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Rezensionen verfasst von
jury

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Silver Sex: Wie Sie Ihre Liebe lustvoll genießen
Silver Sex: Wie Sie Ihre Liebe lustvoll genießen
von Dr. Ruth K. Westheimer
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Goldene Tipps für graue Panther, 12. Februar 2014
Beratung in Fragen von Partnerschaft, Liebe und Sexualität lag der 1928 in Wiesenfeld geborenen Psychologin und Soziologin Dr. Ruth K. Westheimer stets am Herzen - was gibt es Schöneres, als wieder Pepp in eine eingeschlafene Beziehung zu bringen und sich am Glück der Menschen zu wärmen?

Dieses Engagement spürt man auch in der überarbeiteten Ausgabe von "Silver Sex" auf jeder der stattlichen 352 Seiten. Es ist wohl kaum ein Thema vorstellbar, das hier nicht sorgfältig abgehandelt wäre.

Vom Kennenlernen über die Fantasie als treibende sexuelle Kraft nähert sich die Autorin den altersbedingten Veränderungen, möglichen gesundheitlichen Problemen und den Tücken des Rentnerdaseins. Positive Effekte sieht "Dr. Ruth" in körperlicher und geistiger Fitness, aber auch in neuem Schwung und anregendem Spielzeug. Ein besonderes Kapitel ist den "Zweiten Flitterwochen" gewidmet. Aber auch an den "Einer" wird gedacht - nicht jeder hat das Glück, einen Partner zu besitzen - eine Thematik, die sicher nicht nur "Fünfzig-Plusser" interessieren dürfte.

Wie viele Berater/innen sieht auch Dr. Ruth den Weg zu sexuellen Erfüllung für meinen Geschmack vielleicht ein Stück zu weit in mechanischer Stimulation. Erfüllte körperliche Liebe kennt Reiz-Situationen, die nichts mehr mit der Primitivität eines Vibrators zu tun haben.

Aber das ist schon die einzige Kritik, die ich an dem Büchlein vorbringen möchte. Positiv ragt die unbeirrt optimistische Haltung der Autorin heraus. Gepaart mit einer sachlich-rücksichtsvollen Herangehensweise meistert sie auch schwierige Fragen. Dass selten der Rat fehlt, eine Paarberatung aufzusuchen, kann man von einer Beraterin wohl kaum anders erwarten.

In Sprache und Weltsicht bleibt nicht verborgen, dass die einstige Moderatorin von "Sexually Speaking" langsam, aber sicher, auf die 90 zugeht. Doch gerade das wird auch den meisten Lesern ihrer Zielgruppe angenehm sein.

print-jury 4* A1196 © 12.2.2014 ABR 78.228 Rezensionsexemplar


Woodstock in Timbuktu
Woodstock in Timbuktu
von Désirée von Trotha
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 4,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Botschaft der Kel Tamaschek, 4. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Woodstock in Timbuktu (Gebundene Ausgabe)
Als „Buch zum Film“ Woodstock in Timbuktu präsentiert Désirée von Trotha ein wertiges Büchlein mit zahlreichen Fotos und Aussagen der Menschen, die im Film zu Worte gekommen sind.

Die Regisseurin, selbst seit 2 Jahrzehnten im Halbjahres-Rhythmus in Afrika lebend, versteht ihre Arbeit bei der Dokumentation der Sahara-Nomaden, die sich nach ihrer gemeinsamen Sprache Kel Tamaschek nennen, als Chronistin.

Nicht die „Offiziellen“ wie Désirée von Trotha selbst, der Präsident des Festivals, ein Korangelehrter oder ein Historiker stehen dabei im Vordergrund, sondern die im Film gezeigten Musiker selbst.

Denn die Message von Gruppierungen wie Tartit, Bombino, AMANAR und Imaghan dreht sich natürlich um ihre politische, religiöse, wirtschaftliche und soziale Situation. Deswegen war es wichtig, auch die Texte der Songs hier im Zusammenhang festzuhalten. Vor allem möchten diese Menschen endlich in Frieden leben dürfen – im Idealfall vielleicht sogar ein wenig mit davon profitieren, wenn mit dem Abbau der reichen Uranvorkommen ihre traditionelle Region verwüstet wird.

Ich nannte meine Filmbesprechung „Freude. Trauer.“ – genau diese Gefühle sind auch auf den eindringlichen Fotos zu sehen, welche die Texte und Aussagen ergänzen. Sehr schön fand ich die Idee, die Schlüsselworte, mit denen die Seiten überschrieben sind, auch in der - wie man im Film erfährt - Jahrtausende-alten Schrift der Kel Tamaschek darzustellen.

Wie alle ausgebeuteten Völker sind auch die Kel Tamaschek ausgerechnet auf die Solidarität ihrer Ausbeuter angewiesen. So erhält der Student Houmeidy Ag Acharatmane das von Hoffnung auf Menschlichkeit getragene Schlusswort:

„Heute kommt niemand auf der Welt ohne den anderen voran. Wir sind alle gezwungen, uns die Hand zu reichen, ob schwarz, weiß, gelb oder sonst wie. Wichtig sind vor allem die menschlichen Werte, die uns alle weiterbringen.“

Mit dem Kauf dieses Büchleins unterstützt man nicht zuletzt die bereits angelaufene Produktion eines zweiten Films zum Erhalt dieser uralten Kultur.

print-jury 5* A1194 © 4.2.2014 ABR 397.447 Rezensionsexemplar


Woodstock in Timbuktu: Die Kunst des Widerstands
Woodstock in Timbuktu: Die Kunst des Widerstands
DVD ~ Bombino
Preis: EUR 13,99

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Freude und Trauer, 2. Februar 2014
Ein Dokumentarfilm über ein Festival in der Wüste?

Natürlich erwartet und erhält man Auftritte der teilweise inzwischen weltbekannten Gruppen, die in ihren Liedern stolz die alte Kultur der Tuarek vorstellen, aber auch engagiert für ihre Lebensrechte eintreten. Bekannt wurde der „Wüstenblues“-Gitarrist Ali Farka Touré, dessen 1995 mit Ry Cooder eingespieltes „Talking Timbuktu“ den Grammy als „Bestes Weltmusikalbum“ gewann.

Desirée von Trotha möchte aber mehr erreichen, als „nur“ zur Popularität dieser faszinierend weiten und elegischen Ethno-Musik, in der man die Unendlichkeit der Wüste und den gewaltigen Fluss des Nigers zu erkennen glaubt, beizutragen.

Sie möchte ein Zeitdokument zeichnen, in der die Situation des Volks, das sie mit weiten Armen aufgenommen hat und dem sie sich zugehörig fühlt, deutlich wird. Deutlich sollte dies insbesondere in den Ländern werden, die direkt oder indirekt daran beteiligt sind, aus Gier auf Bodenschätze und aus geostrategischen Überlegungen eine Jahrhunderte alte und nachhaltige Kultur zu vernichten. Darauf wird weiter unten noch detaillierter eingegangen.

Das dritte Anliegen des Film brauchte nicht extra erwähnt zu werden – es wird dem Betrachter schnell bewusst, mit welchem Stolz die Schönheit der Wüste und ihrer Bewohner in Harmonie mit ihrer charakteristischen Musik festgehalten und präsentiert wird.

Das von den Kel Tamaschek, wie sich ein Teil der Tuarek nennt, traditionell genutzte Gebiet erstreckt sich über die Südhälfte Algeriens, die westliche Region Libyens, die nordwestliche Hälfte des Niger und den gesamten Norden Malis. Dieses Volk kann auf eine lange Tradition zurückblicken – sie haben über Jahrhunderte bewiesen und inzwischen ist auch vielen hier bewusst, dass ihre Art der Viehwirtschaft im Gegensatz zu jeder Form „moderner“ Landwirtschaft unbestreitbar als nachhaltig einzustufen ist.

In der Vergangenheit entfachten sich immer wieder Auseinandersetzungen zwischen den eher hellhäutigen Nomaden und den sesshaften, schwarzen Bewohnern der umliegenden Regionen. Wenn man die Rassen-Unterschiede, die unverträglichen Bewirtschaftungskonzepte und die heutige nationalstaatliche Struktur bedenkt, kann man sich nur wundern, dass es immer wieder auch friedliche Zeiten gab. Wobei bewaffnete, marodierende, mafiöse Banden, teilweise ultrakonservativ-religiös verbrämt (Salafisten) jederzeit mitmischten und ihre eigenen Geschäfte betrieben.

Darüber zeichnet der Film ein subjektives, aber naturgemäß auch recht authentisches Bild durch zahlreiche Statements örtlicher „Offizieller“, vor allem aber vieler politisch engagierter Musiker. In ihrem jährlichen Friedenstreffen, das inzwischen zu einem international beachteten Musikfestival gewachsen ist, sehen die unterschiedlichen Interessengruppen ein Symbol des Friedens und eine Chance, zu einer gemeinsamen Stimme für ihre Lebensrechte zu finden.

Desirée von Trotha hielt das von den Kel Tamaschek jährlich ausgerichtete „Festival au Désert“ im Januar 2011 fest. Wer könnte das besser? Seit zwei Jahrzehnten lebt sie sechs Monate im Jahr bei den Tuareg.

„Im Film geht es um die Musik der Kel Tamaschek … um Musiker und Poeten, die Macht der Frauen, Kamelhirten, Ex-Rebellen, Drogenschmuggler und die drohende Gefahr durch militante Salafisten des saharischen Arms der al-Qaida." Viele Interviews wurden nicht auf dem Festival selbst, sondern unauffällig – „in einem 3-Mann-Team“ - während einer weiteren Reise der Regisseurin durch die Krisengebiete aufgezeichnet.

Nur am Rande fallen dabei auch Bemerkungen zur al Qaida und zu geopolitischen Spannungen. Aber wer den Dauerkrieg der USA um die Beherrschung der Welt verfolgt hat, kann sich auch so denken, dass gerade diese rohstoffreiche Region besonders umkämpft wird.

China bezog bereits 2006 rund 30% seines Rohöls aus Afrika. Dabei drängte dieses exportstarke Land mit großzügigen und auflagefreien(!) Dollar-Krediten IWF und Weltbank - damit die USA! - aus den Machtpositionen. November 2006 lud Peking zu einem Gipfeltreffen, an welchem 40 afrikanische Regierungschefs teilnahmen – darunter Algerien, Nigeria und Mali, womit wir im Gebiet der Tuarek gelandet wären.

Als Gegenstrategie wurde 2007 von Bush/Cheney das Africa Command (AFRICOM) eingerichtet. Ziel ist die Errichtung von Allianzen mit Militärs in 53 afrikanischen Ländern.

Dort, wo finanzielle Gewalt und Drohgebärden nicht ausreichen, greifen die USA ebenso stereotyp wie erfolgreich auf die militärische Übernahme von Staaten durch „Befreiungskriege“ zurück. In den Zielregionen Vorderasien und Afrika finden sich ja stets gewaltbereite Salafisten. Denen stellt dann die CIA die einst von ihr in Afghanistan gegründete, bestens trainierte und ausgerüstete al Qaida „zur Seite“, liefert Waffen und Ausrüstungen sowie die erforderlichen Kredite. Wir Europäer könnten das noch vom Albanien-Krieg kennen – aber natürlich zeichnen die fest in der Hand von US-Diensten befindlichen großen Agenturen ein völlig anderes Bild, wie man gerade anhand von Syrien sehen kann. Zur Zeit liegt der Fokus der US-Interessen im Sudan, wo man gigantische Erdölvorräte vermutet – was nicht bedeutet, dass man die Sahara-Staaten aus den Augen verliert. [2]

Natürlich mischen in Mali aber nicht nur die Chinesen und die USA auf. Am 11. Januar 2013 läutete Atomfan Präsident Hollande einen „Krieg gegen den Terrorismus“ in Mali ein. Logischerweise weiß man in Paris, was in der einstigen Kolonie wirklich läuft.

Im Frühjahr 2013 hat die französische Regierung einer Zusammenarbeit zwischen dem französischen Stromkonzern EDV, dem Atomspezialisten Areva und dem chinesischen Nuklearlieferanten CGNPC zugestimmt. Ferner hat das kanadische Unternehmen Rockgate ein Recht zur Exploration des Untergrundes von Mali erhalten – man rechnet dort mit 12.000 Tonnen Uran in der Region von Faléa – der immerhin vierfachen Menge dessen, das AREVA in Niger (ARlit) fördert. [1]

Wenn man bedenkt, dass dieser Film gerade mal eben 180.000,- € gekostet haben soll, erwartet man vielleicht eine technisch billig erscheinende Produktion – das Gegenteil ist der Fall: An Bild und Ton gibt es nichts auszusetzen, die teilweise „handgemachte“ Grafik-Animation passt vorzüglich, Kameraführung und Schnitt nehmen die Ruhe der Musik auf.

Vielleicht hätte man sich mehr trauen sollen, was den Sound der Gigs angeht – ich vermute mal, dass das vor Ort deutlich weniger „wohnzimmergerecht“ geklungen hat.

In manchen Bildern kann man geradezu baden, so schön sind sie. Man würde sich wirklich wünschen, dass die Nachfrage nach „Woodstock in Timbuktu“ auch eine Blu-ray – Ausgabe wirtschaftlich erscheinen lässt. Leider findet man im Abspann keine technischen Informationen, aber die für DVD schon vorzügliche Qualität lässt hoffen, dass die Aufnahmen und die Postproduktion digital in HD erfolgt sind.

Unter dem Strich vermitteln die Macher ein sehr persönliches Bild von Menschen, die ungeachtet des kurz bevorstehenden nächsten Krieges immer noch eine positive und optimistische Einstellung zum Leben bewahrt haben. Wenn man sieht, wie umfassend auch dort schon Plastik und damit die durch Weichmacher verursachte Unfruchtbarkeit künftiger Generationen Einzug hält, könnte man verzweifeln. Denn während wir mehr oder weniger verdient an unserer eigenen Unkultur zugrunde gehen, können die Menschen in Afrika eigentlich überhaupt nichts dafür - weder für die Verseuchung der Welt durch die Industrienationen noch für die Hegemonialkriege der Großmächte.

Jenseits all dieser Tragik ist "Woodstock in Timbuktu" aber nicht zuletzt auch ein Film zum Schwelgen und Entspannen. So triftet die Stimmung indifferent zwischen Freude, Bewunderung und Trauer um den Abgesang eines stolzen Volkes.

film-jury 5* A1193 © 2.2.2014 ABR 42.327 Rezensionsexemplar Genre: Dokumentation

[1] Nathalie Roller, 14.3.2013, Telepolis

[2] William Engdahl, „China in Gefahr“, Januar 2014
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 4, 2014 6:24 PM CET


China in Gefahr: Wie die angloamerikanische Elite die neue eurasische Großmacht ausschalten will
China in Gefahr: Wie die angloamerikanische Elite die neue eurasische Großmacht ausschalten will
von William Engdahl
  Gebundene Ausgabe
Wird angeboten von Livresse Antiquariat & Buchhandlung
Preis: EUR 5,10

52 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diesen letzten großen Krieg haben die USA schon verloren, 11. Januar 2014
Wer im neuesten Buch des Wiesbadener Analysten ein Buch über China vermutet, hat nur zum Teil Recht. Schon der Untertitel "Wie die amerikanische Elite die neue eurasische Großmacht ausschalten will" verrät, dass es eigentlich auch darum geht, ob der Rest der Welt die USA überleben kann. Wobei der angloamerikanischen Eroberungsgier auf Zeit wohl kaum ein mächtigerer Gegner erwachsen dürfte als eben China - wenn man davon absieht, dass die alles zerstörende Wirtschafts- und Militärphilosophie der angeblichen Führungsmacht ihren eigenen Bürgern mindestens ebenso schadet wie anderen.

Ich persönlich finde ja den US-Lebenstil, auch stolz "american way of life" genannt, einfach wundervoll. Man ruiniert sich mit 4 Autos pro Familie die Lunge und macht sich für sein Leben finanziell abhängig. Reichlich Psychopharmaka [1] und Lebensmittelgifte wie Aspartam und Glutamat [3] stellen das Hirn auf Wegdenken, Fluor im Trinkwasser sediert aufsässige Geister und durch Weichmacher, lebensvernichtende Stoffe und Genfood werden überholte Strategien wie die menschliche Fortpflanzung einfach abgestellt. Weil Kreativität und Intellekt in dieser betäubten Dekadenz zu weit absinken, um die monströse Verschwendung aller Ressourcen zu finanzieren, überfällt man halt reihum den Rest der Welt und stiehlt, was man gerne haben möchte. Das Ganze nennt man dann "Verteidigung der Freiheit" - schließlich muss man immer irgendwelchen Rebellen helfen, die jeweilige Regierung zu stürzen. Der Arm des Meinungsterrors schließlich reicht von einer fast vollständigen Beherrschung der großen Medien in allen westlichen Staaten bis in die letzten Winkel, sogar - wie man hier sieht - bis in Rezensionsforen: Abklicks, noch bevor die Tinte trocken ist...

Doch - nach diesem kleinen, persönlichen Background-Ausflug - zurück zu Engdahl: Vieles, was scheinbar nur mit den USA und China zu tun hat, betrifft uns vor der eigenen Haustüre. So schildert Engdahl detailliert, dass es sich bei der Griechenland-Eurokrise um eine ganz normale Routine-Destabilisierung der US-Regierung gehandelt hat, die zuvorderst dazu diente, die von den gewaltigen chinesischen Dollarvorräten bedrohte US-Währung durch gezielte Schwächung des Euro zu stützen.

Wenn man solches liest, erschließen sich dem Verständnis gleich weitere "Merkwürdigkeiten" wie der Druck, den die US-gesteuerte Türkei in Richtung eines EU-Beitritts auszuüben gewohnt ist. Aber auch der Eifer, mit dem die immer noch am Tropf von US-Diensten wie der CIA hängende westdeutsche "freie" Presse in allem zeigt, was das wirtschaftsstärkste Land Europas so schwächen könnte, dass es dem US-Weltmachtbestreben keine unnötigen Steine in den Weg legen dürfte. Schließlich würde kein vernünftiger Deutscher freiwillig unsere Sozialsysteme durch die verantwortungslose Öffnung der Grenzen für die übelsten Vertreter inkompatibler Kulturen ruinieren. Aber die CIA-gegründeten "Leitmedien" Süddeutsche Zeitung und DER SPIEGEL treiben ja seit Jahren erbarmungslos eine Weltanschauung vor sich her, nach welcher unser Land für die Finanzierung einkommensschwacher Vorderasiaten mit niederem Länder-IQ und hohem religiösem Fanatismus eine natürliche Grundverantwortung tragen müsste. Der geneigte Leser möge mal darauf achten: Alles, was insbesondere DER SPIEGEL gegen die Interessen unseres Landes vorantreibt, von Monsanto Gen-Getreide bis zur Aufgabe unserer Souveränität, dient natürlich der Schwächung Deutschlands und damit den US-Interessen.

Insofern ist dieses Buch weit mehr als ein Buch über den schon lange nicht mehr nur unterschwelligen Konflikt zwischen den USA und China. Schließlich haben wir zu erheblichen Anteilen die Kosten der jüngsten afrikanischen Eroberungskriege der USA mitgetragen - Kriege, die vor allem die strategische Bedeutung besessen haben, diese Länder und ihre Regierungen wieder aus fruchtbaren und funktionierenden Bündnissen mit China herauszubomben. Zum Glück haben China und Russland in der von den USA und GB angeheizten, organisierten und finanzierten Syrien-Krise genug Druck ausüben können, dass der von den USA geplante heiße Krieg, der natürlich auch wieder über die NATO zu unseren Lasten betrieben worden wäre, zumindest mal verschoben werden musste. Sonst hätten wir unsere Wirtschaftskrise schon heute...

Doch es sind nicht nur militärische Auseinandersetzungen, mit denen die USA ihren selbstgewählten Hauptfeind auf dem Weg zur alleinigen Weltbeherrschung überzieht. Schließlich geben die USA kaum mehr für Kriege aus als die nächststreitbaren 42 Nationen der Erde zusammen. (S. 153) Da gewinnt die Vokabel "defense" nochmal eine ganz besondere Bedeutung. Engdahl sortiert seinen perimilitärischen Stoff nach Kriegsvarianten: Auf den bereits erwähnten Währungskrieg folgen Ölkriege, Nahrungsmittelkriege, Gift- und Medikamenten-Kriege, insbesondere natürlich neue Opiumkriege, Umweltkriege und Wirtschaftskriege. Sogar in unserer restriktiven Presse konnte man bereits in Ansätzen Medienkriege, insbesondere im Internet, verfolgen.

Wenn man eine Gemeinsamkeit der einzelnen Vernichtungsstrategien erkennen kann, dann dürfte das die Tatsache sein, dass die USA zwar vermutlich planen, politische Gegner auszuschalten, tatsächlich aber in unfassbarer Brutalität und Kurzsichtigkeit einen hochwirksamen Krieg gegen das menschliche Leben an sich führen - auch und vor allem im eigenen Land. [2] Worüber sich echte US-Patrioten in diesem Zusammenhang freuen dürften: Sie werden diesen Krieg, soweit man das heute absehen kann, ohne den geringsten Zweifel innerhalb weniger Generationen gewinnen. Sollte es aber tatsächlich in 100 Jahren noch menschliches Leben geben, dann wohl eher in China als in den USA. Und ob benachbarte Nationen mehr Angst vor Chinas Raketen als vor dem Sicherheitsstandard von GE-Atomkraftwerken und der Sterilisation durch Monsanto-Agrarprodukte haben müssen, ist doch sehr fraglich. Dort, wo China international aktiv geworden ist wie in Afrika, sieht man ja wohl eher einen freundlichen und partnerschaftlichen Imperialismus als die Völkermorde, die ebenda durch US-Politik verursacht worden sind.

An dieser Stelle möchte ich doch auch etwas Kritik einfügen. Die Darstellung Engdahls spitzt beispielsweise den erfolgversprechenden Kampf der Chemieindustrie gegen das Überleben der Menschheit so zu, als hätte man ihn in finsteren strategischen Kreisen ausgedacht, um die chinesische Bevölkerung auszudünnen. Man darf aber nicht übersehen, dass gerade in diesem Bereich unsere in Sachen Menschenvernichtungsmittel stets besonders rührige und erfolgreiche Chemieindustrie - hier Bayer - federführend bei der Entwicklung der Nicotinoide zeichnet. Und dass sowohl die USA als auch die europäischen Industrienationen zunächst einmal - und erfolgreich - bemüht waren, ihrer eigenen Tierwelt - man denke an die Bienen! - das Weiterleben zu vergällen. Auch die mit diesen Giften erzeugte Unfruchtbarkeit ausgerechnet am eigenen Kämpfer-Nachwuchs auszutesten, verrät ja wohl weniger einen Plan als die absolute Planlosigkeit, in der die sorgfältig auf Dummheit selektierten Spitzen von Wirtschaft und Politik ihre letztlich schließlich selbstzerstörerischen "Strategien" lancieren. Eigentlich führen die in westlichen Ländern herrschenden Industriekomplexe weniger einen Kampf gegen bestimmte Staaten wie beispielweise China - sie kämpfen mit großem Erfolg gegen Intelligenz und damit gegen das Überleben aller.

Die wenigen Überlebenden der Menschheit werden in einem Jahrhundert nicht leicht entscheiden können, welche Strategie unserer Tage letztlich hauptsächlich für die Zerstörung des organischen Lebens, wie wir es kennen, verantwortlich war. Jedenfalls leben wir in einer Zeit, in der beliebig gefährliche Produkte praktisch ohne Einschränkung hergestellt werden können. Auch die wenigen Familien - Engdahl erwähnt die Namen Rockefeller und Rothschild - die praktisch die Waffen-, Chemie- und "Nahrungs"mittel-Industrie dominieren, haben in letzter Konsequenz keine erkennbare Überlebens-Alternative: Sie, ihre Kinder und Kindeskinder, falls es denn überhaupt noch welche geben wird, können sich einer Verstrahlung ebensowenig entziehen wie den von ihnen produzierten Brutalgiften oder den lebensfeindlichen Designer-Genen, die sie so eifrig entwickeln und produzieren ließen.

Was die Schwarz/Weiß-Malerei angeht: Auch China war stets gerne eine Nation, die sich durch Grausamkeiten bis hin zum Völkermord hervorgetan hat. Und die heutigen Probleme Chinas wären ohne eigene Mitwirkung wohl kaum denkbar. Gerade durch das erschreckende Beispiel der USA hätte man in China vorher wissen können, dass Fastfood tötet und die Volkswirtschaft ruiniert. Ähnliches gilt für den meisten groben Unfug, den die US-Industrie in das Land gebracht hat, insbesondere auch den Schwachsinn, mit dem die Medizinindustrie US-amerikanischen Stils den Menschen Geld und Gesundheit abknöpfen möchte.

China ist zwar ein Land mit ungeheuren Problemen - aber auch großartigen Chancen. Asiatische Länder verfügen über eine nahezu unendliche Tradition. Heute setzen sie dazu an, in einer Parforcejagd die alten Technologienationen niederzureiten: den gewaltigen Ressourcen, der überlegener Länder-Intelligenz und einer auf Familie, Sparsamkeit und Leistung basierender Lebens-Philosophie haben weder die zerfallende alte noch die dekadente neue Welt Vergleichbares entgegenzusetzen. Wenn die Chinesen allerdings tatsächlich zunehmend dem dekadenten US-Lebensstil verfallen, wie der Autor befürchtet, werden sie ebenso wie diese daran zugrunde gehen.

So ist auch meine Titelzeile zu verstehen: Den großen Krieg haben die USA schon verloren, haben wir alle verloren - weil die Vergiftung der Menschheit bereits stattgefunden hat. Denn es ist kein Weg zu erkennen, wie wir alle je wieder aus der Verstrahlungs-, Plastic- und Chemie-Falle herauskommen könnten.

Für mich war es das erste Buch von William Engdahl. Ein erstes Fazit: Selbst in dem hohen politischen und journalistischen Niveau, mit dem andere Kopp-Autoren den Leser üblicherweise verwöhnen, nimmt Engdahl aufgrund seiner akribischen und von Fakten und Daten nur so strotzenden Schreibweise nochmals eine Sonderstellung ein. Bei diesem Autor hat das Attribut "Geostrategischer Analyst" seine volle Berechtigung. Die Lektüre vermittelt wie von selbst eine globale Weltsicht. Vieles wird erklärt, über dessen Hintergründe uns unsere US-hörige Regierung und unsere US-abhängigen "Leitmedien" gewohnheitsmäßig, aber leider keineswegs planlos, im Dunkeln stehen lassen. Neben intimen Einsichten in eine skrupellose Machtpolitik betreibt Engdahl quasi nebenher eine umfassende Aufklärung bezüglich übler Industrie-Lügen hinsichtlich Krankheiten, deren Ursachen und deren Behandlungschancen. Davon kann jeder Einzelne ganz persönlich profitieren.

print-jury 5* A1192 © 11.1.2014 ABR 51.927 Rezensionsexemplar

[1] "2008 sind in den Vereinigten Staaten mehr Menschen an der Einnahme von Schmerzmitteln gestorben als an Kokain und Heroin zusammengenommen." (S. 139)
[2] US-Regierungsbehörden kündigten an, dass innerhalb von 30 Jahren jeder US-Bürger an Krebs erkranken wird.
[3] "Der exzitatorische Neurotransmitter Glutamat spielt bei der Entwicklung neurodegenerativer Erkrankungen wie Demenz eine wichtige Rolle." (S. 92)
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 10, 2016 9:55 AM MEST


Faber-Castell since 1761: Die illustrierte Geschichte einer Bleistiftdynastie
Faber-Castell since 1761: Die illustrierte Geschichte einer Bleistiftdynastie
von Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell (Hrsg.)
  Gebundene Ausgabe
Wird angeboten von buchrausch--ihre_buchhandlung
Preis: EUR 49,00

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichtsstunde einmal anders..., 6. Januar 2014
Jeder hat schon mal einen Faber-Castell-Stift in der Hand gehabt, vielleicht verbinden sich damit Kindheitserinnerungen oder man nutzt heute noch gern Schreibutensilien von Faber-Castell. Doch wer hat sich schon mal mit dem Entstehen einer solchen Marke auseinandergesetzt?

Wer Freude an einer Geschichtsstunde der etwas anderen Art hat, liegt bei dem vorliegenden Band genau richtig. Gelebte Werte wie soziales Verantwortungsbewusstsein, nachhaltige Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen und ein Blick für globale Tendenzen - dies sind die Grundlagen eines Erfolges über 250 Jahre. Eingebettet in die großen geschichtlichen Ereignisse wird in diesem umfangreichen Band die Entwicklung einer Familie dargestellt, die sich in vielerlei Hinsicht verdient gemacht hat.

Mich hat es fasziniert zu lesen, wie aus einem kleinen Bleistifthandwerksbetrieb mit viel Leidenschaft und Zielstrebigkeit ein Weltkonzern geformt wurde, ohne sich und seinen Werten untreu zu werden. Und genau dies ist die Stärke, die unsere Wirtschaft heute mit vielen kleineren und größeren gewachsenen Unternehmen trägt. Dies ist der Grund, warum auch heute noch "Made in Germany" einen guten Namen hat und es hoffentlich auch noch in Zukunft haben wird. Aber dafür ist es wichtig, dass wir diese Werte weiterleben und an unsere Kinder weitergeben. Dieses Buch zeigt, dass es sich lohnt, diesen Weg zu gehen.

Es gibt viele Biographien, die es Wert sind, dass sie erzählt und aufgezeichnet werden, damit sie nicht irgendwann verloren geht. Faber-Castell ist ganz sicher eine von Ihnen.

print-jury 5* A1190 © 20.12.2013 ABR 356.304 Rezensionsexemplar


Plastic Planet - limitierte plastikfreie Öko-Verpackung [Blu-ray]
Plastic Planet - limitierte plastikfreie Öko-Verpackung [Blu-ray]
DVD ~ Werner Boote
Preis: EUR 16,99

20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Butter bei die Fisch!, 20. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Für Schnell-Leser: Wem sein eigenes Leben und das seiner Kinder und Kindeskinder lieb ist, sollte diesen Film gesehen oder das Buch gelesen haben. Es geht bei den Vergiftungen durch Plastik um essenzielle Schäden, die uns alle betreffen - und innerhalb weniger Generationen um das Überleben der Menschheit. Vor allem aber: Jeder Einzelne kann etwas tun! Der Film von Werner Boote zeigt dies in zarter und einfühlsamer Weise so, dass auch die bravsten Schafe noch eine Chance haben, einige wichtige Inhalte aufzunehmen, ohne sich vorher in ihre Scheinwelt zurückgezogen zu haben.

Die Inhalte sind recht simpel zusammenzufassen: Wir leben in einer pervertierten Welt, in der die Industrie praktisch jedes Produkt unabhängig von seiner Schädlichkeit auf den Markt bringen darf. Es ist dann Sache von den Geschädigten, zu beweisen, dass ein Produkt Menschen krank macht und tötet. Ja, die Chemie-Riesen weigern sich sogar unter Berufung auf "Geschäftsgeheimnisse" erfolgreich, die Substanzen zu veröffentlichen, aus denen Massenprodukte wie Verpackungsmaterialien bestehen. Dummerweise verspeisen oder trinken wir Verbraucher diese Schadstoffe aber mit und werden insbesondere von den sogenannten Weichmachern erwiesenermaßen fett, unfruchtbar, impotent und bekommen üble Krebsarten.

Da die Chemie - insbesondere in den USA und in Europa - aber dermaßen mächtig ist, dass eine Politik gegen diese Riesen faktisch unmöglich ist, gibt es kaum eine Chance, auch nur die übelsten Schadstoffe wie Bisphenol-A oder die bekannten Phthalate aus der Produktion zu verbannen. Also werden weiter Babys mit schweren Gehirnschäden geboren, verrecken Kleinkinder an Hodenkrebs.

Aber leider sind die Plastik-Schäden damit noch lange nicht "gegessen". Ein weiteres Kernthema des Films stellen Schäden durch verrottende Kunststoffabfälle dar. Inzwischen schwimmt in den Ozeanen 60-mal mehr Plastikstaub als Plankton. Das nehmen die Fische auf - letztlich besteht unsere eigene Nahrung zunehmend aus Plastikmüll. Im Moment gehen noch diejenigen Lebewesen am frühesten ein, die in der Fresskette vorne liegen, insbesondere Seevögel. Unter dem Strich haben sie es besser getroffen: der Tod z.B. durch Gebärmutterkrebs ist mit längerem und schwererem Leiden verbunden.

Auch mit der beliebten Industrielüge, es gäbe harmlose Plastikprodukte, macht der Film ein Ende: Experten betonen, dass es nach heutigem Stand der Technik keine harmlosen Plastikprodukte geben kann. Auch die zweite Lieblingslüge, nämlich die der "Grenzwerte", wird entlarvt: Selbst allergeringste Spuren der als Hormonschalter wirksamen Substanzen genügen, um schwere Schäden, Fehlfunktionen und Krankheiten auszulösen.

Werner Boote versucht, wie schon erwähnt, sein Thema weich zu vermitteln. Meine Erfahrungen mit der unerträglichen Sorte von Verdrängungsweltmeistern, die z.B. - die Augen fest auf ihre Pensionsansprüche fixiert - unseren Kindern an den Schulen vorlügen, unsere Welt sei fast vollkommen, Hauptsache, man nimmt zum Frühstück seine Ritalin, machen keine große Hoffnung, dass man solchen Leuten "weich" bekommen kann. Die glauben noch, wenn sie ihre zwei Jahre in der Intensivstation auf einen gnädigen Exitus hoffen, sie hätten nur Pech gehabt. Dabei hatten sie in Wirklichkeit Tupperware, Douglas-Düfte, Zahncrème, beschichtete Pfannen und in Vakuumbeuteln gegarte Lebensmittel.

Nein. Der erste Schritt zu einem verändernden Bewusstsein dieser Problematik muss darin bestehen, sogenannten Multiplikatoren die Denkblockaden von der Stirn zu schrauben. Das geht meiner Überzeugung nach nur mit härtester Argumentation. "Leben und leben lassen" ist ein gutes Prinzip - aber bei der Chemieindustrie kann das nicht funktionieren. Entweder, es gelingt - und zwar sehr bald! -, die Chemieindustrie an ihren eigenen Giften eingehen zu lassen, oder wir - die Menschheit - werden es tun.

Denn ganz offensichtlich mangelt es dem Durchschnittsmenschen hauptsächlich daran, das Offensichtliche zum Anlass zu nehmen, sein persönliches Wohlergehen zu sichern. Selbst in meinem angeblich hochgebildeten Bekanntenkreis schaffen es viele nicht einmal, ihr Mineralwasser wieder in Glasflaschen zu kaufen - trotz guten Kenntnissen der Zusammenhänge. Sie kaufen ihren armen Kindern Plastikspielzeug, Plastik-Kleidung und geben ihnen aus Plastik-Verpackungen zu essen und zu trinken - ich sehe das tagtäglich. Diese Eltern gehören wegen vorsätzlicher schwerer Körperverletzung unter Inkaufnahme der Todesfolge hinter Gitter.

Nun, das ist der erste Teil meiner Kritik: Wenn man ein solches Thema anpackt, muss, wie man so schön sagt, "Butter bei die Fisch".

Aber leider gibt es noch mehr zu bemängeln. Natürlich kann man eine CD nur aus Plastik herstellen. Oder? Ich vermute das mal. Aber Verpackungen lassen sich auch aus Karton herstellen, siehe die DVD-Serien der Süddeutschen Zeitung. Das kann eigentlich nicht wesentlich teuer sein. Nun kommt dieser Film auf Blu-ray in einer angeblich umweltverträglichen Verpackung - aber für knapp 20,- Euro?!?!? Warum gibt man den Film nicht für private Kopien frei? Meine Empfehlung: Man schaue sich den Film auf YouTube an. Damit erzeugt man keinen Plastikmüll und spart den überzogenen Kaufpreis.

Wieso finde ich kein Begleitheft bei der DVD? Und wenn es nur ein paar Seiten wären - einige Zitate nach dem Schema: "Harte Aussage" Quelle: ... würden sicher bei vielen helfen, ihre neu gewonnnenen Erkenntnisse zu vertiefen und an andere weiter zu geben.

Letzte Kritik: Eine systematische Analyse verbreiteter Plastikmaterialien hätte nicht die Welt gekostet, würde aber den schamlosesten Lügnern der Chemieindustrie den Wind aus den Segeln nehmen.

Fazit: Trotz allem liefert dieser Film harte Materialien für verbesserte Überlebenschancen und ist daher ein Muss für jeden, der noch nicht in der Intensivstation liegt. Wo man übrigens noch härter als im normalen Leben von kontaminierten Plastikmaterialien der Firma Fresenius Medical Care vergiftet wird.

Ergänzende Empfehlung: Der Film Unser täglich Gift. Wie die Lebensmittelindustrie unser Essen vergiftet von der Filmemacherin Marie-Monique Robin ergänzt die vorliegenden Inhalte durch weitere Gesichtspunkte und verdeutlicht vor allem auch, wie wir von unseren Prüfbehörden jämmerlich im Stich gelassen werden. Außerdem kommen dort nochmal die Gefahrenstoffe Aspartam und Glutamat auf den Tisch. Auch diesen Film muss man nicht kaufen - er wird regelmäßig auf arte gesendet.

film-jury 3* A1189 © 20.12.2013
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 18, 2016 4:26 PM MEST


Brot selbst backen: Rustikale Landfrauenrezepte für Genießer
Brot selbst backen: Rustikale Landfrauenrezepte für Genießer
von Constanze Eschbach
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

18 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zum Reinbeißen lecker, 16. Dezember 2013
Constanze von Eschbach, selbst ein Landkind, befasst sich in ihrem neuesten Buch mit "Landfrauenrezepten" zum Brotbacken wie in der guten, alten Zeit.

Für Menschen, die gerne wieder Brot ohne Chemie essen würden, gibt es zum Selbstbacken eigentlich keine Alternative.

Natürlich wird auch auf Holzöfen eingegangen. Anleitungen und Rezepte zielen aber in erster Linie auf den Normalverbraucher, der im häuslichen Backofen seine Brote bäckt. Auf etwa 50 Seiten geht die Autorin äußerst ausführlich auf die theoretischen Grundlagen und natürlich auf alle Aspekte der Praxis ein. Da dürfte auch der Neu-Einstieg in die Backkunst keine unüberwindlichen Probleme bereiten.

Auf über 120 reich bebilderten Rezeptseiten sollten dann auch keine Wünsche übrig bleiben. Das beginnt mit den traditionellen Broten, die früher (und bei glücklichen Besitzern eines solchen Ofens natürlich noch heute) im Holzofen gebacken worden sind. In weiteren Kapiteln werden Rezepte für internationale Spezialitäten, "herzhafte Kleinigkeiten" und - natürlich - "Süßes" ergänzt.

Na, wann ist es bei Ihnen soweit? Wann ist endlich Schluss mit Emulgatoren, Säuerungsmitteln, Farbstoffen, Stabilisatoren und jodiertem Salz? Mit diesem hübschen Büchlein können Sie problemlos den Einstieg in das chemiefreie Backen starten!

print-jury 5* A1188 © 16.12.2013 ABR 50.610 Rezensionsexemplar
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Der gesunde Genuss: Köstliche Rezepte mit Kokosöl
Der gesunde Genuss: Köstliche Rezepte mit Kokosöl
von Constanze von Eschbach
  Gebundene Ausgabe

19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel fürs Geld, 16. Dezember 2013
Nach einem allgemeinen Teil, der sich vor allem mit den gesundheitlichen Vorteilen von Kokosöl befasst, aber auch praktische Hinweise für Kauf, Aufbewahrung und Zubereitung enthält, steigt Constanze von Eschbach gleich in den zentralen Rezeptteil des Büchleins.

Den Beginn machen kleine Gerichte - dort findet man auch Suppen, Salate, Snacks und Beilagen. Dann folgen "Hauptsachen" zum Sattessen, sowohl vegetarisch als auch mit Fisch, Fleisch und Geflügel. Abgeschlossen wird der Rezeptteil mit "Süßes", worunter neben Desserts auch Leichtes zum Frühstück und Backwaren zu finden sind.

Ein Glossar und ein Rezept-Register schließen ab Seite 110 das Büchlein ab.

Die mit appetitanregenden Fotos dekorierten Rezepte kann man als alltagstauglich, lecker und leicht nachzukochen einstufen.

Für Einsteiger und Liebhaber von Kokosöl eine kleine, konzentrierte und nützliche Rezeptsammlung. Angesichts des günstigen Preises, für welchen man doch eine sehr ansprechende Farbausstattung und Druckqualität erhält, sicher auch ein pfiffiges kleines Geschenk oder Mitbringsel.

print-jury 5* A1187 © 16.12.2013 ABR 15.458 Rezensionsexemplar


Geschichte der Schönheit
Geschichte der Schönheit
von Hans-Christian Huf
  Gebundene Ausgabe
Wird angeboten von artbook-service
Preis: EUR 9,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöner Zeitvertreib, 16. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Geschichte der Schönheit (Gebundene Ausgabe)
Man hat sich schnell durch die 267 großformatigen, aber licht gesetzten Seiten gelesen. Verblüffend finde ich bei solchen Büchern immer wieder den "Abgang" am nächsten Tag: Was habe ich eigentlich Bleibendes erfahren von Hans-Christian Huf?

Zwar wird tatsächlich, wie auf der Rückseite des Einbands versprochen, erklärt, warum und wie die Chinesen die Füße ihrer Frauen verkrüppeln. Wohingegen eine Diskussion der naheliegenden Zweckmäßigkeit anscheinend nur am Rande interessiert: Könnte das, was wir an anderen Menschen als "schön" empfinden, nicht in erster Linie dazu dienen, gesunde Funktionalität zu signalisieren und abzusichern? Mit ebenmäßigen Zähnen lässt sich nun mal besser kauen, mit geraden, langen Beinen gut laufen und mit einem ausladenden Becken problemloser austragen. Kräftige, glänzende Haare trägt man nur mit gesundem Stoffwechsel und essenzieller Ernährung. Ein perfekter Teint zeigt, dass Rauchen und Naschen nicht zu den unkontrollierbaren Lastern zählen. Wohingegen das Fehlen von Hasenscharte und Damenbart heutzutage angesichts der medizintechnischen Möglichkeiten nicht mehr unbedingt für gute Gene sprechen muss.

Aber darüber ist schon viel geschrieben worden. Hans-Christian Huf beschäftig mehr die definierte Schönheit - sei es durch Philosophien wie bei den chinesischen Stummelfüßen, durch Rechenspielereien wie beim goldenen Schnitt oder durch Übertreibungen wie der Schnürtaille, die, getrieben bis auf Halsstärke, in früheren Zeiten wohl manchen Mieder-Exzess mit dem Tod bestrafte.

Erwähnenswert hätte ich die Parallele zur Jetztzeit gefunden, in der sich Kosmetik-Fans mit synthetischen Geruchstoffen zu verschönern trachten, ohne den geringsten Gedanken auf die karzinogenen Wirkungen der Düfte zu verschwenden. In der selbst in angeblich aufgeklärten Industriestaaten Gesetze verbogen werden, damit irgendwelche religiösen Spinner die Teile ihrer Gläubigen beschnibbeln dürfen. In der Menschen, welche ihre gesellschaftliche Ohnmacht nicht mehr ertragen können, wenigstens an ihrem Körper zerstörerische Macht beweisen können - übrigens mit den gleichen Methoden, derer sich Primitive bedienen, welche die Ohnmacht der Natur gegenüber kompensieren.

So badet der Autor in Beschreibungen und Fotos von Freaks wie dem "Eidechsenmann", vermeidet aber großräumig die Diskussion gesellschaftlicher Tendenzen, welche den Schluss nahelegen, dass wir uns auch hier und heute noch im "Mittelalter" befinden.

Wer sich jedenfalls anhand der Perversitäten anderer und/oder vergangener Kulturen einen leichten Kitzel verschaffen möchte und ansonsten, im bequemen Sessel liegend und einen guten Tropfen genießend, gerne beliebig in schönen Worten und anregenden Abbildungen schweift, wird mit diesem Buch viel Freude haben und sicher nicht seinen Seelenfrieden gefährden.

print-jury 4* A1186 © 16.12.2013 ABR 54.737 Rezensionsexemplar


Cuisine Int. Zehn Jahre kulinarische Überflieger im Hangar 7. Die weltbesten Köche und ihre Rezepte: Zehn Jahre kulinarische Überflieger im Restaurant Ikarus. Die weltbesten Köche und ihre Rezepte
Cuisine Int. Zehn Jahre kulinarische Überflieger im Hangar 7. Die weltbesten Köche und ihre Rezepte: Zehn Jahre kulinarische Überflieger im Restaurant Ikarus. Die weltbesten Köche und ihre Rezepte
von Roland Trettl
  Gebundene Ausgabe

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniale Ideen für engagierte Hobbyköche, 13. Dezember 2013
Meine kochbegeisterte Frau lässt sich keine Folge der Koch-Castingshow „The Taste“ entgehen – dort lernte ich auch den Gastjuror Roland Trettl kennen, einen Mann, der ganz sicher nicht nur vorzüglich kochen kann, sondern auch einen sehr angenehmen Umgang mit den Kandidaten zeigte.

Dem charmanten Südtiroler hatte sich 2003 eine dieser Chancen geboten, die als einmalig im Leben gelten: Er wurde vom Patron Eckart Witzigmann zum Executive-Chef einer wohl erstmals in der Welt realisierten Gastronomie-Idee gekürt, dem „Restaurant Ikarus“ im stylischen Hangar-7 am Flughafen Salzburg.

Die geniale Idee: Monat für Monat – mit Ausnahme des Augusts – übernimmt ein anderer Spitzenkoch die Regie im Ikarus und präsentiert als Gastkoch seine Küche. Selbst die Weltbesten wie noch im Oktober 2013 ein Klaus Erfort aus Saarbrücken kehren für den Ikarus ihrem eigenen Restaurant gerne mal den Rücken, um sich im Hangar-7 "zu verewigen". [1] Solche Koryphäen stellen naturgemäß enorme Herausforderungen für das Küchenteam am Hangar-7 dar, das ja schließlich die anspruchsvollsten und oft auch exotischsten Zubereitungen aus aller Welt umsetzen muss.

Inzwischen funktioniert das Ikarus-Konzept seit 10 Jahren vorzüglich und machte Salzburg als kulinarisches Zentrum weltberühmt – das vorliegende Buch dokumentiert die Highlights dieses Jahrzehnts mit 120 ausgesuchten Rezepten.

Damit unterscheidet sich „Cuisine Int.“ maßgeblich von anderen Büchern, die sich mit Spitzenküche und den Künstlern am Herd befassen. Denn hier lernt man nicht eine Linie eines Kochs kennen, sondern völlig unterschiedliche Philosophien und Konzepte. Was, auch angesichts des enormen Umfang des mehr als 500 Seiten präsentierenden Buchs, bedeutet, dass dieser „Katalog“ tatsächlich auch für den engagierten Hobby-Koch in überdurchschnittlicher Weise von Nutzen sein dürfte.

Die Bandbreite der Gerichte ist wirklich enorm. Von Hausmannskost auf Sterne-Niveau bis zu angesichts exotischster Zutaten und raffiniertester Zubereitung kaum noch für Amateure zu bewältigender Artistik wird man in jedem Niveau Anregungen finden. Auch ist von der Suppe bis zum Dessert jeder Bestandteil eines Menüs vertreten. Teilweise wird aufwändige Küchentechnik eingesetzt, aber das Gros der Rezepte wäre durchaus in normal eingerichteten Heimküchen umzusetzen.

Nicht alles weckt vielleicht Begeisterung. Für meinen Geschmack sollte man wegen der bekannten Weichmacher bzw. Additiv-Problematik gänzlich vermeiden, an Lebensmitteln mit (Vakuum-)Folien zu arbeiten. Schon die Aufbewahrung in Kunststoff-Behältern und -Flaschen reicht aus, um in kürzester Zeit bedenkliche Schadstoff-Konzentrationen in die Nahrung einzubringen - besonders gefährlich wird es bei erhitzten und fetthaltigen Nahrungsmittel. Natürlich wird man in aller Regel "zugelassene" Produkte verwenden, aber die Zulassung wird in kapitalistischen Ländern nun mal durch finanzielle Beiträge der herstellenden Industrie bzw. durch deren Lobbyisten in den Behörden geregelt. Ein erschreckendes Beispiel für zugelassene Additive in PE, dem in Folien meist eingesetzten Kunststoff, findet man beim BfR. [2] Man kann nicht oft genug darauf hinweisen, dass es für hormonell wirksame Substanzen keine „Grenzwerte“ geben kann. Wie praktisch überall ist die Verwendung von Kunststoffprodukten auch in der Küche in keiner Weise unentbehrlich. [3]

Bei der Zusammenstellung der Gerichte wird zudem ein recht großes Gewicht auf Foie Gras gelegt. Da fragt man sich, warum man einerseits keine Meerschweinchen und Schlangen zubereiten wollte, andererseits aber auf die fragwürdig gewonnene Gänsestopfleber nicht verzichten möchte?

Aber auch wenn man solche vom ein- oder anderen Leser vielleicht als bedenklich empfundenen Gerichte oder Bestandteile von Gerichten außen vor lässt, bleibt noch eine Riesenfülle kulinarischer Träume zu entdecken. Ganz nebenher erhält man vielleicht auch noch Anregungen für einen Restaurantbesuch in der Nähe oder beim Urlaubsort.

Die Rezepte sind, wie man es bei Top-Köchen erwarten kann, vorzüglich strukturiert. Zubereitungen werden detailliert und nachvollziehbar erläutert, wobei angenehmerweise auch exotische Zutaten durch beigefügte Erläuterungen erklärt werden. Die großformatigen Fotos der Speisen sind ein Gedicht.

Format und Schrift sind trotz der Fülle an Informationen sowohl auf dem Küchentisch wie auch im Bett angenehm zu handhaben. Der Geruch von Papier und Farben fällt relativ wenig zur Last. Über die „Flugverbindungen“ auf Seite 12/13 oder durch ein Register am Ende des Buchs findet man die gewünschte Destination.

Nachdem im Oktober bekannt wurde, dass Roland Trettl nach zehn Jahren den Ikarus verlässt, stellt das Buch gleichzeitig auch die Dokumentation einer beeindruckenden Epoche dieses herausragenden Kochs und Managers dar.

Natürlich ist ein solches Buch Luxus - aber die Fülle der Anregungen begeistert einfach. Selbst "nur" zum Stöbern oder für die private, kulinarische Weltreise bietet das Buch auf- und anregenden Stoff in Hülle und Fülle. Wer Freude an ideenreicher Küche, kreativer Gestaltung und handwerklicher Perfektion hat, wird einfach begeistert sein.

print-jury 5* A1185 © 13.12.2013 ABR 14.413 Rezensionsexemplar

[1] In zwei Filmen zeigt Servus.tv Klaus Erfort und Roland Trettl bei den vorbereitenden Treffen in Saarbrücken und Salzburg, wobei auch mehrere Stationen des geplanten Menüs zubereitet werden:

servustv.com/cs/Satellite/Article/Spitzenk%C3%B6che-im-Ikarus-011259526883116

[2] Empfehlungen des BfR für Additive in Polyethylen:

bfr.zadi.de/kse/faces/resources/pdf/030.pdf;jsessionid=BFE79FB09574E7F665D80E613A299340

[3] Wer sich über die Plastik-Problematik näher informieren möchte, findet in den folgenden Filmen viele fundierte Hinweise:

Unser täglich Gift. Wie die Lebensmittelindustrie unser Essen vergiftet
Plastic Planet


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