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Beiträge von Andreas Schuster
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Rezensionen verfasst von
Andreas Schuster "andischuster3" (Hannover)
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Let England Shake (Ltd.Edt.) Digi
Let England Shake (Ltd.Edt.) Digi

28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bestes PJ Harvey Album seit "Stories from the city, stories from the sea", 20. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Let England Shake (Ltd.Edt.) Digi (Audio CD)
Bewundernswerter noch als ihre Studioalben find ich bei PJ Harvey die Konzerte. Ich konnte sie erstmals 2000 live erleben, als sie das Jahrhundertalbum "Stories from the city, stories from the sea" vorstellte. Erstaunlich, welche Bühnenpräsenz diese zierliche Person hat. Danach allerdings verlor ich sie für eine Weile aus den Augen. Weder mit "Uh-huh Her", noch mit "White Chalk" konnte ich allzu viel anfangen. Die Ankündigung des Konzeptalbums "Let England Shake" allerdings hat mich aufhorchen lassen. Historischer Stoff auf einem PJ Harvey Album, und das über die gesamte Länge des Albums?

Mit Konzeptalben ist das so eine Sache. PJ Harvey umgeht manch Dilemma dadurch, dass sie weniger eine Geschichte erzählt oder gar eine Botschaft formuliert. Vielmehr schildert sie Situationen des Kriegs, verschiedener Kriege, der Weltkriegen sowie jüngerer Kriege, in denen die britische Armee verwickelt war und ist. Nicht nur textlich ist "Let England Shake" anders als die Vorgänger, auch musikalisch wird ausdrucksvoller schrammeliger Gitarrenrock durch leisere Töne und einprägsame Melodien ersetzt. Das Album ist sehr melodielastig, begleitet durch Bläser, Pauken, Marimbafon, Chöre, Fanfaren. Bereits die erste Single-Auskoppelung "The Words That Maketh Murder" erinnert nur noch wenig an die Zeiten von "Rid of Me". Dass das Album ein konsequenter Bruch wäre, ist wiederum übertrieben. "The Last Living Rose" etwa ist durch und durch als PJ Harvey Nummer erkennbar.

Ist es ein gutes Album? Nun, es wird mit jedem Hören besser. Schon der Einstieg "Let England Shake" hat etwas hypnothisches, etwas unwiderstehliches. Ihre Stimme ist anders. Während sie früher fluchte und schrie, oft gegen die Gewalt der eigenen Gitarre ankämpfen musste, trägt ihre Stimme auf dem neuen Album sämtliche Melodien. Dabei drängt sie sich selten in den Vordergrund. Überhaupt klingen die neuen Stücke band-hafter als frühere Album, auf denen sie als Solo-Künstlerin klar dominierte, u.a. erkennbar auf "Colour Of The Earth". Dass es um Krieg geht, wird vielfach musikalisch untermalt, zum Beispiel mit den (mit Gitarre und Schlagzeug) simulierten Nachladen von Gewehren, den sich ergebenden Soldaten oder der Fanfare. Hier und da fühle ich mich an Kate Bushs "Army Dreamers" erinnert. Oder, was hier nicht zu erwarten war, an "There Is A Light That Never Goes Out" der Smiths von 1987, dem "In The Dark Places" im Vers schon recht stark ähnelt.

"Let England Shake" ist vielseitig und spannend bis zum letzten Lied. Es ist, was vielleicht auch am Ort der Aufnahmen liegt, einer Kirche in Südenglands Dorset, ein neuer Sound, der zu PJ Harvey passt. Es hat schöne Momente und wird bei all seiner Melancholie nie hoffnungslos oder sarkastisch. Mit sei allerdings die Kritik erlaubt, dass einige Gesangsübungen recht anstrengen, vor allem "England". Auch fehlt mir dann doch manchmal die aggressive PJ Harvey, wie in "Big Exit" oder "Man-size". Mal sehen, wie die Tour wird.

Mein Fazit: das beste PJ Harvey Album seit "Stories from the city, stories from the sea", daher Kaufempfehlung. Anspieltipp: "The Last Living Rose", "Let England Shake", "Written On The Forehead".


Station to Station (Collector's Edition)
Station to Station (Collector's Edition)

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Ausschlachten eines gradiosen Albums, 20. Januar 2011
Zu "Station To Station" ist viel gesagt und geschrieben worden. Es war eine der erfolgreichsten Bowie LPs und nahezu jede Nummer der Scheibe wurde (irgendwo in der Welt) als Single ausgekoppelt. Station To Station markiert perfekt den Übergang zwischen dem Bowie der "Diamond Dogs"-Phase im amerikanischen Stil hin zum Bowie der "Berliner" Jahre ab 1977 mit den von Eno produzierten Alben. Und es enthält mit "TVC 15" meinen absoluten Bowie Lieblingssong. Klare 5 Sterne, also.

Nun die Vermarktungsstrategie von EMI. Wer das Album seit Jahren hat, konnte eine Menge Geld für (wie ich finde) überschaubaren Mehrwert ausgeben. 1990 kam eine Neuauflage mit 2 Live-Mitschnitten auf den Markt, zuletzt eine digitalisierte Version und nun zwei große Pakete mit analog Master-Version des Albums, vielen Fotos und dem Nassau-Konzert von 1976. Die "Deluxe-Box" kombiniert dies sogar mit weiteren Vinyls. Na klar freue ich mich, wenn alte Konzerte, die vorher nur in Auszügen oder gar nicht verfügbar waren, den Weg in eine offizielle Veröffentlichung finden. Aber ich möchte als Nicht-Hifi-Feinschmecker nicht immer das wieder das Studio-Album neu erwerben. Warum Nassau nicht separat auf den Markt bringen? Schließlich ist da weit mehr drauf als "Station To Station"-Material. Dafür entziehe ich den fünften Stern.

Wie gut ist das Nassau-Konzert? Der Sound ist erstklassig. Und musikalisch? Die Songauswahl ist vielseitig, wie auch bei den damaligen offiziellen Bowie Live-Alben. Meiner Meinung nach können jedoch wenige Songs hier das Studio-Niveau erreichen. Klar, es bleibt großartige Musik. Aber "5 Years" verliert viel durch den vereinfachten Beat, "Rebel Rebel" klingt weichgespült, "Panic In Detroit" wird in über 6 Minuten zur Spielwiese für Solisten, "Changes" wirkt irgendwie fahrig. Ach ja, und mir als Lou Reed Fan kann eine solch fade Version von "Waiting For My Man" nicht egal sein! Positiv herausheben möchte ich "Stay", das live rockiger als auf dem Studio-Album ist.
Das Live-Album "Stage" höre ich mir, auch wenn das Live-Gefühl durch den Schnitt getrübt ist, insgesamt lieber an.

Fazit:
Ein grandioses Album kommt auf den Markt, mitsamt vielen Fotos und einer Konzertaufnahme. Ich hätte mir das Konzert gern separat zugelegt, daher einen Punkt Abzug fürs Konzept. Das Konzert fand ich wiederum gut, aber nicht so klasse, dass es den Mehrfachkauf des Studioalbums rechtfertigt hätte.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 25, 2013 1:16 PM CET


Tage der Toten: Kriminalroman
Tage der Toten: Kriminalroman
von Don Winslow
  Broschiert
Preis: EUR 14,95

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Jeder ist verdächtig, jeder ist gefährlich, 13. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Tage der Toten: Kriminalroman (Broschiert)
Dieses Buch startet spannend und es bleibt spannend, bis zur letzten Seite. Don Winslow versteht es, Kapitel so zu schreiben, dass sie nie zu lang sind und sich nie in irrelevanten Details verlieren. Ich hatte, anders als bei anderen (relativ langen) Romanen, nie den Eindruck, mich in einem Seitenarm der Geschichte zu verlieren. Wie schafft der Autor das?

Die Story ist zunächst einmal an sich spannend. In einem Umfeld konsequenter Brutalität erleben wir, wie Drogenbarone ihr Territorium erobern, sichern und verteidigen, auch und vor allem gegen Arturo (Art) Keller, einem DEA-Agenten (Drug Enforcement Administration) aus San Diego, der sich, so die Geschichte, im Auftrag der US-amerikanischen Regierung recht bald zum Schrecken der Narcotráficos entpuppt. Art ist die moralische Stütze in einer Geschichte, in der so gut wie jeder bestochen wird und/oder andere besticht. Der aufgehende Stern am mexikanischen "Drogenhimmel", Adán Barrera, ist sein Kontrahent und dieser sichert sich nach dem Abgang seines Vorgängers "Tio" Miguel Barrera, durch eine dichtes Netz an Kollaborateuren in Politik, Verwaltung, Handel, Industrie und Kirche gegen jeden Widersacher ab.

Zwei Umstände haben mich besonders verstört:
Kommt in den Hochburgen der mexikanische Mafiabarone die Polizei, weißt du nie, wer da kommt: ein bestochener Polizist, ein als Polizist verkleideter Kopfgeldjäger, oder ein Polizist, der noch bestochen werden wird. Die Handlung spannt sich sich von den 1970er Jahren bis ins neue Jahrtausend und ich hoffe, dass der Autor Zustände der Vergangenheit oder gar übertriebene Fiktionen erzählt ... Jeder in "The Power of the Dog" ist verdächtig und gefährlich. Tio Barrera etwa ist Polizeichef des Bundesstaates Jalisco und wird bald mithilfe des ahnungslosten DEA-Agenten Art Keller einflussreicher Kokainhändler. Und dies hat mich zweitens verstört, wie nämlich die Methoden der USA zur Drogen- bzw. Guerillabekämpfung letztlich neue Monster erschaffen und zivile Opfer bedenkenlos in Kauf nehmen, siehe Operation "Condor". Gerechtigkeit scheint keine Chance zu haben. Man fühlt sich als Leser alles in allem an neuerliche Nachrichten vom Drogekrieg in Mexiko erinnert, anhand dessen der Autor jahrelang recherchiert hat.

Obwohl von Anfang an spannend, entwickelt die Geschichte ihr wahres Drehmoment als Art Kellers Mitarbeiter Ernie Hidalgo vom Barrera Clan gefangen, brutal gefoltert und versehentlich getötet wird. Art Keller wird nicht ruhen, bevor alle Beteiligte dieses Verbrechens unter der Erde oder im Knast landen. Dabei wird und muss er als Mann des Gesetzes wohl selbst zahllose Verbrechen begehen, z.B. Erpressung und Falschaussage. Auch darin liegt eine der traurigen Nebeneffekte der Story. Der Autor führt weitere Protagonisten ein, wie etwa den irischen Kleinkriminellen Sean Callan und die Prostituierte Nora, die bald wichtige Rollen in Art Kellers Kleinkrieg in Mexiko annehmen. Es steckt viel Kritik im Roman, vor allem gegenüber den USA und deren politischen Ambitionen in Mittelamerika. Vieles aber versteht der Leser erst Kapitel später, so bleibt es immer geheimnisvoll.

Don Winslow schafft es, den Leser inmitten des Geschehens zu rücken. Selbst Schwerstverbrecher Adán Barrera bekommt ein menschliches Antlitz, wenn er etwa um seine kranke Tochter bangt und alles für sie riskiert. Andere Charaktere, und darin liegt meine Kritik und letztlich der Punktabzug begründet, bleiben schemenhaft (Sal Scachi), zu eindeutig böse (Raúl Barrera, Eddy "Butcher" Friel) oder gar klischeebeladen (Kardinal Parada, Spezialagent Antonio Ramos). Manchmal wechseln die Perspektiven der Erzählung auffällig schnell. Gegen Ende des Romans erzählt der Autor gar aus der Sicht Antonio Ramos, der kurz danach in einer Verfolgung umkommt... Hier wäre weniger mehr gewesen, also eher kontinuierlichere Erzählstränge. Finde ich zumindest.

Fazit:
Ein toller Roman, seher spannend und teils witzig geschrieben, mit vielen brutalen und erschütternden Passagen. Die ganze sprachliche Kraft kommt im englischen Original, "The Power of the Dog", besser zur Geltung als in der eher verhaltenen deutschen Übersetzung. Man erfährt viel über Mafia- und die (zuweilen nicht viel besseren) Geheimdienstmethoden. Das Ende, soviel sei verraten, ist versöhnlich und enttäuschend zugleich. Ich empfand als Leser bis zum Ende eine aufwühlende Ohnmacht angesichts der Verstrickungen von Interessen und Intrigen im Drogenkrieg zwischen den USA und Mexiko. Meine Empfehlung: kaufen!


Cloer 6235 Sandwichmaker / 930 W / für 2 ganze Toast / Muschelform / optische Fertigmeldung / Kabelaufwicklung / mattiertes Edelstahlgehäuse
Cloer 6235 Sandwichmaker / 930 W / für 2 ganze Toast / Muschelform / optische Fertigmeldung / Kabelaufwicklung / mattiertes Edelstahlgehäuse
Preis: EUR 51,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hier stimmen Design und Funktion überwiegend ..., 23. November 2010
... wie auch beim optisch ähnlichen Doppel-Waffelautomat Cloer 1329, dessen Klasse uns zum Kauf des Sandwhichmakers bewogen hat.

Vorzüge:
> solide Bauweise (heiße Stellen berühren Untergrund nicht)
> gute Beschichtung (Reste sind leicht zu entfernen)
> tolles Design (gekämmter Metall-Look)
> Muschelform für Sandwhich (da läuft nichts aus)

Nachteil:
> Feststellklemme greift nicht ordentlich (es lässt sich nur wenig Druck auf den Toast ausüben)

Der letztgenannte Makel hat dem Sandwhichmaker meiner Meinung nach den 5. Stern genommen. Dennoch kenne ich kein Gerät, dass mithalten kann (nach Erfahrungen mit Tefal, TCM ...).
Beim Kauf ist die große Preisspanne im Handel zu beachten. Cloer-Produkte sind sehr uneinheitlich bepreist.


Cloer 1329 Doppelwaffelautomat für zwei klassische Waffeln / 1200 W / je 16,5 cm Durchmesser / optische Fertigmeldung / mattiertes Edelstahlgehäuse
Cloer 1329 Doppelwaffelautomat für zwei klassische Waffeln / 1200 W / je 16,5 cm Durchmesser / optische Fertigmeldung / mattiertes Edelstahlgehäuse
Preis: EUR 57,80

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Design + Nutzen stimmen!, 31. August 2010
Nach anfänglichem Grübeln, ob es denn dieses teuere Waffeleisen sein müsse, kann ich mich nun sehr über die Kaufentscheidung freuen. Das Cloer 1329:

> sieht nett aus
> ist flach und leicht verstaubar
> schont die Finger, weil man keine heißen Elemente anfassen muss
> ist (fast) aus einem Guss, hat keine Nischen und ist damit leicht abwaschbar
> ist antihaftbeschichtet und lässt Waffeln nicht ankleben

Ein Doppelwaffeleisen musste es schon sein, denn das spart eine Menge Zeit. Und der Preis, nun ja, wie bei den meisten Küchengeräte ist die Preisspanne im Handel recht groß... Erst suchen , dann kaufen.


Panasonic NN-SD450WEPG Solo-Mikrowelle / 27 L Garraum / weiß / elektronische Bedienung, versenkbare Drehknöpfe, 11 Gewichtsautomatikprogramme
Panasonic NN-SD450WEPG Solo-Mikrowelle / 27 L Garraum / weiß / elektronische Bedienung, versenkbare Drehknöpfe, 11 Gewichtsautomatikprogramme

21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes Gerät (bis auf einen Makel), 23. Juni 2010
Es sollte eine einfache, kleine, aber doch elegante Mikrowelle sein. Die Panasonic sieht gut aus, ist gemessen am Innenraum (man bekommt auch größere Teller unter) recht klein und erfüllt ihren Zweck. Die Speisen erhitzen gleichmäßig. Sie hat mehrere Transporte schadlos überstanden und ist einfach zu reinigen. Die versenkbaren Drehknöpfe sind eine gute Idee, tatsächlich wird man sie aber selten versenken. Warum auch? Die Gewichtsautomatik ist nett, aber ich brauche sie nicht.

Einschränkung: Die Bedienungsanleitung ist ein Krampf. Mehrere Modelle der Baureihe werden umständlich in Abgrenzung zueinander beschreiben. Der Stromverbrauch dürfte zudem überflüssig hoch sein, weil die Digitalanzeige auch außerhalb des Betriebs vor sich hin flimmert. Im "Standby" kann man sich hier die Uhrzeit anzeigen, aber es flimmert selbst dann, wenn darauf verzichtet wird. Wegen dieses Makels der Punkt Abzug.

Fazit: insgesamt ein hochwertiges Gerät (mit ziemlichen Preisunterschieden im Markt)


Your Future,Our Clutter
Your Future,Our Clutter
Preis: EUR 21,05

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tempo, Energie und Wiederholung, 7. Juni 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Your Future,Our Clutter (Audio CD)
The Fall beginnen auf "Your Future Our Clutter" schon mit Song Nr. 1 den Endspurt. Wie bereits "Live at the Hammersmith Palais" strotzt das Album von Beginn an vor Tempo und Energie. Darin unterscheidet es sich etwas (denn in VIEL hat sich The Fall noch nie unterschieden) von den Alben der letzten Jahren. Denn Your Future Our Clutter macht keine Pause. Und keine Kompromisse. Ließen "Fall Heads Roll" und "Reformation Post T.L.C." immer wieder Raum für ruhige/experimentelle/mainstreamige Momente, ist das neue Album konsequent geradeaus. Erst "Chino" und das Finale "Weather Report 2" gönnen sich Entspannung.

Musikalisch knüpft Mark E. Smith an die ganz frühen Bandjahre an. Your Future Our Clutter ist höchstmöglich repititiv, vor allem das eindringliche "Slippy Floor". Dynamik wird durch die Art erzeugt, wie The Fall es spielen. Aber auch mittels Tapes und Synthies. Überhaupt ist beides viel im Einsatz. Kein Song lässt das gewisse Knacken, Zirpen und Rauschen vermissen. Darin erinnert die Scheibe an die alten Pere Ubu.

Die Aufnahme ist größtenteils auf Low-Fi getrimmt mit Kompression und Übersteuerung. Dadurch gewinnt das Album zudem an Kraft, verliert aber an Tiefe. Feine Strukturen (wie auf Live at the Hammersmith Palais) werden Tempo und Kraft geopfert.

4 Punkte, weil es meiner Meinung nach nicht an die allerbesten Fall-Alben anschließen kann und für meinen Geschmack stellenweise etwas zu monoton ist (.. Slippy Floor). Aber 4 Punkte immerhin, weil es schnell und energiegeladen ist und weil Mark E. Smith mal wieder ganz unvergleichlich grantelt, murmelt und bellt. Wer Reformation Post-TLC vom Stil mochte, aber gern mehr Dampf hätte, ist hier richtig.

Ach ja, dass die LP zwei Lieder mehr hat als die CD, freut mich zwar für die Vinyl-Liebhaber, halte ich aber für völlig unnötig.


1000 recipes to try before you die - Rezepte aus der ganzen Welt
1000 recipes to try before you die - Rezepte aus der ganzen Welt
von Ingeborg Pils
  Gebundene Ausgabe

14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das 1.000er-Konzept, 31. Mai 2010
Wenn es nach dem Verlag ginge, müsste ich viele 1.000 Dinge vor meinem Ableben tun. Im Falle dieses Buchs eben 1.000 Gerichte kochen/backen/zubereiten. Da es ja immer 1.000 sein müssen, ist jedes Buch elendig umfangreich. Scheint das Konzept über der Substanz zu stehen? Mit bislang ca. 40 Rezepten bin ich jedenfalls noch weit vom Ziel entfernt.

Pluspunkte:
> Die Gerichte sind nicht allzu exklusiv. Man bekommt die meisten Zutaten recht einfach. Auf Luxusrezepte mit teuerem Fleisch/Fisch wurde überwiegend verzichtet. Das ist gut.
> Manche Rezepte sind mit ihrer Relevanz in der regionalen Küche beschrieben. Wenn auch bei weitem nicht alle.
> Die Länder der Welt scheinen wirklich umfassend abgedeckt. Damit ersetzt dieses Kochbuch viele andere.

Minuspunkte:
> Rezepte sind schwer wiederzufinden, was vor allem am unübersichtlichen Index liegt. Selbst die Suche anhand der Zutaten ist wegen der oft blumigen Rezepttitel schwer. Es empfehlen sich mehrere Lesezeichen.
> Das Buch ist zu dick. Es beim Kochen offen vor sich liegen zu haben, ist einfach unpraktisch.
> Einige Rezepte sind ungenau bei den Dosierungen, vor allem beim Würzen.

Fazit: Ich benutze es gern, weil es alles umfasst und ich nur ein Kochbuch in Reichweite stehen haben muss. Die Auswahl der Gerichte ist gut für den Alltagsgebrauch. Aber es ist unübersichtlich und bietet in den Anleitungen kaum Zusatznutzen im Vergleich zur Riesenauswahl alternativer (und oft günstigerer) Kochbücher. Zur Ausgangsfrage: Das 1.000er-Konzept scheint offenbar wirklich im Vordergrund zu stehen. Zu wenig.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 17, 2012 1:43 PM MEST


Jumbo Spiele 3929 - Greenrock Village Tatort: Hotel
Jumbo Spiele 3929 - Greenrock Village Tatort: Hotel

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klassische Spielidee in modernem Gewand, 29. April 2010
Der JUMBO-Verlag kommt derzeit mit neuen "Tatort"-Spielen auf den Markt. Ich kenne die Spielidee vom über 20 Jahre alten "Tatort Nachtexpress", ebenfalls von JUMBO. Aber natürlich findet sich die Idee u.a. auch im beliebten Cluedo wieder.

Anders als bei Brettspielen üblich hat dieses Spiel eine begrenzte Lebensdauer. Es gibt 15 Mordfälle. Diese gilt es anhand von Personenaussagen (Zeugen/Verdächtige), Indizien und Beobachtungen aufzuklären. Wer die richtigen Personen fragt und die richtigen Hotelräume schaut, bekommt wichtige Hinweise auf den Täter des Verbrechens. Nach den 15 Fällen sind alle Verbrechen aufgeklärt und "Tatort: Hotel" muss sich andere Spieler suchen.

Mit 300 Spielkarten und 4 Pappaufstellern ist es aufwendig gestaltet. Aktuellen Bezug bekommt das Spiel durch die Namen der Verdächtigen. In einem Fall sind sie an die Namen von Spielerfrauen aktueller Fußballprofis angelehnt. Die Beschreibung der Mordfälle ist zum Teil recht derb. Darum ist es für Kinder eher ungeeignet.

Dadurch, dass man einander Karten mit Zeugenberichten etc. wegnehmen kann, wird "Tatort: Hotel" interaktiv.

Meine Meinung: PLUS
Klassisch gute Spielidee. Es macht Spaß, Ermittler zu sein und dem Täter auf die Schliche zu kommen. Im Vergleich zum Klassiker "Tatort Nachtexpress" gewinnt es dadurch an Dynamik, dass Karten mit Zeugenaussagen etc. wieder im Spiel verschwinden (oder beim Gegner), so dass fleißig mitgeschrieben werden muss. Welche Hinweise man dem Gegner zukommen lassen möchte, ist steuerbar. Gut ist auch, dass man dreimal pro Runde einen Tipp abgeben kann, wer Mörder sei. Die frühe (richtige) Intuition wird belohnt. Ist zwar nicht so realistisch, aber man kann auch gewinnen, wenn man zuerst aufs falsche Pferd gesetzt hat.

Meine Meinung: MINUS
Klar, nach 15 Fällen ist Schluss. Eine variable Kombination aus Fällen hätte diese Beschränkung vielleicht aufheben können (?) Die Aufmachung ist qualitativ so lala. Wenn der Verlag schon Plastikaufsteller macht, dann bitte keine, bei denen die Spielkarten durchrutschen. Die Spielbrettgestaltung ist nicht mehr so Miss-Marple-mäßig wie beim Klassiker Tatort Nachtexpress und demnach weniger charmant. Einige Fälle sind, was die Indizien angeht, sehr unausgewogen (wer den richtigen Tip bekommt, hat sofort gewonnen, ohne weiter kombinieren zu müssen). Der aktuelle Bezug verhindert überdies, dass es ein zeitloser Klassiker werden kann.

Also: Das Spiel ist ausgetüftelter und moderner geworden als seine Vorgänger. Mit allen Vor- und Nachteilen. Aber die gute Spielidee rechtfertigt in meinen Augen immer wieder den Kauf. Der Preis ist angemessen.


Soehnle Personenwaage Colors Weiss 61152
Soehnle Personenwaage Colors Weiss 61152

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zielgruppensache ..., 12. April 2010
... die Wahl der Waage. Wer, wie ich, wirklich nur sein Körpergewicht wissen möchte, und Dinge wie den Fettanteil oder den Body-Maß-Index dem Sport überlässt, ist hier bestens bedient. Die Genauigkeit der Söhnle-Analogwaagen ist natürlich eingeschränkt, man sollte auf das kg runden. Auch verstellen sie sich regelmäßig und müssen mit dem Rad auf der Unterseite justiert werden. Aber dafür verbrauchen sie keine Batterien.

Je nachdem, wieviel Zeit man mit Putzen verbringen möchte, sollten beim Kauf Farbe und Oberflächenstruktur überlegt sein. Meine ist weiß und hat eine wellenartige Oberfläche. Das erfordert regelmäßiges Putzen.

Meine Kaufempfehlung geht an die beschriebene Zielgruppe.


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