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Rezensionen verfasst von
Dachblick

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Knack - [PlayStation 4]
Knack - [PlayStation 4]
Wird angeboten von Preferito, Preise inkl. MwSt.
Preis: EUR 25,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spaß für die ganze Familie, 10. Oktober 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Knack - [PlayStation 4] (Videospiel)
Mittlerweile ist das Spiel fast drei Jahre alt und ich habe es mir erst vor kurzem gekauft. Ich muss zugeben, die schlechten Kritiken der einschlägigen Zeitschriften und Internetportale hatten mich bisher abgeschreckt. Aber da das Spiel mittlerweile im Preis stark gefallen ist, bin ich davon ausgegangen, dass ich nicht viel falsch machen kann.
Ich muss sagen, ich bin von dem Game positiv überrascht worden. Selten hat meine Meinung zu einem Spiel so stark von der Bewertung der Kritiker abgewichen wie bei Knack. Ich kann mir die schlechten Kritiken nur schwer erklären. Vielleicht wurde das Spiel überwiegend von Kritikern gespielt, die eine andere Art Spiel erwartet haben? Die mit dem Genre nicht viel anfangen konnten? Denn es ist ein familientaugliches Spiel, wie es für die Playstation eher untypisch ist. Es handelt sich um eine Mischung aus Action-Adventure und Jump and Run. Vielleicht wäre das Spiel auf einer Nintendo-Konsole besser und fairer von der Kritik aufgenommen worden.
Da hier schon viel über das Spiel geschrieben wurde, möchte ich den Schwerpunkt auf häufig genannte Kritikpunkte setzen.
Da wäre zunächst die Story. Sie ist vielleicht nicht die orignellste, aber liebevoll in Szene gesetzt. Und es gelingt ihr allemal, den Spieler bei Laune zu halten. Ich halte sie sogar für eine Stärke des Spiels. Denn gerade im Jump und Run Genre wird leider kaum noch eine richtige Geschichte erzählt. Das ist bei Knack anders. Und wenn man sich einmal in ein Kind hineinversetzt, beinhaltet sie vieles, was Kinderherzen höher schlagen lässt. Dieser Aspekt wurde in den Kritiken fast nie gewürdigt. Aber auch ein Erwachsener kann sich in die Story und die Welt hineinfallen lassen. Wie bei einem guten Pixar-Film fühlt sich Jung und Alt gut unterhalten.
Häufig wurden auch die Schlauchlevel kritisiert. Ja, die Welt ist linear aufgebaut. Ja, es handelt sich um Schlauchlevel. Aber berechtigt das schon zu Abzügen in der Wertung? Entscheidend ist doch, dass die Level abwechslungsreich gestaltet sind und immer wieder neue Gameplay-Elemente eingebaut worden sind. Auch die Erzählstruktur der Story profitiert durch das lineare Leveldesign. Und auch hier ist anzumerken, dass das Spiel auch für Kinder gedacht ist. In einer zu offenen Welt besteht schnell das Risiko, dass jüngere Kinder die Orientierung verlieren. Bei der Kritik sollte man meiner Meinung nach die Altersspannweite der Zielgruppe nicht aus dem Auge verlieren.
Auch die Kritik an den Checkpoints kann ich nicht nachvollziehen. Sie sind immer fair gesetzt. Man wird nie weit zurück gesetzt und erreicht schnell wieder den Punkt des virtuellen Ablebens. Sind mittlerweile viele Spieler so verweichlicht, dass sie für das Sterben des Spielcharakters gar nicht mehr bestraft werden wollen? Dann kann man ja gleich einen Unsterblichkeitsmodus spielen. Normalerweise wird man bei Knack nicht weiter als eine Spielminute zurückgesetzt. Oftmals sogar nur wenige Sekunden. Wenn das schon zuviel ist...
Nintendo-Spieler werden beispielsweise oftmals viel härter für das virtuelle Ableben der Spielfigur bestraft.
In diesem Zusammenhang wurde auch oft kritisiert, dass Knack nicht viel einstecken kann und bei besonders starken Gegnern manchmal (kommt aber selten vor) bereits nach einem Schlag das Zeitige segnet.
Es gibt drei Schwierigkeitsstufen. Wer möglichst wenig Herausforderung möchte, kann auf leicht spielen. Bereits auf „Normal“ wird das Spiel fordernder aber nicht unfair. Aber mit ein bisschen Taktik und Geschickt lassen sich die meisten Passagen schnell bewältigen. Aber zum Glück nicht alle. Jedes gute Spiel braucht auch mal Stellen, die man erst mit einigen Versuchen und Üben schafft. Schließlich möchte man ja auch ab und zu ein Erfolgserlebnis genießen, wenn man eine schwere Passage endlich überwunden hat. Vielleicht sollte sich der ein oder andere Kritiker mal „Donkey Kong: Country Returns“ zu Gemüte führen. Das ist ein Spiel, dessen Schwierigkeit einen in den Wahnsinn treiben kann. Und trotzdem schaffen es selbst Achtjährige, den Abspann zu Gesicht zu bekommen. Vorausgesetzt sie haben Spaß daran, sich in das Spiel hinein zu knien. Im Vergleich zu Jump and Runs aus dem Hause Nintendo ist das Spiel eher als leicht einzustufen.
Mit Knack bekommt der Spieler einen familientauglichen Genremix mit intuitiver Bedienung. Die Motivation bleibt beim Spielen durchgehend hoch. Die Grafik und das Leveldesign sind hübsch und abwechslungsreich. Der Action-Faktor bleibt immer hoch. Und besonders Spaß macht es, wenn man mit Knack in King Kong Größe durch ein Trolldorf marschiert, mit Panzern werfen darf und Häuser mit einem Schlag zertrümmern kann.
Ich würde mir wünschen, dass das Spiel trotz der vielen schlechten Kritiken fortgesetzt wird. Einen zweiten Teil würde ich jedenfalls gerne Spielen. Und meine zwei Kinder auch.


s.Oliver BLACK LABEL Damen Langarmshirt 11.311.31.4444, Gr. 36, Mehrfarbig (99B7)
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5.0 von 5 Sternen Tolles Shirt, 10. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wie immer bei s. Oliver gute Qualität und passt wie erwartet. Gute Mischung aus schick und sportlich. Kann ich nur weiterempfehlen!


Sonic Free Riders Figur voll beweglich mit Skateboard zum abnehmen [UK Import]
Sonic Free Riders Figur voll beweglich mit Skateboard zum abnehmen [UK Import]

5.0 von 5 Sternen Tolle Figur!, 20. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Figur ist wirklich toll, super-beweglich und jeden Cent wert!
Das einzige, was auch schon einmal angemerkt wurde, ist dass die Sonnenbrille ziemlich schwierig zu befestigen ist.
Aber ansonsten: Top!


Lieblingsfarben Und Tiere
Lieblingsfarben Und Tiere
Preis: EUR 13,49

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Etwas weiter ist der Weg zum Genuss, 4. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lieblingsfarben Und Tiere (Audio CD)
Manchmal ist es gut, eine Rezension nicht zu schnell zu schreiben. Hätte ich meine Wertung nach den ersten drei Durchhörungen abgegeben, wären maximal zwei Sterne dabei heraus gekommen.

Doch beim vierten Durchlauf der CD entfalteten plötzlich doch einige Lieder den wohlbekannten EoC-Zauber. Mittlerweile möchte ich zumindest vier Lieder nicht mehr missen. Namentlich: Lieblingsfarben und Tiere", Liebe ist kälter als der Tod", Dunkle Wolke" und Dieselben Sterne". Letzteres Lied besticht durch einen sehr traurigen Text, der über die Melodie des Refrains eine versöhnliche Note erhält. Klasse.

Die anderen Lieder gehen bisher aber leider an mir vorbei. Sie plätschern vor sich hin und langweilen mich. Musikalisch ebenso wie textlich. Da möchte das Lyrische Ich" sogar seinen rechten Arm für ein Lächeln von ihr geben. Und dabei weiß Regener doch eigentlich ganz genau, dass auch die kleine Geste zählt :-) .

Musikalisch bleibt alles beim bekannten. Das hat aber sicherlich auch niemand anders erwartet. Allenfalls die Mariachi-Elemente hat man so bei Element of Crime noch nicht gehört.

EoC-Fans können das Album bedenkenlos kaufen. Sie werden durchaus das ein oder andere Lied finden, auf das sie nicht mehr verzichten möchten. Und das ist doch schon mal was. Aber ich kann mir nur schwer vorstellen, dass es das Album bei vielen Fans unter die Top 3 der Lieblings-EoC-Alben schaffen wird.

Wer einen Einstieg zu der Musik von Element of Crime sucht, sollte also lieber zu früheren Werken greifen. Zum Beispiel Weißes Papier" oder Mittelpunkt der Welt".

Ich vergebe vier Sterne, obwohl das Werk mehr schwache als gute Songs beinhaltet. Die guten Songs sind mir die Sterne und den Kaufpreis aber wert.


The Blue Mask
The Blue Mask
Preis: EUR 5,99

2 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Meisterwerk?, 3. April 2014
Rezension bezieht sich auf: The Blue Mask (Audio CD)
Ich fange zunächst einmal mit dem Positiven an.

Lou Reed hat sich auf dem Album komplett den musikalisch Trends der 80er verweigert und ein Werk vorgelegt, dass ganz bestimmt nicht auf einen kommerziellen Erfolg ausgerichtet ist.

Mit dem Song „Waves of Fear“ findet sich auch ein richtig guter Song auf dem Album.

Mehr positives habe ich aber leider nicht hinzuzufügen. Es erschließt sich mir beim besten Willen nicht, wieso „The Blue Mask“ häufig als Meisterwerk bezeichnet wird.

Das Album ist bestückt mit vielen langsamen Songs und wenigen härteren Nummern. Gerade die Balladen zeugen leider von erschreckender musikalischer Einfallslosigkeit. Sie lassen alles vermissen, was die ruhigeren Stücke auf solch genialen Werken wie „Transformer“ oder „Berlin“ ausgemacht haben.
Hinzu kommt noch, dass Reed einen merkwürdig weinerlichen Gesangsstil angenommen hat, der zumindest mich nervt. Besonders deutlich zu hören bei dem Lied „The Day John Kennedy Died“.

Gerne wird „The Blue Mask“ als eine Art Wendepunkt bezeichnet. Nach zwei, drei schwächeren Veröffentlichungen soll dieses Album so etwas wie ein künstlerisches Comeback darstellen. Sehe ich leider anders. Für mich ist „The Blue Mask“ das bis zu diesem Zeitpunkt schwächste Werk von Lou Reed.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 9, 2017 9:37 AM CET


Raw Power (Legacy Edition)
Raw Power (Legacy Edition)
Wird angeboten von PressPlay
Preis: EUR 7,81

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahrlich Raw Power, 18. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Raw Power (Legacy Edition) (Audio CD)
„Raw Power“ - Zweifellos ein Album, das längst zur Legende geworden ist. Und mit jedem Jahrzehnt, welches seit seinem Erscheinen vergangen ist, scheint die Legende größer zu werden.

Und womit? Mit Recht!

Jeder Liebhaber von dreckiger, unbändiger Hard Rock- und/oder Punkmusik wird dieses Werk lieben. Es ist zu ultimativ um altern zu können. Der Albumtitel fasst hier wirklich zusammen, was man auf dem Tonträger zu hören bekommt.

Aber ich möchte darauf hinweisen, das es mindestens drei Fassungen zu diesem Album gibt.

Zunächst gibt es die von David Bowie abgemischte Version, in der das Album 1973 ursprünglich erschienen ist. Bowie hatte der eigentlich schon aufgelösten Band einen neuen Plattenvertrag vermittelt und trat als Produzent auf. Die Überlieferung besagt, dass die zunehmend dem Drogenchaos frönenden Stooges eine Abmischung bei Bowie abgeliefert hatten, die Bowie sich so nicht traute, der Plattenfirma zu präsentieren (Das gar nicht mal so kleine Produktionsbudget war wohl nicht heraus hörbar). Also mischte Bowie das vorgefundene Material neu ab. Dies führte dazu, dass David Bowie häufig vorgeworfen wurde, dass er den radikalen Ursprungs-Sound glattgebügelt hätte. So drastisch kann jedoch seine Überarbeitung nicht gewesen sein, schließlich ist es ja eben diese Abmischung, die so viele Bands später beeinflusst hatte. Es ist zumindest die klanglich beste Version, in der die einzelnen Instrumente am deutlichsten heraus hörbar sind. Und sie ist noch immer gnadenlos Raw Power.

Ende der Neunziger hat Iggy Pop selbst noch einmal an dem Material Hand angelegt. Ganz offensichtlich mit der Absicht, die Raw Power ins absolute Maximum zu steigern. Er hat die Regler tief in den roten Bereich hochgedreht und im Grunde die Aufnahme völlig übersteuert. Dabei hat er wahrscheinlich ganz neben bei auch den „loudness-war“ im Handstreich gewonnen.
Klingt zwar negativ, aber das Ergebnis rockt trotzdem. Ein wirklicher Schädelsprenger-Mix.

Die dritte Version ist auf dem Label Bomp records erschienen und – aufgepasst! - nennt sich „Rough Power“.
Bomp records hat hier verschiedene Song-Versionen zusammengetragen, die das Original-Material vor der Bowie-Bearbeitung sein sollen. Vom Klang her kann das auch gut sein. Klingt schon sehr nach Garage und wenig nach Studio. Auch diese Versionen sind gut. Aber die zuvor genannten Abmischungen finde ich besser.

Nun zur Wertung:

Bowie-Mix: 5 Sterne

Iggy-Mix: 5 Sterne

Rough Power: 5 Sterne

Ich persönlich brauche alle drei Versionen. Wer sich aber erst mal nur eine Version zulegen will, dem empfehle ich, mit dem Bowie-Mix zu starten. Die nennt sich „Raw Power (Legacy Edition)“ und beinhaltet zwei CD's. Das Album Raw Power auf Disc 1 und ein Konzert aus dem Jahr 1973 auf Disc 2.


Super Mario 3D World - [Nintendo Wii U]
Super Mario 3D World - [Nintendo Wii U]
Wird angeboten von positivtopspeed
Preis: EUR 35,50

4.0 von 5 Sternen Gelungene Fortführung einer Spiel-Legende, 5. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eins vorweg: Super Mario 3D World ist am ehesten eine 3D-Variante der Super Mario Bros.-Reihe und sollte daher nicht mit Super Mario Galaxy oder Super Mario Sunshine etc. verglichen werden.

Mir persönlich gefällt das Spiel besser als die 2D-Titel.

Stärken:

Sehr umfangreich. Ich bin jetzt in der letzten Welt angekommen und habe bisher über 80 Stunden gespielt, da ich alle Level zu 100 Prozent abschließe. Ich gehe davon aus, dass mich die letzte Welt auch noch mal die ein oder andere Stunde beschäftigen wird.

Stetig ansteigender Schwierigkeitsgrad. Die ersten Welten sind sehr leicht. Zunächst gibt es nur wenige Levels, die einen geübten Spieler fordern. Dies ist vor allem für jüngere Kinder schön, da auch sie alle Feen befreien können. Zur Not gibt es noch ein Unverwundbarkeits-Item, dass als Hilfe genutzt werden kann. Dies verhindert jedoch nicht den „Tod“ durch Absturz.
In den frei gespielten Zusatzwelten wird es jedoch zunehmend knackig. Die letzten zwei Welten werden bei dem ein oder anderen erheblichen Frust hervorrufen. Wer das Spiel mit hundert Prozent abschließt, kann mit Fug und Recht von sich behaupten, etwas schwieriges vollbracht zu haben.

Das Spielt sprüht vor liebevollen Details und schön gestalteten Levels. Ich empfehle, dass ein oder andere Wesen mal mit Hilfe des Touchscreen zu streicheln :-)

Alle spielbaren Figuren haben spürbare Vorteile, so dass es sich lohnt zu überlegen, welchen Stern man mit welchem Charakter am besten holt.

Nach jedem Level wird gespeichert!!! Das dies bei den Super Mario Bros.-Titeln nicht wirklich möglich ist, hat mich immer gestört.

Schwächen:

Es gibt keine Dialoge oder erzählende Zwischensequenzen. Das hat den Vorteil, dass auch kleinere Kinder der minimalistischen „Handlung“ folgen können, ohne das ihnen jemand die Texte vorlesen muss. Jedoch entsteht dadurch keine wirkliche Beziehung zu den Figuren. Die zu rettenden Feen bleiben einem egal. Und es macht einfach mehr Spaß Bowser zu besiegen, wenn er einen vorher großmäulig beschimpft hat. Letztlich gibt es nur eine Aneinanderreihung von Levels ohne einen erzählenden Zusammenhang. Das ist zwar typisch für die Reihe, aber es stört mich gewaltig.

Das Spiel ist darauf ausgelegt, dass man die Levels im Rahmen eines Zeitlimit mehrfach durchspielt. Das ist auch motivierend gestaltet. Jedoch sind die einzelnen Levels auf Grund dieses Spielprinzips recht kurz. Ich hätte mir aber größere Welten gewünscht, die ohne Zeitdruck erforscht werden können.

Fazit: Klare Kaufempfehlung. Das Spiel ist sehr gut ausbalanciert und im Grunde für jeden geeignet. Durch den sich steigernden Schwierigkeitsgrad ist es für den Gelegenheitsspieler genauso geeignet wie für den nach Herausforderungen suchenden Zocker. Allerdings hätte etwas mehr Story bzw. Dialoge das Spiel vollends abgerundet.


Ready to Die
Ready to Die
Preis: EUR 15,99

13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lässig, 28. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ready to Die (Audio CD)
10 Lieder auf knapp 35 Minuten verteilt.
Wer das Unbedingte und Unbändige der ersten drei Stooges-Alben erwartet, wird erwartungsgemäß enttäuscht. Auch die Punk-Musik wird nicht neu definiert. Und ein neuer Klassiker wie "I Got A Right" oder "Search & Destroy" gibt es auch nicht.

Und es kommt noch schlimmer: Es gibt ein bis zwei schwächere Songs auf dem Album.

Schlimme Sache, wirklich.

Das ist so schlimm, dass man ganz schnell vor lauter eingeplanter Enttäuschung glatt überhören kann, dass das Album extrem lässig geworden ist. Im Gegensatz zu dem ersten Reunion-Album "Weirdness", das verkrampft versucht an vergangene Glanzzeiten anzuknüpfen, kommt das neue Album sehr entspannt daher. Musikalisch erinnert es ein wenig an Iggy`s Alben "New Values" und "Soldier". Auch ist Iggy`s Gesang diesmal nicht wie bei "Weirdness" in den Hintergrund gemischt worden. Iggy präsentiert seine Stimme ungefiltert. Sie klingt so alt wie sie ist. Nackt, ohne technische Schminke. Genau wie er seinen Körper präsentiert. Und sie klingt verdammt cool.

Die alten Männer zeigen sich tiefen entspannt und beweisen, dass coolness von Innen kommt. Und sie präsentieren diese coolness in Songs wie "Beat That Guy", "Gun" oder "Burn".
Wer "Ready to Die" kauft, erhält eine halbe Stunde geile Musik, wie sie so keine andere Band machen könnte. Nicht jeder wird damit etwas anfangen können, aber die, die einen Zugang finden, werden viel Spass haben.


Teufelszeug: Roman
Teufelszeug: Roman
von Joe Hill
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Originell, aber nicht perfekt., 2. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Teufelszeug: Roman (Taschenbuch)
Bei Büchern besteht immer die Gefahr, dass man bei einer Rezension zu viel von der Handlung erzählt und deshalb den interessierten Leser Spannung klaut. Deshalb halte ich mich kurz.

Zunächst: Alle Vergleiche mit Stephen King sind unangebracht, da Hill einen ganz eigenen Stil hat. Das Buch besticht durch eine sehr originelle Grundidee, die im ersten Drittel des Buches grandios umgesetzt wird. Hätte Hill das Niveau über den ganzen Roman gehalten, wäre es zweifellos ein Kultbuch geworden. Wie hier aber schon mehrfach erwähnt wurde, verliert das Werk zunehmend an Fahrt und kommt erst am Schluss wieder in die Gänge. Einiges hätte man pointierter schreiben können.

Dennoch ist Teufelszeug eine interessantere Neuveröffentlichung im Bereich des Horrors der letzten Jahre, weil Hill nicht auf den Zug der temporeichen Ultra-Brutalo-Schocker aufspringt. Sein Roman ist komplexer und dürfte den ein oder anderen überfordern. Das spiegelt sich dann auch in so mach einer Ein-Sterne-Wertung wieder.

Wer neugierig auf ein etwas anderes Horror-Buch ist, dass mit einer originellen Idee punkten kann und völlig auf einen strahlenden Helden verzichtet, sollte sich den Roman ruhig zur Hand nehmen.


The Next Day  (Deluxe Edition)
The Next Day (Deluxe Edition)
Preis: EUR 5,99

16 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Fluch, 12. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Next Day (Deluxe Edition) (Audio CD)
Es war im Jahr 1980 nach Christus Geburt. Ein damals schon sehr angesehener aber nicht mehr ganz so junger Musiker Namens David Bowie veröffentlichte ein Album, welches er „Scary Monsters“ nannte. Und wie das so ist, wenn man sich mit Monstern umgibt, löste er damit einen Fluch aus.
Zunächst jedoch blieb der Fluch unentdeckt. Der Mann mit den 1000 Gesichtern wendete sich zum Schrecken vieler der kommerziellen Musik zu und sah sich ein Jahrzehnt lang die Charts von oben an. Hit folgte auf Hit. Dann wurde es ihm langweilig. Er wollte kein Star mehr sein und wusste auch sonst nicht genau, was er sein wollte. Also gründete er eine Band Namens Tin Machine. Auch das fanden viele nicht so schön. Aber diese Phase war nur kurz und Bowie wurde wieder Single. Und ab diesem Moment zeigte der Fluch seine ganze Kraft. Wann immer nun Bowie ein neues Album veröffentlicht, muss er sich von seinen Fans auf Ewigkeit anhören, dass das neue Werk das beste seit „Scary Monsters“ ist (Man möge mir die Pauschalisierung als Mittel der verdeutlichenden Zuspitzung verzeihen). Bei großer Euphorie wird auch mal die Formulierung gewählt: Genauso gut wie „Scary Monsters“. Seltener: „Sogar besser als Scary Monsters“. Die Kritiker, vor allem das Feuilleton, hingegen stellten stets fest: „Dem Album fehlt die Relevanz früherer Werke. Sein letztes Werk von Relevanz ist Scary Monster gewesen.“ Denn Bowie hat gleich mehrere relevante Alben veröffentlicht. Darunter versteht man kurz gefasst solche Werke, die andere Musiker beeinflussen und somit Einfluss auf die Musikgeschichte nehmen. Und Bowie muss nun immer Relevant sein. Obwohl es den meisten anderen Musikern nicht mal vergönnt ist, auch nur ein einziges relevantes Album zu schreiben.
Und nun Veröffentlicht Bowie nach zehn Jahren Pause wieder ein Album. Und was macht der Fluch? Die Fans erkennen sein bestes Album seit „Scary Monsters“. Doch bei den Kritikern scheint der Fluch zunächst durchbrochen. Angerührt durch das nicht mehr erwartete Comeback wird jede gehauchte Silbe der Vorabsingle zum Geniestreich. Jedes Bild des dazugehörigen Videos wird gehuldigt. Das Ende des Fluchs? Nein, kaum ist das Album veröffentlicht, stellt man dann doch wieder fest: „Es hat nicht mehr die Relevanz wie Scary Monsters“
Auch ich glaube nicht, dass sich zukünftige Bands, deren Mitglieder heute noch nicht geboren sind, nach Songtiteln dieses Albums benennen werden.
Bowie nimmt sich sein eigenes Gesamtwerk vor und fügt ihm neue Songs hinzu. Aus allen Epochen findet sich etwas. Der Clou an dem Album ist, dass man die einzelnen Songs verschiedenen Alben (auch den Relevanten) einfach hinzufügen könnte, und sie würden sich würdig einfügen. „You Feel So Lonely You Could Die“ passt zu „Ziggy Stardust“, „The Next Day“ zu „Lodger“, „Valentine's Day“ zu „Aladdin Sane“ usw.
Sie wären zwar nicht die stärksten Stücke, aber man würde sie doch immer mal wieder gerne hören. Und damit hat mir Bowie mit „The Next Day“ mehr gegeben, als ich es für möglich gehalten habe. Das Album ist schlicht gut, und es werden dieses Jahr mit Sicherheit nicht viele Alben veröffentlicht, die besser sind.
Fans werden zudem ihre Freude daran haben, innerhalb der einzelnen Songs die zahlreichen Zitate von früheren Liedern zu suchen und zuzuordnen.
Falls David Bowie kein weiteres Album veröffentlicht, wäre „The Next Day“ ein würdiger Schlusspunkt einer großen Karriere.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 13, 2013 12:06 PM CET


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