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Deutschland schafft sich ab


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1-25 von 44 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 27.08.2010 10:13:20 GMT+02:00
R. Kehr meint:
Ein Buch, das im höchsten Maße polarisiert und es wert ist, diskutiert zu werden, denn das Thema geht uns alle an.

Aus meiner Sicht ist es Unsinn, das Buch in die rechte Ecke zu stellen und als rassistisch zu bezeichnen. Es zeigt sachlich Fakten auf, die sicher nicht zu leugnen sind, auch wenn ich nur die bisher in der Presse veröffentlichten Leseproben kenne.

In der Bildung liegen Thüringen und Sachsen ganz vorne, hier gibt es in der Tat nur sehr wenige Migranten.

Auf jeden Fall bewundere ich den Mut zu diesen offenen Worten, zumal gerade er am Besten weiß, was er persönlich für Anfeindungen duchzustehen haben wird.

Ich persönlich würde mich freuen, wenn in dem Buch ein weiteres Integrationsproblem behandelt würde, dass dem Steuerzahler bisher 1,4 Billionen (laut FAZ) gekostet hat. Trotzdem hängt Ostdeutschland immer noch am Tropf des Westens, die Produktivität im Osten liegt immer noch bei nur 70 %.
Über die Ursachen spricht man nicht, man ignoriert sie und verschweigt sie.
Zum Beispiel kämpfen die ostdeutschen Hersteller, meist Nahrungsmittelhersteller, im Handel als Lieferant gelistet zu werden. Dieser besteht aus westdeutschen Handelsketten, die mit Fördermitteln zum Aufbau Ost nach Abwickeln von Konsum und HO den Handel im Osten übernommen haben und westdeutsche Produkte vertreiben. Sie machen es den ostdeutschen Herstellern schwer bis unmöglich, ihre Produkte wenigstens in der eigenen Region zu vermarkten.
So wird eine Region wirtschaftlich unterdrückt, ausgerechnet mit öffentlichen Mitteln zum Aufbau dieser Region. Dem Staat gehen Millionen Steuereinnahmen aus dem Osten verloren.

Deutschland ist 20 Jahre nach der Wiedervereinigung immer noch mental und wirtschaftlich getrennt, von dem sozialen Gefälle gar nicht zu reden. Der Westen blutet immer weiter, weil die Politik nicht eingreift. Man argumentiert, das sei freie Marktwirtschaft, aber das ist nicht wahr. Sobald öffentliche Mittel im Wettbewerb verwendet werden, muss auch das Ziel der öffentlichen Mittel kontrolliert werden. Der Staat trägt die Verantwortung für die Verwendung der Steuermittel.

Die Politik hat es versäumt, bei der Vergabe von Fördermitteln zum Aufbau Ost an den Handel die Auflage zu erteilen, auch ostdeutsche Produkte zu führen. Alleine der Endverbraucher entscheidet mit seinem Kaufverhalten, ob diese Produkte marktgerecht sind. Sind sie es nicht, regelt sich der Markt von alleine.

Der immer noch bestehende Ost/West Konflikt kostet dem Staat mit Sicherheit mehr als die Integration der Migranten und es ist kein Ende abzusehen.

Wenn Ausländer in Deutschland leben möchten, müssen sie sich den hiesigen Verhältnissen anpassen, der Gesetzgebung unterordnen. Auch wir Deutschen müssen die Schuhe ausziehen, wenn wir eine Moschee betreten wollen.

Veröffentlicht am 27.08.2010 19:21:12 GMT+02:00
Beate Warncke meint:
Das Problem mit Thilo Sarrazin ist nicht, dass er Falsches sagt, sondern dass er Richtiges so polemisch mitteilt.
Er ist ein zweibeiniger Beleg für den Gedanken, dass Populisten auf alles eine Antwort haben und für nichts eine Lösung.

Zur Verdeutlichung ein Beispiel für eine - recht harmlose - populistische Äußerung:
>>>Wenn Ausländer in Deutschland leben möchten, müssen sie sich den hiesigen Verhältnissen anpassen, der Gesetzgebung unterordnen. Auch wir Deutschen müssen die Schuhe ausziehen, wenn wir eine Moschee betreten wollen.<<<
Schön, oder? Gibt es irgendjemanden, der da anderer Meinung ist?
Eine prima Antwort auf eine Frage, die sich so gar nicht stellen lässt - jedenfalls nicht, wenn man das oben genannte Problem zu Grunde legt.

Wir haben kein Problem mit Ausländern! Wir haben ein Problem mit Immigranten. Aber nicht mit allen Immigranten, sondern insbesondere mit türkischstämmigen. Aber auch nicht mit allen Türkischstämmigen, sondern mit denen, die in "Art, Weise und Lebenshaltung" gar nicht mehr von der originär deutschen Unterschicht zu unterscheiden sind.

Außerdem hat das Ganze eine historische Herleitung. Genau die sog. Konservativen, die jahrzehntelang geleugnet haben, dass wir ein Einwanderungsland sind und genau damit zum Problem immens beigetragen haben, höhnen jetzt über das Versagen von "MultiKulti". Den linken Gutmenschen wiederum fällt nix Besseres ein, als absolut berechtigte Hinweise auf Integrationsverweigerung als Rassismus abzutun.
Ist angesichts dessen eine Lösung oder auch nur der Ansatz einer solchen in folgendem Satz zu erkennen?
>>>Wenn Ausländer in Deutschland leben möchten, müssen sie sich den hiesigen Verhältnissen anpassen, der Gesetzgebung unterordnen. Auch wir Deutschen müssen die Schuhe ausziehen, wenn wir eine Moschee betreten wollen.<<<

Meiner Meinung nach nicht.
Und das ist auch das Problem mit Thilo Sarrazin.

B.Warncke

Veröffentlicht am 28.08.2010 14:01:53 GMT+02:00
R. Kehr meint:
In meiner geäußerten Meinung:
"Wenn Ausländer in Deutschland leben möchten, müssen sie sich den hiesigen Verhältnissen anpassen, der Gesetzgebung unterordnen. Auch wir Deutschen müssen die Schuhe ausziehen, wenn wir eine Moschee betreten wollen",
sehe ich keinen Populismus, sondern sachliche Fakten. Ein Lösungsweg ist die darin enthaltene eingeforderte Anpassung, die durch die völlig anderen kulturellen Verhältnisse sehr schwer ist. Es kann nicht sein, dass zum Beispiel sogenannte "Ehrenmorde" in unsere westliche Kultur eingebracht werden und noch für normal empfunden werden.

Mich stören keine Kopftücher, aber die Weigerung, sich zu integrieren, die Deutsche Sprache zu lernen, Bildung zu erlangen und aus der Berufs-Hartz-Schicht herauszukommen. Dieser Teil der Zuwanderer, egal welcher Nation, wird uns immer auf der Tasche liegen, so wie die deutschen Berufs-Hartzer. Damit meine ich nicht die Masse der Hartz IV Empfänger, die hier im Osten zudem besonders hoch ist, sondern die Arbeitslosen, die vom Staat leben WOLLEN! Diese sollten auch zu gemeinnütziger Arbeit herangezogen werden.

In der DDR durften wir nicht sagen, was wir denken - aber heute darf man auch nicht alles sagen, was man denkt. Tut man es trotzdem wie Sarrazin, wird ihm Rassismus und Populismus unterstellt.
Es gibt zig Beispiele für Schweigen, denn es kann nicht sein, was nicht sein darf! Kritiker sind immer unbequem, in jeder Gesellschaft!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.08.2010 16:14:50 GMT+02:00
Gunbuster meint:
Ich sehe das Problem darin: Wenn wir hier sachlich Fakten diskutieren - und trotzdem wird man uns dann mal eben rechtsradikales Gedankengut vorwerfen - WIE und vor allem WIESO sollte sich je ein Politiker auf dasselbe Glatteis begeben? Das ist mit seinem sofortigen Untergang verbunden. Nur - so werden gewisse Probleme (bessere Integration, aber auch Anmahnung dazu bei entsprechend unwilligen Personen), die mit einigen sozialen Ausgaben usw. noch in den Griff zu bekommen wären, NIE angegangen. Nur lösen sich solche Probleme nicht von selbst....im Gegenteil!

Veröffentlicht am 28.08.2010 16:23:08 GMT+02:00
Beate Warncke meint:
>>>"Wenn Ausländer in Deutschland leben möchten, müssen sie sich den hiesigen Verhältnissen anpassen, der Gesetzgebung unterordnen. Auch wir Deutschen müssen die Schuhe ausziehen, wenn wir eine Moschee betreten wollen"<<<
Dieser sachliche Fakt ist ein Gemeinplatz. So arbeitet Populismus:
- man äußert sich zu einem Problem
- schiebt gleich nach, dass man ja einen Maulkorb verpasst bekommt, wenn man die Wahrheit spricht
- dann folgt ein Gemeinplatz in Form einer völlig allgemeinen, umfassenden - sprich: pauschalisierenden- Äußerung, der definitiv jeder Normalmensch zustimmt
- dann wird nochmals unterstrichen, dass man hier ja nicht alles sagen darf - am besten mit Hinweis auf eine der beiden deutschen Diktaturen
- und der Normalmensch "denkt": "Wieso darf man das nicht sagen, das stimmt doch. Unerhört! Zensur!"
So macht man Stimmung. Und so weicht man jeder Binnendifferenzierung aus. Vielleicht, weil man sich soweit dann doch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Vielleicht, weil einem die Leute nicht mehr zuhören und zuSTIMMEN, wenn es komplex wird.

Lt. Sarrazin ist ein sachlicher Fakt: 50% bis 80% der Intelligenz ist angeboren.
Er folgert: türkische Immigranten = miese Schulleistung, da herabgesetzte Intelligenz = kriegen mehr Kinder als Deutsche = Deutschland verdummt im Durchschnitt.
Mal ganz abgesehen davon, dass zwischen 50% einerseits und 80% andererseits ein beträchtlicher Unterschied in der Konsequenz bestehen würde und damit die inhaltliche Aussage dieses "sachlichen Faktes" umschrieben werden kann mit: "irgendwie mehr als die Hälfte", nimmt Sarrazin ein biologisch-ethnisches Faktum als Beleg für ein kulturelles Phänomen/Problem.
Aber: isŽ Wissenschaft - wird man ja noch sagen dürfen!
Er begibt sich damit auf gefährliches Terrain.
Wie man in den Abgrund ruft - so schallt es heraus.
Und seine "Antworten" sind keine Lösung. Sie stehen dieser sogar im Weg!

Wir brauchen für eine doch noch gelingende Integration niemanden dringender als die gut integrierten Immigranten. Sind da solche Aussagen hilfreich?

Und wie glaubwürdig ist ein Mann, der für die emanzipatorischen Rechte unterdrückter Türkinnen kämpft und sie gleichzeitig als "Kopftuchmädchen" und "Importbräute" verunglimpft?

Damit kann man sich als Rebell deklarieren und des Beifalls derer sicher sein, die einfache Antworten auf komplexe Fragen bevorzugen.

Nein! Thilo Sarrazin schreibt viel und spricht noch mehr.
Er gibt Antworten ... sachliche - so richtig wissenschaftliche ... und so ...

Bloß eine Lösung, die hat er bislang nicht angeboten.

B.Warncke

Veröffentlicht am 28.08.2010 16:50:56 GMT+02:00
Blubberblase meint:
da gibts doch schon nen extra Forum für....

Interessant auch, warum die ganzen Lemminge jetzt aus ihren Löchern gekrochen kommen. Es ist ja nicht so, dass in diesem land eine Diktatur herrscht, so dass man seine Meinung nicht auch schon früher hätte äußern können.

das Schlimmste an diesem Buch ist, dass es ernstgenommen wird, weil die breite Masse leider keine Ahnung von der Wissenschaft hat - denn das was Sarrazin da "erklärt", ist nicht haltbar. Und damit meine ich nicht die Thesen, dass Intelligenz vererbbar ist usw. Das ist so - nur seine Schlußfolgerungen, die für den Laien vereintlich logisch sind, sind das Problem.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.08.2010 23:48:32 GMT+02:00
Liebe/r R. Kehr,

die Diskussion wird gewiss gewinnen, wenn die Buchthesen Sarrazins tatsächlich gelesen und nicht aus Talkshow-Auftritten extrapoliert sind.

Wenn es übrigens eigentlich um die Integration Ost gehen sollte - und das sicher wichtige Thema nimmt den Großteil des einleitenden Beitrags hier ein -, empfinde ich den Aufhänger Sarrazin etc. als irreführend. Vielleicht hätte es eher Sinn, die beiden Themen eigenständig zu behandeln, um ihnen jeweils gerecht zu werden?

Ein kleiner Punkt: der vielleicht präzisere Vergleich wäre nicht die Moschee, sondern ein anderes _Land. Wenn ich dorthin umziehe, habe ich mich an die dortigen Gesetze zu halten. Dies kann auch von hierhin Ziehenden erwartet werden. Umgekehrt kann wohl ein Migrantenkind mit deutschem Pass auch erwarten, irgendwann als Deutscher anerkannt zu werden und nicht mehr "der Türke" o.ä zu sein. Irgendwann sind wir oder unsere Ahnen alle mal hier im Transitland Deutschland angekommen ... Jetzt bin ich doch in die inhaltliche Debatte eingestiegen, was ich gar nicht wollte.

Freundliche Grüße jedenfalls!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.08.2010 11:08:53 GMT+02:00
R. Kehr meint:
@Serenus Zeitblom

Es ist richtig erkannt, im Grunde geht es mir um die Integration Ost. Dieses Problem wird totgeschwiegen, die meisten Bürger in den alten Ländern bemerken nicht einmal, dass es derartiges heute noch gibt. Hier wagt sich auch keiner ran, die wirtschaftlichen Probleme, die schwere soziale Auswirkungen im Osten haben, beim Namen zu nennen. Nach den Ursachen zu forschen, um Abhilfe zu schaffen, tut keiner. So lange der Osten als Billiglohnland mißbraucht wird, trotz höchster Bildung alles abwandert, Hersteller ihre Waren kaum in den Handel bekommen zugunsten westdeutscher Produkte, die Lebenshaltungskosten weit höher sind und die Löhne weit niedriger, wird sich nichts ändern. Die Menschen flüchten weiterhin in den Westen, die Alten bleiben zurück.

Darüber redet keiner, darüber schreibt keiner, es betrifft ja nur eine Region am östlichen Rande Deutschlands. Das Problem der Türken aber betrifft vorwiegend die alten Bundesländer, der "eigentlichen" Bundesrepublik, das Problem ist im täglichen Leben immer mittendrin.

Dieses Buch, dass die Integration einer Bevölkerungsschicht behandelt, ist jetzt in der Tat der Aufhänger, auch den Osten ins Gespräch zu bringen. Seien Sie ehrlich, hätte ich eine Diskussion zur Integration Ost begonnen, hätte ich gar keine Antworten oder Ablehnung bekommen, da es kein derart offenes Buch zum Osten als Diskussionsgrundlage gibt.

Man möge mir nachsehen, als "Trittbrettfahrer" auf ein weiteres Integrationsproblem aufmerksam machen zu wollen.

Beste Grüße

Veröffentlicht am 29.08.2010 13:48:56 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.08.2010 13:53:58 GMT+02:00
R. Kehr meint:
Rezensionen gelöscht!!

Soeben war es ein richtiger Schock für mich, als ich bei Sarrazins Buch reinschaute. Fast alle Rezensinen gelöscht, zuletzt habe ich gestern 86 Rezis gesehen.

Es ist wie in der DDR! Wo ist die freie Meinungsäußerung? Was soll die Zensur? Ich habe keine Rezi gesehen, die gegen das Grundgesetz verstößt. War es amazon selbst oder greift der Staat ein? Was ist hier geschehen?

Für ein Opfer des SED-Regimes (ich wurde gewaltsam als Kind von meinen Eltren getrennt, kam nie wieder zu ihnen), das mit der Kerze in der Hand für die Freiheit gegen einen vollbewaffneten Staat auf die Straße gegangen ist, weckt dieses heutige Vorgehen schlimme Erinnerungen und ist wie ein Schlag ins Gesicht. Dafür bin ich nicht auf die Straße gegangen!

Das deckt sich aber mit meinen bisherigen Erfahrungen in der angeblich freien Marktwirtschaft.
Dazu ein Beispiel, das hier durchaus hinpasst: Seit zwei Jahren versuche ich als neuer Kleinverlag aus dem Osten vergeblich, meine Bücher in die Handelsketten zu bringen, die sich mit Fördermitteln zum Aufbau Ost hier Filialen geschaffen haben. Ein Buch über meine schlimme Lebensgeschichte in der DDR, die Hoffnungen und Geschehnisse der Wende und der Neuanfang in einem Trümmerfeld zerschlagener Firmen, die nicht alle marode waren und vorher Kaufhäuser im Westen mit Möbeln, Porzellan, Glas und anderem beliefert haben. Dazu meine eigene erfolgreiche Firmengeschichte als kleiner Spielwarenhersteller. Das Buch wurde trotz bester Presse und Lesermeinungen aus Politik und Wirtschaft, so vom Arbeitgeberverband, als überregional uninteressant eingestuft von der größten Buchhandelskette, die das zweite Buch mit erotischen Geschichten aus dem DDR-Alltag ebenso verweigerte, weil sie eine "Familienbuchhandlung" sei, natürlich mit den gängigen Sexbüchern im Angebot. Diese Kette geht sogar soweit, zu verweigern, Kundenbestellungen über Libri und KNV an uns weiterzugeben. Eine Beschwerde beim Bundeskartellamt wurde abgewiesen. Danach habe ich eine Petition an den Deutschen Bundestag eingereicht zur Wettbewerbsgesetzänderung. Der Handel in allen Branchen, der Fördermittel zum Aufbau Ost bekommen hat, muss auch ostdeutsche Produkte mit anbieten und darf westdeutschen Produkten in der eigenen Region keinen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Die Petition wurde abgelehnt, ich reichte neu ein mit dem Hinweis, ansonsten Verfassungsklage einzureichen. Die Petition wurde nochmals zur Prüfung angenommen.
Bin gespannt auf das Ergebnis. Erklärend muss noch erwähnt werden, dass das produzierende Gewerbe, das im Osten Filialbetriebe eröffnete und dafür Fördermittel bekam, beauflagt wurde, mindestens 5 Jahre im Osten zu produzieren. Eine ähnliche Auflage für den Handel wurde schlicht vergessen, weswegen heute immer noch nur 70 % der Produktivität erreicht wird, weil der Markt fehlt. So haben sich Nahrungsmittelhersteller modernisiert und vergrößert, bekommen aber die Mehrproduktion nicht in den Handel. Keiner wagt es sich zu beschweren, um nicht den kleinen Absatzmarkt auch noch zu verlieren. Die Situation ist allen bekannt, von den IHKs bis in die Politik, aber keiner tut etwas. Dem Staat gehen dadurch immense Steuereinnahmen verloren.

Entschuldigung, dass ich bei jeder Gelegenheit auf die Probleme des Ostens aufmerksam machen möchte, um eine Besserung zu erreichen.

Wenn wir Deutschen uns in Ost und West nicht einig werden können, wie soll man dann fremde Kulturen integrieren?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.08.2010 14:35:17 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.08.2010 14:35:36 GMT+02:00
b meint:
Das Buch ist erst ab Montag im Handel erhältlich. Ich wäre sehr vorsichtig, das, was allein auf der Grundlage von Auszügen und Kommentaren in der Presse dort als Meinungsäußerung geschrieben wurde, als Rezension zu bezeichnen. Um eine Rezension zu schreiben, sollte man das Buch gelesen haben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.08.2010 15:12:58 GMT+02:00
R. Kehr meint:
@Buchling

Viele hatten es schon vor dem Termin, das war in den Rezis zu lesen.

Auch bei genügend anderen Büchern sind die Rezis schneller als das Buch offiziell im Handel, aber gelöscht wurde noch nie.

Sich aus den zahlreichen Leseproben eine Übersicht zu verschaffen und den Mut des Autors vorab in einer Rezi zu loben oder ihn zu verdammen, daran kann ich nichts aussetzen. Schließlich rezensierte ja zuallererst die Presse und forderte zur Meinungsbildung auf.

Es ist ein Flächenbrand geworden und das ist richtig so, der ist nicht so einfach mit löschen zu löschen. Er muss wachrütteln, helfen und ändern.

Habe ich früher vor Horst Köhler große Hochachtung gehabt, so habe ich sie jetzt vor den Mut von Sarrazin.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.08.2010 15:19:50 GMT+02:00
b meint:
In diesen Texten habe ich kaum Hinweise darauf gefunden, dass die Schreiber das Buch gelesen haben. Sie hatten eine Meinung pro oder contra Sarrazin, das ist alles.
Wenn Rezensionen für private Werbung oder als Politbarometer genutzt wurden, sind sie auch schon früher gelöscht worden. Für den Kunden ist es uninteressant ob jemand Sarrazin zustimmt, er will wissen ob er sich das Buch kaufen soll.

Veröffentlicht am 29.08.2010 18:02:16 GMT+02:00
R. Kehr meint:
@Buchling
"Um eine Rezension zu schreiben, sollte man das Buch gelesen haben"
Als im Februar 2008 "Feuchtgebiete" angekündigt wurde und dann auf den Markt kam, war ein ähnlicher "Flächenbrand". Die Presse wirbelte Staub auf und die Rezis häuften sich schon vorher.
Dann gab es HUNDERTE, die Ihre Meinung schrieben, das Buch nach wenigen Seiten aus Ekel weggelegt zu haben. Die Menschen kauften aus Neugier, wollten bestätigt sehen was andere zum Buch meinten und empörten sich dann.

Rezensionen waren das alle keine, aber sie wurden trotzdem nicht gelöscht, sind noch heute präsent, während diese Rezensionen, die eigentlich mehr Forumsdiskussionen waren, gelöscht wurden.
Sie waren politischer Natur und nicht erwünscht. Für eine Demokratie unglaublich.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.08.2010 19:41:27 GMT+02:00
b meint:
R. Kehr
Da verwechselst du etwas, amazon ist ein internationaler Konzern, der nicht für sich in Anspruch nimmt, eine Demokratie zu sein. Du und ich sind hier Gäste. Für jemanden, der eine "Forendiskussion" als Kunden-Rezension eingibt, fehlt mir schlicht das Mitgefühl.

Veröffentlicht am 30.08.2010 08:35:57 GMT+02:00
R. Kehr meint:
@Buchling

Es gab zahlreiche sachliche Rezis, ich habe alle gelesen. Viele hatten das Buch bereits gelesen. Selbst Lena Waider hat sich ausführlich und wissenschaftlich mit dem gesamten Buch beschäftigt und 5 Sterne vergeben. Auch sie wurde gelöscht.

Ich habe lediglich Verständnis für Löschungen der primitiven und unflätigen Pöpeleien, die sogar Hitler ins Spiel brachten.

Wie gesagt, ich hatte alle 86 ausgiebig gelesen und dann nochmals den verbliebenen Rest.

Ein System der Löschungen kann ich wahrlich nicht erkennen, nach welchen Gesichtspunkten gelöscht wurde.

Meine eigene Rezi ist gar nicht erst erschienen.

Sicher ist amazon ein Unternehmen, dass sich seine Kunden selbst aussuchen kann. Aber auch vor den Türen der Wirtschaft darf die Demokratie nicht halt machen. Wenn amazon Pech hat, verliert er mit dieser Aktion eine Menge Kunden.

Veröffentlicht am 30.08.2010 08:36:34 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.08.2010 08:38:11 GMT+02:00
Blubberblase meint:
Tja R.Kehr - da ist wohl bei amazon mal ein Mitarbeiter zur Besinnung gekommen. Sehr unterhaltsam, wie man übrigens von dem Unterschichten/Migrantenproblem mal wieder "die pöse DDR Zensur!!!!!" schreit....ein sehr scönes Beispiel für die breite Masse Deutschlands, die nicht differenzieren kann. Und zwar weil sie es nicht gelernt haben, aber das mag man ja selbst nicht zugeben wollen....

Ansonsten siehe letzter Satz von Buchling über mir. PS: Ich glaube es ist amazon egal, ob du nun weiterhin bei ihnen bestellst oder nicht...hatte ich nicht ne Mitteilung gelesen dass sie im Vergleich zum Vorjahr 45% mehr Gewinn gemacht haben?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.08.2010 09:14:53 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.08.2010 09:31:03 GMT+02:00
b meint:
"Meine eigene Rezi ist gar nicht erst erschienen."

Du hast das Buch also schon gekauft?

"Aber auch vor den Türen der Wirtschaft darf die Demokratie nicht halt machen."

Welches Gesetz schreibt einem Privatunternehmen vor, auf einer kommerziellen Webseite Diskussionen zu politischen o. a. kontroversen Themen dulden zu müssen?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.08.2010 07:43:53 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 31.08.2010 07:44:33 GMT+02:00
tami meint:
@Kehr
*Selbst Lena Waider hat sich ausführlich und wissenschaftlich mit dem gesamten Buch beschäftigt und 5 Sterne vergeben. Auch sie wurde gelöscht.*
naja. Dann kann es ja nur gut sein. Ohjemine *mir die Haare rauf*

Veröffentlicht am 31.08.2010 09:44:48 GMT+02:00
Wer materialistisch mit Genen argumentiert, der gleitet leicht in Rassismus ab. Gab es schließlich nicht schon in der NS-Zeit Zwangssterilisationen und "Rassenhygiene"-Gesetze?

Aus anthroposophischen Zusammenhängen: Beiträge zu Anthroposophie, Dreigliederung und Esoterik

Veröffentlicht am 31.08.2010 10:18:10 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 31.08.2010 10:18:54 GMT+02:00
Iris Bücker meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 31.08.2010 10:20:13 GMT+02:00
Iris Bücker meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 31.08.2010 11:07:34 GMT+02:00
Blubberblase meint:
Oh Eigenwerbung mal wieder - wenn es Menschen gibt, die ich noch mehr verabscheue als Sarrazin, sind es die, die vom "Erfolg" anderer auch noch Profit schlagen wollen.

Veröffentlicht am 31.08.2010 11:43:43 GMT+02:00
R. Kehr meint:
Auch bei Iris Bücker schreibt ein Leser eine "Rezension" und gibt darin zu, aus Vorurteilen das Buch gar nicht gelesen zu haben. Hier wird nichts gelöscht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.08.2010 12:07:16 GMT+02:00
R. Kehr meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 31.08.2010 14:29:20 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 31.08.2010 14:29:36 GMT+02:00
Blubberblase meint:
^^ Willkommen in der Realität. Wir sind hier nicht aufm Ponyhof oder Wünsch dir was, sondern bei so isses. Die Welt ist nun mal ungerecht, R.Kehr!
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