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Rezensionen verfasst von
"24-buch"

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James Joyce
James Joyce
von Friedhelm Rathjen
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,50

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Brauchbare Einführung in Leben und Werk, 27. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: James Joyce (Taschenbuch)
Ich hatte gerade die „Dubliner" gelesen und wollte etwas mehr über Joyce und sein Werk erfahren. Eine umfassende Biographie sollte es aber nicht sein - mir war eher an einer knappen Darstellung gelegen: ich kaufte mir eine rororo Monographie mit ca. 140 Seiten.
Der erste Abschnitt, der die Dubliner Jahre umfasst, hat mich ziemlich enttäuscht: der Text wirkt lieblos zusammengekürzt; Fakten, Daten, und Quellenangaben werden zu einem leblosen Text zusammengefügt. Kurz gesagt: dieser Teil des Buches ist im Stile einer mittelmäßigen Seminararbeit geschrieben, was einer populären Darstellung eben nicht gerade förderlich ist.
Der Rest des Buches, die Jahre des „Exils" und der großen Werke, ist - glücklicherweise - deutlich besser gelungen: der Text liest sich viel angenehmer; jedem Werk wir ein kurzer biographischer Abschnitt vorangestellt, die Kohärenz von Leben und Werk wird auf diese Weise besonders augenfällig.
Im Anhang findet sich übrigens noch ein recht ausführliches Quellenverzeichnis, eine Zeittafel, Bibliographie und Register.
Alles in allem eine gute Einführung - trotz genannter Schwächen.


Die toten Seelen: Roman
Die toten Seelen: Roman
von Nikolaj W. Gogol
  Taschenbuch

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Klassiker mit hohem Unterhaltungswert, 2. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Die toten Seelen: Roman (Taschenbuch)
Wohl nur wenige Werke der Weltliteratur haben einen so hohen Unterhaltungswert, wie Gogols „Tote Seelen" - durchaus kein kurzer Roman, doch kurzweilig bis zum Schluß.
Die Welt der Gutsbesitzer und der Lakaien, der zaristischen Beamten und Kaufleute, in der Tschitschikow, der Held des Romans, sein betrügerisches Unwesen treibt, ist unwiederbringlich verloren, die Eigenschaften und Triebe der Charaktere die er zeichnet und überzeichnet sind unsterblich: Habgier, Geiz, Verschlagenheit, Anbiederei und Völlerei - all das ist ewig, bleibt immer aktuell.
Was mir etwas mißfiel, war die an den Kapitelanfängen und -Enden häufig einsetzende Plauderei des Erzählers, wodurch die Handlung eben nicht gerade vorangetrieben wird.
Übrigens: der Roman ist nicht unvollendet, wie hier oft zu lesen ist - er ist in sich geschlossen und vollendet; was Gogol über die Menschen, die ewige Wiederkehr des Menschlichen sagen wollte, hat er gesagt. Die verbrannte, an Dante angelehnte Fortsetzung des Romans - aus der Hölle, über Purgatorium, in das Paradies - all das hat trotz jahrelanger Arbeit weder ihn noch andere befriedigt; er scheiterte, ging vielleicht sogar daran zugrunde.


Die Romane: Die Hauptmannstocher. Der Mohr Peters des Grossen. Dubrovskij
Die Romane: Die Hauptmannstocher. Der Mohr Peters des Grossen. Dubrovskij
von Peter Urban
  Gebundene Ausgabe

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Historische Romane und Romanfragmente in schöner Edition, 8. Mai 2003
Dieser Band enthält drei historische Romane im Stile Walter Scotts. „Die Hauptmannstochter" ist dabei das einzige vollendete Werk, die anderen beiden sind lediglich Romanfragmente. Dieser Roman ist zweifellos auch das beste an dieser Sammlung. Der Pugatschow-Aufstand dient als historischer Hintergrund einer dramatischen Liebesgeschichte: Ein junger adeliger Offizier verliebt sich in die Tochter seines Vorgesetzten, eines - relativ - mittelosen Hauptmanns. Durch erstaunliche Zufälle entwickelt er eine Art Freundschaft zu Pugatschow, dem Anführer des Aufstands, was ihm zwar das Leben rettet, ihn andererseits aber für die Regierungstruppen zum Überläufer macht. Es folgt das klassische Happyend: Die Hauptmannstochter erwirkt durch persönliche Fürsprache bei Katharina II. die Begnadigung ihres Bräutigams.
Das ganze beruht zwar - teilweise - auf einer wahren Begebenheit, wirkt dennoch etwas zu konstruiert, um glaubhaft zu sein. Entschädigt wird der Leser durch einen klaren und schnörkellosen Prosastil, der sehr modern wirkt und mit dem Puschkin richtungsweisend für die große russische Erzähl-Literatur wurde.
Zu den Fragmenten: „Der Mohr Peters des Großen" ist Teil von Puschkins Familiengeschichte: sein Urahn war der Mohr Ibrahim, den man Peter dem Großen schenkte. Peter übernahm die Patenschaft und ließ ihn vortrefflich ausbilden. Das Ganze ist durchaus lesenswert, wir erfahren interessantes über die Familie des Dichters, natürlich auch viel über die Ereignis- und Sozialgeschichte Russlands.
Enttäuschend fand ich lediglich das zweite Fragment. „Dubrovski" ist eine Art russischer Robin Hood, der sich unsterblich in die bildschöne Tochter seines Widersachers verliebt. Alles ist von Anfang an vorauszusehen, es gibt letztlich keine wirkliche Überraschung mehr. Auch wirkt der Schreibstil hier etwas lieblos und vernachlässigt; Puschkin wusste wohl warum er diese Arbeit abbrach.
Der Band enthält außer den eigentlichen Texten noch einen Anhang mit zahlreichen weiteren Textvarianten und Plänen Puschkins, sowie umfassende Anmerkungen und ein Nachwort - kurz: eine vorbildliche Edition.


Jakob von Gunten
Jakob von Gunten
von Robert Walser
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,80

29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr lesenswert, doch nicht ganz einfach zu lesen, 5. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Jakob von Gunten (Gebundene Ausgabe)
Jakob von Gunten, Spross einer wohlhabenden und noblen Familie, sucht die Freiheit in der Erniedrigung und Unterwerfung; er lässt sich in einem sonderbaren Erziehungsinstitut in eine Art willenlose Maschine, einen Roboter verwandeln.
Es heißt im Allgemeinen, man müsse Walsers Biographie kennen, die vielen Jahre in einer Nervenheilanstalt, um diese Erzählung zu verstehen.
Ich habe das nicht für unbedingt notwendig empfunden. Gewiss, dieses Buch ist nicht ganz leicht zu lesen, der - relativ - kurze Text wirkt komprimiert, erfordert eine aufmerksame Lektüre. Es wimmelt in diesen Tagebucheintragungen nur so von Bildern, dunklen Gedankengängen, Beobachtungen und Andeutungen. Der Leser wird ständig zu Interpretation herausgefordert, mitunter in die Irre geführt, am Ende wird er wohl wissen, was er gelesen hat - und weiß es doch nicht; vieles bleibt offen.
Kurz: mir hat dieses Buch gefallen; ich habe es gerne gelesen und werde es irgendwann wohl noch einmal lesen. Es gehört zurecht zu den großen Werken der deutschsprachigen Literatur.


Puschkin: Ein Dichterleben. Biographie
Puschkin: Ein Dichterleben. Biographie
von Rolf-Dietrich Keil
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 28,80

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine lehrreiche Biographie - spannend wie ein Roman, 18. April 2003
In Russland hält man Puschkin für den bedeutendsten Schriftsteller des Landes; er genießt dort eine ähnliche Verehrung wie hierzulande Goethe. Diese Wertschätzung Puschkins ist auf den ersten Blick kaum nachzuvollziehen - halten wir doch zumeist Tolstoi oder Dostojewski für die absoluten Giganten der russischen Literatur. Die vortreffliche Biographie Keils hilft unseren Blick etwas zu korrigieren.
Anhand von Auszügen aus dem Werk Puschkins - von den ersten Gedichten über die großen Versdichtungen bis zur Prosa -, sowie der Korrespondenz und vielerlei zeitgenössischen Notizen, wird Puschkin als Wegbereiter der modernen russischen Literatur dargestellt. Wegbereiter deshalb, weil er eine moderne Literatursprache schuf und viele Gattungen vorbildlich für die künftige russische Literatur ausbildete. Aus diesem Grunde ist leicht ersichtlich, warum Puschkin außerhalb Russlands nicht im gleichen Maße gewürdigt wird: abgesehen von der leichter zu übersetzenden Prosa sind viele der Hauptwerke Puschkins Versdichtungen, die in ihrer Vollkommenheit nur schwer in eine andere Sprache zu übersetzen sind.
Umfassende zeit- und ku1turgeschichtliche Informationen werden gegeben; die zahlreichen Werksauszüge, Briefe und Notizen sind sorgsam aneinandergefügt, die Interpretation der Texte bleibt dabei frei von unnötiger Spekulation, wirkt immer seriös.
Es entsteht jedoch nie der Eindruck eines spröden Lesebuches - dazu ist das aufreibende Leben Puschkins auch viel zu spannend. Sein jugendliches Genie, seine Verwicklung in den Dekabristenaufstand, seine Verbannung, seine Begnadigung durch Nikolaus I., die unglückliche Ehe, sowie schließlich sein früher Duelltod werden äußerst unterhaltend dargestellt.


Er und sie: Frühe Erzählungen 1880-1885
Er und sie: Frühe Erzählungen 1880-1885
von Anton Cechov
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Unterhaltung, 5. April 2003
Dieser Band enthält die frühesten, oft erstmals ins Deutsche übersetzten Erzählungen Tschechows. Diese kurzen Erzählungen (insgesamt ca. 70; selten länger als 5 Seiten), die Tschechow während seines Studiums schrieb und in Zeitungen veröffentlichte, um mit deren Erlös zum Unterhalt der Familie beizutragen, handeln vom zeitgenössischem Leben: dem Gegensatz von Adel (Gutsherr) und Volk (frühere Leibeigne), der Bildung, der Jagd, dem Kulturbetrieb (Theater), dem russischen Rangsystem oder dem schlichten Familienleben.
Die mal heiteren, mal melancholischen Geschichten orientieren sich zumeist an Vorbildern aus der russischen Literatur, lassen dennoch häufig schon die späteren Themen Tschechows erkennen; sie sind fast alle unterhaltsam, nur einige wenige erscheinen allzu hastig hinuntergeschrieben (was bei der Arbeitsbelastung des Autors wohl kaum verwundert).
Dank den ausführlichen Anmerkungen zu jeder Erzählung, sowie eines kleinen Glossars erschließen sich die Texte auch dem Leser, der mit der Kultur- und Ereignisgeschichte der Zeit nicht sonderlich vertraut ist. Insgesamt eine gelungene Edition, die nicht nur ausgesprochene Tschechow-Leser begeistern dürfte.


Historien (Kröners Taschenausgaben (KTA))
Historien (Kröners Taschenausgaben (KTA))
von Herodot
  Gebundene Ausgabe

53 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Historien - nur ein Quellentext für Fachgelehrte?, 20. Januar 2003
Die Historien - nur ein Quellentext für Fachgelehrte? Ich denke nicht. Auch dem interessierten Laien bietet dieses Buch vortreffliche Unterhaltung, denn es ist mehr als ein Geschichtsbuch im modernen Sinne (oder, besser gesagt: etwas anderes). Bis zu dem eigentlichen Höhepunkt seines Werkes, den Perserkriegen, berichtet Herodot - zum Teil recht ausführlich - von der „Vorgeschichte" Griechenlands, des Mittelmeerraums sowie der übrigen, damals bekannten Welt. Seine „Geschichte" ist anfangs überwiegend Mythos, Tatsächliches gewinnt erst nach und nach überhand. Die Geschichtsdarstellung wird dabei oft unterbrochen, durch Anekdoten, Märchen (die goldsuchenden Riesenameisen) oder durch Erzählungen (mitunter geradezu Novellen, wie der Ring des Polykrates). Ich will nicht leugnen, dass das Buch einige Längen aufweist: lange Ahnenlisten oder die ausführlichen Kataloge der Kriegsparteien verlangen dem heutigen Leser doch etwas Geduld ab (wer von Homer kommt, wird seine wahre Freude daran haben). Doch davon abgesehen, ist dieses Buch durchaus kurzweilig und mit dem umfangreichen Anmerkungsapparat (der wohl etwas veraltet ist), mindestens ebenso informativ wie ein modernes Lehrbuch. Kurz: Wer sich einen Überblick über die behandelten Ereignisse verschaffen will, wer die Anfänge unserer Kultur eingehender erfahren möchte, dem sei Herodot empfohlen.


Duden Das große Fremdwörterbuch, m. CD-ROM
Duden Das große Fremdwörterbuch, m. CD-ROM

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das wohl beste unter den Fremdwörterbüchern, 21. November 2002
Ich sage es zuerst und unumwunden: Der große Fremdwörter-Duden ist wohl das zurzeit beste Fremdwörterbuch, zumindest unter denen, die regelmäßig in den Buchhandlungen angeboten werden und die mir bekannt sind. Ich besitze seit meiner Schulzeit einen „normalen" Fremdwörter-Duden. Dieser hat mir zwar auch gute Dienste geleistet, doch der „große Bruder" bietet noch einige Vorteile mehr: Er ist - natürlich - wesentlich ausführlicher, darüber hinaus aber auch durch das farbliche Hervorheben der Stichwörter benutzerfreundlicher. Die Herkunft der Fremdwörter wird zumeist ausführlich erklärt, ebenso deren Aussprache. In der Regel wird jeder Suchende in diesem Buche fündig werden - ausgenommen vielleicht allzu „modische" Wörter, die nach dem Redaktionsschluss (Februar 2000) in unsere Sprache aufgenommen wurden. Schließlich will ich noch das sogenannte „umgekehrte" Wörterbuch erwähnen: Es ist wohl mehr ein Anhang (rund 100 der 1550 Seiten) an das eigentliche Wörterbuch, immerhin eine gute Idee, über deren Nutzen ich noch nicht urteilen will. 48 Euro sind zwar ein stolzer Preis, doch durchaus angemessen für ein Buch, das sich über viele Jahre nutzen lässt!


Gutes Deutsch. Stil nach allen Regeln der Kunst
Gutes Deutsch. Stil nach allen Regeln der Kunst
von Willy Sanders
  Taschenbuch

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute und moderne Stilkunst, 30. Oktober 2002
Das Stil-Lehrbuch von Willy Sanders halte ich vor allem aus einem Grunde für gelungen: der Autor bemüht sich das persönliche Stilgefühl zu sensibilisieren, ohne dabei allzu starre Regeln aufzustellen; vielmehr wird der Leser oft zum Querdenken aufgefordert. Mit ca. 170 Seiten ist dieses „Stilbuch" nicht nur deutlich kürzer als viele andere (Altmeister Reiners brachte es auf stolze 530 Seiten), sondern auch noch kurzweilig. Treffende Beispiele und Zitate, zahlreiche Anmerkungen, sowie ein umfangreiches Literaturverzeichnis runden das Werk ab. Schließlich noch zwei Verbesserungsvorschläge für die nächste Auflage: ein kleines Sachregister wäre wünschenswert, denn der locker und flüssig formulierte Text ist trotz - oder gerade wegen - einiger amüsanter Überschriften nicht immer übersichtlich. Außerdem könnten die sprachlichen „Attraktivmacher" etwas ausführlicher behandelt werden (Kapitel 5), dafür darf die recht lange, geradezu Schopenhauer'sche Kollegenschelte etwas kürzer ausfallen.


Sieben Wegbereiter: Schriftsteller des Zwanzigsten Jahrhunderts
Sieben Wegbereiter: Schriftsteller des Zwanzigsten Jahrhunderts
von Marcel Reich-Ranicki
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

34 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schöne Mogelpackung, 10. September 2002
Sieben Wegbereiter lauter der schöne Titel dieses Buches, doch warum und wieso gerade die sieben Auserwählten die deutsche Literatur des 20. Jahrhunderts verkörpern, bleibt der Autor weitenteils schuldig. Statt dessen werden hier munter Aufsätze aneinander gereiht, die von Reich-Ranicki zu den verschiedensten Gelegenheiten verfertigt und die größtenteils im Laufe der letzten 40 (!) Jahre in der FAZ veröffentlicht wurden. Die meisten Aufsätze wurden unter der Rubrik "Thomas Mann" eingeordnet (ein Drittel des Buches, ca. 80 Seiten), Schnitzler und Kafka werden dagegen auf ca. 20 Seiten abgehandelt. Viele Deutungen und Zitate finden sich wie Textbausteine in mehreren Aufsätzen. Trotz oder gerade wegen des kleinen Vorworts, ist es daher nicht verwunderlich, daß dieses Buch genau daran leidet, was Reich-Ranicki an Musils "Mann ohne Eigenschaft" so sehr beklagt: es fehlt der rote Faden. Gewiss, die Aufsätze sind allesamt gut und anschaulich geschrieben, aber man erfährt wenig neues, da sie alle etwas unfrisch sind. Nahezu alle Lebenswerke werden durch die jeweiligen sexuelle Neigungen, Hemmungen oder Exzesse erklärt, was auf Dauer doch ein wenig ermüdet. Reich-Ranicki spricht und verurteilt häufig die "Kafka-" oder die "Thomas-Mann-Industrie". Auch dieses Buch scheint einer solchen zu entstammen, nämlich der Reich-Ranicki-Industrie.


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