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Rezensionen verfasst von
Nicki (Köln)
(VINE®-PRODUKTTESTER)   

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Ein Mann namens Ove: Roman (Hochkaräter)
Ein Mann namens Ove: Roman (Hochkaräter)
von Fredrik Backman
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

11 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Mann namens Ove treibt mich in den Wahnsinn, 14. Oktober 2015
Nachdem seine Frau Sonja verstorben ist und sie Ove in der Wohnhaussiedlung allein gelassen hat, entwickelt sich der alte, einsame Mann zu einem pedantischen, unsympathischen Kontrollmensch. Jeden Tag bewältigt Ove seinem Alltag – der sich immer aufs Haar gleicht, und trotzdem für den Leser bzw. Hörer immer wieder wiederholt wird – akribisch und weicht niemals von diesem Trott, der mich beim bloßen zuhören schon in den Wahnsinn getrieben hat, ab.

Da für Ove sein Leben ohne seine Frau keinen Sinn mehr macht, ist er entschlossen sich umzubringen. Er kündigt alle Verträge, bestellt die Müllabfuhr ab und montiert im Wohnzimmer einen Haken (minutenlang lässt der Autor sich über die Wichtigkeit eines ordentlichen (!) Hakens aus und das Ove ihn extra im Wohnzimmer montiert, da die neuen Hausbesitzer sicherlich gerade dort so einen guten Haken gebrauchen können …) um sich dann mit einem Strick zu erhängen. Leider geht sein ausgeklügelter Plan nicht auf, da sich die neuen Nachbarn vorstellen kommen.

Bei dem ersten Selbstmordversuch bleibt es jedoch nicht und auch alle darauf Folgenden werden von seiner ebenfalls penetranten und aufdringlichen Nachbarschaft boykottiert.

Der Schreibstil hat mir überhaupt nicht gefallen, da der Autor ständig Ove's langweiligen Tagesablauf, der hauptsächlich aus Streit mit seinem Umfeld besteht, immer und immer wiederholt hat, lediglich die Rückblenden haben mich bei Laune gehalten.

Heikko Deutschmann hat die Hörbuchfassung jedoch erträglich gemacht, seine Stimme war angenehm, lebendig und hat dem Ganzen zumindest einen Hauch Emotionen verpasst. Wenn ich die Geschichte gelesen hätte, hätte ich sicherlich nicht bis zum Schluss durchgehalten und vorzeitig abgebrochen, weil es mich schlichtweg gelangweilt hat. Auch von ich einige Begriffe wie „Ausländerfrau“ etc. sehr befremdlich, obwohl sie in den holprigen Schreibstil gepasst haben, mir jedoch einfach nicht gefallen haben.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 20, 2016 1:16 PM CET


Lauras letzte Party: Roman (Palokaski-Trilogie)
Lauras letzte Party: Roman (Palokaski-Trilogie)
von J. K. Johansson
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Auftakt zu was?!, 27. Juli 2015
Der Klappentext las sich sowas von gut und hat mich neugierig, auf das Geschehnisse des Albtraum-Sommers im verschlafenen Nest Palokaski gemacht.

Miia Pohjavirta musste ihren Polizeijob aufgrund ihrer Internetsucht an den Nagel hängen - obwohl es beim lesen eher den Eindruck machte, als hätte sie den Polizeidienst nicht freiwillig quittiert - und will sich nun als Sonderpädagogin an der Schule in der sie selbst ihre Kindheit verbrachte und in der auch ihr Bruder als Psychologe arbeitet, versuchen.

An ihrem ersten Schultag wird festgestellt, dass eine der Schülerinnen, die 16-jährige Laura Anderson, verschwunden ist. Die verzweifelten Eltern richten auf Facebook eine Seite mit der Hoffnung ein, so irgendwelche Hinweise zu bekommen, wo Laura steckt oder was mit ihr passiert ist.

Die Charaktere in diesem Buch werden alle nur ganz knapp angerissen, auch von Miia erfährt man nicht viel, außer dass sie nach wie vor Internet- und auch Männersüchtig ist. Sie geht gerne aus und wacht ebenso gerne neben jmd Fremden am nächsten Morgen wieder auf.

Als Laura verschwindet wirbelt das bei Miia und ihrem Bruder Nikke schnell auch die Vergangenheit wieder auf, denn ihre Schwester ist damals ebenfalls auf ähnliche Weise bis heute spurlos verschwunden.

Ich kann das Buch nach seinen 267 lahmen Seiten nichtmal einem Genre zuordnen, da die Geschichte die meiste Zeit vor sich hinplätscherte. Als Leser hat man viele unnötige Details erfahren, bei denen man zunächst hoffte, auf eine neue Fährte gelotst zu werden oder endlich den Spannungsbogen gefunden zu haben. Aber Fehlanzeige. Die Geschichte hatte ganz wenige spannende und packende Stellen, trotz der Dünne des Buches war ich immer wieder kurz davor abzubrechen, weil mich dieser emotionslose skandinavische Schreibstil einfach nicht gepackt hat.

Bei der Aussicht, dass "Lauras letzte Party" der Auftakt eines Dreiteilers sein soll, frage ich mich, was da noch kommen soll, denn die Geschichte rund um Laura ist abgeschlossen und die Charaktere in diesem Buch haben mich bei Weitem nicht neugierig genug auf eine Fortsetzung gemacht.


SportCount LapCounter
SportCount LapCounter
Wird angeboten von SportCount Europe
Preis: EUR 44,95

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach aber effektiv, 2. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: SportCount LapCounter
Ich habe etwas gesucht, dass meine Bahnen beim schwimmen zählt, weil ich mich selbst - warum auch immer - grundsätzlich verzähle und am Ende nie genau weiß, ob ich schneller war als beim letzten Mal.

Der Zähler wird, wie auf dem Bild abgebildet auf den Zeigefinger gesteckt und mit dem Daumen drückt man lediglich den Knopf und dann wird gezählt. Das Ganze ist zuverlässig (komischerweise denkt man nach jeder Bahn daran, den Knopf zu drücken), wasserdicht, klein und praktisch. Er stört nicht und fällt auch kaum auf.


Philips HR2096/00 Standmixer (800 Watt, 2 Liter, ProBlend 6, Ice-Crush-Funktion) silber
Philips HR2096/00 Standmixer (800 Watt, 2 Liter, ProBlend 6, Ice-Crush-Funktion) silber

5.0 von 5 Sternen Große Liebe!!, 2. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mein Philips-Mixer ist meine neue große Liebe, weil dieser Mixer all das kann, was er soll: mixen! Und zwar alles und das richtig gut. In erster Linie zauber ich Smoothies damit und die macht er perfekt: cremig und ohne Stücke. Egal ob gefrorenes Obst, Crush-Eis, Nüsse ... er macht alles klein. Lediglich genügend Flüssigkeit - bis die Messer bedeckt sind - muss er haben, sonst verhakt sich alles unter den Messern und er schafft es nicht alleine, die Masse hochzuwirbeln und zu mixen. Aber selbst das ist kein großer Minuspunkt, da der Glasbehälter bei mir grundsätzlich randvoll ist.

Auch für die Reinigung bzw. das auseinandernehmen der einzelnen zu reinigenden Teile gibt es mindestens fünf Sterne. Man kann alles ganz schnell und einfach unter heißem Wasser abspülen und schon ist er wieder einsatzbereit!!


Allein kann ja jeder: Roman
Allein kann ja jeder: Roman
von Jutta Profijt
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das bislang beste Werk von Jutta Profijt, 2. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Allein kann ja jeder: Roman (Taschenbuch)
Rosa, eine junggebliebene, kiffende 71-jährige Hippie-Oma findet nach einem Yoga-Seminar ihren Nachbarn und Lebensgefährten tot in seinem Haus. Und dadurch geht das Chaos schon los, da das verliebte Paar jeweils ihre Häuser verkauft hat um in den neuen Altersruhesitz an der Rheinpromenade zu ziehen. Der Haken: die Wohnung ist zwar schon bezahlt, aber noch nicht gebaut.

Rosa, die schon vor fünfzig Jahren, als alleinerziehende Mutter das erste Haus besetzt hat, ist der Meinung „was damals gut war, kann heute nicht schlecht sein“ und zieht kurzerhand in die alte, verlassene Zucker-Villa die auf dem Grundstück steht, auf dem eigentlich ihre neue Wohnung gebaut werden sollte. Und ehe sie sich versieht, gesellen sich Konrad und Hans, die ebenfalls besagte nicht existierende Wohnung gekauft haben dazu und alle zusammen gehen gleichzeitig auf die Suche nach ihrem verlorenen Geld und dem Mann, der sie betrogen hat.

Und auch Rosa's Tochter Ellen mit Enkelin Kim ziehen notgedrungen in die alte Villa ein, nachdem Ellen's Ex-Mann das gemeinsame Haus kurzerhand verkauft hat. Für die unfreiwillige WG beginnt eine chaotische Zeit in der Rücksichtnahme, Toleranz und viel Humor gefragt sind.

Jutta Profijt hat einmal mehr bewiesen, dass sie wunderbare Charaktere erschaffen kann, zu denen man sich am liebsten dazugesellen würde. Auch wenn die Villa Zucker noch so heruntergekommen und spartanisch eingerichtet war, ich hätte bei manchem Abendessen gerne mit der WG in der Küche bei einem Glas Wein gesessen.

Jeder einzelne Protagonist war so unfassbar liebenswürdig und aus dem Leben gegriffen, dass man alle ins Herz geschlossen hat (und ich hoffe sehr, dass die Autorin uns irgendwann verrät, wie es mit dieser wilden Truppe weitergeht) und es mir am Ende sogar ein wenig schwer viel, die Türe hinter der Zucker-Villa zu schließen und Rosa und ihre neuen Freunde zurückzulassen.

Ein Roman der nicht nur zum nachdenken anregt, sondern einen an vielen Stellen schmunzeln lässt und ein, zwei Mal stand mir auch der Mund ein wenig offen – kurz: es war eine runde und gesunde Mischung aus allem, was ein gutes, abgerundetes Buch ausmacht.


Broken Dolls - Er tötet ihre Seelen: Thriller
Broken Dolls - Er tötet ihre Seelen: Thriller
von James Carol
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gewöhnungsbedürftiges Debüt, 23. Dezember 2014
Profiler Jefferson Winter wird im Winter zu einem neuen Fall nach London gerufen. Er soll zusammen mit dem FBI einen Serienkiler jagen, der nun schon die fünfte Frau in Folge in seiner Gewalt hat. Seine vier Opfer davor, hat er alle auf bestialische Weise gequält und wieder "frei" gelassen, nachdem er eine Lobotomie bei vollem Bewusstsein an ihnen durchgeführt hat.

Jefferson Winter ist Profi wenn es um kranke, abartige Fälle geht und Sohn eines Serienmörders. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Bestien, wie sein Vater eine war, zur Strecke zu bringen und den Opfern und ihren Angehörigen gerecht zu werden.

Unser Hauptprotagonist war für mich vollkommen unantastbar, charakterlos, ohne Privatleben und der Autor hat nur das nötigste von ihm preisgegeben. Zudem kam er mir wie der MacGyver des FBI vor. Nur seine Spur war die richtige, sein Bauchgefühl das sicherste und seine Anweisungen das Ziel.
Ich hätte mir Jemanden gewünscht, der ein bisschen menschlicher gewesen wäre - gerade mit so einem familiären Hintergrund - mehr auf seinen Bauch, als auf seinen Kopf gehört hätte und das ganze Szenario dadurch spannender und "echter" gewirkt hätte.

Mir war die Jagd auf den Killer zu gerade, zu geplant und zu unrealistisch. Obwohl es hier um eine wirklich grauenvolle Foltermethode geht - der Autor spart auch nicht mit Details - hat mir das i-Tüpfelchen gefehlt. DIe Extraportion Spannung, Psychothrill und auch ein wenig was Neues.


Ich heirate einen Arsch: Roman
Ich heirate einen Arsch: Roman
von Kerstin Hohlfeld
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir brauchen alle einen Arsch!, 23. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Ich heirate einen Arsch: Roman (Taschenbuch)
An ihrem schwärzesten Tag läuft Luisa Björn über den Weg. Zunächst ein Unbekannter für sie, findet sie schnell heraus, dass er DER Björn Bengt Becker ist, Chefredakteur des "Monday" einer renommierten Zeitung und ein Frauenheld, wie er im Buche steht. Björn's erster Gedanke war "was für ein toller Arsch".

Durch ein unbewusstes Katz-und-Maus-Spiel finden die beiden, die unterschiedlicher nicht sein könnten, dann doch zusammen und Björn stellt voller entsetzen fest, dass Luisa für ihn nicht nur eine weitere Kerbe in seinem Designerbett ist, sondern sich eine kleine Schmetterlingsparty in seinem Bauch anbahnt. Und auch Luisa stellt sich viel zu oft die Frage "bin ich nur eine von vielen?".

Die Geschichte von Björn und Luisa wird abwechselnd aus der Sicht des Autorenduos beschrieben und ist herrlich leicht, echt und unverblühmt. Leif Lasse Andersson - wer auch immer sich dahinter verbirgt - beschönigt nichts und schreibt seine Sicht der Dinge nieder, wie scheinbar ein Mann denkt und handelt und das ist manches Mal so, dass amazaon dies beispielsweise zensieren würde.

Ich persönlich habe einige Seiten gebraucht um mich an den abwechselnden und sehr unterschiedlichen Schreibstil zu gewöhnen, da die Sicht von Luisa doch sehr mädchenhaft mit reichlich Glitzer drauf beschrieben wird, da ist der nüchterne männliche Part ein krasser, aber interessanter und wichtiger Kontrast.

Die Story selbst hat mich total in ihren Bann gezogen, weil sie total aus dem Leben gegriffen war und jeder Leserin hätte passieren können. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und musste an einigen Stellen schmunzeln und dachte mir nur "Ah, so sieht ein Mann das also".

Was für mich allerdings total schrecklich war, war das Ende, denn das gab es in diesem Sinne gar nicht. Das Autorenduo hat mich mit einem riesigen Fragezeichen und einem hektischen blättern im Buch zurückgelassen. Ich habe verzweifelt nach einem richtigen Ende gesucht, was es scheinbar (noch) nicht gibt und ich daher auf eine Fortsetzung hoffe.

Von mir eine absolute Empfehlung für einen entspannten Abend in der Badewanne oder zum schmunzeln auf der Liege im Urlaub!


Ich habe den Führer rasiert: Skurriles aus dem Altenheim
Ich habe den Führer rasiert: Skurriles aus dem Altenheim
von Sven Bramert
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es wurde Zeit für Sven Bramert, 6. Oktober 2014
Nach den ganzen aufgedeckten Altenheim-Skandalen der letzten Zeit, hatte ich schon fast Angst vorm Altern und davor, irgendwann selbst in einem Heim zu landen, in welchem man lediglich ein Bewohner in Zimmer xy ist, für den der Pfleger nur die von der Kasse vorgegebene Zeit zur Versorgung hat und für ein nettes Wort nicht nur die Zeit, sondern auch die Lust fehlt.
Es wurde Zeit für „Ich habe den Führer rasiert“.

Sven Bramert hat mit seinem Buch gezeigt, dass es nicht nur schwarze Schafe in der Branche gibt, sondern auch einige Bunte, die ihren Beruf als Berufung sehen (was viel zu wenige tun, unabhängig von der Branche) und mit Leidenschaft und Herzblut zur Arbeit gehen. Denen die alten Menschen im Heim wichtig sind und sie das auch spüren lassen und das nicht, indem sie mit Samthandschuhen angefasst werden, sondern hin und wieder auch mit dem ein oder anderen lockeren Spruch zurück in die Realität geholt werden.

Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass der Autor den Leser mit zur Arbeit genommen hat und man nicht nur den Heimalltag miterleben konnte, sondern auch deren Bewohner kennengelernt hat.

Es gab unheimlich viele Stellen zum schmunzeln und laut lachen, andererseits ist es Sven Bramert aber auch gelungen, kleine, nachdenkliche Momente zu erschaffen, die natürlich auch gezeigt haben, dass das Altenheim meist der letzte Wohnort für manche Menschen ist und auch wenn man alt und vielleicht krank ist, hat man trotz allem oder gerade dann einen würdevollen und respektvollen Umgang verdient.


Elizabeth wird vermisst: Roman (Allgemeine Reihe. Bastei Lübbe Taschenbücher)
Elizabeth wird vermisst: Roman (Allgemeine Reihe. Bastei Lübbe Taschenbücher)
von Emma Healey
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

3.0 von 5 Sternen Traurig aber wahr?!, 2. April 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Maud ist sich sicher, dass ihre Freundin Elizabeth vermisst wird. Aber niemand will ihr so recht glauben. Nicht ihre Tochter, die einmal am Tag bei ihr nach dem Rechten schaut, nicht die Pflegekraft, die nur schnell ihre Medikamente zurecht legt und auch nicht der nette Polizist, der sie schon kennt, weil Maud schon mehrfach auf dem Revier war und ihre Freundin als vermisst gemeldet hat.

Vielleicht glaubt ihr aber auch Niemand, weil Maud aufgrund ihres Alters immer vergesslicher wird und versucht dies mithilfe von kleinen Notizzetteln zu vertuschen - vor allen anderen und vor sich selbst.

In der Küche hängt beispielsweise der Zettel „nicht kochen“. Aber darunter fallen doch keine Eier, ist Maud der Meinung. Ein Ei kochen ist in ihren Augen etwas vollkommen anderes, als ein richtiges Gericht und vergisst natürlich, nachdem das Ei gekocht ist, das Gas wieder abzustellen. Auffallen tut dies erst ihrer Tochter, als diese Stunden später nach dem Rechten schaut.
Auch hat Maud beispielsweise eine kleine Leidenschaft für Dosenpfirsiche – denn das ist das einzige, was sie bei ihren kleinen Streifzügen – die ihr eigentlich verboten wurden – einkauft.

Und immer wieder macht sie sich auf die Suche nach Elizabeth. Ans Telefon geht die Freundin nicht und auch die Tür, zu ihrem zwischenzeitlich leergeräumten Haus, macht sie nicht mehr auf. Aber all das hat Maud am nächsten Tag schon wieder vergessen ...

Das Buch ist aus der Sicht von Maud von geschrieben und mitunter recht eintönig, da die alte Dame immer wieder dieselben Sachen macht und sagt – the same procedure.
Das einzig spannende sind ihre „lichten Momente“ in denen sie allerdings in die Vergangenheit abschweift und an ihre Kindheit denkt, in der bereits ihre Schwester auf einmal spurlos verschwand – genau wie jetzt Elizabeth.

Der Schreibstil ist recht einfach und schlicht, das Buch überzeugt leider nicht mit irgendwelchen Wendungen oder gar interessanten Charakteren. Im Grunde begleiten wir lediglich Maud in ihrem tristen Alltag, der leider nicht mehr wirklich von schönen Momenten geprägt ist. Ihr Umfeld ist schnell und leicht genervt, weil die alte Dame wieder etwas vergessen hat und wieder etwas falsch gemacht hat, woran sie sich zwischenzeitlich nicht mehr erinnern kann.

Das Buch hinterlässt einen trotz allem nachdenklich, weil man sich fragt, ob man vielleicht selbst mit älteren Menschen so umgeht? In Hast und ohne Verständnis, dass ab einem gewissen Alter nunmal alles etwas langsamer und nur noch mit Hilfe funktioniert.


Gefangen in Deutschland: Wie mich mein türkischer Freund in eine islamische Parallelwelt entführte
Gefangen in Deutschland: Wie mich mein türkischer Freund in eine islamische Parallelwelt entführte
von Katja Schneidt
  Gebundene Ausgabe

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Geschichte ihres Lebens, 2. April 2014
Da es nicht mein erstes Buch dieser Art war, war ich zunächst der Meinung, dass mich diesbezüglich nichts mehr wirklich schockieren könnte. Fehlanzeige.

Die Art und Weise, wie Katja den Leser mit auf ihre Reise in diese andere Kultur nimmt, ist nicht nur unheimlich intensiv und realitätsnah, sondern auch zeitgleich beängstigend und schockierend.

Die Geschichte ihres viel zu jungen Lebens beginnt damit, dass Katja eine Ausbildung zur Berufskraftfahrerin macht und nebenbei in einer Kneipe kellnert um sich ihre erste eigene Wohnung finanzieren zu können und dort trifft sie auch zum ersten Mal auf Mahmud, der ihr relativ schnell signalisiert, dass er sie näher kennenlernen will. Katja ist fasziniert von seiner Art und wirft sofort alle Bedenken über Bord und nimmt ihn am zweiten Abend schon mit in ihre kleine Wohnung und besiegelt damit mehr oder weniger die nächsten Jahre Beziehung, die gezeichnet sind von Gewalt und Vorschriften.

Mahmud sorgt daraufhin relativ schnell dafür, dass Katja ihren Nebenjob „verliert“ - da sie diesen nicht freiwillig aufgeben will -, weil sich das für eine „anständige Frau“ nicht gehöre, in so einer Lokalität zu arbeiten, umgeben von Männern.
Der Verlust dieses Jobs ist der Anfang der Abhängigkeit, den Katja unter allen Umständen vermeiden wollte, gleichzeitig schmeichelt ihr jedoch die „Besorgnis“ die Mahmud mit seinem Verhalten rechtfertigt. Eine Eigenschaft, die Katja bislang nicht kannte und auch für kurze Zeit zu schätzen meint.

Als Leser gehen hier das erste Mal alle Alarmglocken an und man kann ansatzweise erahnen, wo die Reise hingeht. Und die Bestätigung dieser Vorahnung kommt schnell: kurze Zeit später verliert Katja auch ihre Ausbildung, weil sie zunehmend unkonzentrierter arbeitet. Für Mahmud ist das alles kein Problem, im Gegenteil, vielmehr schlägt er vor, aus Katja's kleinem Apartment auszuziehen und gemeinsam in eine geräumige drei Zimmer-Wohnung zu ziehen in der Katja sich um den Haushalt und um den „Mann im Haus“ kümmern soll. Zwischenzeitlich ist Katja's Lebensmittelpunkt nur noch ihr türkischer Freund und nach und nach seine Familie, ihr altes Leben lässt sie schnell – unbewusst – hinter sich.

Die Ereignisse in diesem Buch knüpfen nahtlos aneinander an: Mahmud möchte Katja seiner Familie vorstellen und „bittet“ sie, der Tradition wegen einen langen Rock und eine Bluse mit ebenfalls langen Ärmeln anzuziehen. Katja muss schnell lernen, dass Männer und Frauen getrennt voneinander „leben“ und die Mahlzeiten – sofern sie beide nicht alleine sind – getrennt voneinander eingenommen werden. Bald kommt Mahmud mit der „Bitte“, dass sie ein Kopftuch tragen solle und begründet es ebenfalls mit der Tradition, da es ein Zeichen des Respekts ihrerseits wäre. Katja passt sich immer mehr an und vergisst dabei ihr altes Leben immer mehr und dann kommt der Tag, an dem Mahmud aus dem Nichts heraus „die Hand ausrutscht“.

Endlich ist Katja alarmiert und reagiert so, wie man es von einer Frau in solch einer Situation erwarten würde: sie verlässt zunächst die Wohnung und will auch sofort die Beziehung beenden. Aber natürlich zeigt Mahmud Reue und erzählt ihr, dass er nur aus Liebe zu ihr so gehandelt habe. Sie verzeiht ihm - bis die nächste Tracht Prügel auf sie wartet.

Es dauert nicht lange und Mahmud hat Katja's Willen komplett gebrochen, sie fügt sich und traut sich nicht (mehr) anderer Meinung zu sein, aus Angst vor erneuten Misshandlungen, bis Tag X ihr die „verbundenen“ Augen öffnet und sie kurz vor zwölf die Reißleine zieht ...

Katja hat unfassbares erlebt und den Leser an jedem dieser Vorfälle ungefiltert teilhaben lassen. Sie beschreibt alles sehr genau, sodass man sich erschreckenderweise ein fast schon zu genaues Bild der Monate und Jahre, in denen sie diesen Alptraum erleben musste, machen kann.

Als Ausstehende ist mir nicht nachvollziehbar, wie man tatsächlich in solch eine Situation geraten kann, ohne dass der eigene Schutzmechanismus Alarm schlägt, aber ich möchte hier nicht urteilen – jedenfalls nicht über Katja – denn es handelt sich nicht um eine fiktive Geschichte, sondern um die Geschichte ihres Lebens.

Vielmehr möchte ich an dieser Stelle über Behörden und Außenstehende urteilen, die in solchen Situation machtlos sind bzw. machtlos gemacht werden und teilweise die Augen verschließen. Katja beschreibt sehr oft, dass in dem hellhörigen Haus die Nachbarn sehr wohl etwas von ihren Misshandlungen hätten mitkriegen müssen. Wenn nicht im selben Moment, dann doch, wenn man Katja mit wiederholt zugeschwollenem Gesicht gesehen hat. Und es gab wirklich viele Situationen in denen es sprichwörtlich um Leben und Tod ging und ich mit angehaltenem Atem vor dem Buch saß und fassungslos dachte, dass es doch nicht sein kann, dass es Niemand mitkriegen will.

Katja und ihre Geschichte haben mich auf jeden Fall nachdenklich zurückgelassen und mir einmal mehr gezeigt, dass man mit offenen Augen und Ohren durchs Leben gehen sollte und jeder Mensch etwas Zivilcourage an den Tag legen sollte und nicht nach dem Motto leben „Was ich ignoriere, ist auch nicht da“.

Wer keine Angst vor abgrundtiefer Wahrheit und der Geschichte einer Frau hat, die sich eigentlich nur nach Liebe und Geborgenheit sehnt, sollte zu Katja's Geschichte greifen und für sich selbst ein Stückchen davon mitnehmen um aus ihren Erfahrungen und vielleicht auch Fehlern zu lernen.


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