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Beiträge von Beate Warncke
Top-Rezensenten Rang: 3.094.042
Hilfreiche Bewertungen: 46

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Rezensionen verfasst von
Beate Warncke "Beate"
(REAL NAME)   

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Ein plötzlicher Todesfall
Ein plötzlicher Todesfall
von J.K. Rowling
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

6 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein relevanter Todesfall (Spoilerwarnung), 10. Oktober 2012
Auf den ersten Seiten stirbt einer eines natürlichen Todes.
Auf den letzten Seiten sterben zwei Kinder unnatürlichen Todes.
Dazwischen wird aus unterschiedlichen Perspektiven, auf verschiedenen Ebenen die Lücke vermessen, welche der erste Todesfall hinterlässt. Das Bemühen diese Lücke zu schließen, erweitert einen bereits vorhandenen Riss in der Scheinidylle zur Kluft. Und diese wiederum wird mit geradezu bedrohlicher Zwangsläufigkeit zu einem Abgrund, in welchem alles versinkt, was Gemeinschaft ausmacht. Übrig bleiben Misstrauen, üble Nachrede, Hass.

Keinesfalls erzählt das Buch eine zauberhaft schöne Geschichte in charmanter Sprache.
Das Buch erzählt eine schrecklich hässliche Geschichte in entsprechender Sprache.
Inhalt und Form korrespondieren. Das macht gute Literatur aus.

Auf den letzten Seiten stirbt ein Kind, weil sich kein Erwachsener verantwortlich fühlt. Ein anderes Kind übernimmt stattdessen dafür die Verantwortung
- indem es Suizid begeht. Der Einzige, den so etwas kümmerte und der sich kümmerte
... starb auf den ersten Seiten eines natürlichen Todes.

Das Ganze ist so langweilig und spannend wie der Blick in den Spiegel.
Es kommt darauf an, warum man hineinschaut und wie viel man wirklich sehen will.

Muggelland ist abgebrannt.

Willkommen in der Realität!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 11, 2012 2:25 AM MEST


Die Patin: Wie Angela Merkel Deutschland umbaut
Die Patin: Wie Angela Merkel Deutschland umbaut
von Gertrud Höhler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 21,95

23 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Mär geht so ..., 8. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Geboren im Westen, vom ideologisch vernagelten Vater in den Osten deportiert, lernt Angela in der Wendezeit als unbeteiligte Beobachterin nicht die Wertschätzung von Freiheit, Demokratie, Rechtsstaat - stattdessen: "wie man am besten zur Macht kommt und sie behält". Dieses gelingt, indem man Werte relativiert, Visionen ablehnt, Festlegungen meidet; man beugt das Recht, meuchelt Konkurrenten und schweigt bedrohlich. Sodom und Camorra eben. Die Patin auf dem Weg zum GröFaZ.
Diese eine, einzige These wird nun in "Die Patin" mit zig Beispielen belegt - Quellen: tagespolitische Artikel und Äußerungen von nicht genannten Männern mit Faust in der Hosentasche. Und als wäre diese Redundanz nicht schon unerträglich genug, wird sie auch noch mit unfassbar schiefen Metaphern aus dem bildungsbürgerlichen Kulturschatzkästlein unterfüttert ("Kronos frisst seine Kinder und spuckt die kuhäugige Hera aus." Aha.)
Mein liebstes Gleichnis ist aber dieses:
Angela M. sitzt mit einer Bekannten am See und schaut zu, wie "richtige" Bürgerrechtler nackig ins Wasser springen. Und sie konstatiert: "Das Schlimmste an der DDR war, dass die keinen anständigen Joghurt hinbekommen haben." Ja. So ist sie. Unsere Bundeskanzlerin in a nutshell. Andere ergehen sich mit unbedingtem Freiheitswillen in Lebensfreude pur, doch ihr fallen nicht Werte und Visionen ein ... Nein! Sie denkt an Joghurt. Und so geht das Seite um Seite. En passant stellt G. Höhler fest, dass Ostdeutsche im Allgemeinen natürlich nicht mit dem westlichen Wertekanon sozialisiert wurden, deswegen geht es ihnen auch nicht um Freiheit, ... die denken halt an Joghurt.
In "Die Patin" beschreibt G. Höhler durchaus reale Gefahren für unsere Demokratie. Sie kritisiert zu Recht, wie Pragmatismus in Prinzipienlosigkeit umschlägt. Ich teile ihre Bedenken, vermutlich sogar ihr "Weltbild". Ich stelle Freiheit vor Gerechtigkeit, will einen schlanken Staat, der Rechtssicherheit garantiert und sehe Umverteilung nicht als seine Aufgabe. Meines Erachtens stellt G. Höhler also durchaus die richtigen Fragen. Ihre Antworten sind jedoch so ein verquirlter Mix aus verschwörungstheoretischen Annahmen, tiefenpsychologischen Mutmaßungen, schuldzuweisenden Äußerungen Ungenannter, dass man die wissenschaftliche Reputation von G. Höhler wirklich hinterfragen muss. Doch selbst mit dem Titelzusatz "Eine Polemik" oder "Eine Streitschrift" wäre dieses Buch durch seinen geifernden Ton für mich ein Anlass zur Fremdscham.
2 Sterne vergebe ich für die Darstellung gegenwartspolitischer Ereignisse hinsichtlich ihrer Einordnung in den Themenkomplex "Demokratiegefährdung".
Ist "Die Patin" von G. Höhler also ein ernstzunehmender Beitrag zu Politik und Zeitgeschichte?
"... man weiß es nicht."
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 4, 2012 1:19 AM MEST


Von Kastanien und Knochen: Gruselgeschichten
Von Kastanien und Knochen: Gruselgeschichten
von Daniel Mosmann
  Taschenbuch

14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht verwandt, verschwägert, befreundet ..., 24. Mai 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
bin ich mit dem Autor dieses Buches, welches ich auch nicht als Rezensionsexemplar bekam, sondern "ordnungsgemäß erstanden" habe.
Ich erwähne dies, weil "Kastanien und Knochen" im Selbstverlag erscheint. Eine Publikationsmethode, welche hier in den Foren für kontroverse Diskussionen sorgt und aufgrund der vielen schlechten - geradezu unlesbaren - Texte, welche so veröffentlicht werden, zunehmend an Reputation verliert.

In Rede steht eine Sammlung von 11 Gruselgeschichten.
Cover und innere Gestaltung des Buches sind sehr ansprechend. Jede Geschichte beginnt mit einer großformatigen, inhaltsbezogenen s/w Illustration und baut sich um einen bekannten Topos der Fantastischen Literatur auf: das unheimliche Moor, die schwarz vermummte Gestalt, der Emotionen entwickelnde Androide, das leergefegte Dorf ("Wenn sie nicht zu Hause sind, sind sie in der Kirche.") usw.
Alle spielen in der Gegenwart, haben aber zumeist die Atmosphäre des viktorianischen Schauerromans. Dazu tragen besonders Stil und Ausdruck bei. Zunächst irritierten mich die verschachtelten Sätze mit den häufigen inhaltlichen Wiederholungen, doch zunehmend erkannte ich darin ein Stilmittel, welches den Geschichten einen markanten, charakteristischen Sound verleiht.
Mancher mag es als Schwäche werten, dass viele von ihnen vorhersehbar enden, mich störte dies nicht, da jeder auch ein besonderes "Etwas" innewohnt.
So endet beispielsweise "Gesellschaft im Moor" mit einem beinah poetischen Singsang - eine kleine Feier des Kreislaufs der Natur.
Das spukhafte Verschwinden der Reisenden eines Zuges stellt sich als etwas heraus, das sicher schon jeden von uns irgendwann höchstreal geängstigt hat.
Trotz einiger sprachlicher Unebenheiten und Druckfehler war mir schnell klar, dass ich zu einer 4-Sterne-Bewertung tendiere, so deutlich war, dass der Autor die richtige Sprache für diese Literatur gefunden, umsichtig recherchiert und sich Kluges gedacht hat.
Die letzte - titelgebende - Geschichte erhöhte dann noch meine Bewertungsbereitschaft um mindestens einen halben Stern.
Sie allein ist fast schon den nicht ganz unerheblichen Preis wert: eine typische Gespenstergeschichte mit einem nicht vorhersehbaren, aber um so schöneren Ende.
Genau so wenig vorhersehbar war für mich das ebenfalls schöne Leseerlebnis.
Diese - angesichts des anfangs Erwähnten - angenehme Überraschung gab den Ausschlag für die höchstmögliche Bewertung.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 3, 2014 3:44 PM CET


Drood: A Novel
Drood: A Novel
von Dan Simmons
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,93

3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tolle Grundidee, 7. August 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Drood: A Novel (Taschenbuch)
Die Idee, Dickens biografisch belegte "Verhaltensänderung"/"Verdüsterung" nach seinem Eisenbahnunglück und das "Gruselig-Viktorianische" seines letzten, unvollendeten Romans und den freundschaftlichen Schriftsteller-Wettstreit mit Wilkie Collins in einen Guss zu bringen, ist richtig gut!
Auch sprachlich ist das Buch gelungen, spannend ist es über weite Strecken ebenfalls. Damit sind wir bei den beiden fehlenden Sternen: denn spannend ist es nur streckenweise. 300 Seiten weniger hätten dem Buch gut getan.
Irgendwie wirkt Simmons in seinem Auswalzen etwas selbstverliebt. Und dauernd der Collins in seinem Drogen-Traum. Mich packte eine tiefe Abneigung gegen den guten Wilkie.
Komisch! Ähnliches hatte ich zu "Terror" auch empfunden. Soooo lang, dass die Figuren nerven. Man nimmt es richtig persönlich ... - und das spricht ja fast schon wieder für Simmons Können.
Nächstes Buch: Lieber Lektor! Werden Sie tätig. Hin und wieder einmal eine halbe Seite markieren und DEL tippen. Dann gibt es bestimmt auch 5 Sterne.


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