Jeans Store Hier klicken Neuerscheinungen Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More sommer2016 Slop16 Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic festival 16
Profil für ETK > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von ETK
Top-Rezensenten Rang: 17
Hilfreiche Bewertungen: 18201

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
ETK (Niedersachsen)
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Panasonic DMR-BST745EG9 Blu-ray Rekorder 500GB Festplatte (Twin HD DVB-S-Tuner, Einkabelfunktion, WLAN, 2x CI+, HbbTV, 4K Upscaling, Streaming) silber
Panasonic DMR-BST745EG9 Blu-ray Rekorder 500GB Festplatte (Twin HD DVB-S-Tuner, Einkabelfunktion, WLAN, 2x CI+, HbbTV, 4K Upscaling, Streaming) silber
Wird angeboten von OptixMania

208 von 214 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eierlegende Wollmilchsau, mit verbessertem EPG und Streaming, 20. August 2014
Stand: 16.9.14

Ich habe beim Modell BCT 940 Screenshots zu verschiedenen Funktionen eingestellt. Vgl. auch - insbesondere bzgl. der auch für die 2014er-Generation geltenden Kritik zu den Kopierbeschränkungen - meine Rezension zur 2013er-Generation (z.B. BCT 730).

I. Infos zur Kaufentscheidung

1. Für wen ist das Gerät etwa und für wen nicht?

a) Die Vorteile der Geräte sind z.B.
- vergleichsweise einfache Bedienung der Grundfunktionen (wenn die Sonderfunktionen genutzt werden sollen, wird es allerdings recht kompliziert, siehe Handbuch),
- Wiedergabe von DVD, Blu-Rays (auch in 3D), Musik, Fotos, Videos (auch in AVCHD und direkt von der SD-Karte des Camcorders/Fotoapparats durch eingebauten SD-Card-Reader),
- die Möglichkeit, Videos auf DVDs oder Blu-Rays zu brennen (auch AVCHD-DVDs),
- die Möglichkeit, Aufnahmen per App aus der Ferne zu programmieren,
- die Möglichkeit, TV-Programme und Aufnahmen auf Smartphones oder Tablets zu streamen (auch über das Internet),
- die Möglichkeit, TV-Programme zu Hause auf DLNA-fähige Geräte zu streamen (z.B. zu einem anderen TV in einem Raum, ohne TV-Anschluss; funktioniert super mit Panasonic-Geräten, s.u.),
- die „Nachrüstung von Smart-TV-Funktionen“, HbbTV und DNLA-Medienstreaming für das eigene TV (falls das TV das noch nicht konnte),
- sehr gute Bild- und Tonqualität in SD und HD.

b) Was das Gerät nicht kann/was nicht gut ist:
- die einfache Bedienung wird durch etliche Restriktionen erkauft, z.B. hält sich das Gerät (anders als viele Linux-Receiver, aber wie alle anderen Markengeräte auch) an alle DRM-Restriktionen,
- eine Nachrüstung von Funktionen gibt es (anders als bei Linux-Receivern) nicht, Updates dienen nur der Fehlerkorrektur, allerdings können ggf. neue Funktionen über Web-Apps (Netzwerkdienste) dazukommen,
- das EPG ist verbessert, aber immer noch hinter dem Stand der Technik zurück,
- nach wie vor Macken bei der Android-App und schlechter App-Support (s.u.)

c) Fazit
- Wer einen in den Grundfunktionen einfach zu bedienenden HDD-Rekorder will, der auch DVDs und Blu-Rays brennen kann, hat kaum eine Alternative.
- Wer keine DVDs oder Blu-Rays brennen will, ist mit einem modernen HDD-Receiver ggf. besser bedient.
- Wer DMR-Beschränkungen nicht mag und bereit ist, sich in die komplexe Bedienung dieser Geräte hineinzufuchsen, wird mit einem Linux Receiver (Dreambox, VU+ usw.) glücklicher werden.

TIPP: Die Bedienungsanleitung lässt sich als PDF-Dateien von der Panasonic-Webseite herunterladen. Es gibt eine neue Version vom August 2014.

2. Modellunterschiede der aktuellen Gerätegeneration (740/745/845/940)

- BST = SAT-Tuner, BCT = DVB-C/DVB-T-Tuner (1 Anschluss, entweder DVB-C oder DVB-T); einen analogen Kabeltuner hat der BCT nicht!
- 940/740 schwarz, 845/745 silbern
- 940 = 2 TB, 845 = 1 TB, 740/745 = 500 GB (500 GB = 212 Stunden SD oder 76 Stunden HD in unkomprimierter DR-Qualität)
- 740/745/845: Doppeltuner (zwei Programme gleichzeitig), 940 Dreifachtuner (drei Programme). Einen "Dreifachtuner" der SAT, Kabel und DVB-T kann, hat keines der drei Geräte.
- nur 940: Füße unter dem Gerät, zwei HDMI-Augänge, bei 940 BST Splitter für Einkabel-Multischalter-Funktion mitgeliefert
- nur 845/940: Keyword-Recording
- ansonsten sind alle Funktionen aller Geräte gleich.

3. Unterschiede zur Vorjahresgeneration (730/735/835)

a) Die Änderungen zur Vorjahresgeneration sind überschaubar, aber nett:

- besseres EPG: wahlweise auch vertikale Darstellung

- Keyword-Recording (nur bei 845 und 940), d.h. man kann das EPG nach Stichwort durchsuchen (im Einzelnen s.u.)

- TV Anywhere: Während die Vorjahresgeneration nur in dem WLAN-Netz streamte, an das er angeschlossen war, erlaubt die neue Generation auch das Streamen von Aufnahmen oder TV-Sendungen über das Internet. Dafür gibt es eine neue App (die nur die 2014er unterstützt)

- Multiroom-Streaming: Das Gerät streamt TV und Aufnahmen (wie bisher) per DLNA im WLAN-Netz, jetzt aber auch an mehrere Clients gleichzeitig, wobei jeder Client einen anderen Inhalt abrufen kann

- keine Skype-Taste mehr auf der Fernbedienung

b) Lohnt sich der Neukauf für Besitzer älterer Rekorder?

- für Besitzer der 2013er-Generation: M.E. eher nein. Die relevanten Änderungen sind verbessertes EPG und Streaming. Die wichtigste Änderung (Keyword-Recording) haben ohnehin nur 845 und 940, und auch dort erscheint das Feature nicht wirklich ausgereift/durchdacht. Das neue Streaming über das Internet funktioniert eher schlecht als recht. Durch die Macken der "Diga Player"-App frustrierte Android-Nutzer werden weiter frustriert sein, denn auch die neue App "Media Access" ist in der Android-Variante leider, was das Streamen angeht, fehlerhaft und die "Diga Player"-App hat Panasonic trotz ihrer Mängel seit einen Jahr nicht mehr aktualisiert, so dass ich nicht darauf zählen würde, dass das bei der "Media Access"-App besser wird.

- für Besitzer der 2012er Generation: Schon eher, denn diese Generation hat noch gar keine Streaming-Funktionen und die sind schon sehr praktisch (insbesondere wenn man ein DLNA-fähiges Empfangsgerät oder iOS-Gerät hat).

TIPP: Die neuen Funktionen werden exklusiv bleiben. Firmwareupdates für frühere Generationen, die Funktionen nachrüsten, hat es bei Panasonic noch nie gegeben. Und selbst bei den Apps für mobile Geräte bringt Panasonic (warum auch immer) mit jeder Gerätegeneration eine neue App heraus, die dann nur mit den neuen Geräten funktioniert.

4. Brauche ich eine weitere Smartcard / ein weiteres CI+ Modul?

Grundsätzlich nein.

- Für „Free-TV“-Sender (ARD, ZDF, RTL, SAT1 usw.) in SD, bei ARD/ZDF/arte usw. auch in HD braucht man seit einiger Zeit (jedenfalls im Kabel) weder CI-Karte noch Smartcard.

- Wer auch andere Sender (d.h. Pay-TV-Sender incl. privater HD-Sender) aufnehmen will, aber nur ein CI-Modul mit Smartcard im TV hat, steckt dieses Modul in den Rekorder um. Der Rekorder kann dann alles aufnehmen. Das TV kann dann ohne den Rekorder nur noch Free-TV, aber man kann für die anderen Sender ja den Tuner des Rekorders nutzen.

- Die beiden (bzw. drei) Tuner des Rekorders teilen sich ein CI-Modul und eine Smartcard. Der zweite CI-Schacht ist nur für den Fall vorhanden, dass man zwei verschiedene Smartcards verschiedener Anbieter gleichzeitig nutzen möchte (z.B. Kabel Deutschland und Sky).

- Wer bisher zwar eine Smartcard, aber kein CI-Modul hat, muss letzteres dazu erwerben, wenn er die Smartcard im Panasonic nutzen will.

- Nur wer einen anderen Rekorder, Receiver oder Fernseher hat, mit dem er auch unabhängig vom Panasonic-Rekorder alle Sender empfangen will, braucht eine zwingend weitere Smartcard und ggf. ein weiteres CI-Modul bzw. muss die Karte umstecken.

5. Welche Medien soll ich dazu kaufen?

Es funktionieren u.a.
- BD-RE (25): TDK 2x, Verbatim 2x
- BD-R (25): TDK 4x; Panasonic 4x, 6x;
- BD-R (50): Panasonic 4x
- DVD-RW: Verbatim (2x, 4x, 6x)
- DVD-RAM Panasonic 2-3x

Bitte beachten: AVCHD-DVD setzen das „DVD-R“-Format voraus (mit „DVD+R“ geht das nicht).

6. Welche Zubehör brauche ich (außer DVD/BD)?

a) Dem Gerät liegt kein HDMI-Kabel bei. Also unbedingt mitbestellen, falls nicht vorhanden.
b) Sinnvoll ist auch ein USB-Verlängerungskabel (z.B. AmazonBasics USB 2.0 A-Stecker auf A-Buchse Verlängerungskabel (1 Meter)), weil die hintere USB-Buchse schwer erreichbar ist.
c) für BCT: Bei Empfangsstörungen hilft ggf. ein Koaxialkabel mit Mantelstromfilter für ca. 5 Euro.
d) für BST: Wer nur ein SAT-Kabel hat, braucht ggf. einen Einkabel-Multischalter (der nur beim 940 mitgeliefert wird).

II. Installation

1. Das Gerät ist erstaunlich klein.

2. Es liegen FB, Batterien, gedruckte Anleitung (heute nicht mehr selbstverständlich) sowie Antennen- und Netzkabel bei (kein HDMI-Kabel)

3. Das Gerät installiert sich im Wesentlichen selbst (Sendersuche etc.).

4. Ins Internet funkt es sowohl auf 2,4 als auch auf 5 GHz (IEEE802.11a/b/g/n). WPA2 wird unterstützt. Die Verbindung kann per Schlüsseleingabe oder WPS hergestellt werden.

5. Die aktuelle Firmware ist 1.11 (Sept. 2014). Wenn das Gerät online ist, kann man das Update über das Internet beziehen, soweit nötig.

6. Wer Fernsehsender auf das Mobilgerät streamen oder den Rekorder per App steuern möchte, möchte, kann dafür die App „Panasonic Media Access“ (iOS/Android) kostenlos herunterladen. Die alte App "Diga Player" funktioniert nicht mit den neuen Geräten (und umgekehrt). Für die Nutzung von „Remote Recording“ muss diese Funktion beim Setup des Geräts aktiviert werden. Außerdem muss man einen Account bei Panasonic einrichten, was man von der App aus machen kann. Accounts, die für eine Rekorder der Vorjahresgeneration eingerichtet wurden, funktionieren nicht. Man kann den neuen Account aber mit gleicher Emailadresse und gleichem Password einrichten. Bei der Email-Adresse ist Groß/Kleinschreibung für die Erkennung bei der Anmeldung relevant.

7. Wer ein anderes Panasonic-Gerät hat, dessen Fernbedienung konfligiert, muss sowohl beim Gerät im Einstellungsmenü als auch auf der FB einen anderen Code wählen. Wie das geht, steht in der Anleitung.

8. Ggf. muss ein CI-Modul mit Smartcard eingesteckt werden.

9. Wenn die Uhr dauerhaft sichtbar sein soll, muss unter Anzeige das Display von “Automatisch” auf “Hell” umgestellt warden.

10. Wenn der Rekorder mal massive Fehlfunktionen hat oder ihn die App nicht findet, hilft es ggf. ihn vom Strom zu trennen (sozusagen ein „kalter Reset“).

III. Funktionsbeschreibung, Test, Kritik

1. Medienwiedergabe

a) Bild und Ton sind bei Panasonic exzellent. 3D-BD laufen, ein 4D-Upscaling. Das Laufwerk ist m.E. sehr leise (sowohl HDD als auch DVD/BD). Alle wesentlichen Formate können auch von SD-Karte oder per USB (Stick/HDD) wiedergegeben werden. Bei für Apple-Geräte kodierten Videofiles (MP4, M4V) ist er etwas wählerisch und spielt manche Dateien ab und manche (anders als z.B. die PS3) nicht.

TIPP: Besonders feinhörige Menschen können die HDD über die Menüfunktion mit dem seltsamen Namen „Klangoptimierungsmodus“ abschalten. ABER ACHTUNG: Solange man das nicht wieder anmacht, sind keine Timeraufnahmen mehr möglich.

b) Medien können auch von USB-Festplatten abgespielt werden (die auch kleiner als 160 GB sein dürfen). Bei den Festplatten unterscheidet das Gerät zwei Arten:
- Festplatten, von denen man extern aufgespielte Inhalte wiedergeben kann („USB-Gerät“). Diese Platten können nicht zum Verschieben von Dateien (siehe unten 5b) genutzt werden. Sie können in FAT12, FAT16, FAT32 oder NTFS formatiert sein.
- Festplatten zum Verschieben von Daten („USB-HDD“). Diese müssen „registriert“ (und damit gelöscht) werden und können nur zum Auslagern von Daten genutzt werden (siehe unten 5b).

2. Medienstreaming / Apps

a) Ein Highlight des Geräts ist die Fähigkeit nicht nur Bilder und Videos von der Festplatte, sondern auch TV-Sendungen zu streamen. Diese Funktion wurde weiter verbessert.

Allgemein gilt dazu folgendes:
- Multiroom Streaming: Das Streamen erfolgt (wie bei der Vorjahresgeneration) im WLAN-Netz über DLNA (der Rekorder erscheint im Netzwerk als DLNA-Medienserver). Neu ist die Möglichkeit, an mehrere Geräte gleichzeitig (auch verschiedene Inhalte) zu streamen (das funktioniert ggf. nicht oder nur an ein Gerät, wenn der Rekorder Aufnahmen macht, kopiert oder anderweitig belastet ist). Die App erlaubt wahlweise 2 Mbps oder 6Mbps als Datenrate.
- TV Anywhere: Anders als bei der Vorjahresgeneration wird jetzt auch über das Internet gestreamt. Die App erlaubt hierfür wahlweise 400 Kbps, 1,5 Mbps oder 3,5 Mbps.
- Der Stream ist um ein paar Sekunden zeitversetzt. Also nicht wundern, wenn Ihr Fußball streamt und alle anderen jubeln schon ein paar Sekunden vor Euch, wenn ein Tor fällt ...
- DVD- oder Bluray-Inhalte werden nicht gestreamt.
- Das Streamen ist grds. problemlos bei allen Sender, die ohne CI-Modul und CAM-Karte empfangen werden können (auch in HD).
- Bei verschlüsselten (Pay-TV-)Sendern wird es ggf. komplizierter: Diese können zwar auch gestreamt werden, aber nur solange der Rekorder das CI-Modul nicht für andere Aufgaben (etwa Aufnahmen) braucht.

b) Es gibt eine neue App für iOS und iOS (Media Access). Die alte App “Diga Player” funktioniert nicht mit den neuen Geräten (und die neue nicht mit den alten). Das Streamen funktioniert bei iOS zuverlässig, bei Android geht es mal und mal nicht. Da Panasonic es schon bei der Vorjahres-App “Diga Player” nicht geschafft hat, eine Android-Version zu liefern, an die das Gerät tatsächlich zuverlässig streamen kann (trotz hunderer User-Beschwerde wurde die App seit Okt. 2013 auch nicht mehr aktualisiert), würde ich mich nicht darauf verlassen, dass Panasonic die Macken der neuen Android-App repariert. Für Android-Nutzer daher ein Tipp: Mit der Kombination aus den Apps BubbleUPnP und VLC geht das Streamen im WLAN per DLNA schon jetzt zuverlässig. Beide Apps kann man kostenlos laden. Über das Internet streamen kann man damit aber leider nicht.

c) Auch im Gerät selbst sind unter Netzwerkdienste etliche APPS vorinstalliert (z.B. YouTube, Netflix, ZDF Mediathek, Webbrowser etc.). Weitere Apps können über den Panasonic Marketplace (im Gerät eingebaut) teils kostenlos, teils gegen Geld nachgeladen werden. Eine deutsche Amazon Instant Video-App gibt es (noch?) nicht. In den USA gibt es schon lange ein solche App für Panasonic. Warum Panasonic das europäischen Nutzern vorenthält, ist schleierhaft.

3. EPG

a) Das EPG der Vorjahresgeneration war total veraltet und ließ nur eine horizontale Darstellung zu. Beim neuen kann man auf vertikal (Sendungsliste für einen Sender) umschalten.

b) Und vor allem: Die neue Generation (nur 845/940, nicht 700er!) erlaubt jetzt endlich eine Suche nach Stichwort, Kategorie (unzuverlässig), etc. So kann man z.B. alle „Tatort“-Folgen finden und automatisch aufnehmen lassen. Das Gerät sucht jeden Tag automatisch nach neuen Folgen, deren Titel das Keyword enthält. Auf diese Weise verpasst man (wenn es funktioniert) auch dann Serienfolgen nicht mehr, wenn die Sendezeiten sich kurzfristig ändern. Insgesamt kann man 16 Keywords definieren und auch deren Priorität festlegen.

So weit die Theorie. In der Praxis ist das EPG leider immer noch nicht so ausgereift/durchdacht, wie z.B. beim HD-Rekorder von KabelDeutschland aus dem Jahre 2010. Ich war eher enttäuscht. Vielleicht kommt ein wirklich zeitgemäßes EPG dann als Killerfeature der 2015er Generation ...

Kritik:

(1) Die Aufnahme lässt sich dummerweise nicht auf einzelne Sender beschränken (da das sofort als Teil-Lösung der nachfolgenden Probleme ins Auge sticht und bei anderen EPG üblich ist, verwundert sehr, dass man das bei Panasonic nicht gesehen/nicht implementiert hat). Weil diese Einstellung fehlt, wird der Tatort z.B. immer gleich zig-mal (in SD und HD von der ARD sowie zusätzlich auch von allen Dritten, EinsPlus usw., aufgenommen; und natürlich auch alle Wiederholungen alter Tatorte), ferner alle Sendungen, in denen das Wort "Tatort" im Titel vorkommt, z.B. auch "Verdachtsfälle Spezial - Tatort Deutschland"), und sogar Sendungen mit dem Titelstichwort auf Sendern, die verschlüsselt sind (und die man daher gar nicht abspielen kann).

Tipp: Immerhin kann man einstellen, dass nur Sender der Favoritenliste durchsucht werden. Auf diese Weise werden immerhin unnütze (weil gar nicht abspielbare) Aufnahmen von verschlüsselten, nicht abonnierten Sendern unterbunden, die nur unnötig die Festplatte vollmüllen.

(2) Die mangelnde Flexibilität bei der Aufnahme kann leicht Überfüllung der Platte hervorrufen. Die Lösung von Panasonic für dieses Problem: Keyword-Aufnahmen werden automatisch nach 10 Tagen gelöscht. Das kann allerdings dazu führen, dass Aufnahme gelöscht wurden, bevor man sie überhaupt anschauen konnte (z.B. bei Urlaub von mehr als 10 Tagen). Dieses Problem wurde jetzt aber teilweise adressiert. Das Löschen lässt sich abschalten, vgl. Handbuch August 2014, S. 47. Dann hat man aber wieder das Überfüllungsproblem ...

(3) Die App (Fernprogrammierung) unterstützt Keyword-Recording gar nicht und zeigt auch nicht, welche Sendungen bereits dafür markiert sind. Man kann daher auch nicht per App die Aufnahme doppelter Sendungen verhindern, sondern diese nur nachträglich löschen.

(4) Eher marginal ist, dass Keyword-Aufnahmeprogrammierungen und normale Timeraufnahmen auch im Timermenü und im Wiedergabemenü des Geräts selbst getrennt angezeigt werden. Das ist unübersichtlich.

4. AVCHD-Verarbeitung

Man kann mit dem Gerät auch AVCHD-Aufnahmen, die man selbst auf dem Camcorder gemacht hat "bearbeiten“ (genau genommen nur rearrangieren, einzelne Aufnahmen löschen und den Rest auf DVD oder BD brennen). Wenn man die SD-Karte direkt aus dem Camcorder einsteckt, kann man die Dateien von dieser kopieren (nur dann, wenn man einfach nur die Streams auf der SD-Karte hat, akzeptiert der Rekorder sie nicht). Der Rekorder nimmt die verschiedenen Files grds. als einen Film auf. Die Einzeldateien werden zu Kapiteln. Am Anfang jedes Kapitels wird kurz eingeblendet, wann es aufgenommen wurde. Leider gibt es hier viele unnötige Restriktionen (vgl. im Detail meine Rezension zur Vorjahresgeneration, etwa BCT 730)..

5. Kopieren/Verschieben

a) Verschieben (externe USB-HDD)
- Es können bis zu acht externe Festplatten registriert werden. Das Registieren beinhaltet ein Formatieren in einem besonderen Format. ACHTUNG: Alle Daten werden gelöscht; immerhin geht das nicht versehentlich, sondern nur über eine (durch die Notwendigkeit eine Taste für mehrere Sekunden zu drücken gegen Kinder und leichtsinnige geschützte) Menüfunktion.
- Die Platten müssen eine Kapazität zwischen 160 GB und 2 TB haben (Platten unter 160 GB werden nicht erkannt).
- Die Buchsen liefern 500 mA-Spannung, was für die meisten USB 2.0, 2,5-Zoll-Platten reicht.
- Man kann nur eine Platte zum Auslagern auf einmal anschließen (an vordere oder hintere USB-2.0-Buchse).
- Auf die Platten können dann per USB 2.0 TV-Aufnahmen verschoben werden. Wohlgemerkt: Man kann Aufnahmen nur verschieben. Sie werden dann (ob man will oder nicht) von der internen HDD gelöscht. Umgekehrt das gleiche Spiel: Man kann Dateien von der externen HDD auf die interne verschieben, aber nicht kopieren, weil das Original zwangsweise gelöscht wird.
- Man kann die Videos und andere Dateien dann auch direkt von der an den Rekorder angeschlossenen Platte abspielen.
- TV auf eine externe Platte aufnehmen kann man nicht. Das ist schade.
- Die Aufnahmen auf der Platte können NUR mit dem konkreten Rekorder (auch nicht mit einem anderen Rekorder des gleichen Typs) abgespielt werden. Auch PCs erkennen die Platten nicht mehr

ACHTUNG: Wenn man die Registrierung einer Platte löscht, können die Inhalte auch nicht mehr mit dem eigenen Rekorder wiedergeben werden und wenn der Rekorder kaputt geht, sind auch alle Aufnahmen auf den externen Platten futsch. Panasonic rät deshalb, die Platten nur zum temporären Lagern von Daten zu verwenden und sie besser auch auf DVD/BD zu brennen. Bevor man eine Platte vom Rekorder trennt, sollte man unbedingt über das Festplattenmenü „Festplatte trennen“ wählen. Vergisst man das, erkennt der Rekorder die Platte nach dem Wiederanschließen ggf. nicht mehr und alle Daten sind unrettbar futsch.

TIPP: Platten, die man mit dem Panasonic-Rekorder genutzt hat, werden vom PC ggf. nicht mehr erkannt, weil Panasonic ein eigenes Format verwendet. Wenn das der Fall ist, kann man sie mit der Freeware EaseUS Partition Master formatieren und damit auch für den PC wieder nutzbar machen.

b) Kopieren
Das Kopieren ist bei Panasonic eine Wissenschaft für sich (weniger freundlich: ein Schmerz im Allerwertesten), weil es durch ein unlogisches und willkürliches System von Beschränkungen erschwert wird, die oft nicht aus DRM-Verbotn der Sender resultieren. Das hier zu beschreiben, würde das Zeichenlimit der Rezension aprengen (siehe daher im Einzelnen die Anleitung von Panasonic sowie meine Rezension zu den Vorjahresgeräten, z.B. BCT 730).

Nur rein paar allgemeine Hinweise:
- Beim Kopieren auf DVD wird eine einfache Menüstruktur angelegt. Man kann vor dem Brennen einstellen, ob das Abspielen dann mit dem Menü oder dem ersten Titel beginnen soll.
- Bei Kopieren auf BD kann man auch das DR-Format beibehalten. Diese BDs laufen dann aber nicht auf allen Playern. Wenn man optimale Komptabilität sicherstellen will, muss man die Videos in eines der “H”-Formate konvertieren.
- Allgemein müssen DVD/BD finalisiert warden, um auf anderen Geräten angespielt warden zu können.
- Beim Kopieren auf DVD/BD bleibt der Titel (anders als beim Kopieren auf eine USB-HDD auch auf der Platte).
- Die voraussichtliche Kopierzeit wird vom Gerät regelmäßig viel zu hoch geschätzt. Das wird aber sofort bei Beginn der Kopie korrigiert.

c) Editieren
Man kann Videoaufnahmen editieren (z.B. Werbung rausschneiden). Dafür Titel anwählen und Taste "Option" drücken. Dann erscheint ein Menü incl. "Bearbeiten". Man kann sie auch zu Gruppen/Ordnern zusammenfassen (z.B. alle Tatortfolgen). Dafür die gewünschten Titel markieren und “Option” drücken. Gruppen kann man auch wieder auflösen. Eine Möglichkeit, die falsche Zuordnung zu einer bestimmten Kategorie wie “Film” (die das Gerät autmatomatisch vornimmt) zu korrigieren, gibt es nach wie vor nicht, was die Kategorien weitgehend sinnlos macht.

6. TV aufnehmen

a) Aufnahmen sollte man grds. im DR-Modus machen. Das ist die optimale Qualität. Es werden bei DR auch alle Sprachen, Videotext usw. mit aufgenommen. Man kann auch ein anderes Format wählen, in das dann konvertiert wird. Konvertieren kann man auch nachträglich, z.B. vor dem Überspielen. Konvertiert man, muss man sich ggf. mit einer Sprache begnügen oder auf Videotext verzichten, der im DR-Modus mit aufgenommen wird.

b) Wenn man die aktuell laufende Sendung später zu Ende schauen will, kann man einfach die REC-Taste drücken. Der Rekorder fragt dann, ob er sie bis zum Ende aufnehmen soll. Man kann auch eine andere Zeit angeben.

c) Es gibt 16 Keyword-Timer und zusätzlich 32 manuelle Timer (die auch auf wöchentlich gestellt werden können, was dann nur einen Timer belegt).

d) Das Gerät hat Digital-Tuner, mit denen es zwei (beim 940 drei) Programme gleichzeitig aufnehmen oder z.B. auch eines aufnehmen und eines zum Anschauen darstellen kann. Ein Gerät mit einem echten “Triple-Tuner” (SAT, DVB-T, DVB-C) gibt es nicht. Man muss sich zwischen SAT (BST) und DVB-C/T (BCT) entscheiden.

e) Falls das Aufnehmen von Pay-TV oder HD-Sendern nicht funktioniert: Das liegt vermutlich daran, dass manche Sender das verbieten. Panasonic befolgt insoweit deren Vorgaben.

7. TV anschauen

a) Wenn man TV mit dem Rekorder schaut (via HDMI), wird permanent aufgezeichnet. D.h. man kann das Bild, auch wenn man nicht Aufnahme gewählt hat anhalten und max. 90 Minuten zurückspulen. Auch ist das Bild in SD wie HD sehr gut.

b) Das Gerät bietet nicht nur Videotext (der bei den meisten Sendern in eher bescheidener Qualität in ein etwas verkleinertes Fenster eingeblendet wird), sondern auch HbbtV (derzeit von ARD, ZDF, Arte und RTL ausgestrahlt). Das ist sehr nett. Man kann z.B. ohne Umweg über das Netzdienste-Menü die ZDF Mediathek erreichen.

c) Da das Gerät recht zuverlässig automatisch KAPITELMARKEN anhand des Inhalts setzt, kann man Werbung meistens einfach durch (ggf. mehrfachen) Druck auf Skip Forward überspringen. Automatische Kapitelmarken (standardmäßig an) also am besten angestellt lassen. Man kann auch während des Anschauens manuell Kapitelmarken setzen, indem man „CHAPTER“ drückt.

Sehr nett für das Anschauen von Aufnahmen sind auch die MANUAL SKIP-Tasten unten rechts auf der FB. Damit kann man per Tastendruck 60 Sekunden vor oder 10 Sekunden zurückspringen. Über die Taste TIME SLIP kann man auch eine bestimmte Zeit einstellen, die übersprungen werden soll.

Falls das Spulen/Überspringen während des Betrachtens von HD-Aufnahmen nicht funktioniert: Das liegt daran, dass manche Sender das verbieten. Panasonic befolgt insoweit deren Vorgaben.

IV. Fazit

Panasonic hat die Vorjahresgeneration konsequent weiterentwickelt. Wirklich neu sind nur die Möglichkeit, an mehrere Gerät zugleich sowie über das Internet zu streamen und das zeitgemäßere EPG. Leider ist das EPG immer noch nicht "state of the art" und die Android-App nach wie vor "buggy". Nervig sind auch die nach wie vor vielen (oft nicht nur die Sender vorgegebenen) Kopierrestriktionen. In der Summe reduziere ich daher meine ursprüngliche Bewertung von 5 auf 4 Sterne. Immerhin 4 Sterne, weil die Grundfunktionen (TV, Aufnahme, Wiedergabe) zuverlässig und in guter Qualität möglich sind und es eine Geräte-Alternative mit vergleichbarem Funktionsumfang nicht gibt.
Kommentar Kommentare (36) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 15, 2016 5:10 PM CET


Panasonic DMR-BCT740EG9 Blu-ray Rekorder 500GB Festplatte (Twin HD DVB-C-Tuner, Einkabelfunktion, WLAN, 2x CI+, HbbTV, 4K Upscaling, Streaming) schwarz
Panasonic DMR-BCT740EG9 Blu-ray Rekorder 500GB Festplatte (Twin HD DVB-C-Tuner, Einkabelfunktion, WLAN, 2x CI+, HbbTV, 4K Upscaling, Streaming) schwarz

587 von 603 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eierlegende Wollmilchsau, mit verbessertem EPG und Streaming, 20. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Stand: 16.9.14

Ich habe Screenshots zu verschiedenen Funktionen eingestellt. Vgl. auch - insbesondere bzgl. der auch für die 2014er-Generation geltenden Kritik zu den Kopierbeschränkungen - meine Rezension zur 2013er-Generation (z.B. BCT 730).

I. Infos zur Kaufentscheidung

1. Für wen ist das Gerät etwa und für wen nicht?

a) Die Vorteile der Geräte sind z.B.
- vergleichsweise einfache Bedienung der Grundfunktionen (wenn die Sonderfunktionen genutzt werden sollen, wird es allerdings recht kompliziert, siehe Handbuch),
- Wiedergabe von DVD, Blu-Rays (auch in 3D), Musik, Fotos, Videos (auch in AVCHD und direkt von der SD-Karte des Camcorders/Fotoapparats durch eingebauten SD-Card-Reader),
- die Möglichkeit, Videos auf DVDs oder Blu-Rays zu brennen (auch AVCHD-DVDs),
- die Möglichkeit, Aufnahmen per App aus der Ferne zu programmieren,
- die Möglichkeit, TV-Programme und Aufnahmen auf Smartphones oder Tablets zu streamen (auch über das Internet),
- die Möglichkeit, TV-Programme zu Hause auf DLNA-fähige Geräte zu streamen (z.B. zu einem anderen TV in einem Raum, ohne TV-Anschluss; funktioniert super mit Panasonic-Geräten, s.u.),
- die „Nachrüstung von Smart-TV-Funktionen“, HbbTV und DNLA-Medienstreaming für das eigene TV (falls das TV das noch nicht konnte),
- sehr gute Bild- und Tonqualität in SD und HD.

b) Was das Gerät nicht kann/was nicht gut ist:
- die einfache Bedienung wird durch etliche Restriktionen erkauft, z.B. hält sich das Gerät (anders als viele Linux-Receiver, aber wie alle anderen Markengeräte auch) an alle DRM-Restriktionen,
- eine Nachrüstung von Funktionen gibt es (anders als bei Linux-Receivern) nicht, Updates dienen nur der Fehlerkorrektur, allerdings können ggf. neue Funktionen über Web-Apps (Netzwerkdienste) dazukommen,
- das EPG ist verbessert, aber immer noch hinter dem Stand der Technik zurück,
- nach wie vor Macken bei der Android-App und schlechter App-Support (s.u.)

c) Fazit
- Wer einen in den Grundfunktionen einfach zu bedienenden HDD-Rekorder will, der auch DVDs und Blu-Rays brennen kann, hat kaum eine Alternative.
- Wer keine DVDs oder Blu-Rays brennen will, ist mit einem modernen HDD-Receiver ggf. besser bedient.
- Wer DMR-Beschränkungen nicht mag und bereit ist, sich in die komplexe Bedienung dieser Geräte hineinzufuchsen, wird mit einem Linux Receiver (Dreambox, VU+ usw.) glücklicher werden.

TIPP: Die Bedienungsanleitung lässt sich als PDF-Dateien von der Panasonic-Webseite herunterladen. Es gibt eine neue Version vom August 2014.

2. Modellunterschiede der aktuellen Gerätegeneration (740/745/845/940)

- BST = SAT-Tuner, BCT = DVB-C/DVB-T-Tuner (1 Anschluss, entweder DVB-C oder DVB-T); einen analogen Kabeltuner hat der BCT nicht!
- 940/740 schwarz, 845/745 silbern
- 940 = 2 TB, 845 = 1 TB, 740/745 = 500 GB (500 GB = 212 Stunden SD oder 76 Stunden HD in unkomprimierter DR-Qualität)
- 740/745/845: Doppeltuner (zwei Programme gleichzeitig), 940 Dreifachtuner (drei Programme). Einen "Dreifachtuner" der SAT, Kabel und DVB-T kann, hat keines der drei Geräte.
- nur 940: Füße unter dem Gerät, zwei HDMI-Augänge, bei 940 BST Splitter für Einkabel-Multischalter-Funktion mitgeliefert
- nur 845/940: Keyword-Recording
- ansonsten sind alle Funktionen aller Geräte gleich.

3. Unterschiede zur Vorjahresgeneration (730/735/835)

a) Die Änderungen zur Vorjahresgeneration sind überschaubar, aber nett:

- besseres EPG: wahlweise auch vertikale Darstellung

- Keyword-Recording (nur bei 845 und 940), d.h. man kann das EPG nach Stichwort durchsuchen (im Einzelnen s.u.)

- TV Anywhere: Während die Vorjahresgeneration nur in dem WLAN-Netz streamte, an das er angeschlossen war, erlaubt die neue Generation auch das Streamen von Aufnahmen oder TV-Sendungen über das Internet. Dafür gibt es eine neue App (die nur die 2014er unterstützt)

- Multiroom-Streaming: Das Gerät streamt TV und Aufnahmen (wie bisher) per DLNA im WLAN-Netz, jetzt aber auch an mehrere Clients gleichzeitig, wobei jeder Client einen anderen Inhalt abrufen kann

- keine Skype-Taste mehr auf der Fernbedienung

b) Lohnt sich der Neukauf für Besitzer älterer Rekorder?

- für Besitzer der 2013er-Generation: M.E. eher nein. Die relevanten Änderungen sind verbessertes EPG und Streaming. Die wichtigste Änderung (Keyword-Recording) haben ohnehin nur 845 und 940, und auch dort erscheint das Feature nicht wirklich ausgereift/durchdacht. Das neue Streaming über das Internet funktioniert eher schlecht als recht. Durch die Macken der "Diga Player"-App frustrierte Android-Nutzer werden weiter frustriert sein, denn auch die neue App "Media Access" ist in der Android-Variante leider, was das Streamen angeht, fehlerhaft und die "Diga Player"-App hat Panasonic trotz ihrer Mängel seit einen Jahr nicht mehr aktualisiert, so dass ich nicht darauf zählen würde, dass das bei der "Media Access"-App besser wird.

- für Besitzer der 2012er Generation: Schon eher, denn diese Generation hat noch gar keine Streaming-Funktionen und die sind schon sehr praktisch (insbesondere wenn man ein DLNA-fähiges Empfangsgerät oder iOS-Gerät hat.

TIPP: Die neuen Funktionen werden exklusiv bleiben. Firmwareupdates für frühere Generationen, die Funktionen nachrüsten, hat es bei Panasonic noch nie gegeben. Und selbst bei den Apps für mobile Geräte bringt Panasonic (warum auch immer) mit jeder Gerätegeneration eine neue App heraus, die dann nur mit den neuen Geräten funktioniert.

4. Brauche ich eine weitere Smartcard / ein weiteres CI+ Modul?

Grundsätzlich nein.

- Für „Free-TV“-Sender (ARD, ZDF, RTL, SAT1 usw.) in SD, bei ARD/ZDF/arte usw. auch in HD braucht man seit einiger Zeit (jedenfalls im Kabel) weder CI-Karte noch Smartcard.

- Wer auch andere Sender (d.h. Pay-TV-Sender incl. privater HD-Sender) aufnehmen will, aber nur ein CI-Modul mit Smartcard im TV hat, steckt dieses Modul in den Rekorder um. Der Rekorder kann dann alles aufnehmen. Das TV kann dann ohne den Rekorder nur noch Free-TV, aber man kann für die anderen Sender ja den Tuner des Rekorders nutzen.

- Die beiden (bzw. drei) Tuner des Rekorders teilen sich ein CI-Modul und eine Smartcard. Der zweite CI-Schacht ist nur für den Fall vorhanden, dass man zwei verschiedene Smartcards verschiedener Anbieter gleichzeitig nutzen möchte (z.B. Kabel Deutschland und Sky).

- Wer bisher zwar eine Smartcard, aber kein CI-Modul hat, muss letzteres dazu erwerben, wenn er die Smartcard im Panasonic nutzen will.

- Nur wer einen anderen Rekorder, Receiver oder Fernseher hat, mit dem er auch unabhängig vom Panasonic-Rekorder alle Sender empfangen will, braucht eine zwingend weitere Smartcard und ggf. ein weiteres CI-Modul bzw. muss die Karte umstecken.

5. Welche Medien soll ich dazu kaufen?

Es funktionieren u.a.
- BD-RE (25): TDK 2x, Verbatim 2x
- BD-R (25): TDK 4x; Panasonic 4x, 6x;
- BD-R (50): Panasonic 4x
- DVD-RW: Verbatim (2x, 4x, 6x)
- DVD-RAM Panasonic 2-3x

Bitte beachten: AVCHD-DVD setzen das „DVD-R“-Format voraus (mit „DVD+R“ geht das nicht).

6. Welche Zubehör brauche ich (außer DVD/BD)?

a) Dem Gerät liegt kein HDMI-Kabel bei. Also unbedingt mitbestellen, falls nicht vorhanden.
b) Sinnvoll ist auch ein USB-Verlängerungskabel (z.B. AmazonBasics USB 2.0 A-Stecker auf A-Buchse Verlängerungskabel (1 Meter)), weil die hintere USB-Buchse schwer erreichbar ist.
c) für BCT: Bei Empfangsstörungen hilft ggf. ein Koaxialkabel mit Mantelstromfilter für ca. 5 Euro.
d) für BST: Wer nur ein SAT-Kabel hat, braucht ggf. einen Einkabel-Multischalter (der nur beim 940 mitgeliefert wird).

II. Installation

1. Das Gerät ist erstaunlich klein.

2. Es liegen FB, Batterien, gedruckte Anleitung (heute nicht mehr selbstverständlich) sowie Antennen- und Netzkabel bei (kein HDMI-Kabel)

3. Das Gerät installiert sich im Wesentlichen selbst (Sendersuche etc.).

4. Ins Internet funkt es sowohl auf 2,4 als auch auf 5 GHz (IEEE802.11a/b/g/n). WPA2 wird unterstützt. Die Verbindung kann per Schlüsseleingabe oder WPS hergestellt werden.

5. Die aktuelle Firmware ist 1.11 (Sept. 2014). Wenn das Gerät online ist, kann man das Update über das Internet beziehen, soweit nötig.

6. Wer Fernsehsender auf das Mobilgerät streamen oder den Rekorder per App steuern möchte, möchte, kann dafür die App „Panasonic Media Access“ (iOS/Android) kostenlos herunterladen. Die alte App "Diga Player" funktioniert nicht mit den neuen Geräten (und umgekehrt). Für die Nutzung von „Remote Recording“ muss diese Funktion beim Setup des Geräts aktiviert werden. Außerdem muss man einen Account bei Panasonic einrichten, was man von der App aus machen kann. Accounts, die für eine Rekorder der Vorjahresgeneration eingerichtet wurden, funktionieren nicht. Man kann den neuen Account aber mit gleicher Emailadresse und gleichem Password einrichten. Bei der Email-Adresse ist Groß/Kleinschreibung für die Erkennung bei der Anmeldung relevant.

7. Wer ein anderes Panasonic-Gerät hat, dessen Fernbedienung konfligiert, muss sowohl beim Gerät im Einstellungsmenü als auch auf der FB einen anderen Code wählen. Wie das geht, steht in der Anleitung.

8. Ggf. muss ein CI-Modul mit Smartcard eingesteckt werden.

9. Wenn die Uhr dauerhaft sichtbar sein soll, muss unter Anzeige das Display von “Automatisch” auf “Hell” umgestellt warden.

10. Wenn der Rekorder mal massive Fehlfunktionen hat oder ihn die App nicht findet, hilft es ggf. ihn vom Strom zu trennen (sozusagen ein „kalter Reset“).

III. Funktionsbeschreibung, Test, Kritik

1. Medienwiedergabe

a) Bild und Ton sind bei Panasonic exzellent. 3D-BD laufen, ein 4D-Upscaling. Das Laufwerk ist m.E. sehr leise (sowohl HDD als auch DVD/BD). Alle wesentlichen Formate können auch von SD-Karte oder per USB (Stick/HDD) wiedergegeben werden. Bei für Apple-Geräte kodierten Videofiles (MP4, M4V) ist er etwas wählerisch und spielt manche Dateien ab und manche (anders als z.B. die PS3) nicht.

TIPP: Besonders feinhörige Menschen können die HDD über die Menüfunktion mit dem seltsamen Namen „Klangoptimierungsmodus“ abschalten. ABER ACHTUNG: Solange man das nicht wieder anmacht, sind keine Timeraufnahmen mehr möglich.

b) Medien können auch von USB-Festplatten abgespielt werden (die auch kleiner als 160 GB sein dürfen). Bei den Festplatten unterscheidet das Gerät zwei Arten:
- Festplatten, von denen man extern aufgespielte Inhalte wiedergeben kann („USB-Gerät“). Diese Platten können nicht zum Verschieben von Dateien (siehe unten 5b) genutzt werden. Sie können in FAT12, FAT16, FAT32 oder NTFS formatiert sein.
- Festplatten zum Verschieben von Daten („USB-HDD“). Diese müssen „registriert“ (und damit gelöscht) werden und können nur zum Auslagern von Daten genutzt werden (siehe unten 5b).

2. Medienstreaming / Apps

a) Ein Highlight des Geräts ist die Fähigkeit nicht nur Bilder und Videos von der Festplatte, sondern auch TV-Sendungen zu streamen. Diese Funktion wurde weiter verbessert.

Allgemein gilt dazu folgendes:
- Multiroom Streaming: Das Streamen erfolgt (wie bei der Vorjahresgeneration) im WLAN-Netz über DLNA (der Rekorder erscheint im Netzwerk als DLNA-Medienserver). Neu ist die Möglichkeit, an mehrere Geräte gleichzeitig (auch verschiedene Inhalte) zu streamen (das funktioniert ggf. nicht oder nur an ein Gerät, wenn der Rekorder Aufnahmen macht, kopiert oder anderweitig belastet ist). Die App erlaubt wahlweise 2 Mbps oder 6Mbps als Datenrate.
- TV Anywhere: Anders als bei der Vorjahresgeneration wird jetzt auch über das Internet gestreamt. Die App erlaubt hierfür wahlweise 400 Kbps, 1,5 Mbps oder 3,5 Mbps.
- Der Stream ist um ein paar Sekunden zeitversetzt. Also nicht wundern, wenn Ihr Fußball streamt und alle anderen jubeln schon ein paar Sekunden vor Euch, wenn ein Tor fällt ...
- DVD- oder Bluray-Inhalte werden nicht gestreamt.
- Das Streamen ist grds. problemlos bei allen Sender, die ohne CI-Modul und CAM-Karte empfangen werden können (auch in HD).
- Bei verschlüsselten (Pay-TV-)Sendern wird es ggf. komplizierter: Diese können zwar auch gestreamt werden, aber nur solange der Rekorder das CI-Modul nicht für andere Aufgaben (etwa Aufnahmen) braucht.

b) Es gibt eine neue App für iOS und iOS (Media Access). Die alte App “Diga Player” funktioniert nicht mit den neuen Geräten (und die neue nicht mit den alten). Das Streamen funktioniert bei iOS zuverlässig, bei Android geht es mal und mal nicht. Da Panasonic es schon bei der Vorjahres-App “Diga Player” nicht geschafft hat, eine Android-Version zu liefern, an die das Gerät tatsächlich zuverlässig streamen kann (trotz hunderer User-Beschwerde wurde die App seit Okt. 2013 auch nicht mehr aktualisiert), würde ich mich nicht darauf verlassen, dass Panasonic die Macken der neuen Android-App repariert. Für Android-Nutzer daher ein Tipp: Mit der Kombination aus den Apps BubbleUPnP und VLC geht das Streamen im WLAN per DLNA schon jetzt zuverlässig. Beide Apps kann man kostenlos laden. Über das Internet streamen kann man damit aber leider nicht.

c) Auch im Gerät selbst sind unter Netzwerkdienste etliche APPS vorinstalliert (z.B. YouTube, Netflix, ZDF Mediathek, Webbrowser etc.). Weitere Apps können über den Panasonic Marketplace (im Gerät eingebaut) teils kostenlos, teils gegen Geld nachgeladen werden. Eine deutsche Amazon Instant Video-App gibt es (noch?) nicht. In den USA gibt es schon lange ein solche App für Panasonic. Warum Panasonic das europäischen Nutzern vorenthält, ist schleierhaft.

3. EPG

a) Das EPG der Vorjahresgeneration war total veraltet und ließ nur eine horizontale Darstellung zu. Beim neuen kann man auf vertikal (Sendungsliste für einen Sender) umschalten.

b) Und vor allem: Die neue Generation (nur 845/940, nicht 700er!) erlaubt jetzt endlich eine Suche nach Stichwort, Kategorie (unzuverlässig), etc. So kann man z.B. alle „Tatort“-Folgen finden und automatisch aufnehmen lassen. Das Gerät sucht jeden Tag automatisch nach neuen Folgen, deren Titel das Keyword enthält. Auf diese Weise verpasst man (wenn es funktioniert) auch dann Serienfolgen nicht mehr, wenn die Sendezeiten sich kurzfristig ändern. Insgesamt kann man 16 Keywords definieren und auch deren Priorität festlegen.

So weit die Theorie. In der Praxis ist das EPG leider immer noch nicht so ausgereift/durchdacht, wie z.B. beim HD-Rekorder von KabelDeutschland aus dem Jahre 2010. Ich war eher enttäuscht. Vielleicht kommt ein wirklich zeitgemäßes EPG dann als Killerfeature der 2015er Generation ...

Kritik:

(1) Die Aufnahme lässt sich dummerweise nicht auf einzelne Sender beschränken (da das sofort als Teil-Lösung der nachfolgenden Probleme ins Auge sticht und bei anderen EPG üblich ist, verwundert sehr, dass man das bei Panasonic nicht gesehen/nicht implementiert hat). Weil diese Einstellung fehlt, wird der Tatort z.B. immer gleich zig-mal (in SD und HD von der ARD sowie zusätzlich auch von allen Dritten, EinsPlus usw., aufgenommen; und natürlich auch alle Wiederholungen alter Tatorte), ferner alle Sendungen, in denen das Wort "Tatort" im Titel vorkommt, z.B. auch "Verdachtsfälle Spezial - Tatort Deutschland"), und sogar Sendungen mit dem Titelstichwort auf Sendern, die verschlüsselt sind (und die man daher gar nicht abspielen kann).

Tipp: Immerhin kann man einstellen, dass nur Sender der Favoritenliste durchsucht werden. Auf diese Weise werden immerhin unnütze (weil gar nicht abspielbare) Aufnahmen von verschlüsselten, nicht abonnierten Sendern unterbunden, die nur unnötig die Festplatte vollmüllen.

(2) Die mangelnde Flexibilität bei der Aufnahme kann leicht Überfüllung der Platte hervorrufen. Die Lösung von Panasonic für dieses Problem: Keyword-Aufnahmen werden automatisch nach 10 Tagen gelöscht. Das kann allerdings dazu führen, dass Aufnahme gelöscht wurden, bevor man sie überhaupt anschauen konnte (z.B. bei Urlaub von mehr als 10 Tagen). Dieses Problem wurde jetzt aber teilweise adressiert. Das Löschen lässt sich abschalten, vgl. Handbuch August 2014, S. 47. Dann hat man aber wieder das Überfüllungsproblem ...

(3) Die App (Fernprogrammierung) unterstützt Keyword-Recording gar nicht und zeigt auch nicht, welche Sendungen bereits dafür markiert sind. Man kann daher auch nicht per App die Aufnahme doppelter Sendungen verhindern, sondern diese nur nachträglich löschen.

(4) Eher marginal ist, dass Keyword-Aufnahmeprogrammierungen und normale Timeraufnahmen auch im Timermenü und im Wiedergabemenü des Geräts selbst getrennt angezeigt werden. Das ist unübersichtlich.

4. AVCHD-Verarbeitung

Man kann mit dem Gerät auch AVCHD-Aufnahmen, die man selbst auf dem Camcorder gemacht hat "bearbeiten“ (genau genommen nur rearrangieren, einzelne Aufnahmen löschen und den Rest auf DVD oder BD brennen). Wenn man die SD-Karte direkt aus dem Camcorder einsteckt, kann man die Dateien von dieser kopieren (nur dann, wenn man einfach nur die Streams auf der SD-Karte hat, akzeptiert der Rekorder sie nicht). Der Rekorder nimmt die verschiedenen Files grds. als einen Film auf. Die Einzeldateien werden zu Kapiteln. Am Anfang jedes Kapitels wird kurz eingeblendet, wann es aufgenommen wurde. Leider gibt es hier viele unnötige Restriktionen (vgl. im Detail meine Rezension zur Vorjahresgeneration, etwa BCT 730)..

5. Kopieren/Verschieben

a) Verschieben (externe USB-HDD)
- Es können bis zu acht externe Festplatten registriert werden. Das Registieren beinhaltet ein Formatieren in einem besonderen Format. ACHTUNG: Alle Daten werden gelöscht; immerhin geht das nicht versehentlich, sondern nur über eine (durch die Notwendigkeit eine Taste für mehrere Sekunden zu drücken gegen Kinder und leichtsinnige geschützte) Menüfunktion.
- Die Platten müssen eine Kapazität zwischen 160 GB und 2 TB haben (Platten unter 160 GB werden nicht erkannt).
- Die Buchsen liefern 500 mA-Spannung, was für die meisten USB 2.0, 2,5-Zoll-Platten reicht.
- Man kann nur eine Platte zum Auslagern auf einmal anschließen (an vordere oder hintere USB-2.0-Buchse).
- Auf die Platten können dann per USB 2.0 TV-Aufnahmen verschoben werden. Wohlgemerkt: Man kann Aufnahmen nur verschieben. Sie werden dann (ob man will oder nicht) von der internen HDD gelöscht. Umgekehrt das gleiche Spiel: Man kann Dateien von der externen HDD auf die interne verschieben, aber nicht kopieren, weil das Original zwangsweise gelöscht wird.
- Man kann die Videos und andere Dateien dann auch direkt von der an den Rekorder angeschlossenen Platte abspielen.
- TV auf eine externe Platte aufnehmen kann man nicht. Das ist schade.
- Die Aufnahmen auf der Platte können NUR mit dem konkreten Rekorder (auch nicht mit einem anderen Rekorder des gleichen Typs) abgespielt werden. Auch PCs erkennen die Platten nicht mehr

ACHTUNG: Wenn man die Registrierung einer Platte löscht, können die Inhalte auch nicht mehr mit dem eigenen Rekorder wiedergeben werden und wenn der Rekorder kaputt geht, sind auch alle Aufnahmen auf den externen Platten futsch. Panasonic rät deshalb, die Platten nur zum temporären Lagern von Daten zu verwenden und sie besser auch auf DVD/BD zu brennen. Bevor man eine Platte vom Rekorder trennt, sollte man unbedingt über das Festplattenmenü „Festplatte trennen“ wählen. Vergisst man das, erkennt der Rekorder die Platte nach dem Wiederanschließen ggf. nicht mehr und alle Daten sind unrettbar futsch.

TIPP: Platten, die man mit dem Panasonic-Rekorder genutzt hat, werden vom PC ggf. nicht mehr erkannt, weil Panasonic ein eigenes Format verwendet. Wenn das der Fall ist, kann man sie mit der Freeware EaseUS Partition Master formatieren und damit auch für den PC wieder nutzbar machen.

b) Kopieren
Das Kopieren ist bei Panasonic eine Wissenschaft für sich (weniger freundlich: ein Schmerz im Allerwertesten), weil es durch ein unlogisches und willkürliches System von Beschränkungen erschwert wird, die oft nicht aus DRM-Verbotn der Sender resultieren. Das hier zu beschreiben, würde das Zeichenlimit der Rezension aprengen (siehe daher im Einzelnen die Anleitung von Panasonic sowie meine Rezension zu den Vorjahresgeräten, z.B. BCT 730).

Nur rein paar allgemeine Hinweise:
- Beim Kopieren auf DVD wird eine einfache Menüstruktur angelegt. Man kann vor dem Brennen einstellen, ob das Abspielen dann mit dem Menü oder dem ersten Titel beginnen soll.
- Bei Kopieren auf BD kann man auch das DR-Format beibehalten. Diese BDs laufen dann aber nicht auf allen Playern. Wenn man optimale Komptabilität sicherstellen will, muss man die Videos in eines der “H”-Formate konvertieren.
- Allgemein müssen DVD/BD finalisiert warden, um auf anderen Geräten angespielt warden zu können.
- Beim Kopieren auf DVD/BD bleibt der Titel (anders als beim Kopieren auf eine USB-HDD auch auf der Platte).
- Die voraussichtliche Kopierzeit wird vom Gerät regelmäßig viel zu hoch geschätzt. Das wird aber sofort bei Beginn der Kopie korrigiert.

c) Editieren
Man kann Videoaufnahmen editieren (z.B. Werbung rausschneiden). Dafür Titel anwählen und Taste "Option" drücken. Dann erscheint ein Menü incl. "Bearbeiten". Man kann sie auch zu Gruppen/Ordnern zusammenfassen (z.B. alle Tatortfolgen). Dafür die gewünschten Titel markieren und “Option” drücken. Gruppen kann man auch wieder auflösen. Eine Möglichkeit, die falsche Zuordnung zu einer bestimmten Kategorie wie “Film” (die das Gerät autmatomatisch vornimmt) zu korrigieren, gibt es nach wie vor nicht, was die Kategorien weitgehend sinnlos macht.

6. TV aufnehmen

a) Aufnahmen sollte man grds. im DR-Modus machen. Das ist die optimale Qualität. Es werden bei DR auch alle Sprachen, Videotext usw. mit aufgenommen. Man kann auch ein anderes Format wählen, in das dann konvertiert wird. Konvertieren kann man auch nachträglich, z.B. vor dem Überspielen. Konvertiert man, muss man sich ggf. mit einer Sprache begnügen oder auf Videotext verzichten, der im DR-Modus mit aufgenommen wird.

b) Wenn man die aktuell laufende Sendung später zu Ende schauen will, kann man einfach die REC-Taste drücken. Der Rekorder fragt dann, ob er sie bis zum Ende aufnehmen soll. Man kann auch eine andere Zeit angeben.

c) Es gibt 16 Keyword-Timer und zusätzlich 32 manuelle Timer (die auch auf wöchentlich gestellt werden können, was dann nur einen Timer belegt).

d) Das Gerät hat Digital-Tuner, mit denen es zwei (beim 940 drei) Programme gleichzeitig aufnehmen oder z.B. auch eines aufnehmen und eines zum Anschauen darstellen kann. Ein Gerät mit einem echten “Triple-Tuner” (SAT, DVB-T, DVB-C) gibt es nicht. Man muss sich zwischen SAT (BST) und DVB-C/T (BCT) entscheiden.

e) Falls das Aufnehmen von Pay-TV oder HD-Sendern nicht funktioniert: Das liegt vermutlich daran, dass manche Sender das verbieten. Panasonic befolgt insoweit deren Vorgaben.

7. TV anschauen

a) Wenn man TV mit dem Rekorder schaut (via HDMI), wird permanent aufgezeichnet. D.h. man kann das Bild, auch wenn man nicht Aufnahme gewählt hat anhalten und max. 90 Minuten zurückspulen. Auch ist das Bild in SD wie HD sehr gut.

b) Das Gerät bietet nicht nur Videotext (der bei den meisten Sendern in eher bescheidener Qualität in ein etwas verkleinertes Fenster eingeblendet wird), sondern auch HbbtV (derzeit von ARD, ZDF, Arte und RTL ausgestrahlt). Das ist sehr nett. Man kann z.B. ohne Umweg über das Netzdienste-Menü die ZDF Mediathek erreichen.

c) Da das Gerät recht zuverlässig automatisch KAPITELMARKEN anhand des Inhalts setzt, kann man Werbung meistens einfach durch (ggf. mehrfachen) Druck auf Skip Forward überspringen. Automatische Kapitelmarken (standardmäßig an) also am besten angestellt lassen. Man kann auch während des Anschauens manuell Kapitelmarken setzen, indem man „CHAPTER“ drückt.

Sehr nett für das Anschauen von Aufnahmen sind auch die MANUAL SKIP-Tasten unten rechts auf der FB. Damit kann man per Tastendruck 60 Sekunden vor oder 10 Sekunden zurückspringen. Über die Taste TIME SLIP kann man auch eine bestimmte Zeit einstellen, die übersprungen werden soll.

Falls das Spulen/Überspringen während des Betrachtens von HD-Aufnahmen nicht funktioniert: Das liegt daran, dass manche Sender das verbieten. Panasonic befolgt insoweit deren Vorgaben.

IV. Fazit

Panasonic hat die Vorjahresgeneration konsequent weiterentwickelt. Wirklich neu sind nur die Möglichkeit, an mehrere Gerät zugleich sowie über das Internet zu streamen und das zeitgemäßere EPG. Leider ist das EPG immer noch nicht "state of the art" und die Android-App nach wie vor "buggy". Nervig sind auch die nach wie vor vielen (oft nicht nur die Sender vorgegebenen) Kopierrestriktionen. In der Summe reduziere ich daher meine ursprüngliche Bewertung von 5 auf 4 Sterne. Immerhin 4 Sterne, weil die Grundfunktionen (TV, Aufnahme, Wiedergabe) zuverlässig und in guter Qualität möglich sind und es eine Geräte-Alternative mit vergleichbarem Funktionsumfang nicht gibt.
Kommentar Kommentare (123) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 19, 2015 4:53 PM CET


Gigaset S810H Dect-Schnurlostelefon, zusätzliches Mobilteil, stahlgrau
Gigaset S810H Dect-Schnurlostelefon, zusätzliches Mobilteil, stahlgrau
Preis: EUR 69,31

4.0 von 5 Sternen Gutes Telefon, funktionert reibungslos mit Fritzbox 7490, 20. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Über das Telefon gibt es nichts zu meckern. Die Sprachqualität ist ebenso wie die Haptik hervorragend. Gegenübre den älteren Gigasets ist insbesondere die Lautstärkewippe an der Gehäuseseite ein echtes Plus. Nett ist auch, dass als Screensaver Uhr (Analogziffernblatt und kleines Datum darunter) angezeigt wird.

Die Einrichtung (bei mir nicht mit einer Gigaset-Telefonanlage, sondern mit einer Fritzbox 7490) funktiniert problemlos. Das Gerät unterstützt auch Eco DECT plus (normales Eco DECT älterer Geräte unterstützt die Fritzbox leider nicht).
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 29, 2014 8:24 AM MEST


Exchange By TouchDown
Exchange By TouchDown

4.0 von 5 Sternen Teuer aber funktional, 20. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Exchange By TouchDown (App)
Android, auch das aktuelle 4.4, hat leider immer noch Probleme mit Exchange: Nach ein paar Tagen wird, warum auch immer, der Kalender nicht mehr synchronisiert. Abhilfe schafft nur, das Exchange-Konto zu löschen und neu einzurichten. Aber das möchte man nicht alle paar Tage machen.

Andere Kalender-Apps nutzen die fehlerhafte Android-Exchange-Funktion und werden daher - ebenso wie der eingebaute Android-Kalender - irgendwann nicht mehr mit aktuellen Daten versorgt.

TouchDown verwendet dafür eine eigene API, die diesen Fehler nicht hat und sehr zuverlässig funktioniert.

In der Summe also ein lohnender Kauf, obwohl es ärgerlich ist, dass man es eigentlich nur braucht, weil Android selbst fehlerhaft ist und Google bzw. die Hersteller den Bug, wie es aussieht, leider nicht in den Griff bekommen (über den Kalender-Bug wird im Internet schon seit Jahren geschimpft).

Tipp: "Nine" ist günstiger und m.E. besser.. Leider gibt es das noch nicht im Amazon App-Shopp.


WMF Steakbesteck 12-teilig für 6 Personen in Holzkiste Cromargan Edelstahl rostfrei18/10 poliert
WMF Steakbesteck 12-teilig für 6 Personen in Holzkiste Cromargan Edelstahl rostfrei18/10 poliert
Preis: EUR 34,74

5.0 von 5 Sternen Schönes Steak-Besteck, 20. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Besteck ist hervorragend verarbeitet, die messer sind scharf und es liegt gut in der Hand (nicht zu leicht). In der Summe ein lohnende Kauf.

Die Kiste, über die hier manchen schimpfen, war bei mir auch vollkommen in Ordnung (was mir allerdings herzlich egal war).
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 29, 2014 8:25 AM MEST


GRÄWE® Kaffeelöffel 6 Stück, polierte Ausführung, Serie Würzburg
GRÄWE® Kaffeelöffel 6 Stück, polierte Ausführung, Serie Würzburg
Wird angeboten von Gräwe-shop
Preis: EUR 4,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes Preis-Leistungsverhältnis, 20. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Löffel erfüllen ihren Zweck. Sie sind formschön und preisgünstig. Die Verarbeitung ist gut. Man merkt zwar in der Anmutung, dass es eher ein biliges Besteck ist (z.B. sind die Kanten nicht ganz perfekt rund), aber für den preis gibt es absolut nichts zu meckern. Gräwe legte der Bestellung (die auch noch ein paar andere Bestecke umfasste) sogar noch ein kleines Geschenk bei.


GRÄWE® 6 x Longdrinklöffel 22 cm aus Edelstahl, Serie Würzburg
GRÄWE® 6 x Longdrinklöffel 22 cm aus Edelstahl, Serie Würzburg
Wird angeboten von Gräwe-shop
Preis: EUR 5,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, 20. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Löffel erfüllen ihren Zweck. Sie sind formschön und preisgünstig. Die Verarbeitung ist gut. Man merkt zwar in der Anmutung, dass es eher ein biliges Besteck ist (z.B. sind die Kanten nicht ganz perfekt rund), aber für den preis gibt es absolut nichts zu meckern. Gräwe legte der Bestellung (die auch noch ein paar andere Bestecke umfasste) sogar noch ein kleines Geschenk bei.


GRÄWE® 6 x Kuchengabel Edelstahl, Serie Würzburg
GRÄWE® 6 x Kuchengabel Edelstahl, Serie Würzburg
Wird angeboten von Gräwe-shop
Preis: EUR 4,90

4.0 von 5 Sternen Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, 20. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Gabeln erfüllen ihren Zweck. Sie sind formschön und preisgünstig. Die Verarbeitung ist gut. Man merkt zwar in der Anmutung, dass es eher ein biliges Besteck ist (z.B. sind die Kanten nicht ganz perfekt rund), aber für den preis gibt es absolut nichts zu meckern. Gräwe legte der Bestellung (die auch noch ein paar andere Bestecke umfasste) sogar noch ein kleines Geschenk bei.


AVM FRITZ!Box 7490 WLAN AC + N Router (VDSL/ADSL, 1.300 Mbit/s (5 GHz), 450 Mbit/s (2,4 GHz), DECT-Basis, Media Server)
AVM FRITZ!Box 7490 WLAN AC + N Router (VDSL/ADSL, 1.300 Mbit/s (5 GHz), 450 Mbit/s (2,4 GHz), DECT-Basis, Media Server)
Preis: EUR 197,49

5.0 von 5 Sternen Problemloser Umstieg von Fritzbox 7270 (O2), 20. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zu der 7490 ist ja schon viel geschrieben. Hier nur paar Zusatzinfos:

1. Szenario: O2-Anschluss mit 16 MBit und (überlastete) Fritzbox 7270

Ich habe lange überlegt, ob sich der Umstieg lohnt. Den Ausschlag haben dann dauernde Verbindungsabbrüche im WLAN bei der 7270 gegeben, die vermutlich schlicht mit der Überlastung des Prozessors zu tun hatten. Außerdem kam es bei Druckaufträgen über den Fritzbox-USB-Anschluss immer wieder dazu, dass nach ein paar guten Seiten bei langen Texten irgendwann nur noch ein Zeichenwirrwar auf dem Papier war.

2. Umstieg: Problemlos

Ganz einfach. Ich hatte Sorge, dass die die IP-Telefoniedaten (die O2 ja leider an Nutzer nicht herausrückt) nicht auf die neue Fritzbox bekomme. Die Sorge war unberechtigt. Einfach Datensicherung mit der 7270 durchführen, Daten in die 7490 einlesen => alles läuft. Nur die DECT-Telefone mussten neu angemeldet werden. Interessant ist, dass die 7490 deutlich größer ist als die 7270. das sieht man den Produktfotos nicht an.

3. Hat es sich gelohnt?

Ja. Die Verbindungsabbrüche sind weg. Drucken funktioniert fehlerfrei.

Auch die Übertragungsleistung hat sich verbessert, und zwar sowohl bzgl. der Geschwindigkeit als auch bzgl.der Reichweite.Das war allerdings nicht so dramatisch, dass sich der Umstieg allein deshalb gelohnt hätte.

Nett ist auch, dass bei der Fritzbox 7490 dauernd neue Updates kommen. Das scheint bei der 7270 langsam einzuschlafen. Man kann nach meiner Erfahrung übrigens problemlos Beta-Versionen aufspielen. Die liefen bei mir bisher alle sehr stabil.

4. Sonst noch was? DECT

Die Fritzbox funktioniert auch als DECT-Station sehr gut. Ich nutze sie mit Gigaset-Handsets, die zwar weniger Gimmicks, dafür aber lt. Tests bessere Sprachqualität bieten, als die AVB-Handsets. Die Fritzbox unterstützt wohl nur Eco DECT Plus. Meine alten Gigaset S68H (nur normales Eco DECT) wurden nicht als Eco DECT erkannt, beim neuen 810H (Eco DECT plus kompatibel) war es anders. Aber da Eco DECT nur funktioniert, wenn alle angeschlossenen Geräte als kompatibel erkannt werden, habe ich Eco DECTdeaktiviert (bis zur Deaktivierung hatte das 810H auch dauernd die Verbindung verloren, das war danach auch nicht mehr der Fall).

In der Summe habe ich nichts zu meckern. Fünf Sterne.


MyWallet+
MyWallet+
Preis: EUR 2,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Fehlkauf, 4. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: MyWallet+ (App)
Die App an sich ist nicht schlecht, wenn es um das bloße Verwalten von Einnahmen geht.

Doch fehlt im Gegensatz zur iOS-Variante der Dropbox Support, was sie für mich eher nutzlos macht. Eine Datensicherung im Netz oder ein Austausch zwischen mehreren Geräten geht nicht.

Außerdem wird die App offensichtlichs seit 2012 nicht mehr weiterentwickelt.

Support-Anfragen werden auch nicht beantwortet.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20