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Rezensionen verfasst von
Kalligor

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Pistol Politics
Pistol Politics
Preis: EUR 21,84

5.0 von 5 Sternen The black Panther returns, 29. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pistol Politics (Audio CD)
Mein Verhältnis zu Paris als Rapper war über lange Zeit äußerst zwiegespalten. Als er 1990 sein Debütalbum „The Devil made me do it“ veröffentlichte, war ich begeistert. Das Album bestach durch starken Conscious Rap ala Public Enemy, das ganze über dumpf düstere Drum Maschine Beats gepaart mit starken Scratch Einlagen performed – genau mein Ding, klasse. Knapp 2 Jahre Später veröffentlichte Paris „Sleeping with the Enemy“ welches thematisch teils noch radikalere Texte beinhaltete, musikalisch aber nicht mehr nur von Basslines, Samples und Scratches getragen wurde. Auch dieses Album hinterließ, alleine schon wegen seine genialen Openers, einen guten Eindruck, war in seinem Gesamtkonzept aber zumindest musikalisch nicht mehr so zielstrebig wie das Debüt. 1994 folgte dann mit „Guerilla Funk“ mein persönlicher Tiefpunkt. Auch wenn man anhand der Rezensionen entnehmen kann das viele Fans das Album gleichermaßen oder sogar noch mehr feierten, konnte ich persönlich mit dem Album von Anfang an wenig anfangen. Dem musikalischen Trend folgend driftete die musikalische Untermalung des Albums deutlich in den Funk / G-Funk Bereich und ließ nahezu jegliche Aggressivität vermissen – kein ausreichender Nährboden für ein Polit-Rap-Album.. Es folgten Jahre in denen ich Paris Alben keinerlei Beachtung mehr schenkte und erst viele Jahre nach der eigentlichen Veröffentlichung von „Sonic Jihad“ (2003) und „Acid Reflex“ (2008) stolperte ich im Zuge meiner Recherche nach Alben meiner alten Helden auch über die Paris Alben und griff auf Grund der guten Rezensionen zu. Auch diese Alben rissen mich nicht wirklich vom Hocker. Die aggressiven schonungslosen Lyriks waren noch immer da, die musikalische Untermalung konnte diese Aggressivität jedoch nur bedingt transportieren – die Alben dümpelten in meiner eigenen Werteskala im durchschnittlichen Bereich immer wieder gespickt mit dem ein oder anderen Highlight Track. Im Zuge meiner Support Real Hip Hop Kampagne habe ich den Kauf jedoch keinesfalls bereut. Nun geschlagene 7 Jahre nach der Veröffentlichung seines letzten Studio Albums steht nun „Pistol Politics“ wieder ein Paris Album in den Läden und erneut entflammt die Hoffnung das der Black Panther mich wieder von den Socken hauen wird...

Zum Album: Zunächst fällt das Veröffentlichungsdatum 11. September ins Auge. Als nächstes Highlight fällt auf das der gute alte Paris seine Auszeit scheinbar genutzt hat um Material zu sammeln und seine Fans sogar mit einem Doppel-Album mit sage und schreibe 27 Tracks zu beglücken – stark. CD einlegen, Startknopf und schon schallt einem mit „Lethal Warning Shot“ Hip Hop in seiner Reinkultur entgegen. Aggressive dumpfe Beats die die Boxen zum bangen bringen, starke Rhythem Scratches, genial arrangierte Pistol Shots und Noise Samples und im Outro eine kleine Zeitreise zu „P.E. No.1“ - Respekt einer der besten Tracks der neueren Zeit. Dazu noch aussagekräftige zeitgemäße Concious Lyrik- Hip Hop so wie er sein sollte - ganz stark! Leider bleibt Paris diesem „Brechstangen Hip Hop“ zumindest musikalisch nicht über das gesamte Album treu – wenn ich ehrlich bin wäre dies aber auch nicht mehr zeitgemäß, hätte mich persönlich zwar sehr gefreut, aber erwartet habe ich das nicht wirklich. Dennoch – und das ist für mich das erfreulichste an dem Album – neben den gewohnt starken Texten, welche mich mit ihrer brisant aktuellen Thematik (ein Umstand den ich den Mannen um Chuck D bei Ihrer 2015er Veröffentlichung noch vorgeworfen habe) äußerst angesprochen haben, schafft es Paris mit „Pistol Politcs“ auch endlich wieder mich nahezu über das gesamte Album auch musikalisch anzusprechen. Neben dem bereits erwähnten „Lethal Warning Shot“ enthält das Album mit „Buck, buck, Pass“ „Pistol Politics" und „Call Signs“ weitere Highlights die fast schon wie „The Devil made me do it 2015“ klingen - ein gutes Gefühl, leider in der heutigen Zeit eher die Ausnahme als die Regel und daher um so erfreulicher. Und auch die etwas ruhigeren Songs wie etwa "True Music" oder "Brown Eyes" verzetteln sich musikalisch nicht und fügen sich wunderbar in das Gesamtkonzept des Albums ein. 25 Jahre nach seinem Debüt liefert Paris endlich einen würdigen Nachfolger ab und läßt mich mit dem selben guten Gefühl zurück das ich hatte, als ich "the Devil made me do it" das erste mal auf meinen Plattenteller legt. Welcome back Black Panther of Rap - now I know I missed you!

Fazit: „Pistol Politcs“ ist für mich das beste Paris Album seit seinem Debüt Kracher. Paris hat es endlich wieder geschafft mich nicht nur textlich sondern auch musikalisch zu fesseln. Das Gesamtkonzept des Albums stimmt, aktuelle lyrische Aufarbeitung wie ich es von Paris erwartet habe, dieses mal jedoch gepaart mit einer ganz starken musikalischen Performance, bis auf ganz wenige Ausnahmen sind auf diesem Album wirklich alle Songs überdurchschnittlich, teilweise sogar beängstigend gut arrangiert. Für meine Bewertung hat mich das Album allerdings vor ein echtes Problem gestellt. Eigentlich ist für mich „The Devil made me do it“ das beste Paris Album, dieses habe ich jedoch nur mit 4 Sternen + bewertet, stammt allerdings auch aus einer Zeit in der richtig gute Hip Hop Alben noch an der Tagesordnung waren. Da „Pistol Politics“ diesem wirklich nur um Nuancen nachsteht und wir im Jahr 2015 leider nicht mehr so üppig mit wirklich guten Hip Hop Alben abseits des Mainstreams gesegnet sind, wäre alles andere als 5 Sterne hier nicht gerechtfertigt. - auch wenn dies das Album in meiner Wertung nun über "The Devil" stellt. Starkes Album, uneingeschränkte Kaufempfehlung! Leute die auf guten alten Concouis Hip Hop stehen sollten hier unbedingt zugreifen – Support real Hip Hop kaufen!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 16, 2016 10:00 AM MEST


Man Plans God Laughs
Man Plans God Laughs
Preis: EUR 20,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen P.E. Voice and Power - turn it up louder, 31. Juli 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Man Plans God Laughs (Audio CD)
Mit "MAN PLANS GOD LAUGHS" melden sich die Altmeister des Conscious Rap knapp 3 Jahre nach der Veröffentlichung Ihres letzten Albums zurück. Für mich als alten Fanboy ist es immer wieder etwas besonderes ein neues Album meiner persönlichen Lieblingsgruppe in den Händen zu halten und eine gewisse Vorfreude auf den Moment wenn dann endlich die ersten Klänge aus der Box schallen lassen sich nicht absprechen. ..

Zum Album: Zunächst einmal fällt auf, das das Album mit 11 Tracks zwar eine nicht üppige, aber normale Trackliste beinhaltet, die Playtime mit knapp 28 Minuten jedoch ungewöhnlich kurz ist - die meisten Songs bewegen sich dabei bei einer Spielzeit von knapp über zwei Minuten. Nicht die einzige Überraschung des Albums, doch dazu später im folgenden Text mehr.

Als Opener des Albums fungiert der Song "No Sympathy from the Devil". Der Song gefällt mir persönlich sehr gut, wartet aber bereits mit den ersten Überraschungen auf. Zum einen steuert James Bomb - seines Zeichens Mitglied der S1Ws - hier erstmals einige Zeilen zu einem PE Album bei, zum anderen und für mich noch überraschender ist jedoch die musikalische Umsetzung des Songs, welcher völlig untypisch für bisherige PE Veröffentlichungen sehr "elektronisch" rüberkommt. Es folgt mit "Me to we" der einzige Song des Albums in dem Chuck und Flav gemeinsam einige Zeilen zum besten geben und gleichzeitig rückt der Song einen alten Bekannten wieder ins Rampenlicht. "At the Count of three I want you to tell me the Name of my DJ - 1-2-3 TERMINATOR X" Ja der Original DJ der Band gibt ein kurzes Comeback an den Reglern und steuert ein typisches Outro bei. - nice! Als Track Nummer 3 folgt mit dem Titelsong "Man plans God laughs" mein persönliches Highlight des gesamten Albums. Ein dumpfer, aggressiv-schneller Beat gespickt mit kleineren Noise Elementen und dazu Chuck D in seiner unvergleichlichen Art am Mic - Hammer! Nach dem kurzen aber heftigen Ausflug in "Uptempo Gefilde" dominiert auf "Give Peace a Damn" abermals das elektronische Grundgerüst des Albums und wird entsprechend von Drum Maschine Beats und Synthesizer Klängen dominiert, hier allerdings noch in einer durchaus annehmbaren weise. Der folgende Track "Those that know, know who" stößt in die selbe musikalische Umsetzung vor, für meinen Geschmack nimmt der Synthesizer Gebrauch hier jedoch schon leicht unangenehme Züge an. Als kurze Verschnaufpause präsentieren uns die "Rolling Stones des RAP" mit "Hony talks rules" ihre eigene Version des Klassikers der Rolling Stones und stoßen dabei in bisher unbekannte Blues/Country Regionen vor - obwohl mir dieser Musikstil üblicherweise nicht so sehr liegt, finde ich den Song dennoch sehr gelungen, gerade während einer längeren Autofahrt eine nette Abwechslung. "Mine again" beinhaltet abermals mehrere Textpassagen von James Bomb und wartet mit einem eingängigen "Westcoast Beat" auf. Es folgt "Lost in Space" einem Song dem ich sehr zwiegespalten gegenüber stehe. Eigentlich bin ich ja ein Verfechter der "Bring the Noise Tracks" von Public Enemy, haben (neben dem kontroversen Rapstil) doch gerade die musikalische Kreativität, die musikalische Vielfalt der verarbeiteten Klänge und die oftmals abenteuerliche Zusammenstellung des ohrenbetäubenden Soundgewitters mich zu einem treuen Anhänger von Public Enemy gemacht, so liegt der "Industrielle" Ansatz dieses Noise Tracks jedoch nicht auf dem Niveau das ich von PE gewohnt bin. Mit dem dumpfen Basslauf von "Corplantationopoly" kehrt das Album dann schlussendlich auch wieder zu den bekannten G-Wiz Klängen zurück - ein gutes Gefühl wieder zu Hause zu sein. Anmerken möchte hierzu noch das Track Nummer 9 den auf neueren Alben turnusmäßig vertretenen Rap Part von Professor Griff beinhaltet, welcher in meinen Augen jedoch sowohl stimmlich, als auch melodisch abermals nicht neben Chuck Ds Präsenz bestehen kann. Beschwingt geht es mit "Earthizen" weiter - auch dieser Song passt wieder hervorragend zum Public Enemy Konzept und hier darf dann auch endlich DJ Lord seine Künste unter Beweis stellen - stilistisch sehr gut von TX zu unterscheiden. Mit dem Instrumental "Praise the Loud" - einer wilden Scratch und Cut Orgie von DJ Lord, welche in Ihrer Intensität und dem übermäßigen Gebrauch alter PE Sprachsamples an die ebenfalls hervorragenden Instrumentals aus "It takes..." erinnert geht das Album leider nach nicht ganz 28 Minuten schon wieder zu ende. Schade!

Fazit: Das neue P.E. Album ist sehr gut gelungen. Es enthält einige herausragende Tracks und hebt sich noch immer deutlich aus der Masse der typischen Hip Hop Veröffentlichungen hervor. Dennoch muß ich persönlich einige Kritikpunkte anbringen. Zum einen wäre da für mich die Playtime, welche mit nicht einmal einer halben Stunde deutlich zu kurz ist. Des weiteren hat mich der ungewöhnliche Einsatz von Synthesizern aus meiner "P.E. typischen Komfortzone" herausgezogen - ich möchte nicht sagen das diese Tracks jetzt generell schlecht sind, jedoch hören sie sich für mich nunmal nicht nach P.E. an. Public Enemy standen bisher für eine bestimmte Art von Musik, diesen Weg haben Sie für mich in Teilen mit "Man plans God laughs" erstmals verlassen, auch wenn das vielleicht komisch klingt, so hinterlässt dies, zumindest im Moment, einen leicht faden Beigeschmack. Als letzten "Kritikpunkt" (auch wenn dieser nich tin die Bewertung an sich einfließt) möchte ich an dieser die thematische Auswahl anbringen. Gerade im Angesicht der "Black Lives matter" - Kontroverse hatte ich von DER politischen Rap Gruppe - dem Black CNN - einfach mehr aggressive Aufarbeitung erwartet als ein kurzes Laufband Statement auf dem Album Cover.

Von mir gibt es daher solide vier Sterne, das Album beinhaltet einige wirklich gute Stücke, der teilweise dominante Einsatz von Synthesizern paßt für mich jedoch nicht zu meinem persönlichen Public Enemy Gefühl und lassen auch durch die Fanbrille gesehen daher keine 5 Sterne Bewertung zu, das wäre den anderen von mir mit 5 Sternebewerteten P.E. Alben nicht gerecht geworden.

Gutes Album, für P.E. Fans sowieso ein muß, für die alten Hasen in jedem Fall einen Kauf wert!

P.S. Für alle diejenigen an denen es ggf. vorbei gegangen ist, hört Euch in jedem Fall mal das Projekt Jahi P.e.2.0 Album an, eine Neuiterpretaion alter P.E. Songs - sehr zu empfehlen!!!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 9, 2015 2:41 PM MEST


Were All in the Same Gang (US Import)
Were All in the Same Gang (US Import)
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 17,39

1.0 von 5 Sternen Starker Track - schwaches Album, 30. April 2015
Als Reaktion auf den Tot von Scott LaRock und die zunehmende Gewalttätigkeit im Umfeld von Rap-Konzerten gründete KRS One das "Stop the Violence Movement" in dem sich vor allem Ostküsten Rapper musikalisch zusammen schlossen um gegen die ausufernde Gewalt mobil zu machen. Dem nicht nachstehen wollend wurde ein ähnliches Projekt - eben besagtes WeŽre all in the same Gang - von vornehmlich Westcoast Rappern ins Leben gerufen. Dazu wurde unter der Federführung von Dr. Dre ein Musikstück produziert, in dem praktisch alle West Coast Größen der damaligen Zeit ein paar Zeilen beisteuerten. Dieser Track wurde dann zusammen mit noch knapp einem Dutzend Songs völlig unbekannter Nachwuchskünstler zusammen auf ein Album gepackt und heraus kam diese Compelation. Viel zu sagen bleibt dazu eigentlich nicht. Bis auf den Titeltrack sind die enthaltenen Songs praktisch alle Müll und wurden von mir seit dem Kauf kein einziges mal mehr angespielt. Der Titeltrack hat es allerdings in sich. Eine Dre Produktion gespickt mit nahezu allen Größen der Westside was kann da schon schief gehen? Die Lyrics sind fett, der Beat ebenso und durch die vielen verschiedenen Künstler die oft nur drei vier Zeilen zum besten geben, erhält das Stück einen ganz besonderen Flair.

Mein Fazit: Der Titeltrack ist spitze und taucht bei mir immer mal wieder auf irgendwelchen Mixes auf, den Rest des Albums kann man jedoch ungehört in die Tonne schmeißen, daher für das Gesamtkonzept auch nur 1 Stern.


Planet Earth- Rock and Roll Hall of Fame by Public Enemy (2013) Audio CD
Planet Earth- Rock and Roll Hall of Fame by Public Enemy (2013) Audio CD

3.0 von 5 Sternen Dem Anlaß entsprechend ungenügend, 14. Januar 2015
Pünktlich zur Aufnahme von Public Enemy in die „Rock n Roll Hall of Fame“ am 18. April 2013 wurde "Planet Earth“ als "Best of-Album" veröffentlicht. - Anmerkung des Verfassers: Ob man als Fan – welcher in der Regel die auf einem Best of Album veröffentlichten Songs ehe schon alle auf der ein oder anderen CD zur Verfügung hat -, nun braucht oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen und ist auch nicht Gegenstand meiner Bewertung.

Zurück zum Thema: Zunächst einmal bleibt für mich festzustellen das der Schachzug ein Best of Album zusammen mit dieser für die Band historischen, wenngleich in meinen Augen mehr als verdienten Ehrung herauszubringen für sich gesehen schon mal eine gute Idee und cleverer Marketing Schachzug ist. Das ganze wird mit einer Abwandlung des berühmten „Fear of a black Planet“ Cover auch sehr schön in Szene gesetzt und spricht den alten Fanboy in mir direkt einmal an. Das öffnen der CD bringt auch schon das nächste Highlight zum Vorschein. Das beiliegende CD-Booklet ist ebenfalls sehr schön gestaltet und gleichzeitig mit Timeline, Zitaten und weiteren Facts rund um die Band gespickt - viele Informationen und Rückblendungen für Fans, nett. Des weiteren fällt auf das auf dem Album nicht nur Tracks der "Goldenen Ära Def Jam Alben" vorhanden sind, sondern auch einige neuere und gerade was "Harder than you Think" mehr als verdiente Tracks enthalten sind, ebenfalls nett. Soweit so gut, leider war es das dann, in meinen Augen, auch schon mit den positiven Highlights zu diesem Album.

Meine Kritikpunkte:
1. Wenn man zu dem durchaus bedeutsamen Anlaß der Aufnahme in die Rock n Roll Hall of Fame schon ein Album herausbringt, sollte man sich durchaus die Mühe machen auch ein dem Anlaß entsprechendes Album auf den Markt zu bringen. Public Enemy haben Ihrer langen Karriere unzählige, teilweise herausragende und für das Grene richtungsweisende Alben auf den Markt gebracht, wieso schafft man dem ganzen dann nicht einen würdigen Rahmen beispielsweise mit einer Doppel-CD. Stattdessen bringt man eine gerade mal 62 Minuten lange CD mit insgesamt 13 Tracks auf den Markt und nutzt bei der Fülle an verfügbarem Material noch nicht mal eine CD voll aus!?

2. Songauswahl - sicherlich ist es gerade bei Public Enemy äußerst schwer eine Best of CD zu erstellen die allen gerecht werden, dennoch finde ich es eine Frechheit, wenn man bei der ohnehin schon bescheidenen Song Auswahl auch noch 2 Songs doppelt nimmt - egal wie gut oder schlecht diese sind - hier muß man einfach auf verschiedene Tracks zurückgreifen und nicht auch noch Songs doppelt belegen, während zahllose Klassiker gar nicht vertreten sind. Auch wenn die Gewichtung natürlich rein subjektiv gestaltet werden kann ist es für mich jedoch unverständlich warum das vielleicht bahnbrechendste Hip Hop Album aller Zeiten "It takes a Nation of Millions to hold uns back" mit gerade mal einem Song deutlich underrated ist. Wo sind die Klassiker wie "Rebel without a Pause", "Bring the Noise", "Night of the living Baseheads" , oder ähnliche. Warum wurden fast 20 Minuten Playtime ungenutzt verstreichen lassen?

3. Ein weiterer schwerwiegender Punkt is tin meinen Augen, dass man - aus welchen Gründen auch immer -, hier nicht die Original Album Versionen genommen hat, sondern abgewandelte Versionen. Es handelt sich hier nicht um irgendwelche Remixe, sondern Abwandlungen der Originale. Die Veränderung ist mal subtil, mal springt sie einen förmlich an und sorgen beim zuhören immer wieder für ein "ungutes Gefühl" wenn musikalische oder raptechnische Passagen einfach "falsch" klingen. Warum man das Album mit diesen Veränderungen rausgebracht hat entzieht sich mir, für mich persönlich ist es jedoch ein deutlicher Kritikpunkt, weil man nicht das erhält was man eigentlich erwartet - wenn ich die CD im Auto höre fehlt mir ganz klar das typische Public Enemy Feeling...

Fazit: Mein erster Kritikpunkt nur eine CD bezieht sich vorwiegend auf meine Erwartungshaltung bezüglich einer Scheibe zu diesem besonderen Anlaß und hat damit keinen, oder nur einen kleinen Einfluß auf meine Bewertung, schließlich kaufe ich das Album ja mit den ausgewiesenen Songs, weiß also was mich erwartet. Mein zweiter Kritikpunkt Songauswahl und verschenkte Playtime sind zwar zum einen subjektiv und auch hier könnte man anmerken man weiß ja was man bekommt, dennoch finde ich das man bei der Fülle an verfügbaren Songs weder Playtime verschwenden, noch Songs doppelt verwenden sollte, dieser wird fließt folglich mit einem Punktabzug in meine Bewertung ein. Am schwerwiegendsten ist für meinen Geschmack jedoch das die verwendeten Songs nicht den originalen entsprechen und beim zuhören doch zumindest stark irritieren, wenn nicht sogar das Hörerlebnis äußerst negativ beeinflussen - das geht in meinen Augen gar nicht! Meine Bewertung lauter daher: Original Songs 5 Sterne – Album mit viel Wohlwollen gerade noch 3 Sterne.


It Takes a Nation of Millions to Hold Us Back
It Takes a Nation of Millions to Hold Us Back
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mic in one Hand, other Hand Fist up - Public Enemy, 13. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zunächst einmal möchte ich festhalten, daß sich nachfolgende Bewertung NICHT als Rezension des herausragenden Albums "It takes a nation of Millions to hold us back" gedacht ist - interessierte Leser verweise ich an dieser Stelle auf meine Rezension "Quantensprung des Hip Hop Biz" unter dem entsprechenden Artikel -, sondern sich vielmehr der Version dieses Albums, namentlich die DELUXE EDITION widmet!

Das erste Mal erstand ich "It takes a Nation..." 1988. Damals noch als LP - CD waren zu dieser Zeit noch nicht gang und gebe und als Schüler konnte man sich diese neue Technik nicht unbedingt direkt leisten. Als ich knapp ein Jahr später dann endlich meinen ersten CD Spieler mein eigen nannte, mußte dieses hervorragende Album natürlich auch als CD in meine Sammlung. Jahre später erschien das Album abermals, dieses mal als Digital Remasterte Version, und so wanderte die dritte abermals qualitativ aufgewertete Version des Albums in meinen CD Schrank. Jetzt, 26 Jahre nachdem ich meine erste "Version " des Albums käuflich erworben hatte, liegt nun also die Deluxe Version vor mir und zeigt damit deutlich meine Verbundenheit mit Public Enemy zum einem und "It takes a Nation of Millions to hold us back" im besonderen. Doch genug der Vorworte, kommen wir zum eigentlichen Thema.

Was erwartet einen in der Deluxe Version?

1. Nun zunächst einmal natürlich das für meinen persönlichen Geschmack bahnbrechendste Hip Hop Album aller Zeiten. 5 Sterne für alle weiteren Details verweise ich wie schon angedeutet auf meine Rezension zu dem Album selbst.

2. Als Zugabe erhält man außerdem eine weitere CD welche insgesamt 13 weitere Songs, oder sagen wir Remixe/Versionen beinhaltet. Ehe ich näher auf diese Songs eingehe möchte ich an dieser Stelle noch anmerken, das Track Nr. 11 "B-Side wins again" und Track Nr. 13 "Fight the Power" in dem Sinne eigentlich nichts auf dieser Scheibe verloren haben sollten, da beide erst auf dem folgenden Album "Fear of a black Planet" veröffentlicht wurden. Unter den verbliebenen 11 Tracks finden sich 7 Instrumentals - teilweise auch als Remix Versionen-, 2 A Cappella Stücke und 2 Remixe. Ob einem Instrumentals, Remixe oder A Cappella Versionen jetzt Zusagen, oder nicht, muß natürlich jeder für sich selbst entscheiden, ich muß allerdings zugeben, das ich mir von der Bonus CD schon ein wenig mehr erhofft hatte.

3. Das Highlight, neben dem eigentlichen Album selbst natürlich, findet sich jedoch auf Disc 3. Das bis dato nur als VHS Kassette erhältliche "Public Enemy - Fight the Power Live" wurde hier endlich als DVD angehängt. Ein Moment auf den ich eine halbe Ewigkeit gewartet habe wurde endlich war. Für mich als Fan der ersten Stunde war es ein Herzenswunsch meine persönlichen Helden endlich mal auf einem Ihrer legendären Konzerte Ende der 80iger Jahre zu sehen. Persönlich war es mir erst 1994 vergönnt Public Enemy live zu sehen und das einzige auf DVD erhältliche Zeugnis dieser Zeit war die DVD "Countdown to Armageddon" (siehe auch meine Rezension dort)- ein Mitschnitt der 1987iger Def Jam Invasion Tour in London, welcher sowohl in Bild, als auch Tonqualität sehr zu wünschen übrig ließ, von mir aber dennoch schon x mal gesehen wurde. Auf dieser DVD erhält man nun 9 Live Mitschnitte eines P.E. Konzerts Ende der 80iger gespickt mit kleineren P.E.-TV Videoeinspielungen, sowie als weiteres Highlight die Musikvideos zu "Fight the Power", "Night of the living Baseheads" und "Black Steel in the Hour of Chaos". Auch diesen Aufnahmen merkt man natürlich Ihr Alter durchaus an, die Qualität ist aber in Ordnung und um Welten besser als bei "Countdown..." - gleiches gilt hier glücklicherweise auch für den musikalischen Part. Jetzt endlich nach all den Jahren habe ich endlich das was ich haben wollte und das in für mein persönliches Empfinden annehmbarer Qualität - DANKE!

Fazit: Das Album (CD 1) ist natürlich der Hammer, hatte ich aber schon (drei mal). Der Bonus (CD2) ist eine nette Beigabe, rechtfertigt für mich - und hier möchte ich betonen das dies natürlich nur meine subjektive Meinung ist - den Kauf der Deluxe Version jedoch noch nicht. Die DVD (CD3) ist dann aber einfach nur der Hammer, das was ich schon so lange gesucht habe halte ich nun endlich in den Händen. Von meiner Seite trotz der etwas enttäuschenden Bonus CD 5 Sterne, ein Klasse Album das man ruhig 2 (oder mehrmals) in seiner Sammlung haben kann, dazu eine DVD die jedem Fan sicherlich einiges zu bieten hat und das ganze dann noch abgerundet mit einer Bonus CD die zwar keine echten Highlights enthält, das Paket aber gut abrundet. Ich bereue den Kauf mit Sicherheit nicht und kann das Gesamtpaket alleine schon wegen der enthaltenen DVD empfehlen, ich würde die Deluxe Edition schon alleine deswegen jederzeit wieder kaufen. ..


Singles N
Singles N

5.0 von 5 Sternen P.E. Voice and Power - turn it up louder, 12. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Singles N (Audio CD)
Public Enemy Singles n Remixes 1987 - 1992. Wie der Name schon suggeriert handelt es sich hier augenscheinlich um eine Zusammenstellung der Single Auskopplungen der ersten vier Public Enemy Alben der Jahre 1987 bis 1992. Da es sich bei den ersten vier Alben allesamt um herausragende Klassiker der Hip Hop Szene und gleichzeitig zeitlose Alben in hervorragender Qualität handelt, macht eine derartige Zusammenstellung in meinen Augen schon mal Sinn. Klar man kann jetzt sagen es handelt sich quasi um ein "Best of"-Album der goldenen Zeit, bei einem "Best of" liegt es aber immer im Auge des Betrachters welche Tracks er für diese Zusammenstellung gewählt hätte. Mit einer Veröffentlichung der Single Auskopplungen umgeht man dieses Problem und schlägt quasi auch noch zwei Fliegen mit einer Klappe. Man packt die bekanntesten Songs - und das sind ja in der Regel die Single Auskopplungen - auf ein Album und spart sich zugleich noch die subjektive Zusammenstellung der Songs in dem man sich einfach an die Veröffentlichungen des Künstlers hält.

Zum Album selbst: Da das Album tatsächlich in chronologischer Reihenfolge aufgenommen wurde (auch dieses kleine Detail gefällt mir bei der Aufnahme ausgesprochen gut), startet das Album folgerichtig mit der ersten Single die Public Enemy jemals veröffentlicht hat "Public Enemy No.1" gefolgt von der zweiten Single-Auskopplung des ersten Albums "You're gonna get yours". Es folgen mit "Rebel without a Pause", "Bring the Noise", "Don't belive the Hype", "Night of the living Baseheads" und "Black Steel in the Hour of Chaos" insgesamt fünf Singles aus meinem absoluten Lieblingsalbum "It takes a Nation of Millions to hold us back". Anmerken möchte ich an dieser Stelle das es sich bei "Bring the Noise" und "Night of the..." um Remixe - ja darum heißt das Album ja "Singles n Remixes" - und nicht die Original Versionen handelt. Es folgen die wahrscheinlich bekanntesten Public Enemy Songs"Fight the Power", "Welcome to the Terrordome", "911 is a Joke", "Brothers gonna work it out" und "Can't do nuttin` for ya Man" allesamt dem Album "Fear of a black Planet" entnommen. Anmerkung: Auch hier wurden für "Brothers gonna..." und "Can't do nuttin`..." jeweils Mixe verwendet. Abgerundet wird die Platte mit drei Veröffentlichungen des letzten P.E. Albums der goldenen Zeit, namentlich "Bring tha Noize (Anthrax)", "Can't trust it" und "Shut em down" - wenn man die zweite Version von "Bring the Noise" auch als Remix wertet alle drei nicht in der Original Version aufgenommen.

Die Idee hinter dem Album finde ich schon mal nicht schlecht, die tatsächlichen Single Auskopplungen quasi als "Best of Album" zu veröffentlichen ist mal ein netter Ansatz. Ob man nicht lieber alle Songs als Original für das Album hätte nehmen sollen, oder ob die Remixe Sinn machen, muß letztendlich jeder für sich selbst entscheiden. Für meinen Geschmack sind die hier verwendeten Versionen nicht schlecht, teilweise sogar gut gemacht, andererseits handelt es sich bei den Originalen um Klassiker welche einen Mix nicht wirklich nötig gehabt hätten. Tja man hört halt andere Soundsequenzen was für sich schon mal interessant ist, sehnt sich aber hin und wieder auch schon nach dem Original. Weiterhin möchte ich anmerken das das Album leider nicht vollständig ist. Wenn ich mich recht entsinne wurde von "Fear of a Black Planet" noch die Single "Burn Hollywood burn" veröffentlicht - zumindest an das zugehörige Video erinnere ich mich noch sehr gut - und ich bin mir sicher das von "Apocalypse 91..." der Song "Nighttrain" als Single herausgebracht wurde, gleiches gilt nach meiner Erinnerung auch für "By the Time I get to Arizona". Da der Titel des Albums suggeriert das es sich um eine Zusammenstellung aller Singles dieser Jahre handelt, hätten diese meines Erachtens auch auf dem Album vertreten sein müssen - wobei die Playtime einer CD natürlich begrenzt ist...

Fazit: Durch die chronologische Reihenfolge der Songs eine hervorragende Zeitreise durch die Entwicklungsgeschichte meiner absoluten Lieblingsband und damit auch eine Zeitreise in meine persönliche Vergangenheit im goldenen Zeitalter des Hip Hop - schön. Klar ich hätte mir das Album mit genau diesen Songs (allerdings nur als Originale), in genau dieser Reihenfolge auch ohne weiteres selber zusammenstellen können, doch zum einen ist eine gebrannte CD immer etwas anders als ein Original mit Cover, Textbuch, ect. und zum anderen wäre ich wahrscheinlich gar nicht auf die Idee gekommen eine Single-CD von P.E. zu machen. Von meiner Seite gibt es knappe fünf Sterne für ein Album was die Singles der vier besten Alben dieser herausragenden Band in sich vereint. Ob man sich mit den enthaltenen Remixen arrangieren kann oder nicht muß jeder für sich selbst entscheiden, da das Album im Titel jedoch auch auf die enthaltenen Remixe hinweist, konnte ich mich nicht dazu hinreißen lassen dies mit einem Punkt Abzug zu "bestrafen", auch wenn die Remixqualität nicht immer an Originale heranreicht. Unter weiterer Berücksichtigung das in meinen Augen zwei Tracks zur Komplettierung des Albums fehlen reicht es im Abschluß zu knappen 5 Sternen, auch wenn die Qualität und Anordnung der Songauswahl an sich von mir mit 6 Sternen bewertet würde.

Schlußbemerkung: Obwohl ich die hier enthaltenen Songs teilweise schon mehrere hundert mal gehört habe, kann ich die Scheibe jederzeit wieder einlegen, genießen und muß nicht einen einzigen Titel skippen. Das ist für mich die wahre Qualität der ersten Public Enemy Alben. Der ungewöhnliche Produktionsstil, dessen Soundarrengements quasi einem Drehbuch entsprachen gepaart mit den dynamischen Lyriks hat eine musikalische Qualität geschaffen seinesgleichen ihresgleichen suchen. Hängen einem die meisten neueren Produktionen selbst wenn Sie einem anfangs noch so gut gefallen haben nach einigen dutzend Durchläufen zum Hals heraus, kann ich die ersten vier P.E. Alben in Dauerschleife hören und trotzdem werden die Songs nie langweilig - diese Songs begleiten mich quasi seit meiner Jugend und dafür bin ich den Mannen um Chuck D sehr dankbar.


Gazing at the Moonlight
Gazing at the Moonlight
Preis: EUR 19,15

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen This is my Mic and these are my Words, 10. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gazing at the Moonlight (Audio CD)
Gazing at the Moonlight" das beeindruckende Debüt Album von Marcus Jamal Hopson - besser bekannt unter seinem Künsternamen Hopsin. Das Album wurde am 27. Oktober 2009 und damit erst über ein Jahr nach Veröffentlichung der ersten Single Auskopplung Pawns in the Kitchen" über Ruthless Records veröffentlicht und zeigt damit auch schon warum es Hopsins einziges Album auf dem berühmten Los Angeles Hip Hop Label blieb - doch dazu später mehr.

Zum Album selbst: Zunächst hat es mich beeindruckt das sich Hopsin auf seinem Debüt eigenverantwortlich für Texte, Produktion und Aufnahme - quasi also für alle Elemente der Platte - zeigt. Des weiteren finden sich auf dem Album keine Features irgendwelcher Pop oder Rap Größen, oder eben die musikalische Hilfe bekannter Produzenten um das Album zu promoten und einer breiten Masse bekannt zu machen. Nein hier kommt ein gerade mal 23 jähriger Rapper aus Los Angeles um die Ecke und liefert einfach mal so ein qualitativ hochwertiges eigenständiges Album ab - Respekt! Was erwartet einen auf diesem Album? Nun wie bereits angedeutet ein erstklassiges Hip Hop und ich meine hier ausdrücklich Hip Hop Album und nicht die popüberlasteten Auswüchse die heutzutage oftmals als Hip Hop verkauft werden. Gazing at the Moonlight" bietet ein vielschichtiges Album mit starken Texten, einem breiten Repertoire an aufgegriffenen Themen inkl. dem ein oder anderen Diss und trifft hervorragend den Zahn der Zeit - war Anfang der 90iger Crack ein beliebtes Thema in den einschlägigen Rap Songs, widmet sich Hopsin hier Crystal als neue Drogen-Geißel, um nur ein Beispiel zu nennen, und das mit einem wirklich starken Text. Die musikalische Untermalung der Songs ist größtenteils hervorragend gelungen und gerade unter Berücksichtigung das es sich hier um ein eigenverantwortliches Debüt eines Newcomers handelt ziehe ich hier ausdrücklich meinen Hut. Noch besser gelungen sind jedoch die Texte des Albums, welche ausnahmslos hervorragend geschrieben, mal auf humorvolle, mal auf ernste Weise vorgetragen sind und in Ihrer Aussage für sich stehen. Das macht Spaß beim zuhören und zeigt das es auch in der neueren Zeit immer noch MCs gibt die eine Message an dem Mann bringen wollen und nicht irgendwelche hirnlosen Phrasen ins Mikrofon spitten.

Um so erstaunlicher ist es für mich das Ruthless Records Hopsins Talent - diesen Rohdiamanten - scheinbar vollkommen verkannt hat. Warum man trotz des beeindruckendes Debüts, der gezeigten Leistung den Künstler quasi in keinster weise unterstützt und damit aus dem bestehenden Vertrag vergrault hat ist für mich nicht nachzuvollziehen und ich wage mal zu orakeln das dies mittlerweile vielleicht auch dem Label aufgefallen sein wird.

Fazit: Erstklassiges Debüt! Bis auf ein maximal zwei kleinere Ausreißer - die zwar nicht wirklich schlecht sind, aber eben auch nicht so gut wie die restlichen Tracks, von vorne bis hinten hervorragend. Starke, aussagekräftige Texte mit einem ordentlichen Flow und über passende Beats performed - für mich ist das Album ein echtes Highlight.

Für meine Bewertung habe ich lange zwischen 4+ und 5 Sternen geschwankt, habe mich dann jedoch dazu entschieden eines der besten echten Hip Hop Debüt Alben der neueren Zeit dann doch mit 5 Sternen zu bewerten. Support real Hip Hop - kaufen!

Anmerken möchte ich an dieser Stelle noch, dass man die beiden folgenden Alben auch keinesfalls auslassen sollte - Hip Hop.


It Takes Two
It Takes Two
Preis: EUR 13,42

4.0 von 5 Sternen It takes two, 1. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: It Takes Two (Audio CD)
„It takes two“ ist das Debüt Album des New Yorker Duos Rob Base & DJ E-Z Rock aus dem Jahre 1988. Das Album war ein großer Erfolg und erreichte mehrfach Platin Status, was vor allem der Mainstream Hit Single-Auskopplung „It takes two“ geschuldet war. „It takes two“ erreichte eine für damalige Zeit außergewöhnlich hohe Frequenz an Playtime sowohl im Radio, als auch auf MTV, was schlussendlich in einer hohen Chartplazierung und ebenfalls mehrfachem Platin Status der Single mündete. „It takes two“ ist dabei vor allem für die Verwendung des „Yeah! Woo!“ Samples bekannt welches in der Folge in unzähligen Hip Hop Tracks aus dieser Zeit und auch noch in zahllosen späteren Veröffentlichungen verwendet wurde . Gleichzeitig wurden weitere Elemente und Passagen des Songs in späteren Veröffentlichungen gesampelt, welches den Song zu einem der meisten gesampelten Hip Hop Tracks ever macht. Ganz nebenbei ist „It takes two“ auch noch ein klasse Song, der auch Jahrzehnte nach der Veröffentlichung immer noch Spaß macht und von mir gerne gehört wird. Neben dem Titelsong wurden noch folgende Singles ausgekoppelt: „Joy & Pain“ , sowie der Party/Dancefloor Track „Get on the Dancefloor“ welche beide ebenfalls hohe Chartplatzierungen erreichen konnten. Das Album lebt in meinen Augen vor allem von den Singles „It takes two“ und „Get on the Dancefloor“, welche beide ordentlich in die Beine gingen. Mit "It takes two" erhält man in meinen Augen ein ordentliches aber nicht überragendes Album der späten 80iger - für mich der goldenen Zeit des Hip Hop, als die Szene nur so vor Kreativität sprühte. Das Album lebt vor allem von seinen Single Auskopplungen, bietet aber auch sonst ordentlichen - nicht überragenden - Hip Hop mit Drum Maschine Beats, immer wieder eingeworfenen Scratch Einlagen und Rob Base der pre Gangsta und Pro Black Lyriks an den Mann bringt. Weiterhin erwähnenswert ist das Rob Base & DJ EZ Rock mit Ihrem Album eindeutig eher der Mainstream/Party Fraktion zuzuordnen sind - welche zu dieser Zeit jedoch keineswegs so verpöhnt war wie einige Jahre danach - und auf dem Albumcover auch das damalig noch typische Klischee eines Rappers mit Trainingsanzügen, schweren Goldketten und Ringen bedienten, ja die guten alten Zeiten...

Fazit: 4 Sterne für ein Album mit zumindest einem Klassiker, einigen weiteren Perlen gespickt und im Gesamteindruck guten aber nicht überragenden Album - für Hip Hop Fans die zu dieser Zeit bereits mit der Musik in Berührung kamen durchaus zu empfehlen - hier kann man dann ggf. sogar noch einen halben Stern zurechnen -, für 5 Sterne reicht es aber auch mit dem "Good old Days Bonus" nicht.


Run-Dmc
Run-Dmc
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 13,98

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Damm that DJ made my Day, 4. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Run-Dmc (Audio CD)
Das Debüt Album der New Yorker Rap Formation RUN DMC aus dem Jahre 1984. Obwohl es sich hierbei um die erste Veröffentlichung handelt kam ich erst 1986 mit dem Album in Berührung. Auf Grund meiner Begeisterung für das Album "Raising Hell" aus dem Jahre 1986 - gleichzeitig meine erste weitreichendere Berührung mit Hip Hop - wurde ich im Plattenladen meines Vertrauens auf zwei vorherige Veröffentlichungen von RUN DMC aufmerksam gemacht und nannte so kurze Zeit später auch "RUN DMC" und "King of Rock" mein eigen.

Zum Album selbst: RUN DMC läuten mit Ihrem gleichnamigen Debüt Album eine neue Ära des Rap ein und grenzen sich sowohl musikalisch, als raptechnisch (und nebenbei gesagt auch vom Outfit mit Straßenklamotten, Hüten, und den berühmten Adidas Schuhen) deutlich von vorherigen Hip Hop Werken ab. Das Album ist geprägt von Drum Machine Beats, wenigen Samples und kleineren Scratch einlagen, welche oftmals einen sehr minimalistischen (ohne den negativen Touch den dies vielleicht impliziert) Backround für die von Joseph Simmons und Darryl McDaniel in Ihrer unnachahmlichen weise vorgetragenen Lyriks bietet. Thematisch bewegen sich RUN DMC auf Ihrem Album weg vom Party Rap ala Sugerhill Gang und greifen neben "Storytelling" durchaus auch sozialpolitische Elemente auf, wie beispielsweise in Ihrem vermutlich bekanntesten Song des Albums "It's like that" - welcher vor allem den jüngeren auch durch den Jason Nevis Remix aus dem Jahre 1997 bekannt ist. Der zur damaligen Zeit erfolgreichste Song des Albums ist jedoch "Rock Box", gleichzeitig auch der erste Rap n Roll Song von RUN DMC - die Verschmelzung von Hip Hop und E-Gitarren für die RUN DMC in den kommenden Jahren noch berühmt werden wird. Ebenfalls sehr bekannt ist der Song "Sucker M.C.`s", welcher eigentlich nur als B Seite der Single "Hard Times" konzipiert war, auf Grund seiner Produktion nur bestehend aus einer lauten Drum Machine und wenigen Scratches -, vor allem von den beiden MC's getragen wurde und so für eine völlig neue Art der Performance sorgte. Ebenfalls erwähnen sollte man noch den Song "Jam Master Jay" eine Lobeshymne auf den DJ der Band Jam Master Jay, der hier auch einige sehr gelungene Kostproben seiner Fähigkeiten an den Turntables von sich gibt - immer noch eine Wonne. Obwohl das Album in seiner Ursprungsversion gerade mal 9 Tracks enthielt (im Re-Release auf 13 aufgestockt) und mit einer Playtime von gerade mal 40 Minuten - für diese Zeit allerdings nichts ungewöhnliches für ein Hip Hop Album - auch nicht gerde lang bezeichnet werden kann, kann man das gesamte Werk dennoch als wegweisend für viele Alben die folgen sollten bezeichnen.

Fazit: 4 Sterne. Zum Release Zeitpunkt oder auch noch einige Jahre danach hätte ich das Album mit Sicherheit mit 5 Sternen bewertet, jetzt mit 30 Jahren dazwischen kann ich dem Album auch unter Berücksichtigung seiner richtungsweisenden Qualitäten guten Gewissens "nur noch" mit 4 Sternen + bewerten. Für alle die in den 80igern schon mit Hip Hop in Berührung gekommen und den Übergang von Old zu New School noch miterlebt haben, sind die ersten 4 RUN DMC Alben eh ein muß, für Hip Hop Liebhaber der jüngeren Epoche ist RUN DMC - gerade mit ihren ersten Werken - wahrscheinlich nicht mehr erste Wahl. Ich persönlich kann das Album jedoch nur empfehlen und höre es auch noch immer mal wieder sehr gerne.


Balance
Balance

5.0 von 5 Sternen Hip hop is not dead but it's hardly breathing – bring life back to it, 23. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Balance (Audio CD)
Zu meiner Schande muß ich gestehen, das die Swollen Members viele Jahre an mir völlig vorbei gegangen sind, leider ist die überaus talentierte Combo aus Kanada in Deutschland nahezu unbekannt. Bedauerlich, bieten einem die beiden MCs Madchild & Prevail zusammen mit Ihrem Produzenten Rob the Viking doch erstklassigen Hip Hop und damit meine ich ausdrücklich Hip Hop – heutzutage zumeist als Underground verschrien – also Hip Hop der sich abseits des Mainstreams bewegt, welcher zu meinem Leidwesen für Hip Hop gehalten wird, bei dem es sich jedoch in Wirklichkeit nur um einen von Pop Einflüssen persiflierten Zweig der ehemals so großartigen Hip Hop Kultur handelt. Der geneigte Leser mag mein abschweifen entschuldigen, zurück zum Thema – Obwohl das Debüt der Swollen Members bereits 1999 erschien, muß ich zu meiner Schande und zu meinem eigenen Bedauern gestehen, dass ich erst im letzten Jahr durch eine Amazon Empfehlung auf Grund anderer Platten die ich erstanden habe (ja manchmal funktioniert das tatsächlich), durch Zufall über eine Veröffentlichung der Rap Formation aus Vancouver quasi gestolpert bin. Eine Hörprobe ließ mich aufhorchen und veranlasste mich zu weiteren Recherchen und brachte alsbald fast ein Dutzend Veröffentlichungen zu Tage. Kurze Zeit später lag bereits die erste Platte in meinem Player – selbstverständlich entschied ich mich für das Debüt, eine Entscheidung die ich sicherlich nicht bereut habe…

Zum Album: Tja was erwartet einen auf dieser Scheibe, nun wie man meinem Vorwort bereits entnehmen kann Hip Hop. Genial arrangierte Beats, oftmals ein wenig „düster“ gehalten, dazu immer wieder unterstützende Lead-, oder Rhythmen Scratches, gepaart mit hervorragenden Breaks und Cuts, die einfach nur Spaß machen wenn Sie einem aus den Boxen entgegenschallen. Das ganze wird abgerundet von zwei hervorragend aufeinander eingespielten MCs die noch etwas zu sagen haben., ja man kann sich die Texte tatsächlich anhören ohne zu denken hey was will der einem eigentlich erzählen!? Das Gesamtkonzept paßt einfach und liefert hier ein Album ab, welches erfrischend anders und für die alten Hasen unter den Zuhörern doch irgendwie vertraut klingt - kurz gesagt ein Album das einem weiter an den Fortbestand der Hip Hop Kultur glauben läßt. Was mich dabei jedoch am meisten überrascht, verwundert oder sagen wir einfach beeindruckt hat ist, dass es die Swollen Members auf Ihrem Debüt tatsächlich geschafft haben ein Album auf die Beine zu stellen, das in seiner Gesamtheit überdurchschnittlich, ja in Teilen sogar herausragend geworden ist. Zweidrittel der Songs gefallen mir ausgesprochen gut, teilweise sogar sehr gut und selbst die sechs Songs die meinen persönlichen Geschmack jetzt vielleicht nicht zu 100% treffen, sind allesamt immer noch hörenswert. Ein Umstand der mit bei vielen neueren Hip Hop Alben nur noch selten unter kommt und das bei einem Debüt Album – Respekt!

Fazit: 5 Sterne für ein außergewöhnliches Debüt, auch wenn vielleicht etwas spät bin ich sehr froh noch auf dieses Album gestoßen zu sein und kann es der Hip Hop Gemeinde der „ersten Stunde“ nur ans Herz legen. Sicherlich nicht mein letztes Album der Swollen Members - Support Real Hip Hop – kaufen!


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