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Tramp69 (The Promised Land)

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Raise Your Hand: Adventures of an American Springsteen Fan in Europe
Raise Your Hand: Adventures of an American Springsteen Fan in Europe
von Caryn Rose
  Taschenbuch
Preis: EUR 5,62

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nette Wochenendlektüre für Tramps like us..., 3. Mai 2013
Die Autorin dieses 113-Seiten-starken Büchleins, Caryn Rose, dürfte eingefleischten Bruce-Fans ein Begriff sein. Sie schreibt des Öfteren Konzertberichte auf der Springsteen-Fansite backstreets.com."Raise your Hand - Adventures of an American Springsteen Fan in Europe" ist nett zu lesen und für alle, die sich die Frage stellen, ob die Konzerte in den USA oder in Europa besser sind, durchaus zu empfehlen. Dazu hat sich Rose 7 Konzerte der letztjährigen Wrecking-Ball-Tour in Europa angesehen und mit ihren kaum noch zu zählenden Springsteen-Shows in den USA verglichen. Zu einem echten Ergebnis kommt aber auch Rose nicht: Sowohl die Shows in den USA haben ihre nicht zu unterschätzenden Vorteile - die Setlists sind etwas weniger mainstream als in Europa, Konzerte finden häufiger in Hallen als in Stadien statt - als auch die Shows in Europa, wo die Stimmung meist besser und enthusiastischer ist.

Das Büchlein ist natürlich auf englisch geschrieben, aber sehr leicht zu verstehen. Ich habe das Teil über ein Wochenende ruckzuck durchgelesen. Literarisch ist das alles nicht besonders anspruchsvoll, hatte ich aber auch nicht erwartet, aber für Bruce-Fans, die selbst schon in diversen RollCall-Schlangen gestanden haben, um Bruce aus nächster Nähe erleben zu dürfen (und nur dort will ich als Fan stehen :-)) und ihm wie für Tramps eben üblich durch ganz Europa, Nordamerika oder sonstwohin folgen, um nur keins der einzigartigen Konzerte von Springsteen zu verpassen, eigentlich ein Muss. Nette Wochenendlektüre oder zum Lesen beim Anstehen der gerade fortgesetzten Springsteen-Wrecking-Ball-Europa-Tour.:-)
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 14, 2014 4:26 PM CET


Honky Tonk
Honky Tonk
Preis: EUR 22,87

16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jay Farrar wieder in Höchstform, 9. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Honky Tonk (Audio CD)
Son Volt hat seinerzeit Ende der 90er für mich die Tür zu der weiten Welt der Musik, die meist mit "Americana" bezeichnet wird, geöffnet. Ich war im Knaack Club in Berlin zu einem Konzert von weiß nicht mehr von wem, als vor Beginn über die Hausanlage das dritte Son Volt-Album "Wide Swing Tremolo" lief und ich zum DJ nach der Band fragte, die ich bis dato nicht kannte. Gleich am nächsten Tag habe ich mir alle drei bis dahin erschienenen Alben gekauft und bin noch heute genauso begeistert wie damals. Seitdem gehört Son Volt/Jay Farrar zu meinen absoluten Lieblingsbands aus diesem Genre.

Das neueste Werk "Honky Tonk" knüpft nahtlos an dem letzten Longplayer "American Central Dust" an. Allerdings gibt es diesmal 11 lupenreine Country-Songs, fast alle im Midtempo-Bereich angesiedelt. Rockige Songs wie auf den ersten Alben von Son Volt, wie "Drown", "Route" oder "Catching On", gibt es gar keine mehr. Am rockigsten mag noch das famose "Bakersfield" sein. Die rockigen Songs mag der eine oder andere vermissen. Allerdings können die neuen Songs zumindest mich über diesen Mangel hinwegtrösten. Und wer die Sorge hatte, Jay Farrar würde vielleicht nie mehr solch Wahnsinnssongs wie "Windfall", "Tear Stained Eye" oder "Hanging Blue Side" schreiben können, wird positiv überrascht sein von den neuen Songs, denn genau in diesem Stil sind alle Songs auf Honky Tonk angelegt. Auffallend ist noch die Fiddle (von Gary Hunt), die viel stärker wahrnehmbar ist als zuletzt auf "Central Dust". Wie oben bereits angedeutet, ist das Album much more country als "Central Dust" und erst recht als "The Search" und "Okemah...". Einzelne Songs hervorzuheben geht nicht, da alles aus einem Guss ist, vielleicht "Barricades" mit seinen wunderbaren Tempiwechseln.

Wenn es etwas zu kritisieren gibt, dann höchstens die recht kurze Spieldauer von nur knapp über 36 Minuten sowie das sehr einfach gehaltene Booklet, das wie meistens bei Son Volt (leider!!!) keine Texte enthält. Dennoch gibt es von mir diesmal die Höchstpunktzahl, denn kaum eine Band weckt in mir dieses American-Highway-Feeling wie Son Volt und kaum eine Stimme klingt zumindest in meinen Ohren so wohltuend wie die von Jay Farrar.


Bruce
Bruce
von Peter Ames Carlin
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

44 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Habe etwas mehr erwartet, aber OK, 7. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Bruce (Gebundene Ausgabe)
Als würde es nicht längst genügend Bücher und Biographien über Bruce Springsteen geben, hat Peter Ames Carlin nun auch noch eine geschrieben. Um das Fazit vorwegzunehmen: Ich habe mir schon - nach all den Ankündigungen - etwas mehr, vor allem mehr Insiderwissen erwartet. Wer die Bücher insbesondere vom "Haus-Berichterstatter" Dave Marsh kennt (Glory Days, Two Hearts), von Rob Kirckpatrick (Magic in the Night), David Masur (Born to Run) oder Racing in the Street von June Skinner Sawyers wird nicht allzu viel Neues erfahren, zumal gerade die jüngsten Alben und insgesamt die Zeit ab 1990 auch bei Carlin nur sehr dürftig abgebildet werden. Natürlich sind die 70er und 80er die kommerziell erfolgreichsten für Springsteen gewesen. Allerdings war Bruce seit der Reunion so produktiv wie nie zuvor, hat mit The Rising sein vielleicht wichtigstes Album gemacht und war politisch aktiv wie nie. Dennoch wird dieses Jahrzehnt auf gerade mal 60 Seiten beschrieben. Wer dagegen noch nichts über Bruce Springsteen gelesen hat, kann gerne auf Carlins Buch zurückgreifen, denn es ist sicherlich - alleine aufgrund des Erscheinungszeitpunkts - das bisher Vollständigste.

Worin unterscheidet sich nun diese Biographie von den vielen anderen? Vor allem darin, dass Carlin Zugang zu allen Bandmitgliedern und weiteren Mitgliedern des Springsteen-Landau-Clans hatte. Und genau hier habe ich mir doch viel mehr erwartet. Die Originalzitate der Bandmitglieder passen insgesamt vielleicht auf zwei, drei Seiten. Wer geglaubt hat, mehr Infos über das Privatleben von BS zu bekommen, sieht sich ebenfalls getäuscht. Vieles bleibt im Vagen, so z. B. auch die seinerzeit ganz große Tratsch-Story über Bruces erste Ehe mit Juliane Philipps. JP hat sich wohl vertraglich verpflichtet, für alle Male nicht Näheres über die kurze Ehe zwischen 1985 und 1987 auszuplaudern (was für sie spricht). Stattdessen nimmt Bruce die ganze Schuld am Scheitern der Ehe auf sich (was für ihn spricht). Ansonsten gibt es auch nicht viel Tratsch. Wer auf solche Dinge Wert legt, sollte sich weiter an Christopher Sandfords "Point Blank" bzw. "Die Rockstimme Amerikas" (deutscher Titel) halten. Bei Carlin bekommt der Leser dafür etwas mehr Einblicke in die Gefühlslage der E Street Band-Member, als sie seinerzeit 1988 gefeuert wurden. Obwohl eigentlich alle den Schritt aus künstlerischer Sicht nachvollziehen konnten, hat das bei dem einen oder anderen doch viel tiefere Wunden hinterlassen als bisher gedacht. Auch die Reunion 1999 war alles andere als harmonisch und es stand bis zuletzt auf der Kippe, ob sie überhaupt zustande kommen würde, zumal Bruce auch nicht so richtig wollte und einige Bandmitglieder trotzig erst mal ihre Gefolgschaft verweigerten, zumal ja auch nicht alle wirklich auf das Geld angewiesen waren.

Ganz interessant und für mich auch neu waren die Beschreibungen der ganz jungen Jahre von Bruce, die allerdings sehr ausführlich beschrieben werden. Z. B. wusste ich bis dato nicht (oder nicht mehr), dass Bruce mehr oder weniger von seinen Großeltern - vaterseits - erzogen wurde, als er noch ein Kleinkind war.

Was lernt man noch Neues? Dass Little Steven immer einen etwas anderen Musikgeschmack hat als Bruce, ist hinlänglich bekannt. Dennoch war und ist Steve van Zandt der zusammen mit Jon Landau wichtigste Berater für Bruce. Ach ja: Der perfekte und für Steve beste Bruce-Song ist ..... The Little Things (My Baby Does)! :-), der es erst auf das Outtake-Album "The Promise" geschafft hat. Interessant auch die Gründe, weshalb Steve 1984 die E Street Band verlassen hat, u.a. weil ihm die Richtung, die Bruce mit dem Album Born in the USA eingeschlagen hat, nicht ganz gepasst hat und er sich nicht hinreichend gewürdigt gefühlt hat. Es war wohl kein richtiger Streit zwischen den beiden, allerdings auch längst nicht so harmonisch wie man bisher vermuten konnte. Die für mich als Fan durchaus interessante Frage, ob es in dem Song "Bobby Jean" wirklich um Steve geht, bleibt dagegen unbeantwortet. Selbst Little Steven kennt die Antwort (bis Sommer 2011) nicht: "We`ve never talked about it, to this day."

Wirklich einzigartig sind dagegen einige Bilder, die zum Teil aus dem Privatarchiv der Familie Springsteen stammen. Hier sieht man Bruce u.a. als Dreijährigen ;-). Dann wiederum gibt es aber auch Bilder, die längst bekannt sind.

Wer, wie ich, einfach alles über Springsteen lesen MUSS, sollte auch "Bruce" lesen. Wer sich davon aber wesentlich Neues erhofft, kann sicher darauf verzichten, vor allem, wenn man zuvor schon andere Bruce-Biographien gelesen hat. Dass Bruce ein Workaholic ist, der mindestens immer ein komplettes Album in der Tasche hat, dass Bruce wie ein Besessener arbeitet, weiß jeder Fan, der Bruce schon mal live gesehen hat. Einblicke in die Arbeitsweise bekommt man auch, allerdings sind die auch nicht sooo neu, wenn man die Filme über die Entstehung von Born to Run und Darkness on the Edge of Town kennt.

Noch ein Wort zum Cover-Photo, das m. W. aus dem Jahr 1992 stammt: Schaue ich auf mein Bruce-Regal mit all den Platten-Covern und Bücherumschlagsphotos frage ich mich doch, ob es auch mal möglich ist, Bruce nicht ganz so nachdenklich und traurig abzubilden. Jeder, der schon mal einen Springsteen auf der Bühne gesehen hat, weiß doch um die Ernsthaftigkeit seiner Songs, kennt aber auch den ausgelassen feiernden Party-Bruce. Solch ein Cover-Photo würde ich mir mal wünschen.;-)
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 6, 2013 3:23 PM MEST


Forever Endeavour
Forever Endeavour
Wird angeboten von positivenoise
Preis: EUR 10,71

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie immer: Grandioser Singer-Songwriter Folk-Pop des Kanadiers, 2. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Forever Endeavour (Audio CD)
Eigentlich könnte man zu jedem Ron Sexsmith immer wieder das gleiche schreiben. Regelmäßig veröffentlicht er Alben mit wunderschönen Songs. Das ist Songwriting auf allerhöchstem Niveau, auch textlich. Es gibt wirklich kein auch nur durchschnittliches Album von Ron Sexsmith! RS hat mittlerweile seinen eigenen Stil gefunden, sodass man ihn nicht mehr laufend mit anderen Singern/Songwritern wie Paul McCartney oder Elvis Costello vergleichen muss (ich würde RS den beiden Genannten jederzeit vorziehen). Seit 2004 erwarte ich daher auch jedes neue Album von Ron Sexsmith sehnsüchtigst. Mein persönliches Lieblingsalbum ist nach wie vor Exit Strategy of the Soul. Doch auch sein letztes Album Long Player Late Bloomer war zwar etwas poppiger und mainstreamiger (produziert von Bob Rock - DEM Mainstream-Pop/Rock-Produzenten schlechthin), doch dennoch ein tolles Album, denn das Songwriting war trotzdem genial. Seinen neuesten Longplayer "Forever Endeavour" muss man dagegen öfters hören. Diesmal dauert es etwas länger, bis sich die unwiderstehlichen Melodien im Ohr festsetzen. Aber sind sie einmal drin, will man sie nie mehr missen.

Produziert wurde das Album von Mitchell Froom, der zuletzt bei "Time Beeing" an den Reglern saß und so was wie der Produzent von Ron Sexsmith der ersten Stunde ist und schon bei den ersten RS-Alben dabei war. Er weiß, wie man den gefühlvollen Folk-Pop am besten arrangiert. So klingt das Album dann auch eher wie "Whereabouts" und "Other Songs". Vor allem der New-Orleans-jazzige "Me Myself and Wine" könnte auch vom Album "Whereabouts" stammen.

An den Instrumenten sind diesmal einige bekannte Sessions-Musiker wie Bob Glaub am Bass, Matt Chamberlain an den Drums und Greg Leisz an der Pedal Steel mit dabei. Mal sehen, ob die Jungs auch bei der bald anstehenden Tour dabei sind, vermute mal eher nicht.

Meine Lieblingssongs sind "Sneak out the back Door" und "Back of my Mind". Doch auch der Rest ist einfach grandios.

Das Album enthält zwei Bonus-Tracks, beide geschrieben von RS und Don Black, d.h. die Lyrics sind von Don Black, die Musik von RS. Beide sehr ruhig, aber ebenfalls sehr schön. Trotz der somit 14 Songs ist das Album gerade mal 42 Minuten lang. Dafür kommt nie Langeweile auf. Das Booklet enthält wieder Texte (außer zu den Bonus-Tracks).

Ron Sexsmith neues Album enttäuscht auch diesmal nicht und doch wird es wie immer sein: Es wird kaum jemand Notiz nehmen vom für mich bisher besten Album des noch jungen Jahres.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 16, 2013 8:16 PM CET


Highway 377
Highway 377
Preis: EUR 19,43

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bestes Ragweed-Album, 20. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Highway 377 (Audio CD)
Das zweite Album der leider nicht mehr existierenden Red-Dirt-Country-Band Cross Canadian Ragweed (CCR) rund um deren Hauptsongwriter Cody Canada ist nach wie vor mein Lieblings-Album der Band aus Tulsa, Oklahoma. Im Gegensatz zu den anderen typischen Vertretern dieses Genres (z. B. Reckless Kelly, Micky and the Motorcars oder der Randy Rogers Band) mochten es CCR schon immer etwas rockiger und vor allem bluesiger.

Kennzeichnend für den Sound von CCR sind die krachenden Gitarren und die vielleicht nicht jedermanns Stimme von Cody Canada (mir gefällt sie). CCR hatten ihre Wurzeln tief im Süden der USA. Das ist Red Dirt-Country pur mit einem kräftigen Einfluss solcher Südstaaten-Blues-Rocker wie Lynyrd Skynyrd (der letzte Song heißt nicht ganz zufällig "Alabama") oder der Allman Brothers Band. Das 53 Minuten lange Album kann getrost in einem Rutsch durchgehört werden, es rockt ordentlich ohne Skip-Song. Das Album enthält übrigens neben den 11 Songs noch zwei Bonus-Tracks, beide nur mit akustischer Gitarre begleitet: "Johnny's Song" und "Daddy's at home".

Meine Anspieltipps sind der mit Mundharmonica begleitete rockige Opener "Look at Me", das mächtig abgehende "Back Around", das countryteske "Jimmie and Annie", aber auch in "Time to Move On" und "Run to Me" sollte unbedingt reingehört werden (wie in das gesamte Album!:-)).

Neuerdings geht Cody Canada ja getrennte Wege und hat mit seinem ehemaligen CCR-Weggefährten und Bassisten Jeremy Plato die Band Cody Canada and the Departed gegründet, mit der der eingeschrittene Weg in Richtung Südstaaten-Rock weiter gegangen wird.

The Departed kommen sogar im Frühjahr für einige Gigs nach Deutschland!


Burning the Day
Burning the Day
Wird angeboten von all my music
Preis: EUR 23,11

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Noch eine texanische Country-Perle, 20. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Burning the Day (Audio CD)
Was liegt in Texas eigentlich in der Luft (oder was saugen die mit der Muttermilch auf :-)), dass dieser zugegeben recht große Staat so viele großartige Bands und Musiker herausbringt? Die Jungs um Randy Rogers sind ein weiteres Beispiel dafür, dass - geht es um Americana- und Country-Musik -nicht nur Nashville, sondern immer stärker Austin, Texas, das Mekka dieser wunderbaren Musikrichtung ist. Allerdings: Die Randy Rogers Band kommt zwar ursprünglich aus Texas und tingelt auch vor allem dort durch die Bars, das Album "Burning the Day" - das mittlerweile 7. Studioalbum der RRB - wurde aber in Nashville aufgenommen. Und das merkt man: Waren die ersten Alben noch deutlich kantiger und erdiger, ist dieses hier doch mainstreamiger und was am meisten auffällt: Die Fiddle, eines der markanten Instrumente der "alten" RRB, fehlt zwar auch hier nicht, tritt aber nicht mehr so oft und markant in den Vordergrund.

Dennoch: Auch "Burning the Day" enthält wieder 11 hervorragende erwachsene Country-Songs. Heraussticht natürlich die rauchige Stimme von Randy Rogers, dem Hauptsongschreiber, die der Musik von RRB diesen Wiedererkennungsfaktor verleiht. Der erste Song "Interstate" war in den Staaten sogar fast so etwas wie ein kleiner Hit, ein Midtempo-Song, der schnell ins Ohr und nicht so schnell wieder raus geht. Natürlich dürfen auch die üblichen Balladen nicht fehlen, wie z. B. "Damn the Rain", "Holding on to Letting Go" oder vor allem "Steal you Away". So wechseln sich rockigere Songs mit Balladen ab, es wird in den exakt 40 Minuten Spieldauer der CD nie langweilig, ohne dass die Musik jetzt besonders innovativ ist. Die Melodiebögen sind irgendwie alle schon mal dagewesen, macht aber nix. Gerade deshalb hört man sich m. E. Bands wie die RRB an, weil man ziemlich genau weiß, was einen erwartet.

Wer auf Bands wie Reckless Kelly oder Micky and the Motorcars steht, dem wird auch die RRB gefallen. Vielleicht sollte man nicht unbedingt mit "Burning the Day", sondern mit einem älteren Album der Band, z. B. "Like it used to be", beginnen, um sich einmal mehr in die Weite der texanischen Prärie versetzen zu lassen. Gute vier Sterne gibt es aber für dieses insgesamt wieder gelungene Album. Wie immer an dieser Stelle sei mir der Hinweis erlaubt, dass man diese Musik live hören und erleben muss. Es gibt auch ein sehr zu empfehlendes Live-Album der RRB, denn darauf zu hoffen, dass sich die Jungs mal nach Deutschland verirren, dürfte vergeblich sein.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 31, 2013 12:55 PM CET


Bruce
Bruce
von Peter Ames Carlin
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,99

17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Habe etwas mehr erwartet, aber OK, 5. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bruce (Gebundene Ausgabe)
Als würde es nicht längst genügend Bücher und Biographien über Bruce Springsteen geben, hat Peter Ames Carlin nun auch noch eine geschrieben. Um das Fazit vorwegzunehmen: Ich habe mir schon - nach all den Ankündigungen - etwas mehr, vor allem mehr Insiderwissen erwartet. Wer die Bücher insbesondere vom "Haus-Berichterstatter" Dave Marsh kennt (Glory Days, Two Hearts), von Rob Kirckpatrick (Magic in the Night), David Masur (Born to Run) oder Racing in the Street von June Skinner Sawyers wird nicht allzu viel Neues erfahren, zumal gerade die jüngsten Alben und insgesamt die Zeit ab 1990 auch bei Carlin nur sehr dürftig abgebildet werden. Natürlich sind die 70er und 80er die kommerziell erfolgreichsten für Springsteen gewesen. Allerdings war Bruce seit der Reunion so produktiv wie nie zuvor, hat mit The Rising sein vielleicht wichtigstes Album gemacht und war politisch aktiv wie nie. Dennoch wird dieses Jahrzehnt auf gerade mal 60 Seiten beschrieben. Wer dagegen noch nichts über Bruce Springsteen gelesen hat, kann gerne auf Carlins Buch zurückgreifen, denn es ist sicherlich - alleine aufgrund des Erscheinungszeitpunkts - das bisher Vollständigste.

Worin unterscheidet sich nun diese Biographie von den vielen anderen? Vor allem darin, dass Carlin Zugang zu allen Bandmitgliedern und weiteren Mitgliedern des Springsteen-Landau-Clans hatte. Und genau hier habe ich mir doch viel mehr erwartet. Die Originalzitate der Bandmitglieder passen insgesamt vielleicht auf zwei, drei Seiten. Wer geglaubt hat, mehr Infos über das Privatleben von BS zu bekommen, sieht sich ebenfalls getäuscht. Vieles bleibt im Vagen, so z. B. auch die seinerzeit ganz große Tratsch-Story über Bruces erste Ehe mit Juliane Philipps. JP hat sich wohl vertraglich verpflichtet, für alle Male nicht Näheres über die kurze Ehe zwischen 1985 und 1987 auszuplaudern (was für sie spricht). Stattdessen nimmt Bruce die ganze Schuld am Scheitern der Ehe auf sich (was für ihn spricht). Ansonsten gibt es auch nicht viel Tratsch. Wer auf solche Dinge Wert legt, sollte sich weiter an Christopher Sandfords "Point Blank" bzw. "Die Rockstimme Amerikas" (deutscher Titel) halten. Bei Carlin bekommt der Leser dafür etwas mehr Einblicke in die Gefühlslage der E Street Band-Member, als sie seinerzeit 1988 gefeuert wurden. Obwohl eigentlich alle den Schritt aus künstlerischer Sicht nachvollziehen konnten, hat das bei dem einen oder anderen doch viel tiefere Wunden hinterlassen als bisher gedacht. Auch die Reunion 1999 war alles andere als harmonisch und es stand bis zuletzt auf der Kippe, ob sie überhaupt zustande kommen würde, zumal Bruce auch nicht so richtig wollte und einige Bandmitglieder trotzig erst mal ihre Gefolgschaft verweigerten, zumal ja auch nicht alle wirklich auf das Geld angewiesen waren.

Ganz interessant und für mich auch neu waren die Beschreibungen der ganz jungen Jahre von Bruce, die allerdings sehr ausführlich beschrieben werden. Z. B. wusste ich bis dato nicht (oder nicht mehr), dass Bruce mehr oder weniger von seinen Großeltern - vaterseits - erzogen wurde, als er noch ein Kleinkind war.

Was lernt man noch Neues? Dass Little Steven immer einen etwas anderen Musikgeschmack hat als Bruce, ist hinlänglich bekannt. Dennoch war und ist Steve van Zandt der zusammen mit Jon Landau wichtigste Berater für Bruce. Ach ja: Der perfekte und für Steve beste Bruce-Song ist ..... The Little Things (My Baby Does)! :-), der es erst auf das Outtake-Album "The Promise" geschafft hat. Interessant auch die Gründe, weshalb Steve 1984 die E Street Band verlassen hat, u.a. weil ihm die Richtung, die Bruce mit dem Album Born in the USA eingeschlagen hat, nicht ganz gepasst hat und er sich nicht hinreichend gewürdigt gefühlt hat. Es war wohl kein richtiger Streit zwischen den beiden, allerdings auch längst nicht so harmonisch wie man bisher vermuten konnte. Die für mich als Fan durchaus interessante Frage, ob es in dem Song "Bobby Jean" wirklich um Steve geht, bleibt dagegen unbeantwortet. Selbst Little Steven kennt die Antwort (bis Sommer 2011) nicht: "We`ve never talked about it, to this day."

Wirklich einzigartig sind dagegen einige Bilder, die zum Teil aus dem Privatarchiv der Familie Springsteen stammen. Hier sieht man Bruce u.a. als Dreijährigen ;-). Dann wiederum gibt es aber auch Bilder, die längst bekannt sind.

Wer, wie ich, einfach alles über Springsteen lesen MUSS, sollte auch "Bruce" lesen. Wer sich davon aber wesentlich Neues erhofft, kann sicher darauf verzichten, vor allem, wenn man zuvor schon andere Bruce-Biographien gelesen hat. Dass Bruce ein Workaholic ist, der mindestens immer ein komplettes Album in der Tasche hat, dass Bruce wie ein Besessener arbeitet, weiß jeder Fan, der Bruce schon mal live gesehen hat. Einblicke in die Arbeitsweise bekommt man auch, allerdings sind die auch nicht sooo neu, wenn man die Filme über die Entstehung von Born to Run und Darkness on the Edge of Town kennt.

Wer der englischen Sprache nicht ganz so mächtig ist, kann auf die deutsche Version warten, die im Mai auf den Markt kommen soll. Insgesamt ist das Buch aber in einem leicht verständlichen Englisch geschrieben.

Noch ein Wort zum Cover-Photo, das m. W. aus dem Jahr 1992 stammt: Schaue ich auf mein Bruce-Regal mit all den Platten-Covern und Bücherumschlagsphotos frage ich mich doch, ob es auch mal möglich ist, Bruce nicht ganz so nachdenklich und traurig abzubilden. Jeder, der schon mal einen Springsteen auf der Bühne gesehen hat, weiß doch um die Ernsthaftigkeit seiner Songs, kennt aber auch den ausgelassen feiernden Party-Bruce. Solch ein Cover-Photo würde ich mir mal wünschen.;-)


Tomorrowland
Tomorrowland
Preis: EUR 17,99

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ryan Bingham rockt los: Erfüllt leider nicht meine (hohen) Erwartungen, 9. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tomorrowland (Audio CD)
Bewertung 2,5 Sterne

Hatte große Erwartungen an das vierte Ryan Bingham-Album, vielleicht zu große und daher fällt die Enttäuschung auch umso größer aus. Dass es rockiger werden wird, hatte ich erwartet und war auch vorher bekannt. Und mit Rock habe ich an sich auch gar kein Problem, aber dieses Album hat mit dem Ryan Bingham, den ich seit seinem Debut-Album Mescalito so geschätzt und lieb gewonnen habe, nicht mehr sehr viel gemeinsam. Da ist natürlich noch immer diese einmalige, markante Stimme. Was aber fehlt sind diese unwiderstehlichen Melodien, die die Vorgängeralben noch ausgemacht haben. Vielleicht liegt es auch am Fehlen der Dead Horses, der Backing-Band, die RB diesen markanten Sound verpasst hat. Vielleicht liegt es aber auch am Produzenten Justin Stanley, der dem Album einen Hauch von Bob Dylan verpasst hat. Ein Marc Ford war mir da deutlich lieber.

Es geht ordentlich los mit „Beg for Broken Lies“. Das rockt so, wie ich es mir von einem RB-Rocksong erwartet und erhofft habe (trotz der m. E. überflüssigen Keyboard-oder-was-auch-immer-Einlagen). Aber bereits der zweite Song „Western Shore“, der so verheißungsvoll semiakustisch und kraftvoll beginnt, wird zum Ende hin schlichtweg … langweilig und der Wall-of-Sound passt auch hier überhaupt nicht zu RB! „Flower Bomb“ ist mir etwas zu belanglos, aber OK, „Guess who's Knocking“ dagegen geht gar nicht, der schwächste Song, ein Blues-Rocker, den ich skippen muss. „Heart of Rhythm“ beginnt tatsächlich wie ein Springsteen-Song, sehr rockig, gefällt mir ganz gut, ohne mich vollends zu überzeugen. „I heard them say“ erinnert mich anfangs an Jimi Hendrix. Noch so ein OK-Song, nicht mehr. „Rising of the Ghetto“ beginnt sehr atmosphärisch mit akustischen Gitarren und steigert sich zu einem weiteren Wall-of-Sound-Song, erinnert ein wenig an einen Voodoo- oder Indianertanz. Hier fehlt mir einfach die Melodie, hat keinen Wiedererkennungswert, sollte vielleicht ein epischer Song werden - ist leider voll daneben gegangen. Mit „No Help from God“ gibt es die einzige echte Ballade des Albums, ganz nett, aber weit entfernt von der Qualität eines „The Weary Kind“. „Keep it together“, ein eher langsamer Song, ohne eine Ballade zu sein. Einer der besten Songs des Albums. „Never far behind“ gefällt mir auch ganz gut, ein Midtempo-Rocker. Endlich eine Melodie, die auch mal ins Ohr geht. Ganz klar der neben „Neverending Show“ beste Song des Albums. „The Road I'm on“ ist auch OK, countryrockig, kommt insgesamt aber auch nicht an die vielen bis dato großartigen RB-Songs ran. Wie schon erwähnt ist „Neverending Show“ der für mich beste Song des Albums, vielleicht weil er sich noch am ehesten wie ein „alter“ RB-Song anhört. Schön countrytesk im Stile von „Southside of Heaven“. Erinnert stark an Bob Dylan. Zum Schluss gibt es noch ein ganz nettes, aber dann doch auch wieder etwas belangloses „Too Deep to Fill“, ein akustisch gehaltener Country-Song.

Insgesamt ist die zweite Hälfte des Albums besser als die erste Hälfte. Überzeugen tut mich das Album allerdings leider nicht, nichts bleibt hängen, keine einzige Melodie. Freue mich dennoch auf das Konzert, denn live ist wieder eine ganz andere Geschichte.

Noch ein Wort zum Booklet: Auf solch ein Booklet kann man getrost verzichten! Was soll so etwas? Da sind zwar die Texte irgendwie abgedruckt, allerdings so wirr, dass man schnell aufgibt, die einzelnen Worte in einen logischen Zusammenhang zu bringen. Zu den Texten kann ich daher nicht viel sagen, außer dass sie wohl etwas politischer sind als die der letzten Alben.

Musikalisch gebe ich dem Werk zwischen 2 bis 3 Sterne. Obwohl das Gesamtpaket (Produktion, Songwriting, Verpackung) nicht überzeugt, runde ich doch auf, nachdem ich RB vor zwei Tagen live gesehen habe und feststellen durfte, dass die Songs gar nicht so schlecht sind, wenn sie ordentlich produziert und der ganze Wall-of-Sound-Schnick-Schnack, der m. E. nicht zu RB passt, weggelassen worden wären.
Kommentar Kommentare (29) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 20, 2014 9:37 PM MEST


Kein Titel verfügbar

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder ein grandioses Album der Brüder aus North Carolina, 3. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mit dem neuen Album der aus North Carolina stammenden Avett-Brothers gehen sie weiter in die Richtung, die sie mit dem phantastischen Vorgängeralbum "I and Love and You" eingeschlagen haben. Das bedeutet gleichzeitig aber auch, dass sich die Avett Brothers noch einen Schritt weiter von ihrem ursprünglichen Folk-Bluegrass-Country-Punk verabschieden, mit dem mittlerweile ja Mumford and Sons sehr erfolgreich durch die Lande ziehen. Das Original sind aber die Avett Brothers. Die AB bewegen sich dagegen eher in Richtung (sehr erwachsenen) Folk-Pop. Das Banjo, das - wie bei Mumford and Sons - auf den früheren Alben das tragende und die Musik prägende Instrument darstellte, ist mit Ausnahme der Songs "Live and Die" und "Down with the shine" so gut wie ganz verschwunden. Die Musik auf "Carpenter" ist auch textlich deutlich erwachsener geworden. Produziert wurde Carpenter wie der Vorgänger von Rick Rubin, der ja für seine glasklaren und erdigen Produktionen bekannt ist. Auf Carpenter ist mir das allerdings fast schon zu glatt produziert. Die eine oder andere "Kante", die die AB auf früheren Alben auch ein Stück weit sympathisch und menschlich gemacht hat, fehlt nunmehr komplett.

Was bleibt sind allerdings nach wie vor wunderbare Songs. Die beiden Avett-Brüder perfektionieren ihr Songwriting mit jedem Album und auf Carpenter sind einige dieser von jedem Songwriter ein Leben lang angestrebten "perfekten Songs" zu hören. Das sind in jedem Song unwiderstehliche Melodien. Dazu kommen - und das gehört nunmal zu einem guten Songwriting dazu - Texte, die dermaßen unter die Haut gehen und reihenweise Gänsehaut erzeugen und dazu von den klaren, verständlichen Stimmen der beiden Brüder vorgetragen werden. Der Rezensent Mapambulo hat sich zu den Lyrics hervorragend geäußert, dem ist nichts hinzuzufügen. Ergänzen will ich lediglich, dass es in dem Song "Winter in my Heart" um Depressionen geht. Diese tragische Krankheit so in einem Song - mit relativ wenigen Worten - zu verarbeiten, ist ganz, ganz große Kunst. Beim Hören des Songs kann schon mal die eine oder andere Träne fließen!

Es ist unmöglich, einzelne Songs hervorzuheben, so gut sind sie alle, mit einer Ausnahme: "Paul Newmann and the Demons" ist ein Song, wie man ihn von den AB bisher noch nie gehört hat - und ehrlich gesagt: Ich kann auf den Song verzichten. Er ist für die ansonsten eher akustischen AB extrem elektronisch und rockig geraten und fällt somit aus dem Gesamtrahmen des ansonsten so runden, eher ruhigen Albums.

Ein echter Radio-Hit - wer so etwas braucht - wie Kick Drum Heart vom Vorgängeralbum ist auf Carpenter nicht enthalten, wenngleich "Live and Die" und das leider viel zu kurze (1:34 Minuten) "Geraldine" dem noch am nähesten kommen dürften.

Insgesamt ist das 46-minütige Album wieder ein grandioses, erwachsenes Album der AB geworden. Den Ruhm dieser Art von Musik heimsen zwar gerade - auch nicht zu Unrecht - Mumford and Sons ein, obwohl die AB den Rum auch hierzulande längst verdient hätten. Gleichzeitig hat die relative Unbekanntheit der AB zumindest in Deutschland den großen Vorteil, dass man die Band (noch) in kleinerem Rahmen live erleben kann. Jeder, der die Möglichkeit dazu hat, sollte diese wahrnehmen. Live sind die AB eine unglaubliche Attraktion. So eine Art von Show habe ich persönlich noch nie erlebt!

Absolute Kaufempfehlung! Wem "I and Love and You" gefallen hat, gefällt auch "The Carpenter". Und wer auf "Mumford and Sons" steht, sollte unbedingt mal in die älteren AB-Alben "Emotionalism" und "Mignorette" reinhören.
Kommentar Kommentare (15) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 7, 2012 6:05 PM CET


3pears
3pears
Preis: EUR 13,15

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das lange Warten hat sich gelohnt!, 22. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 3pears (Audio CD)
Endlich wieder ein neues Album von Dwight Yoakam (DY). Das letzte Album "Blame the Vain" ist ja schon wieder 7 Jahre her. Das Warten hat sich gelohnt. "3 Pears" ist hervorragend geworden. Allerdings hat der DY von heute nicht mehr viel gemeinsam mit dem der ersten drei Alben aus den 80ern (außer natürlich seinem Cowboyhut). Das ist kein Hillbilly Country mehr, sondern eine konsequente Weiterentwicklung seiner Alben seit Ende der 90er, als sein Produzent und Co-Author Pete Anderson die Band verlassen hat. Das ist 60er-Jahre Country-Rock-Pop mit vielen Gitarren und guten Texten. Im Vordergrund steht aber immer noch diese markante Stimme von Dwight Yoakam und natürlich diese wunderbaren, unwiderstehliche Melodien.

Das Album lässt sich von vorne bis hinten durchhören, es gibt keinen Skip-Song. Es beginnt mit "Take Hold of my Hand" (hört sich ein wenig an wie "Listen"), ein Song der auch gut auf "The Long Way Home" gepasst hätte. Mit "Waterfall" und "Trying" folgen Songs im Stil von "Gone". Einzig "Dim Lights, Thick Smoke", vielleicht auch noch "Heart Like Mine", hören sich nach dem alten Country-Hillbilly DY an. Mit "It's Never Alright" und "Missing Heart" fehlen auch die obligatorischen Country-Balladen nicht. Von der zweiten Hälfte des Album sticht besonders der Titeltrack heraus - absolute Ohrwurmqualität!

Produziert wurde das rund 45 Minuten lange gute Stück von DY selbst, bei zwei Songs hat ein gewisser Beck mitproduziert. Herausgekommen ist ein glasklarer, natürlicher Sound. Mit 3 Pears hat DY ein modernes Country-Rock-Pop-Album herausgebracht, auf dem sein ganz eigener Stil erkennbar wird.

Wem Gone und die anderen Alben seit Mitte der 90er Jahre gefallen, dürfte mit 3 Pears sehr, sehr glücklich sein.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 23, 2012 5:07 PM MEST


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