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Rezensionen verfasst von
Prof. Dr. Kurt Kotrschal

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Die soziale Eroberung der Erde: Eine biologische Geschichte des Menschen
Die soziale Eroberung der Erde: Eine biologische Geschichte des Menschen
von Edward O. Wilson
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,95

8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gutes Buch, krottenschlechte Übersetzung, 11. November 2014
ich weiß, dass es ein Fehler ist, Bücher nicht in Originalsprache zu lesen und dass das Übersetzen von Büchern ein schlecht bezahlter Knochenjob ist. Dennoch: Die Übersetzung E.O, Wilsons: "Die soziale Eroberung der Erde" ist sprachlich und von der Verwendung der angemessenen deutschen Fachbegriffe derart ungenügend, dass sie auch für einschlägig Vorgebildete wie mich nur ziemlich schlecht und nur mit einigem Ärgernis lesbar ist. Angesichts der potentiellen Rolle solcher Texte im gesellschaftlichem
Diskurs ist das ziemlich unerfreulich. Als Fachmann weiß ich, bzw. kann ich immerhin erahnen, was gemeint ist, andere Leute mögen sich damit schwerer tun, wie manches offensichtliches Missverständnis in den bereits vorhandenen Rezensionen zu zeigen scheint. Trotz der bekannt angespannten geschäftlichen Situation erwartet man von arrivierten Verlagen wie C.H. Beck Qualität. Die Übersetzung hat daran maßgeblichen Anteil. Dieses Buch ist diesbezüglich für C.H. Beck leider ziemlich peinlich ausgefallen.
Mit der Hoffnung auf Verständnis bzgl. meiner Offenheit,
Kurt Kotrschal
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 31, 2017 9:16 AM CET


Hunde im Schulalltag: Grundlagen und Praxis
Hunde im Schulalltag: Grundlagen und Praxis
von Andrea Beetz
  Broschiert

12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hunde als Assistenten in der Schule, 12. Oktober 2012
Dieses Buch kam exakt zur richtigen Zeit. Besonders im deutschsprachigen Raum, aber auch in den USA und anderswo spricht es sich rasch herum, dass Hunde in der Schule als soziale Katalysatoren und als assistierende Pädagogen Erstaunliches leisten können. Dies entspricht der persönlichen Erfahrung von immer mehr Lehrerinnen und Lehrern, die sich von ihren Hunden in den Unterricht begleiten lassen und feststellen, dass dadurch der soziale Zusammenhalt der Klasse, die Konzentration beim Lernen und die Zufriedenheit auf Seiten der Lehrenden und Lernenden gefördert wird. Was durch wenige Untersuchungen auch bestätigt werden konnte. Der Klassenhund ist also ein probates Mittel gegen Stress und für mehr Spaß und Freude an der Schule. Folgerichtig nehmen immer mehr Hundebesitzer ihre Wuffis mit in den Unterricht. So weit so gut. Weniger gut aber ist, dass dies oft - wenn überhaupt - in einem recht bescheidenen pädagogischen Konzeptrahmen passiert (den Hund nicht alleine zu Hause lassen zu wollen ist eine anerkennenswerte, aber keine hinreichende Motivation für die wunderbare Verwandlung des Familienlieblings in einen Assistenzlehrer). Problematisch auch, dass nicht alle hundebeflissenen Lehrenden merken, ob sich ihre Vierbeiner für die Schule eignen und wie lange und in welchen Situationen sie Freude am Assistenzeinsatz entwickeln. Das ist aber eine Voraussetzung für eine gedeihliche Zusammenarbeit mit dem Hund und die Entfaltung seiner positiven Wirkung.

Andrea Beetz widmet sich verständlich und gut lesbar, aber in einer erstaunlichen Breite, mit handfestem Praxisbezug, gleichzeitig auf solider wissenschaftlicher Basis, diesem höchst aktuellen Thema. Es geht zur Sache, und das ohne erhobenen Zeigefinger oder Besserwisserei. Der Text führt zunächst in die tier- und hundegestützten Interventionen in der Schule ein, berichtet dann auf Basis eigener Erhebungen über den Einsatz von Schulhunden und die damit verbundenen Regelungen und Erfahrungen (Kapitel 1-5). Es folgen Fakten zu den Effekten von Hunden in der Schule und der positiven Wirkungen von Tiere auf Menschen allgemein (Kapitel 6-8). Die sind wunder- aber erklärbar, was die Autorin in den Kapiteln 9 und 10, zum Sozialhormon Oxytocin und zur Bindung auch fachkundig bewerkstelligt. Kapitel zur Stressreduktion durch den Schulhund (12) werden durch ein pädagogisches Modell (13) und drei sehr praxisorientierte Ratgeberkapitel zu verschiedenen Möglichkeiten des Hundeeinsatzes in unterschiedlichen Schulformen (14, 15) vervollständigt. Toll auch, dass der Verlag ein ausführliches, etwa 15 Seiten langes und hochaktuelles Verzeichnis der wissenschaftlichen Primärliteratur abdruckte, was jedem speziell Interessierten Einblick in die Quellen erlaubt. Das Büchlein ist damit eine runde Sache und weitaus bedeutender als es seine bescheidenen 158 Seiten suggerieren mögen.

Das Buch kam auch deswegen zur rechten Zeit, weil sich eben auf wunderbare Weise zumindest in Österreich die politischen Randbedingungen für den Einsatz von Schulhunden zum Besseren entwickelten; was die Hoffnung aufkommen lässt, dass zumindest länderweise Deutschland gleichziehen wird. Eine Kommission handverlesener ExpertInnen (darunter Andrea Beetz) entwickelte in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Unterrichtsministerium Richtlinien zum Einsatz von Schulhunden. Keineswegs als Hürden gedacht, sollen sie die Einhaltung guter Standards im Interesse von Tier und Mensch gewährleisten. Andrea Beetz lieferte das Buch dazu, das darüber hinaus einen wichtigen Impuls zur Entwicklung der tiergestützten Pädagogik liefern wird und das in keiner, aber wirklich in gar keiner Schulbibliothek fehlen darf. Pflichtlektüre für alle Lehrenden mit Hund, denn: die Schule braucht dringend noch viel mehr freundliche LehrerInnen-Hunde-Teams.


Affe trifft Wolf: Dominieren statt kooperieren? Die Mensch-Hund-Beziehung
Affe trifft Wolf: Dominieren statt kooperieren? Die Mensch-Hund-Beziehung
von Günther Bloch
  Gebundene Ausgabe

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alte Hasen über Wolf und Hund, 12. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Günther Bloch und Elli Radinger sind derart alte Hasen", wenn es um Bücher zu Wölfen und Hunden geht, dass es eigentlich verwunderlich wäre, wenn ein Rezensent von ihrem neuen Buch Affe trifft Wolf" nicht angetan wäre. Erstaunlich, welch neue und originelle Aspekte die beiden Autoren dem Thema Wolf-Hund-Mensch - denn das ist mit dem Titel gemeint-abgewinnen und auf den 190, wie üblich gut bebilderten Seiten wunderbarlesbar präsentieren können. Die Kapitel behandeln die so genannte Ko-Evolution (der Rezensent ist davon nicht überzeugt) zwischen Affen, Hundeartigen und Rabenvögel, die Domestikation zum Haushund, zur Kulturgeschichte Mensch-Hund, über Gefühle, Empathie und Moral und über Mensch und Hund im Haus. Das Buch wird mit einigen interessanten wussten Sie?"-Seiten, Begriffserklärungen, Wolfsliteratur und Quellenverzeichnis abgerundet. Viel Inhalt für wenig Geld.

Die konkurrenzlose Stärke der Autoren liegt in ihrer Erfahrung mit Hunden und dass sie Wolfsverhalten und verwilderte Haushunde aus eigener langjähriger Anschauung kennen. So ist der eigentliche Buchtext mit einer Reihe von Feldnotizen" angereichert, die bestimmte Aspekte von Wolfs- und Hundeverhalten beleuchten, jeweils mit einer Säule von Bloch zu Beobachtungen in Banff und in der Toskana und Radingers zum Yellowstone, etwa zu Wolfspersönlichkeiten, zum Jagdvehalten, zu Raben und Wölfen, zum Futterverstecken, etc. Für mich zählen diese Feldnotizen zu den kleinen Höhepunkten des Buches. Letztlich geht es dem Autorenteam darum, eine stimmige, gut untermauerte Geschichte zu erzählen, wie Wolf und Mensch zusammenkamen und wie dieses Bündnis mit der Hundwerdung stabilisiert wurde und bis in unsere heutige Kulturumgebung andauert und sich in dieser gestaltet. Der Text fußt auf der Lebens- und Arbeitserfahrung der beiden Autoren, die selten darum verlegen sind, auch deutliche Meinungen zu vertreten, diese aber auch durch Bezug auf die aktuelle wissenschaftliche Originalliteratur zu untermauern suchen..

Bloch und Radinger sind das, was man im Englischen wohl treffend als Naturalists" bezeichnet, und sie sind ganz herausragende Vertreter dieser Gattung. Ein bisschen weniger wissenschaftliches Brimborium im Buch wäre daher sicherlich mehr gewesen. Letztlich liegt für mich aber eine der Hauptstärken des Buchs in der Verbindung zwischen Wolf und Hund, in der gut vermittelten Erkenntnis, dass Hunde quantitativ modifizierte Wölfe sind und dass daher Wolfsverhalten und richtige interpretiertes wölfisches Sozialleben sehr wohl relevant sind für das Zusammenleben von uns Menschenaffen mit Hunden. So ist das Buch auch ein gutes Gegenmittel gegen allzu verkopfte und verschrobene, ideologisierte und anthropomorphe Zugänge zu Erziehung von Hunden und zum Zusammenleben mit unserem längstgedienten Tierkumpan. Man kann nur hoffen, dass dieses Buch besonders unter den jungen, manchmal etwas abgehobenen städtischen Hundeszenen Verbreitung findet und im Verbund mit früheren Büchern dieser Autoren seine Wirkung darin tut, Hunde wieder als das zu sehen, was sie sind und immer waren, nämlich als Bloch-Radingersche Wölfe.


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