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Beiträge von Andreas Schuster
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Rezensionen verfasst von
Andreas Schuster "andischuster3" (Hannover)
(REAL NAME)   

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Lulu
Lulu
Preis: EUR 5,99

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Beide haben gewonnen, Metallica und Lou Reed, 11. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Lulu (Audio CD)
Um es vorweg zu sagen, ich äußere mich hier aus dem Blickwinkel eines treuen Lou Reed Fans, auch wenn Reed mich seit dem 1996-Album "Set The Twilight Reeling" und der starken dazugehörigen Tournee nicht mehr so recht überzeugt hat. Er vernachlässigte irgendwo zwischen Litaraturvertonungen, Ambient Music und dem Aufwärmen alter Alben sein wichtigstes Attribut: Rocker zu sein. Metallica halte ich für ausgezeichnete Musiker, von denen mich jedoch die allgemeinen Metalklischees ferngehalten haben. Dass sie Lou Reed hier musikalisch begleiten, ist Nachweis, dass er in einer anderen Zeit einmal ähnlich groß, laut und böse gewesen ist und vielen darin als Vorbild diente.

Von alten Verdiensten allerdings konnte das höchst umstrittene "Lulu" nicht profitieren und das ist in Ordnung. Hat die Welt Lulu gebraucht? Mir hat es jedenfalls versichert, dass Lou Reed nach seiner langweiligen Begleitband der letzen 20 Jahre wieder Rocker an seiner Seite hat. Metallica hat es mir näher gebracht, weil ich sie endlich ohne Hetfields "Yeahyeah" genießen darf. Die Band gibt auf Lulu langen, wenig abwechslungsreichen Songs eine Menge Dynamik, wie z.B. "Pumping Blood". Es hat eine Weile gedauert, bis ich beim Hören von "Mistress Dread" verstanden habe, warum mich diese Musik inspiriert. Mit Lulu setzt Lou Reed Tugenden der frühen Velvet Underground Scheiben fort. Lange, teils nervenzerrend monotone Melodien vor dem Hintergrund Reeds diabolischen Gemurmels. Initten von Mistress Dread fühlte ich mich prompt an das 17-minütige "Sister Ray" von der 1968er "White Light/ White Heat" erinnert. Die gleißende Orgel befeuert das Stück zusätzlich zum Dampfhammer-Beat. "Little Dog" wiederum lebt vor allem vom Swell/Reverse-Effekt der Gitarren. Eine klasse Atmosphäre, die hier erzeugt wird.

Metallica gibt dem Album soviel Hardrock wie nötig, ohne sich selbst zu kopieren. Lou Reed wiederum gibt das hinzu, was er noch kann, düstere Texte zu rezitieren. Mit der Mischung kann ich sehr gut leben. Warum kann ich dennoch keine 5 Punkte geben? Weil Lulu mit dem schwachen "Frustration", dem langweiligen "Dragon" und dem unnötig langen "Junior Dad" ein paar ausdauernde Schwachpunkte eingebaut bekommen hat, die nicht nötig waren. Und diese Schwachpunkte summieren sich immerhin zu einer knappen CD-Länge.

Dennoch, starke Scheibe, die sich auszuprobieren lohnt. Dass einige Heavymetal-Fans so dünnhäutig darauf reagieren, sagt mehr über jene aus als über das Album.


Metals
Metals
Preis: EUR 7,79

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "... bring them all back to life ....", 2. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Metals (Audio CD)
Ich stelle mir vor, wie andere Pop-Musikerinnen ein Album über Liebe, Enttäuschung und Tod umgesetzt hätten. Und glaube kaum, dass es irgendwo derart melancholisch und leichtfüßig zugleich geklungen hätte. Außer vielleicht bei PJ Harvey, (anderes Genre, ich weiß), die es 2010 mit "Let England Shake" schaffte, ein streckenweise gut gelauntes und dabei brilliantes Album über Krieg und Zerstörung aufzunehmen. Traurige Texte müssen nicht gleich resignierende Musik ergeben.

Und so ist Feists oben zitiertes "Graveyard" alles andere als ein Abgesang auf das Leben, sondern eine schlicht schöne Melodie in melancholischem Gewand. Überhaupt liefert Feist auf "Metals" schöne Melodien ab. Das metrisch und melodisch anspruchsvolle The Bad In Each Other" entpuppt sich, ebenso wie Graveyard, nach wiederholtem Hören zum Ohrwurm. Wirklich starke Musik.

Nach den ersten fünf/sechs Songs setzen sich die leisen Folk- und Popnummern durch. So war es bereits auf "Let It Die", doch empfinde ich die zweite Hälfte auf Metals als "durchhängend". Es sind schöne Nummern dabei, wie "Comfort Me", aber die anfängliche Dynamik kann Feist meiner Meinung nach nicht aufrecht erhalten. Die selbstbewussten Songs der ersten Albumhälfte wechseln mit folkigen Balladen, die von Feists unnachahmlich brüchiger, sensiblen Stimme getragen werden, z.B. "Anti-Pioneer". Für Feist-Fans allesamt keine unangenehme Überraschung.

Und so gefällt mir Metals insgesamt sehr gut, auch besser als Let It Die, bleibt in meinen Ohren aber hinter dem großartigen "The Reminder" zurück. Den ersten Platz in der Feist-Discografie jedoch beansprucht Metals für diese großartigen Coverfotos. Überaus äthetisch und symbolisch passend.


Soehnle 66107 Digitale Küchenwaage Page Edition, silver
Soehnle 66107 Digitale Küchenwaage Page Edition, silver
Wird angeboten von Fulton DS Europe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Flach, präzise, schnell, wartungsarm, 4. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Soehnle 66107 ist flach und steht platzsparend in der Küche auf der Arbeitsfläche, im (Koch-) Bücherregal oder liegt in Schublade. Sie ist unauffällig in Form und Farbe und (außer dass sie zuweilen feucht abgewischt werden muss) wartungsarm. Ach ja, Batterie müssen freilich gewechselt werden, aber wir haben das Produkt erst seit zwei Monaten und es sind noch die mitgelieferten drin, 3x AAA. Die werden wir natürlich nach Ablauf gleich gegen Akkus austauschen.

Schwankungen im Messergebnis konnten wir keine feststellen. Positiv ist weiterhin, dass die Waage sofort anspringt. Mit nur zwei Funktionstasten (On/Off & Tare für die Kalibrierung auf das Basisgewicht) könnte sie nicht einfacher zu bedienen sein. Die Tasten reagieren selbst dann auf Druck, wenn die Glasoberfläche verschmutzt ist.

Die Soehnle ist vor allem für Lebensmittel geeignet, die in Schüsseln und dergleichen gewogen werden. Für das Wiegen von Großbriefen und Päckchen ist die Fläche etwas klein.


Virtua Tennis 4
Virtua Tennis 4
Wird angeboten von Toys 2000
Preis: EUR 14,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Starke Sportsimulation mit Managementfunktionen (und viel Spielerei), 13. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Virtua Tennis 4 (Computerspiel)
Virtua Tennis 4 knüpft an eine lange Tradition von Sportspielen für Spielhallen, Konsolen und Computer an. Als Arcade-Game 1999 erstmals veröffentlicht, bedient es heute in Version 4 die gängigen Plattformen. Es hat so ziemlich das Tennis-Monopol für PC, denn das Genre ist etwas in die Jahre gekommen und das Angebot dünn. Wettbewerber TopSpin 3" war nämlich meines Wissens nicht als PC-Version verfügbar.

Wie spielt sich Virtua Tennis 4? Im Karrieremodus wird ein Spielerprofil angelegt, mit dem man durch die Welt ziehen kann, um an Trainings, Turnieren, Schauspielen und Autogrammstunden teilzunehmen, um sich zu verausgaben und zu entspannen, Geld einzunehmen und auszugeben. Der Karrieremodus verbindet die überwiegenden Elemente des Sportspiels mit denen einer (sehr überschaubaren) Managementsimulation. Ein Trainer liefert im Minutentakt kluge Ratschläge. Innerhalb einer bestimmten Zeit muss man mittels Flugtickets Stationen absolvieren, um an den nächsten Turnieren teilnehmen zu können. Wer gut spielt, bekommt Geld, Leistungspunkte und steigt auf in der Weltrangliste.
Das Konzept ist nicht neu, aber unverändert gut. Ich spiele nicht nur Tennis, sondern durchlebe eine Karriere. In überwiegend unrealistischen aber lustigen Trainingseinheiten (Eier sammeln, Windkanal etc.) kann ich meine Leistung verbessern. Verausgabe ich mich in Spiel und Training, was schnell passiert, benötige ich Entspannungspausen. Die kosten Geld und, kritischer noch, Zeit. Beide allerdings sind in der Regel reich vorhanden.
Und damit sei auch der erste Kritikpunkt genannt. Der Karrieremodus birgt wenig Risiko, wenn der Spieler einmal Blut geleckt hat. Zu verarmen, ist kaum möglich. Die Managementkomponente ist zudem recht dünn. Der Sport steht bei Virtua Tennis 4, wie auch bei den Vorgängern, im Vordergrund.

Und der Spielmodus ist top. Die Animation lässt kaum Details aus. Spin, Drehmoment, Tempo und Dynamik kommen gut rüber. In der Zeitlupe sind selbst Ballfetzen beim Aufschlag sichtbar. Die Zeitlupe wird sparsam eingesetzt und erscheint, anders als bei so manchem Fußball-Simulator, nur nach interessanten Ballwechseln. Die drei Schlagtechniken Spin, Slide und Lob werden ergänzt durch einen Superschlag auf der Keyboard-Taste X. Der allerdings ist nur in kontrollierten Spielmomenten verfügbar und das ist, mit zunehmender Schwierigkeit, selten. Gut so.
Abzüge bei der Animation gibt es für Standard-Szenen. Mein Spieler jubelt immer auf dieselbe Weise, unabhängig vom Verhalten vorher und nachher. Das ist auf Dauer langweilig. Ein Makel ist auch die geringe Fehleranfälligkeit der eigenen (und gegnerischen) Schläge. Bälle gehen selbst im Fortgeschrittenen-Modus, selten ins Aus. Wenig vielseitig steuerbar finde ich zudem den Aufschlag.
Positiv widerum ist, dass ausufernd aggressives Spiel die Ausdaueranzeige schwinden lässt. Nur draufhalten bringt also nicht weiter. Schließlich ist das Turnier noch nicht vorbei ...
Einige Rezensenten mögen die permanente Spielmusik nicht. Kein Thema, man kann sie ausschalten.

Die Spielerkonfiguration ist lustig, aber für meinen Geschmack zuviel des Guten. Ich wollte ja nicht die SIMs spielen. Die Augenbrauenhöhe hab ich jedenfalls noch nicht variiert. Wer im Spiel weiterkommt, kann sich neue Klamotten kaufen und besseres" Eqipment. Welchen Einfluss das Equipment auf das Spiel hat, bleibt leider unklar. Ich kann teure Schläger kaufen, aber sind die wirklich besser? Und inwiefern?

Noch ein Wort zur Registrierung. Das Spiel sollte, selbst ohne Nutzung von Online-Funktionen, unter Anmeldung bei Windows live gespielt werden. Sonst gehen Spielfortschritte verloren, selbst dann, wenn die Internetverbindung während des Spiels nur kurz unterbrochen wird. Das stört mich prinzipiell nicht, finde ich aber überflüssig.

Fazit:
Virtua Tennis 4 ist von vielen Foren als gestrig abgestraft worden als rückständig und unrealistisch. In der Tat ist es keine Innovation, sondern eine überschaubare Weiterentwicklung. Wer aber, wie ich, länger pausiert hat in Sachen Sport-Spiele, erwirbt ein grafisch anspruchsvolles und spannendes Spiel mit einer Prise Managementfunktionen, verpackt als Karriere. Aber auch mit vielen Spielereien, die nur anfänglich amüsieren. Der Spielmodus hätte anspruchsvoller in Sachen Spielfehler sein können. Demgegenüber leuchtet das Spielprinzip sehr schnell ein. Eine Kurz-Bedienungsanleitung (Papier!) hilft übrigens.


Hailo 0520-029, T1 L, Tret-Abfallsammler, 19 Liter, stahlblech silber
Hailo 0520-029, T1 L, Tret-Abfallsammler, 19 Liter, stahlblech silber
Preis: EUR 28,95

34 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Meine Ideallösung (von einem kleinen Makel abgesehen) >> Update, 18. Juni 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein Bio-tauglicher Abfalleimer für 20 Liter mit Tretmechanik. Davon gibt es sicher Hunderte. Dachte ich vor Jahren. Nun werden viele Bio-Trennsammler angeboten, kleine Bioabfalleimer ohne Tretmechanik und massenhaft bio-untaugliche Eimer mit Metalldeckel.

Aber ich wollte keinen Trennsammler, weil ich dem Biomüll an separater Stelle in der Küche entsorgen möchte, und mit Metalldeckeln habe ich ungute erfahrungen gemacht. Nach zwei Jahren ist ein solcher verrostet. Tretmechanik wiederum muss sein, meist hat man keine Hand zum Öffnen des Deckels frei, wenn man Gemüseschalen zum Abfalleimer balanciert.

Das Hailo-Konzept ist meine Ideallösung. Der Eimer hat einen leichten Plastikdeckel, aber ein robustes Metallgehäuse. Der Müll wird in einem beschichteten Plastikinneneimer verwahrt. Das 0520-Konzept des Herstellers ist sympathisch, weil unterschiedliche Farben zur Auswahl stehen. Der Abfallsammler ist angenehm hoch und leicht. Und sieht (zumindest in Dunkelgrau) gut aus.

Ich gebe nur deshalb vier statt fünf Punkte, weil der Plastikdeckel nicht per Gummi-Dichtungsring auf dem Eimergehäuse gehalten wird. Leicht wie der Deckel ist (was die Tretmechanik einerseits positiv entlastet), wird er nicht immer sauber schließen. Vor allem, wenn eine Tüte eingesetzt ist. Darauf muss ich eben achten.

Aber sonst: einer der wenigen Mülleimer, die meinem Anspruch genügen.

Update April 2013:
Pünktlich nach Ablauf der Garantiezeit bricht das Tretpedal ab. Ob ich das nochmal dran bekomme. Ärgerlich. Und damit Punktabzug.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 20, 2016 10:07 PM MEST


Director's Cut (Collector's Edition)
Director's Cut (Collector's Edition)
Preis: EUR 19,99

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Verbesserte Versionen der Originale, aber insgesamt überdimensionierte Box, 18. Juni 2011
Ich musste schmunzeln, als ich von "Directors Cut" hörte. Darüber, was Kate Bush ihrem Label mal wieder für Vertragskonditionen abgerungen haben muss, um nach etlichen Jahren der völligen Zurückhaltung lediglich eine Überarbeitung zweier 20 Jahre alter Aufnahmen anzubieten. Aber nein, sie vermarktet es auf ihrem eigenen Label Fish People.
Genau genommen sind es noch nicht einmal die kompletten Alben "The Sensual World" und "The Red Shoes", die sie neu eingespielt hat, sondern ausgewählte Lieder. Und Collectors Cut steigt dennoch prompt in die britischen Albumcharts ein. Solch treue Fans wünscht sich wohl jeder Popstar. Warum überhaupt Neuaufnahmen? Kate Bush war nicht zufrieden, wollte neu interpretieren, die Produktion authentischer gestalten, Texte verändern. Was kam dabei heraus?

Von der Gestaltung her ist das "Re-Release" ein großer Wurf. Ein aufwändiges Fotobooklet mit künstlerischem Anspruch erbringt den Nachweis, dass Kate Bush es ernst meint. Und die Musik? "The Mountain Flower" (ehemals "The Sensual World") verrät es bereits. Die Produktion ist weniger bombastisch. Das Originalalbum empfand ich damals als überproduziert, Halleffekte, stampfender Beat etc. Und einige Songs sind heruntergestimmt. Kates Stimme ist tiefer, sicher auch altersbedingt, der Gesang ist weniger affektiert. Allerdings ist gerade bei Mountain Flower fraglich, ob diese Modifikation der Message dienst. Ihr vielfach wiederholtes "Yes" ist weniger gehaucht, mehr gesprochen. Aber doch irgendwie sympathisch. In "Deeper Understanding" kommt eine betont computerverfremdete Stimme zum Einsatz. Der Song wirkt auf einmal unbeholfen, aber irgendwie erfrischend. "Rubberband Girl" kommt in schrammeliger Gitarrenversion daher. Wohltuend einfach gehalten. "A Womans Work" ist gleich doppelt so lang wie im Original und die Ruhe selbst. Sechs fast spirituelle Minuten.
Und so höre und vergleiche ich mich von Song zu Song. Die Unterschiede zu den Originalen sind klar erkennbar und meist positiv, aber ich erinnere mich, dass weder World noch Shoes zu meinen favorisierten Alben Kate Bushs gehörten. Auch nach dem Directors Cut nicht.

Die beiden anderen CDs im Paket bieten die Originale nach einer vorteilhaften Remaster-Kur.

Fazit:
Ja, Kate Bush hat ein Luxusproblem gelöst und zwei Scheiben neu interpretiert. Mir gefällt die Produktion tatsächlich besser als die der Originale. Wir Fans danken es ihr. Dennoch bin ich enttäuscht, dass Jahre nach "Aerial" nicht mehr drin war. Der Directors Cut ist überdimensioniert. Schöner hätte ich allenfalls eine Neuinterpretation der Frühwerke gefunden. Die 1986 für "The Whole Story" neu aufgenommene Hitsingle "Wuthering Heights" hatte meiner Meinung nach sehr gegenüber dem Original profitiert. Allerdings dürfte sich Kate stimmlich doch sehr weit von dieser Zeit entfernt haben. Also, denke ich, ist es Zeit für neues Material.


Hudson River Wind Meditations
Hudson River Wind Meditations

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine Frage des Marketings (?), 20. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Hudson River Wind Meditations (Audio CD)
"Hudson River Wind Meditation" ist in der amerikanischen Presse, aber vor allem unter Fans, zahlreich verrissen worden. Das Album wurde fast krankhaft Vergleichen mit "Metal Maschine Music" (1975) und Eno-Alben wie "Neroli" unterworfen. Selten aber beschäftigt sich jemand mit der "Musik" selbst.

Dabei ist das schnell getan. Zwei seeehr lange und zwei kürzere Songs füllen 70 Minuten aus, die man mit Ambient oder meditativer Musik beschreiben kann. Minimalistisch arrangierte, pulsierende Synthie-Klänge wiederholen sich scheinbar endlos, bis sich das Ohr daran gewöhnt hat, auch feine Nuancen wahrzunehmen. Erst dann macht das Album einigermaßen Spaß. Wer die durchweg tiefen Frequenzen als störend empfindet, kann sich das Album komplett ersparen. Song Nr. 3 "Hudson River Wind" durchbricht dieses Konzept für etwa 2 Minuten, indem tatsächliche Wind- und Straßengeräusche zu hören sind. Die Stimmung ist durchweg metallisch kalt. Mich wundert, dass Lou Reed diese Musik als Tai-Chi Begleitung-Untermalung produziert hat.
3 knappe Punkte von mir, da ich minimalistisches Ambient grundsätzlich mag, dieses hier aber wenig dynamisch ist. Ich höre ganz gern Passagen daraus... Mehr aber auch nicht.

Warum eine Frage des Marketings? Weil Lou Reed die Vergleiche mit dieser Art Veröffentlichung geradezu provoziert. Er ist Rocker und wird daran gemessen. Zudem hat er sich mit Metal Machine Music (ob damals als Gag gemeint oder nicht) bereits in Ambient versucht. Aber damals war es wildes, lautes, eigenwilliges, schrilles Konzept, wie es zu ihm als öffentliche Person gepasst hat. Hudson River hat, bis auf die Kälte, wenig davon. Vielleicht hätte er es unter anderem Namen veröffentlicht. Lou Reed ist wie eine Marke, die mit Erwartungen der Kunden konfontiert ist.


Sony Walkman NWZ-S754W MP3-Player 8 GB FM-Radio (5,1 cm (2 Zoll) LC-Display) weiß
Sony Walkman NWZ-S754W MP3-Player 8 GB FM-Radio (5,1 cm (2 Zoll) LC-Display) weiß

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Winziger, hübscher Vertreter einer aussterbenden Gattung, 18. März 2011
Kaum ein Marken-mp3-Player scheint die Kunden so zu spalten wie die aktuelle Walkman-Reihe von SONY. Ich nutze den NWZ-S754 recht vielseitig und versuche mich an einem ausgewogenen Bild. Dabei vergleiche ich ihn immer gedanklich mit meinen ausgedienten Modellen, Samsung Y10 und Apple ipod shuffle.

Gerät
mp3 Player sind eine aussterbende Gattung. So war ich angesichts des schrumpfenden Angebots beim Kauf zu Einbußen gezwungen, denn zu einem Smartphone wollte ich für Musik und Video auf keinen Fall greifen. Mein größter Kompromiss war denn auch der Verzicht auf Bluetooth, wie es noch die Samsung Y-Reihe hatte. Mein Bluetooth-Kopfhörer muss nun woanders Einsatz finden.
Aber die Vorteile des Walkman überwogen gegenüber den wenigen verbleibenden Bluetooth-mp3-Playern im Markt. Er ist klein, schmal, einigermaßen robust und sieht makellos aus. Die Tasten reagieren auch bei Feuchtigkeit. Denn ich nutze ihn zum Sport und der Samsung Y10 mit seinem Touchscreen war unter Schweißeinwirkung nicht mehr ansprechbar.
Die Bedienung ist intuitiv, das Display ist nett gestaltet und auch bei Sonneneinstrahlung einigermaßen erkennbar. Vor allem aber begeistert mich die Standby-Einstellung, die das Gerät nie richtig ausschaltet. So schaltet der Walkman bald in den Standby und bei erneutem, längerem Drücken irgendeiner Taste ist er ohne Boot-Zeit wieder dort (z.B. an der Videoposition), wo er zuletzt war. Daher hält er lange ohne Aufladen durch.
Die Kommunikation des NWZ-S754 mit dem Windows Mediaplayer, den ich benutze, ist tadellos. Allenfalls das Lade-/Übertragungskabel halte ich für etwas umständlich, am Gerät einzustecken.

Musik-Funktion
Musikhören, meine Hauptfunktion. Oft moniert wird die leise Maximallautstärke. Das hat mich anfangs gestört, mittlerweile aber danken es meine Ohren. Ich höre insesamt leiser Musik und mittels VPT-Surround Funktion (Matrix") lässt sich immerhin noch einiges rausholen, ebenso wie mit dem Equalizer. VPT-Surround ist überhaupt eine gute Sache, möchte man doch man den ewig gleichen Studioklang des Lieblingsalbums etwa im Live"-Modus hören. Auf die mitgelieferten Kopfhörer verzichte ich zugunsten meiner Sennheiser In-Ears gern, auch unter Verzicht auf das Sony Noise-Cancelling, für das ich keine Verwendung habe. Für die Bahn ist es eher ungeeignet und fürs Flugzeug habe ich (wiederum) einen besseren Sennheiser Kopfhörer, der gezielt höherfrequenzige Fluggeräusche unterdrückt.
Die Karaoke-Funktion halte ich für überflüssig, da sicher kaum einer unterwegs für seinen nächsten Karaoke-Einsatz übt. Die Speed- und Language-Einstellungen sind zwar ganz lustig, aber dass jemand das Lied auf seine Tonlage herunter-/heraufdreht, ist doch wohl zuviel des Guten. SensMe, eine automatische Stimmungsanalyse für Songs ist eine bessere Random-Auswahl. Nutze ich manchmal und tatsächlich analysiert der Player die Titel recht gut, um sie bei Relaxed", Upbeat" etc. einzusortieren. Aber auch recht langsam. Ein kompletter Durchlauf von 8 GB Musik dauert mindestens 25 Minuten.
Irgendwie nervt die Titeldarstellung für Songtitel, die über den Bildschirm hinausgehen. Anstatt sie durchlaufen zu lassen, erscheinen sie kleingeschrieben in schrillem gelb.

Video-Funktion
Beim Samsung Y10 ließen sich Videos nur mit der hauseigenen Software auf den Player übertragen. Der Sony kommt in jeder Form gut mit dem Windows Mediaplayer aus. Die Videoqualität ist gut. Vor- und zurückspulen könnte (vor allem angesichts langer AVI-Files ohne Kapitel) einfacher sein, ist aber bei den meisten Playern zäh. Manche AVI allerdings weisen digitale Brüche auf. Diesem Problem bin ich noch nicht auf die Schliche gekommen. Besonders große avi-Files werden leider weder vom Windows Media Player noch vom Sony Content Manager übertragen. Punktabzug, denn überflüssig.

Sonstiges
Foto-Ordner. Urlaubsfotos auf dem mp3-Player zeigen. Habs schon gemacht, denn die Display-Qualität ist gut, aber eher eine nachrangige Funktion. Und der Wecker... Wer sich mit dem Lieblingssong wecken lassen möchte, kann den Walkman nutzen. Aber auch dies überlässt man heute eher Smartphones oder Mobiltelefone mit Organizer. Ferner sei das Radio erwähnt, aber da ich viel Bahn fahre, hab ich kaum stabilen Empfang. Die Bedienung jedenfalls ist sehr intuitiv.

Fazit:
Kaufen, wer keine Megalautstärke benötigt und kein Bluetooth. Aber dafür ein winziges, hübsches Gerät haben möchte mit starkem Display, störungsfreier Bedienung und problemloser Übertragung vom PC. Sehr geeignet für den Sport. Einige der zahlreichen Funktionen allerdings sind überflüssig.


Small Craft On A Milk Sea
Small Craft On A Milk Sea
Preis: EUR 17,54

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwischen Elektro-Pop und Ambient, 4. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Small Craft On A Milk Sea (Audio CD)
Brian Eno führt musikalisch mindestens drei Leben. Er produziert Musiker, davon seien hier mit den Talkings Heads, David Bowie, U2 und Coldplay nur einige hervorgehoben, er schafft Sound für kommerziellen Gebrauch, wie für Windows 95 und Nokia-Mobiltelefone. Und er macht eigene Musik bzw. kollaboriert dafür mit anderen Musikern und Komponisten. Ich selbst mag seine Ambient-Scheiben am liebsten, besonders "On Land", "Apollo" und "The Plateux Of Mirrors", aber auch die legendäre "Another Green World". Damit möchte ich nicht nur Vergangenes aufzählen, denn mir hat auch "The Equatorial Stars" gefallen. Diese Alben bestechen durch ihre unaufdringliche Ruhe. Die minimalistische Produktion lässt Raum für Atmosphäre und wirkt nie kitschig oder billig.

Mit "Small Craft On A Milk Sea" begibt sich Eno erneut auf den Ambient-Pfad und doch wieder nicht. Denn erinnert "Emerald And Lime" sehr an die alten Ambient-Klänge, so sind wir spätestens ab "Flint March" im Elektronik-Pop. Der Übergang könnte nicht direkter sein und darum hat Eno mich schon bald abgehängt. Erst mit "Slow Ice" wirds wieder ruhig, aber anders ruhig, kalt ruhig, wie in einem Thriller. Und damit ist das Album insgesamt gut beschrieben. Es könnte Soundtrack zu einem Kinofilm sein und so sind die Nummern auch entstanden. Brian Eno hat in gemeinsam mit den Musikern Leo Abrahams (bereits an "Everything That Happens.." beteiligt) und Jon Hopkins unter anderem aussortierte Songideen in ein Album gepresst, z.B. zu "The Lovely Bones". Auch wenn der Sound des Albums einem roten Faden folgt, wirkt das Ganze irgendwie zerfahren auf mich.

Fazit: einige Songs auf Small Craft sind wirklich schön und atmosphärisch, wie z.B. "Lesser Heaven", "Slow Ice" oder Old Moon". Die schnelleren Pop-Nummern, allen voran das aufdringliche "Bone Jump", sind allerdings ein Fremdkörper. Das Album wirkt eher wie eine B-Seiten-Sammlung oder allenfalls wie ein Soundtrack. Daher nur 3 Sterne.


Philly '76 (2CD)
Philly '76 (2CD)
Preis: EUR 14,99

23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse Performance, ungeschnitten!, 24. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Philly '76 (2CD) (Audio CD)
Live-Material von Frank Zappa erschien oft als Mix auf "Studioalben" oder findet sich verstreut auf einem der sechs "You Cant Do This On Stage Anymore"-Scheiben. Konzertaufnahmen hingegen waren oft im Studio nachbearbeitet und geschnitten worden. Es war so eine Sache mit Zappa Live...

"Philly 76", aufgenommen am 29.10.1976 im Spectrum in Philadelphia, ist einer der neu veröffentlichten Exoten. Und was für einer. Sängerin "Lady Bianca" Odin verstärkt die sonst bekannte Bandzusammensetzung dieser Jahre und interpretiert einige Stücke mit ihrer kraftvoll souligen Stimme eindrucksvoll. Durch sie bekommen vor allem die im Orignal eher verhaltenen Vocals von "Dirty Love" und "Advance Romance" eine ganz neue Qualität. Auch ihre improvisierte Gesangseinlage im (sonst mit 19 Minuten etwas zu lang geratenen) "Black Napkins" ist großartig.
Doch nicht nur Odin macht die Platte zu etwas Besonderem. Die Songs sind anders als auf späteren Live-Scheiben nicht zu schnell und routiniert aufgenommen. "City Of Tiny Lights" wirkt geradezu funkig. Sogar "Purple Lagoon", das ich sonst nie so recht mochte, kommt (als Intro und Outro des Konzerts) richtig gut rüber. Die Platte hat kaum musikalische Schwachpunkte, außer vielleicht der "Jodelpassage" gegen Ende von "Dinah-Moeh-Humm". 1976 war immerhin die Zeit, in der Zappa manche Lieder live in zwei Geschwindigkeiten interpretierte. Man muss es mögen ...
Die Gitarrensoli sind auf Philly 76 durchweg klasse, bluesig und akzentuiert. Zappa und die Band sind mit Begeisterung bei der Sache.

Also kurzum, Philly 76 ist nach meinem Geschmack Zappas beste Konzertveröffentlichung und bestimmt auch für manchen stolzen Besitzer von "Zappa In New York" eine Herausforderung. Das Songmaterial stammt überwiegend aus dem Repertoire der 70er und findet sich auf mancher Live-Aufnahme, aber die Darbietung ist wirklich durchgängig stark. Die Tonqualität könnte nicht besser sein.
Der Preis der Veröffentlichung, vor allem des Vinyls, ist mehr als selbstbewusst. Wer sich für die Investition entscheidet, wird es nicht bereuen.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 7, 2015 7:54 PM CET


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