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Rezensionen verfasst von
storiesandmore

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Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
von Thomas Mann
  Audio CD
Preis: EUR 21,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen leichte Abenteuergeschichte, 5. September 2012
Erzählt wird die Geschichte des von der Natur äusserlich gesegneten Titelhelden Felix Krull, der es durch Besonnenheit,Charme, Zielstrebigkeit und ein ausgeprägtes Talent zur Verstellung und Rollenaneignung vom Sohn eines bankrotten Sektfabrikanten zum Sprössling "von Familie" bringt.
Die Geschichte beginnt schon im Kindesalter und ist überfüllt von Anspielungen und Anekdoten, welche bereits die Grundzüge für seine späteren Talente und Abenteuer anthalten.
Dies ist anfänglich sehr amüsant, verläuft sich aber zur Hälfte des Buches hin, da die Häufung von glücklichen Zufällen ermüdet und das Zulaufen von bereits zuvor gelegten Erzählfäden zu konstruiert wirkt.
Auch scheint der Nobelpreisträger in seinem Alterswerk dem Leser nicht mehr viel an eigener Denkfähigkeit zuzutrauen, da man durchgehend sinnbildlich vom Autor an der Hand genommen wird um so leichtfüssig durch die verschieden Etappen in der Erzählung geleitet zu werden, ohne Gefahr zu laufen, wichtige Zusammenhänge, Ideen oder Anspielungen zu übersehen oder nicht zu begreifen, da im Zweifelsfall auch gerne wiederholt und Gedankengänge bis zum Schluss vorgedacht werden.
Mühsam wird es allerdings zum Schluss, da Felix die Identität einer Bekanntschaft, des Marquis de Venostas, annimmt und an dessen Stelle eine Weltreise antritt, dessen erste Station Lissabon ist.
Bereits im Zug macht er eine erneute Bekanntschaft, die mit dem Professor Kuckuck, von dem er eine Belehrung über Erdgeschichte, Evolution, Leben und Tod und alles Drum und Dran erhält, welche an Oberflächlichkeit nicht zu überbietet ist, und deren Aspekte leider bis zum Schluss hervorgeholt werden, da der Marquis de Venostas, alias Felix Krull, in Manier eines lernbeflissenen Grundschülers die einzelnen Punkte stetig nachplappert, um so von seiner Umgebung als Mann von/mit Bildung wahrgenommen zu werden.
Um es kurz zu fassen: Anfangs leicht, am Ende seicht.

P.S. zum Hörbuch: Ausgezeichnet gelesen, nichts zu beanstanden!


Jimmy Corrigan: The Smartest Kid on Earth (Pantheon Graphic Novels)
Jimmy Corrigan: The Smartest Kid on Earth (Pantheon Graphic Novels)
von Chris Ware
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

1.0 von 5 Sternen Schlechte Bindung, 5. September 2012
Möchte mich dem Chor der Unzufriedenen anschliessend:
Das Buch ist ohne Zweifel grandios und sucht seinesgleichen, die Softcover-Ausgabe zerfällt jedoch schon nach der ersten Lektüre in seine Bestandteile.
Schade, da man ja weiss wie detailversessen Chris Ware ansonsten jeden Aspekt seiner Projekte überwacht.


Ludwig: Roman
Ludwig: Roman
von David Albahari
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,90

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zäh, 5. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Ludwig: Roman (Taschenbuch)
Ein Buch das wahnsinnig schnell ermüdet und dessen positive Rezensionen in diversen etablierten Zeitungen mir bis heute ein Rätsel sind.
Der Plot ist schnell erzählt, sowohl hier, als auch im Buch selber, da nach den ersten 20 Seiten kaum Neues oder Erhellendes hinzukommt:
Der Ich-Erzähler beschuldigt seinen ehemaligen Schriftstellerkollegen Ludwig die Idee für (s)einen monumentalen Roman literaturhistorischen Ausmasses geklaut zu haben, einen Roman, auf den jeder gewartet zu haben scheint und den jeder Schriftsteller sich wünscht geschrieben zu haben.
Über Jahre erklärt der Erzähler Ludwig gutgläubig jeden Aspekt und jede Facette des Meisterwerkes, welches er gedenkt zu schreiben, bis Ludwig ihm zuvorkommt und es für ihn übernimmt, und natürlich anschliessend in weltweiter Anerkennung nahezu ertrinkt.
In Manier eines Thomas Bernhard für Arme wird das Verhältnis der beiden Autoren im Schneckentempo durchgekaut, wobei alles so wage bleibt, dass jegliche Erkenntnisgewinn bis zum Schluss ausbleibt.
Es gibt ein paar naiv verklärte Anleihen zu grossen Schriftstellern oder Denkern ("der zweite Ludwig...der Zauberer der Logik und das Genie, das sich fragte, ob rote Rosen auch im Finstern rot seien"), vereinfachte Reminiszenzen zum Konkurrenzdenken im Literaturbetrieb, wage Behauptungen zu Belgrad aber vor allem eine kitschige Sicht auf das Genie des Autors und der Bedeutung der Literatur, den Glauben an DAS Buch und DAS Genie.
Alles in diesem Buch bleibt schattenhaft und nur in groben Zügen hinskizziert, so das man erfolglos nach irgendetwas sucht, was man zu greifen bekommt.
Die Figuren sind Abziehbilder ihrer selbst und die Sprache ist meist zu bemüht und krampfhaft, um das Bildhafte zu entfalten.
Zu allem Ärger kommt der Plot über seine Grundidee nicht hinaus, sondern zieht sie allenfalls in die Länge.
Ja, Ludwig mag vielleicht ein "Zauberer" der Sprache sein, David ist leider weit davon entfernt.


The Beats: Die Geschichte der Beat-Literatur - Eine Graphic Novel
The Beats: Die Geschichte der Beat-Literatur - Eine Graphic Novel
von Harvey Pekar (Hg.)
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 5. September 2012
Ich lese seit über einem Jahrzehnt "Graphic Novels" und bin auch mit der Beatliteratur oberflächlich vertraut. So war ich umso schockierter über das, was mir mit diesem Buch vorgesetzt wurde.
Das Buch ist an Seichtigkeit nicht zu übertreffen und meinem Verstande zuliebe habe ich es nach der Hälfte der Lektüre entsorgt.
Die Geschichte folgt keinem nachvollziehbaren Aufbau und sowohl Daten als auch Fakten werden willkürlich durcheinander geworfen. Mal werden Jahreszahlen genannt, dann wieder nicht, man springt abrupt von einer Person zu einer Anderen, von einem Event zu einem zusammenhangslosen Nächstem.
Die Zeichnungen sind mechanisch, starr und lieblos, zudem noch komplett überflüssig. Ich gehe sogar soweit zu behaupten dass man dieses Buch komplett, ohne die Zeichnungen zu betrachten, lesen könnte, ja dass der Text dadurch sogar soweit aufgewertet würde, dass es den Vergleich mit einem Wikipedia Artikel nicht mehr zu scheuen bräuchte.
Das Haarsträubenste allerdings ist die direkte Rede in den Sprechblasen:

Text: "Er (Kerouac) kehrt Columbia ein für alle Mal den Rücken und geht wieder nach Lowell"
Man sieht die Zeichnung eines Familienhauses aus der Vorstadt aus der eine Sprechblase ragt
Sprechblase: "Hallo, Leute. Da bin ich wieder!"

oder

Text: ..."Zum Schluss landet Kerouac wieder bei Mutter und Schwester in North Carolina"
Man sieht die Zeichnung eines Familienhauses aus der Vorstadt, diesmal grösser, aus deren Fenster eine Sprechblase ragt
Sprechblase: "Überraschung"

oder

Text: "Jack wohnt weiter zusammen mit seiner Mutter und kauft ihr noch eine ganze Reihe anderer Häuser hinzu, von New York State bis Florida. Er hat das Gefühl das er ihr etwas schuldig ist"
Man sieht Kerouac am Tisch sitzen und Kuchen essen
Sprechblase: "Der Kuchen ist super, Mom, du bist eine echte Perle."

Diese durchgehend sinnentleerten Kommentare der Personen in den Bildern tragen dazu bei, das Comics nach wie vor diskreditiert und als etwas Stümperhaftes und Einfallsloses betrachtet werden.
Der einzige Pluspunkt dieses Buches ist die Thematik, also das Vorhaben (ich sage bewusst Vorhaben, da die Umsetzung leider eine ganz andere Angelegenheit ist) der Betrachtung des Lebens einiger Beatniks. Allerdings ist man da mit einem beliebigen Artikel zu diesem Thema weit besser beraten; spart sowohl Zeit und Geld als auch Nerven.
Durch den Welpenbonus den "Graphic Novels" zur Zeit noch geniessen wird dieses Buch sicherlich seine Leser finden, leider jedoch ohne Berechtigung, da dieses Buch nicht mehr ist als ein bebilderter tabellarischer Lebenslauf angereichert mit plakativen banalen Zusätzen der direkten Rede.


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