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Beiträge von Gabriele Stein...
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Rezensionen verfasst von
Gabriele Steininger (Dresden)

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Albertos verlorener Geburtstag: Roman
Albertos verlorener Geburtstag: Roman
von Diana Rosie
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Reise in die Vergangenheit Spaniens, 11. Februar 2016
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Geburtstage sind für Kinder wichtige Tage. An denen stehen sie im Mittelpunkt und freuen sich über die Aufmerksamkeit und die Geschenke. Albertino liebt seinen Großvater und dass der sein Geburtsdatum vergessen hat, kann er gar nicht verstehen. Deshalb überredet er ihn, zum Waisenhaus zu reisen, in dem Alberto seine Kindheit verbrachte. Da Albertinos Vater nach einem Unfall im Krankenhaus liegt, was den Jungen sehr belastet, bedeutet diese Reise auch, Albertino auf andere Gedanken zu bringen.

Wir Leser dürfen die beiden auf ihrer Reise durch Spanien begleiten und werden gleichzeitig in die Geschichte des Landes eingeführt. Wir erfahren vom Bürgerkrieg, der die Menschen traumatisiert hat. Während etwa die Hälfte der Kapitel von der Suche des Großvaters und Enkels erzählen, lernen wir in den anderen Kapiteln Menschen kennen, die in Albertos Leben wichtige Rollen spielten.

Interessant finde ich den Stil der Autorin, die die Kapitel, die in der Gegenwart spielen, in der Vergangenheitsform schrieb und diejenigen, die die Vergangenheit zum Inhalt haben, in der Gegenwartsform darbietet. Was anfangs ein wenig Verwirrung stiftete, lässt sich gut lesen. Vier Sterne ist dieser Roman allemal wert.


Leotas Garten
Leotas Garten
von Francine Rivers
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wenn aus Keimlingen der Hoffnung bunte Pflanzen werden, 9. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Leotas Garten (Gebundene Ausgabe)
Annie hatte nie die Gelegenheit, ihre Großmutter richtig kennenzulernen. Das will sie nun, nachdem sie gerade 18 geworden ist, nachholen – auch gegen den Willen ihrer Mutter. Die hat feste Vorstellungen von der Zukunft ihrer Tochter und große Vorbehalte gegen die 84jährige. Sie weigert sich beharrlich, ihre Erinnerungen mit denen der Mutter zu vergleichen. „Sie muss es erst wissen wollen. Vor dem Pflanzen muss man den Boden auflockern. Und die Wurzeln strecken sich erst aus, wenn man genug gegossen hat“, versucht Leota ihre Enkelin zu trösten.

Bis Annie zu ihr kam, lebte Leota allein und verlassen in ihrem Haus und ließ den ehemals so geliebten Garten verwildern. Voller Sehnsucht wünschte sie sich Versöhnung mit ihren Kindern Nora und George oder – wenn das nicht möglich wäre – den Tod. Doch Annies Besuche verändern alles ...

Zeitgleich hatte sich der Soziologiestudent Corban gemeldet, um Leota beim Einkaufen zu helfen. Das geschah allerdings nicht ohne den Hintergedanken, sich dadurch eine bessere Note für seine Semesterarbeit zu ergattern ...

Francine Rivers ist mit diesem Buch ein von christlichen Glaubenssätzen getragenes, gut lesbares Buch gelungen. Viele der hier versammelten Personen schicken Stoßgebete zum Himmel. Ob sie erhört werden, sollte jeder selbst lesen.

Ganz ohne Tränen in den Augen konnte ich diesen emotionalen Roman, der mehr durch die wundervollen Charaktere als durch seinen literarischen Wert besticht, nicht aus den Augen legen. Aber: muss man immer nur Romane lesen, die wegen ihres Schreibstils Preise gewinnen? Wer sich nach einer heilen Welt sehnt, bekommt hier Anregungen, wie sie vielleicht gestaltet werden kann. Fazit: ideale Lektüre fürs Herz!


Gourmet Gold Katzenfutter Feine Komposition mit Rind und Huhn, 12er Pack (12 x 85 g) Dosen
Gourmet Gold Katzenfutter Feine Komposition mit Rind und Huhn, 12er Pack (12 x 85 g) Dosen
Preis: EUR 4,99

3.0 von 5 Sternen Der Katze schmeckt's ..., 8. Februar 2016
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
... was will man mehr?

Als Dosenöffner habe ich auch Vorstellungen: zum Beispiel, wie das Futter aus der Dose zu holen ist, ohne sich die Finger schmutzig zu machen. Das geht nur mit Löffel oder einem anderen Hilfsmittel - bei mir ist es der Finger. Dabei habe ich aber Angst, mich zu schneiden.

Auch der Inhalt der Dose hat mich den Kopf schütteln lassen: Da steht drauf "mit Rind und Huhn". Wenn ich mir dann die winzig klein geschriebene Inhaltsangabe anschaue, entdecke ich "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (davon mindestens 4% Rind, mind. 4% Huhn, pflanzliche Eiweißextrakte, Getreide, Fisch und Fischnebenerzeugnisse, Mineralstoffe, Zucker, Zusatzstoffe.

Als Fütterungsempfehlung ist angegeben, dass man seiner ausgewachsenen Katze vier auf mindestens zwei Mahlzeiten verteilte Dosen verabreichen soll. "Der individuelle Bedarf variiert, passen sie daher die Fütterungsmenge an, um eine schlanke und gesunde Körperform ihrer Katze zu erhalten." Hier hätte ich doch gerne anhand des Katzengewichtes gewusst, wieviel ich meinem Stubentiger geben kann. Wenn es nach ihrer Bettelei ginge, hätte ich ständig ein schlechtes Gewissen und die Angst, sie müsse hungern.
Hier bin ich von dem Futter, das sie meistens bekommt, verwöhnt. Dort steht in gut lesbarer Schrift, wieviel Futter ihr bei ihrem Gewicht gut tut und sogar das Verhältnis von Nass- und Trockenfutter ist angegeben.

Meiner Katze werde ich dieses Gourmet-Gold-Futter höchstens mal zwischendurch reichen. Auch wir essen ja nicht täglich unsere Lieblingsspeisen ... Außerdem befürchte ich bei ausschließlich solch weichem Futter, dass der Zahnstein schneller zunimmt.


Eine tödliche Liebe. Petra Kelly und Gert Bastian
Eine tödliche Liebe. Petra Kelly und Gert Bastian
von unknown
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Eine tödliche LIebe, 2. Februar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Tod von Gert Bastian und der Petra Kelly erschütterte im Oktober 1992 nicht nur die politische Landschaft. Fast drei Wochen waren die beiden in Kellys Haus in Bonn gelegen, ehe sie endlich entdeckt wurden. Der Frage, wie es zu diesem „erweiterten Selbstmord“ von Gert Bastian gekommen sein könnte, geht Alice Schwarzer in diesem Buch ausführlich nach. Sie erläutert die Beziehung der beiden, die sich 1980 bei den Grünen kennengelernt hatten.

Als Leser des Buches fragt man sich unweigerlich, was die Abhängigkeit dieser psychisch gestörten Frau mit Liebe zu tun hatte. Wer Schwarzers Zeilen glaubt, kommt zu dem Schluss, dass die 1947 im bayerischen Günzburg geborene Petra Lehmann den 24 Jahre älteren Exgeneral mit ihrer Lebensuntüchtigkeit schwer unter Druck gesetzt haben muss. Die Autorin schreibt schonungslos über die nicht mehr vorhandene Sexualität des früheren Fremdgängers, der sich niemals von seiner Frau Lotte scheiden lassen wollte.

Petras Mutter war bei der Geburt der Tochter 17 Jahre alt. Die Erziehung übernahm vor allem die selbstbewusste „Oma Birle“, der Petra bis zum Schluss sehr nah stand. Nachdem sich die Eltern nach sieben Jahren scheiden ließen, schloss sich die Mutter einem amerikanischen Soldaten an, dessen Familiennamen Petra später annahm. Gemeinsam mit der Halbschwester Grace (elf Jahre jünger als Petra), die mit zehn Jahren an Krebs starb, und ihren Eltern wanderte Petra in die USA aus. Dort lernte das fleißige Mädchen schnell die Sprache, wies ständig (außer im Sport) Bestnoten auf und beendet ihr Politikstudium in Washington D.C. mit „B.A. cum laude“. 1970 nahm sie ein Stipendium in Amsterdam an und wechselte anschließend nach Brüssel zur Europäischen Kommission, wo sie sich ausgebeutet und unterdrückt fühlte. In der von Männern beherrschten Welt suchte sie sich einen Freund und Beschützer. In Brüssel war das der 40 Jahre ältere Chef der EG Sicco Mansfeld. Der wurde 1975 von John Carroll, 20 Jahre älter und verheiratet, abgelöst. Diese Beziehung überschnitt sich endlich mit der zu Gert Bastian.

Während des Wahlkampfes 1982 war die Symbolfigur der deutschen Grünen Petra Kelly nach außen der Star der Bewegung, aber nach innen begann die Zermürbung. Sie arbeitete bis zur äußersten Erschöpfung, da sie unfähig war, Grenzen zu ziehen – egal ob es um Politik, Hilfesuchende oder ihre Partnerschaft ging. 1982 bekam Kelly den „Alternativen Friedensnobelpreis“, 1983 zog sie in den Bundestag ein (wo sie bis 1990 blieb). Als ihr Stern zu sinken begann, konzentrierte sie sich auf die Außenpolitik – und Gert Bastian begleitete sie wie ein Vater und Sekretär auf all ihren Reisen …

Dieses Buch ist eine knallharte Analyse des neurotischen Verhältnisses, das die Liebenden an ihre persönliche Grenzen brachte. Ich persönlich lernte die Autorin Alice Schwarzer von einer Seite kennen, die ich bisher noch nicht kannte. Am Ende dieses Buches berichtet sie vom Leben ihrer Großmutter, die anders als Kelly nach innen stark und nach außen schwach war. Gefallen hat mir der letzte Abschnitt: „Ich widme dieses Buch den Frauen und Männern, die sich jetzt und in Zukunft auf das Risiko „Liebe“ einlassen. Männer und Frauen, die nicht länger Täter und Opfer sein wollen. Den Tätern zur Warnung und den Opfern zur Ermutigung.“ Wobei sie nicht, wie ich bisher immer dachte, ausschließlich die Männer als Täter ansieht.

Was diesen „Doppelselbstmord“ (der ja eigentlich keiner war, da Petra Kelly im Schlaf erschossen wurde) ausmachte, wollte ich schon seit 20 Jahren lesen. Ich bin froh, mich dieser Lektüre endlich gestellt zu haben. Sie lässt mich äußerst nachdenklich zurück.


Die Treppe: Eine ungewöhnliche Begegnung mit Gott
Die Treppe: Eine ungewöhnliche Begegnung mit Gott
von Fabienne Sita
  Gebundene Ausgabe

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine ungewöhnliche Annäherung an Gott, 1. Februar 2016
Dieses Buch ist ein wahrer Schatz! Und das nicht nur wegen des vielen Goldes auf den Grafiken vor jedem Kapitel. Es ist der Inhalt, der mich für sich eingenommen hat.

Die Schweizerin Fabienne Sita hat dieses Buch in einer Zeit des „inneren Zerbruchs“ geschrieben. Sie war nach ihrem Abschluss als Fotodesignerin und ihrer Hochzeit gemeinsam mit ihrem Mann für ein Jahr nach Australien gezogen. Während sich ihr Mann schnell einlebte (er hatte ja schließlich während seines Studiums genug Aufgaben) fand sie keine Jobmöglichkeit, keine Freunde und das Geld wurde knapp. Dazu kam eine Erkrankung in der Familie. Sie fühlte sich alleingelassen und von Gott vergessen. Nach der Rückkehr in die Schweiz hatte sie in einem ganz normalen Gottesdienst Visionen, die sie in diesem Buch festhielt. Sie hat darin all ihre Begabungen vereint. Die grafische Gestaltung und die Texte berühren Menschen, die sich zu Gott hingezogen fühlen, im Innersten.

Das Buch ist in 30 Kapitel aufgeteilt. Jedes zeigt den Weg der Autorin, deren Gedanken und Ideen sie dem Schöpfer näher brachten. Da erfährt der Leser alte Weisheiten wie „Warten ist genauso wichtig wie Loslaufen“ und „Wenn du lernst, Ruhe und Warten nicht nur auszuhalten, sondern auch zu schätzen, wirst du auch in anstrengenden Zeiten in der Lage sind, zur Ruhe zu kommen und Kraft zu schöpfen“ (Seite 31). Es ist von den Erwartungen die Rede, die man an sich selbst hat, und von Menschen, die nicht in der Lage sind, sich für andere zu öffnen.

Die Geschichten des mittleren Buchteiles machen klar, wie wichtig es ist, im Jetzt anzukommen und seine Sorgen – zumindest vorübergehend – abzulegen. (Innere) Regentage sind trotzdem unvermeidlich, „weil dein Leben wie ein Baum nicht nur Sonne, sondern auch Regen braucht.“

Je mehr von den insgesamt 30 Tagen auf dem Weg zum Thronsaal vergehen, desto mehr hat man das Gefühl, dem Sinn des Lebens näher zu kommen. Da wird dem Leser nochmal verdeutlicht, dass nicht jedes Problem besser wird, „indem man ihm mehr Aufmerksamkeit schenkt.“ Je mehr man zur Ruhe kommt, desto deutlicher spürt man Leichtigkeit und Ruhe, Schönheit und Frieden. „Da war Zärtlichkeit und Stille, und diese Gefühle blieben wie die Sonnenstrahlen und die Musik nicht im Raum um mich stehen, sondern drangen in mich und begannen nach und nach, mich auszufüllen“ (Tag 26).

Wer sich auf diese Treppe einlässt, dem kann es wie der Autorin ergehen. Wer sich also selbst oder einem lieben Menschen etwas Gutes tun will, dem kann ich dieses Buch von ganzem Herzen empfehlen.


Scotch-Brite 5601/4CC Britti Pad, mit Seife versetzter Scheuerschwamm, 4 Pads, 1er Pack (1 x 4 Stück)
Scotch-Brite 5601/4CC Britti Pad, mit Seife versetzter Scheuerschwamm, 4 Pads, 1er Pack (1 x 4 Stück)
Preis: EUR 9,05

2.0 von 5 Sternen Nicht für meinen Haushalt geeignet, 30. Januar 2016
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Von diesem Produkt bin ich gar nicht begeistert. Der Schwamm ist so rauh, dass er Kratzer im Topf zurücklässt und nur in der Mitte des Schwamms ist ein Klecks Seife vorhanden. Bis die sich auflöst und wirklich wirksam wird, benötigt es viel Wasser. Gut, ich habe keinen Topf, in dem was angebrannt ist - vielleicht wäre ich in so einem Fall von diesem Britti-Pad zufriedener. Dabei hatte ich kürzlich ein ähnliches Produkt in der Hand und war begeistert: Da war die Seife im gesamten Schwamm verteilt und es gelang mir, den Herd in der Wohnung meiner Tochter, die sie gerade bezogen hatte, von den eingebrannten Rändern rund um die Platten zu befreien. Ganz ohne Kratzer zu hinterlassen!


Villa Freud
Villa Freud
Preis: EUR 4,99

5.0 von 5 Sternen Wieviele Leben hat ein Mensch?, 24. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Villa Freud (Kindle Edition)
„Du kannst ein altes Leben abstreifen, doch du gehst in das neue mit dem alten Ich“ (Seite 60)

Kein Leben kommt ohne Abschiede aus, Abschiede von Menschen, von Illusionen, von Orten. Dieses Buch thematisiert diese Abschiede.

Die Protagonistin versucht, diese Abschiede nicht an sich heranzulassen. Entsprechend hat die Autorin einen sehr distanzierten Schreibstil gewählt, der mir anfangs etwas Probleme bereitete. Doch die vielen Neuanfänge der Protagonisten hielten mich bei der Stange und ließen mich nicht mehr los.

Jeder dieser Anfänge beginnt mit einem anderen Namen: „Sie nennt sich Greta. Ein Name wie jeder andere. Ein Leben wie jedes andere. Man muss nur aussteigen an einem fremden Ort, mit leichtem Gepäck und Erinnerungen, die nicht zu schwer wiegen. Sich wieder finden oder neu erfinden und das System unterwandern, das nur ein Leben zulässt.“ (Seite 55)

Als Rita wollte sie Opernsängerin werden, als Greta singt sie in einem Nachtclub, als Margarita hat sie sich dem Tango hingegeben und als Meg dem Kochen. Immer wieder entdeckt sie neue Talente in sich. Und zum Schluss sogar die Liebe.

„Greta ist wie ein Baum ohne Wurzeln, der einfach so in der Landschaft steht und auf den Regen wartet um zu wachsen. Und alles gleitet an ihr ab, während sie ihn aufsaugt.“ (Seite 80)

Margarita denkt in Buenos Aires: „Man müsste die Fähigkeit besitzen, Erinnerungen zu löschen wie Seiten im Computer. Dann wäre alles weiß, und man könnte sich neu finden – oder erfinden, was viel spannender wäre, als alles mit sich herzumzutragen: Erfahrungen, Entscheidungen, Verletzungen, Ängste, begrabene Hoffnungen ...“ (Seite 110) Kein Wunder also, dass ihr schließlich vorgeworfen wird: „Du spielst dein Leben nur. Kein Anfang, kein Ende. Nur eine Art dazwischen, darüber, daneben. Nie stehst du in der Mitte dessen, was geschieht.“ (Seite 167).

Je mehr Seiten dieses Buch ich gelesen hatte, desto stärker wurde ich hineingezogen – dabei lese ich ebooks nur im „Notfall“. Doch dieses kann ich voller Überzeugung Lesern empfehlen, die auch bereit sind, sind durch schwerer lesbare Literatur zu arbeiten. Es lohnt sich!

Die Österreicherin Christine Grän arbeitete nach ihrem Anglistik- und Germanistikstudium als Journalistin und kam viel in der Welt herum. Bekannt wurde sie vor allem mit ihren Anna-Marx-Krimis.


Herzanzünder: Mein Leben als Kind
Herzanzünder: Mein Leben als Kind
von Ali Mitgutsch
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine Kindheit im und nach dem Krieg, 18. Januar 2016
„Ich wurde also Student der Graphischen Akademie in München. Mein Leben als Künstler begann – und ein bürgerliches Dasein war damit ausgeschlossen. Meine Kindheit war zwar unwiederbringlich vorbei, aber sie war nicht verloren. Ganz im Gegenteil: Sie beschäftigte mich mein ganzes Leben lang, sie wurde meine Berufung.“ (Seite 190)

Ali Mitgutsch, geboren 1935, wurde durch seine Wimmelbilderbücher berühmt. Über 30 Jahre ist es her, dass ich ihn für meine Kinder entdeckte und zu lieben begann. Mit ihm lernte mein Nachwuchs das Sprechen und das genaue Hinsehen. Kein Wunder also, dass es mich reizte, seinen Werdegang zu erkunden.

Doch nach 190 Seiten schlug ich das Buch etwas unbefriedigt zu. Zwar gibt Ingmar Gregorzewski die Geschichten wider, die Ali Mitgutsch, der als Legastheniker besser zeichnen als schreiben kann, ihm von seiner Kindheit erzählt hat – aber von einer Biografie erwarte ich einen längeren Lebensabschnitt. Meine Erwartung war leider zu groß.

Dafür erfuhr ich, wie bei dem begnadeten Zeichner die Lust zum Erzählen in Bildern geboren wurde. Aufgewachsen im zerbombten München, in den letzten Kriegsjahren aufs Land verbannt, musste sich der etwas schüchterne und körperlich schwächliche Junge auf seine Phantasie verlassen. Als jüngster von vier Geschwistern litt er „als Kind fast ständig unter dem Gefühl, ein schlechter Mensch zu sein. Es entstand hauptsächlich durch die Religiosität meiner Mutter. Die moralischen Ansprüche für uns Kinder hingen sehr hoch, schier unerreichbar für ein wissbegieriges, lebendiges Kind“ (Seite 39)

Eines der Schlüsselerlebnisse nach dem Krieg war für den vielleicht elfjährigen Buben eine Fahrt mit dem Riesenrad auf der Auer Dult: „Von oben suchten meine Augen die Welt nach neuen, ungewohnten Bildern ab. Es waren Bilder mit vielen Details, es passiert so viel gleichzeitig, die Geschichten gingen nicht aus: Menschen liefen über den Platz, kamen zu Gruppen zusammen, lösten sich wieder auf, Kinder jagten hintereinander her, Karren wurden gezogen, eine Frau sammelte ihren Einkauf vom Pflaster und ein Junge kletterte einen Laternenpfahl hinauf.“ (Seite 95) Bei diesen Worten sieht man förmlich die späteren Wimmelbilder vor sich!

Nach und nach erfährt der Leser von diversen Streichen und Gefahren, denen er und seine Freunde im Nachkriegsmünchen ausgesetzt waren. Auch die ersten Annäherungen an die Mädchen sind beschrieben und lassen den Leser lächelnd zurück. Ein wenig wird deutlich, wie Ali Mitgutsch tickt, doch wie schon erwähnt, ist mir das nicht genug. Positiv sind allerdings noch die Fotos in der Mitte des Buches zu erwähnen.


Im fahlen Licht des Mondes: Der lange Weg der Cheyenne
Im fahlen Licht des Mondes: Der lange Weg der Cheyenne
von Kerstin Groeper
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeit der Kolonialisierung Nordamerikas, 18. Januar 2016
Schon das ansprechende Cover macht deutlich, dass wir uns mit diesem Buch zu den Indianern begeben. Wir begleiten die Cheyenne Moekaé durch eine schwere Zeit: Sie muss ihre Heimat verlassen und wird von den Weißen gezwungen, sich deren völlig anderem Lebensstil anzupassen. Mehr möchte ich hier nicht über den Inhalt des Buches verraten.

Auch ich wusste nicht mehr, als ich mich auf dieses spannende Leseabenteuer einließ. Schon nach drei Seiten war ich mitten in der Geschichte und fieberte mit Moekaé, deren Leben sich von einer Stunde zur nächsten so grundlegend veränderte. Einige Ereignisse erinnerten mich an die Flüchtlinge von heute; was das Buch, das im Jahre 1876 beginnt, sehr aktuell erscheinen lässt.

Man merkt beim Lesen, dass sich Kerstin Groeper intensiv mit der Geschichte der Indianer auseinandergesetzt hat. Sie schreibt sehr lebensnah, fängt den Leser mühelos ein und lässt ihn nicht mehr los. Es fällt schwer, das knapp 600 Seiten dicke Buch aus der Hand zu legen – zu groß ist die Neugier, wie sich Moekaé durchs Leben kämpft, während kopflose Soldaten sagen: „Meine Befehle kommen aus Washington. Ich hinterfrage nicht ihren Sinn. Ich bin Soldat und führe die Befehle ordnungsgemäß aus.“ Gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass sich Indianer und Weiße weder in ihrer Gefühlswelt noch in ihrem Glauben extrem unterscheiden - sobald es ihnen gelingt, die Angst voreinander in den Griff zu bekommen und sie es schaffen, aufeinander zu zu gehen.


Cleo: Wie ich das Lachen wieder lernte
Cleo: Wie ich das Lachen wieder lernte
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine Katze zum Liebhaben, 6. Januar 2016
„Katzen sind nicht etwas, was man kriegt. Sie tauchen im Leben eines Menschen auf, wenn sie gebraucht werden, und sie haben ihren Auftrag, den man anfangs vielleicht gar nicht versteht.“ (Seite 373)

Auch Cleo hatte einen Auftrag: eine trauernde Familie zu trösten. Sam hatte sie sich als Katzenbaby auserkoren, doch musste er noch warten, bis sie alt genug war, von der Mutter getrennt zu werden, ehe er sie bei sich aufnehmen konnte. Damals konnte noch keiner ahnen, dass der Neunjährige in der Zwischenzeit einem tödlichen Unfall zum Opfer fallen würde …

Mit Cleo lernt Sams sechsjähriger Bruder wieder im Kinderzimmer zu schlafen. Durch sie finden er und seine Mutter neue Freunde und beginnen nach und nach, wieder am Leben teilzunehmen.

Die Autorin schreibt lebendig und eindringlich - sie berichtet ihre eigene Geschichte. Der Leser hat keine Probleme im Buch anzukommen, ganz im Gegenteil: zumindest ich war sofort mittendrin. Allerdings fragte ich mich bei der ausführlichen Beschreibung der Verwüstungen, die Cleo in ihrer Anfangszeit verursachte, ob ich ohne Katzenerfahrung so ein Wesen bei mir aufnehmen würde. Doch auf der anderen Seite weiß Helen Brown (übersetzt von Andrea Stumpf) dem Leser auch nahezubringen, wie aufbauend das liebesbedürftige Schnurren des Fellknäuels ist.

Brown erzählt mit viel Humor und kreierte in diesem Buch einige weise Zitate. Zum Beispiel:
„Katzen tragen ständig ein Lächeln spazieren. Selbst wenn sie schlecht gelaunt sind, weisen ihre Mundwinkel himmelwärts. Das unterscheidet sie vom Menschen, dessen Mundwinkel, insbesondere im Alter, dazu neigen, sich nach unten zu kehren.“ (Seite 163)

Leider konnte mich die Geschichte nicht bis zum Ende für sich vereinnahmen. In meinen Augen wird ein zu langer Lebensabschnitt erzählt. Cleo wurde immerhin fast 24 Jahre alt. Dass in dieser Zeit auch im Leben der Autorin einiges geschehen ist, lässt sich gut nachvollziehen. Der Humor, der mir anfangs so gefiel, wirkte im Laufe der Seiten immer bemühter. Auch wurde immer deutlicher, dass die Autorin Journalistin ist und damit einer Personengruppe angehört, die mehr auf Tatsachenberichte als auf Romane geeicht ist. In das letzte Drittel des Buches hat sie für meinen Geschmack zu viel hineingepackt (unter anderem auch einen Umzug von Neuseeland nach Australien). Um den Leser nicht daran zu hindern, sich eigenen Träumen hinzugeben, wäre eine Kürzung durchaus angebracht gewesen.

„Manchmal wird Schmerz kleiner oder verschwindet ganz, wenn man ihn von der Höhe aus in einem größeren Zusammenhang betrachtet.“ (Seite 153)


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