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Rezensionen verfasst von
BondandBeyond.de (Berlin)

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I... wie Ikarus
I... wie Ikarus
DVD
Preis: EUR 0,00

0 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unterirdische Bildqualität, 1. Januar 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: I... wie Ikarus (DVD)
Die DVD ist bildtechnisch eine absolute Zumutung. Rundherum schwarze Balken, teilweise sieht es aus wie eine vom Fernseher abgefilmte VHS. Zum Film kann ich leider nichts sagen, hab nach fünf Minuten ausgemacht.


Der Tag des Delphins - Ein intelligentes Tier, oder eine tödliche Waffe?
Der Tag des Delphins - Ein intelligentes Tier, oder eine tödliche Waffe?
DVD ~ Fritz Weaver
Wird angeboten von svalv
Preis: EUR 13,99

5.0 von 5 Sternen Vergessene Filmperle, 27. Oktober 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Film passt in die Reihe der Paranoia-Thriller der 1970er Jahre, wie 'Zeuge einer Verschwörung' oder 'Der Dialog', die sich im Zuge von Watergate, Vietnam und den Kennedy-Attentaten um Überwachung und Verschwörung drehten. Im Gegensatz zu den bekannteren Filmen dieser Strömung spielt 'Der Tag des Delphins' nicht in einem urbanen Umfeld, und auch der Thriller-Aspekt kommt erst im letzten Drittel zum Tragen. Bis dahin ist der Film aber trotzdem spannend und mitreißend, und schildert eine außergewöhnliche Beziehung zwischen Mensch und Tier. Die Delphine sind die heimlichen Hauptdarsteller, die man in sehr gut choreografierten Szenen sieht. Leicht gewöhnungsbedürftig sind aber zum Teil ihre Stimmen. Sehr gut umgesetzt ist auch das Finale. Insgesamt ein zu Unrecht eher unbekannter Film, der bis zur letzten Einstellung überzeugt.

Die DVD ist dagegen eher mittelmäßig umgesetzt. Bild und Ton bezeugen das Alter des Films deutlich, auch das Menü ist sehr schlicht gehalten.


The Hateful 8
The Hateful 8
DVD
Preis: EUR 0,00

22 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen 70 mm Tiefgang und 3 Stunden verschenkte Lebenszeit, 13. September 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Hateful 8 (Blu-ray)
'Inglourious Basterds' und 'Django Unchained' waren Filme, die ich sehr mochte, und die zeigten, dass Tarantino auch mehr kann als selbstverliebtes Zitatekino. Umso gespannter war ich auf dieses Werk, dass eine Hommage an den US-Western sein sollte nachdem Django eine an den Italo-Western war. Vor allem auch, da mich die Geschichte der Kinotechnik sehr interessiert und ich es genial fand, dass nach Jahrzehnten mal wieder jemand auf Ultra Panavision dreht. Schon diese Vorfreude wurde enttäuscht. Tarantino sagt im Bonusmaterial selbst, wie beeindruckt er von dem Wagenrennen in Ben-Hur war, als er es im Originalformat gesehen hat. Für solche epischen und spektakulären Sequenzen wurde die Technik geschaffen. Das was Tarantino damit macht ist dem ganzen Aufwand dagegen nicht würdig. Nichts gegen Kammerspiele, aber wenn ich im breitesten Kinoformat überhaupt fast drei Stunden lang denselben Schuppen sehe, wirkt das schon sehr verschenkt. Hin und wieder gibt es ein paar Landschaftsaufnahmen, die aber größtenteils weiße Schneewüsten sind. Was man aus 70 mm rausholen kann, zeigt Christopher Nolan mit 'Interstellar'.

Die erste Filmhälfte hat mir noch einigermaßen gefallen. Tolles Western-Setting, tolle Schauspieler und Dialoge. Steil nach unten geht es dann, wenn Samuel Jackson Bruce Dern provoziert. Wahrscheinlich gibt es viele Tarantinofans, die das unheimlich cool finden, ich fand es einfach nur primitiv und hohl. Wie viel mehr Klasse hat da beispielsweise die Szene in 'True Romance', wenn Dennis Hopper Christopher Walken provoziert. Aber das Niveau sinkt noch um ein paar Meter. Im Kapitel 5 werden lustig Frauen und alte Männer abgeschlachtet, im Finale spritzt Tarantino dann wie ein durchgeknallter Pubertierender mit Kunstblut herum. Ohne jeden Sinn und Verstand. Wenn ich Splatter sehen will, hole ich mir irgendeinen C-Movie-Schinken aus der Videothek. Keinen als hochgestelzte Western-Hommage im Edel-Look daherkommenden Dreistünder, der sich im Endeffekt als völlig stumpfsinniger Rotz entpuppt. Der Film startet sozusagen als Tiger und landet als zermatschtes Eichhörnchen. Wie wirkungsvoll und genial ist dagegen beispielsweise die nur angedeutete Gewalt in einem Western wie 'Der schwarze Falke'. Von Regisseuren wie Ford ist Tarantino in dieser angeblichen Hommage Lichtjahre entfernt.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 19, 2016 11:02 PM CET


Mein Bruder Kain
Mein Bruder Kain
DVD
Preis: EUR 2,99

2.0 von 5 Sternen Eine Ansammlung uninspirierter Hitchcock-Déja-Vus, 24. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mein Bruder Kain (Amazon Video)
Grundsätzlich mag ich Brian De Palma sehr und kann auch mal 'style over substance' stellen. Hier ist aber die Substanz mehr als dürftig und der Stil macht auch nicht so viel Spaß, um das zu übertünchen. Die ganze Regieführung und der Einsatz von Stilmitteln ist seltsam und ohne klare Linie. Am Anfang folgt man John Lithgow als Hauptdarsteller, dann scheint irgendwann Lolita Davidovich die Hauptrolle zu übernehmen. In der Mitte gibt es dann sogar plötzlich ein Voice-over, dass ihre Gedanken vermittelt. Das wirkt verwirrend, aber nicht auf eine spannungsfördernde Art und Weise, wie das etwa bei Psycho der Fall ist.

Überhaupt wird man alle fünf Minuten an einen Hitchcockfilm erinnert, ohne dass tatsächlich mal ansatzweise die Magie des Meisters aufkommt. John Lithgow, eigentlich auch ein Schauspieler, den ich sehr gern sehe, überschreitet oft die Grenze zum Chargieren. Einmal übertrieben wimmernd und weinerlich, dann lüstern wie ein Schurke in einem Stummfilm, dann mit fettigen Haaren auf Psycho getrimmt. Auch das Spiel von Davidovich wirkt manchmal so unpassend, dass man auch bei ihre eine psychische Störung vermutet. Das Thema an sich ist eigentlich eine super Idee und erinnert ein bisschen an 'The Boys from Brazil'. Aber es dient hier nur als Aufhänger für oberflächliche Gruselreize.

Insgesamt nicht gerade eine von De Palmas Sternstunden.


Solo: Ein James-Bond-Roman
Solo: Ein James-Bond-Roman
von William Boyd
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen Kalter Krieger mit Schattenseiten, 14. Juni 2014
SOLO spielt 1969, dem Jahr, in dem der Filmbond gerade in den Alpen weilte und dort seinem Erzfeind Blofeld auf die Schliche kam. Das Jahr von Woodstock, Vietnam-Protesten und der Mondlandung. Boyd hätte genügend Aufhänger gehabt, um die Nostalgie-Karte voll auszuspielen, was der Vermarktung des Buches sicher zugute gekommen wäre. Doch er schickt den Spion Ihrer Majestät ausgerechnet in afrikanische Fantasiestaaten, die bei den wenigsten Lesern Wiedererkennungswerte, geschweige denn nostalgische Gefühle aufkommen lassen dürften.

Aber damit agiert Bond auch weit außerhalb seiner Komfort-Zone, was der Handlung eine gewisse Spannung verleiht. Ich fand die Frage schon immer interessant, welche Rolle Bond im zweiten Weltkrieg gespielt haben möge, und wie er als Agent in einem realen Krieg handeln würde. Beide Aspekte werden im Buch beleuchtet. Obwohl Bond teilweise ziemlich fragwürdig handelt - Stichwort Einbruch, Diebstahl, etc. - wirkt seine Vorgehensweise insgesamt durchaus nachvollziehbar und einfallsreich.

Positiv ist mir auch aufgefallen, dass Boyd nicht wie Sebastian Faulks der Versuchung erliegt, das gesamte Flemingsche Helfer-Arsenal aufzufahren, mit Felix Leiter, René Mathis und einigen anderen. Leiter taucht in den Staaten natürlich auf, aber seine Rolle ist ähnlich ambivalent wie in den neueren Filmen. Ein Satz wie "Den Verbündeten ausspionieren - das tun wir doch alle" wirkt erstaunlich tagesaktuell.

Insgesamt betrachtet empfand ich den Roman als relativ gelungen. Boyd vertraut dem sorgfältigen Aufbau seiner Geschichte und verwendet nicht zwanghaft spannungserzeugende Pageturner am Ende jedes Kapitels. Punkte-Abzug gibt es allerdings am Ende. Hier habe ich ehrlich gesagt mehr erwartet - Mehr Mut und Konsequenz bei der Auflösung der politischen Verwicklungen. Boyd hat die schwierige Aufgabe, das Flemingsche Vermächtnis weiterzuführen, auf jeden Fall befriedigender bewältigt als Sebastian Faulks. SOLO ist spannend und bringt Bond in Situationen, die seine Fähigkeiten vollends fordern, gerade weil Boyd nicht Flemings ausgetretenen Pfaden folgt, sondern eine eigene Interpretation entwickelt. Die ganz große Begeisterung blieb allerdings leider aus.


James Bond und der Zweite Kalte Krieg: Die Darstellung der Sowjetunion in den James Bond Filmen von 1977-1987
James Bond und der Zweite Kalte Krieg: Die Darstellung der Sowjetunion in den James Bond Filmen von 1977-1987
von Matthäus Wehowski
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

4.0 von 5 Sternen Interessanter Überblick, 16. Februar 2014
Das Buch entstand als Bachelorarbeit im Zuge des Seminars Der zweite Kalte Krieg. Die Vereinigten Staaten und die UdSSR 1975-1988 an der Universität Tübingen 2011. Der Fokus liegt auf fünf Filmen: THE SPY WHO LOVED ME, FOR YOUR EYES ONLY, OCTOPUSSY, A VIEW TO A KILL und THE LIVING DAYLIGHTS.

Als "Zweiter Kalter Krieg" wird die letzte Phase des Kalten Krieges nach einer Phase der Entspannumg in den Siebziger Jahren bezeichnet. Die Zeit der Détente, die in THE SPY WHO LOVED ME noch explizit angesprochen wird, war bereits 1979 zuende, mit dem Einmarsch der UdSSR in Afghanistan sowie dem NATO-Doppelbeschluss. Dieser neue Rüstungswettlauf mit dem "Reich des Bösen" wurde natürlich auch indirekt in den Bondfilmen dieser Zeit thematisiert, wie das Buch sehr gut aufzeigt und analysiert.

Bei der Betrachtung der Filme wird jeweils ein Aspekt näher beleuchtet: Die Politik der Détente in THE SPY WHO LOVED ME, die Konflikte in der Dritten Welt in FOR YOUR EYES ONLY, die verstärkte Konfrontation im Jahr 1983 in OCTOPUSY, die Ökonomie des Kalten Krieges in A VIEW TO A KILL sowie die Situation in den Warschauer-Pakt-Staaten in THE LIVING DAYLIGHTS. Die Situation nach dem Ende des Kalten Krieges in GOLDENEYE und späteren Filmen wird ebenfalls kurz angesprochen. So erhält man einen informativen Einblick in die späte Geschichte des Kalten Krieges und die vorsichtige Einbindung desselben in die Bondfilme. Dadurch ist das Buch sehr interessant und liest sich kurzweilig. Einziger Kritikpunkt sind einige Flüchtigkeitsfehler, die den Lesegenuss ein wenig trüben und eine volle Punktzahl verhindern.


James Bond: Moonraker
James Bond: Moonraker
von Ian Fleming
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,80

5.0 von 5 Sternen Schnörkelloser 007-Thriller, 23. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: James Bond: Moonraker (Taschenbuch)
"Moonraker" war in den 90ern mein erster Bondroman überhaupt. Dass Bond in dem Roman von 1955 am Ende nicht in den Weltraum fliegt, ahnte ich bereits irgendwie. Trotzdem war die Prä-Film-Bondwelt etwas völlig neues, so ganz ohne ironische Oneliner, halsbrecherische Actionszenen zu Beginn oder Autos und Uhren voller Gadgets. Man muss schon irgendwo bereit sein, sich darauf einzulassen, um dem Buch-Bond eine echte Chance zu geben. Aber es lohnt sich, wenn man es kann!

Bei "Moonraker" gibt es wahrscheinlich den größten Kontrast zwischen einer Bond-Romanvorlage und ihrer Verfilmung. Im Film ist Bond völlig entfesselt, von Logik, Physik, geographischen Einschränkungen, und letztlich auch von der Erde. Das Buch dagegen ist für 007-Verhältnisse fast schon minimalistisch. "Moonraker" ist von allen Bondromanen dem klassischen Krimi am nächsten. Bond wird nach einem mysteriösen Mordfall mit den Ermittlungen betraut und arbeitet mit einer Polizistin zusammen. Seine Werkzeuge sind sein Instinkt und seine Intelligenz; er muss Spuren suchen und Fingerabdrücke sichern. Der Roman hat teilweise fast Kammerspielcharakter. Aber dadurch wirkt die Handlung auch ausgesprochen rund und in sich geschlossen, anders als noch im Vorgänger "Leben und sterben lassen". Der größte Kritikpunkt ist sicher eine gewisse Vorhersehbareit ab einem bestimmten Zeitpunkt.

Nachdem Fleming mit Le Chiffre und Mr. Big bereits zwei markante Schurken kreiert hatte, stattete er seinen Antagonisten hier auch endlich mit einem Plan aus, der eine echte Bedrohung darstellt. Flemings Szenario orientiert sich dabei an den Fakten und war wie die Filme später nur 'drei Minuten in der Zukunft'. Um die wissenschaftlichen Fakten zu verifizieren, korrespondierte Fleming unter anderem mit Arthur C. Clarke, dem Autoren von "2001 - A Space Odyssey".

In der Erstübersetzung waren viele Passagen gestrichen, oder mangelhaft übersetzt. Die hier vorliegende originalgetreue Übersetzung bietet erstmalig einen unverfälschten Blick auf Flemings Ur-Bond und die Welt der Fünfziger. Insofern ist auch dieser Roman in der neuen Übersetzung des Cross-Cult-Verlages ein Muss für wahre Bondfans!


James Bond 007 Quantum Eau de Toilette Natural Spray, 50 ml
James Bond 007 Quantum Eau de Toilette Natural Spray, 50 ml
Wird angeboten von Käuferglück
Preis: EUR 12,86

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr angenehmer Duft, 23. Oktober 2013
Der Duft gefällt mir von den drei bisherigen bisher am besten. Er ist männlich und elegant, und eine Spur orientalisch. Zudem hält er lange an. Er erinnert mich ein bisschen an Daniel Hechter Sport, das ich vor Jahren sehr gern verwendet habe, und das es leider nicht mehr gibt. Da der Duft sehr angenehm und edel wirkt, ist er auch für feierliche Anlässe geeignet. Durch die leichte Hölzer- und Bergamotte-Note finde ich ihn vor allem für die kommenden dunkleren und kühleren Jahreszeiten passend. Auch in meiner Umgebung kommt der Duft sehr gut an.

Der Flakon ist wie auch der der Vorgänger sehr schön designt. Die Riffeloptik wirkt elegant, das in 50 Jahren gereifte 007-Logo sowieso, und der Drehverschluß ist ein nettes und passendes Gadget. Das dunkle Grau und Rot wirken edel und gesetzt, und passen zum Duft. Wie die Flakons des ersten 007-Duftes, der goldenen Limitied Edition und von Ocean Royale dürfte auch dieser seinen Platz in den Regalen von Bondfans finden.


007 XXS: 50 Jahre James Bond "Liebesgrüße aus Moskau" (007 XXS / James Bond)
007 XXS: 50 Jahre James Bond "Liebesgrüße aus Moskau" (007 XXS / James Bond)
von Danny Morgenstern
  Taschenbuch

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles Wissenswerte rund um den Bondklassiker, 22. Oktober 2013
Vor fast genau einem Jahr erschien das Taschenbuch "007 XXS - 50 Jahre James Bond 007 jagt Dr. No". Nun ist der Nachfolgeband da, zum zweiten Film "Liebesgrüße aus Moskau", der 2013 sein goldenes Jubiläum feiert. Wieder hat Autor Danny Morgenstern viele amüsante und faszinierende Fakten rund um den Agententhriler von 1963 zusammengetragen, der nicht nur innerhalb des Franchise, sondern auch in der Welt des Thrillers allgemein als Klassiker gilt.

Insofern verwundert es auch nicht, dass der Film immer wieder als Referenz in der langen Geschichte der Filmreihe diente - wie man im Buch nachlesen kann - und sich zig Bewerber für die Bondrolle in bestimmten Szenen aus diesem Film probierten. Geschichte und Hintergründe dieses, dem realen Kalten-Kriegs-Geschehen wohl am nächsten kommenden Spionage-Abenteuers lesen sich sehr kurzweilig. Wie bereits beim Vorgängerband werden auch hier wieder selbst eingefleischte Bondprofis auf interessante Neuigkeiten stoßen. Da Autor Danny Morgenstern auch als Business-Knigge-Coach tätig ist, wird die Stil-Ikone Bond natürlich auch aus dieser Richtung beleuchtet. So wird der Agent im Buch beispielsweise nicht durch die Weinwahl des Schurken Grant misstrauisch, sondern durch seine Krawattenbindung. Aber selbst ein 007 ist in Stilfragen nicht perfekt.

Auf die Romanvorlage von Ian Fleming wird in einem gesonderten Kapitel eingegangen, so auch die erstmalig originalgetreuen Übersetzungen ins Deutsche. Ebenso der Bereich Synchronisation. Vielen Fans ist beispielsweise gar nicht bewusst, dass selbst im englischsprachigen Original zahlreiche Schauspieler nachsynchronisiert wurden.

Ein Buch zu jedem Bondfilm ist eine sehr schöne Idee. Ich freue mich schon auf den Band zu "Goldfinger" im kommenden Jahr.


Macht(t)räume: Der Production Designer Ken Adam und die James-Bond-Filme (Medien/Kultur)
Macht(t)räume: Der Production Designer Ken Adam und die James-Bond-Filme (Medien/Kultur)
von Petra Kissling-Koch
  Taschenbuch
Preis: EUR 25,00

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr detailreich und lesenswert!, 28. Februar 2013
Mit der Neuausrichtung seit CASINO ROYALE gewann das Bond-Franchise nicht nur finanziellen Erfolg, sondern auch eine gewisse künstlerische Anerkennung, die früher verwehrt blieb. Oftmals zu Unrecht, denn in vielen Aspekten waren die Bondfilme der 60er und 70er wegweisend, was beispielsweise Schnitt, Musik oder Produktionsdesign angeht. Das Buch Macht(t)räume von Petra Kissling-Koch liefert mit einer detailierten Analyse und architektonischen Einordnung des Produktionsdesigns in Bondfilmen von Sir Ken Adam einen wichtigen Beitrag in der ernsthaften wissenschaftlich-künstlerischen Wahrnehmung der früheren Bondfilme.

Die verspielt-geniale Filmarchitektur von Ken Adam ist auch für mich persönlich ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesamtfaszination Bond, und trug dazu bei, dass ich überhaupt Fan wurde. Immerhin war YOU ONLY LIVE TWICE mein erster Bond im Fernsehen. Ein Buch, das sich ausschließlich und detailiert den Bond-Kulissen von Ken Adam widmet ist daher ein echter Fan-Traum!

Äußerst interessant ist beispielsweise ein Kapitel des Buches, das Adams Bauten mit zeitgenössischer Innenarchitektur, vor allem des american style, vergleicht. Hier sind die auch mit zahlreiche Fotografien belegten Parallelen wirklich beeindruckend. Die Inneneinrichtungen der Bösewichte waren trotz ihrer Übertreibung Ausdruck des Zeitgeistes und jeweils aktueller Trends und Sehnsüchte. Ich denke, das ist eins der Erfolgsgeheimnisse des Bondfranchises - den Antagonisten eine gewisse Coolness und echte Überlegenheit zuzugestehen, was sich sehr stark in ihrem architektonischen Geschmack und Leistungen widerspiegelt.

Obwohl es bereits einige Bücher über Sir Ken Adam gibt, ist Macht(t)räume von Petra Kissling-Koch in seiner Detailfülle und Genauigkeit einmalig, und liefert Erkenntnisse, die über rein biographische und beschreibende Literatur hinausgehen. Lesenswert ist es nicht nur für Bondfans, sondern auch für Film- und Kunsthistoriker, angehende Szenenbildner und für allgemein Filminteressierte.


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