im UKW-Rundfunkband - der Empfang ist immer deutlich schlechter als mit dem Gummidödel, eine weitere Funktion die nur im Katalog zu beeindrucken weiss.

Aber selbst wenn man per externer Antenne ausreichend Signal bekommt, kann sich der DJ-X11 nicht einmal mit preiswerten Reiseempfängern messen - die Filterbandbreite auf AM ist so breit dass man ungestraft auch mal 10kHz "daneben" abstimmen kann (-6dB Filterbreite min. 12 (!) kHz bei einem Kanalraster von 5kHz auf Kurzwelle = Desaster), das Klangbild ist auf AM höhenlastiger als auf FM (!) und auch in SSB sollte niemand auf der Nachbarfrequenz funken. Es wird zwar ein zusätzliches Filter für SSB hinzugeschaltet, die Trennschärfe lässt aber immer noch sehr zu wünschen übrig.

Erst das Handbuch warnt davor, dass der BFO nur eine einfache Schaltung ist und man nicht die gleichen Ergebnisse wie bei einem "richtigen" SSB-Empfänger erhält. Von dem ziemlich instabilen Hilfsträger war ich dann aber doch etwas unangenehm berührt - seine Frequenz flattert leicht um den Sollwert und wandert dabei um ein paar 100 Hz und bei jedem 2. Einschalten des BFO hat dieser eine etwas (ein paar 100 Hz) andere Frequenz. Zudem bekommt man den für Empfänger mit "drangetackertem" BFO typischen Frequenzversatz und der BFO springt auch nicht immer zuverlässig an, wenn man die Betriebsart mehrfach wechselt. Als wäre das noch nicht schlimm genug - eine Unterdrückung des jeweils anderen Seitenbandes findet nicht statt, was die schlechte Selektivität noch weiter verschlimmert wenn das Band voll ist. Die superschnelle AGC hilft auch nicht dabei, SSB-Signale verständlicher zu machen.

Die Kurzwelle ist also ohne angeschlossenen Computer und Aussenantenne höchstens eine nette Beigabe ohne besonderen Gebrauchswert und darüberhinaus liegt die Demodulation von SSB natürlich auch auf UHF/VHF auf dem niedrigen Niveau sehr preiswerter Empfänger aus den 70ern. Der Betrieb am Netzteil (über Netzteilbuchse oder Ladeständer) erzeugt ein gehöriges Brummen, vor allem auf der Lang- Mittel- und Kurzwelle (als wäre das geräteinterne Brummen auf MW nicht schon übel genug). Damit ist auch der Betrieb als stationärer Empfänger ohne Computer etwas eingeschränkt. Die Stromversorgung über USB aus dem Computer erzeugt zwar immerhin kein Brummen, streut dann aber andere Störsignale ein, es gibt also kaum einen Weg solchen Beeinträchtigungen aus dem Weg zu gehen.

VHF/UHF
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- Selektivität:

Im UKW-Rundfunkbereich ärgert einen gleich das nächste Filter: das WFM-Filter macht mit ungefähr 300kHz (statt üblichen 200kHz) Breite alle Empfindlichkeit recht nutzlos. Dabei hat der DJ-X11 noch nicht mal Stereo- oder RDS-Empfang, könnte also mit nur 100kHz Bandbreite auskommen und schwache Stationen so mit deutlich weniger Rauschen aus dem Äther fischen und als portable UKW-DX-Maschine herhalten. Mit dem überbreiten Filter werden stattdessen sogar Sender plattgemacht, die reguläre 200kHz neben der lokalen Powerhouse-Station liegen.

- Empfindlichkeit:

Oberhalb 108MHz zeigt der DJ-X11 gottseidank bessere Qualitäten - im Flugfunkband, 2m oder 70cm Amateurfunk, VHF-Satellitenbänder, überall gute Empfindlichkeit und das schlechte 12kHz NFM+AM-Filter fällt hier nicht so unangenehm auf. Ich kann im 2. Stock auf 70cm problemlos alle umliegenden Afu-Relais in bis zu 70km Entfernung aufnehmen - auf der mitgelieferten Gummiantenne, die sich sonst wie die meisten ihrer Geschwister durch das Fehlen von besonderen Leistungsspitzen auszeichnet. Ab 1GHz nimmt die Empfindlichkeit dann scheinbar rapide ab, wie der Rauschteppich aus einer aktiven 200-2200 MHz LPDA-Antenne zeigt.

Starke Empfindlichkeitsschwankungen oder gar ausgesprochene Taubheit auf bestimmten Frequenzbereichen sind mir - abgesehen von den o.g. Punkten - nicht aufgefallen, obwohl natürlich Unterschiede auf den einzelnen Bändern vorhanden sind.

Im wichtigen Vergleich mit anderen Geräten relativiert sich der gute Eindruck allerdings wieder ganz schnell: Ich habe den DJ-X11 mit einem "RTL-Dongle" (DVB-T Stick als SDR) mit dem empfindlichen R820T2-Tuner (11,99€) und einem "SDRplay RSP1" SDR (169€) verglichen. Das Ergebnis ist leider ziemlich ernüchternd. Der 12€-USB-Empfänger kann es mit dem 400€-Alinco in Sachen Empfindlichkeit locker aufnehmen, in allen Vergleichen lagen die beiden so ziemlich gleichauf. Nun könnte man meinen, das dies eher für den RTL-Dongle als gegen den Alinco spricht, was in gewisser Weise ja auch stimmt - hier kommt der RSP1 ins Spiel, der beiden Geräten für seinen immer noch vergleichsweise niedrigen Preis zeigt, was hätte möglich sein sollen.

Der Unterschied war bis jetzt bei jedem Vergleichsfall nicht nur wahrnehmbar, er war drastisch. Zum Beispiel habe ich gestern erst kürzlich mit dem RSP1 entdeckte DGPS-Baken auf 160MHz verglichen. Nach dem Vergleich war mir klar, warum ich die erst kürzlich entdeckt hatte - der RSP 1 empfängt diese Baken mit etwa 5dB über dem Rauschen und triggert den Squelch im SDR#-Programm zuverlässig, auf dem Wasserfall sind die Signale deutlich zu sehen und ich kann hören dass es sich um ein Datensignal handelt. Mit dem Dongle sind nur die stärksten dieser Baken als blasse Striche auf dem Wasserfall zu sehen und akustisch kann man auch mit dem Alinco so gerade noch wahrnehmen dass da etwas ist. Das war aber nur der "faire" Test, bei dem der eingebaute LNA (Low Noise Amplifier) des RSP1 abgeschaltet war - ist der LNA eingeschaltet, verbessert sich das SNR dramatisch und es werden Signale hörbar die der Alinco nicht einmal erahnen könnte.

- Grossignalverhalten

Probleme durch mangelhafte Grossignalfestigkeit sind mir bisher nicht untergekommen, da ich keine starken Stationen in unmittelbarer Nähe habe oder Dachantennen mit hohem Gewinn verwende sollte dies aber auch wirklich nicht auftreten. Geistersignale aus anderen Bändern und Spiegelfrequenzen sollten bei einem Dreifachsuper gar nicht vorkommen. Leider wissen das viele Soundkarten nicht, da kann ein billiges Audiokabel im SDR-Betrieb schon mal ein bischen Antenne spielen und zur allgemeinen Belustigung ein leises AM-Rundfunksignal bei 600Mhz oder kräftige Klicks von einem CW-Signal bei 1,1 Ghz einschmuggeln. Zusätzliche Fehlmischungen durch starke Signale kann das Gerät aber auch gar nicht gebrauchen:

- Eigenempfangsstellen

Der grosse Frequenzbereich ist prinzipbedingt mit einigen "Eigenpfeifstellen" behaftet, die laut Handbuch bereits in der "PASS"-Bank abgelegt sein sollen. Dies war leider nicht der Fall. Zum selbermachen schraubt man am besten die Antenne ab, stellt den Squelch so niedrig wie möglich und schaltet den Abschwächer auf "High", dann startet man einen VFO-Scan mit 1kHz Schrittweite in USB in jedem Band. Sobald der Scanner anhält und pfeift, speichert man die Frequenz in der "PASS"-Bank. Das kann schon mal einen ganzen Nachmittag dauern. Allerdings sind einige dieser Eigenempfangsstellen bis zu 10 kHz breit, wofür man dann gleich mehrere der 100 "PASS"-Speicher verbraten muss. Insgesamt habe ich dann auch deutlich mehr als 100 dieser Eigenpfeifstellen zwischen 30 und 650 MHz gefunden und musste mich für die schlimmsten Pfeifstellen entscheiden und viele ignorieren, sonst bleibt kein Platz mehr für echte Signale die man ausklammern möchte. Vor allem der Bereich zwischen 2m und 70cm ist stark betroffen. Allerdings sind nur 10-20 dieser Signale stark genug um auch noch beim FM-Scan zu stören und man hat sich erfolgreich bemüht, die klassischen Hauptempfangsbereiche 4m/2m/70cm von diesen Störenfrieden weitgehend freizuhalten.

Aaaaber:
Leider ist die Abschirmung des Gerätes so schlecht, das die Oszillatoren auch noch anderen Geräten zu "Birdies" verhelfen - ich hatte mich einige Wochen über auffällig viele, vermeintliche "Bakensender" auf meinem SDR gewundert, auf den unmöglichsten Frequenzen. Dann fand ich heraus was da so im Sekundentakt auf dem Wasserfall-Display meines SDRs auftauchte - es war schlicht die Batteriesparfunktion des Alinco, die 1x pro Sekunde den Empfänger aufweckte, auf Aktivität horchte und so im anderen Gerät eine "Bake" vortäuschte. Zum Beispiel erzeugt der Empfang von 2m-Relaisfrequenzen u.A. Signale auf 389 Mhz. Diese unschönen Aussendungen des DJ-X11 sind auch in 10m Entfernung noch gut zu empfangen, lassen sich schön über riesige Frequenzbereiche nachweisen und werden auch noch von der Gummiwendelantenne des Alinco verstärkt.

Scan-Betrieb und Speicherverwaltung:
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Der Empfangsbereich ist in 14 Bänder unterteilt, die sich im VFO-Betrieb jeweils Betriebsart und Abstimmschritte merken können. Es gibt 100 Bänke á 100 Speicherplätze für normale Frequenz-/Betriebsart-/usw. -speicherung und spezielle Bänke für Dualband-Speicher, programmierte Suchbereiche, Prioritätskanäle, eine nicht veränderbare Bank mit typischen "Wanzen"-Frequenzen, sowie die oben erwähnte Bank für Frequenzen, die beim Scan übersprungen werden sollen. Die Scangeschwindigkeit ist in 3 Schritten bis zu 100 Kanäle/s wählbar, wobei Bandwechsel innerhalb der Bank oder gar das Bandscope die Geschwindigkeit herabsetzen. In der Praxis konnte ich die versprochenen 100 Kanäle/s allerdings nicht erreichen, ein Scan der 85 Kanäle im 10kHz-Raster im CB-Band dauert bei mir ca. 1.5s (Scan-Einstellung "Fast" - VFO-Scan - Antenne abgeschraubt).

Die Speicher können mit bis zu 16 Zeichen benannt werden (der Bestwert in der Geräteklasse) und merken sich Betriebsart und Abstimmschritte. Leider gilt dies nicht für programmierte, "von-bis" Scans: Betriebsart und "Step" werden zwar auch in diesen Speichern abgelegt, dummerweise aber nicht ausgewertet wenn man den Scan startet, es wird immer die aktuell eingestellte Betriebsart und Schrittweite in dem jeweiligen Band verwendet. Das nervt, vor allem wenn der Scanbereich sich über 2 Bänder erstreckt.

Ein schmerzlich vermisstes Feature ist eine "Autospeicher"-Funktion, mit der sich belegte Kanäle beim Bandscan automatisch speichern lassen. Auch ein "Voice Scan" wie im Icom R-20 oder ähnliche Funktionen fehlen. Dafür gibt es CTCSS- und DCS-Scan und Bänke lassen sich zum gemeinsamen Scan in 10 Gruppen verlinken.

Der volle Umfang der Speicherverwaltungsfunktionen ist nur über die so gerade noch funktionierende "Clone Utility"-Software nutzbar, hier kann dann die Organisation der Speicherbänke im Gerät verändert werden - Bänke lassen sich vergrössern und verkleinern und zusätzliche Bänke können angelegt werden. Aber leider: Die Übertragung der Daten ist offensichtlich ein Problem, wie auch andere Benutzer berichten. Es kann immer nur ein Speicher manuell aus dem Gerät gelesen werden und nicht - wie vorgesehen - die ganze Bank oder der gesamte Speicherinhalt. Damit ist die Funktion der Software natürlich extrem beeinträchtigt. Ausserdem sind die Möglichkeiten zum Kopieren/Verschieben/etc. von Speichern recht eingeschränkt. Am Ende ist die Verwaltung der Daten eigentlich genauso mühevoll als machte man dies am Gerät selbst und ich frage mich wozu ich das teure ERW-8 Datenkabel gekauft habe.

Verfügbare Software und Betrieb als SDR:
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Die bei Alinco zum Download bereitstehenden Softwarepakete (nur für Windows!) sind eher rudimentäre Beigaben. Neben dem fehlerhaften "Clone Utility" gibt es die "Remote" Fernsteuerungsoftware, mit der man über ein grafisches Abbild des Geräts oder einer Oberfläche mit einer Tabellenansicht das Gerät fernbedienen kann - mehr nicht, es gibt keine Erweiterung des Funktionsumfangs und in der "Tabellenansicht" kann man nur noch die wichtigsten Dinge einstellen. Sonst ist noch ein Programm für Firmware-Updates vorhanden.

Für die Nutzung dieser Funktionen ist ein spezielles USB-Datenkabel mit einem seriellen Konverter im USB-Stecker nötig, ein willkürliches Ärgernis aus der Zeit von vor der Jahrtausendwende. Es gibt die Ausführung ERW-7 mit der lediglich die Speicherverwaltung möglich ist und das deutlich teurere ERW-8 (rund 50€), mit dem das Gerät auch z.B. per SDR-Programm ferngesteuert werden kann. Dieses ist für SDR-Betrieb aber nur zwingend notwendig, wenn man auf die korrekte Frequenzanzeige und -einstellung auf der Softwareoberfläche Wert legt.

SDR
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Alinco selbst bietet als kostenlosen Download eine kleine (~1MB) und nicht-invasive SDR-Software namens "KG-SDR" an, die nur die nötigsten Funktionen hat aber einen guten Einstieg in die SDR-Welt bietet und problemlos mit dem DJ-X11 zusammenarbeitet. Man findet diese übrigens nur auf der Downloadseite für den Kurzwellenempfänger DX-R8.

Geringfügig mehr Funktionen bietet Freeware wie HDSDR oder SDR# ("SDR-Sharp"). HDSDR bietet sich hier besonders an, weil ein Benutzer eine passende ExtIO.dll für den DJ-X11 geschrieben hat, so dass die Empfangsfrequenz auf dem Bildschirm angezeigt und das Gerät aus dem Programm ferngesteuert werden kann. Diese Funktionalität fehlt mangels angepasster I/O-Bibilotheken bei allen anderen SDR-Programmen (leider hat SDR# die ExtIO-Unterstützung eingestellt).

Trotzdem kann man auch mit den anderen Programmen die Empfangsleistungen des DJ-X11 zuhause (oder auch unterwegs mit Laptop) auf ein besseres Level heben, da dann die SDR-typischen Features wie bessere ZF- und AF-Filterung, Notchfilter, Rauschunterdrückung, Wasserfalldisplay usw. auch ohne Fernsteuerung zur Verfügung stehen, SSB wird im Computer demoduliert und der eierige BFO, die unpassende AGC oder die schlechten Filter im Gerät spielen dann keine Rolle mehr.

Hier die Wermutstropfen:
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1. Die Bandbreite des I/Q-Ausgangs ist auf magere 48kHz begrenzt. Das heisst, anders als bei richtigen SDRs (die mindestens 192 kHz und mitunter bis zu 40 MHz breite Bereiche überwachen können) können nur 24kHz unterhalb und 24kHz oberhalb der eingestellten Frequenz angezeigt und verarbeitet werden. Das ist jenseits von 30MHz natürlich besonders wenig, da dort Kanalraster schon mal viele MHz betragen können und z.B. Satelliten vielfach breitere Signale aussenden, Wide-FM (z.B. UKW-Radio) kann auch nicht mehr empfangen werden. Auch auf der Kurzwelle lassen sich Amateur- und Rundfunkbänder nur teilweise darstellen. Das Plus an Funktionalität beschränkt sich also oft auf die DSP-Verarbeitung (Filterung, Auto-Notch etc.) im Programm. Selbst mit den preiswertesten SDR-Dongles können die Alinco-Geräte mit I/Q-Ausgang (DJ-X11 und DX-SR8) in Sachen "gleichzeitige Überwachung und Auswertung von grösseren Frequenzbereichen" nicht konkurrieren.

2. Mit den "preiswerten Dongles" teilt sich der DJ-X11 dann auch den 8-Bit AD-Converter, der maximal für bescheidene 48dB Dynamikumfang gut ist.

3. Die praktische Seite des SDR-Empfangs mit dem Alinco im Vergleich:

- Normal-SDR/RTL-Dongle:

Dongle reinstecken. Software starten.

- DJ-X11:

ERW-8 in Computer und/oder Ladeständer stecken. 3,5mm-Klinkenkabel in Audiobuchse stecken. Im DJ-X11 im einen Menü den Remote Com Port sowie in einem anderen Menü den I/Q-Ausgang einschalten, Gerät zurück in Ladeständer stellen, Software starten, Schweissperlen abtupfen.

4. Die Mühe kann man sich aber selbst mit Aussenantenne fast sparen. Schon im normalen Ladebetrieb erzeugt das Netzteil am EDC-174 einen erhöhten Störpegel und dazu gesellen sich nun noch diverse Störsignale aus dem angeschlossenen Computer, die ggf. sowohl über Antenne als auch über das Audiokabel eingestreut werden, wodurch im letzteren Fall sogar unbewegliche Signale permanent auf der Wasserfallanzeige auftauchen. Am besten funktioniert der SDR-Betrieb wenn man auf die Fernsteuerung verzichtet und den Empfänger nur über das Audiokabel mit dem Computer verbindet, was die Beaufschlagung mit Störungen deutlich verringert.

5. Dummerweise gibt es dann aber immer noch Probleme: Der Alinco ist wie die frühen SDRs der ersten Generation auf einen Soundkarteneingang angewiesen. Alle Soundkarten-basierten SDRs stellen natürlich erhöhte Anforderungen an die Soundkarte, manche Onboard-Chips sind nicht ausreichend für befriedigende Ergebnisse. Aber selbst wenn die Soundkarte etwas taugt: Es gibt schlimme Probleme mit "Spiegelungen" von Signalen auf der jeweils anderen Seite des Spektrums. Zudem ist der Empfang in der Mitte des Spektrums (also genau auf der vom Gerät angezeigten Frequenz) unbrauchbar: Dort befindet sich nämlich die für I/Q-Signale typische 0Hz-"DC" (=Gleichstrom) -marke, hier mit einem heftigen Empfangsloch oder Monsterträger (je nach Empfangsbereich mal das eine oder das andere), das kein SDR-Programm (trotz umfangreicher Möglichkeiten in HDSDR) kompensieren kann. Beide Probleme werden durch starkes "IQ-Ungleichgewicht" verursacht - die Aufbereitung des Signals im Gerät taugt leider wenig.

Die SDR-Funktion bekommt von mir daher leider nur das Prädikat "Nichts Halbes und nichts Ganzes", oder auch "hätte ich mir mal lieber noch einen DVB-T-Stick für 15€ gekauft". Dem sind all diese Schwierigkeiten nämlich gänzlich fremd, er zeigt mir ein meist sauberes, bis zu 3,2 MHz breites Spektrum an und leidet darüber hinaus kaum an Eigenpfeifstellen, an meinem Standort nicht einmal an fehlender Eingangsfilterung.

Audio/Wiedergabe
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Zur Anpassung der NF gibt es einen Hoch- und einen Tiefpass, die über das "Audio"-Menü geschaltet werden können. Die Wiedergabe ist für so einen kleinen Lautsprecher gar nicht schlecht, leider ist die Ausgangsleistung mit nur 100mW sehr gering, schon bei der für den Betrieb im PKW notwendigen Lautstärke fängt der DJ-X11 an zu verzerren. Dieser Abschnitt ist wohl auch am besten geeignet, um noch einmal auf das hässliche Brummen hinzuweisen, dass beim Betrieb am Netzteil auftritt und sogar das Radiohören auf UKW etwas verleidet.

Was sind die Alternativen?
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SSB-taugliche Breitbandempfänger im Handfunkenformat sind leider sehr rar gesät - neben dem Vorgängermodell DJ-X10 gab es noch den Icom R-20 und aktuell gibt es nur noch den AOR AR8200 MkIII bzw. AR8200D als Alternative.

Der Icom ist nur noch gebraucht zu bekommen und ist abgesehen vom Frequenzbreich (R-20: 0,5-3300 MHz / Alinco: 0,05-1300MHz) von den Funktionen am ehesten mit dem DJ-X11 vergleichbar, der R-20 kann SSB aber nur bis ins 70cm-Band, hat keinen Diskriminatorausgang und jedes Zubehör kostete extra, inklusive der Software zur Speicherverwaltung, der Anschluss an den Computer konnte richtig teuer werden. Zudem werden seine vergleichsweise geringere Empfindlichkkeit und taube Bereiche getadelt und das handlichste oder modernste Gerät unter der Sonne ist es auch nicht. Dafür bietet er einen eingebauten Recorder.

Auch der AR8200 Mk.III/D lockt mit einem Frequenzbereich bis 3GHz und bietet bessere Empfangsleistungen als der R-20, wahrscheinlich das beste Bandscope und einen rudimentären (max. 20s) Sprachrecorder via SD-Card. Dafür fehlen ihm die handlichen Dual-VFO/Lautstärke-Knöpfe des Alinco, ein echter Duobandbetrieb ist auch gar nicht möglich (es gibt nur einen Zweit-VFO), die Scangeschwindigkeit beträgt nur 1/3 der anderen beiden Geräte und im Gegensatz zu diesen gibt es hässliche Unterbrechungen beim manuellen Durchschalten der Frequenzen.

Beide Geräte haben eine kürzere Akkulaufzeit als der Alinco, natürlich als Beigabe auch noch den I/Q-Ausgang besitzt und im Karton Zubehör mitbringt, das bei den Konkurrenten extra kostet.

Es gibt natürlich weitere Unterschiede in den Details und welches dieser scheinbar ähnlichen Geräte nun das beste ist hängt natürlich von den Präferenzen des Käufers ab. Der Alinco schien zumindest mir der beste Kompromiss zwischen beiden Konkurrenten zu sein, wobei er mir auch als das (naja..) modernste, handlichste und natürlich nicht zuletzt das günstigste Gerät in dieser Runde erschien.

Trotzdem würde ich das Gerät nicht noch einmal kaufen. Schade dass es an wirklich modernen Konzepten im "Scanner"-Markt im Allgemeinen und der "Allmode-Handheld"-Klasse im Besonderen fehlt. In der Preisklasse bekommt man schon einen BladeRF, HackRF One usw. (beide sogar sendefähig) und für deutlich weniger Geld einen "AirSpy", "SDRPlay RSP1" oder aufgemotzte SDRs auf RTL-Basis (FunCube Pro, DX Patrol...), die allesamt trotz des geringeren Preises um Längen bessere Eigenschaften besitzen, selbst ein unmodifizierter DVB-T-Stick für 15€ hat in vielerlei Hinsicht dem Alinco etwas voraus und kann auch noch bis zu 10x so schnell scannen (SDR# mit "Frequency-Scanner" Plug-in). Bei den Möglichkeiten die richtige SDRs bieten, bleiben dem Alinco nur noch sein handlicher Formfaktor, die Akkulaufzeit und die weitgehende Unabhängigkeit von einem Computer als überzeugende Kaufargumente.

Fazit:
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Auch der DJ-X11 ist absolut nicht die seligmachende Allwellen-Allmode-eierlegende-Wollmilchsau im Zigarettenschachtelformat. Im "Standalone"-Betrieb ist das Gerät unterhalb 30 MHz ziemlich unbrauchbar, der Empfang von SSB ist so enttäuschend wie die drangetackerte SDR-Fähigkeit und die Selektivität ist in jeder Hinsicht und Betriebsart schlicht miserabel. Was gab es noch... ach ja, das Ding ist ja eigentlich ein Breitbandempfänger und Scanner. Jenseits der verrauschten ersten 30 MHz kommen dann auch zunehmend vernehmliche Signale aus der kleinen Plastikhandgranate und man kann sich über gute Scan-Eigenschaften und meist guten Empfang auf den restlichen 1270 MHz freuen.

Der Alinco ist bei ein paar Händlern um die 200€ billiger als das einzige Konkurrenzgerät (der AOR AR8200) und verspricht mehr Funktionen. Leider erweisen sich fast alle dieser Features als höchstens eingeschränkt brauchbar, 4 von 7 der Eigenschaften die mir wichtig waren oder interessant erschienen erwiesen sich als Nullnummer. Immerhin bekommt man einen ganz brauchbaren Scanner für die Dinge, die man so typischerweise mit einem Scanner macht (und auch mit deutlich billigeren Scannern machen kann). Die erlittenen Qualitätsmängel, die teilweise veralteten und trotzdem unausgereiften Funktionen sowie die schlechte Speicherverwaltungssoftware ergeben 2 Sterne Abzug.

Das Gerät eignet sich am ehesten für Leute, die einen besonders handlichen Handscanner für die klassischen Zwecke suchen und unterwegs nicht auf behelfsmässigen SSB-Empfang auf 2m und 70cm verzichten wollen. Einfache Experimente mit SDR-Technik, Afu-Satellitenempfang, Packet Radio oder AIS/ADS-B sind möglich - aber leider auch umständlich. Wer höhere Ambitionen hat oder wem der Kurzwellenempfang wirklich wichtig ist sollte sich nach etwas anderem umsehen.

Der DJ-X11 ist sehr wahrscheinlich der letzte "analoge" Empfänger den ich gekauft habe. Die Analogtechnik hat mit der Fertigungsoptimierung auf eine Handvoll Radio-ICs ihren einstmals hohen Zenit nämlich längst überschritten, die namhaften Hersteller verkaufen vielfach "alten Wein in neuen Schläuchen" und haben den Anschluss an die heutige Empfangstechnik weitgehend verschlafen, bzw. hinken ihr ein bis zwei Jahrzehnte hinterher. All das repräsentiert der DJ-X11 seit 6 Jahren recht beispielhaft, während SDRs auf der Basis von 15€-DVB-T-Sticks in der selben Zeit eine neue Hobbybewegung in Gang gebracht haben und weltweit kleine "Bastelbuden" richtungsweisende neue Empfängerkonzepte im Halbjahrestakt ausspucken. Da wirken Radios wie der DJ-X11 wie Mini-Dinosaurier nach dem Meteoriteneinschlag.

Zuletzt wieder einmal die oft bestätigte Binsenweisheit, dass jede Sache nur so gut ist wie der Support, wenn's hart-auf-hart kommt: Auf meine Emails bezüglich der Ferritantenne und dem "Clone Utility"-Programm habe ich in den letzten 1,5 Monaten jedenfalls nicht mal eine Standardantwort von Alinco bekommen. "Kein Support" ist für mich persönlich ein K.O.-Kriterium, das mich veranlasst nie wieder ein Gerät dieser Marke zu kaufen.


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Wird angeboten von Duoda
Preis: EUR 11,99

26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bei dem Preis..., 20. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...wundert es mich nicht, dass das Geld nicht für eine Batterie in der Fernbedienung oder einen Karton reichte. Immerhin fehlt die Fernbedienung nicht auch noch und die übliche Mini-Magnetfussantenne ist auch dabei. Die Mini-CD hätte man dagegen auch weglassen können, die kann sowieso keines meiner Laufwerke lesen und auch ich wollte den Stick sowieso als "Software Defined Radio" verwursten.

Mich wundert dagegen schon etwas, dass das Ding tatsächlich funktioniert und das noch nicht mal schlecht. Dies ist natürlich den erprobten Chips geschuldet, die mit relativ wenig externer Beschaltung auskommen und von den Chipfabrikanten oft mit einem Schaltungsvorschlag (ähnlich dem "Serviervorschlag" auf Fertiggerichten) unterstützt werden, dem nicht wenige Hersteller folgen.

Dies dürfte auch hier der Fall sein - der Stick identifiziert sich als "Generic RTL2832U OEM" wie einige Produkte bekannterer Vertriebsfirmen für billiges Geraffel aus Fernost. Zu dem Realtek-Chip gesellt sich der neue R820T2 Tuner, der mit allgemein besserer Empfindlichkeit und einem um immerhin 7dB niedrigeren Rauschpegel gegenüber dem R820T aufwarten kann. Übrigens, zumindest äusserlich ist dieser namenlose Stick mit dem gern gepriesenen Modell von NooElec identisch.

Pro:
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Schon weil das nötige MCX->SMA Pigtail erst später geliefert werden sollte (Edit: 10 Tage später immer noch nicht da, danke "Lets-Sell"!), habe ich erst mal die mitgelieferte Miniantenne angeschlossen und war ziemlich erstaunt dass der Empfang auf 4m, UKW und dem Flugfunkband nicht deutlich schlechter war als auf meinem Scanner mit Gummiantenne, der immerhin 350% teurer war. Auf 1090 MHz (ADS-B) "sieht" dieser Witz von einer Antenne Flugzeuge in bis zu 350km Entfernung. Auf UKW konnte ich erstaunliche 50 Radiostationen verifizieren, von denen man die Hälfte auch irgendwie hören kann, inklusive 2 Sendern aus gut 100km Entfernung. Das ist natürlich weniger der kleinen Antenne geschuldet als der überraschend guten Empfindlichkeit des Sticks.

Auf einem unmodifizierten RTL-Stick ist immer mit Geistersignalen zu rechnen - obwohl ich weiss dass ich keine starken Sender in der Nähe habe, war ich trotzdem sehr überrascht, dass dieses Problem hier in meinem Dorf überhaupt nicht auftrat. Erst nachdem ich richtige Antennen mit Gewinn anschliessen konnte, konnte ich gelegentlich Fehlmischungen aus den GSM-Bändern feststellen, die aber meist durch ändern der Baseband-Breite verschwinden. Spiegelungen starker Signale auf der jeweils anderen Seite des I/Q-Spektrums wie bei meinem Alinco DJ-X11 treten hiermit auch nicht auf. Apropos, der Alinco Dreifachsuper hat hunderte von "Eigenpfeifstellen", der 11€-Billigstick hat als Geradeausempfänger höchstens ein paar davon - jedesmal wenn ich die Antenne rausziehe, verschwinden alle verdächtigen Träger und einen minimalen DC-Offset gleichen SDR# und HDSDR automatisch aus, während ich auf dem teuren Handscanner damit leben muss.

Contra:
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Natürlich gibt es auch Nachteile: Wie mancher Empfänger aus längst vergangenen Tagen muss sich so ein Stick erstmal eine halbe Stunde aufheizen bevor die Frequenz stabil bleibt und liegt bei meinem Exemplar dann immer noch 54ppm (~5kHz) daneben (kann und muss im SDR-Programm individuell für jeden Stick kompensiert werden). Der Tuner-Chip ist eigentlich nur bis 1500MHz spezifiziert und darüber treten leichte Merkwürdigkeiten auf, bis der Empfang dann bei 1700 MHz endet. So richtig empfindlich ist so ein RTL-Stick da oben auch nicht. Wahrscheinlich sind die passiven Bauelemente auf der Platine bei so einem niedrigen Preis nicht auch noch mit den niedrigsten Toleranzen gesegnet, eine Qualitätskontrolle gibt es nicht und so muss man wohl verstärkt mit einer "Niete" rechnen, wie bei aller Bodensatz-"Bulk"-Ware aus China. Bei meinem Stick ist es ein etwas kontaktscheuer USB-Stecker, wenn ich ihn bewege verliert er leicht die Verbindung.

Für Einsteiger:
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Für Einsteiger ist es wichtig zu wissen, dass "Stick in den Computer stecken, Antenne auf die Fensterbank daneben" mit schlechter Funktion bestraft wird. Jeder Computer und vor allem Monitore strahlen Störsignale auf vielen Frequenzbereichen aus und verschlechtern den Empfang. Ist der Empfangsort nun auch noch ungünstig (Stadtwohnung, Erdgeschoss, Täler...) wird nicht viel aus dem Stick herauskommen. Die Antenne muss weg vom Computer und idealerweise nach draussen. Ich habe mangels Adapter erst mal 2m USB-Verlängerung dafür verwendet, die kleine Antenne aus dem Dachfenster werfen zu können. Der Störnebel ist nun 20dB leiser, was einen grossen Unterschied macht, trotzdem führt an einer Breitbandantenne mit guter Koax-Zuleitung einfach kein Weg herum..

Die bisher brauchbarste deutsche Schnellanleitung zur Treiberinstallation und Programmeinstellung habe ich auf der Seite des DARC-Ortsverbands 34 gefunden: Da ich hier keine Links posten kann - einfach 'OV34 RTL Anleitung' als Suchbegriff bei Google eingeben. Nach der Installation nicht vergessen den "Gain"-Regler im RTL-SDR-Menü aufzudrehen - der steht per Voreinstellung auf '0' und dann denkt man der Stick ist kaputt!. Wer deutlich mehr über "RTL"-SDRs wissen will ist leider meist auf das englischsprachige Internet angewiesen, vor allem der 'rtl-sdr.com'-Blog ist eine wichtige Informationsquelle.

Bei diesem Preis tut es dann auch nicht so arg weh, wenn man später den Stick bei Basteleien ins Jenseits lötet, Bastelanleitungen und Modifikationen gibt es genug - manche löten nur einen Draht und eine Buchse an einen Pin des Tuners und schon empfängt das Ding auch Kurzwelle, andere bauen den Stick in ein Metallgehäuse und löten noch Hoch-/Tiefpass oder Bandfilter und Up-/Downconverter mit rein um den Frequenzbereich zu erweitern, mit einem Raspberry Pi und einem kleinen Touchscreen kann man ein eigenständiges Gerät daraus machen - SDR lädt heute wieder genauso zum Basteln ein wie die Radiotechnik längst vergangener Tage und bietet dabei für vergleichsweise wenig Geld sensationelle Ergebnisse.

Fazit:
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Unterhaltungselektronik im taschengeldfreundlichen Preisrahmen um 10 Mark bedeutete in meiner Kindheit ein Mittelwellen-Taschenradio aus Hongkong. An DVB-T/DAB/SDR-Sticks wie diesem kann man ganz gut sehen, was für einen weiten Weg wir seitdem gegangen sind. Natürlich braucht man auch noch einen Computer, aber wenn man voraussetzt dass dieser ohnehin schon vorhanden ist, macht auch dieser Stick und ein bischen kostenlose Software aus diesem Computer unter Anderem...

- einen Stereo-Farbfernseher
- ein Stereo-UKW-Radio
- ein DAB-Digitalradio
- einen sehr üppig ausgestatteten Breitband-Überwachungsempfänger mit einem
- einem VHF/UHF-Spektrumanalyzer
- mit automatisierbaren Recorderfunktionen und
- ein digitales Schiffs- und Flugzeug-"Radar"

...für ~11€. Wer gern bastelt kann daraus für wenig mehr Geld auch noch einen Mittel- und Kurzwellenempfänger und (nicht "oder") ein Radioteleskop machen, Satelliten finden/verfolgen/empfangen, mit einem 2. Stick+Antenne ein funktionierendes bistatisches Radar (ein echtes, ohne Anführungsstriche) herstellen.... Das hätte sich der kleine Rezensent nicht mal in seinen kühnsten Kindheitsträumen vorstellen können und ich wäre wahrscheinlich übergeschnappt, wenn ich damals plötzlich solche Möglichkeiten gehabt hätte. Trotz des Preises reden wir übrigens nicht unbedingt über die "Yps-Heft-Version" eines solchen Systems - etwas Sachverstand macht aus dem Stick ein erstaunlich ernstzunehmendes Stück moderner Empfangstechnik.

Übrigens, den Mittelwellen-Taschenradios von damals fehlte auch meistens die Batterie. :)
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 4, 2016 12:53 PM MEST


2 x Verlängerung Yagiwlan LTE KABEL Verlängerungskabel 5Meter (SMA Stecker auf SMA Buchse hochwertiges H155 Low Loss) für Richtfunk LTE MIMO 800 und 1800 und 2600 Technologie Antenne
2 x Verlängerung Yagiwlan LTE KABEL Verlängerungskabel 5Meter (SMA Stecker auf SMA Buchse hochwertiges H155 Low Loss) für Richtfunk LTE MIMO 800 und 1800 und 2600 Technologie Antenne
Wird angeboten von Groß / Einzelhändler Rafal Otto
Preis: EUR 27,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein Belden-Kabel!, 19. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In Überschrift und Artikelbeschreibung wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Koax von der Firma "BELDEN" sei. Das ist nicht richtig:

Vielmehr handelt es sich in meinem Fall um Kabelmaterial der Firma "Theta-Communication", von der noch niemand in der weiten Welt der Funktechnik und des Internets etwas gehört zu haben scheint. Auf dem Kabel ist die URL der Firmen-Homepage aufgedruckt, googelt man die Seite findet Google eine scheinbar russische Seite und warnt davor, das die Seite möglicherweise gehackt worden ist. Da klicken wir dann mal lieber nicht drauf. Vertrauenerweckend ist das nicht gerade.

Nun kann der Endkunde nicht einmal nachvollziehen, ob es dieses Kabel überhaupt mit dem Belden-Kabel vergleichbar ist, oder ob die Dämpfungswerte von H155 in irgendeiner Weise erreicht werden.

Da ich Rücksendungen hasse habe ich es trotzdem versucht:

Ich habe eine aktive LPDA-Antenne mit SMA-Zuleitung an einen Breitbandempfänger mit I/Q-Ausgang angeschlossen und einige verschieden starke und stabile Signale (lokale Störsignale) zwischen 1,0 und 1,3 GHz (kann nicht höher) über längere Zeit mittels einer SDR-Software beobachtet und jeweils die beiden in Serie verbundenen 5m-Kabel (insgesamt also 10m, leichter zu rechnen/messen) aus der Lieferung eingeschleift. Ebenso habe ich ein 48kHz breites Rauschspektrum bei 1 Ghz durch sehr lange Mittelwertbildung geglättet und die Ergebnisse verglichen.

Resultat: Zunächst sahen die Werte relativ schlecht aus, da ich die Kabel zum Vergleichen zig mal an- und abschrauben musste haben sich wohl die Kontakte gereinigt und die Resultate wurden besser. Ich konnte dann unabhängig vom Pegelbereich konsistent etwa 4-5dB Dämpfung "messen". Daran sollen die 4 zusätzlichen SMA-Verbinder der beiden Kabel einen Anteil von zusammen ~0,2dB haben (Herstellerangaben sind typisch 0,03-0,06*Wurzel aus f(GHz)), das kommt mir aber sehr wenig vor und daher nehme ich einfach mal 1dB. Belden H155 ist bei 1,35 GHz mit ~0,35dB/m angegeben, es dürften also 3,5 dB bei 10m + 1dB (Kupplungen) = 4,5dB max. Einfügedämpfung sein.

Wenn meine rudimentäre Schätzanordnung halbwegs realistische Werte geliefert hat, ist das Kabel zumindest ungefähr in der Gegend vom Belden H155. Allerdings kann ich ja vorerst nur bis 1,3 GHz schätzen und nichts über die Dämpfung bei 2,4 GHz sagen. Durch Line Driver/LNAs auf der Antennenseite sollte der Pegel auf dem Kabel in den meisten Fällen für ein paar dB mehr Dämpfung ausreichen, daher muss man sich über die "Mogelpackung" nicht übermässig verrückt machen.

*** Trotzdem geht es überhaupt nicht, sehr ausdrücklich mit einem bestimmten Markenkabelmaterial zu werben und dann kommentarlos irgendein No-Name-Produkt zu liefern! *** Übrigens, in der Beschreibung wurden die Herstellerangaben von 0,491 dB/m @2,4GHz etwas zu grosszügig auf 0,4 abgerundet, das sieht auch nicht besonders vorteilhaft für den Händler aus..

Über die Robustheit kann ich keine Angaben machen, die Stecker scheinen ordentlich angecrimpt zu sein und wurden mit Schrumpfschlauch gesichert. Nur eines der SMA-Männchen hat einen recht kurzen Mittelstift bekommen, was sicher nicht ideal ist und auch zu den Variationen in den "Mess"werten beigetragen haben könnte. Dafür gibt es einen Stern Abzug, für die Nummer mit dem angeblichen "Belden"-Kabel und der Mühe die mich das gekostet hat gibt es noch einen weniger.


Kaito AN-200 Tunable Passive AM Antenna
Kaito AN-200 Tunable Passive AM Antenna

1.0 von 5 Sternen Krasser Preis, 15. Januar 2016
Es handelt sich hier um die Tecsun AN-200 Loop-Antenne, die man von chinesischen Shops sogar hier über Amazon für etwas über 20€ beziehen kann. Aus Deutschland versendet kostet sie dann schon mehr als das doppelte und dieses Angebot hier schlägt dem Fass natürlich den Boden aus - 130€ lassen sich auch nicht mit Versand aus den USA entschuldigen, ich fürchte nicht mal mit Versand vom Mond.


Kein Titel verfügbar

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wegen der fehlenden Produktinformationen...., 14. Januar 2016
... hinterlasse ich hier mal ein paar Infos über dieses SDR:

Dies ist der vom chinesischen Funkamateur BA5SBA entwickelte und angebotene Direct Sampling RTL-SDR-Bausatz. Eine interessante Modifikation der RTL-Basisschaltung (die man aus den preiswerten DVB-T Sticks kennt) mit Impedanzanpassung und "Direct Sampling"-Modifikation. Letztere ist eine Alternative zum Upconverter, die durch einen kleinen Eingriff auch an RTL-Sticks vorgenommen werden kann. In der Praxis gelten die teuren Upconverter aber als die bessere Lösung um dem RTL-Chip Empfang unterhalb 24 MHz beizubringen.

Der Bausatz kommt direkt aus China, ohne jegliche Anleitung. Hinweise und Anleitungen muss man sich auf RTL-SDR.com zusammensuchen. Für den Preis bekommt man einen RTL-SDR mit getrennten SMA-Antenneneingängen für VHF/UHF und HF in einem netten Metallgehäuse. Offensichtlich wird das Kit vom selben Händler hier auch für nur 5€ mehr als Fertiggerät verkauft.

Sowohl preislich als auch leistungsmässig ein Gerät zwischen halb so teuren "DVB-T-Sticks" und RTL-basierten Geräten mit Upconverter wie dem "DX Patrol", der für den doppelten Preis dieses Bausatzes auch noch ein paar Bandfilter mitbringt, oder dem "SDR Play", der für den dreifachen Preis zusätzlich noch einen 12-BIt ADC für bessere Dynamik bietet. Die SDR-Technik liefert für absolut jedes Taschengeldvolumen ein passendes Angebot. :)


C3 Atomizer (Clearomizer) Heads im 5er Pack (1,4 Ohm) - Original Joyetech
C3 Atomizer (Clearomizer) Heads im 5er Pack (1,4 Ohm) - Original Joyetech
Wird angeboten von dampfer-galaxie
Preis: EUR 15,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Haltbarkeit: Mangelhaft, 6. Dezember 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die C3 Dual-Köpfe von Joyetech, die ich vor dieser Packung verbraucht habe hatten immerhin noch eine Standzeit von mehreren Wochen. Nun ist es schwer zu sagen ob die C3 Triple generell schneller verschleissen oder die Qualität der neuerdings "Innocigs by Joyetech" gelabelten Köpfe einfach schlechter ist.

Wie dem auch sei, die Dinger halten - wie schon von vielen anderen Rezensenten bemängelt - zwischen 3 Tagen und einer Woche. Ich kann das immer schön am Coilwiderstand beobachten - der steigt im "Variable Watt"-Modus (hier immer unter 10W) über die Tage kontinuierlich von 1,4 auf 1,8 Ohm und der Geschmack wird proportional schlechter.

Darauf hat natürlich auch das Liquid bzw. Aroma einen erheblichen Einfluss, bei manchen merkt man es später, bei anderen früher ob der Kopf abbaut. Ich dampfe darin immer dasselbe Liquid in "Traditional"-Mischung (55PG/35VG/10H2O), an Nachflussproblemen durch VG-lastiges Liquid kann es also nicht liegen. Das Aroma des Liquids ist "Walderdbeere" von Herrlan, das keine Coil-schädigenden Wirkungen wie viele "Süsskram"-Liquids hat. Kurz, am Liquid kann es nicht gelegen haben, ergo die Innocigs C3-Köpfe sind wohl einfach schlecht, egal wie man es dreht und wendet.

Auch "Eindampfen" (langsam die Spannung/Leistung steigern) hatte darauf keine Auswirkungen. Übrigens: ein "Dryburn" ist bei Verdampferköpfen mit fest installiertem Transportmedium (Watte/Glasfaser etc.) sinnlos bzw. kontraproduktiv, da dabei unweigerlich die Watte verkokelt, danach schmeckt es noch schlechter.

Diese VD-Köpfe machen die Delta-Verdampfer zu einer vergleichsweise teuren Angelegenheit. Ich benutze seit Monaten vorwiegend Selbstwickelverdampfer und werde wohl keine neuen C3-Köpfe mehr kaufen und meine beiden Delta-Verdampfer entsorgen. Für Preis einer Packung Köpfe bekomme ich immerhin einen sehr brauchbaren, kompletten SWVD aus China geliefert, mit dem es solche Probleme prinzipbedingt nicht gibt. Mit 3-Tage-Köpfen vertreibt Joyetech jedenfalls zuverlässig seine Kunden.


Star Bluebike SB-10 15g Schmiermittel
Star Bluebike SB-10 15g Schmiermittel
Wird angeboten von MBH-Shop
Preis: EUR 15,60

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dann lieber gleich das Original von Mercedes, 21. Oktober 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Star Bluebike SB-10 15g Schmiermittel (Misc.)
Nicht-Eingeweihte mögen sich über die Überschrift wundern - dieses "Krytox"-haltige Schmiermittel wird von Fahrern von "Blechdach"-Cabrios wie SLK, Eos etc. als Alternative zu den angeblich teuren, ebenfalls Krytox-basierten Produkten der Autohersteller zur Pflege der Dichtungen verwendet.

Genau hier liegt aber die Krux. Das Mittel wurde hier für 15,95 angeboten, das fand ich schon nicht billig. Dazu kommen aber noch mal 5,40 für den (unversicherten und langsamen) Versand, also kosten die 15g (ein Augentropfen-Fläschchen voll) 21,35.

Das Original-"Gleitmittel" A0009893660 von MB enthält 30g (also die doppelte Menge) und ist bei Mercedes-Benz für etwa 40 Euro brutto erhältlich, beim Teilehändler für 36,45! Es ist also am Tresen in der MB-Niederlassung schon billiger, beim Teilehändler zahlt man noch mal einen Heiermann weniger. Da hätte ich schon aus Gründen der garantierten Eignung das Originalprodukt kaufen sollen. Mein Fehler, ich bin einfach den Links in den Cabrio-Foren gefolgt und habe nicht nachgerechnet, Daher hinterlasse ich hier mal diese Warnung an die "nicht ganz dichten" Cabriofahrer. :)

Der Grosshandelspreis für so ein Schmiermittel, dass z.B. in der Vakuumtechnik eingesetzt wird beträgt übrigens etwa 25 Cent pro Gramm = 3,75 für 15g, beim Kauf eines 1 Liter/2kg-Gebindes.

Ein erster Test an einer unwichtigen Dichtung bestätigt, dass dieses Mittel kaum mit Wasser oder guten Worten von der Dichtung zu entfernen ist und ich vermute/hoffe dass die Standzeit den anderen Mitteln entspricht. Vermutlich ist das auch eine gute Lösung für meine Fahrradketten, die ich lieber geölt als mit harzigem, dreckigem Fett zugeschmiert verwende. Nur werde ich in Zukunft lieber das billigere Produkt von Mercedes dafür kaufen. Wer sparen will ist hier wohl falsch.


Sigelei Legend V2 Teleskop Akkuträger Gravity Sensing System
Sigelei Legend V2 Teleskop Akkuträger Gravity Sensing System

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen AT für Otto Normalverdampfer, 27. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als ich meine defekte "Joyetech eVic S" zurückschicken musste brauchte ich schnell Ersatz für die Zwischenzeit. Diesmal fiel die Wahl auf die Sigelei Legend V2, die 48 Stunden nach Bestellung bei mir ankam. Die Legend V2 kommt in einer schlichten braunen Box mit einer kleinen Bedienungsanleitung (deutsch).

Äusserlichkeiten
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Der AT hat den üblichen Durchmesser von 22mm, weshalb nur entsprechend fette Standard-Verdampfer darauf gut aussehen. Die Legend V2 macht einen recht wertigen Eindruck, der Taster schlackert ein wenig, dafür sind die Gewinde gut geschnitten. Erhabene Chromringe schützen den durchsichtigen Plastikzylinder, der das Display und den Controller beherbergt, der Rest ist Edelstahl.

Die äüssere Akkuhülse hat innen ein durchgehendes Gewinde, wodurch sich diese ein paar Zentimeter zurückschrauben lässt, damit Akkus verschiedener Grösse (18650, 18500 und 18350) genutzt werden können.

Leider ist bei meinem Exemplar die Verbindung zwischen dem Träger für den 510er und den Cone und dem Controller-Zylinder nicht besonders fest. Nach 1x auf dem Tisch umkippen gab es einen Spalt und mit dem Verdampfer als Hebel kann das Gebilde schon mal eine leichte Bananenform annehmen, wenn man die Dampfe z.B. in der Jacke hat und die mal ein bischen spannt. Jedesmal wenn man das wieder zurechtdrückt arbeitet sich das Teil scheinbar ein bischen weiter heraus. Das ist offensichtlich nicht richtig verklebt oder eingepresst. Ärgerlich.

Ein Akku wird nicht mitgeliefert und die Legend V2 kann auch keine Akkus laden. Daher muss auf den Kaufpreis mindestens ein Akku und ein Ladegerät für denselben aufgeschlagen werden, falls beides noch nicht vorhanden ist. Beim Ladegerät sollte man wegen der zu verwendenden "ungeschützten" Akkus keinesfalls zu sehr sparen - sonst droht Akkutod, Explosions- und Brandgefahr. Ich habe mich für ein Nitecore I2 und einen Doppelpack Panasonic 18650er mit 3400mAh entschieden = zusammen rund 30€.

Steuerung
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5x die Taste drücken schaltet das Gerät wie üblich ein, das Gerät quittiert den Erfolg des Vorgangs mit einem kurzen Vibrieren. Erneuter 5-maliger Tastendruck versetzt das Gerät in den Menüsteuerungsmodus, was mit einer langen Vibration bestätigt wird. Danach kann mit der Taste durch die Menüpunkte geschaltet werden, Werte werden durch Neigen des Gerätes nach links oder rechts verändert. Die Menüsteuerung durch Kippen ("Gravity Sensor") ist interessant und vielleicht nicht nur eine Spielerei, da sie ohne mechanische Tasten funktioniert können auch keine Tasten verschleissen oder versehentlich betätigt werden.

In der Anleitung ist nicht dokumentiert wie man von VV- auf VW-Modus und umgekehrt umschaltet. Ist aber ganz einfach: einmal die Spannung verändern und das Menü verlassen (Knopf drücken bis "Exit on" erscheint, dann Gerät kippen) = VV-Modus, das gleiche Spiel mit der Leistungseinstellung = VW-Modus. Je nach Modus wird auch im Display Spannung oder Leistung angezeigt.

Display
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Das OLED-Display ist ausreichend gross und auch draussen noch ausreichend hell. Angezeigt werden Verdampferwiderstand, Leistung oder Spannung, Zugzeit, Akkuladung und Zugzahl. Damit ist das Display nicht überfrachtet und bei seiner Grösse noch gut abzulesen.

Leistung/Stromverbrauch
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Die Legend V2 kann "nur" 15W Leistung liefern, für Subohm-Dampfer ist bei 0,8 Ohm Coil-Widerstand Schluss. Angesichts der Tatsache das mir (und den meisten anderen Dampfern) höhere Leistungen an meinen Fertig-Verdampfern nicht schmecken war mir das egal, ich dampfe typischerweise mit 9-10W. Ansonsten hat die V2 alles, was ich mir von einem AT wünsche - "Variable Voltage"- und vor allem "Variable Watt"-Modus und ein Display das mir die Akkuladung und die wichtigsten Daten anzeigt.

Der Stromverbrauch der Elektronik ist leider exorbitant. Zum Vergleich, meine "eCom Supreme" liefert mit ihrem fest eingebauten 2200mAh-Akku Strom für 560 Züge (5-10 Sekunden). Der "eVic Supreme" Akkuträger mit seiner komplizierten Elektronik und dem Foto-Display liefert mit einem 2500mAh 18650-Akku nur 350 Züge, die Sigelei Legend V2 bringt es mit demselben Akku dagegen nur noch auf enttäuschende 250 Züge. Das brachte mich nicht ganz über einen langen Tag und reichte gerade einmal für ca. 4ml Liquid. Die ersten Tests mit 3400mAh-Akkus ergaben dann 380 Züge, fast ausreichend für den 6ml-Tank meines Delta-23-Verdampfers. Damit kann ich leben und der Legend V2 erfüllt seinen Zweck (= den ganzen Tag etwas zu dampfen zu haben, ohne Zubehör mitschleppen zu müssen).

Fazit:
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Ein gut verarbeiteter, robuster*, variabler und gut durchdachter AT ohne übertriebenen Schnickschnack, leider auch ohne Ladefunktion und mit hohem Strombedarf.

+ Durch "Teleskop"-Technik passen alle möglichen Akkus, Akkuträger wächst oder schrumpft mit.

+ Brauchbares Display, ausreichend hell und mit ausreichender Anzeigegrösse.

+ Die doofe alte Frage "ob das Ding auch vibriert" kann endlich mit "Ja" beantwortet werden. :)

- Kein beiliegender Akku, keine Ladefunktion - Akku muss extern geladen werden (Akku und Ladegerät zum Preis hinzurechnen!).

- Elektronik und Display verbrauchen mehr Strom als bei anderen Geräten.

- * Mein Exemplar ist nicht so robust wie es sein sollte.

- Nicht für Extrem-Subohmdampfer und wandelnde Nebelgranaten geeignet.


5 Stück 50ml Nadelflaschen - SmokerFuchs® Nadelcap - Leerflasche je 50 ml zum befüllen und mischen von E-Liquid für elektrische Zigaretten
5 Stück 50ml Nadelflaschen - SmokerFuchs® Nadelcap - Leerflasche je 50 ml zum befüllen und mischen von E-Liquid für elektrische Zigaretten
Wird angeboten von ZigoN - Preise inkl. MwSt.
Preis: EUR 9,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Für Liquids ungeeignet, undicht, schlechte Qualität, 24. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
- Wie schon ein anderer Rezensent bemerkte, sind die Flaschen mit einer stumpfen Stahlkanüle ausgestattet, die einen sehr kleinen Durchmesser besitzt. Selbst dünnflüssige, PG-lastige Liquids lassen sich nur mit Mühe da durchquetschen. Damit einige Milliliter Liquid in einen Verdampfer zu bekommen ist eine mühevolle und unfallträchtige Angelegenheit.

- Durch den hohen Druck mit dem das Liquid durch die Kanüle gequetscht werden muss, wird die Flasche am Gewinde undicht und die Suppe quillt heraus. Jedesmal wenn man den Verschluss abschraubt, wenn man etwas einfüllt, wenn man die Flasche danach benutzt - dauernd hat man nasse Finger vom Liquid.

- Will man die Flasche befüllen, sieht man sich mit einem Schraubkopfdurchmesser von vielleicht 15mm konfrontiert, der sich zu einer Öffnung von vielleicht 8mm verjüngt. Da etwas einzufüllen braucht einen Trichter, eine Spritze oder eine weitere Nadelflasche. Jede andere Methode führt zu einer Sauerei.

- Die Nadel ist aus Stahl und wegen der erforderlichen Quetschkräfte ist es fast unmöglich die Nadel von den Wänden und sonstigen Oberflächen des Verdampfers fernzuhalten. Auf Dauer verkratzt man nur den Tank von innen, was sicher nicht günstig ist.

- Der Silikon-Pömpel hängt an einem Ring unter dem Schraubkopf und dieser klemmt sich beim Zuschrauben gern ins Gewinde, weil er einfach sehr locker ist. Dummerweise ist der Bereich am Gewinde immer mit Liquid eingesaut, weshalb das zurechtrücken des Rings wieder zu eingesauten Fingern führt. Luftdicht abschliessen kann man die Flaschen durch den Silikonkram auch nicht.

- Ärgerlich wenn ausgerechnet von einem Dampferladen so ein ausgerechnet für's Handling von Liquids etc. ungeeigneter Mist verkauft wird. Rund 2€ für so einen komplett danebenen Plastikmist sind dann die Krönung der Frustration, die diese Dinger verursachen. Ich kann vor einem Kauf nur abraten.


Sangean ANT-60 Kurzwellen-Antenne
Sangean ANT-60 Kurzwellen-Antenne
Preis: EUR 11,99

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Weil Amazon so lieb gefragt hat..., 19. August 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...bewerte ich hier mal so etwas aufregendes wie ein Stück Draht.

Zugegeben, es ist ein schönes Stück Draht, schwarz, sehr schlank und stromlinienförmig rund und etwa 7m lang. Vorteilhafterweise hat es an einem Ende einen 3.5mm Klinkenstecker und am anderen Ende eine Plastikdose, in der man den Draht aufrollen kann. Das ist ein bischen besser als die Blumendrahtspule, die Tecsun so mitliefert

Der Draht wirkt schon arg dünn und die Aufwickelvorrichtung ist ziemlich hakelig und vor allem manuell zu bedienen, nicht wie bei der federbetriebenen Staubsaugerschnur oder den ähnlich aussehenden Hundeleinen. Die flache Fingermulde braucht relativ viel Druck mit dem Finger damit derselbe nicht herausrutscht und das behindert wiederum das Aufwickeln. Abwickeln geht dafür ganz gut, jedenfalls bis so 2m vor Ende des Drahtes, wenn der Durchmesser des Drahtwickels in der Dose zu gering geworden ist. Dann muss man schon etwas doller ziehen und bekommt Angst um den dünnen Draht.

Falls das Radio keine 3,5mm Klinken-Antennenbuchse hat: Als Zubehör wird eine Art Kroko-Klemme für Teleskopantennen und einer 3,5mm-Buchse am anderen Ende mitgeliefert. Das ist schon ein bischen schöner als das "Draht um die Antenne zwirbeln" wie früher in der schlechten Zeit ("wir hatten ja nix").

Von den Empfangsleistungen her funktioniert es keinen Deut besser oder schlechter als die meisten anderen Stücke Draht von etwa 7m Länge, sei es eine Litze aus einer Lautsprecherleitung oder Kupferlackdraht. Auch wenn das Wort "Antenne" für ein unangepasstes, unabgestimmtes Stück Draht, dass man irgendwo in die Gegend schmeisst vielleicht ein ganz winziges kleines bischen dick aufgetragen wirkt, funktioniert es doch gut. Es verbessert den Empfang in jedem Fall, ohne die Vorstufe eines typischen Reiseempfängers zu überlasten wie eine richtige Antenne oder ein längerer Draht.

Tip: mit sowas kann man auch Fahnenmasten, Regenrinnen und andere Gebilde aus Metall induktiv ankoppeln - einfach 2-3 Windungen des Drahts (nicht die Isolierung entfernen!) um den Gegenstand herumwickeln und schon ist der Mast, die Regenrinne oder der Eiffelturm Teil der Antenne und sorgt für viel Signal (und auch viel Eingangsspannung, Abschwächer einschalten!)

Fazit:
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Empfehlenswert, solange der Draht hält und nichts schweres die Aufwickeldose entzweit hat. Mutet praktischer an als das Knäuel Draht, das man früher für sowas benutzt hat. Ob das Gebilde auch preiswert ist vermag ich nicht sicher zu beurteilen, allerdings kann ich mir nicht vorstellen das die Erstellungskosten eines Exemplars der ANT-60 höher liegen als 1€ inklusive Shipping aus China, sowie Zoll, Versicherung, Hunde- Vergnügungs- und Erbschaftssteuer. In dem Fall wären im Preis von knapp 13,50€ sicher das eine oder andere Prozent Zubehöraufschlag enthalten, aber dafür bekommt man immerhin ein Stück Draht mit einer gewissen "Plug-and-play"-Funktionalität und semi-professioneller Anmutung. Immerhin hat das Stück Draht eine Modellbezeichnung! Also, wer sich ein bischen mit Luxus umgeben möchte - klare Kaufempfehlung!


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