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Rezensionen verfasst von
lost pages "Jan" (Marsberg)

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Lou und ihr Männerballett
Lou und ihr Männerballett
von Nat Luurtsema
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

4.0 von 5 Sternen unterhaltsam und witzig, 5. Oktober 2016
Rezension bezieht sich auf: Lou und ihr Männerballett (Broschiert)
Meinung:
Ich wollte „Lou und ihr Männerballett“ lesen, weil es einfach nach einem total humorvollen Buch geklungen hat. Schon allein der Klappentext hat mich schmunzeln lassen und ich war gespannt darauf, ob mich auch die gesamte Geschichte überzeugen kann. Das hat sie!

Das Buch ist einfach super lustig geschrieben und die Autorin hat mit Lou eine Protagonistin geschaffen, die eben auch in ihrem Wesen diese humorvolle Ader des Buches perfekt zum Ausdruck bringt. Dabei ist Lou oftmals gar nicht freiwillig so komisch, sondern landet des Öfteren von einem Fettnäpfchen ins Andere - besonders ihre Gedankengänge sind der Knaller. Für mich war dieser Punkt der tragende Balken der Geschichte, genau das habe ich mir im Vorfeld erhofft.

Hinzu kommt, dass Frau Luurtsema schön spritzig und kurzweilig schreibt. Ich bin förmlich durch die Seiten geflogen und war erstaunt, dass ich plötzlich die Hälfte des Buches in einem Rutsch verschlungen hatte.

Okay, der Plot mit dem Männerballett und den drei heißen Jungs ist vielleicht ein wenig überspitzt und oftmals etwas klischeehaft, aber das hat mich nur wenig gestört. Dadurch wird eben auch die Komik hervorgehoben. Ganz besonders gut hat mich auch die Freundschaft zwischen Lou und ihrer besten Freundin gefallen, die als Nebenstrang wirklich schön ausgearbeitet wurde.

Fazit:
Alles in allem ist „Lou und ihr Männerballett“ genau das, was ich mir erwünscht habe. Das Buch ist lustig, was man auch einfach ganz viel der charmanten Protagonistin zuschreiben kann. Hier und da ist die Handlung etwas übertrieben und klischeehaft, aber das fällt in diesem Werk gar nicht so stark ins Gewicht. Wer auf kurzweilige Unterhaltung steht, der ist mit Lou und ihrem Männerballett echt gut bedient.


Die Auslese - Nichts ist, wie es scheint: Roman (Die Auslese-Trilogie, Band 3)
Die Auslese - Nichts ist, wie es scheint: Roman (Die Auslese-Trilogie, Band 3)
von Joelle Charbonneau
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen Zufriedenstellender Abschlussband, 28. Mai 2016
Meinung:
Ich habe Dystopien früher geliebt und fast alles verschlungen, was mir zwischen die Finger geraten ist. Das hat sich geändert. Mittlerweile ähnelt mir in dem Bereich alles zu viel und wirklich begeistern konnte mich nur noch wenige Bücher. Die "Die Auslese"-Trilogie macht da für mich eine Ausnahme und ich muss gestehen, dass der finale Band der Reihe zu den Neuerscheinungen dieses Jahr gehört, die ich lange sehnlichst erwartet habe.

Was mir an dieser Reihe so gut gefällt, ist zum einen Protagonistin Cia und zum anderen der Stil der Autorin. Cia ist ein schlaues Mädchen und das merkt man allgegenwärtig. Für manchen mag das immer noch langweilig wirken, aber für mich ist dieser weibliche Charakter einer der besten, die ich im Bereich Jugendbuch gesehen habe. Ich mag ihre Art zu denken, ich mag ihre Art Probleme zu beleuchten und zu lösen. Ich bewundere ihren starken Willen und ihre Ruhe, die sie auch in brenzligen Situationen nicht durchdrehen lässt. Sie ist körperlich keine Kämpferin, dafür schlägt sie ihre Feinde mit Köpfchen. Wenn ich über diese Trilogie nachdenke, dann schießen mir gleich zwei Begriffe durch den Kopf. Vertrauen und Verrat. Cia muss sich immer wieder die Frage stellen, wem sie vertrauen kann. Mehr als einmal hat sich das Blatt gewendet und vermeintliche Verbündete haben sie hintergangen. Es ist nicht verwunderlich, dass Cia im Abschlussband sehr genau abwägen muss, wen sie mit in ihrem Team haben will, um sich gegen die Befürworter der Auslese zu behaupten.

Dieses Spiel zwischen Verrat, Angst, Vertrauen ist Grundstein für den spannenden Plot. Perfekt abgerundet wird das alles durch den fabelhaften Stil der Autorin. Ich bin immer noch total begeistert, wie spannend Frau Charbonneau schreiben kann. Sie verschachtelt die Sätze so toll, dass man sich als Leser immer so fühlt, als wäre man hautnah dabei. Gefühle werden so real, dass man in spannenden Momenten mit Herzklopfen durch die Seiten rast! Große Klasse!

Für mich schließt die Geschichte rund ab und ich bin wirklich zufrieden mit dem letzten Buch der Reihe. Mir haben dir Vorgänger aber dennoch ein kleines bisschen besser gefallen. Das liegt daran, dass sich der Plot jetzt ausschließlich um die Abschaffung der Auslese dreht. Cias Gedanken kreisen hauptsächlich um dieses Ziel. In den Vorgängern haben die Tests und Aufgaben, die die Kandidaten zu bewältigen hatten, für etwas mehr Abwechslung gesorgt. Nichtsdestotrotz sorgt auch der finale Band für ausreichend spannende Momente!

Fazit:
Auch "Nichts ist, wie es scheint" konnte mich überzeugen. Der Abschlussband hatte für mich genug Spannung in petto. Ebenfalls Protagonistin Cia und Joelle Charbonneaus Stil haben mich erneut begeistert. Im Vergleich zu den Vorgängern hätte ich mir aber etwas mehr Abwechslung im Plot gewünscht - trotzdem ein zufriedenstellender Abschluss.


Der Pfau: Roman
Der Pfau: Roman
von Isabel Bogdan
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,99

7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen HERRLICH amüsant!, 29. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Der Pfau: Roman (Gebundene Ausgabe)
Meinung:
Lobende Kritiken und dieses wunderbare Cover haben mich neugierig werden lassen und so habe ich mir dieses kleine Büchlein ganz spontan angeschafft. Zudem hatte ich mal wieder Verlagen auf etwas "Anderes" und da hat das Werk von Isabel Bogdan ganz quirlig gewunken.

"Der Pfau" ist kurzweilige Unterhaltung auf gehobenem Niveau und die Autorin versteht es bestens, ihre Charaktere miteinander "kommunizieren" zu lassen. Denn das ist die große Komik in dem Roman. Die Situationen sind so herrlich charmant und vergnüglich, dass man sich über die aufkommenden Missverständnisse nur erheitern kann und das alles, ohne einmal der wörtlichen Rede zu begegnen. Warum der Humor allerdings so "britisch" sein soll, kann ich nicht verstehen, denn außer dem Ambiente wurde ich eher selten daran erinnert. Aber was ist schon speziell britischer Humor? Das tut der Komik aber natürlich keinen Abbruch und ich bin sehr angetan, dass es dieser Roman 250 Seiten lang schafft, eine Komödie um einen verrückt gewordenen Pfau aufzubauen und aufrechtzuerhalten. Hätte man die Karten aber schon von Anfang an auf den Tisch gelegt, dann wäre diese witzige Situationskomik gar nicht erst zustande gekommen

Abgesehen von dem Humor, ist der Autorin auch die Gestaltung der Charaktere wunderbar gelungen, und obgleich, wie schon erwähnt, die Geschichte eher kurzweilig ist, so sind die Personen doch sehr authentisch und facettenreich gestrickt. Lustigerweise lässt Frau Bogdan ihre Figuren dann doch regelmäßig klischeehaft dastehen – aber das macht den Humor nur noch großartiger. Das passt eben!

„Der Pfau“ ist komplett in indirekter Rede geschrieben. Ich war schon mitten im Geschehen, als ich diesen Umstand überhaupt bemerkt habe. Der Stil wirkt kühl und doch schafft es die Autorin durch ihre fast liebevollen Beschreibungen den Schauplatz so ländlich derb zu präsentieren.

Am Ende hätte ich mir dann doch vielleicht eine etwas andere „Auflösung“ gewünscht, wobei ich aber sagen muss, dass dieser Schluss schon zum Gesamtbild passt.

Fazit:
Isabel Bogdan hat mit "Der Pfau" ein Werk geschrieben, das mich besonders durch seine charmante und witzige Art bestens unterhalten hat. Die Situationskomik in der Handlung ist einfach köstlich und auch stilistisch konnte ich dem Roman viel abgewinnen. Daumen hoch für das schöne Tier!


Ponderosa
Ponderosa
von Michael Sieben
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Habe ich gerne gelesen - 3,5 Sterne!, 29. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Ponderosa (Gebundene Ausgabe)
Meinung:
Veränderungen gehören zum Leben und ganz besonders in der Zeit des Erwachsenwerdens passieren viele Dinge auf einmal, die sich plötzlich ändern. Eine verwirrende Zeit. Eine Zeit voller Angst, Neugierde, Spaß und ganz viel Abenteuer. Viele Autoren haben Bücher geschrieben, die sich mit dieser Thematik beschäftigen. Jugendliche, die plötzlich eine andere Welt vor sich haben, die sich mit nie gekannten Problemen auseinandersetzen müssen. Manche davon kennt man selber noch zu gut, andere sind gravierender und man ist doch froh, dass sein eigenes Leben anders verlaufen ist. Auch Michael Sieben hat so ein Werk geschrieben.

In seinem Jugendbuch „Ponderosa“ hat Kris die Protagonistenrolle übernommen und für Kris sind seine beiden besten Freunde Josie und Juri das Wichtigste überhaupt. In der Ponderosa, so wird die verlassene Hütte im Wald genannt, verbringen sie ihre Freizeit. Doch in der letzten Zeit merkt Kris, dass sich etwas verändert hat. Zwischen ihm und Juri gibt es immer mal wieder Spannungen, die nicht ausgesprochen werden und er kann sich nicht erklären, woran das liegt. Zudem sieht er Josie plötzlich in einem ganz anderen Licht. Glaubhaft schildert der Autor, was in dem Kopf Jungen vorgeht. Kris Gedankenstimme klingt authentisch, sein Handeln wirkt echt, ohne groß übertrieben zu wirken - manch ein Autor hatte da einen ganz andern Slang drauf, aber hier hatte ich niemals das Gefühl, dass die Heranwachsenden in eine Schublade gesteckt werden.

Freundschaft, die erste Liebe, kleine und größere Streits und die Unsicherheit der eigenen Person finden gekonnt ihren Platz in der Geschichte. Siebens kühler und prägnanter Stil passt für mich wirklich sehr gut ins Gesamtkonzept und hat bei mir Eindruck hinterlassen.

So sehr mich der mysteriöse Prolog zu Beginn auch neugierig gemacht hat, so empfand ich den kriminalistischen Part in „Ponderosa“ doch etwas fehl am Platz. Ich glaube, die Handlung wäre auch ohne diese zusätzliche Schiene lesenswert geblieben. So hatte ich leider oftmals das Gefühl, etwas völlig unnötiges zu lesen, was ein wenig schade war.

Fazit:
„Ponderosa“ von Michael Sieben erzählt glaubhaft die Geschichte eines Jungen, der sich den Problemen des Erwachsenwerdens stellen muss. Das schafft der Autor wirklich toll, ohne dabei zu übertreiben. Den Krimi-Part empfand ich als etwas unnötig. Nichtsdestotrotz ein lesenswertes Debüt!


We Are the Ants
We Are the Ants
von Shaun David Hutchinson
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,84

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Authentisch, emotional & total skurril!, 29. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: We Are the Ants (Taschenbuch)
Meinung:
"We are the Ants" hat mich direkt angesprochen. Der Klappentext klingt so verrückt und abgedreht, ich musste das Buch einfach lesen. Bereut habe ich das keine Sekunde, denn Highlights liest man eben gerne! Mit dem Namen Shaun David Hutchinson konnte ich vorher nicht viel anfangen, obwohl „We are the Ants“ nicht sein Erstling ist – bisher ist er mir aber nie unter die Augen gekommen. Eine Schande! Wenn seine anderen Bücher nur halb so gut sind, wie dieses hier, dann Hut ab.

Henry ist Hauptfigur in diesem Roman, in dem es der Autor ganz fantastisch geschafft hat, eine Geschichte zu schreiben, die mich oftmals unglaublich berühren konnte. Henrys Leben ist nämlich gehörig aus dem Ruder gelaufen und das scheint weiterhin anzuhalten. Sein Freund hat vor einigen Monaten Selbstmord begangen und Henry scheint immer noch in einer Starre zu stecken, aus die er nicht erwachen kann. Selbstzweifel, Selbsthass lassen ihn immer wieder die Frage stellen, warum Jesse freiwillig aus dem Leben getreten ist und er keine Anzeichen gesehen hat. Hat er Jesse zu wenig geliebt? Hat er Jesse mit seiner Liebe erdrückt? In dieser Spirale der Trauer ist es wenig hilfreich, dass seine geliebte Großmutter langsam aber sicher ihre Erinnerungen an Alzheimer verliert, dass seine Mutter nach der Trennung von seinem Vater wenig Selbstwertgefühl besitzt, sein nichtsnutziger Bruder plötzlich Vater wird und er in der Schule von seinen Mitschülern gequält wird. „Space Boy“, so nennen sie ihn und dieser Name kommt nicht von ungefähr!

Henry wurde nämlich mit 13 Jahren das erste Mal von Aliens entführt und das geschieht seither in regelmäßigen Abständen. Als das an die Öffentlichkeit kommt, ist er das gefundene Opfer. In einer dieser "Alien-Nächte" bekommt er von den Aliens eröffnen, dass er entscheiden kann, ob die Welt in 144 Tagen untergehen soll oder ob er der Menschheit noch eine Chance gibt. Was soll er tun? Wie leicht wäre es, den roten Knopf zu drücken, um dem Leid endgültig zu entrinnen. Das klingt alles so deprimieren und das ist es auch, ich hatte aber trotzdem niemals das Gefühl, dass mich diese Traurigkeit, die die Geschichte ausstrahlt, selbst ergreift. Vielmehr hatte ich das Gefühl von Bewunderung für Henry, dass er all diese Ungerechtigkeit schon so lange aushält. Unzählige Male hatte ich das Bedürfnis diesen verdammten roten Knopf selber zu drücken, weil mich diese Gemeinheiten so wütend gemacht haben.

Gleichzeit gab es so viele Momente im Buch, die einfach wahnsinnig schön sind und da muss ich dem Autor ein Kompliment machen. Das Buch ist vielschichtig und bedient diese „Schichten“ absolut gleichwertig. Henrys Oma bekommt genauso viel Wichtigkeit, wie die Momente mit seiner Mutter. Ebenso wird die Beziehung zu seinem Bruder nicht vernachlässigt. Jesses Selbstmord zieht sich zwar wie ein Leitfaden durch die gesamte Handlung, es passiert aber trotzdem so viel drum herum. Zudem ist das Buch einfach toll geschrieben und Herrn Hutchinson gelingt fabelhaft der Spagat zwischen humorvollen und traurig/emotionalen Augenblicken.

„Depression isn't a war you win. It's a battle you fight every day. You never get to stop, never get to rest. It's one bloody fray after another.“ (S.328)

Ich habe wirklich nichts an dem Buch auszusetzen und konnte jederzeit gebannt verfolgen, wie sich Henry in den 144 Tagen weiterentwickelt, und war natürlich gespannt darauf, wie das Ende ablaufen würde. Für mich war es einfach nur perfekt, so wie es ist. „We are the Ants“ ist für mich eben so ein Buch, das ich mit einem Gefühl zumache, das irgendwie anders ist – großartig!

Fazit:
„We are the Ants“ von Shaun David Hutchinson ist das erste Buch dieses Jahr, das mich vollends überzeugen konnte. Authentische Charaktere, viele Emotionen (schöne & traurige) und eine doch etwas skurrile Handlung machen dieses Buch zu einem Highlight. Lesen, ich bitte darum!


All die schönen Dinge
All die schönen Dinge
von Ruth Olshan
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

3.0 von 5 Sternen Ganz nett, mehr aber nicht., 29. April 2016
Rezension bezieht sich auf: All die schönen Dinge (Gebundene Ausgabe)
Meinung:
"All die schönen Dinge" von Ruth Olshan ist wieder eines dieser Bücher, in das ich mich auf den ersten Blick direkt verliebt habe. Das Cover ist bezaubernd hübsch aufgemacht. Hell, leuchtend, freundlich und schreit geradezu nach einem humorvollen Contemporary-Buch. Dann besitzt das Buch auch noch einen schönen Titel, wie ich finde. "All die schönen Dinge" klingt total positiv, gleichzeitig bekomme ich aber direkt das Gefühl, das dahinter noch mehr steckt - vielleicht etwas Ernsthaftigkeit in der Handlung. Wenn man den Klappentext liest, dann bestätigt das den ersten Eindruck. Das Werk klingt jedenfalls genau nach meinem Geschmack und so habe ich mich schnell daran gemacht, in Tammies Welt abzutauchen.

Mit 288 Seiten ist das Buch recht kurz und daher schnell gelesen. Am Ende war ich etwas zwiegespalten, was ich letztendlich davon halten soll. Es hat Spaß gemacht, keine Frage, aber gerade die erste Hälfte war für mich nicht immer ohne Komplikationen zu lesen. Das lag besonders daran, dass Tammie meines Erachtens zu schnell alle ihre Vorsätze über Bord wirft. Tammie muss nämlich aufpassen, dass das Aneurysma in ihrem Kopf nicht platzt, in dem sie Dinge tut, die das noch mehr heraufbeschwören können. Klar, eine Absicherung gibt es nie und die Bombe in ihrem Kopf könnte jederzeit hochgehen, aber das Mädchen soll sich doch davor hüten, einige Sachen zu unternehmen, die Druck auf ihren Kopf auslösen können. Sport, niesen und Orgasmen gehören dazu.

Dann taucht Fynn auf und für mich als Leser war natürlich auf den ersten Blick klar, dass die beiden zueinander finden werden. Das Tammie letztendlich doch jemanden findet, ist toll, aber mir hat das Zusammenkommen einfach zu gehetzt gewirkt. Die beiden kennen sich ungelogen ein paar Tage und Tammie schmiedet schon Pläne und denkt daran mit Fynn zu schlafen und kurz darauf fallen auch schon die drei Worte, die einfach nach so kurzer Zeit nicht glaubhaft wirken. Das fand ich ein wenig schade und mit etwas mehr Seiten hätte man das bestimmt noch etwas glaubhafter für mich machen können. Fynn und Tammie sind nämlich an sich tolle Charaktere und passen auch auf den ersten Blick super zusammen. Besonders Tammie mochte ich direkt, weil ihr Tick mit dem Sammeln der Sprüche auf Friedhöfen total faszinierend ist. Ich bin selber gerne dort, weil ich einfach finde, dass diese Orte viel Ruhe ausstrahlen und ich lese ebenfalls gerne die Sprüche auf Grabsteinen, daher konnte ich ihre Leidenschaft gut nachvollziehen, wobei sie ganz anders angetrieben wird.

Die zweite Hälfte des Buches konnte mich mehr packen, besonders auf emotionaler Ebene. Da schwappt die Handlung in eine traurige Richtung, die mich total mitreißen konnte, weil die Autorin das wirklich schön zum Ausdruck gebracht hat. Generell fand ich es schön, wie Ruth Olshan die Protagonistin hat handeln lassen (mal abgesehen von der schnellen Verliebtheit). Tammie geht stark mit ihrem Schicksal um, ohne dabei zu gefühlskalt oder zu weinerlich zu wirken. Das hat die Geschichte mit dem Aspekt der Krankheit authentisch wirken lassen.

Fazit:
Mir hat "All die schönen Dinge" von Ruth Olshan ganz gut gefallen, muss aber sagen, dass mir das Zusammenkommen zwischen Tammie und Fynn einfach zu rasant abgelaufen ist. Ich mag das einfach nicht und finde das unglaubwürdig. Nichtsdestotrotz mochte ich Fynn und ganz besonders Tammie ziemlich gerne und die Geschichte kann mich ab der zweiten Hälfte deutlich mehr überzeugen und mitreißen. Wer mit rasant aufkeimenden Liebeleien keine Probleme hat, der wird sicherlich seine Freude mit dem Buch haben.


Their Fractured Light (Starbound)
Their Fractured Light (Starbound)
von Amie Kaufman
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Prima Abschluss!, 29. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Meinung:
Ich musste „Their Fractured Light“ direkt nach Erscheinen kaufen, weil der Abschlussband der Starbound-Trilogie zu den Neuerscheinungen gehörte, die ich heiß ersehnt habe. Umso glücklicher war ich, als es endlich bei mir angekommen ist. Von der Optik her schaut die Trilogie einfach super aus, aber auch inhaltlich hat mich die Geschichte angesprochen. Band 1 habe ich damals geliebt, und obwohl der Mittelband etwas schwächelte, war ich sehr neugierig, was das Finale zu bieten hat. Enttäuscht wurde ich definitiv nicht!

Auch im dritten Band gibt es wieder ein neues „Paar“, aus deren Perspektive die Handlung erzählt wird. Sofia und Gideon waren mir auf Anhieb sympathisch und ich könnte mich wahrscheinlich gar nicht entscheiden, welches Pärchen mir insgesamt besser gefallen hat. Alle 6 haben ihre Eigenschaften und gut ausgearbeitet Persönlichkeiten. Eines haben natürlich alle gemeinsam – den steinigen Weg, der sie zusammenführt.

Und der war bei Gideon und Sofia wirklich rasant und das direkt von Beginn an. Mir hat das gut gefallen, wobei ich mir hin und wieder schon etwas mehr Ruhe gewünscht hätte, um bestimmte Momente und Situationen einfach besser erfassen zu können oder sacken zu lassen. Das Autorenpaar treibt beide nämlich unermüdlich voran und die ganze Handlung wirkt am Anfang fast schon gehetzt. Ich mag das aber immer noch lieber, als einen zähen Start, der nur langsam ankurbelt und da ich mich durch die anderen beiden Bücher in diesem Szenario sowieso schon auskenne, hat mir die Agilität wenig ausgemacht. Dadurch ist die Geschichte auch augenblicklich spannend und temporeich.

Den Handlungsort aus dem ersten Buch kann auch „Their Fractured Light“ nicht toppen, dafür fand ich es aber klasse, dass ab der zweiten Hälfte die anderen beiden Pärchen Gideon und Sofia Gesellschaft leisten und alle 6 zum Finale hin die gleiche Wichtigkeit bekommen. Kaufman und Spooner verknüpfen gekonnte wichtige Ereignisse/Geschehnisse aus den ersten beiden Büchern mit der aktuellen Lage in „Their Fractured Light“. Ich konnte gar nicht anders, als die gesamte Zeit gespannt zu sein, wie alles ein Ende findet, und habe besonders die letzten Kapitel in einem Rutsch verschlungen.

Mir hat das Ende wirklich sehr gut gefallen und ich finde, die Autoren haben die Trilogie zu einem zufriedenstellenden Ende geführt. Wer die ersten beiden Bände mochte, der wird auch mit dem Abschlussband glücklich sein!

Fazit:
Alles in allem ist "Their Fractured Light" ein tolles Finale, das die Trilogie genau nach meinem Geschmack beendet. Auch Pärchen Nummer 3 weiß zu überzeugen. Zu Beginn wirkt die Handlung gelegentlich etwas gehetzt, aber das ist vergessen, als die zweite Hälfte mit allen bekannten Gesichtern erhellt wird. Ein rasantes, spannendes Finale, das die Fans glücklich machen wird!


Und draußen stirbt ein Vogel: Thriller
Und draußen stirbt ein Vogel: Thriller
von Sabine Thiesler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Thriller mit wenig Spannung, 29. April 2016
Meinung:
Da ich mal wieder Lust auf einen spannenden Thriller hatte, wollte ich mir das neue Werk von Sabine Thiesler vornehmen. „Und draussen stirbt ein Vogel“ sieht nicht nur schaurig-spannend aus, auch die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen.

Aber so richtig warm bin ich mit dem Buch leider niemals geworden. Mein größtes Problem waren einfach die Charaktere, mit denen ich kaum etwas anfangen konnte. Sowohl Opfer als auch Täter konnte in mir keine Regungen auslösen. So hatte ich keine Angst um Rina, konnte nicht mit ihr mitfiebern – ebenso andere Personen/Opfer waren mir schlichtweg egal. Die Hintergründe von Manuel waren mir total suspekt. Sein Motiv, warum gerade Rina in sein Visier geraten ist, sind für mich so banal und kaum nachvollziehbar – auch mit dem Hintergedanken, dass er eben ein Psychopath ist. Aber mir war das dann doch zu weit hergeholt und unglaubwürdig.

Den Stil der Autorin mochte ich ganz gerne. Ich hatte keine Probleme damit, der Geschichte flüssig zu folgen. Sabine Thiesler hat es auch geschafft zum Ende hin gezielt Spannung aufzubauen, nur leider konnte ich mich da einfach nicht drauf einlassen, weil ich für die Personen nichts übrig hatte. Zudem war mir dieser Spannungsaufbau zu punktiert auf das Ende gerichtet. Ein Thriller muss für mich kontinuierlich Spannungsmomente bieten und das war hier leider nicht der Fall.

Etwas verwirrend fand ich auch den strukturellen Aufbau der Handlung. Es gibt Handlungsstränge, die hätte ich knallhart gestrichen, weil die für mich gar nicht so richtig in die Geschichte gepasst haben oder weil diese total irritierend sind. Die Passagen mit dem Pfarrer zum Beispiel. Dem Leser wird hier schon fast eine Erkenntnis/Vermutung gegeben, die später einfach mal absolut keine Rolle für die eigentliche Handlung gespielt hat.

"Und draussen stirbt ein Vogel" ist mein erstes Buch von Sabine Thiesler, daher kann ich keine Vergleiche zu ihren anderen Werken ziehen. Bisher habe ich aber schon einige positive Meinungen gehört. Nach so einem schlechten Start mit der Autorin weiß ich aber noch nicht, ob ich mich irgendwann an ein anderes Buch von ihr wagen werde. Der erste Eindruck setzt sich ja dann schon irgendwie fest.

Fazit:
Das neue Werk von Sabine Thiesler hat mich leider ziemlich enttäuscht zurückgelassen. "Und draussen stirbt ein Vogel" hat mich mit einem vielversprechenden Klappentext und Cover gelockt, meine Erwartungen wurden aber leider nicht erfüllt. Für einen Thriller gab es für mich einfach nicht genug spannende Momente und auch die gesamten Charaktere konnten keinen Eindruck bei mir hinterlassen. Von mir gibt es leider keine Leseempfehlung.


We All Looked Up
We All Looked Up
von Tommy Wallach
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Selten war ich so zwiegespalten bei einem Buch., 28. März 2016
Rezension bezieht sich auf: We All Looked Up (Taschenbuch)
Meinung:
„We all looked up“ hat sich für mich im ersten Moment einfach großartig angehört. Der Klappentext verspricht einen Blick auf vier Jugendliche, die sich alle plötzlich dem Ende der Welt gegenüberstellen müssen. Was soll man mit der restlichen Zeit anfangen, die einem gegeben wird, wie soll man die letzten Tage füllen? Das ist mir als Erstes durch den Kopf geschossen, als ich mir vorgestellt habe, wenn mir plötzlich die Zeit durch einen Kometen gestohlen wird.

Tommy Wallach hat sich dazu entschlossen, dass seine Geschichte aus vier verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Gut gewählt, wenn man viele Blickwinkel haben will, um das kommende Ereignis zu beleuchten. Peter, Andy, Eliza und Anita haben so ziemlich eines gemein, dass es keine Gemeinsamkeiten gibt. Peter der attraktive Sportler, Andy der etwas verpeilte (Drogen)Typ, Anita die folgsame Streberin und Eliza, die Außenseiterin. Ich mochte allerdings nicht alle Erzählstimmen und das macht gleichzeitig mein größtes Problem mit diesem Buch aus.

Ich hatte nämlich gehofft, dass der Autor seine Figuren etwas mehr aus gewohnten Mustern ausbrechen lässt, aber das gelingt ihm leider nur bedingt. So will zum Beispiel Andy seine vielleicht letzten Tage damit verbringen, eine Wette zu gewinnen, die einfach mal total banal und oberflächlich ist. Solche „Ausbrüche“ nach unten finden sich leider bei jeder Figur gelegentlich wieder, was ich sehr schade fand, weil ich mir doch gewünscht hätte, dass Wallach etwas mehr Intensität, etwas mehr Andersartigkeit in das Handeln seiner Figuren gelegt hätte. Vor diesem Hintergrund hätte sich das doch fantastisch angeboten. Angst, Zweifel, Wut – damit kann man so gut spielen.

Ich will aber nicht behaupten, dass ihm das nicht auch gelungen ist. Das Buch springt fast schon immer von einer Schale in die andere und dann zeigt der Autor, was er drauf hat. Dann zeigt er, wie reif, heftig, authentisch und verzweifelt seine Figuren agieren können. Dieses Hin und Her zeigt sich ebenfalls in seinem Stil. Tommy Wallach haut manchmal Sätze raus, die sind so genial und gehen einem direkt unter die Haut und man denkt sich nur, wie fantastisch diese Worte in die Handlung passen, wie fantastisch diese Worte das unterstreichen, was die jeweilige Person gerade durchmacht.

„Die besten Bücher handeln nicht von Dingen, über die du noch nie nachgedacht hast. Sie handeln von Dingen, über die du schon immer nachgedacht hast, bei denen du aber meintest, keiner sonst würde sich über sie Gedanken machen. Du liest sie und plötzlich bist du ein kleines bisschen weniger allein auf dieser Welt. Du bist Teil dieser kosmischen Gemeinschaft von Leuten, die alle schon über diese Sache nachgedacht haben, egal, um was es sich dabei zufällig handelt.“ (S. 20)

Aber dann gibt es gelegentlich Sätze oder Vergleiche, die sich für mich einfach komisch anhören.

„Sie hatte allerdings auch tolle Haare […], lang und milchkaffeebraun und so glatt und glänzend wie ein Basketballtrikot.“ (S.1).

Okay. Klingt echt merkwürdig.

Dieses Auf und Ab zieht sich durch die gesamte Handlung und es war manchmal echt zum Verrücktwerden. Von einem „Wow“ geht es direkt zu einem „Argh“. Daher war ich froh, dass sich das Ende des Buches für mich auf die gute Seite gesellt hat. Ich mochte es sehr, dass man zum Schluss ein wenig ratlos zurückgelassen wird – genau wie die Protagonisten. Man spinnt selbst ein wenig weiter und spielt mit dem einen oder anderen Gedanken. Wer offene Ende allerdings überhaupt nicht mag, der wird sich hier bestimmt etwas ärgern.

Fazit:
„We all looked up“ ist stellenweise echt fantastisch. Genial geschrieben, genial in der Handlung und der Handlungsweise der Figuren. Stellenweise ist „We all looked up“ aber auch sehr klischeehaft, festgesessen und gespickt mit merkwürdig klingenden Vergleichen. Selten hat mich ein Buch so zwiegespalten zurückgelassen.


Infernale
Infernale
von Sophie Jordan
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück, 15. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Infernale (Gebundene Ausgabe)
Meinung:
"Infernale" ist mein erstes Buch von Sophie Jordan. Hierzulande ist sie ja schon mit ihrer Firelight-Trilogie bekannt. Ihr neustes Jugendbuch ist mir aber schon vor einige Zeit ins Auge gestochen und ich war beinahe kurz davor mir das englische Original zu besorgen, bis es dann ganz plötzlich in der Vorschau vom Loewe Verlag aufgetaucht ist.

Mir hat der Start in die Geschichte leider überhaupt nicht gut gefallen. Wir lernen Davy als ein Mädchen kennen, das wirklich perfekt ist. Sie ist schlau, sieht gut aus. Ihr fällt es leicht jedes Instrument zu spielen, hat viele Freunde und einen attraktiven Freund. Ihre Zukunft sieht fantastisch aus - ihre Träume scheinen alle in Erfüllung zu gehen. Kurz gesagt war sie mir von Anfang an zu glatt, zu langweilig. Schon allein der erste Satz "Ich habe schon immer gewusst, dass ich anders bin" hat mich die Augen verdrehen lassen. Klar, ein perfektes Leben zu führen macht Davy auch so anders, so speziell. Sie vermutet nämlich nicht, wie man aus dem Satz vielleicht noch lesen könnte, dass in ihr etwas Gefährliches steckt. Da ist sie später genauso schockiert, wie ihr Umfeld.

Zudem war ich echt bestürzt, wie schmalzig die ersten Seiten sind. Davy und ihr Freund waren echt unerträglich zusammen. Das war Kitsch von der feinsten (und schrecklichsten) Sorte. Als dann Davys Leben plötzlich aus den Fugen gerät und sie positiv auf das Mördergen getestet wird, tritt ein neuer Kerl in ihr Leben. Sean sieht noch besser als ihr aktueller Freund aus und benimmt sich im ersten Moment wie ein Bad Boy. Ich mochte ihn nicht. Bis hier hin ist "Infernale" ein großes Klischee für mich und ich hatte Angst, dass sich dieses Drama durch die gesamte Geschichte zieht.

Glücklicherweise bekommt Sophie Jordan so ungefähr ab der Hälfte des Buches etwas die Kurve. Die Handlung wird von Kapitel zu Kapitel spannender und es gab hier und da Momente, die sogar etwas schockieren können, weil das Szenario schon schreckliche Züge annimmt, die für einen selbst unbegreiflich erscheinen. Und ganz besonders erfreut und erstaunt war ich über die Tatsache, dass sich Sean total wandelt. Aus dem mürrischen, unnahbaren Typen am Anfang wird im Verlauf ein Kerl, der den Beschützer raushängen lässt, dabei aber viel netter wirkt.

Zwei Szenen im Buch haben mich stark an Bücher erinnert, die ich dem Genre schon gelesen habe. Der Part in dem Trainingslager, wo Davy gegen ihre Mitstreiter kämpfen muss, hätte auch in "Die Bestimmung" gepasst. Zudem haben mich gerade da Davy und Sean irgendwie an Tris und Four erinnert. Dann gab es eine Stelle im Buch, in der Davy mit ihrem Team eine Aufgabe erfüllen musste und dabei im Wettstreit mit anderen Teams stand. Das hat mich sehr an einen Teil aus dem zweiten Band von "Die Auslese" erinnert, wo Cia unter ähnlichen Umständen arbeiten musste. Mir ist klar, dass das Rad nicht neu erfunden werden kann, aber mir ist dieser Vergleich direkt durch den Kopf geschossen und ich habe unmittelbar diese Parallelen gezogen. Das kann einen stören, muss aber nicht - spannend waren diese Momente ja trotzdem.

Betrachte ich "Infernale" stilistisch, so kann ich nicht meckern. Jordans Buch lässt sich schnell und flüssig lesen und die Autorin schafft es gekonnt, spannende Momente aufzubauen. Ebenfalls positiv zu erwähnen ist die kaum auffallende Liebesbeziehung, die sich zwischen Sean und Davy entwickelt. Die Thematik, die angesprochen wird, ist super interessant. Ehrlich gesagt wüsste ich gar nicht so genau, in welche Sparte ich dieses Buch stecken würde. Es hat dystopische Züge, wobei der Part mit dem Mördergen schon ziemlich abgehoben wirkt. Infernale ist eben ein Mix-Buch. Die letzten Seiten machen definitiv Lust auf mehr, und auch wenn das Werk einige Macken für mich hatte, hätte ich dennoch Lust, mir die Fortsetzung mal etwas genauer anzuschauen.

Fazit:
"Infernale" von Sophie Jordan hatte einige gute Seiten, leider aber einige Aspekte, die mir überhaupt nicht zugesagt haben. Besonders am Anfang haben die Klischees die Oberhand und ich war zeitweise richtig genervt. Die zweite Hälfte ist deutlich besser und spannender und mit dem Verlauf der Handlung bin ich so zufrieden, dass ich sogar die Fortsetzung im Blick behalten werde.


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