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Beiträge von Heinz Herbert
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Rezensionen verfasst von
Heinz Herbert "HMcM" (Catalköy, Nordzypern)

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Die Reise mit Charley: Auf der Suche nach Amerika
Die Reise mit Charley: Auf der Suche nach Amerika
von John Steinbeck
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbarer Schriftsteller, 5. Februar 2008
Eine liebe Freundin schenkte mir DIE REISE MIT CHARLEY vor nicht allzu langer Zeit und ich las das Buch mit großem Vergnügen. Erinnerungen an frühere Zeiten wurden schnell wieder wach, und wie ich sah, gibt es diese grandiosen Bücher des Autoren wie DIE STRASSE DER ÖLSARDINEN / VON MÄUSCHEN UND MENSCHEN / FRÜCHTE DES ZORNS ODER JENSEITS VON EDEN Dank dieses Dtv-Verlages noch immer und wer sie nicht kennt, sollte sie lesen - egal in welchem Alter man gerade ist.

Mit dem vorliegenden Buch beglückte Steinbeck die Fernwehgepalgten aller Nationen. Er machte denjenigen Mut, diesem Drang auch in schon fortgeschrittenem Alter nachzugeben. Der Autor jedenfalls fuhr durch vierunddreißig Bundesstaaten der USA in elf Wochen und er berichtet über diese Zeit. Es ist sicherlich müßig, über diesen Spross einer deutsch-irischen Familie etwas zu sagen, der am 27. Februar 1902 in Pacific Grove/Kalifornien geboren wurde. Über diesen literaischen Spätzünder wie einmal einer sagte, denn der ehemalige Student der Naturwissenschaften schlug sich lange Zeit zunächst als Gelegenheitsarbeiter, dann als Reporter und Kriegsberichterstatter durchs Leben. Aber was dann kam war gewaltig. Pulitzer- und Nobelpreis sind wohl die hervorragendsten aus einer Vielzahl an Ehrungen.
1960, er war gerade achtundfünfzig Jahre alt, wollte er es noch einmal wissen und unerkannt und autark WIE EINE SCHILDKRÖTE reisen. Ein Auto namens Rosinante - eher ein Gefährt mit einer Bootskajüte auf der Ladefläche - wurde ihm für lange Zeit zum Heim bei seiner Reise durch Städte und Landschaften, auch zurück in seine Vergangenheit.
Begleitet hat ihn dabei sein reinrassiger Pudel Charley, der eigentlich auf den Namen CHARLES LE CHIEN hörte und dem manche Kommandos erst ins Französische übersetzt werden mussten, um ihn zu schnellem Handeln zu bewegen. ICH LASSE IHN FREI LAUFEN UND ER NÄHERT SICH DEM ZIELOBJEKT BEZEIHUNGSWEISE DEM, WAS DAS ZIELOBJEKT GERADE KOCHT, berichtet der Autor über seinen Begleiter. Natürlich wiederholt sich auf dieser Reise einiges und natürlich war sie vielleicht am Ende nicht mehr so spannend wie am Anfang. Das führt auch dazu, dass der Autor manches Mal etwas abschweift, um sich eher philosophischen Reminiszensen hinzugeben, als über die Geschehnisse auf seiner Reise zu berichten, die so aufregend letztendlich natürlich auch nicht sind, denn er bewegte sich weitgehend auf sicheren Pfaden.
Er erkennt, dass HEUTE, also 1960, doch alles so anders ist als in seiner Erinnerung es gewesen war, und auch der Leser versteht bald, dass in der Gegenwart gar nichts mehr so ist, wie es sich dem Autoren damals in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten darstellte.

Wer das Buch heute liest, wird das wissen und nichts anderes erwarten. Der Leser empfindet eine Mitfreude an dem klaren Blick des Autoren auf seinen Streifzügen quer durch die Staaten, an den ehrlichen Schilderungen all dieser kleinen Begebenheiten, die er nicht aufbauscht um sich oder die anderen wichtig zu machen. Wer allerdings ein Reisebuch im herkömmlichen Sinne erwartet, wird enttäuscht sein.
Steinbeck hat den Mut, seine individuelle Reise mit Charley so zu schildern, wie er sie erlebt hat und er ist groß genug, nicht all die Klischees zu bedienen, die eben jeder andere vielleicht bedient hätte, der nicht viel in seinem bisherigen Leben zu sagen hatte.
Ein unaufgeregtes Buch, sehr individuell aus dem Empfinden des Autors, dem man durchaus und zulässigerweise anmerkt, dass er auch froh war, als er wieder zu Hause war.
ZU BEGINN DIESES BERICHTS HABE ICH ... EIN WENIG VERWUNDERT BETRACHTUNGEN ÜBER DIE AUSGEPRÄGTE INDIVIDUALITÄT VON REISEN ANGESTELLT UND BIN ZU DER FESTSTELLUNG GELANGT, DASS WIR KEINE REISEN UNTERNEHMEN, SONDERN VON IHNEN UNTERNOMMEN WERDEN. HMcM
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 31, 2009 10:47 PM CET


Das Meer vor meiner Tür
Das Meer vor meiner Tür
von Helene Seidler
  Gebundene Ausgabe

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen REMINISZENSEN, 25. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Das Meer vor meiner Tür (Gebundene Ausgabe)
Die Autorin schildert aus Sicht von Klara, deren Kindheit in deutscher Nachkriegszeit bis zu den Jahren des Erwachsenseins, detailiert, oft der Beschreibung eines Gemäldes ähnlich.
Ohne es zu wissen, darf man nach der Lektüre vermuten, es handelt sich um eine autobiographische Schilderung, bei der die Autorin für die Ich-Erzählerin den Namen Klara wählte. Vielleicht um selbst den notwendigen Abstand zu wahren, ohne den die gravierenden, auch belastenden Erlebnisse insbesondere zur frühkindlichen Zeit der Protagonistin kaum zu schildern möglich gewesen wäre.
Der Mensch muss sich selbst die Peitsche geben", lese ich und bin betroffen, gerade weil ich an meine zeitlich fast parallel verlaufende behütete Nachkriegs-Kindheit ausnahmslos so glückliche Erinnerungen habe.
Sicher, das Leben auf einer Marsch, vor Menschengedenken erst dem Meer abgerungen, ist einsam, hart und anders prägend als ein altersmäßig vergleichbares in einer eher städtischen Region, und doch auch irgendwie wieder ähnlich. Jeder Leser aus der Nachkriegsgeneration wird sich an vergleichbare Situationen und Geschehnisse aus seiner Kindheit erinnern. Alleine das ist spannend.
Helen Seidler gelingt es, diese harte Kindheit einprägsam zu schildern, so dass ich mir fast wünsche, viele Kinder in den Schulen möchten gerade diese Passagen lesen, um wachgerüttelt Rückschlüsse auf die Gegenwart zu ermöglichen.
Die Autorin, die heute in Jerusalem lebt und arbeitet, erlebt einen ersten visuellen Kontakt zu jüdischen Menschen über das Schwarz-Weiß-Fernsehen, in dem sie Bilder von Baracken, skelettierten Menschen, Gaskammern und ineinander verkrallte Leichen sieht. Ich kann es nur als tragisch bezeichnen, wenn ein junges Mädchen, dem es offensichtlich an liebevoller Zuwendung in diesen prägenden Jahren fehlte, eine frühe Liebe nur über die Gaskammern von Auschwitz definieren kann, in dem sie die Intensität ihres Gefühls mit den Worten gesteht: Ich würde mich in der Gaskammer an dich klammern".
Nun, der junge Mann war dann doch nicht die große Liebe, aber die Definition dieses Erlebens über eine so dramatische Schiene ist bezeichnend für Klara und ihr weiteres Leben.

Was veranlasst eine Schriftstellerin, sich vor der Öffentlichkeit zu offenbaren, fragt sich der interessierte Leser. Um die Welt ganz banal zu unterhalten? Oder sie zu verändern oder um sie einfach nur ertragen zu können, um in ihr überhaupt zu bestehen und am Leben bleiben?
Leben ist Leiden", sagte der Buddha Shakiamuni. Und wer sagt, er schreibt um die Welt zu verändern, kann die nur als interessierendes Objekt wahrnehmen. Wer hingegen schreibt, um am Leben zu bleiben, wie diese Autorin, sieht sich selbst als Objekt und vermag das Erlebte und Ertragene bei all der unvermeidlichen Subjektivität auch nur mit Distanz zu schildern, die alleine es dem Leser möglich macht, zu folgen.
Ein starkes, kraftvolles Buch, das ich gerade wegen seiner ehrlichen Intensität gerne empfehle. HMcM
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Die Welt ist mein Zuhause: Ein vergnügliches Weltreisekochbuch mit Segel- und Reisegeschichten
Die Welt ist mein Zuhause: Ein vergnügliches Weltreisekochbuch mit Segel- und Reisegeschichten
von Heidi Trautmann
  Broschiert

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein beachtlicher Titel, 1. November 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Unter dem beachtlichen, vielleicht etwas zuviel versprechenden Titel DIE WELT IST MEIN ZUHAUSE verpackt die Kolumnistin der nordzypriotischen Wochenzeitung Cyprus Today auf einhundertsechsundachtzig Seiten eine gute Anzahl kleiner Segel- und Reisegeschichten in Verbindung mit zweihundertsiebenundachtzig Rezepten, aufgelesen auf kurzen Trips und langen Reisen, quer durch alle möglichen Regionen unseres Erdballs.

Das alles ist nicht chronologisch geordnet sondern eher so erzählt, wie es einem einfällt, wenn man abends mit Freunden im Boot sitzt und sich die kleinen Episoden der wechselseitigen Reiseleben erzählt. Geschichten, die für sich banal sein mögen, aber in ihrer Gesamtheit doch eine Aussage über die Autorin zulassen, die bei der Gelegenheit auch gleich eine Auswahl ihrer Zeichnungen, Linolschnitten und Aquarellen den Texten beifügt.
Die Mischung aus Story, Küche und Staffelei, genau das macht den Charme dieses Buches aus, das seine Interessenten finden kann, was ich für die Autorin erhoffe. HMcM


Apocalypto (Blu-ray) (2007)
Apocalypto (Blu-ray) (2007)
DVD ~ Various Artists
Wird angeboten von RevisionNet UK
Preis: EUR 10,54

46 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen UNFASSLICH DIESER GIBSON - gäbe es nur 10 Sterne, 5. Oktober 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Apocalypto (Blu-ray) (2007) (Blu-ray)
Manches Mal erinnert mich dieser Mensch Mel Gibson an Klaus Kinski in seinen wildesten Tagen.
Exzessive Auftritte, verbunden mit irrwitzigen verbalen Entgleisungen, dazu Suff-Therapie, Auftritte vor Gericht und vieles andere dieses unnötigen Zeugs mehr.
Und dann bringt er 2006 wieder einen solchen Film, der einem schlichtweg aus den Schuhen haut. Gibson produzierte ihn nicht nur maßgeblich mit, sondern er war auch am Drehbuch beteiligt und führte genial Regie. Das Ergebnis ist ein Film über einen Maya-Krieger, der den Untergang seines Stammes und den Beginn der Ausrottung seiner Zivilisation miterlebt.
Das sind rund 130 Minuten, in denen jeder Zuschauer gefesselt dasitzt und mit Herzklopfen das Geschehen verfolgt.
Der Film hat KEINE Jugendfreigabe - und das ist gut so. Wenngleich, die stattfindende Gewalt ergibt sich zwangsweise aus dem Geschehen, der Zeit, dem Umfeld und den Zwängen - genau so wie es in soliden, aufklärenden, geschichtlich genauen Büchern über diese Zeit umschreibend angedeutet wird. Ich behaupte, dass übliche Horrorstreifen wesentlich gefährdender sind, weil dort das Geschehen nur um der Bestialitätwillen gezeigt wird und solche Plots eigentlich totaler Blödsinn sind.

Dass dieser Film nur zweieinhalb Jahre vom Drehbuchbeginn zum fertigen Produkt benötigte, erklärt sich beim Ansehen des Bonusmaterials - denn dort wuselt dieser Wahnsinns-Gibson wie ein Irrwisch durch die Kulissen und treibt die Leute zu außergewöhnlicher Leistung an. In jeder Maske, bei jedem Kostüm - wohlunterscheidend vom einfachen Menschen aus dem Busch, über den Vertreter des Mittelstands bis hin zu den Repräsentanten der herrschenden Großkaste - erkennt man den sachkundigen, fachlichen Rat des renommierten Archäologen Dr. Richard Hanson, dessen bevorzugtes Interesse dem Volk der Mayas seit jeher gegolten hat. Allerdings verzichtet Gibson zugunsten der Erzählung dieses packenden Lebensabschnittes des Kriegers namens PRANKE DES JAGUARS auf historisch-faktische Ansprüche.
Der Dreh reduziert sich auf das Erleben dieses Kriegers in Person des kraftvoll aufspielenden Rudy Youngblood (stark, überzeugend, beeindruckend der Cherokee-Nachfahre in dieser Idealrolle für ihn), der wie die anderen überlebenden Bewohner seines Dorfes verschleppt und versklavt wurde, nachdem er gerade noch seine hochschwangere Frau und den gemeinsamen Sohn in einem tiefen Erdloch verstecken konnte. Daraus können sie sich von alleine jedoch nicht befreien. Dies weiß er genau und genau das fördert seinen nie erlöschenden Willen, bei erstbester Gelegenheit zu fliehen und schnellstmöglich seine Familie aus dieser schier ausweglosen Situation zu retten.
Ein fast unmögliches Unterfangen, denn die kriegerischen Holcane, unter Führung ihres gewaltorientierten Klanführeres (unheimlich Rodolfo Palacios) verstehen ihr Handwerk. Ein Naturereignis rettet Pranke-des-Jaguars aus auswegloser, grausam blutiger, religiös bedingter Situation.
Ein brutal-realer, die Verfolger dezimierender, Wettlauf beginnt, wobei sich der Protagonist der Tatsache erinnert, dass das der Wald seiner Väter war, sein Wald ist und dies der Wald seiner Kinder bleiben soll. Währenddessen wird die Zeit für die Frau und das gerade geborene zweite Kind knapp.
Schließlich kommt es zu einem grandiosen Finale mit letztlich überraschendem Ausgang, der den Helden nötigt, sich weiter in die Tiefe der Wälder zurückzuziehen, einer ungewissen Zukunft entgegen.

Mel Gibson ist und bleibt Fachmann für skandalverdächtige, kompromisslos, aneckende Filme. Auch hier fließt hektoliterweise Blut, die Kamera ist hautnah dran, doch letztendlich wird sich kein erwachsener Zuschauer daran stören, sondern sich nur über die Scheußlichkeit der Situation in die der Held gerät ereifern. Und jeder Statist muss jederzeit gewärtig sein, in Großaufnahme ins Bild zu kommen. Das merkt man den Akteuren an. Jede Hintergrundszene sitzt, als wäre sie Teil des Haupt-Handlungsstrangs, und die 700 Statisten, spielen sich die Seele aus dem Leib. Allesamt Laiendarsteller, die schauspielerisches Können durch intensive körperliche Präsenz ersetzten.

Natürlich wird es die üblichen Bedenkenträger geben, welche die knapp fünfminütige, detailliert gezeigte Massenenthauptungsszene als überflüssig ansehen. Aber warum sollte Gibson darauf verzichten. Das geschah zu dieser Zeit und es war kein Akt der Brutalität, sondern eine vermeintliche Notwendigkeit, die sich religiös begründete. Und warum soll nicht endlich einmal auch gezeigt werden, was hinter dem verniedlichenden Wort MENSCHENOPFER steckt und wie dumm ein solches ist, gerade wenn es eine Religion fordert. Auch christliche Hexenverbrennungen waren schließlich MENSCHENOPFER, und würde sich ein Regisseur endlich einmal in christlichen Landen daran wagen, das im Bild realitätsgetreu zu zeigen, würden manche Menschen diese vorgeblich ach so humane Religion mitsamt den Taten ihrer Vertreter möglicherweise unverbrämter sehen können.

Das Drehbuch baut sich aus dem Erleben des jungen Mayakriegers auf und das Geschehen wächst damit. Gibson konnte, gerade weil er diesen Film möglichst realitätsnah gestaltete, auf große digitale Effekte verzichten, was man wohltuend erkennt und das diesem Werk keinesfalls schadet oder es in seiner Wirkung mindert. MEISTERHAFT, nur so kann ich die handwerkliche Umsetzung des Stoffs apostrophieren, und man merkt, dass Gibson von Kamera, Schnitt, Musik bis hin zum Fachmann für altertümliche Waffen nur die Besten ihres Fachs engagierte.

Streiten darf man sicherlich darüber, ob der durchgehend in einem Maya-Dialekt gedrehte Film nicht doch besser hätte synchronisiert werden sollen. Zugegeben, man muss immer wieder die Augen auf die Schrifteinblendungen wenden. Doch diese Original-Laute vermitteln eine ungeheuerliche Authentizität. Ich gewöhnte mich schnell daran und empfand es bald nicht mehr als Mangel.
Warum dieser Film (zumindest zum Zeitpunkt dieser Rezension) nicht von AMAZON sondern nur von sonstigen Mitbewerbern angeboten wird, ist für mich total unverständlich.
Fazit: EIN FILMKUNSTWERK, DAS VIELLEICHT NUR MEL GIBSON AUF DIE LEINWAND BRINGEN KONNTE! ABSOLUT EMPFEHLENSWERT!!! HMcM
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 8, 2008 7:29 PM MEST


Bodhidharmas Lehre des Zen. frühe chinesische Zen-Texte
Bodhidharmas Lehre des Zen. frühe chinesische Zen-Texte

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen EIN KLEINOD, 10. September 2007
Ein schmaler Band, mit dem jeder sich ein Leben lang beschäftigen kann. Und auch hier wieder bemerkenswert, mit welcher Sorgfalt bei der Übertragung in die Deutsche Sprache vorgegangen wurde. Der Übersetzer aus dem Chinesischen ins Englische, Red Pine, ist ein Wissenschaftler, der sich intensiv mit dem Buddhismus und der chinesischen Kultur befasst hat und der sich auf eine Holzdruck-Ausgabe aus der ChŽing-Dynastie stützte, versehen mit Korrekturen offensichtlicher Kopierfehler von Schriften aus der Ming-Dynastie. Agatha Wydler, die sich durch die Übersetzungen diverser buddhistischer Schriften längst einen Namen gemacht hat, übertrug den englischen Text ins Deutsche, wobei sie bei auftretenden Unklarheiten oder wenn etwas nicht eindeutig erschien auf den chinesischen Originaltext zurückgriff, mit Unterstützung von Dr. Dieter Schwaller vom Ostasiatischen Institut der Universität Zürich.
Hochinteressant auch die Einführung von Red Pine - auf die sich die nachstehenden Ausführungen zum Teil stützen - hinsichtlich der Person und des Wirkungskreises des zu seinen Lebzeiten fast unbekannten Bodhidharma, dem Patriarchen von Millionen von Zen Buddhisten und Kung-fu Schülern zu dem er wurde, obgleich nicht nur seine Lebensdaten ungewiss sind, sondern manch einer gar behauptet, er hätte nie existiert.
Was in dem schmalen Band nun vorliegt ist das was sich aus den frühesten Aufzeichnungen über Bodhidharma ergibt bis hin zu den Lehrreden, die ihm zugeschrieben werden. Sicher ist, dass er nur wenige Schüler annahm. Außer einem namens Sheng-fu wurden nur noch Tao-yü und Hui-KŽo bekannt.
In den vorliegenden übersetzten Lehrreden zitiert Bodhidharma hauptsächlich aus dem Nirvana-, dem Avatamsaka- und dem Vimalakirti-nirdesa Sutra.
Im Jahr 528 soll Bodhidharma nach Übertragung des Patriarchats auf Hui-KŽo gestorben sein.
Was Bodhhidharma so einzigartig machte ist, dass ihm der Beginn des Zen in China zugeschrieben wurde, obgleich schon lange Jahrzehnte vor ihm in China der Buddhismus Ausbreitung fand.

Bodhidharma leerte die besondere Überlieferung außerhalb der Schriften. UNMITTELBAR DES MENSCHEN HERZ ZEIGEN - DIE (EIGENE) NATUR SCHAUEN UND BUDDHA WERDEN.
Damit propagierte er die zu seiner Zeit in Vergessenheit geratene unmittelbare Überlieferung von Geist zu Geist, die auf Shakamuni selbst zurückgeht (Buddha hielt auf dem Geierberg den anwesenden Mönchen erkennbar eine Blume hoch und nur Kashyapa lächelte zum Zeichen des Verstehens.
Dem wurde damit die besondere Übermittlung jenseits aller Lehren anvertraut, auf dessen Überlieferung Zen beruht.

Das Buch ist ein Kleinod für jeden wahren Menschen und ich kann jedem nur empfehlen, es sich zu beschaffen, woher auch immer. HMcM


Meister Bankei Die Zen-Lehre vom Ungeborenen: Leben und Lehre des grossen japanischen Zen-Meisters Bankei Eitaku (1622 - 1693)
Meister Bankei Die Zen-Lehre vom Ungeborenen: Leben und Lehre des grossen japanischen Zen-Meisters Bankei Eitaku (1622 - 1693)
von Norman Waddell
  Gebundene Ausgabe

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Meister, 25. August 2007
Dieses Buch handelt von Leben und Lehre des großen japanischen Zen-Meisters Bankei Eitaku, der von 1622-1693 lebte. Aber nur wenig wird in diesem Buch ÜBER ihn gesagt. Was viel wichtiger ist, von Seite 35 - einschließlich 124 werden ORIGINALTEXTE zitiert und auf den folgenden 40 Seiten Bankeis Zen-Dialoge widergegeben.
Ich behaupte, weder vor Bankei noch später konnte irgendwer komplizierte, vielleicht sogar existentielle Fragen so umwerfend einfach im Sinne des Buddhismus erklären, wie dieser außergewöhnliche Meister.
Das Buch beginnt mit einer Einführung hinsichtlich seines Werdegangs, basierend auf gesammeltem Material seiner Schüler oder eigener, dokumentierter Aussagen.
Die folgenden, sorgsam übersetzten, oft im Gesprächston gehaltenen Darlegungen oder Unterweisungen gab er ursprünglich in dem Alltagsjapanisch, das die Sprache des einfachen Menschen zu dieser Zeit war. Folglich war er damals populär im heutigen Sinne, weil er verstanden wurde.
Und bis in die heutige Zeit, versteht jeder was Bankei sagt, weil er vor Laien in seinen jedermann zugängigen Unterweisungen die selben Worte gebrauchte, wie vor Gelehrten, Mönchen und Priestern.
Wahres Erkennen ist keine Frage des Intellekts, sondern des Verständnisses, mag er gedacht haben. Also kann ich jeden in der selben Art unterweisen. Das Ergebnis ist bestenfalls das selbe Verständnis.
Bankei ist bei aller Schlichtheit so tiefgründig wie vielleicht kein anderer, egal wie gelehrt die sich auszudrücken vermögen. Seine Lehre gipfelt für mich in seiner so einfachen und gleichzeitig so tiefen Erkenntnis:
DER EINFACHSTE WEG EIN BUDDHA ZU WERDEN IST DER, EIN BUDDHA ZU SEIN.
So einfach kann es sein für den, der eine Erkenntniserfahrung gemacht hat.
Dieses Buch ist geeignet für jeden, der sich auch nur etwas für Buddhismus interessiert, gleichermaßen wie für den, der alles darüber schon gelesen hat und alle ihm zugänglichen Unterweisungen, egal welcher heutigen Meister, schon erfuhr. HMcM
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 26, 2014 7:35 PM MEST


Trag immer 'ne saubere Unterhose
Trag immer 'ne saubere Unterhose
von Marc Gellman
  Gebundene Ausgabe

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessanter Titel, 24. August 2007
Doch was mir an diesem Buch wirklich gefiel war die Übersetzung durch Peter Schwertner. Der trifft den Ton bei seiner Übertragung vom Amerikanischen ins Deutsche ganz offensichtlich auf den Punkt und peppt den doch etwas bräsigen Originaltext gehörig auf - und den hat er nicht zu verantworten. Wohl aber dieser altgescheite Autor Gelman.
Vorgeblich an Kinder gerichtet, wird dieses Buch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nur von Erwachsenen gelesen, die sich vielleicht amüsieren, wenn sie sich an das erinnern was ihre Eltern - seinerzeit, vor langen Jahren - so von sich gaben. Solche Aufreger in der Art von SPRICH NICHT MIT VOLLEM MUND oder TEIL DEIN SPIELZEUG MIT ANDEREN und ISS DEINEN TELLER LEER.
Ich mache es mir leicht, ICH ZÄHL BIS DREI UND DANN ... Wumm. Buch zu.
Typische Elternsprüche und was sie wirklich bedeuten, kündigt der Verlag auf dem Buchrücken an. Mag sein, aber für wen sind sie geschrieben? Für Kinder ab sechzig? HMcM


Der Geist des Zen
Der Geist des Zen
von Huang-Po
  Broschiert

29 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nahezu unschlagbar, 10. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Geist des Zen (Broschiert)
Hier handelt es sich um einen Klassiker des Zen-Buddhismus. Der ca. um 850 verstorbene Chinese Huang-po wurde erst nach seinem Tod mit dem Namen des Berges bezeichnet, auf dem er viele Jahre lang lebte. Er gilt als Vorvater der heute noch bedeutenden Rinzai-Schule des Zen. Zu seinen Lebzeiten war er bekannt als Hsi-yün oder als Meister Hsi-yün, in Japan unter Obaku Kiun, was die japanische Ausprache von Huang-po Hsi-yün ist, was man wissen sollte, denn diese Bezeichnungen werden bei Zitaten in allen möglichen Werken von Leuten, die über den Buddhismus schreiben, angeführt.
Huang-po war es gegeben, innere Erlebnisse von Geist zu Geist zu übertragen, wobei er nicht ganz zufrieden war mit der Wahl des Ausdruckes GEIST. Denn unter Geist verstand er schlichtweg die unaussprechliche Wirklichkeit jenseits des begrifflichen Denkens.
Die Texte sind an Menschen gerichtet, die offensichtlich bereits ernsthafte Buddhisten waren. Folglich spricht er deutlich und kritisch auch über Praktiken des Zen, die mit seinen Methoden nicht übereinstimmten. Für ihn war ausschlaggebend, dass nur die Überwindung des begriffliche Denkens in rechter Weise beherrscht werden musste, um Erleuchtung erfahren zu können. Alles andere (z.B. auch das Vollbringen guter Taten und ein rechter Lebenswandel) war für ihn normal und hatte nichts mit dem Weg zu tun.
Nur die Überwindung aller dualistischer Anschauungen war das was er lehrte. NICHTS UNTERSCHEIDET SICH.
Obgleich seine Worte an diese erwähnte, buddhistisch vorgebildete Zuhörerschaft gerichtet sind, wird selbst jeder Neuling in Bezug auf Buddhismus sofort und ohne Schwierigkeiten die Essenz seiner Worte und seiner Lehre erfassen können.
Die chinesischen Ursprungstexte wurden von einem Beamten und hohen Gelehrten namens Péi-hsiu, der hier nicht unerwähnt bleiben darf, aufgeschrieben. Er ließ seine Aufzeichnungen vom Meister autorisieren und gab seinen Sohn als Schüler in dessen Obhut.
Schlichtweg ein Juwel buddhistischer Unterweisung und Gedankenguts. HMcM


Dewa Che
Dewa Che
Preis: EUR 19,56

23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen GEWOLLT UND GEKONNT, 29. Juli 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dewa Che (Audio CD)
Viele wollen es, wenige können es: Mantras so interpretieren, dass sie auch Normalos hören mögen, die überhaupt nichts mit tibet-buddhistischer Tradition am Hut haben. Diese auch durch ihre erstaunliche Vita außergewöhnliche Künstlerin kann das, ohne jede Einschränkung.
Die Bezeichnung Mantra kommt aus dem Sanskrit und bedeutet wörtlich INSTRUMENT DER REDE / DES DENKENS. Mantren werden also gesprochen, geflüstert, gesungen oder auch gedacht und beinhalten meist Namen und heilige Silben, die wiederum für umfassende Bedeutungskomplexe stehen.

Dechen Shak-Dagsay singt Mantras in der ihr eigenen unaufdringlichen und doch nachhaltigen Weise, dass man sich all dem kaum entziehen kann, selbst wenn man es wollte.
Eine Scheibe, die all denen ein Juwel sein wird, die in der Lage sind, sich hinzusetzen und zuzuhören. Die Wirkung auf den Zuhörer mag durchaus unterschiedlich sein, doch sie ist in jedem Fall positiv. Etwas anderes ist ausgeschlossen. Wer sich dieser Erfahrung entzieht, ist selbst dran schuld. HMcM


Brötchen statt Brot: Von Rohkost über vegan bis vollwertig Backen
Brötchen statt Brot: Von Rohkost über vegan bis vollwertig Backen
von Ute-Marion Wilkesmann
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen VOLLWERTFRÜHSTÜCK? LECKER!, 22. Juli 2007
Die engagierte Autorin war mir durch Rohkost statt Fasten: Ein Rohkosttagebuch für Normalosbereits bekannt, als ich zu dieser *Frühstücksvariante* griff. Sie sagt dort über sich, sie sei keine Ernährungswissenschaftlerin, wohl aber eine kritische Testerin an sich selbst und sie würde heute für sich die tiereiweißfreie Vollwertkost allem anderen vorziehen.
So ist es kein Wunder, dass die in diesem Buch vorgestellten Rezepte auch zu ganz anderen Ergebnissen führen, als die üblichen, überall gleich schmeckenden Bäckerbrötchen, mit denen wir uns in aller Regel sonst alle bescheiden müssen.
Schon die erste Seite der Einleitung zu diesem Buch macht neugierig auf den Rest. Ute-Marion Wilkesmann liefert gleich zu Anfang neun überzeugende Argumente, weshalb selbstgebackene Brötchen nicht nur ein kreatives Produkt, sondern noch so viel mehr sind.
Das Buch ist für den geübten Backfan, ebenso wie für den Anfänger am eigenen Herd erhellend.
Nichts wird vorausgesetzt. Begriffe werden verdeutlicht, Behauptungen nicht nur aufgestellt, sondern auch erklärt.
Und diese Autorin spart nicht mit erhellenden Tipps. Beispiel: Da steht nicht, machen Sie die Garprobe. Sondern es ist beschrieben, wie eine Garprobe vorgenommen wird. Überflüssig? Von wegen.
Bis das erste Rezept kommt, erfährt der sofort hochinteressierte Leser, ob er unbedingt die Bleche einfetten muss, was Gewürze in Bezug auf Brötchen bedeuten, welche Knetmethoden es gibt, was für Mehle zu empfehlen sind, was Teigführung heißt, wie Küchengeräte sinnvoll genutzt werden und welche Grundzutaten bei all den *lecker Brötschen* zu verwenden sind.
Damit Fortgeschrittene sich nicht durch die gerade für mich so wichtigen Anfängerhinweise durchquälen müssen, hat die Autorin ihre Rezeptbeschreibungen in zwei Spalten unterteilt: Links für die Geübten und rechts für Anfängerhansels wie mich.
Wer macht sich sonst solche Mühe? Danke dafür.
Ein weiteres Plus: All die umfangreich angeführten Rezepte können in einer normalen Haushaltsküche umgesetzt werden. Da wird keine Profiküche vorausgesetzt, denn diese erstaunliche Autorin backt selbst ausschließlich an ihrem ganz normalen Küchenherd, wie sie glaubhaft versichert. Sehr wichtig, sicherlich nicht nur für mich, sind auch die immer kurzen, erhellenden Anmerkungen am Ende eines Rezepts.
Nicht so interessant für mich, sicher aber für diejenigen, die sich ausschließlich vollwertig ernähren, sind die bereits im Titel enthaltene Hinweise, ob dieses und jenes *ROHKOSTBRÖTCHEN* zu VEGAN oder VOLLWERTIG verarbeitet zu rechnen ist und was diese Unterscheidungen ausmacht.

Alle Rezepte sind absolut nachvollziehbar, denn der Selbstversuch bestätigt, die sind während der Zubereitung entstanden. Auch die Fotos stammen von der Autorin.
Eine dicke Kaufempfehlung. Ich bin sicher, jeder Leser bekommt Lust zum Experimentieren mit diesen phantasievollen, knackigen Frühstücksvarianten. HMcM


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