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Der gelbe Bleistift: Reisegeschichten aus Asien Taschenbuch – 1. April 2002

4.4 von 5 Sternen 50 Kundenrezensionen

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Taschenbuch, 1. April 2002
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Die deutsche Welt am Sonntag. Erst schläft noch alles, dann wird Klassik aufgelegt und es gibt Brötchen mit Ei. Dazu Zeitung: die Welt am Sonntag. Was steht da? Christian Kracht aus Tokio. Die Rubrik im Reise-Teil der Zeitung heißt "Der gelbe Bleistift". Über den Autoren muss man wissen: Kracht lebt seit einigen Jahren in Bangkok und hat vor zwei Jahren mit Eckhart Nickel Ferien für immer geschrieben, das ihn als Traveller der feinen Unterschiede ausgewiesen hat. Nun also erscheint ein Solo-Buch mit Reiseberichten.

20 Stücke sind es ingesamt, gesammelte Erlebnisse aus den Jahren 1992-99. Es sind sehr viel weniger Reiseberichte als atmosphärische Schilderungen, viel weniger Berichte über das Fremde im Ausland als über das Erstaunen, das Vertraute im Ausland anzutreffen: Marken, Menschen, Mentalitäten. Hier geht es um das, was westliche Ausländer in Asien suchen: Business, Drogen, Mädchen, Natur und Exotik. Kracht ist einer, der das Gebot des Subjektiven als Reporter gerne und großzügig befolgt. Ein Moralist ist er, aber die mahnende Pose bleibt immer hinter der Kunstfertigkeit zurück. Und das ist gut so. Dafür, muss man annehmen, liebt er die Freiheit zu sehr, auch die Freiheit, keinen Standpunkt einnehmen zu müssen. Wenn er den "Anarchie-Supermarkt" Goa auseinander nimmt, dann ist das keine Schelte der Sehnsucht nach Anarchie, sondern des Ausverkaufs dieser Sehnsucht. Kracht, der gescheitelte Anarchist: Wenn es mir hier nicht gefällt, dann haue ich wieder ab. Wenn meine Geschichte gerade spannend wird, dann breche ich sie hier einfach ab. Eine extrem elitäre Position, die Kracht in diesem feinen, leisen, bisweilen vergnüglich skurrilen Buch einnimmt -- aber auch eine extrem zeitgemäße. --Nikolaus Stemmer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Endlich! Das Buch für alle, die schon alles gesehen und alles getrunken haben, aber lechzen nach Stil, Esprit, Dekadenz, Hybris und einem sanften Touch von politisch korrektem Kolonialherrentum. Ein literarischer Sun-downer. Cheers im Reisfeld!«
Harald Schmidt

»Kracht ist seinem Publikum, kaum daß er es zu gutem Geschmack erzogen hat, schon wieder eine Nasenlänge voraus.«
Berliner Zeitung

»Ein Hauch von Genialität durchweht ihn.«
Bunte

»Da Christian Kracht seine an sich traurigen Generationsbeschreibungen mit manch lustiger Einlage in Szene setzt und da der Bursche jenseits aller politischen Korrektheit und unbeleckt von derzeit gehandelten Schreibweisen jüngerer Autoren beneidenswert unbekümmert in die Tasten haut, applaudieren wir.«
Hajo Steiner, Weltwoche

»Die sozialen Überlegenheitsposen dieses wohlhabenden Taugenichts erscheinen als Protest gegen die Häßlichkeit der deutschen Gesellschaft, ihrer Menschen und Dinge, gegen das allgegenwärtige pädagogisch-moralische Geschwätz. «
Gustav Seibt, Die Zeit

»Ein anregend-köstliches Buch für den im Sessel Reisenden, für Dandys, Unerschrockene, Snobs, Ästheten und Neugierige.«
Männer Aktuell

»Dieser ›Chatwin light‹ ist das Ergebnis unserer Gesellschaft, die den Narzißmus herbeisehnt.«
Florian Illies, Die Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Kracht sieht aus wie ein reicher Buchhalter und raucht wie eine Frau.«
Süddeutsche Zeitung

»Hach, das ist doch sehr vergnüglich, ›ein literarischer Sudowner. Cheers im Reisfeld‹ lobte Harald Schmidt, und Joachim Bessing schreibt dem Freund im Vorwort völlig zurecht ein Riesenlob auf Reiseliteratur à la Kracht.«
In München

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Leider ziemlich öde. Dachte es wäre wortgewandter und hätte mehr Inhalt. Man liest und wartet und wartet darauf, dass endlich was interessantes kommt. Man wartet vergeblich..
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
dem sei diese Ansammlung von Artikeln die Herr Kracht für die Welt am Sonntag, übrigens eine hervorragende Zeitung wenn Sie mich fragen, dringend empfohlen.
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Von Ein Kunde am 28. April 2001
Format: Broschiert
Das Buch besteht aus Kurzgeschichten, die Kracht während seiner Tätigkeit als WELT am Sonntag Reporter in unregelmäßigen Abständen geschrieben hat. Sie stehen in keinem unmittelbaren Zusammenhang, eine Verkettung von Personen und Geschehnissen ist aber zu erkennen. Der Autor beschreibt nicht den Ort selbst, wie man es von Reiseberichten gewohnt ist. Er macht seine Erlebnisse mit den Menschen vor Ort, schildert skurile Begebenheiten oder beschreibt einfach nur eine Bar oder ein Haus. Zugegeben, die Art und Weise der Dokumentation ist neu, aber dadurch sehr interessant. Locker-lässig geht der Erzähler durch die Orte, haßt einige seiner Gesprächspartner, findet den einen sehr angenehm, den anderen lästig. Er beschwert sich über schlechten Service, lobt auch mal das eine oder andere Hotel. Einige Reisen unternimmt er nicht allein, Begleiterin, Mutter und Freund begleiten ihn ab und an. Auffällig ist der extreme Alkohol- und Zigarettenkonsum, das scheint dem Autor als Genuß sehr wichtig zu sein. Insgesamt erhält das Bild Asiens, wie man es von Pauschalurlauben und Fernsehreiseberichten nicht kennt. Kracht weckt die Lust auf das neue, das andere und unbekannte Asien. Auch ein Vergleich zum gestandenen, sehr geordneten und deshalb wohl langweiligem Europa stellt er an. Besonders gelungen ist der Bericht über Goa. Hier gelingt ihm eine Kritik an Aussteigern und Asozialen, an Rauchern und Randalen; dabei geht jedoch nicht der Blick auf die wirklichen Hippies verloren, die in mit ihrem neuen Lebensgefühl für Veränderungen nicht nur dort, sondern auch in Europa und Amerika geschaffen haben. Einfach nur, weil alle so frei sein wollten wie jene.Lesen Sie weiter... ›
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Format: Broschiert
Kracht ist ein ausgewiesener Kenner der Region (hauptsächlich Süd-Ost-Asien) und ein sehr guter Beobachter. Seine Reportagen beschreiben in bissiger und zutreffender Weise die von ihm bereisten Länder. Kleine Details verdichtet er zu einem anschaulichen Gesamtbild, das dem Leser die jeweiligen Länder und das Temperament der Bewohner sehr nahe bringt. Die Essays über Goa und das Goethe-Institut in Bangkok sind Meisterwerke, der Rest ist sehr flüssig geschrieben und lesenswert. Leider kann Kracht es nicht unterlassen, sich selbst in snobistischer, bisweilen lächerlicher Weise immer wieder in den Vordergrund zu stellen. Diese Konzentration auf den Autor verstellt den Blick auf seine sehr guten Beobachtungen. Etwas mehr Bescheidenheit hätte dem Werk sehr gut getan!
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
"Der gelbe Bleistift" umfasst eine Sammlung von Artikeln des Schweizer Schriftstellers Christian Kracht, die er vor allem in den 90er Jahren für eine Zeitung verfasst hat.
Wer Asien selbst gerne bereist wird vieles Wiedererkennen: Orte, Anekdoten, Menschen. Schön ist, dass der Autor stets mit einer ironischen Note und einem Augenzwinkern hinter die Fassade schaut. Oft gibt es sanft eingebettet Informationen zur damaligen politischen Situation, zur Kultur oder der Geschichte und / oder dem Wandel des Landes. Christian Kracht spart nicht damit auch seine persönliche Meinung preiszugeben (z.B. findet er Singapur ziemlich Bescheiden), wovon man nun halten kann, was man will.

All dies verpackt der Autor in seinem typischen Schreibstil, geradlinig, modern, künstlerisch, ohne zu überfordern. Nachdem ich das Büchlein selbst verschlungen hatte schenkte ich es meiner Schwester zum Geburtstag und erhielt auch von ihr ein außerordentlich positives Feedback).

Für wen "Der gelbe Bleistift" etwas ist:
Wer Christian Kracht aufgrund anderer Werke (Faserland, Imperium) schätzt wird auch dieses Buch sehr mögen.
Wer sich gerne in (Südost-) Asien aufhält und sich für Land und Leute interessiert findet viele spannende Anhaltspunkte.
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Von Ein Kunde am 4. August 2003
Format: Taschenbuch
niemals wollte ich nach südostasien reisen. viel zu stickig. jetzt möchte ich nur noch vielleicht nicht nach indien, thailand oder japan fahren. kracht hat die ecke so liebenswert gemalt, dass man sie schon mal anschauen und beschnuppern möchte. wenn alle reisereportagen wie der gelbe bleistift geschrieben wären, müsste man größere flugzeuge bauen.
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Format: Broschiert
So schlecht das Vorwort von Joachim Bessing geschrieben ist, so oberflächlich und seicht sind die Betrachtungen von Kracht. Er fährt mit dickem Spesenkonto seiner Zeitung in Indochina herum, verarbeitet seine Eindrücke zu einem Kauderwelsch von Vorurteilen, Meinungen aus dritter Hand und arroganten Bonmonts eines halbgebildeten neureichen Lümmels. Er besieht Asien meistens aus dem Restaurant- und Hotelfensterpanorama, macht eine Haufen Geschichts- und Sachfehler und wirkt nur mehr lächerlich, wenn er zum Beispiel Phnom Penh mit Nizza und Genf vergleicht, so tut, als hätte er sich als heldenhafter Regimekritiker mit der Regierung in Singapur angelegt, für First Class-Hotels Schleichwerbung macht und insgesamt angestrengt den Eindruck vermitteln will, als wäre er als Joseph Conrads Enkel, was schriftstellerisch natürlich komplett in die Hosen geht.
Ein paar Mal hat Kracht ganz gute Ideen. Leider kann er nicht wirklich schreiben, sondern höchstens tippen und versucht vergeblich, seine Uninformiertheit hinter seiner Schnösel-Masche zu verstecken. Es gibt bessere Reiseliteratur über Südostasien.
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