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Johann Sebastian Bach: seine Orgelwerke


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1-25 von 38 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 17.03.2008 20:30:56 GMT+01:00
Isolina Mart meint:
Liebe Leute,

die gesungenen Werke des grossen Meisters kenne ich eigentlich ganz gut. Leider besitze ich keine einzige Aufnahme seiner wunderbaren,tief ergreifenden Orgelwerke. Ich wusste nie,welche ich kaufen sollte! Können Sie mir die schönsten empfehlen und auch von welchem Künstler(n) sie am schönsten gespielt werden. Vielen Dank!!

Grüsse,Isolina

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.03.2008 22:33:56 GMT+01:00
T. BERGMANN meint:
Auch wenn Helmut Walcha vielleicht als veraltet angesehen wird, so möchte ich Ihnen seine beiden Gesamtaufnahmen ans Herz legen. Ich halte sie sowohl von den Tempi wie auch vom Klang und vom Ausdruck her als mit das Beste, was ich gehört habe. Auch die Aufnahmen von Albert Schweitzer finde ich sehr gut.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.03.2008 23:10:23 GMT+01:00
Liebe Frau Mart,
auch ich bin überzeugter Anhänger der Helmut Walcha Aufnahmen, auch Karl Richter war großartig. Von den neueren Aufnahmen tendiere ich am ehesten zu Ton Koopman. Anbei eine (subjektive) Auswahl wichtiger Orgelwerke: Präludien und Fugen: f-moll BWV 534, a-moll BWV 543, h-moll BWV 544, c-moll BWV 546, e-moll BWV 548, Es-dur BWV 552. Toccaten und Fugen: Dorische BWV 538, F-dur BWV 540, d-moll BWV 565. Toccata, Adagio und Fuge C-dur BWV 564. Passacaglia und Fuge c-moll BWV 582. Fantasie und Fuge g-moll BWV 542. Fantasie G-dur BWV 572.
Von den diversen teils sehr meditativen Choralvorspielen seien repräsentativ genannt: Jesu, meine Freude BWV 610, Ich ruf zu Dir, Herr Jesu Christ BWV 639, Nun komm, der Heiden Heiland BWV 659, Partite diverse sopra Sei gegrüßet, Jesu gütig BWV 768.
Diese Auflistung ist, wie gesagt, sehr subjektiv und lässt sich beliebig erweitern.
Und noch ein kleiner Tip: Die frühen (wunderbaren) Monoaufnahmen von Helmut Walcha kann man (z.B. bei 2001) für unter 10€ als MP3-CD bekommen. Ich habe diese Aufnahmen auf meinem PC und höre sie sehr häufig. Der Klang ist erstaunlich gut.
Viele Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.03.2008 23:40:43 GMT+01:00
T. BERGMANN meint:
Hallo Herr Uhlmann,
ich hatte mal eine CD mit Orgelwerken von Bach mit Ton Koopman. Gut, dass ich sie nicht mehr habe, denn nach genauerem Hören habe ich festgestellt, dass ich sie grauselig finde. Zu schnelle Tempi, zum Teil ein Klang(z.B. das Thema der Pasacaglia), der mir in den Ohren weh tat. So, jetzt mache ich Schluß, sonst muss ich mich schütteln. Dies wollte ich nur mal loswerden.
Viele Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.03.2008 23:49:15 GMT+01:00
Lieber Herr Bergmann,
kein Zweifel, Walcha ist (auch für mich) unübertroffen! Ich kenne nur wenige Orgelwerke mit Koopman, fand sie wegen der spürbaren Intensität akzeptabel, gebe aber zu, dass ich aufgrund ungetrübten Glücks mit Walcha keinen Alternativbedarf habe!
Viele Grüße (und Schütteln ist gut für den Bewegungsapparat!)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.03.2008 10:11:19 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.03.2008 16:54:26 GMT+01:00
T. BERGMANN meint:
Mit dem Schütteln stimme ich Ihnen voll zu. Aber es ist nur dann gut, wenn es freiwillig geschieht.
Ich denke, dass Herr Koopman gerne Bach spielt. Aber das Ergebnis finde ich grauselig.
Liebe Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.03.2008 15:19:16 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.03.2008 15:32:13 GMT+01:00
Wolff, Ingo meint:
Es ist -wie so vieles im Leben - eine Frage des Geschmacks. Bachs Orgelwerke mit Helmut Walcha oder Karl Richter sind zwar hervorragende Aufnahmen, die in der Zeit, in der sie entstanden sind, vielleicht sogar richtungsweisend waren. Aber wer findet heute Aufnahmen von Bach-Oratorien oder Kantaten mit Karl Richter oder Karajan noch so doll? Die Teldec-Aufnahmen mit dem bisher in einigen Beiträgen arg gescholtenen Ton Koopman finde ich sehr gut - dann auch die Erato-Gesamteinspielung mit Marie-Claire Alain und (nicht zuletzt) die auf ram erschienene 12-CD-Box mit Matthias Eisenberg an niedersächsischen Orgeln. Ich bin immer ein Gegner von Gesamteinspielungen und rate zum Kombinieren.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.03.2008 16:53:56 GMT+01:00
T. BERGMANN meint:
Hallo Herr Wolff,

Ihre Frage, wer heute noch Aufnahmen mit Helmut Walcha und Karl Richter gut findet, läßt sich leicht beantworten. Ich z.B. oder ein Onkel von mir(mein Dank an ihn, dass er mich auf Helmut Walcha und Karl Richter aufmerksam machte). Und ich kenne noch weitere Leute, die sie mögen. Es ist eben so, dass Qualität bestehen bleibt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.03.2008 20:42:07 GMT+01:00
IP meint:
Von Ton Koopman kenne ich nur die frühere Aufnahme (6CD auf unterschiedlichen historischen Instrumente, preisgünstig) und finde sie gar nicht schlecht. Er hat später auch eine GA eingespielt, von welcher ich sehr unterschiedliches gehört habe, aber die kenne ich nicht.

Bei Bach habe ich eine besondere Vorliebe für französische Einspielungen, und ganz vorne in meiner Gunst steht Michel Chapuis. Leider ist die GA z.Z. nicht erhältlich, aber es gib eine Art von Querschnitt auf 1 CD. Für die neuere Aufnahme der Kunst der Fuge mit Andre Isoir habe ich auch eine schwache Stelle.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.03.2008 08:06:38 GMT+01:00
Isolina Mart meint:
Hallo,
vielen Dank für die guten Empfehlungen! Sie haben mir sehr gut weitergeholfen,jetzt weiss ich wonach ich suchen werde!

So werde ich Aufnahmen von Walcha,Richter und Koopman,von dem ich einige Bach CDs besitze und ihn eigentlich immer sehr gut fand, bestellen. Besonders werde ich darauf achten,dass die von Ihnen,Dr.Uhlmann,genannten Stücke darunter sind.

Wenn dies so schöne Werke sind,gibt es sie sicher von allen Dreien. Umso besser,weil man dann gut vergleichen kann!

Zu Bach habe ich noch eine andere Frage,aber da sie nichts mit Orgel zu tun hat,werde ich nachher eine neue Diskussion starten.

Viele Grüsse!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.03.2008 09:32:08 GMT+01:00
sanktrabus meint:
Hallo,
wenn sich dieses Forum schon wieder dem Ende entgegenneigt, muss ich noch schnell einen Tipp anhängen: Lorenzo Ghielmi, Orgelprofessor an der Scola Cantorum in Basel und schon zu Lebzeiten eine Legende in der Alte-Musik-Szene. Bach-Aufnahmen gibt's einige ältere auf Ars Musici (wenn auch leider schon ziemlich viele vergriffen, darunter die grandiose mit Konzertbearbeitungen italienischer MEister!), und bei Winter und Winter, zu guter letzt die neueste bei Passacaille.
Herzlichen Gruß

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.03.2008 10:22:54 GMT+01:00
IP meint:
Entgegen, entgegen! Und zu Frescobaldis Fiori Musicali mit Canticum und Lorenzo Ghielmi :)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.03.2008 17:12:21 GMT+01:00
Hallo Isolina,
auch von mir noch ein paar Tipps (wenn auch sehr konzert-lastig):
1. Alessio Corti: I Concerti per Organo
(Bachs Bearbeitungen von Konzerten verschiedener Komponisten wie Vivaldi, Telemann, Fasch, etc. für Orgel)
2. Elena Barshai: 12 Organ Concertos after Antonio Vivaldi
(ist eigentlich gemogelt, weil sechs Konzerte davon eigentlich Cembalo-Konzerte sind; aber macht nix: schöne Aufnahme zum unschlagbaren Preis)

Viel Spaß damit und falls noch Experimentierfreude vorhanden ist: Die Kunst der Fuge, arrangiert für Orgel, gespielt von Johannes-Ernst Köhler

LG, Michael

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.03.2008 22:32:44 GMT+01:00
Falsacappa meint:
Es gibt eine sehr schöne DVD des Labels EuroArts, auf der Ton Koopman an der Silbermann-Orgel in Freiberg Bach spielt. Wunderbar! Auch mit DTS.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.03.2008 22:44:57 GMT+01:00
Liebe Frau Mart,
ich bin sehr gespannt auf Ihren Vergleich!
Es gibt noch viele weitere großartige Aufnahmen, z.B. Marie-Claire Alain auf Silbermann-Orgeln, Lionel Rogg und viele andere. Aber vielleicht ist es ganz gut, wenn Sie die genannten drei Organisten kennenlernen um sie später ggf. mit anderen zu vergleichen. Meine absoluten Favoriten sind BWV 552, BWV 540 und BWV 542.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.03.2008 13:34:28 GMT+01:00
Isolina Mart meint:
Lieber Herr Dr. Uhlmann,Falsacappa,Michael Schnabel,IP und sanktrabus,

nochmals vielen Dank! Ihre Empfehlungen habe ich mir alle notiert um darauf zurückgreifen zu können.

Zuerst möchte ich aber die drei genannten Organisten kennenlernen und vergleichen. Wenn die sich "festgesetzt" haben,werde ich mir die eine oder andere Aufnahme bestimmt auch zulegen. Leider kann man sich nicht die Zeit dazukaufen,die man braucht um alle diese sicher wundervollen Werke anzuhören!

Liebe Grüsse

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.03.2008 17:10:07 GMT+01:00
Wolff, Ingo meint:
Hallo Herr Bergmann - da haben Sie mich doch etwas falsch verstanden. Ich selbst besitze die Bach-Orgelaufnahmen (LPs) mit Helmut Walcha - wirklich sehr gute Aufnahmen. Da besteht wohl allgemein kein Zweifel. Aber unter den neueren Aufnahmen gefallen mir einige doch erheblich besser, vor allen Dingen wenn es um Ausdrucksstärke und Tempi geht. Man kann da hin- und herdiskutieren: Es ist halt eine Frage des persönlichen Musikgeschmacks.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.04.2008 15:00:10 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.04.2008 15:05:27 GMT+02:00
2496_Gourmet meint:
Liebe Frau Mart, Herr Wolf, Herr Bergmann,

mit Walcha auf LP bin ich aufgewachsen. Ich habe lange geglaubt, daß es nicht besser geht. Ein junger Organist, den ich kenne meinte aber, daß man heute noch besser spielen kann, wegen HIP (historisch informierte Aufführungspraxis).
Ich besitze selbst die Bach - Gesamtausgaben von Hänssler und Brillant. Für letztere spielt ausschließlich (glaube ich) Hans Fagius. Es ist eine Lizenzausgabe aller Orgelwerke Bachs vom Schwedischen Label BIS. Die Qualität ist über jeden Zweifel erhaben, vor allem technisch besser als die frühen Walcha-Aufnahmen, für mich ist sie die beste Gesamtausgabe und dazu noch spottbillig. Es gibt sie glaube ich immer noch ohne den Rest der Bach-Gesamtausgabe (ich mag die Kantaten nicht sosehr, weil dort ein (guter !) Kinderchor singt).

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.04.2008 16:03:28 GMT+02:00
T. BERGMANN meint:
Die von Ihnen erwähnte Gesamtaufnahme kenne ich nicht. Jedoch glaube ich Ihnen, dass die Qualität der Aufnahme besser ist als z.B. die erste Gesamtaufnahme der Bachschen Orgelwerke mit Helmut Walcha aus den 1940zigern. Doch das als einzigen Grund zu nennen, weshalb sie besser sein soll möchte ich nicht gelten lassen. Wie unterscheidet sich denn z.B. das Spiel von Hans Fagius beim Choralvorspiel "Wachet auf..." von dem von Helmut Walcha?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.04.2008 20:36:23 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.04.2008 20:52:51 GMT+02:00
2496_Gourmet meint:
Herr Bergmann,

nun äähhm, Sie wissen doch wie das mit Gesamtausgaben ist. Man hat sie ein- oder zweimal von vorne nach hinten gehört. Das hat jedesmal ein halbes Jahr gedauert und die einzelnen Stücke konnte man sich nicht alle merken. "Wachet auf . . " ist mir jetzt nicht präsent, leider. Können Sie mir die BWV Nummer mitteilen ?
Im Ernst, ich sehe Gesamtausgaben eher wie ein Lexikon, in welchem ich alles nachschlagen kann, wenn ich etwas wissen möchte. Natürlich habe ich beim Durchhören auch sehr interessante Stücke neu "entdeckt" wie z.b. die Schübler-Choräle.
Wenn Sie die Aufnahmetechnik bei Walcha nicht stört, besteht eigentlich kein dringender Grund auch noch Fagius zu kaufen. Zur Zeit können Sie diese Ausgabe (17 CD's) allerdings für 19.95 € auf dem Amazon Market Place kaufen. Hörbeispiele sind auch dabei.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.04.2008 21:53:18 GMT+02:00
T. BERGMANN meint:
Die Nummer des Chorals weiß ich nicht. Aber er ist die erste Nummer der von Ihnen erwähnten Schübler - Choräle.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.04.2008 21:59:45 GMT+02:00
Versuchen Sie's mal mit BWV 645.
Viele Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.04.2008 22:28:22 GMT+02:00
Isolina Mart meint:
Hallo,Herr Bergmann,

die BWV Nr.des Choralvorspiels " Wachet auf,ruft uns die Stimme" ist 645. Dank der Hilfe der hiesigen Forumsteilnehmer habe ich mich in Bachs Orgelwerken "schlau" machen können!!

Ich habe mir viele CDs bestellt,vor allem auch die Empfehlungen von Dr.Uhlmann berücksichtigt und schon einiges anhören können.

Natürlich wäre es vermessen,geradezu anmassend,wollte ich jetzt schon einen Vergleich oder Urteil über die verschiedenen Interpreten abgeben.Sie gefallen mir alle! Allerdings gibt es beträchtliche Unterschiede in den technischen Qualitäten der Aufnahmen,speziell die von Walcha betreffend. Für den Moment ficht mich das aber nicht an,so froh bin ich,diese wunderbaren Aufnahmen zu besitzen!

Persönlich möchte ich anfügen,fällt es mir viel leichter Orgelmusik zu Hause zu hören. Da ich nämlich kein fleissiger Kirchgänger bin,und praktisch nur gehe,wenn es sich nicht umgehen lässt,sprich Beerdigungen,-und die Situation schon traurig genug ist,-dann treibt mir schon der erste Ton der Orgel die Tränen in die Augen und ich beruhige mich nicht mehr. Darum habe ich mir auch nie Orgelmusik gekauft,-obwohl sie wirklich die Königin aller Instrumente ist.

Viele Grüsse

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.04.2008 23:13:43 GMT+02:00
T. BERGMANN meint:
Hallo Frau Mart,

danke für Ihre Information. Mit den Zahlen habe ich es bei Bach nicht so.
Ich bin auch kein fleissiger Kirchgänger. Mit fleissig meine ich den Besuch z.B. einer Heiligen Messe. Ansonsten kann es schon mal passieren, dass man mich in einer Kirche antrifft. Besonders freut es mich dann, wenn jemand auf einer Orgel spielt. Da fällt mir ein, dass ich vor 8 Jahren ein lustiges Erlebnis hatte. Ich hatte von einem Orgelstück geträumt. Um welches es sich handelte, wußte ich damals nicht. Heute auch nicht. Einige Zeit, als ich den Traum vergessen hatte, war ich in Zürich. Im Fraunmünster oder wie die Kirche heißt habe ich die Orgel gehört. Das Stück kam mir bekannt vor. Nach einigem Überlegen war es das Stück aus meinem Traum.
Mich freut es immer, wenn ich in einer Kirche die Orgel höre.
Viele Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.05.2008 09:07:53 GMT+02:00
2496_Gourmet meint:
Hallo Herr Bergmann,

jetzt endlich habe ich die Zeit gefunden von "Wachet auf . . . " BWV 645 alle drei Aufnahmen im Vergleich zu hören, die ich besitze.
Dies sind: Helmut Walcha September 1970 Archiv Produktion,
Ton Koopmann 1983/84 Archiv Produktion
Hans Fagius 1983 BIS Schweden / Brillant Classics (Licenced)

Um es kurz zu machen Walcha ist der Beste. Bei ihm wirkt das Stück am frischesten, er spielt am meisten non legato und ein plausibles Rubato. Insgesamt ergibt sich der Eindruck eines mutigen, freudigen, federnden Voranschreitens, was ganz offensichtlich zu dem Text "Wachet auf, ruft uns die Stimme . . " paßt.
Bei den Auftakten am Anfang des Stückes bleibt er nicht zu lang auf der "eins" von "und eins" hängen, das "und" ist staccato. Das Stück dauert bei ihm 4:11 min.
Ton Koopmann hält den zweiten Platz. Obwohl er genausolang braucht 4:10 min, wirkt das Stück nicht so dynamisch. Das "und" ist etwas länger und die "eins" ebenfalls.
Hans Fagius geht noch weiter in die falsche Richtung mit einer ganz langen "eins". Bei ihm muß ich leider sagen wirkt das Stück eher, wie wenn er doch nicht so gern aufwacht.
Dieser Vergleich ist sehr überraschend für mich ausgefallen, da ich bei einem Blindhören wahrscheinlich Walcha für den entschiedensten Vertreter der Historischen Aufnahmepraxis gehalten hätte. Zudem ist die Tonqualität dieser Aufnahme sehr gut, da sie ja erst 1970 entstanden ist.
Mein allgemeiner Eindruck von Hans Fagius so wie ich ihn erinnere ist viel besser als bei diesem direkten Vergleich. Ich sollte weitere Stücke anhören.
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