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Rezensionen verfasst von
jury
(HALL OF FAME REZENSENT)   

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Prada
Prada
von Miuccia Prada
  Gebundene Ausgabe

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch Engel tragen Prada, 17. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Prada (Gebundene Ausgabe)
1913 gründete der Großvater der heutigen Chairwoman in der eleganten Galleria Vittorio Emanuele II eine Boutique für exklusive Lederwaren. Heute, ein Jahrhundert später, fertigt das inzwischen an der Hongkong Börse notierte Unternehmen mit 7.200 Mitarbeitern (Stand 2010) in 11 Fabrikationsstätten vor allem Textilien, Lederwaren und Parfum und erwirtschaftet einen Umsatz von über 2 Milliarden Euro.

2010 unterhielt die Prada Group immerhin bereits über 350 eigene Boutiquen in 76 Ländern.

Im Laufe der Jahre waren viele bekannte Marken unter dem Dach von Prada vertreten, darunter Helmut Lang und Jil Sander, heute stehen neben Prada selbst noch die Marken miu miu [1] und The Original Car Shoe im Portfolio des vom ehemaligen Gürtelfabrikanten Patrizio Bertelli und der promovierten Wirtschaftswissenschaftlerin und Schauspielerin Miuccia Prada geführten Konzerns. Besonderes Engagement widmet das Chef-Ehepaar der 1993 gegründeten Kunststiftung "Fondazione Prada".

Patricio Bertelli war zudem mit einem Anfangsetat von 110 Millionen Euro seit 1997 im Segelsport engagiert. Seine Yacht Luna Rossa nahm 2000, 2003 und 2007 am America's Cup teil, konnte jedoch den Cup nicht gewinnen.

Der vorliegende Bildband der Collection Rolf Heyne [2] geht inhaltlich und gestalterisch deutlich über den Überblick über Geschichte und Kollektion, wie er in solchen Bänden üblich ist, hinaus. Hier wird ein tiefer und umfassender Einblick in das Schaffen des Konzerns selbst geboten. Natürlich zählt auch die Kunststiftung und ihre Aktivitäten zu den Anliegen des Buchs. Besonderen Raum wird der künstlerischen Architektur geboten, mit der sich das Haus in den letzten Jahren engagiert hat.

Dazu zählen insbesondere die Ausstellungen und Installationen der geförderten Künstler. Die mit Rem Koolhaas entwickelte "begehbare Skulptur" in Seoul wird mit Ausstellungen im Themenkreis Kunst, Kino, Mode und Kultur präsentiert. Besonders stolz ist man zu Recht auf die sogenannten Epicenters, in welchen Prada versucht, ihren kulturellen Anspruch auch in Flagshipstores mit dem Geschäft zu verbinden.

Allzu oft wird Erfolg zum Selbstzweck, die Protagonisten verwandeln sich vom Macher zum Getriebenen. Dennoch versucht man, in Präsentationen wie diesem Jubiläums-Band den Eindruck zu erwecken, man würde zielstrebig, unabhängig und frei von finanziellen Überlegungen agieren. Das ist hier natürlich nicht anders. Aber nach einiger Beschäftigung mit dem Gebotenen legt man die Skepsis ab. Mir kam eine solche Selbstdarstellung noch nie so glaubwürdig und überzeugend vor wie in diesem Fall. Man nimmt Miuccia Prada ab, dass sie in erster Linie ihre kulturellen Bedürfnisse auslebt und das Geschäft "nur" als Side-Effect mitnimmt. Der künstlerische Eindruck der Produkte, der Konzeptionen und nicht zuletzt der im Buch gebotenen Fotografie ist überwältigend.

So wird denn auch die Exkursion durch die Welt edlen Geschmacks zu einer Reise, die man nicht so schnell vergisst und gerne gelegentlich wiederholt. Unabhängig davon, ob man sich für das eigene Vergnügen oder dem seiner Partnerin solch edle Stücke zu schenken imstande sieht, schenkt einem der intime Einblick in eines der bedeutendsten Modehäuser aller Zeiten Erkenntnisse und Erfahrungen, die den eigenen Geschmack und die Sicht der Welt ein gutes Stück weiter bringen können.

print-jury 5* A1121 © 17.1.2013eg ABR 347.314 Rezensionsexemplar

[1] miu miu ist der Kosename von Miuccia Prada. Sie hat dieses Label für junge Mode eigenständig entwickelt.
[2] Einen Einblick in das Buch kann man auf der Website von Prada nehmen


Diamanten und Farbedelsteine: Eine perfekte Geldanlage zur Vermögenssicherung
Diamanten und Farbedelsteine: Eine perfekte Geldanlage zur Vermögenssicherung
von Michael Brückner
  Gebundene Ausgabe

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deine Augen machen bling, bling..., 15. Januar 2013
Michael Brückner hat sich im Kopp-Verlag schon häufiger als Finanzberater hervorgetan - dieses Mal begibt er sich auf ein noch nicht allzu populäres Gebiet: Edelsteine.

Tatsächlich spricht manches dafür, Diamanten als langfristige Kapitalsicherung zu erwägen - zumindest, wenn man davon ausgeht, dass eine wirksame Absicherung nur illegal möglich ist. Dann besitzen Diamanten nämlich durchaus angenehme Eigenschaften: Sie sind klein, leicht und nicht metallisch.

Während mit Metall-Detektoren in Wohnungs-Verstecken manches allzu leicht ausfindig zu machen ist, gibt es eigentlich kaum eine Chance, gut versteckte Diamanten aufzuspüren. Man könnte sie sogar wie Robert Redford im Film Havanna unter die Haut implantieren lassen.

Ich finde das Buch auch interessant, um sich Grundkenntnisse anzulesen, die beim Kauf eines Farbedelstein- oder Diamant-bestückten Schmucks nützlich sein können.

Wie üblich grast Brückner das gesamte Umfeld ab und vermittelt so eine gute Einführung in alles, was mit den kostbaren Kohlebröckchen zu tun hat. Das Fazit wäre allerdings kurz zu halten gewesen: Man wählt sehr gute und möglichst große Steine und kauft sie bei einer seriösen Institution. Wegen der hohen Handelsspannen und der Umsatzsteuer sollte man allerdings nicht auf Spekulationsgewinne hoffen - und in Krisenzeiten auch nicht auf leichte Verkaufbarkeit. Insofern sind die Glitzersteinchen eher eine Rücklage, die man nach Überwindung einer Krise mal wieder zu Geld machen kann.

Eine Frage, die mit gewisser Boshaftigkeit in Büchern dieser Art nicht beantwortet wird, bleibt auch hier offen: Wie schafft man es, ein paar 10.000 Euro "unauffällig" bar vom Konto zu holen und wo kann man für solche Beträge "OTC" - also cash über die Theke - qualitativ hochwertige Steine kaufen, ohne betrogen zu werden. Brückner nennt zwar zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, ist aber mit konkreten Empfehlungen vorsichtig.

Nun, vielleicht war die Idee von Robert Redford doch noch die Beste. Und genau wie er kann man den Schmuck dann ja dafür einsetzen, den Gatten der geliebten Frau aus dem Knast freizukaufen...

print-jury 5* A1120 © 15.1.2013eg ABR 17.898 Rezensionsexemplar


Porsche Design: 40 Jahre Porsche Design: Since 1972. Das erste und einzige offizielle Buch zu Porsche Design
Porsche Design: 40 Jahre Porsche Design: Since 1972. Das erste und einzige offizielle Buch zu Porsche Design
von Porsche Design
  Gebundene Ausgabe

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schon mal in einem Porsche gesessen?, 11. Januar 2013
Wer nicht gerade ein Modell des Luxus-Autobauers in der Garage stehen hat, könnte dennoch schon mal in einem "Porsche" unterwegs gewesen sein: Vielleicht sind Sie mal in Wien in die ULF gestiegen oder haben in Zell am See, dem Standort von Porsche Design, die Seilbahn zur Schmittenhöhe genommen? Auf dem Wasser könnten Sie mit einer "Fearless 44" oder gar einer "Royal Falcon Fleet" geglitten sein - vielleicht auch, etwas ökologischer, mit einem Porsche Design - Surfboard.

Letzteres war mir selbst vergönnt - zudem habe ich mir in jüngeren Jahren zweimal einen Porsche 928 S4 geleistet. Was man aus der Alltagspraxis lernen kann, ist, dass auch bei Porsches mit Wasser gekühlt und gekocht wird. Frust und Begeisterung geben sich die Hand.

In 4 Jahrzehnten hat das Studio von Ferdinand Alexander Porsche eine Vielzahl von Produkten unter eigenem Label oder im Auftrag entworfen oder weiterentwickelt. Einen Überblick über das Schaffen von Porsche Design bietet der vorliegende Luxus-Bildband der Collection Rolf Heyne. Auf 576 Seiten finden sich Geschichte und Produkte der Schmiede, eingebettet in eine Fülle hochklassiger Fotografien im großformatigen Querformat.

1972 wurde das Studio gegründet, als im Zusammenhang mit dem Börsengang der Chefdesigner F. A. Porsche die AG verlassen musste und nach Zell am See zog. Drei Jahrzehnte lang arbeitet Porsche dort mit einem relativ kleinen Team. 2003 wurde zusammen mit der Porsche AG eine Porsche Lizenz- und Handelsgesellschaft gegründet, welche die Aktivitäten des Studios ausweitete - von der Dentaleinheit bis hin zur Damenmode! - und rund um den Globus ein Vertriebsnetz von (Stand 2011) 120 Verkaufsniederlassungen betreibt.

Bei all der gewollten Schlichtheit trübt bisweilen schwülstige Arroganz den Genuss. Eine Armbanduhr "Chronograph" zu nennen, "strotzt" - welch eine Wortwahl! - weniger von Korrektheit, sondern im Gegenteil entweder von mangelnden Sprachkenntnissen oder von einem erstaunlichen Defizit an Präzision. Auch in den arrogant "10 Gebote" genannten Leitlinien erkennt man ähnliche geistige Schlampigkeiten, wenn etwa von der Tautologie "Kernthema Bewegung und Kinematik" die Rede ist oder einem weiteren schiefen Pleonasmus wie "Technik und ingenieurhaftes Denken". Von der Anmaßung, dass Porsche Design eine "Alleinstellung durch technische Ausrichtung" genießt, hätte ein rascher Blick auf andere Studios heilen können; mir fallen im deutschen industriellen Design gerade Colani und Esslinger ("frogdesign") ein, deren internationaler Einfluss, nicht zuletzt auf Porsche, nur als außerordentlich bezeichnet werden kann. Auch "form follows function" als Gestaltungsleitsatz des Designs ist nicht gerade auf Porsches Mist gewachsen, sondern wurde erstmals 1852 vom US-Bildhauer und Architekten Horatio Greenough gefordert.

Leider fällt es auch nicht besonders schwer, an den Produkten herumzukriteln; angefangen bei der Uhr, bei der die übergroß aufgedruckte PD-Werbung das optische Chaos noch unnötig - und fern jeder Funktion! - vergrößert. Das war bei dem von Porsche abgekupferten "Fliegerchronographen Modell 1550 SG", Dienstuhr der Luftwaffe von 1967 bis 1986, durchaus besser gelöst. Von einer "weltweit ersten schwarzen Uhr" kann also 1972 kaum die Rede sein.

Beim Duchschauen des Bildbands wird wohl jedem Betrachter speziell angesichts etwas älterer Gestaltungsversuche Porsches bewusst, dass ihm etwas mehr Bescheidenheit gut zu Gesicht gestanden hätte. Oft zeigen sogar die eigenen Produkte auf, wie man es besser machen kann: Vom NEC-Telefon (1981) bis zum Telefon "2001" der Deutschen Telekom (1989) waren nur 8 Jahre vergangen...

Jeder wird in dem überwältigenden Portfolio vermutlich ohne große Mühe Design-Beispiele finden, die ge- oder missfallen. Was mich begeistert hat, waren pfiffige Lösungen wie der C'Seed 2001 (Seite 284 ff) oder auch die unmittelbar folgende Tischlampe "Kandido". Als lustiges Beispiel sei das "Mobile Phone" (S. 520 ff) genannt, dessen Gestaltung einen nachhaltig russischen Eindruck hinterlässt. Auch ulkig: Die Parfum-"Flacons" erinnern an die Restmüll-Behälter bei Burger King.

Besonders gespannt war ich auf die Mode. Auch hier war das Team aus Zell am See mit offenen Augen bei der Konkurrenz unterwegs. Das kunstfertig geflochtene "intrecciato"-Leder der Bottega Veneta [1] heißt nun "TecFlex Leather" - was man bei den Italienern leider nicht "abgekupfert" hat, ist der Verzicht auf das eigene Logo. Was beiden Marken gemein sein dürfte, ist der Verzicht, den Kunden über den Preis gewinnen zu wollen. Insgesamt passt das Bekleidungsprogramm den Porsche-Kunden bestmöglich an die Verwendung von Cabrios zur Unzeit an - zum Erhalt der Menschheit tragen andere Labels sicher mehr bei.

Alles in allem bleibt der Eindruck eines spannenden Querschnitts der Arbeit von Porsche Design über die vergangenen 40 Jahre. In der Bandbreite, der Vielfalt der Produkte liegt vielleicht auch die Sonderstellung des Hauses. Insofern zählt auch der Bildband der Collection Rolf Heyne zu den abwechslungsreichsten und interessantesten Überblicke über eine Design-Schmiede. Gerade das Heiß/Kalt, der Wechsel zwischen beeindruckenden Leistungen und dann auch mal wieder verblüffenden Exkursionen aus dem Terrain des sicheren Geschmacks machen dabei das Salz in der Suppe aus. Porsche Design bietet eben nicht nur Anlass zum Staunen, sondern unterhält und amüsiert. Ein letztes Beispiel dafür:

Seit 2010 entwickelt das Porsche Design Studio zusammen mit der FH Salzburg eine Produktlinie, die von geistig behinderten Menschen hergestellt werden soll. Das Buch geht leider nicht näher darauf ein, ob es sich dabei um die gleiche Gruppe handelt, die voraussichtlich ab 2015 im neuen 64-stöckigen Porsche-Tower in Miami ihr Auto mit in die Wohnung nehmen kann. (S. 563) Ohne Zweifel eine gute Idee für Menschen, die sich von ihrem Porsche nicht mehr trennen können...

print-jury 5* A1119 © 11.1.2013eg ABR 163.238 Rezensionsexemplar
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 6, 2014 10:46 AM CET


Bottega Veneta. Das erste und offizielle Bottega Veneta-Buch
Bottega Veneta. Das erste und offizielle Bottega Veneta-Buch
von Tomas Maier
  Gebundene Ausgabe

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unangeflochten, 10. Januar 2013
Bottega Veneta - die Geschichte

Das 1966 von Michele Taddei und Renzo Zengiaro gegründete "Venezianische Atelier" basierte auf der traditionellen kunstfertigen Lederverarbeitung "intrecciato", die in Form der kreuzweise geflochtenen Taschen charakteristisch für das Designerlabel wurde. 2001 wurde die Gesellschaft unter neuer Leitung von der Gucci-Group übernommen.

Dies war der Beginn der Tätigkeit des in Pforzheim geborenen Kreativdirektors Tomas Maier, der die Marke "ohne Logo" zu ihrer ursprünglichen Identität - der handwerklichen Produktion - zurückführte. Mit seiner "Cabat Bag", einer natürlich aus Leder geflochtenen Tasche ohne Nähte(!) gelang ein weltweiter Erfolg. Unter Maiers Ägide wurde die Kollektion mit Schmuck, Brillen, Düften und Möbeln ergänzt, wobei natürlich die Stammprodukte Handtaschen, Schuhe, Gepäck, Ausstattung, Kleinlederwaren und Geschenkartikel weitergeführt wurden.

Die erste "Prêt-à-porter" - Modenschau für Damen fand 2005, die erste Herren-Modenschau 2006 statt.

Bottega Veneta - das Buch

Der mächtige, großformatige Bildband der Collection Rolf Heyne steht dem Qualitätsanspruch des Herstellers nicht nach und bietet erstmals eine umfassende Werkschau über das Portfolio des traditionsreichen Designlabels.

Nach einem Vorwort des Dokumentarfilmers Matt Tyrnauer stellt Kreativdirektor Tomas Maier Philosophie und Geschichte des Hauses vor. Im Hauptteil werden die Kollektionen der Edelmarke in großformatigen Abbildungen höchster Qualität von führenden Persönlichkeiten der Mode- und Design-Szene präsentiert. Es ist das erste Mal, dass das Unternehmen und seine Produktpalette in einem Bildband gezeigt werden.

Bottega Veneta - der Vertrieb

Die Luxusprodukte der Marke ohne Logo und dem entsprechenden Slogan "When your own initials are enough" werden heute in über 140 eigenen Geschäften in Europa, Asien und Nordamerika, aber auch über die sehenswerte eigene Website "bottegaveneta" vertrieben.

print-jury 5* A1118 © 10.1.2013eg ABR 119.126 Rezensionsexemplar


Kein Titel verfügbar

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die gute Papierform täuscht..., 10. Januar 2013
Beginnen wir mit dem Positiven. Congstar steht auf Vergleichsseiten wie prepaidvergleich.com blendend da - als Testsieger, mit Hinweis auf einen Testsieg bei Stiftung Warentest und "höchster Kundenzufriedenheit bei Netzqualität, Support und Service": und tatsächlich, nicht nur in "connect", sondern auch bei meinem ganz persönlichen Stammkneipentest in Saarbrücken konnte das Netz von T-Mobile sich deutlich vom meinem bisherigen E-Netz abheben: Nur in einer von 6 Gaststätten/Cafés bot auch das E-Netz eine schnelle, Internet-fähige Verbindung an, während in allen(!) Lokalitäten ein problemloser Web-Access mit T-Online möglich war.

Wer einfach nur eine SimCard irgendwo bestellt und sich anmeldet, hat auch schnellen Zugang. Will man dagegen mehr - zum Beispiel eine Internet-Flatrate - wird einem schnell bewusst, dass man es hier mit einer Telekom-Tochter zu tun hat: Bürokratie bis zum Geht-nicht-mehr, lahme Abwicklungen, ein unübersichtliches Web-Interface und in einigen Punkten - man kann es eigentlich nur so formulieren - unverblümte Kundenvergesäßung.

Von meinem E-Netz - Provider "Blau" weiß ich, wie es aussehen kann. Heute schäme ich mich, dass ich mich mal darüber geärgert hatte, dass dort eine Freischaltung 15 Minuten benötigt hat. Denn von solchen Zeiten kann die Tochter des "verbeamteten" Staatskonzerns nur träumen: "5-7 Tage" benötigt Congstar, um eine Bank-Abbuchungsgenehmigung freizuschalten. Nochmals 5 Tage nehmen sie in Anspruch, um eine Aufladung wirksam werden zu lassen. Beides - um schon mal bezahlten Abwiegelungsversuchen in Kommentaren vorzubeugen - Aussagen des Congstar-Supports, die mir schriftlich vorliegen.

Congstar tut sich anscheinend mit der Wahrheit schwer: Mal heißt es - z.B. in der o.a. Vergleichsliste, aber auch in einem Supportmail, bei Congstar sei eine "automatische Aufladung" möglich - also eine Auffüllung des Guthabens, wenn ein Mindest-Guthaben unterschritten wird. Dann wieder teilt einem "Ihre persönliche Chat-Beratung" lapidar mit: "Das bieten wir nicht an". Auf der anderen Seite kamen vom Support, wenn auch erst nach einigen Tagen, konkrete und aussagekräftige Antworten auf Anfragen.

Für die Bedienung der Web-Site muss man ein Congstar-Diplom erwerben - erst nach mehrfachen Besuchen wurde mir bewusst, dass man zwischen "Optionen" und "Verträgen" sorgfältig unterscheiden muss. Das ist schon tückisch: Besucht man die Vertrags-Verwaltung(!) "meincongstar", wird man als erstes zu einem "Tarif-Baukasten (9 cent Tarif)" geleitet. Wer arglos denkt, es handele sich um Optionen für den eigenen Vertrag, hat schnell ungewollt einen zusätzlichen Vertrag statt einer Option bestellt. Honi soit qui mal y pense...

Der "Sinn" dieser Verzögerungen und "Ungeschicklichkeiten" liegt auf der Hand: So kann man gerade bei unerfahrenen Neukunden ein bis zwei Wochen lang - bis endlich eine Flatrate steht - Internet-Verbindungen abkassieren. Und mancher wird wohl auch versehentlich statt einer Flatrate "Option" einen Flatrate-Vertrag buchen.

Selbst mir, der ich von Beginn an fast nur noch alles Denkbare über Internet kaufe, war dabei lange nicht klar, ob nun noch eine "Bereitstellungsgebühr" von 25,- Euro für die Internet-Flatrate zusätzlich abgebucht wird - und ich konnte es auch nicht kontrollieren, denn es gibt bei Congstar keine (k-e-i-n-e!) Abrechnung auf der Website. Man kann dort weder seinen Kontostand abfragen noch eine Einzel-Abrechnung erhalten. Leistungen, die bei "Blau" selbstverständlich bestens funktionieren, und deren Fehlen meines Erachtens bei jeder Staats-unabhängigen Firma von den Gerichten sanktioniert würde.

Ich habe die Konten-Anlage für eine schon etwas älteren Freund vorgenommen, der zwar wunderbar mit Photoshop seine Fotos bearbeiten kann und sich bei allen möglichen Dienstleistern sehr schöne Alben zusammenstellt, aber völlig außerstande war, sein SmartPhone in diesem Chaos anzumelden. Ich musste bald bedauern, ihm diesen halbfertigen Anbieter empfohlen zu haben.

Fazit: Während - zumindest in meiner Umgebung - das T-Online-Netz durchaus die höheren Kosten rechtfertigt - klare fünf Sterne -, fehlt es der Congstar-Abwicklung schon am Nötigsten: Keine Abrechnung, unverständliche Wartezeiten, mangelnde Transparenz und ein unübersichtliches Angebot gestalten das Congstar-Kunden-Dasein zum Horror. Wie man in anderen Erfahrungsberichten liest, kommen dazu möglicherweise sogar willkürliche Abschaltungen und unseriöse Abwicklungen bei Kündigung.

Das alles wäre an sich ein Fall für einen der bei mir äußerst raren 1-Sterne-Beurteilungen - aber wegen der guten Netz-Abdeckung, weil letztendlich doch keine Bereitstellungsgebühr auf "zugebuchte Optionen" entfällt und wegen der aussagekräftigen Antworten vom Support - wenn auch erst 6 Tage nach Anfrage - gibt es doch noch eine wacklige Empfehlung.

Wenn Congstar ein Topangebot werden will, genügt es nicht, ein gutes Netz zur Verfügung zu stellen. Dafür müssen auch alle Abwicklungen, die wir erst mühsam vom Support erfragen mussten, transparent und leicht zu finden auf der Website stehen. Und selbstverständlich reicht ein simpler Verbindungsnachweis nicht aus - da gehören die Gebühren dazu, monatliche Salden, die Guthabenstände und das Restguthaben. Um mit Kunden-freundlichen Providern wie Blau gleichzuschließen, muss ein guter Provider auch eine Deckelung, Auslands-Flatrates für den Urlaub und vor allem eine automatische Nachladung bei Unterschreiten eines Mindestguthabens anbieten.

technik-jury 4* A1116 © 10.1.2013eg
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 15, 2013 7:25 PM MEST


Congstar Prepaid Card 10 Euro Startguthaben
Congstar Prepaid Card 10 Euro Startguthaben
Wird angeboten von Handyshop Wallensen
Preis: EUR 7,95

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die gute Papierform täuscht..., 10. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Beginnen wir mit dem Positiven. Congstar steht auf Vergleichsseiten wie prepaidvergleich.com blendend da - als Testsieger, mit Hinweis auf einen Testsieg bei Stiftung Warentest und "höchster Kundenzufriedenheit bei Netzqualität, Support und Service": und tatsächlich, nicht nur in "connect", sondern auch bei meinem ganz persönlichen Stammkneipentest in Saarbrücken konnte das Netz von T-Mobile sich deutlich vom meinem bisherigen E-Netz abheben: Nur in einer von 6 Gaststätten/Cafés bot auch das E-Netz eine schnelle, Internet-fähige Verbindung an, während in allen(!) Lokalitäten ein problemloser Web-Access mit T-Online möglich war.

Wer einfach nur eine SimCard irgendwo bestellt und sich anmeldet, hat auch schnellen Zugang. Will man dagegen mehr - zum Beispiel eine Internet-Flatrate - wird einem schnell bewusst, dass man es hier mit einer Telekom-Tochter zu tun hat: Bürokratie bis zum Geht-nicht-mehr, lahme Abwicklungen, ein unübersichtliches Web-Interface und in einigen Punkten - man kann es eigentlich nur so formulieren - unverblümte Kundenvergesäßung.

Von meinem E-Netz - Provider "Blau" weiß ich, wie es aussehen kann. Heute schäme ich mich, dass ich mich mal darüber geärgert hatte, dass dort eine Freischaltung 15 Minuten benötigt hat. Denn von solchen Zeiten kann die Tochter des "verbeamteten" Staatskonzerns nur träumen: "5-7 Tage" benötigt Congstar, um eine Bank-Abbuchungsgenehmigung freizuschalten. Nochmals 5 Tage nehmen sie in Anspruch, um eine Aufladung wirksam werden zu lassen. Beides - um schon mal bezahlten Abwiegelungsversuchen in Kommentaren vorzubeugen - Aussagen des Congstar-Supports, die mir schriftlich vorliegen.

Congstar tut sich anscheinend mit der Wahrheit schwer: Mal heißt es - z.B. in der o.a. Vergleichsliste, aber auch in einem Supportmail, bei Congstar sei eine "automatische Aufladung" möglich - also eine Auffüllung des Guthabens, wenn ein Mindest-Guthaben unterschritten wird. Dann wieder teilt einem "Ihre persönliche Chat-Beratung" lapidar mit: "Das bieten wir nicht an". Auf der anderen Seite kamen vom Support, wenn auch erst nach einigen Tagen, konkrete und aussagekräftige Antworten auf Anfragen.

Für die Bedienung der Web-Site muss man ein Congstar-Diplom erwerben - erst nach mehrfachen Besuchen wurde mir bewusst, dass man zwischen "Optionen" und "Verträgen" sorgfältig unterscheiden muss. Das ist schon tückisch: Besucht man die Vertrags-Verwaltung(!) "meincongstar", wird man als erstes zu einem "Tarif-Baukasten (9 cent Tarif)" geleitet. Wer arglos denkt, es handele sich um Optionen für den eigenen Vertrag, hat schnell ungewollt einen zusätzlichen Vertrag statt einer Option bestellt. Honi soit qui mal y pense...

Der "Sinn" dieser Verzögerungen und "Ungeschicklichkeiten" liegt auf der Hand: So kann man gerade bei unerfahrenen Neukunden ein bis zwei Wochen lang - bis endlich eine Flatrate steht - Internet-Verbindungen abkassieren. Und mancher wird wohl auch versehentlich statt einer Flatrate "Option" einen Flatrate-Vertrag buchen.

Selbst mir, der ich von Beginn an fast nur noch alles Denkbare über Internet kaufe, war dabei lange nicht klar, ob nun noch eine "Bereitstellungsgebühr" von 25,- Euro für die Internet-Flatrate zusätzlich abgebucht wird - und ich konnte es auch nicht kontrollieren, denn es gibt bei Congstar keine (k-e-i-n-e!) Abrechnung auf der Website. Man kann dort weder seinen Kontostand abfragen noch eine Einzel-Abrechnung erhalten. Leistungen, die bei "Blau" selbstverständlich bestens funktionieren, und deren Fehlen meines Erachtens bei jeder Staats-unabhängigen Firma von den Gerichten sanktioniert würde.

Ich habe die Konten-Anlage für eine schon etwas älteren Freund vorgenommen, der zwar wunderbar mit Photoshop seine Fotos bearbeiten kann und sich bei allen möglichen Dienstleistern sehr schöne Alben zusammenstellt, aber völlig außerstande war, sein SmartPhone in diesem Chaos anzumelden. Ich musste bald bedauern, ihm diesen halbfertigen Anbieter empfohlen zu haben.

Fazit: Während - zumindest in meiner Umgebung - das T-Online-Netz durchaus die höheren Kosten rechtfertigt - klare fünf Sterne -, fehlt es der Congstar-Abwicklung schon am Nötigsten: Keine Abrechnung, unverständliche Wartezeiten, mangelnde Transparenz und ein unübersichtliches Angebot gestalten das Congstar-Kunden-Dasein zum Horror. Wie man in anderen Erfahrungsberichten liest, kommen dazu möglicherweise sogar willkürliche Abschaltungen und unseriöse Abwicklungen bei Kündigung.

Das alles wäre an sich ein Fall für einen der bei mir äußerst raren 1-Sterne-Beurteilungen - aber wegen der guten Netz-Abdeckung, weil letztendlich doch keine Bereitstellungsgebühr auf "zugebuchte Optionen" entfällt und wegen der aussagekräftigen Antworten vom Support - wenn auch erst 6 Tage nach Anfrage - gibt es doch noch eine wacklige Empfehlung.

Wenn Congstar ein Topangebot werden will, genügt es nicht, ein gutes Netz zur Verfügung zu stellen. Dafür müssen auch alle Abwicklungen, die wir erst mühsam vom Support erfragen mussten, transparent und leicht zu finden auf der Website stehen. Und selbstverständlich reicht ein simpler Verbindungsnachweis nicht aus - da gehören die Gebühren dazu, monatliche Salden, die Guthabenstände und das Restguthaben. Um mit Kunden-freundlichen Providern wie Blau gleichzuschließen, muss ein guter Provider auch eine Deckelung, Auslands-Flatrates für den Urlaub und vor allem eine automatische Nachladung bei Unterschreiten eines Mindestguthabens anbieten.

technik-jury 4* A1115 © 10.1.2013eg
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 17, 2014 9:57 AM MEST


Fuchs, du hast die Gans gestohlen: Mitchell & Markbys zweiter Fall
Fuchs, du hast die Gans gestohlen: Mitchell & Markbys zweiter Fall
von Ann Granger
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Die Kuh ist vom Pferd gestürzt", 2. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Man fühlt sich zurückversetzt in die gute, alte Zeit, wenn man sich durch Ann Grangers britische Landluft hindurchschnuppert. Der Fall scheint simpel: Ein junger Mann demonstriert gegen eine geplante Fuchsjagd. Ein Pferd gerät vor den geschwenkten Demo-Plakaten in Panik, die Reiterin stürzt zu Tode.

Aber so einfach laufen die Dinge natürlich nicht - es wird kompliziert. Zum Glück hat der Oberinspektor seine diplomatische Freundin zur Seite, der es immer wieder gelingt, den wortkargen Bewohnern der rüden Landschaft irgendwelche Bekenntnisse aus der Nase zu ziehen. In bester Edgar-Wallace-Manier werden die Zusammenhänge zum Ende des Buchs über mehrere Seiten hinweg aufgeklärt.

So ist der Krimi an sich nicht allzu spannend und auch wenig originell, dafür aber ganz schön verzwickt. Was den Leser entschädigt, ist der immer wieder faszinierende Einblick in die britische Seele, die feine Lebensart der guten Erziehung: mal voll bewundernswerter Abwägung und Rücksichtnahme, dann aber auch wieder in frappierender Offenheit garniert man seine Befindlichkeiten gegenüber dem Anderen.

Nette Kost für Freunde des traditionellen englischen Kriminalromans.

print-jury 3* A1111 © 2.1.2013eg


Raunächte: Die zwölf heiligen Nächte
Raunächte: Die zwölf heiligen Nächte
von Christopher Weidner
  Gebundene Ausgabe

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Jahr Kopfschmerzen, 30. Dezember 2012
Mal ehrlich! Wussten Sie, was unter "Raunächte" zu verstehen ist?

Für mich war das jedenfalls ein völlig neuer Begriff - Wikipedia nennt als Synonyme die Zwölfte, Glöckelnächte, Innernächte oder Unternächte. In der Regel sind die 12 Weihnachtstage gemeint, die sich von der Heiligen Nacht bis zur Epiphanie (Erscheinung des Herrn) erstrecken.

Da sowohl meine Frau als auch ich in dieser Zeit geboren sind, habe ich das neue Büchlein des Esotherik-Spezialisten Christopher Weidner mit besonderem Interesse gelesen.

Wie üblich hat Weidner alles gesammelt, was er an Mythen, Geschichte und Überlieferungen zum Thema finden konnte. Gleichtzeitig hat er aus den populären Bild-Datenbanken passend düstere Fotos zusammengetragen, die beim Lesen in die richtige Gänsehaut-Stimmung versetzen.

Besonderen Raum nehmen die Anzeichen ein, an denen man - wenn man so eingestellt ist - erkennen kann, was das nächste Jahr so bringen wird. Seitdem sehe ich Langhaarige auch unter dem Gesichtspunkt, dass Sie während der Raunächte aus gutem Grund den Frisörbesuch verschieben: Ein Jahr Kopfschmerzen drohen dem, der diese Regel missachtet.

Natürlich muss man dem Aberglauben schon etwas verfallen sein, um dem Thema viel abzugewinnen. Stammleser könnte es etwas ärgern, dass ein Gutteil des Buchs sich mit "Räuchern" beschäftigt, einem Gebiet, auf welches Weidner in seinem letzten Buch bereits ausführlich eingegangen war.

Unter dem Strich wird sich das Büchlein ohne Zweifel sein Publikum suchen. Wer in dieser Zeit zu einem Geburtstag eingeladen ist und schon im vergangenen Jahr die Tarotkarten geschenkt hatte, dürfte hier richtig liegen.

print-jury 3* A1110 © 30.12.2012eg ABR 7.265 Rezensionsexemplar
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 22, 2013 9:52 AM CET


Frozen - Eiskalter Abgrund
Frozen - Eiskalter Abgrund
DVD ~ Emma Bell
Preis: EUR 8,29

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unsicher, 23. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Frozen - Eiskalter Abgrund (DVD)
Während wir "Frozen" angeschaut haben, gab es Diskussionen, ob es ein B- oder ein C-Film sei. Denn speziell in den ersten Einstellungen wurde doch überdeutlich, wie schlecht die Schauspieler agierten.

Drei Studenten - dem Durchblick nach Wirtschaftswissenschaftler - geraten in eine ausweglose Situation während eines Ski-Wochenendes in Snowbasin Utah. Sorry, aber wenn ich mehr erzähle, geht Ihnen vielleicht die einzigen positiven Aspekt des Films, nämlich Grauen und Spannung, verloren. Damit überhaupt eine Story daraus wird, musste Autor und Regisseur Adam Green (39) an manchem so weit rumschrauben, dass es schon nicht mehr um Unwahrscheinlichkeit geht, sondern um Zuschauer-Veralberung. Solches ist nicht immer dafür ausschlaggebend, ob einem ein Film gefällt oder nicht.

Ich könnte mir ebenso eine schlechtere oder bessere Bewertung vorstellen, offensichtlich ist sich die restliche Rezensenten-Meute ja auch nicht so sicher, entscheide mich also für eine schwache Drei. Ich denke mal, der Typ "Junge Mutter mit starker Neigung zu Blutigen Kriminal-Thrillern" könnte den Film als aufregend einstufen. Menschen, denen die typischen, auch auf hohen Sessel-Liften immer noch ultraflachen Problem-Aussprachen, wie man sie eben in Dramaturgie-Kursen von US-Hochschulen lernt und bei jedem Katastrophen-Film dieser Provenienz erleidet, tierisch auf den Sack gehen, würden eher von diesem Versuch abraten.

Die Umsetzung entspricht einer mittleren Filmhochschul-Abschlussarbeit. Mir persönlich geht das Studio-Licht in einer angeblich stockfinsteren Nacht ebenso auf den Geist wie die hässlichen Blitzlichteffekte auf "Profi"-Photographien. Aber wer's weglässt, bezahlt mit Rauschen - und dann finden sich bestimmt z.B. hier übereifrige "Aufklärer", die darauf einen Verriss konstruieren und auf die "dankbaren" Behilfreichungen der Leser wetten.

Noch eine Bemerkung an Eltern: Auch wenn manche abwiegeln - wir fanden den Film außerordentlich brutal. Denken Sie - gerade zu Weihnachten - doch auch mal daran: Es liegt in der Natur des Heranwachsenden, alles, was er sieht, nachmachen zu wollen.

Im Original 93 Minuten, Format 2,35:1 auf 35 mm Film, 2K DI, DD (IMDb)

film-jury 3* A1108 © 23.12.2012eg Genre: Drama | Thriller


Perfekte Krisenvorsorge: Überleben, wenn Geld wertlos wird und die Geschäfte leer sind
Perfekte Krisenvorsorge: Überleben, wenn Geld wertlos wird und die Geschäfte leer sind
von Gerhard Spannbauer
  Gebundene Ausgabe

9 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Exakt das, was man benötigt, 18. Dezember 2012
Mir sind in letzter Zeit einige Bücher zum Thema Krisenvorsorge untergekommen. Das von Gerhard Spannbauer dürfte darunter dasjenige sein, das am ehesten einer kompakten, aber umfassenden und dabei sehr konkreten Handlungsempfehlung entspricht.

Themen, die in mehr spezialisierten Ratgebern in epischer Breite ausgewalzt werden, findet man hier in einer auf das Wesentliche reduzierten Form. Dazu ein kleines Beispiel, das mir charakteristisch für dieses Buch zu sein scheint:

Ich erinnere mich an einen Ratgeber, in welchem systematisch alle denkbaren Metalle durchgehechelt worden sind. Spannbauer beschränkt sich auf Gold und Silber - wer wird zu Vorsorgezwecken schon etwas anderes kaufen? Dafür erfährt man aber, dass man größten Ärger bekommen kann, wenn man mehr als 300,- Euro in Edelmetallen über die Grenze bringen möchte: genau diese Hinweise möchte ich in einem solchen Buch lesen.

So geht es auch weiter: Man liest nicht seitenweise, warum Versicherungen riskant sind, sondern nur in einem Satz, welche man schnellstmöglich kündigen sollte.

Sehr nützlich finde ich die Kapitel über das Training persönlicher Fähigkeiten, das Fitschrumpfen des eigenen Unternehmens oder die durchaus überlegenswerten Möglichkeiten, auszuwandern. Tatsächlich weist Spannbauer Regionen aus, die - je nach persönlichen Gegebenheiten - durchaus einen interessanten Mix für Auswanderungswillige bieten.

Auch wenn Spannbauer natürlich durch seinen späten Herausgabetermin in der Lage war, von der Vorarbeit anderer zu profitieren, bleibt ihm das Verdienst, das Wesentliche in Kürze präsentiert zu haben.

Für Menschen, die nicht in der Lage sind, einen Bauernhof zu kaufen und für den Krisenfall zu präparieren, für Normalos, die in der Stadt wohnen, ihrer Arbeit nachgehen und keine großen Vermögen besitzen, kommt dieses Buch einer "Perfekte Krisenvorsorge" wirklich so nahe, dass man den Anspruch des Titels bestätigen kann.

print-jury 5* A1105 © 18.12.12 ABR 15.198 Rezensionsexemplar


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