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Rezensionen verfasst von
pedro (Osnabrück)

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At Home in the Whole Food Kitchen: Celebrating the Art of Eating Well
At Home in the Whole Food Kitchen: Celebrating the Art of Eating Well
von Amy Chaplin
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 35,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Höchst empfehlenswert!, 27. Juli 2015
Amy Chaplin hat hier ein ganz wunderbares Kochbuch veröffentlicht! Jede einzelne der Seiten zeugt von Ihrem außergewöhnlichen Sachverstand - egal, ob es sich um die mehr als hundert Rezepte handelt, oder die profunden Informationen zu einzelnen (für den ein oder anderen sicherlich nicht immer geläufigen) Zutaten oder Küchenutensilien. Insbesondere die Kapitel zu den Themen "Frühstück" und "Desserts" finde ich umwerfend gut, denn in der "normalen" Küche sind beide Themenbereiche in der Regel überladen mit Zucker, Fetten und tierischen Produkten. Hier zeigt die Autorin Alternativen auf, die aber nicht zu Lasten des Geschmacks gehen.

Apropos Alternativen: Viele vegane Kochbücher kranken m. E. daran, dass sie inflationär vegane Alternativprodukte (Sahne, Käse etc.) verwenden. Das ist m. E. ziemlich verwerflich, denn diese Ersatzprodukte sind in der Regel stark verarbeitete Produkte und enthalten häufig auch unschöne Ersatzstoffe - nicht das, was ich unter gesunder Nahrung verstehe. Besonders begrüßenswert bei Amy Chaplin, dass sie auf genau diesen "Dreck" verzichtet!

Vollwertkost-Neulinge mögen vielleicht bei einem ersten Blick ins Buch denken, dass erschreckend viele Zutaten viel zu exotisch und nicht erhältlich sind. Weit gefehlt! Öko-Versandhändler sind diesbezüglich eine sehr hilfreiche Quelle, so dass mehr als 90 Prozent der erforderlichen Zutaten leicht zu beschaffen sein sollten.
"Schnell" ist die Küche von Amy Chaplin meist nicht. Wer aber Zeit und Muße zum Kochen mitbringt, der wird belohnt durch eine höchst schmackhafte, kreative, abwechslungsreich und zudem noch gesunde Küche.

"At home in the Whole Food Kitchen" ist für mich das beste vegetarische / vegane Kochbuch auf dem Markt und eine der besten Kochbuchveröffentlichungen in diesem Jahr überhaupt. In meiner üppigen Kochbuchsammlung rangiert es unter den TOP 5.
Übrigens auch ein tolles Geschenk, denn es ist ein gar köstliches Vergnügen in diesem Buch zu blättern und zu lesen.

(Ps. Von diesem Kochbuch gibt es zwei Ausgaben: Die ursprüngliche erschien in Amerika; seit kurzem gibt es das Buch auch bei einem englischen Verlag. Ich würde im Zweifelsfall wegen der Maßangaben die britische Version bevorzugen.)


Tender. Gemüse: Von der Aubergine bis zur Zwiebel
Tender. Gemüse: Von der Aubergine bis zur Zwiebel
von Nigel Slater
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,95

41 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Viel Schatten, wenig Licht, 14. Januar 2013
Dies ist (m)eine Rezension, die ich vor einigen Monaten zur engl. Originalausgabe auf .amazon.de veröffenlicht habe, die aber natürlich genauso für die deutsche Übersetzung ihre Berechtigung hat.

Nigel Slater ist einer der Platzhirsche unter den britischen Kochbuchautoren. Das hat er auch dem "Guardian" zu verdanken, der seine Rezepte regelmäßig publiziert.

Mit "Tender" legt Nigel Slater zwei Bände vor, die an sich eine durchaus sinnvolle und spannende Verknüpfung zwischen Gärtnern und Kochen herzustellen versuchen. So werden die wesentlichen Nutzpflanzen, die der heimische Nutzgarten enthält, behandelt. Unterschiedliche Varietäten werden mit ihren jeweiligen Eigenschaften vorgestellt. Klar, dass sich der Autor an dieser Stelle auf das konzentriert, was im britischen Klima am besten gedeiht. So unterscheidet er z. B. bei Rhabarber zwischen frühen, mittleren und späten Sorten. Dass es in England gang und gäbe ist, den ersten Rhabarber schon im Januar zu ernten, führt eindrucksvoll vor Augen, dass es teilweise signifikante Unterschiede zwischen dem Gärtner auf "der Insel" und im deutschsprachigen Raum gibt. Eine Warenkunde rundet die einzelnen (einführenden) Beiträge ab.

Es ist vor allem dieser Aspekt der beiden "Tender"-Bände, der die Bücher eingeschränkt lesenswert macht. An dieser Stelle kann man durchaus Interessantes lesen und lernen.

Enttäuschend sind vor allem die Rezepte. Die klingen zwar allesamt spannend und lassen das Wasser im Munde zusammen laufen (die phantastischen Bilder tun an dieser Stelle ein Übriges...!), aber nachdem ich selbst zahlreiche Rezepte der beiden "Tender"-Bände ausprobiert habe, kann ich ein gehöriges Maß an Enttäuschung nicht verbergen. Stellvertretend für viele der leider sehr schlechten Rezeptideen mag die "Vanille Panna Cotta mit Rharbarberkompott" stehen. Selten habe ich eine derart ungenießbare Panna Cotta gesehen! Ein Fall für die Tonne... So kann ich nicht anders, als an dieser Stelle zu sagen "A waste of time and money!"

Das ist nun wirklich schade, weil Verarbeitung und Aufmachung des Buches sehr, sehr hochwertig sind und man die beiden Bücher wirklich gerne in die Hand nimmt. Aber es bestätigt einmal mehr meine Meinung über Nigel Slater: Masse statt Klasse. Will sagen: Aus seiner Feder stammen m. E. viele allenfalls mittelmäßige Rezepte, nur hin und wieder Rezepte mit dem "Wow"-Faktor. Hier würde ich jederzeit anderen Autoren (z. B. Yotam Ottolenghi, Stevie Parle, Raymond Blanc, Orlando Murin) aus Großbritannien den Vorzug geben.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 5, 2016 9:45 PM MEST


Tender
Tender
von Nigel Slater
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,99

8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Viel Schatten, wenig Licht, 14. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Tender (Gebundene Ausgabe)
Nigel Slater ist einer der Platzhirsche unter den britischen Kochbuchautoren. Das hat er auch dem "Guardian" zu verdanken, der seine Rezepte regelmäßig publiziert.

Mit "Tender" legt Nigel Slater zwei Bände vor, die an sich eine durchaus sinnvolle und spannende Verknüpfung zwischen Gärtnern und Kochen herzustellen versuchen. So werden die wesentlichen Nutzpflanzen, die der heimische Nutzgarten enthält, behandelt. Unterschiedliche Varietäten werden mit ihren jeweiligen Eigenschaften vorgestellt. Klar, dass sich der Autor an dieser Stelle auf das konzentriert, was im britischen Klima am besten gedeiht. So unterscheidet er z. B. bei Rhabarber zwischen frühen, mittleren und späten Sorten. Dass es in England gang und gäbe ist, den ersten Rhabarber schon im Januar zu ernten, führt eindrucksvoll vor Augen, dass es teilweise signifikante Unterschiede zwischen dem Gärtner auf "der Insel" und im deutschsprachigen Raum gibt. Eine Warenkunde rundet die einzelnen (einführenden) Beiträge ab.

Es ist vor allem dieser Aspekt der beiden "Tender"-Bände, der die Bücher eingeschränkt lesenswert macht. An dieser Stelle kann man durchaus Interessantes lesen und lernen.

Enttäuschend sind vor allem die Rezepte. Die klingen zwar allesamt spannend und lassen das Wasser im Munde zusammen laufen (die phantastischen Bilder tun an dieser Stelle ein Übriges...!), aber nachdem ich selbst zahlreiche Rezepte der beiden "Tender"-Bände ausprobiert habe, kann ich ein gehöriges Maß an Enttäuschung nicht verbergen. Stellvertretend für viele der leider sehr schlechten Rezeptideen mag die "Vanille Panna Cotta mit Rharbarberkompott" stehen. Selten habe ich eine derart ungenießbare Panna Cotta gesehen! Ein Fall für die Tonne... So kann ich nicht anders, als an dieser Stelle zu sagen "A waste of time and money!"

Das ist nun wirklich schade, weil Verarbeitung und Aufmachung des Buches sehr, sehr hochwertig sind und man die beiden Bücher wirklich gerne in die Hand nimmt. Aber es bestätigt einmal mehr meine Meinung über Nigel Slater: Masse statt Klasse. Will sagen: Aus seiner Feder stammen m. E. viele allenfalls mittelmäßige Rezepte, nur hin und wieder Rezepte mit dem "Wow"-Faktor. Hier würde ich jederzeit anderen Autoren aus Großbritannien den Vorzug geben.


Plenty
Plenty
von Yotam Ottolenghi
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 20,99

22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eröffnet neue Geschmackswelten, 28. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Plenty (Gebundene Ausgabe)
Seit Jahren schon veröffentlicht der Autor vegetarische Rezepte im Magazin des "Guardian", die nunmehr in seinem zweiten Kochbuch versammelt sind. Dies sind allesamt Rezepte von schier unglaublicher Qualität und Kreativität, die geschmacklich gänzlich neue Welten eröffnen. Fleisch, Fisch und Geflügel vermisst da man nicht wirklich. Vielmehr freut man sich auf die nächste Gelegenheit, mal wieder ein neues Rezept aus den "Plenty" ausprobieren zu können. Und wenn Gäste zu Besuch kommen, kann man mit diesen Rezepten so richtig beeindrucken...

Der Aufwand für die Rezepte ist sehr unterschiedlich, von "schnell zubereitet" bis sehr aufwändig. Auch die Zutatenlisten können durchaus einen üppig Umfang erreichen. Meine eindeutige Empfehlung ist aber, sich streng daran zu halten. Erst das Zusammenspiel der einzelnen Zutaten ergibt in der Summe diese umwerfenden Geschmacksexplosionen.

Wer viel nach Ottolenghi kocht, tut gut daran, sich einen Vorrat an Olivenöl anzulegen. Erfreulicher Nebeneffekt der Rezepte: Sie sind weder butter- noch sahnelastig. Das braucht es nicht, um geschmacklich den Turbogang einzulegen. Nach dem Essen fühlt man sich folglich satt, aber nicht papp-satt. ;-)

Für mich schon jetzt DAS Kochbuch des Jahres 2010! Die zahlreichen Fotos der Gerichte sind wunderschön und machen richtig Lust auf die Rezepte. Wer das Werk in den Händen hält, wundert sich, dass es zu diesem Preis zu haben ist. Es fällt schwer sich vorzustellen, dass andere Kochbücher neben diesem bestehen können. Die "Nachbarn" im Bücherregal setzen jetzt schon Staub an. :-)


Italien: Ligurischer Höhenweg Alta Via dei Monti Liguri: Der Weg ist das Ziel
Italien: Ligurischer Höhenweg Alta Via dei Monti Liguri: Der Weg ist das Ziel
von Sebastian Thomas
  Taschenbuch

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr guter Wanderführer mit Schwächen im Detail, 9. September 2005
Eine Wanderung auf dem Alta Via ist dank des Wanderführers aus dem Conrad Stein Verlag sehr sorgfältig vorzubereiten: Der Autor hat ausführlich recherchiert und jede Menge nützlicher Infos zusammengetragen. Und im Wandergepäck nimmt das Bändchen erfreulich wenig Platz ein. Allerdings wird man an der ein oder anderen Stelle Defizite feststellen.
Das größte Manko vorweg: Die empfohlenen Wanderstrecken pro Tag und die damit verbundenen Etappeneinteilungen. Der Autor schreibt zwar, dass er nicht mit Siebenmeilenstiefeln unterwegs gewesen wäre. Aber genau dieser Eindruck macht sich bei manch einer Etappe breit. Die angebegenen acht Stunden reine Wanderzeit (also ohne Gucken, ohne Pause, ohne Foto machen) von Creto nach Barbagelata sind schlichtweg unmenschlich, es sei denn, man befindet sich auf der Flucht. Selbst die angebenen knapp sieben Stunden von Barbagelata zum Passo della Forcella werden in der Realität sehr schnell zu einem zehnstündigen Wandertag. Wenn der letzte Bus am Pass erreicht werden will, können die letzten Kilometer des Tage schnell in eine Hetzerei ausarten...
Die ein oder andere Etappe des Alta Via kann nur von komplett schwindelfreien Menschen begangen werden. Ein deutlicher Warnhinweis fehlt leider in dem Wanderführer.
Generell hätte einem die Angabe der website-Adressen der in den Regionen jeweils zuständigen Busunternehmen mehr geholfen als deren Telefonnummer.
Es mag auch nicht einleuchten, wieso eine unbewirtschaftete Hütte (Rif. Monte Grai) als Übernachtungsmöglichkeit empfohlen wird, wenngleich eine komplett bewirtschaftete Hütte nur 30 Fußminuten weiter entfernt ist (Rif. Allavena in Colla Melosa).
Der Autor gibt hin und wieder den Hinweis auf Karten, deren Erscheinung unmittelbar bevorstehe. Die italienischen Uhren ticken aber anders: Es kann u. U. noch Jahre dauern, bis angekündigte Karten veröffentlicht werden. Auch wäre ein Hinweis auf Buchläden, die sich auf Landkarten spezialisiert haben (so zum Beispiel in Freiburg (Breisgau) oder Köln) sehr hilfreich gewesen, denn die meisten der deutschen Buchhändler sind mit derartigen Fachkarten schlichtweg überfordert.
Das sind aber letztlich Schwächen im Detail. Wer den Alta Via (oder auch nur einzelne Etappen davon) erwandern möchte (und das lohnt sich wirklich sehr!!), kommt um diesen Wanderführer nicht umhin!


Unser Kochbuch: Alternativen zu Fisch und Fleisch
Unser Kochbuch: Alternativen zu Fisch und Fleisch
von Alfred Biolek
  Gebundene Ausgabe

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht zu viel versprochen, 8. Januar 2003
Auf dem Klappentext heißt es so schön: Geschmacksexplosionen im Gaumen. Das trifft den Kern des Buches! Denn es ist in der Tat erstaunlich, welche Geschmacksnuancen sich dank vieler kreativer Rezepte erzeugen lassen. Wer die Offenheit mitbringt, sich auf Neues und Ungewohntes einzulassen, der ist hier genau richtig. Mit diesem Buch stellen die beiden Autoren eindrucksvoll unter Beweis, dass es eben nicht immer eines fleischlichen Anteils bedarf, um Geschmack an die Speisen zu bekommen. Das sollte sich manch eingefleischte (sic!) Köchin mal zu Herzen nehmen!
Besonders hervorheben möchte ich, dass sich der Arbeitsaufwand für die Mehrzahl der Rezepte in Grenzen hält. OK, wer nicht bereut ist, sich für ein, zwei Stunden in die Küche zu stellen, der sollte von einem Kauf besser absehen. Aber trotz Phantasie und Kreativität sind die Rezepte am eigenen Herd problemlos nachkochbar. Manchesmal hätte ich mir gar ein wenig mehr Aufwand gewünscht (wo, bitte, gibt es tiefgekühlten Strudelteig? Der lässt sich doch einfachst selbst herstellen).
Fazit: Es gibt wohl derzeit kaum ein zweites Kochbuch, das einem dermaßen vor Augen führt, wie überflüssig manch anderes Buch ist, das der Markt zu bieten hat.


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