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Lieber Lesen

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Der eine Andere
Der eine Andere
von Catharina Clas
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der eine Andere von Catharina Clas, 7. Juli 2016
Rezension bezieht sich auf: Der eine Andere (Taschenbuch)
Emmy ist 17 Jahre jung und bereits längere Zeit mit ihrem Freund Jo zusammen. Nun möchte sie etwas Schwung in die Beziehung bringen und zusammen mit ihm in den Ferien in den Urlaub fahren. Als Jo jedoch ablehnt, weil sein guter Freund Sam in die Stadt kommt, um Bauarbeiten am Grundstück der Familie voran zu treiben, kann Emmy ihre Enttäuschung nur schwer verbergen. Es ist klar, dass Emmy Sam schon vor dem ersten Aufeinandertreffen nicht ausstehen kann, da er alle ihre Pläne durchkreuzt hat. Nach dem ersten Aufeinandertreffen ist Emmy sich sicher, dass sie diesen ungehobelten und unfreundlichen Typen nie leiden können wird. Nur scheint ihr Körper das noch nicht mitbekommen zu haben, denn je häufiger sie ihn sieht, desto stärker und schneller schlägt ihr Herz.

Das Buch „Der eine Andere“ von Catharina Clas fiel mir erstmals aufgrund des gelungenen Covers auf. Die warmen Farbtöne und zwei Personen die im Sand stehen, lassen gleich ein sommerliches Gefühl aufkommen. Auch der Klappentext hat mich direkt angesprochen und so freute ich mich auf eine schöne Liebesgeschichte zum Träumen. Leider konnte mich der Inhalt des Buches dann nicht so überzeugen wie das Äußere. Viele Faktoren trüben das Lesevergnügen und so ließ mich das Buch am Ende etwas genervt zurück.

Der Einstieg in die Geschichte gelingt problemlos. Der Leser wird direkt in das Leben von Emmy katapultiert und lernt auch gleich ihren Freund Jo kennen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu Lesen. Zu Beginn trägt dieser dazu bei, dass man die ersten Kapitel zügig durchlesen kann. Schnell bekam ich jedoch das Gefühl, viel mehr wissen zu wollen als die Autorin preiszugeben bereit war. Die Handlung verlief immer schneller und schneller, sodass ich das Gefühl hatte, gedanklich nicht hinterher zu kommen. Dem Buch fehlte es an Tiefe und viele Themen und Handlungen wurden nur oberflächlich angekratzt. Auch der Wechsel zwischen den Kapiteln wurde schnell sehr ruckartig, da oft große Zeitspannen ausgelassen wurden. Hin und wieder war ich zu Beginn eines Kapitels sehr verwirrt und musste mich erst wieder in die Geschichte hinein finden.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Charaktere des Buches. Besonders möchte ich hierbei auf Emmy, Jo und Sam eingehen. Keiner der drei war mir wirklich sympathisch und ich konnte mich bis zum Ende mit niemandem wirklich identifizieren. Die Oberflächlichkeit der Handlung setzte sich auch bei den Charakteren fort, was das Ganze nicht unbedingt leichter macht.
Emmy ist 17 Jahre alt. Mein erster Eindruck, dass sie kindisch und sehr naiv ist, blieb bis zum Ende des Buches bestehen. Leider nervte sie mich sehr schnell, da sie sich häufig unsicher zeigte und ihre zickige Seite nach Außen kehrt. Sie ist sprunghaft und denkt nicht weiter als bis zur Nasenspitze. Ihren Freund Jo konnte ich direkt zu Beginn nicht leiden. Er verleitet Emmy zum Schulschwänzen und behandelt sie hin und wieder wie ein Kind. Ich musste jedoch irgendwann feststellen, dass der erste Eindruck getäuscht hat und so war er am Ende die Person, die ich noch am meisten leiden konnte. Sam fand ich anfangs wirklich interessant aber auch er entwickelte sich negativ durch seine überhebliche Art. Im Verlauf der Handlung wurde Sam mir immer unsympathischer.

Das Ende des Buches ließ mich zwiegespalten zurück. Die Wendung am Ende ist sehr überraschend und ich hatte absolut nichts davon erwartet. Die Wendung bzw. Überraschung fand ich zwar sehr erfrischend, die Handlung und die Verhaltensweise der Charaktere jedoch fragwürdig.
Insgesamt war das Buch trotz allem schnell lesbar und einige Kleinigkeiten, die am Ende aufgelöst werden empfand ich als sehr witzig. Im Großen und Ganzen lässt mich das Buch aber enttäuscht zurück, so dass ich dem Buch nur knapp drei Sterne geben kann.


Silfur - Die Nacht der silbernen Augen
Silfur - Die Nacht der silbernen Augen
von Nina Blazon
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Silfur - Die Nacht der silbernen Augen von Nina Blazon, 17. Juni 2016
Inhalt:
Tom und Fabio sind Brüder und verbringen die Sommerferien zusammen mit ihren Eltern in Island. Dort lernen sie Elín kennen, ein junges und wildes Mädchen, welches so anders zu sein scheint als andere Kinder in ihrem Alter. Besonders Tom und Elín scheinen sich gut zu verstehen und verbringen viel Zeit gemeinsam. Fabio hingegen scheint sich etwas zurückzuziehen. Begeistert von alten Sagen und den Geschichten über Feen und Elfen, beginnt Fabio mit seiner Suche. Sind es wirklich alles nur Erzählungen oder steckt darin doch vielleicht ein wahrer Kern?

Meine Meinung:
An diesem Buch kam ich natürlich nicht vorbei! „Silfur – Die Nacht der silbernen Augen“ von Nina Blazon spielt in Island, genauer gesagt in Reykjavik und Umgebung. Da ich Island schon sehr häufig bereist habe, bin ich immer hin und weg, wenn Autoren diese wundervolle Insel als Schauplatz für ihre Geschichten auswählen. Ob die Autorin Island selbst bereist hat, oder alle Informationen recherchiert hat weiß ich nicht. Auf jeden Fall hat Nina Blazon die Stadt und alle anderen Schauplätze perfekt dargestellt und die vorherrschende Stimmung unglaublich gut eingefangen und dem Leser vermittelt.

Für mich ist dieses Buch das perfekte Kinderbuch. Island als Kulisse bietet natürlich genug Sagen und Mythen für einen ganzen Raum voller Bücher. Weiterhin versteht es die Autorin ungemein gut, Stimmungen in Wörter zu verpacken und eine tolle Leseatmosphäre zu schaffen. Neben diesen Punkten behandelt Nina Blazon Probleme, die stellvertretend für viele Probleme von Kindern und auch Jugendlichen stehen. Sehr geschickt werden diese angesprochen und im Buch thematisiert. Auch wenn die Probleme natürlich nicht im Vordergrund stehen, sind sie immer präsent und der Umgang mit ihnen sowie die Herangehensweise, welche im Buch gewählt wurde, zeigt den jungen Lesern, wie wichtig es ist über solche Angelegenheiten zu sprechen und sie zu überwinden.

Fabio ist der ältere und ruhigere der beiden Brüder. Tom ist jünger, aber dafür viel lebhafter und sehr begeisterungsfähig. Als Elín, der kleine Wirbelwind, hinzu kommt, fühlt sich Fabio fehl am Platz und beginnt sich mit isländischen Sagen zu beschäftigen, was ihn sehr interessiert. Alle drei sind sehr verschieden, aber liebenswert auf eine einzigartige Weise. Besonders hat es mir Elín angetan. Ihre verrückte Art und verquere Weise zu denken lässt sie ständig irgendwo in der Welt anecken. Auch wenn es ihr nicht leicht fällt, versucht sie immer wieder ihren Platz im Leben zu finden. Die Familien von den Brüdern und Elín lernt man auch kennen und alle sind herzensgute Menschen, die nur das Beste für ihre Kinder wollen. Die Eltern von Fabio und Tom müssen sich mit einigen Problemen rund um ihre Kinder befassen und lernen, dass sie die beiden nicht vor allem beschützen können. Sehr schön wird durch den Familienzusammenhalt gezeigt, dass Kinder durchaus in der Lage sind über sich hinaus zu wachsen und dass Eltern, trotz aller Probleme auch mal vertrauen müssen.
Es gibt noch weitere Charaktere, auf welche ich jedoch nicht genauer eingehen möchte, um nicht zu viel zu verraten. Alle Personen aus dem Buch waren unglaublich facettenreich und bis ins kleinste Detail ausgearbeitet. Es wird deutlich, wie viel Liebe Nina Blazon in die Ausarbeitung ihrer Charaktere gesteckt hat, was das Buch zu etwas ganz Besonderem macht.

Die Handlung ist von vorne bis hinten perfekt durchdacht und der rote Faden zieht sich durch das gesamte Buch. Alle angesprochenen Punkte ergeben spätestens am Ende des Buches einen Sinn und alle offenen Fragen werden geklärt. Der Schreibstil ist unglaublich angenehmen für ein Kinderbuch und hat mich positiv überrascht. Häufig musste ich Schmunzeln, weil viele Szenen sehr humorvoll geschrieben waren. Eine klare Leseempfehlung von meiner Seite! Chapeau Nina Blazon!


Mein bester letzter Sommer: Roman
Mein bester letzter Sommer: Roman
von Anne Freytag
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Mein bester letzter Sommer von Anne Freytag, 17. Juni 2016
Inhalt:
Jeder denkt, dass er noch Zeit hat. Wer denkt denn schon mit 17 Jahren ans Sterben? In diesem Alter fängt das Leben doch erst so richtig an… Alle Hoffnungen und Träume liegen noch vor einem. Denkt man zumindest. Nichts davon trifft auf Tessa zu. Sie ist erst 17 Jahre alt und hat ihren Tod bereits genau geplant. Die Urne befindet sich bereits in der Anlieferung zu Tessa und ihrer Familie. Auch wenn sie so organisiert wirkt, in ihr sieht es ganz anders aus. Sie ist traurig, wütend und fassungslos. Ihr ganzes bisheriges Leben hat sie auf den einen perfekten Moment gewartet. Sie war immer organisiert, plante alles bis ins Detail, hat jedoch nie richtig gelebt. Wie soll sie sich damit abfinden, dass sie ihren 18. Geburtstag nicht erleben wird? Dann trifft Tessa ganz unverhofft auf Oscar, welcher nicht zurückschreckt und sie ganz langsam aus ihrem Schneckenhaus lockt, um ihren besten letzten Sommer zu erleben.

Meine Meinung:
Bücher mit einer solchen Thematik lese ich sehr selten. Ich beschäftige mich nicht gern mit dem Tod… Denke ungern darüber nach. Aber mal ehrlich: Wer tut das schon gern? Wieso ich bei diesem Buch eine Ausnahme gemacht habe, weiß ich nicht. Hat mich das Cover angezogen? Habe ich auf ein Happy End gehofft? Ich kann es nicht sagen. Als es endlich in meiner Hand lag, habe ich direkt angefangen zu lesen und keine 24h später blätterte ich die letzte Seite um. Das Buch hat mich emotional gepackt wie kein Zweites. Noch jetzt, beim Schreiben der Rezension, kommen alle Emotionen wieder hoch. Das Buch platziert sich definitiv auf Platz zwei meiner persönlichen Bestsellerliste.

„Mein bester letzter Sommer“ von Anne Freytag handelt von Tessa, welche unheilbar krank ist. Ausnahmsweise geht es in diesem Buch einmal nicht um Krebs, was das Lesen für mich etwas leichter gemacht hat. Egal welches Buch man aufschlägt, wenn jemand verstorben ist, dann hatte die Person fast immer Krebs. Nicht so in diesem Buch, was für mich ein großes Plus darstellt. Tessa ist nach ihrer Diagnose, verständlicher Weise, in ein tiefes schwarzes Loch gefallen und lebt einen Tag wie den anderen. Der Leser erlebt zu Beginn des Buches eine wütende und verzweifelte Protagonistin, die mit sich, ihrem bisherigen Leben und ihrer Familie hadert. Ich weiß nicht, wie es Anne Freytag geschafft hat die Emotionen und Gefühle so realistisch und tiefgreifend darzustellen. Ich hatte an jeder Stelle das Gefühl, dass Tessa real ist und ganz genau weiß, wovon sie spricht. Auf Seite 87 (oder war es 84?) bin ich dann das erste Mal komplett in Tränen ausgebrochen.

Der zweite Abschnitt des Buches erschien mir persönlich weniger trist, auch wenn ich an vielen Stellen mit den Tränen gekämpft habe. Oscar tritt in Tessas Leben und zieht sie aus ihrem schwarzen Loch. An dieser Stelle geht alles sehr schnell und bei Büchern mit einer anderen Thematik, hätte ich es vermutlich als unrealistisch empfunden. Vor diesem Hintergrund kann ich gut verstehen, wieso die beiden so schnell eine Verbindung aufbauen. Tessa weiß, dass sie keine Zeit hat und auch Oscar begreift den Ernst der Lage schnell. Der Abschnitt ist insgesamt etwas leichter, wenn natürlich auch nicht durchgehend positiv. Viele Stellen gehen sehr ans Herz, denn die Autorin hat es geschafft viele wunderschöne kleine Momente intensiv darzustellen.

Zu den Charakteren kann ich nichts Negatives sagen. Tessa ist toll, auch wenn sie in manchen Situationen nicht perfekt handelt und zum Teil unnötig zickig wird. Ich mochte sie so wie sie ist und das von Beginn an. Auch Oscar ist wunderbar. Er scheint der perfekte Bilderbuch-Typ zu sein, auch wenn im Verlauf der Handlung klar wird, dass auch er sein Päckchen zu tragen hat. Ich habe einen riesen Respekt vor seiner Rolle in diesem Buch. Tessas Eltern sind vor allem zu Beginn wichtige Charaktere und auch die beiden waren sehr authentisch. Die Dialoge mit ihnen gingen mir besonders ans Herz. Weiterhin spielen Menschen eine Rolle, die Tessa eigentlich gar nicht kennt, die ihr aber oft weiterhelfen. Diese Szenen sind für mich etwas ganz besonderes und ließen mich tief berührt zurück. Alle Charaktere sind mit viel Liebe, Realismus und einem Auge fürs Detail gestaltet. Es gibt keine Person, bei der ich ein anderes Gefühl hatte und auch dieser Punkt macht das Buch so besonders.

Der Schreibstil der Autorin gibt dem Buch den richtigen Klang. Immer schwingt ein Hauch Melancholie mit, welche an genau den richtigen Stellen auch den Leser packt. Ansonsten ist alles sehr flüssig und zahlreiche humorvolle Stellen heitern das Gesamtbild etwas auf.
Für dieses Buch muss ich eine ganz klare Leseempfehlung aussprechen. Anne Freytag hat mich mit ihren Worten tief und nachhaltig berührt. Besonders Tessas tiefgreifende Gedanken brachten mich zum Nachdenken. Lebe ich mein Leben so wie ich es tun sollte? Keiner weiß wie viel Zeit einem noch bleibt und daher sollte man jeden Tag so leben, als wäre es der persönliche beste letzte Sommer. Ich ziehe meinen Hut vor Anne Freytag.


Dark Elements 2 - Eiskalte Sehnsucht
Dark Elements 2 - Eiskalte Sehnsucht
von Jennifer L. Armentrout
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,90

5.0 von 5 Sternen Dark Elements 2: Eiskalte Sehnsucht von Jennifer L. Armentrout, 6. April 2016
Inhalt:
Roth ist weg, verschluckt von einem Loch im Boden in Lylas alter Turnhalle, welches direkt ins Fegefeuer führt. Die Leere die er hinterlassen hat ist groß und nur Zayne kann helfen diese etwas auszufüllen, auch wenn er dieses Loch nicht gänzlich schließen kann. Ihre Familie benimmt sich immer seltsamer und Layla hat das Gefühl, dass niemand außer Zayne ihr noch glaubt und vertraut. Als komische und unerklärliche Dinge um sie herum geschehen, fragt sie sich, ob sie selbst dafür verantwortlich ist. Können sich ihre Kräfte weiterentwickeln? Als Roth von einem auf den anderen Moment wieder auf der Bildfläche erscheint, findet er ziemlich klare Worte, die nicht dafür sorgen, dass Layla sich besser fühlt. Sie muss schnell heraus finden, wer sie eigentlich ist und wem sie noch vertrauen kann … am besten bevor es zu spät ist.

Meine Meinung:
„Eiskalte Sehnsucht“ ist der zweite Teil der Dark Elements Serie von Jennifer L. Armentrout und zwischen dem Ende des ersten Bandes und dem Beginn des zweiten liegen gerade einmal ein paar Tage. Die Autorin verschwendet wenig Zeit mit einem Prolog oder lästigen Rückblicken. Auch wenn der Einstieg ins Buch möglicherweise etwas schwieriger ist, bin ich immer froh wenn ich so wenig Rückblenden wie möglich lesen muss. Schneller als man glaubt ist man wieder Teil der Geschichte und gefesselt von der mitreißenden Achterbahnfahrt, die Jennifer L. Armentrout aufs Papier gezaubert hat.

Der Cliffhanger von Band eins war so groß, dass vermutlich niemand dem zweiten Band wiederstehen kann. Zum Glück wird die Situation schnell aufgelöst, was sich natürlich jeder schon vorher denken konnte. Der größte Unterschied zum ersten Teil ist die Intensität und die Vordergründigkeit der Liebesgeschichte und Dreiecksbeziehung. Schon im ersten Band nahm dies einen großen Teil des Buchs in Anspruch, aber in diesem sprengte sie jeglichen Rahmen. Zayne, Roth … Roth, Zayne … da wird einem ja ganz schwindelig. Funken sprühen, Schmetterlinge fliegen und zwischendurch landet Layla hart auf dem Boden der Tatsachen. Neben dieser etwas überstrapazierten Hormon- und Testosterondröhnung war aber tatsächlich noch Platz für die eigentliche Handlung hinter der Liebesgeschichte. Auch dieses Mal überzeugt diese durch fesselnde und spannende Elemente sowie durch Schnelllebigkeit.

Die Charaktere bleiben im Großen und Ganzen die Gleichen. Zayne und Roth liefern sich das ein oder auch andere Wortgefecht, bleiben aber die Alten. Zayne zeigt dem Leser in diesem Teil sehr viel von dem, was sich in seinem Inneren abspielt. Roth ist einfach Roth … nervtötend und unwiderstehlich. Ich kann leider nicht anders als ihn zu bevorzugen.
Layla macht einen ziemlichen Entwicklungssprung. Was Liebesdinge angeht ist sie immer noch genauso naiv wie im ersten Band. Charakterlich hat sie sich aber sehr verändert im Laufe des Bandes. Sie ist nicht mehr die kleine und unschuldige Layla die sich rumschubsen lässt und allen vertraut.

Jennifer L. Armentrout hat es einmal mehr geschafft Orte und Personen mehr als lebendig erscheinen zu lassen und ich hing beim Lesen quasi an ihren Lippen. Dazu die Dialoge zwischen Zayne und Roth sowie Roth und Layla. Nur die Liebe stand mir in diesem Buch ein wenig zu sehr im Vordergrund und zum Teil musste man die Handlung dazwischen wirklich suchen. Abgesehen davon ist es eine unglaublich gut gelungene und brillante Fortsetzung.


Infernale
Infernale
von Sophie Jordan
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,95

5.0 von 5 Sternen Infernale von Sophie Jordan, 1. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Infernale (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Davy ist mehr als nur ein normaler Teenager. Sie ist außergewöhnlich begabt und überdurchschnittlich talentiert. Die Zukunft scheint ihr offen zu stehen und sie hat bereits die Zusage für ein Elite Collage. Neben all diesen Dingen scheint die Welt immer mehr aus den Fugen zu geraten. Gewalt und Verbrechen sind keine Seltenheit und die Regierung lässt alle Menschen auf das Mördergen HTS testen. Auch Davy wird überprüft und als bei ihr das Gen festgestellt wird, kann sie es nicht glauben. Sie soll ein Risiko für die Menschheit sein? Bereit zu töten? Als ihre Freunde und auch ihre Familie sich von ihr abwenden, bricht für sie eine Welt zusammen. All ihre Träume zerplatzen. Sie muss in eine Schule mit anderen HTS Trägern und wird auf die harte Weise lernen, wie ihr Leben ohne Rechte und in ständiger Angst sein wird. Kann sie allen anderen beweisen, dass sie keine Mörderin ist oder wird sie genau das werden?

Meine Meinung:
Auf das Buch „Infernale“ habe ich mich schon lange vor dem Erscheinen gefreut. Das Thema hat eine hohe Brisanz und erscheint mir als Leser gar nicht so unrealistisch. Daher war ich wirklich gespannt auf die Umsetzung von Sophie Jordan. Zu Beginn dieser Rezension kann ich schon mal sagen, dass das Buch schon jetzt zu meinen Lesehighlights 2016 gehört.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und dadurch bemerkt man gar nicht, wie schnell die Seiten dahin schwinden. Auch der Einstieg in die Handlung wird dem Leser leicht gemacht. Relativ kurz und knackig erfährt man etwas über Davy und ihr Leben. Es dauert jedoch nicht lange bis sie erfährt, dass sie positiv auf das Mördergen getestet wurde und von da an rauscht die Handlung in einem hohen Tempo dahin. Sehr gelungen fand ich, dass zu Beginn eines jeden Kapitels Chats, Pressemitteilungen, Gesprächsausschnitte und andere Dokumente abgedruckt wurden. Diese helfen zu verstehen, was im Hintergrund passiert und den Leser beschleicht jedes Mal eine böse Vorahnung.

Die Protagonistin des Buches ist Davy, welche mir von der ersten Seite an unglaublich sympathisch war. Auch wenn sie ein Wunderkind ist, wirkt sie bescheiden und auf dem Boden geblieben. Sie ist ein freundliches und glückliches Mädchen mit Zielen, Wünschen und Träumen. Dass sie Trägerin des HTS Gens sein soll schockt sie sehr und zu Beginn will sie sich nicht eingestehen, dass das Leben, welches sie kannte nun vorbei ist. Ziemlich schnell muss sie aber feststellen, dass es niemanden mehr gibt, der für sie einstehen würde. Die Realität ist unglaublich hart und leider ist Davy hin und wieder etwas blauäugig, was ihr aber nicht zu verdenken ist.
Sean ist ein weiterer HTS Träger, den Davy in der neuen Schule kennen lernt. Schnell erkennt sie, dass hinter seiner harten Schale mehr stecken muss. Ich mochte ihn von Beginn an sehr gern und trotz seiner grummeligen und kalten Art hat man als Leser Hoffnung, dass mehr in ihm steckt. Leider erfährt man sehr wenig über seine Vergangenheit, aber ich hoffe, dass diese offenen Fragen im nächsten Band geklärt werden.

Das Thema, welches Sophie Jordan in diesem Buch anspricht finde ich gar nicht so unrealistisch. Vielleicht spielt das Buch deshalb bereits im Jahr 2021. Nachdem Davy erfährt, dass sie Trägerin des Gens ist, wird die Stimmung im Buch ziemlich düster. Eine bedrückende Szene jagt die nächste und nur die zarte Liebesgeschichte, die aber im Hintergrund bleibt, erhellt das Dunkel kurzzeitig. Die Stimmung ist die perfekte Untermalung für die Handlung und hatte nicht besser konstruiert werden können. Davy und die anderen werden wirklich schlimm behandelt. Ohne Rechte, Freunde und Zukunftsaussichten werden sie wie Ausgestoßene behandelt. Als Leser begann ich mich zu fragen, ob das Gen die Menschen zu Mördern macht oder ob sie auf Grund der Behandlung durch die Gesellschaft zu welchen werden.

Die Handlung war gut durchdacht und wenn ich das Gefühl hatte ich wüsste bereits was geschehen würde, legte Sophie Jordan oft noch eine Schippe oben drauf. Das Ende kommt ohne fiesen Cliffhanger aus, welchen das Buch aber auch gar nicht nötig hat. Die Geschichte hat mich so in ihren Bann gezogen, dass ich dem Erscheinen des zweiten Bandes sehnsüchtig entgegen fiebere. Ein rundum gelungenes Jugendbuch, welches auch andere Altersgruppen begeistern dürfte.


Obsidian, Band 3: Opal. Schattenglanz
Obsidian, Band 3: Opal. Schattenglanz
von Jennifer L. Armentrout
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

4.0 von 5 Sternen Obsidian 03. Opal. Schattenglanz von Jennifer L. Armentrout, 29. März 2016
Inhalt:
Trotz oder gerade durch die Geschehnisse der vergangenen Zeit, finden Katy und Daemon endlich richtig zueinander. Durch die Rettung von Dawson haben sie jedoch wenig Zeit für einander. Jede Sekunde müssen sie damit rechnen, dass jemand kommt, um Dawson zu holen oder schlimmeres. Ein weiteres Problem stellt Dawson selbst dar. Er ist fest davon überzeugt, Beth so schnell wie möglich aus den Fängen von Daedalus zu befreien und will dabei am liebsten mit dem Kopf durch die Wand. Damit er nichts Unüberlegtes tut, erklären sich Deamon und Katy bereit zu helfen. Sie wollen einen Plan ausarbeiten um Beth zu befreien. Als dann auf einmal Blake wieder in der Schule auftaucht und Katy einen Deal vorschlägt, erwacht ihr Misstrauen erneut. Da sie keine andere Wahl haben, stimmen sie der Zusammenarbeit mit Blake zu, was natürlich nicht ohne Folgen bleiben kann!

Meine Meinung:
Nach dem wirklich gelungenen ersten Band und dem noch viel besseren zweiten, hoffte ich auch bei „Opal. Schattenglanz“ von Jennifer L. Armentrout auf Herzklopfen, Spannung und vor allem auf Überraschungen. Auch wenn das Buch gut war, blieb es leider etwas hinter den ersten beiden Teilen zurück. Für Herzklopfen und Schmetterlinge im Bauch war hinreichend gesorgt, leider fehlte es aber etwas an Spannung und auch der Überraschungseffekt war nicht so ausgeprägt wie bisher gewohnt.

Der Schreibstil von Jennifer L. Armentrout ist nach wie vor äußerst angenehm und ich flog förmlich durch die Handlung. Ich liebe es wenn es zum Schlagabtausch zwischen Deamon und Katy kommt. Ich habe immer das Gefühl, als würde sich die Autorin dabei besonders viel Mühe geben. Auch in diesem Buch feinden sich die beiden an, auch wenn das Ausmaß viel geringer ist. Durch die innige Beziehung der beiden ist dabei jedoch etwas verloren gegangen. Schön fand ich, wie stark die Liebe der beiden ist. Katy ist zwar immer noch sehr viel mit Deamons unglaublichem Aussehen beschäftigt, aber bei Deamon spürt man die tiefe Zuneigung deutlich.

Ansonsten sind Katy und Deamon noch die Alten. Ich mag sie beide sehr und gerade was Deamon angeht… ich bin ihm einfach voll und ganz verfallen.
Dee macht es dem Leser nicht leicht. Nach dem Verlust von Adam schottet sie sich vollkommen ab und lässt niemanden durch ihre Schale dringen. Besonders Katy bekommt das zu spüren, sodass die Freundschaft der beiden immer weiter zerbricht. Ich muss aber zugeben, dass ich sie wirklich verstehen kann, auch wenn ich ihr Verhalten sehr hart finde.
Dawson lernt der Leser erst in diesem Band besser kennen. Auf der einen Seite schottet er sich ab, besonders gegenüber seiner Familie. Auf der anderen Seite öffnet er sich ein wenig gegenüber Katy. Ich finde ihn als Charakter sehr interessant und mag seine Art.
Eine weitere neue Person ist Luke. Er ist schwer einzuschätzen und so richtig weiß ich noch nicht, wo die Reise mit ihm hin gehen wird. Mein Gefühl ihm gegenüber ist aber eher positiv und ich bin gespannt, ob er auch in den folgenden Bänden eine Rolle spielen wird.
Blake kann ich immer noch nicht leiden und ich glaube nicht, dass es noch einmal besser wird. Auf der einen Seite sagt er Dinge zu Katy, die einem das Herz weich werden lassen und auf der anderen ist er der größte Arsch überhaupt.

Die Handlung ist in diesem Band nicht ganz so fesselnd, wie in den vorherigen. Besonders schwierig fand ich den mittleren Teil, da dieser sich sehr zieht. Es geschieht kaum etwas und ich hatte das Gefühl festzustecken. Der Cilffhanger am Ende des Buches sorgte bei mir dafür, dass ich mir direkt den vierten Band gekauft habe. Trotz allem ist das Ende keine Überraschung, da es in Teilen vorhersehbar und recht einfach gestrickt war.

Auch wenn das Buch der bisher schwächste Band war, lohnt es sich diesen zu lesen. Wer Daemon und Katy so ins Herz geschlossen hat wie ich, wird eh nicht anders können. Der Drang den vierten Band in den Händen zu halten wird sich ins unermessliche steigern. Versprochen!


Lily Frost: Fluch aus dem Jenseits (Gulliver)
Lily Frost: Fluch aus dem Jenseits (Gulliver)
von Nova Weetman
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

3.0 von 5 Sternen Lily Frost. Fluch aus dem Jenseits von Nova Weetman, 25. März 2016
Inhalt:
Lily Frost traut ihren Ohren nicht, als ihre Eltern verkünden, dass sie in eine Kleinstadt ziehen wollen, zwei Stunden entfernt von ihrer jetzigen Heimat. Obwohl sie sich querstellt und alles versucht, um ihre Eltern umzustimmen, bleibt ihr am Ende nichts anderes übrig. Das Haus entpuppt sich als alt und gruselig, was Lily zu gleichen Teilen begeistert und abschreckt. Als auf dem Dachboden des Hauses unerklärliche Dinge geschehen, beginnt Lily an Geister zu glauben. Wer hat vor ihrer Familie in diesem Haus gelebt? Versucht jemand eine Botschaft an sie zu senden? Immer tiefer versucht Lily in die Geschichte des Hauses einzudringen, auch wenn keiner aus dem Ort ihr wirklich Antworten geben will. Sie ahnt nicht, in welche Gefahren sie sich begeben muss, um das Rätsel zu lösen.

Meine Meinung:
„Lily Frost. Fluch aus dem Jenseits“ ist der Debütroman von Nova Weetman und ich war sehr gespannt, was mich erwarten würde. Das Buch wird als fesselnder Mystery Thriller für 14 bis 17 Jährige angepriesen. Lily Frost selbst ist 15 Jahre alt und natürlich überhaupt nicht davon begeistert, dass ihre Eltern in ein kleines Dorf ziehen wollen. Sie will weder ihr Zuhause, noch ihre beste Freundin verlassen. Natürlich bleibt ihr nichts anderes übrig als umzuziehen und so nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Zu Beginn muss beachtet werden, dass ein Mystery Thriller für die angegebene Altersgruppe vollkommen anders wirkt, als ein herkömmliches Buch aus diesem Genre. Die Geschichte hat durchaus einen mystischen Touch und beinhaltet einige Elemente, die bei der ausgewiesenen Altersgruppe durchaus für Gänsehaut und Gruselmomente sorgen werden. Für Leser die bereits älter sind, werden diese Szenen jedoch nicht ausreichen, um als fesselnd und gruselig gewertet zu werden.

Die Protagonistin Lily Frost ist ein typischer Teenager, der sich komplett querstellt, als die Eltern vom Umzug berichten. Auch nach dem Umzug bestraft sie ihre Eltern weiterhin mit patzigem, zickigem und ironischem Verhalten. Besonders ihre Mutter bekommt dies zu spüren, wobei sie auch nur wenig tut um Lily entgegen zu kommen. Generell fiel es mir schwer, einen Zugang zu ihr zu bekommen. Das typische Teenagerverhalten war mir zu extrem und zum Teil wirkte sie auch jünger als 15 Jahre. Oft konnte ich ihre Reaktionen auf bestimmte Themen nicht verstehen und so war es schwer eine Verbindung aufzubauen.
Alle anderen Charaktere blieben recht blass und ich konnte mir kein wirkliches Bild von ihnen machen. Einzig Lilys beste Freundin Ruby wird etwas genauer beleuchtet. Sie scheint das komplette Gegenteil von Lily zu sein und ich mochte ihre offene und positive Art.

Leider gab es bei diesem Buch ein paar Schwachstellen, die das Lesevergnügen etwas minderten. Viele Geschehnisse werden angesprochen und einfach so stehen gelassen, ohne jegliche Erklärung oder Auflösung. Dadurch wirken manche Szenen nicht plausibel, was mich etwas geärgert hat. An einigen Stellen habe ich vermutet, dass Lily dem ganzen nachgehen wird, um Erklärungen zu finden, was jedoch ausblieb. Weiterhin fand ich, dass Lilys Verhalten hin und wieder nicht nachvollziehbar ist. Sie verstrickt sich in Widersprüche wenn sie beispielsweise sagt, dass sie Grusel und Rätsel liebt, sich dann aber beinahe zu Tode ängstigt.

Der Schreibstil ist für einen Debütroman überraschend gut und die 235 Seiten konnte ich schnell lesen. Die Geschichte hatte definitiv potential für weitere Seiten, denn dann hätte Lily einigen Dingen genauer auf den Grund gehen können. Ein paar Abstriche muss ich bei der Bewertung leider machen, denn auch bei der vorhandenen Altersempfehlung sind die meisten Kritikpukte berechtigt. Trotzallem isr das Buch für die Altersgruppe 14-17 Jahren durchaus zu empfehlen.


Eindeutig Liebe: Roman
Eindeutig Liebe: Roman
von Jessica Thompson
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Eindeutig Liebe von Jessica Thompson, 24. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Eindeutig Liebe: Roman (Taschenbuch)
Inhalt:
Ein Mann und eine Frau, die das erst mal in der Bahn aufeinandertreffen und kurze Zeit später feststellen, dass sie Kollegen sind und von nun an zusammenarbeiten. Ein Mann und eine Frau, die sich vom ersten Augenblick an bedingungslos lieben und trotzdem nur beste Freunde werden. Ein Mann und eine Frau, die alles übereinander wissen, sich in und auswendig kennen und trotzdem nicht zueinander finden. Genau das sind Nick und Sienna. Schnell werden die beiden die besten Freunde und von Jahr zu Jahr kennen sie sich immer besser, bis nur noch ein Geheimnis bleibt, welches beidem von dem jeweils anderen nicht wissen.

Meine Meinung:
Das Buch liegt schon ein paar Jahre auf meinem SuB und bisher hatte ich nicht das Bedürfnis verspürt, dieses Buch zu lesen. Als ich nun aber auf der Suche nach einer locker leichten Liebesgeschichte war, kam dieses Buch genau richtig. Auch wenn es im Endeffekt eben nicht jene Leichtigkeit mitgebracht hat, die ich mir erhofft hatte, war es eine schöne Geschichte für zwischendurch.

Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht von Sienna und Nick geschildert. Zu Beginn eines jeden Kapitels ist der Name der aktuell sprechenden Person angegeben, sodass der Leser der Handlung problemlos folgen kann. Durch die zwei Sichtweisen weiß man genau, was Sienna und Nick denken und fühlen. Hinzu kommt, dass die Geschichte gut geschrieben ist und die Autorin es einem leicht macht der Handlung zu folgen. Das einzig Verwirrende waren die Zeitsprünge. Es gibt Szenen, die aus der Sicht von Nick und Sienna geschildert werden, wodurch die Autorin die Handlung hin und wieder „zurückspulen“ musste. Ansonsten gab es mehrere große Sprünge nach vorn, da die Handlung sich über mehrere Jahre zieht. Diese waren zu Beginn etwas verwirrend, aber mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt.

Sienna ist eine sehr liebe Person, die jeder mag. Sie hat ihre Geheimnisse und wirkt oft sehr verletzlich, auch wenn sich ihr Charakter sehr verändert je weiter die Zeit voranschreitet. Sie ist immer darauf bedacht andere nicht zu verärgern und stellt sich selbst hinten an, um anderen zu helfen. Auch wenn ich sie mochte, bin ich nie ganz warm mit ihr geworden. Wieso das so war, kann ich nicht sagen, aber irgendeine Barriere war immer da.
Nick präsentiert sich nach Außen komplett anders, als seine Gedanken dies vermuten lassen würden. Auf andere wirkt er selbstbewusst, lustig und unbekümmert. In Wahrheit ist er aber unsicher und grüblerisch. Ich konnte diese zwei Bilder nicht wirklich zu einem zusammenfügen und hatte also auch mit ihm meine Probleme.
Zusammen sind Sienna und Nick super und die Freundschaft bedeutet beiden alles. Jede Handlung und jede Tat zeigt, wie sehr sie einander lieben und in manchen Szenen musste ich mich doch fragen, ob die beiden taub und blind waren, da die Gefühle des jeweils anderen so offensichtlich waren.

Weitere Charaktere waren der Vater von Sienna und Pete. Siennas Vater ist eine herzensgute Seele und ich mochte ihn wirklich gern. Sein Schicksal hat mich sehr berührt und ich habe eine Art Hochachtung für ihn empfunden. Pete ist ein Obdachloser, mit dem sich Sienna anfreundet. Er spielt eine wichtige Rolle im Buch und auch ihn mochte ich sehr. Seine Geschichte ging mir ans Herz und berührte mich. Zum Glück hat Sienna alles in ihrer Macht stehende getan, um ihm das Leben etwas angenehmer zu machen.

Die Handlung zieht sich über mehr als fünf Jahre und das hat mich in der Tat sehr überrascht. Auch wenn die meisten Szenen vorhersehbar waren und ich wusste, dass sich meine Hoffnungen für Sienna und Nick nicht so schnell erfüllen würden, habe ich die ganze Zeit mitgefiebert, was bei mehr als 450 Seiten etwas anstrengend sein kann. Für Zwischendurch ist dieses Buch sehr nett. Mich konnte es leider wenig überraschen und der Wow-Effekt blieb leider aus.


Ein ganz neues Leben
Ein ganz neues Leben
von Jojo Moyes
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein ganz neues Leben von Jojo Moyes, 9. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Ein ganz neues Leben (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Ein ganzes halbes Jahr haben Will und Luisa zusammen verbracht und beide haben sich selbst und das Leben neu kennen gelernt. Nun ist Lou auf sich allein gestellt und versucht etwas aus ihrem Leben zu machen. Will hat sich gewünscht, dass sie unerschrocken und neugierig durchs Leben geht, jede Sekunde genießt und so viel aus ihrem Leben macht, wie nur möglich. Mit Wills Hilfe hat sie es geschafft aus ihrem Schneckenhaus auszubrechen. Wirklich weit ist sie allein jedoch nicht gekommen. Ihre Trauer um Will frisst Lou quasi auf und ohne ihn erscheint ihr das Leben trist und farblos. Ihre Wohnung bleibt unpersönlich, ihr Job ist nur eine Notlösung. Glücklich ist sie nicht. Eines Abends klopft jemand an Lou's Tür und stellt ihr Leben, oder das was davon übrig ist, vollkommen auf den Kopf.

Meine Meinung:
Noch bevor ich den ersten Band „Ein ganzes halbes Jahr“ beendet hatte, kaufte ich mir den zweiten Band, da ich dachte, ich würde unbedingt und sofort die Fortsetzung lesen wollen. In diesem Punkt hatte ich mich jedoch geirrt. Der erste Teil ist für mich perfekt und auch das Ende ließ mich nicht nach mehr schreien. Ich war verwundert, wieso die Autorin es für nötig gehalten hatte einen zweiten Band zu schreiben. Der Prolog brachte dann die Antwort. Das Interesse der Leser an Lou's weiterem Leben war so groß, dass Jojo Moyes einen zweiten Band schrieb, um zu zeigen, wie es mit Lou weitergegangen ist. Der erste Band hatte die Messlatte sehr hoch gelegt und ich erwartete ähnlich brillantes von diesem Buch.

Der Beginn hat mich gleich ein wenig geschockt, da Lou's Leben nicht so weitergeht, wie ich es mir vorgestellt hatte. Aber sicherlich war ich in meiner Fantasie etwas zu blauäugig. Die Schreib- und Erzählweise ist nach wie vor angenehm und einfühlsam. Es wird mir immer ein wenig warm ums Herz, wenn ich Bücher der Autorin lese. Einen großen Teil der Geschichte empfand ich als traurig und bedrückend. Auch wenn die Handlung immer wieder durch lustige Szenen durchbrochen wird. Hin und wieder fand ich die Geschichte leider etwas langatmig und beim Lesen beschlich mich das Gefühl, nicht voran zu kommen.

Ich denke, dass diese traurige Stimmung und die Stellenweise auftretende Langatmigkeit nötig war, um Lou's Zustand und Gefühlswelt deutlich zu machen. Sie lebt ihr Leben, weil sie es leben muss, findet jedoch nicht viel Schönes daran. Ihre Quirligkeit und Lebensfreude ist verloren gegangen und ich hatte häufig das Bedürfnis sie wachrütteln zu wollen.
Interessant fand ich, dass Lous Familie teilweise sehr im Fokus stand. Auch wenn diese Nebenhandlung interessant war, frage ich mich wie die Autorin auf dieses Thema kam und wieso sie es so prominent eingebunden hat. Vielleicht sollte erneut ein kontroverses Thema eingebunden werden, ähnlich wie im ersten Buch.
Der neue männliche Charakter konnte Will natürlich nicht das Wasser reichen. Trotz allem mochte ich ihn, auch wenn er im Verlauf leider etwas zu blass geblieben ist. Die Abwesenheit von Will ist nicht nur für Lou spürbar. Auch der Leser wird die Lücke deutlich spüren und Will's spezielle Art und Weise vermissen.
Zu guter Letzt ist da noch der „Überraschungsgast“, zu dem ich jedoch nicht zu viel sagen möchte. Nur so viel: Ich war begeistert, dass dadurch eine ganz besondere Frische ins Buch kam.

Der Schreibstil war wie immer flüssig und angenehm. Jojo Moyes versteht es ungemein gut Gefühle durch Worte zu vermitteln und zum Nachdenken anzuregen. Durch eine gesunde Portion Humor war auch dieses Buch wieder ein Erlebnis. Wenn man sich vor dem Lesen deutlich macht, dass es keine Fortsetzung im eigentlichen Sinn ist, wird auch dieses Buch ein schönes Leseerlebnis sein.


Taking Chances - Im Herzen bei dir (New York Times Bestseller Autoren: Romance)
Taking Chances - Im Herzen bei dir (New York Times Bestseller Autoren: Romance)
von Molly McAdams
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

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1.0 von 5 Sternen Taking Chances - Im Herzen bei dir von Molly McAdams, 25. Februar 2016
Inhalt:
Harper war noch nie shoppen, hat sich noch nie geschminkt, hat nur männliche Freunde und hat noch nie einen Jungen geküsst. Partys und körperliche Nähe kennt sie nur aus Erzählungen. Ihre Mutter starb bei Harpers Geburt und so wuchs sie bei ihrem Vater auf, der aus seinem Marine Regiment nur Regeln und Gehorsam kennt. Liebe und Geborgenheit gab es für sie nie. Nun darf sie aufs College gehen, weit weg von ihrem Vater und seiner Einheit. Gierig saugt Harper alle Erfahrungen auf, die sie bekommen kann, auch wenn sie mit der Wahl der richtigen Kleidung, dem Makeup und den Partys etwas überfordert ist. Als sie Chase und Brandon trifft hört die Welt auf sich zu drehen. Beide scheinen unglaublich gutaussehend, verwegen und wild zu sein und genau das würde Harpers Vater niemals gutheißen. Ihre Gefühle drehen sich im Kreis, selbst als sie mit Brandon zusammen kommt. Nur einmal gibt sich Harper der Versuchung hin und verändert damit alles.

Meine Meinung:
Liebesgeschichten und Dreiecksbeziehungen lese ich ab und zu ganz gern, da man sich einfach mal fallen lassen kann und ein wenig dahin schmilzt, wenn der Protagonist beschrieben wird. Genau das habe ich mir von „Taking Chances - Im Herzen bei dir“ von Molly McAdams gewünscht. Den Klappentext fand ich ansprechend und in Kombination mit dem Cover weckte das Buch Lust auf mehr. Was mich erwartete war jedoch genau das Gegenteil und ich weiß nicht, ob ich schon einmal so gefrustet von einem Buch gewesen bin. Der Weg des Leidens begann für mich etwa auf Seite 200 und danach zog sich das Buch, genau wie Kaugummi, unendlich in die Länge. Ich werde versuchen eine halbwegs neutrale Rezension zu schreiben, auch wenn das an einigen Stellen schwierig werden dürfte. Ich habe mich beim Lesen immer wieder gefragt, ob die Autorin alles ernst meint was sie schreibt und das macht das Rezensieren nicht einfacher.

Das Buch begann wirklich gut und machte Lust auf mehr. Ich habe die Seiten regelrecht verschlungen und war gespannt, wo das ganze enden würde. Als erstes lernt der Leser Harper kennen. Durch ihre Erziehung scheint sie kaum etwas vom wirklichen Leben zu wissen und für sie ist alles neu. Nach und nach entwickelt sie sich zu einer sehr selbstbewussten Person mit null Erfahrung. Sie erschien mir immer unsympathischer und oberflächlicher. Als Charakter hat sie keinerlei Tiefe.
Brandon ist der verwegene, liebevolle Typ. Anfangs dachte ich, dass dies ein Charakter mit Entwicklungspotential sei, doch leider wurde er immer langweiliger, eintöniger und zum Teil auch durchschaubar.
Chase war der einzige Charakter, der mich überzeugen und begeistern konnte. Er war der typische Bad Boy der immer einen flotten Spruch auf Lager hatte. Auch wenn er etwas klischeehaft war, verlieh er dem Buch zu Beginn eine schöne und würzige Note, die ich unglaublich mochte.

Seite 200 brachte dann den Wendepunkt und ich dachte diese Szene sei an Naivität seitens Harper nicht mehr zu überbieten. Da lag ich aber leider falsch. Harper tut im Folgenden so als wäre sie erwachsen und versucht auch so zu handeln. Für mich war das alles komplett unverständlich. Ab Seite 308 war die Geschichte für mich gelaufen und ich sehnte mir aller spätestens an diesem Punkt das Ende des Buches herbei. Viele Dinge, die vollkommen offensichtlich sind, versteht Harper falsch und das daraus entstehende Drama nimmt dem Buch die komplette Würze. Dies war trotzdem der einzige Moment, der mich wirklich emotional mitgenommen hat.

Danach folgte meinerseits nur noch Frustration, genervtes Kopfschütteln und der Blick auf die nur langsam ansteigende Seitenzahl. Das Buch wurde immer unrealistischer und sehr kitschig. Harper macht im Laufe der Zeit sehr viele Fehler, was zum Teil natürlich normal ist. Trotz allem verletzt sie dabei sehr viele Menschen, bleibt aber die ganze Zeit die tolle und unglaubliche Harper. Alle schätzen sich unendlich glücklich sie zu kennen und sie in ihrer Nähe zu haben. Weiterhin ist die zweite Hälfte des Buches eine einzige Aneinanderreihung von unrealistischen Happy Ends. Mit am schlimmsten fand ich die ständigen Liebesbekundungen, die gefühlt auf jeder zweiten Seite auftauchten.

Leider hat zum Ende hin auch der Schreibstil nachgelassen und häufig wurden Handlungen die nicht zu wichtig waren, einfach nur noch aufgezählt. Ich würde gern noch einiges mehr schreiben, müsste in diesem Fall aber zu sehr Spoilern. Bei einem guten Buch würde ich an dieser Stelle schreiben: „Lest es einfach selbst“. Hier muss ich euch aber leider davon abraten.


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