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Beiträge von Lieschen Müller
Top-Rezensenten Rang: 1.236.213
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Rezensionen verfasst von
Lieschen Müller

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Dancing Jax - Auftakt: Band 1
Dancing Jax - Auftakt: Band 1
von Robin Jarvis
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Entwürdigender Schreibstil, 27. Dezember 2015
Rezension bezieht sich auf: Dancing Jax - Auftakt: Band 1 (Taschenbuch)
Wo anfangen bei diesem Buch? - Das Cover ist sehr ansprechend; der Covertext ebenfalls - die Idee ist spannend. Inhaltlich ist dieser erste Teil grob zusammengefasst jedoch lediglich eine ausführliche Einleitung in verschiedene Charaktere der Handlung. Eine Gruppe Jugendlicher bricht in ein altes Haus ein, findet einige Holzkisten mit uralten Kinderbüchern und beschließt nicht nur, darin zu lesen, sondern mit diesen Büchern reich und berühmt zu werden, indem sie sie verkauft. Das Buch jedoch hat die Macht, da von einem Okkultisten geschrieben, seine Leser in die Geschichte hineinzuspinnen und damit der Realität vollends zu entziehen.
Und dann dient fast jedes weitere Kapitel dazu, entweder einen neuen Charakter einzuführen oder die lose Handlung anektdotisch voranzubringen. Hin und wieder bekommt der Leser einen Eindruck in das eigentliche Werk, welches so gefährlich ist, oder in das Leben derer, die sich dem Buch entziehen können.
Mehr ist nicht. Der Großteil des Buches beschränkt sich auf die Rekrutierung von Buchcharakteren und irgendwelche Grausamkeiten. Die Grausamkeiten nehmen mit jeder Seite zu, sind jedoch schon allein durch die Sprache des Buches vom ersten Kapitel an zu bemerken. Es ist nicht nachvollziehbar, wie ein Autor derart sprachlich entwürdigend und misantrop schreiben kann. Es werden häßliche Wörter verwendet; die Sätze, die sich die stereotypen Charaktere in Dialogen entgegenschleudern, sind abwertend, gemein und hinterhältig. Insgesamt entsteht eine sehr düstere, von Zorn und Gewalt geprägte sprachliche Szenerie. Selbst die wenigen liebevollen Szenen haben durch den gewaltgeprägten Schreibstil des Autors Robin Jarvis einen schalen, unwirklichen, fast schon scheinheiligen Beigeschmack.
Wenn das alles Absicht ist, ist es gelungen. Mir hingegen hat diese Form des abwertenden und menschlich entwürdigenden Schreibstils jegliche Lust zum Weiterlesen genommen. Nicht einmal eine gelungene Handlung könnte dies ändern - glücklicherweise ist die Handlung jedoch vorhersehbar und eintönig, so dass das Beiseitelegen des Buches leicht gefallen ist.


Sport Psychological Interventions in Competitive Sports
Sport Psychological Interventions in Competitive Sports
von Jurgen Beckmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 75,49

5.0 von 5 Sternen One of the best books on practical sport psychology, 22. April 2015
Finally, Jürgen Beckmann and Anne-Marie Elbe have published their standard piece on sport psychological interventions not only in English but also with revised content. Within nine chapters, the authors give an overview on basically everything which is essential to know about sport psychological interventions.They start on sport psychological perspectives, followed by personality aspects and a profound and detailled chapter on "Diagnostics". Chapter four and five focus on basic and skill training giving advice and showing practical exercises to easily work with. Chapter six and seven go for the more difficult subjects such as recovery, stress, crisis interventions, injuries, conflicts, doping controls, career transision and many more. Several more intervention techniques are found in chapter eight. In my therapeutic work, especially the impact techniques are my favourites. Finally, the book provides a sound tool box on different questions, athletes may face during their sports career such as anxiety, overtraining, pressure situations just to name a few.
In conclusion, this book is more than just a translation - in its English revision it outmatches other works on practical sport psychology by its well researched, up-to-date and manifold exercises which can be used not only by sport psychologists, but also by trainers and athletes themselves. Jürgen Beckmann and Anne-Marie Elbe are well-experienced sport psychologists - it is again a pleasure to have them share their treasure trove of experience in this easily readable book.


Wickelaufsatz 13 cm hoch für Ikea Hemnes Kommode
Wickelaufsatz 13 cm hoch für Ikea Hemnes Kommode

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Alternative zu den teuren Wickelkommoden!, 17. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wir haben den Wickelaufsatz für die IKEA Hemnes Kommode bestellt. Innerhalb von 4 Tagen war sie bei uns. Ordentlich und sachgemäß verpackt. Kinderleichter Aufbau innerhalb von 15 Minuten. Massives Holz. Saubere Verarbeitung.
Der Wickelaufsatz für die Kommode passt perfekt und ist stabil. Wir haben ihn nicht verschraubt, da er sehr fest sitzt. Die Schrauben waren dabei. Wir denken über ein Scharnier nach, da wir die Kommode später ohne Aufsatz weiter verwenden wollen.

Klare Kaufempfehlung und prima Alternative für teure Wickelkommoden.

Vielen Dank!


Der Professor: Psychothriller
Der Professor: Psychothriller
von John Katzenbach
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Makabere Irreführung des Verlages, 29. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Professor: Psychothriller (Taschenbuch)
Mein erstes Buch von John Katzenbach interessierte mich vorallem aufgrund des Klappentextes: Akademiker erkrankt an seltenem Demenztyp mit Halluzinationen und noch auf dem Rückweg sieht er, wie ein sechzehnjähriges Mädchen nahe eines Lieferwagens verschwindet. Entführung oder Halluzination? Er weiß es nicht.
Der Leser weiß das bereits im nächsten Kapitel.
Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Die Spannung ist dahin; die Irreführung ist perfekt. Im Folgenden wird innerhalb weniger Kapitel klar, dass es sich hier wieder um die typische Thriller-Story handelt: Laienprofiler hilft Polizei kranken Serientäter zu schnappen. Nicht sehr originell.
Und im klassischen Stile des "Je mehr, je doller, desto höhere Verkaufszahlen" handelt es sich hierbei um ein minderjähriges Opfer, das sich allem ausgesetzt sieht, was an sexueller Perversion möglich zu sein scheint.
Das geht an dieser Stelle eindeutig einen Schritt zu weit für ein Buch, welches jugendlichen Lesern ebenso zugänglich ist wie Erwachsenen. Diese erwarten infolge des Klappentextes eine ganz andere Geschichte, nämlich die eines Professors, der auf der Suche nach seinem Gedächtnis ist (was zugegebenermaßen für mich spannender gewesen wäre, weil origineller, wenn gut geschrieben, was von John Katzenbach wiederum zu erwarten gewesen wäre).
Alles in allem ärgert mich insbesondere der Verlag, der zum einen durch die Titelübersetzung (Wieso nicht "Das Mädchen?" oder "Der Lieferwagen?" oder "Die Website"?) den Leser gezielt zu trügen versteht, zum anderen die Relation des Geschmacks und der Moral deutlich strapaziert hat. Dieses Buch gehört aufgrund der Gewalt an Minderjährigen auf den Index. Eine mögliche dahinterstehende Botschaft geht aufgrund der vorrangig perversen Handlung völlig unter. Jedoch hätte man einem Bestsellerautor wie John Katzenbach auch die Fähigkeit zugetraut, dieselbe Botschaft schriftstellerisch origineller und hintergründiger zu gestalten.


Praxis der Sportpsychologie im Wettkampf- und Leistungssport
Praxis der Sportpsychologie im Wettkampf- und Leistungssport
von Jürgen Beckmann
  Broschiert
Wird angeboten von arte-p
Preis: EUR 24,80

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anleitung zum sportpsychologischen Training, 22. Oktober 2008
Bisher kannte man praktische Bücher zur Sportpsychologie aus dem Amerikanischen. Mit "Praxis der Sportpsychologie im Wettkampf- und Leistungssport" ist es zwei praktisch tätigen Sportpsychologen endlich gelungen, diese Lücke für den deutschsprachigen Raum zu füllen. Jürgen Beckmann und Anne-Marie Elbe sind beide seit Jahren nicht nur praktisch in der Sportpsychologie tätig und verfügen damit über die entsprechende Erfahrung, sondern lehren Sportpsychologie auch in München und Kopenhagen und besitzen damit das wissenschaftliche Hintergrundwissen im Umgang mit Athleten. In ihrem Buch geben sie dem Leser, der Psychologe, Trainer oder auch der Athlet selbst sein kann, hilfreiche Strategien im Umgang mit vielfältigen Problemen, die im Sportbereich auftreten können. Das Buch gliedert sich dabei in zwei Teile: Zunächst werden die Grundorientierungen dargelegt. Diese dienen als Basis für den zweiten Teil, in welchem konkrete Interventionsmaßnahmen erläutert werden. Bedeutsam ist hierbei, dass alle vorgestellten Maßnahmen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. So wird eine klare Brücke zwischen Theorie und Praxis geschlagen. Nicht nur Themen wie Diagnostik und Persönlichkeit und Persönlichkeitsentwicklung, Talent und Talententwicklung werden besprochen, sondern auch das Grundlagentraining, Entspannungsverfahren und Fertigkeiten zur Stabilisierung sportlicher Leistung sind Kapitel des Buches. Zum Abschluss werden dem Praktiker Hilfen an die Hand gegeben, mit denen er schnell und sicher das Problem seines Athleten und dessen Ursachen erkennen und Lösungsmaßnahmen in die Wege leiten kann.
Alles in allem ein lang vermisstes Werk, welches zeigt, wie langjährige wissenschaftliche Forschung effektiv in die Praxis umsetzbar ist - und das auf eine sehr leicht lesbare, interessante und spannende Art und Weise.


Beim Leben meiner Schwester: Roman
Beim Leben meiner Schwester: Roman
von Jodi Picoult
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,50

22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Klare Angst vor dem Feuer ..., 7. September 2007
Dieses Buch beweist wieder einmal folgendes: Wenn man Angst vor den Konsequenzen hat, sollte man von einer Sache die Finger lassen. Jodi Picoult greift in ihrem Roman "Beim Leben meiner Schwester" ein schwieriges und brisantes Thema auf, welches gemeinhin als "moralisches Dilemma" bezeichnet wird. Anna wurde geboren, um Kates Leben zu verlängern, von retten kann nicht wirklich die Rede sein. Anna, zigmal als Spender ungefragt genutzt, geht schließlich vor Gericht, um über sich selbst entscheiden zu dürfen. Das aber kann Kates Tod bedeuten.
Schön wäre es gewesen, hätte sich die Autorin in der Darstellung der Geschichte und aller ihrer Charaktere auf dieses Dilemma beschränkt. Stattdessen weicht sie immer wieder aus, indem sie die zusätzliche Liebesgeschichte zwischen Anwalt und Verfahrenspflegerin und die pyromanische Karriere des kleinkriminellen Bruders einbaut. Es stört nicht, dass die Geschichte aus der Sicht eines jeden Beteiligten erzählt wird; das erhöht die Dramatik, denn so kann man als Leser die Entscheidung der einzelnen Personen durchaus nachvollziehen und weiß, dass jede(r) gute Gründe hat, zu tun, was er/sie eben tut. Problematisch wird es nur, dass Anna, Hauptcharakter, Entscheidungsträger, Protagonist, wichtigste Figur, meiner Meinung nach völlig zu kurz kommt. Ihre Gefühle, ihre Gedanken, sie selbst werden nicht klar definiert, sie bleibt schwammig und nicht greifbar und man versteht nicht wirklich, was sie eigentlich will (nichtmal am Ende, nachdem ein entscheidender Aspekt hinzukommt). Es läuft darauf hinaus, sie sei entwicklungspsychologisch nicht in der Lage dazu - das scheint die Entschuldigung der Autorin für die Oberflächlichkeit Annas zu sein. Neben der, dass es eine recht überraschende Wendung im Verfahren selbst gibt, die aber auch nur als Entschuldigung dient, Anna weiterhin keine Entscheidung abverlangen zu müssen. Und neben dem grandios vermasselten Ende, das die Entscheidung in die Hand des Schicksals legt und damit alles zunichte macht, was eine Entscheidung von irgendwem hätte abverlangen können. Das ist feige, macht keinen Spaß, man ist am Ende des Buches, soweit wie am Anfang und darf nun hoffen, dass sich solche moralischen Probleme von selbst lösen. Nein, ein bißchen mehr Mut hätte dem Buch nicht geschadet. Weiterhin hätten die Charaktere allesamt etwas liebevoller und nicht so arg mechanisch kalt konstruiert dargestellt werden sollen - viele Klischées fallen ineinander (es hätte gereicht, den Sohn als Eigenbrödler zu zeigen, um klarzumachen, dass er sich überflüssig fühlt - dazu muss man keine Kriminalität und Drogen mithineinbauen ... allzuviel ist ungesund).
Das Buch hat, wie viele Bücher, Potential, und man weiß, dass es keine richtige und keine falsche Entscheidung geben wird. Aber irgendeine (nicht schicksalshafte) Entscheidung, die in jedem Falle (!) gut begründet gewesen wäre, wäre immer noch besser gewesen, damit der Leser, der sich gerade des moralischen Aspekts zum Lesen bewogen sah, nicht völlig enttäuscht ist.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 18, 2013 1:14 PM MEST


Ohne ein Wort
Ohne ein Wort
von Linwood Barclay
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz nett, aber mehr auch nicht, 22. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Ohne ein Wort (Taschenbuch)
Wie kommt es, dass viele sogenannte "Psychothriller" in letzter Zeit richtig gut starten und dann ab der Hälfte kippen und irgendwie an Erzähltempo verlieren? "Ohne ein Wort" von Linwood Barclay gehört leider auch wieder in diese Kategorie von Büchern, die überall hoch gelobt werden, deren Einstieg spannend und schnell ist und dann in der zweiten Hälfte alles verlieren, um sich in einem eher langweiligen, durchschnittlichen, dem Anfang unwürdigen Ende einzupegeln. Sehr schade.
"Ich wollte, ihr wärt tot!" Und am nächsten Morgen ist Cynthia allein, von der Familie fehlt jede Spur. Damit startet der Roman und spielt zunächst mit den Urängsten des Menschen - was ist, wenn man plötzlich allein ist und sich an nichts erinnern kann? Das knistert und bringt Gänsehautgefühl, welches sich noch durch "namenlose" Kapitel, die man zunächst nicht zuordnen kann, steigert. Erzählt wird die Geschichte durch Cynthias Ehemann, der mit ihr 25 Jahre später die Vergangenheit nochmals aufrollt, um nach der verlorenen Familie zu forschen. Als Leser merkt man die klaustrophobische Enge, das Netz, welches sich um Cynthias kleine Familie zieht und man muss als Leser einfach wissen, wie es weiter geht, warum seltsame Dinge geschehen. Nicht zuletzt vermutet man Cynthia selbst hinter den Vorgängen, alles ist unscharf und unklar. Alles ist super, um ein richtig böser Psychothriller zu werden.
Und dann kippt die Handlung. Aus Spannung wird Routine, aus Überraschung wird beim Lesen Gleichgültigkeit. Letztlich scheint es, als würde der Autor in einen Erklärwahn verfallen sein, alles erzählen zu müssen, alles aufklären zu müssen, damit man als Leser auch wirklich alles versteht. Und die Erklärung ist eher langweilig und ein "Ach, naja ...". Dem prickelnden bösen Anfang einfach zu harmlos, zu platt gegenübergestellt. Charaktere sind plötzlich eindimensional und schwach. Das Pulver des Anfangs wurde ziellos verschossen. Das enttäuscht. Und am Ende legt man das Buch weg und denkt sich: Guter Anfang, hatte echt Potential, aber der Wirbel um das Buch ist (mal wieder) nicht gerechtfertigt.
Wer kurzzeitige Spannung und einen durchschnittliches Krimi / Thriller - Drama mag, dem wird das Buch gefallen. Der geübte Leser wird aber eher enttäuscht sein.


Tintenblut. Tintenwelt 02
Tintenblut. Tintenwelt 02
von Cornelia Funke
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,90

30 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kinderbuch adé ..., 14. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Tintenblut. Tintenwelt 02 (Gebundene Ausgabe)
Seit wann vermisst man eigentlich eine Welt, in der Brutalität, Unrecht, Verfolgung regieren, in der Menschen aufgrund ihrer Lebenseinstellung ohne Strafe gequält und getötet werden dürfen und in der Kinder nicht willkommen sind?
Diese Frage stellte sich mir beim Lesen dieses zweiten Bandes der Reihe von Cornelia Funke. Wie auch der erste Band, wird dieser Teil weit überschätzt. Nicht nur die Qual der Langeweile von Seite zu Seite, sondern auch die holprige, übermäßig gekünstelte, keineswegs flüssige Schreib- und Erzählweise der Autorin führte dazu, dass ich das Buch immer wieder weglegte. Grammatikfehler seien dahingestellt, aber was ich besonders bemängele, ist ihr fehlendes Einfühlvermögen in die Charaktere, die mit jedem Kapitel platter, eindimensionaler und unrealistischer werden. Den einzigen dreidimensionalen Charakter tötet sie. Basta und sein Messer kennt der Leser, dass alles düster und angsteinflößend ist, ist spätestens ab Mo's Verwundung auch jedem klar, aber wo bleiben die Charakterentwicklung und die Gefühlswelt? Die Autorin schafft es leider nicht einmal, die aufkeimende Liebe zwischen Meggie und Farid lebendig zu machen. Ihr Wortschatz erschöpft sich auf wenigen Seiten und wieder fehlt das, was sie dem Leser klar machen möchte: Bücher sind etwas Wunderbares, eine Welt zum Verschwinden, die Macht der Worte, die verändern können. Stattdessen regieren Grausamkeit und Finsternis, die meiner Meinung nach in dieser Form (Blenden, Hände abhacken, Spaß am Krieg) in einem Kinderbuch nichts zu suchen haben. Kinder müssen nicht mit Gewalt und Blutvergießen verstehen lernen, dass eine Welt auch nicht gut sein kann - da wünscht man sich als Leser doch etwas mehr Geschick im Umgang mit Bildern und kindgerechten Szenarien (etwas, was z.B. Michael Ende mit einer ähnlichen Thematik geschafft hat - auch er zeigt negative Seiten Phantasiens, u.a. den Tod, aber er verwendet gänzlich andere, bessere, angebrachtere stilistische Mittel). Hier wirkt die Gewalt so plump, dass nicht einmal die Warnung, dass Gewalt keine Lösung ist, ersichtlich wird. Böse werden getötet, Gute werden von Bösen getötet, alle müssen gerächt werden - das bringt diese, von Staubfinger vermisste Tintenwelt als Botschaft hervor? Von Fenoglios Wandlung in einen verbitterten, selbstgerechten Autor ganz zu schweigen. Auch wenn er die Welt wieder zu kontrollieren versucht und selbst eingreift, so kommen viele seiner Motive nicht glaubhaft herüber - wie auch die anderen Charaktere werden sie nur angerissen. Verständnis und Sympathien kommen da jedenfalls nicht auf.
Ich bin sehr enttäuscht. Wie kann man eine so fantastische Idee so grob und phantasielos verschandeln? Wie kann man vorgeben, ein Kinderbuch zu schreiben, und stattdessen eine platte, handlungslose Geschichte, die für Erwachsene geeignet, aber zu langweilig ist, schreiben? Die Autorin sollte vielleicht weniger versuchen, mit Worten und Metaphern zu spielen, als vielmehr einen anständigen, kindgerechten Handlungsstrang auszuarbeiten. Denn diesen habe ich nach den ersten Kapiteln gründlich vermisst.
Der dritte Teil - meine Hoffnungen, dass er besser wird als sein Vorgänger, haben sich schon erschöpft - allein der Titel verheißt nur noch mehr Brutalität, die, in diesem Ausmaß und in dieser Form, in einem Kinderbuch nichts zu suchen hat.


The Good German: Roman zum Film Jetzt verfilmt von Steven Soderbergh mit George Clooney, Cate Blanchett und Tobey Maguire
The Good German: Roman zum Film Jetzt verfilmt von Steven Soderbergh mit George Clooney, Cate Blanchett und Tobey Maguire
von Joseph Kanon
  Taschenbuch

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut und Böse und alles dazwischen, 19. Juni 2007
Anlässlich der Potsdamer Konferenz, über welche er Bericht erstatten soll, kehrt der amerikanische Journalist Jake Geismar nach Berlin zurück. Dies ist aber nur der offizielle Grund für seine Rückkehr, denn er erhofft sich ein Wiedersehen mit seiner damaligen Geliebten, der Wissenschaftlerehefrau Lena Brandt, die er während des Krieges in der Hauptstadt zurücklassen musste. Was er vorfindet, ist ein Trümmerfeld, aufgeteilt unter den Besatzungsmächten. Während der Potsdamer Konferenz findet Jake die Leiche eines jungen amerikanischen Soldaten, die Taschen gefüllt mit Geld, angeschwemmt an den Uferrand des Neuen Gartens in Potsdam, mitten in der russischen Besatzungszone. Fragen tun sich auf: "Wie kam er dorthin?", "Was ist das für Geld?", "Wieso wurde er getötet?" - Jake wittert eine Story und beginnt zu ermitteln. Sein eigentliches Ziel, Lena Brandt wiederzufinden und die Liebe aufleben zu lassen, dabei jedoch nicht aus den Augen verlierend, gerät er immer tiefer in politische Verstrickungen, mit denen er nicht nur sich selbst, sondern auch Lena in Gefahr bringt ---

Soviel zum Inhalt - es soll an dieser Stelle nicht zuviel verraten werden. "The Good German", grob übersetzt "Der/Die gute Deutsche" entwickelt sich schnell zu einem rasanten, spannenden Politthriller, der, eingebettet in reale geschichtliche Ereignisse, durchaus mehr als Fiktion hätte sein können. Die Charaktere sind tiefgründig dargestellt und handeln logisch nachvollziehbar (etwas, was bei vielen heutigen Romanen leider fehlt). Als Leser kann man sich nie ganz sicher sein, auf welcher Seite man sich befindet und welche tiefen Abgründe sich noch auftun werden. Es geht um Schuld und Schuldzuweisung, Richten und Gerichtet werden. Die Untaten der Nationalsozialisten im Krieg werden sowohl aus amerikanischer und russischer Sicht, als auch, eher untypisch für Nachkriegsromane, aus deutscher Sicht dargestellt. Der Autor lässt nie nur eine Seite gelten, sondern bringt auch immer die andere Seite zur Sprache. Das ist sicherlich eine Gradwanderung, die ihm jedoch gut gelingt. Negativ an der Geschichte mag manchmal die Naivität des Hauptcharakters erscheinen, jedoch warum nicht? "Man weiß es und man weiß es eben nicht" scheint einer der Leitsätze des Romans zu sein. Weiterhin ist die Sprache auffällig, in der die Geschichte erzählt wird - kurze Sätze, manchmal nur dahin geworfene Gedanken untermalen die zerstörte Nachkriegsatmosphäre und machen sie für den Leser nochmals lebendig.

Alles in allem ein gelungener Thriller, der meiner Meinung nach sehr empfehlenswert ist, da sich immer die Frage stellt, wer eigentlich "gut" und wer "böse" ist und wer darüber entscheidet und entscheiden darf.


Tintenwelt 1: Tintenherz
Tintenwelt 1: Tintenherz
von Cornelia Funke
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viel Lärm um Wenig, 22. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Tintenwelt 1: Tintenherz (Gebundene Ausgabe)
Nachdem sich sehr viel Lob über "Tintenherz" von Cornelia Funke ergossen hat, habe ich dieses Buch mit großen Erwartungen gelesen. Leider wurde ich weitestgehend enttäuscht, denn ein derartiges Medieninteresse und den Vergleich mit namenhaften Werken wie u.a. "Die unendliche Geschichte" hat es nicht verdient.

Positiv ist dem Buch zunächst anzumerken, dass es sich um eine weitestgehend innovative Geschichte handelt, die sich schnell und mit Spannung lesen lässt. Jedoch überwiegen negative Anteile. Von der rohen Gewalt gegenüber hilflosen Tieren mal abgesehen, die so fehl am Platze wirkt, da sie einfach nur platt und ausgelatscht ist (um das darzustellen, wovon im Buch als Capricorns Grausamkeit berichtet wird), sind viele Charaktere nur oberflächlich auf wenige, bisweilen stereotype Verhaltensweisen reduziert (Basta und sein Messer, Staubfinger und seine Unnahbarkeit, Farid und das Draufgängerische, Mo, Elinor und Meggie mit der Liebe zu ihren Büchern). Da langweilt man sich als Leser schnell und wünscht sich Vielschichtigkeit, die manche Figuren durchaus vertragen könnten, um die Geschichte lebendig zu machen. Denn genau das, was sie sein soll, ist sie nicht. Nicht ein einziges Mal konnte ich völlig darin versinken, wurden die Figuren lebendig. Meist hing es eben an jener Oberflächlichkeit der Charaktere, oft aber auch an dem übermäßig metaphorischem Stil, der bisweilen auch noch sehr holprig und gezwungen daher kommt.

Dass, was die Autorin zu vermitteln versucht, beispielsweise die Bosheit und Grausamkeit Capricorns, kommt (wie vieles andere) nicht an. Man gewinnt die Eindruck, als versuche sie es so sehr, dass es künstlich wirkt, als fielen ihr keine anderen Worte mehr ein, als fehle ihr das schriftstellerische Geschick, das wahrhaft Böse Capricorns auch so auszudrücken, dass man es als Leser fühlen kann, so wie man die Bedrohung durch das "Nichts" in "Die unendliche Geschichte" gespürt hat. Da hilft es nicht, wenn zum dritten Mal geschrieben steht "Meggie hatte Angst." oder "Basta strich über sein Messer.".

Es ist sehr schade um die Geschichte und ihre Charaktere, vielleicht wird es in Band zwei besser. Auf jeden Fall hat die Erzählung (wenn auch viel durch andere Werke inspiriert) jede Menge Potential - es wäre bedauernswert, wenn es so schlicht vergeudet würde.


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