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Beiträge von Gabriele Stein...
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Rezensionen verfasst von
Gabriele Steininger (Dresden)

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Meine Trauer traut sich was: Nach einem Schicksalsschlag wieder Mut zum Leben fassen.
Meine Trauer traut sich was: Nach einem Schicksalsschlag wieder Mut zum Leben fassen.
von Andrea Riedinger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

5.0 von 5 Sternen Das Leben unterliegt keinen mathematischen Gesetzen, 15. Januar 2015
Die Themen Krankheit, Behinderung und Tod haben in unserer Gesellschaft wenig Raum. Meist werden sie als Tabu beiseite geschoben. Wenn dann plötzlich einem Nahestehenden etwas Furchtbares passiert, sind Schweigen, Hilflosigkeit und Ohnmacht an der Tagesordnung.

Andrea Riedinger möchte darüber reden! Darüber, was man tun kann, wie man beisteht und wie man das Gefühlschaos sortiert. Aus eigener Betroffenheit (ihr Mann starb zehn Monate nach der Krebsdiagnose mit 34 Jahren und die kleine Tochter wurde erst danach zwei Jahre alt) weiß sie am Besten, wie es sich anfühlt, wenn Bekannte die Straßenseite wechseln, weil sie aus lauter Hilflosigkeit nicht wissen, wie sie sich verhalten sollen.

Nicht nur Außenstehende erfahren hier Möglichkeiten des Umgangs mit Trauernden, auch diejenigen, die sich in der Krise befinden, bekommen Tipps für Veränderungen. Wer es schafft, seine Situation zu gestalten, fühlt sich weniger in eine Rolle gepresst und am Leben gehindert.

Das Buch ist in einer gefälligen Sprache verfasst. Kursiv geschriebene Erlebnisse, Gedanken und Gefühle nehmen dem Thema die Schwere und vertiefen das Verständnis für Menschen in Extremsituationen. Sehr positiv werte ich die Aufforderung der Autorin, Hilfen zu suchen und anzunehmen, um noch Kraft für schöne Momente zu haben. Auch Jahre nach dieser schrecklichen Zeit hat Andrea Riedinger Rituale, die Erinnerungen an den Vater ihrer Tochter lebendig erhalten und die Tochter zum Strahlen bringen.

Fazit: Ein wichtiges Buch für alle, die bereit sind, sich auch mit den Schattenseiten des Lebens auseinanderzusetzen. Es macht Mut zum Weiterleben – nicht nur, wenn man einen geliebten Menschen an den Tod verloren hat, sondern auch für andere Krisensituationen wie Scheidung oder Verlust der Arbeit. "Meine Trauer traut sich was" hat in der Kategorie Sachbuch die volle Punktzahl verdient.


Quiko 077490 Ardap Fogger - Ungeziefer Vernebler, 200 ml
Quiko 077490 Ardap Fogger - Ungeziefer Vernebler, 200 ml
Preis: EUR 9,49

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungezieferfrei, 10. Januar 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Wie es aussieht, haben wir die diesjährige Flohplage besiegt! Sicherlich ist daran auch dieser Vernebler beteiligt: erhöht aufgestellt und ausgelöst, verteilt die Dose ihren Inhalt in die Luft. Nachdem wir alles Essbare vorher gut verstaut hatten, so dass das Gift nicht dran kommt, haben wir die Wohnung für mindestens drei Stunden verlassen. Unseren Stubentiger hatten wir schon vorher in die Freiheit entlassen. Als wir wiederkamen, waren wir erstaunt: es roch nicht mehr so unangenehm wie kurz nach dem Auslösen. Trotzdem folgten wir natürlich dem Hinweis, anschließend gut durchzulüften - bevor unser pelziger Hausgenosse wieder seinen Lieblingsplatz aufsuchen durfte ...


Quiko 077360 Ardap Spot on  Zecken und Flohschutz für große Katzen, 4 - 8 kg
Quiko 077360 Ardap Spot on Zecken und Flohschutz für große Katzen, 4 - 8 kg
Preis: EUR 14,85

11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Will meiner Katze nicht schaden, 10. Januar 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
In diesem Herbst haben sich in unserer Gegend die Katzenflöhe ziemlich breit gemacht. Auch unseren Liebling hat es trotz Ungezieferhalsband erwischt. Was liegt da näher, als dem Getier auf den Leib zu rücken? Inzwischen ist unser Stubentiger seine Mitbewohner wieder los. Allerdings nicht dank dieses Produktes, sondern dank der Tierärztin, die uns andere Produkte empfohlen und verkauft hat.

Dummerweise habe ich erst, nachdem ich dieses Produkt zu Hause hatte, in die einzelnen Rezensionen gesehen und festgestellt, dass der hierin enthaltene Wirkstoff Pyrethrum für Katzen giftig ist. Zwar steht auf der Packung "für Katzen über 4 kg", doch wage ich mich trotz unseres Schwergewichtes, das immer mit gutem Appetit vor dem Fressnapf steht, nicht an dieses Präparat.

Eine Empfehlung kann ich auf gar keinen Fall aussprechen!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 3, 2015 5:23 PM CET


Westcott E-55031 00 iPoint évolution elektronischer Anspitzer, weiß
Westcott E-55031 00 iPoint évolution elektronischer Anspitzer, weiß
Preis: EUR 14,83

4.0 von 5 Sternen Endlich keine abgebrochenen Bleistifte mehr!, 10. Januar 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Nachdem meine Stifte beim Spitzen in letzter Zeit immer abbrachen - wahrscheinlich weil mein alter Anspitzer nichts mehr taugte - freute ich mich über die Möglichkeit, hier einen anders gearteten Spitzer zu testen. Naja, als der Postbote ihn abgab, war ich schon erstaunt über die Größe des Päckchens! Zum Glück fand ich auf meinem Schreibtisch doch noch genügend Platz für dieses Gerät, dessen Stellfläche acht Zentimeter im Durchmesser hat. Die Höhe von 13 Zentimeter kommt mir entgegen, dient sie doch gleichzeitig als Halterung für aufgestellte Blätter.

Der erste Einsatz machte klar: Hier braucht man Schmalz in den Fingern, um den Stift festzuhalten, damit er nicht einfach nur im Kreis tanzt. Das Ergebnis gefiel mir: ein perfekt gespitzter Bleistift - ohne gebrochene Mine.

Sicher ist dieses Gerät kein Muss, sondern einfach nur ein schönes Spielzeug, solange man nicht ständig etwas mit Bleistift schreibt. Und wer tut das heute noch? Wer kann noch Steno, das sich mit Bleistift einfach am besten bewerkstelligen lässt? Für Zeichner und Buntstiftmaler kann ich diesen Anspitzer allerdings durchaus empfehlen ...


Ein Lied über der Stadt
Ein Lied über der Stadt
von Ewald Arenz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,90

4.0 von 5 Sternen Der Drang nach Freiheit, 9. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Ein Lied über der Stadt (Gebundene Ausgabe)
„Die Tiere auf der Wiese waren frei. Die Vögel waren frei. Nur ihre Welt, die dazwischen lag, wurde jeden Tag enger.“ (Seite 176)

1929: Die 18jährige Pfarrerstochter Luise träumt vom Fliegen. Denn das bedeutet für sie die Freiheit an sich. Gemeinsam mit ihrem Kameraden Georg baut sie nachts heimlich an einem Flugzeug. Tagsüber kämpft sie in ihrer engstirnigen fränkischen Kleinstadt für Gerechtigkeit. Auch wenn sie sich anfänglich sträubt, nimmt sie nach ihrem Schulabschluss ihr Lehramtsstudium in München auf.

„Weil im Käfig die Freiheit größer war als draußen“, kehrt sie 1935 in die Heimat zurück. Damals sollen Professoren zu ihren Studentinnen gesagt haben: „Die Verweigerung der Mutterschaft ist völkische Fahnenflucht“. Frauen sollten „zurück an den Herd“, Lehrerinnen wurden entlassen, Ärztinnen durften keine Praxen eröffnen und Bücher wurden verbrannt. Luise bekam keine Gelegenheit mehr, ihrem Hobby, dem Fliegen, zu frönen.

„Luise dachte, dass diese ganze neue Zeit wie ein Fasching war, in dem die Diener auf einmal Herren sein durften. Nur hörte der Fasching nie auf.“ (Seite 167)

Der mit mehreren Förderpreisen ausgezeichnete Ewald Arenz scheint Kopfbedeckungen zu lieben. Zumindest finden sich im Netz mehr Bilder mit Hut oder Mütze als ohne. Vielleicht hat der 1965 in Nürnberg geborene Schriftsteller deshalb auch so liebevoll über Luises Fliegermütze geschrieben? Auf jeden Fall muss er für dieses eindrückliche Zeitdokument akribisch recherchiert haben. Als Sohn eines evangelischen Landpfarrers hat der Geschichtslehrer an einem Nürnberger Gymnasium wahrscheinlich auch ein paar eigene Erfahrungen in diesen Roman einfließen lassen – obwohl sein Buch in der nicht selbst erlebten Vergangenheit spielt.

Mir hat er jedenfalls spannende Lesestunden geschenkt. Je weiter ich in diese Materie vordrang, desto schwerer fiel es mir, das Buch auf die Seite zu legen. Fazit: Eindeutige Leseempfehlung.


Agathe: Agathe und der Rat der Sieben
Agathe: Agathe und der Rat der Sieben

4.0 von 5 Sternen Für alle, die sich gern in eine Phantasiewelt entführen lassen, 5. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Schuljahr geht zu Ende und wie alle Dreizehnjährigen freut sich auch Agathe auf die Ferien. Entgegen ihren Befürchtungen werden sie etwas ganz Besonderes. Denn sie entdeckt nicht nur, dass sie gar nicht so ungeliebt ist, wie sie immer meint, sondern findet sogar einen richtigen Verehrer. Dass der aus einer Parallelwelt kommt, macht die Sache allerdings nicht einfach ...

Wie es aussieht, waren einige ihrer Angehörigen schon einmal in dieser verheimlichten Welt und warnen Agathe. Doch sie will die Welt ihres Verehrers retten und begibt sich auf waghalsige Abenteuer ...

Mir hat das manchmal recht spannende Buch gefallen und ich kann es mit gutem Gewissen denjenigen weiterempfehlen, die sich ebenso wie Jugendliche nach einer besseren Welt sehnen.


Tod eines Revisors
Tod eines Revisors
von Olaf Jahnke
  Broschiert
Preis: EUR 13,00

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wirtschaftskrimi, 5. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Tod eines Revisors (Broschiert)
Mit diesem Buch hat Olaf Jahnke sein Debüt als Kriminalromanschreiber gegeben. Da der 1963 geborene kein „junger Hüpfer“ mehr ist, konnte der ehemalige Journalist und heutige Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Fernsehens jede Menge Erfahrungen einfließen lassen.

Wir Leser begleiten die Ermittlungen eines Privatdetektives, der den Tod eines Bankangestellten aufklären soll. Die Polizei hat den Fall bereits als Suizid abgetan. Doch die Ehefrau des Verstorbenen kann nicht glauben, dass sich ihr Mann in einer Psychiatrischen Klinik selbst das Leben genommen hat.

Roland Bernau hat als ehemaliger BKA-Fahnder noch gute Kontakte zur Polizei, die ihm in diesem Wirtschaftskrimi auch sehr nützlich sind. Er deckt gemeinsam mit der Journalistin Julia, der am Todestag des Revisors Dokumente zugespielt wurden, Machenschaften von Bankern auf und wird in äußerst gefährliche Situationen verwickelt. Doch Aufgeben kommt auch dann nicht in Frage, als die Auftraggeberin darum bittet …

Langsam fügt sich ein Detail zum nächsten. Eine gefällige Sprache trägt den Leser durch diesen Krimi mit Regionalbezug zur Bankenstadt Frankfurt. Dank des gelungenen Spannungsaufbaus fällt es zum Schluss zu richtig schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

Fazit: der fhl-Verlag (er nennt sich auch Krimi-Verlag aus Leipzig) hat schon vielen Autoren die Möglichkeit zur Veröffentlichung gegeben. Es lohnt sich, im Verlagsprogramm zu stöbern und dabei auch diesen ungewöhnlichen Wirtschaftskrimi auszuwählen!


Kloster Northanger: Roman (Reclam Taschenbuch)
Kloster Northanger: Roman (Reclam Taschenbuch)
von Christian Grawe
  Taschenbuch

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 200 Jahre alte Chicklit-Literatur, 4. Januar 2015
"Die Rückkehr der Heldin am Ende ihrer Laufbahn in ihr heimatliches Dorf, im vollen Triumph ihres wiederhergestellten Rufs und mit der ganzen Würde einer Gräfin, mit einem langen Zug von adligen Verwandten in einer Reihe vornehmer Wagen und drei Zofen in einer vierspännigen Kutsche hinter sich, ist ein Ereignis, bei die Feder jeder Autorin allen Grund hat, mit Entzücken zu verweilen. Sie ziert das Ende jeden Buches und auch die Autorin hat teil an dem Ruhm, den sie so großzügig verteilt."

Dieses Zitat zeigt deutlich, in welche Richtung sich dieses Buch entwickelt: heute würden wir es Chicklit nennen … Es war das erste Buch von Jane Austen – das erste, das sie geschrieben hat (das aber erst verlegt wurde, nachdem sie bereits Ruhm eingeheimst hatte) und das erste, das ich gelesen habe. So ganz kann ich den Hype, den ihre Bücher heute noch (oder wieder?) nach sich ziehen, nicht verstehen. Allerdings wurde mir glaubhaft versichert, dass dies wohl ihr schlechtestes Buch sei. Mal sehen, ob ich mich noch an ein weiteres wagen werde ...

Dieses Werk schrieb die englische Klassikerin mit etwa 20 Jahren zwischen 1797 und 1803. Es steckt voller Ironie, was ich einer Schriftstellerin von damals niemals zugetraut hätte. Wir lernen Catherine Morland kennen, die Tochter eines kinderreichen Pfarrers, die mit ihren Nachbarn nach Bath in die Sommerfrische fahren darf. Dort wird sie in die gehobene Gesellschaft eingeführt und lernt Gefallen an den damals so beliebten „gruseligen“ Romanen, deren Inhalt die Autorin immer wieder einfließen lässt.

Etwas ermüdend fand es, von der Jungmädchenschwärmerei zu lesen. Dem Buch gelang es nicht, mich innerhalb der ersten 100 Seiten einzufangen. Doch neugierig, wie ich nun mal bin, gab ich nicht auf, nach dem Reiz zu suchen, der so viele Leserinnen an die Autorin bindet.

So entdeckte ich im 14. Kapitel amüsante Wortklaubereien:

"… dies ist ein sehr schöner Tag, und wir machen einen sehr schönen Spaziergen, und ihr seid zwei sehr schöne junge Damen. Oh! Es ist wirklich ein sehr schönes Wort. Es passt für alles. Ursprünglich bezeichnete es wahrscheinlich nur das, was hübsch, geziemend, zart, kultiviert ist. Auf Schönheit legte man Wert in seiner Kleidung, inneren Einstellung, seinen Vorlieben. Aber heutzutage wird alles Lobenswerte an jeder Sache in dieses eine Wort gepresst" (sagte Henry zu seinen beiden Begleiterinnen)

und Weisheiten:

"Wer eine solide Bildung mitbringt, ist unfähig, der Eitelkeit der anderen zu schmeicheln, was ein zartfühlender Mensch immer zu vermeiden sucht. Besonders eine Frau sollte, wenn sie schon das Unglück hat, irgendetwas zu wissen, es immer so gut wie möglich verbergen."

Auch erfuhr ich, dass bei damaligen Reisen in der Kutsche der Platz eng werden konnte, weil auch noch ein Schreibpult im Gepäck war.

Um das Gruseln zu verdeutlichen, verunsicherte Catherines Reisebegleiter sie mit Erzählungen wie dieser:

"Sie müssen wissen, dass eine junge Dame, wenn sie ein solches Gebäude zum ersten Mal betritt, immer weitab von den übrigen Familienmitgliedern einquartiert wird. Während diese sich behaglich in ihren Flügel des Hauses zurückziehen, wird sie von Dorothy, der alten Haushälterin, zeremoniell eine andere Treppe hinauf und durch viele finstere Gänge in ein Zimmer geleitet, das nicht benutzt worden ist, seit darin vor ungefähr zwanzig Jahren irgendeine Kusine oder sonstige Verwandte starb."

Das Buch schwingt sich zum Ende zu unerwarteten Höhen auf, so dass es sich schließlich doch gelohnt hatte, die Lektüre nicht vorzeitig abzubrechen. Am Ende meiner Besprechung möchte ich der Autorin noch einmal das Wort erteilen:

"… überlasse ich es meinen Lesern zu entscheiden, ob es letzten Endes die Absicht dieses Buches ist, die Tyrannei der Eltern zu empfehlen oder den Ungehorsam der Kinder zu belohnen."


Die Achse meiner Welt: Roman
Die Achse meiner Welt: Roman
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Tausendmal berührt - tausendmal ist nichts passiert ..., 1. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Die Achse meiner Welt: Roman (Kindle Edition)
„Mein erstes Leben endete an einem eisigen Dezemberabend um 22:37 auf einer einsamen Straße neben der alten Kirche. Mein zweites Leben begann etwa zehn Stunden später, als ich im grellen Licht des Krankenzimmers erwachte – mit einer großen Kopfwunde und einer Vergangenheit, an die ich keinerlei Erinnerung besaß“.

Die Ich-Erzählerin Rachel Wiltshire hat zwei verschiedene Wirklichkeiten – auf eine gut lesbare Art von der Engländerin Dani Atkins niedergeschrieben. Zwar hat mich die abrupte Veränderung von Rachels Wahrnehmung im dritten Kapitel anfangs etwas aus der Story katapultiert, doch die Neugier ließ mich weiterlesen. Was ich bis zum Ende nicht bereut habe. Denn Liebe ist ein zentrales Thema im Leben. Und davon ist in diesem Buch wahrlich genug vorhanden – auch wenn sie die Protagonisten nicht immer gleich erkennen …

Das Cover passt hervorragend zu diesem Roman: eine junge Frau balanciert über einen weißen Strich. Während sich ihr Körper etwas nach links neigt, wirkt der rechts entstandene Schatten völlig anders. Hier hält sie einen Schirm – doch wo kommt der her? Steht der vielleicht für ihre Amnesie, die ihre Erinnerung durcheinander wirft? Sie kann nicht verstehen, dass ihre Wahrnehmung so völlig anders aussieht, als das, was ihr Vater und die Freunde wissen.

Dani Atkins schreibt in ihrem Debütroman über die außergewöhnliche und wunderbare Erfahrung der ersten Liebe. Gerne habe ich mich mit ihren Zeilen in eine Traumwelt kurz vor Weihnachten entführen lassen, die sich am Ende völlig anders auflöst, als ich während des Lesens angenommen habe.

Nun kann ich die allgemeine Begeisterung über diesen Roman nachvollziehen. Ganz klar: vier Sterne ist mir dieser Liebesroman wert.


Nachtauge: Roman
Nachtauge: Roman
von Titus Müller
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Ein gelungenes Zeitdokument, 30. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nachtauge: Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch hat mich von den ersten Zeilen in seinen Bann geschlagen! Da erlebte ich als Leserin hautnah mit, wie Menschen 1943 bei einem Bombenangriff in London in einen U-Bahnschacht flohen, um ihre Haut zu retten und dann auf der Treppe in die Sicherheit zermalmt wurden …

Eric Knowlden erträgt dieses Szenario kaum noch. Er setzt alles daran, die Spionin mit dem Decknamen Nachtauge zu entlarven. Auch wenn diese Frau der Geschichte ihren Namen gegeben hat, spielt sie fast nur eine nebengeordnete Rolle in diesem spannenden Roman. In einem zweiten Erzählstrang erfahren wir einiges über ein Zwangsarbeiterlager in Neheim, nahe der Möhnetalsperre.

Der Autor hat sorgfältig recherchiert und so ist ihm ein Zeitdokument gelungen, wie ich es noch nie in den Händen hielt. Anhand realer Begebenheiten hat er eine fiktive Liebesgeschichte zwischen einer aus der Ukraine entführten Zwangsarbeiterin und ihrem Lagerleiter eingeflochten, die den Leser erschauern und hoffen lässt. Angetan war ich von der Charakterisierung der mitwirkenden Personen – egal ob es sich um Nazisympathisanten oder -gegner handelte. Die Angst der Menschen zu dieser Zeit konnte ich unmittelbar herauslesen und ich war – mal wieder – froh, dass ich damals noch nicht lebte.

Alles in allem kann ich nur sagen: Schon lange war ich von einer Lektüre nicht mehr so begeistert.


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