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"Charivari".......


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201-225 von 1000 Diskussionsbeiträgen
Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.11.2012 17:30:32 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.11.2012 18:03:20 GMT+01:00
Isolina Mart meint:
Guten Tag allerseits,

lieber Herr Kaiser,-mit Ihnen fange ich an. Vielen Dank für Ihren schönen ausführlichen Bericht zur Oper "Wallenberg"! Als ich in Ihrem vorhergehenden Beitrag Ihre Inhaltsangabe las,fiel es mir wieder ein,dass ich seinerzeit über dieser Oper in "Opernwelt" gelesen habe und mich noch fragte,wie kann man denn eine solche Oper komponieren,-wie sollte sie klingen,die von KZs und Eichmann handelt. So,wie Sie es beschrieben haben hört sich dieses unerfreuliche Thema gut und plausibel gelöst an. Wenn ich wieder zurück bin,-in ca. zehn Tagen-,werde ich im Programm des Karlsruher Staatstheaters nachsehen,wann die Oper wieder gegeben wird und mir Karten besorgen,denn Sie haben mich neugierig darauf gemacht. Dann werde ich auch Ihnen von meinen Eindrücken berichten.

Lieber gemi,-auch Ihnen vielen Dank für ihre netten Worte. Zu ihrem eigentlichen Beitrag will ich nur sagen,dass sie die Zustimmung von relativ vielen Mitschreibern erhalten haben,- insofern wollen wir das Thema bitteschön bei "Charivari" gut sein lassen. Bei Gelegenheit werden sie die Möglichkeite einer "Revanche" erhalten,die Sie allerdings nicht unbedingt wahrnehmen sollten,-denn das haben Sie doch gewiss nicht nötig!!.

Warum ich mir die "Hitze antue" hat folgenden Grund: Afrika ist ein wundervolles Land,-der Hitze von elf Uhr bis fünf Uhr nachmittags kann man entgehen,indem man sich im Haus oder im Schatten aufhält,-etwas liest oder Musik hört. Ansonsten sind die Menschen freundlich,-das Meer und die Landschaft sind herrlich,es gibt wundervolle Vögel und Schmettlerlinge undsoweiter. Ausserdem täte ein Aufenthalt auch manchen Menschen bei uns gut,die glauben,weil sie keine drei Fernseher und zwei Autos besitzen seien sie bettelarm.

Lieber Herr Brasier,über Eric Satie werde ich Ihnen ausführlich schreiben,wenn ich wieder zu Hause bin,-denn einige Stücke gefallen mir sehr gut,-andere weniger. Auf jeden Fall ist er ein hochinteressanter Komponist. Nur kann ich momentan nicht ausführlich schreiben,-wollte mich aber melden.

Ich grüsse Sie alle sehr herzlich ,
viele liebe Grüsse
Ihre I.M.

Veröffentlicht am 13.11.2012 20:52:32 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.11.2012 20:54:20 GMT+01:00
Brasier meint:
Liebe Frau Mart,
heute feiert ihr Charivari seinen 200 Post, gratuliere, so belächelt wie einige meinten
ist ihr Wohnzimmer eben nicht, weil es die Idee aufgreift über alles zu plaudern, ohne
unsere Interessen zu verlassen.
Schön das se wieder trotz der ihnen von Herzen gegönnten sonnigen Tage zu stabileren
Stromschwankungen zurückkehren was auch für uns (egoistisch, sie verzeihen?) bedeutet das wir uns öfters
lesen können, über alles quasseln...wie der Berliner sagt, den Musik, dies bemerkt man in den Foren immer wieder ...Bewegt...!
Ich werde was Satie betrifft der ein kleines aber exquisites Werk hinterließ, mit einigen
Tiefen aber vielen Höhen, ich werde mich demnächst mehr dazu äußern.
Bis auf bald und schönen Abend
wünscht Brasier

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.11.2012 20:33:00 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 15.03.2016 10:16:02 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 26.11.2012 22:05:01 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 10.01.2014 11:27:04 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.11.2012 22:47:33 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 15.03.2016 10:15:54 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.11.2012 23:02:56 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 10.01.2014 11:26:57 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 26.11.2012 23:56:40 GMT+01:00
Brasier meint:
Lieber Herr Friedgen,

guten Abend,

Ich denke das bei allen Foren Beiträgen die Glaubensfrage,
wie der persönliche Geschmack des Hörers zum tragen kommt.
Wenn nicht Direkt, las man es zwischen den Zeilen...

Dazu wie in aller Kunst,auch in der Suche (als Chimäre) nach Authentizität,
der Wille zur Perfektion mitspielt. Was dann den Willen nach Instrumentarium
aus der Entstehungszeit der Partituren beflügelte.

Eher denke ich das das Interpretatorische immer im Vordergrund zu stehen mag.

Aber erfreue mich wenn zum Beispiel auf den uns überlieferten Antiken Instrumenten
des Europäischen Orgelbaus, welche durch wenige Heutige Eingriffe
sozusagen in ihrem eigenen Saft schmoren, eine für mich dann weitere
erlebte Authentizität sich der Vorstellungskraft bemächtigt....

Angenehme Nachtruhe
H.B.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.11.2012 00:02:45 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.11.2012 00:07:28 GMT+01:00
Brasier meint:
Lieber Herr Balde

Der Treppenwitz der Musikgeschichte war jener, das Legge sicher
ein guter Redakteur seiner Produktionen war, aber wenig Weitblick besaß.
Er Maria Callas wichtige Schlüsselwerke der Opernromantik verweigerte
die Heute seine EMI aus geisterhaften Quellen in Livemitschnitten der Künstlerin,
zu unserem Glück verbreitet.
Aber ebenso die Trauer darüber, er nicht die Courage aufwandte.
Bei solcher Künstlerin die Bänder für alles was sie Tat laufen zu lassen.....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.11.2012 07:43:17 GMT+01:00
Sehr interessante Diskussion, lieber Herr Friedgen, die über historische Intrumente oder modernes Instrumentarium. Da würde ich kräftig mitmischen.
Aber - ohne lange zurückblättern zu müssen/wollen: Hatten wir ein solches Thema nicht schon mal?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.11.2012 09:15:41 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 10.01.2014 11:26:49 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.11.2012 12:21:01 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.11.2012 12:21:44 GMT+01:00
Brasier meint:
Guten Tag Herr Gumpert

Es sicher das auch bei der genussträchtigen Klassik so mancher Braten immer wieder aufgetischt wird, warum eigentlich nicht?
Unser Geschmack, zumindest denke ich es, vertieft sich sicher mit der Zeit.
Was uns früher gefiel mag sich verfestigen oder gar weiterentwickelt haben, verstoßen wird es wohl selten. Dies denke ich somit für alles was die Sinne betrifft...
Gerade die Diskussion darüber sehe ich als befreiende Bereicherung an.
Bereichernd weil man sonst selbst oft andere Gedankenkämmerchen nicht zu öffnen
vermag...
also auf viel bekanntes sei uns neu aufgelegt...
auf ein neues....

H.B.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.11.2012 12:29:28 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.11.2012 12:30:33 GMT+01:00
Lieber Brasier,

ich habe ja nur mal schüchtern nachgefragt...
Ich bin nämlich schon mal hier im Forum getadelt worden, weil ich ein Thema ansprach, das in einem anderen Threat schon behandelt wurde. Da bin ich freundlich aber bestimmt auf das damalige Thema verwiesen worden.
Ansonsten bin ich ganz bei Ihnen: Gerade ein Thema wie die historische Musizierweise
ist immer wieder eine Diskussion wert!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.11.2012 12:48:05 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.11.2012 16:56:05 GMT+01:00
Isolina Mart meint:
Einen schönen guten Tag allerseits,

.......melde mich wieder zur Stelle und bewirte sie gerne mit einem Gläschen Champagner,-leider nur virtuell-,das wir auf unser aller Gesundheit trinken!

Ganz besonders freue ich mich in unserem Kreis Herrn Friedgen begrüssen zu können,der sich (endlich) dazu entschlossen hat auch ein Wörtchen mitzureden!

Danke vielmals für Ihre Beiträge! Ja,lieber Herr Brasier,ich freue mich darüber,dass "Charivari" gut angekommen und angenommen ist. Ich denke auch in privaten Unterhaltungen springt man oft von einem Thema zum anderen,-wenn's um Musik geht kommt man doch gerne von Mahler zu Bruckner bis Beethoven,-beispielsweise.

Auch finde ich es richtig,wenn man ältere Themen,-wie das über die Alte Musik und ihre Interpretation nochmals hervorholt. Die Meinung kann sich geändert haben,-ausserdem haben wir ein paar wenige neue Mitschreiber,die möglicherweise neue Aspekte bringen,-ist doch in Ordnung!

Da ich die neuen Alte Musik Aufnahmen zuerst auf Alten Instrumenten kennen gelernt habe,gefallen sie mir besser,als die alten Versionen. Dadurch bin ich die etwas trockenere Spielweise und den Klang gewohnt,und die alten Einspielungen kommen mir teilweise zu "prächtig" und überladen vor..

In einem Punkt sind wir uns sicher alle einig: Das Wichtigste eines Werkes ist die Partitur,-die Interpretation ist Geschmachssache. Ausserdem muss es jeder Musiker-Generation erlaubt sein,ein wenig zu experimentieren,insofern es der Partitur nicht schadet.

Etwas anderes treibt mich um,-da würde ich gerne Ihre Meinung dazu hören/lesen:

Auf der Seite www.haendel.haendelhaus.de/de/werkliste

ist das gesamte Werksverzeichnis von Händel aufgeführt. Wenn Sie das lesen,wird es Ihnen schwindelig,so viel hat er komponiert. Ich halte es für unmöglich,dass dies ein einzelner Mensch,-der ja auch noch schlafen,essen,leben etc. musste,alles das komponiert haben soll. Einfach von der Lebenszeit her gesehen. Wie denken Sie darüber?

Lieber Herr Kaiser,-ich habe gesehen,dass die Oper "Wallenberg" nur noch am Freitag,30. Nov. in Karlsruhe gegeben wird. Ausgerechnet an diesem Tag sind wir zu einem runden Geburtstag eingeladen,den ich nicht absagen kann. Das ist sehr schade. Die Aufführung bekam auch in der Opernwelt eine ganz hervorragende Kritik. Dort steht auch,dass Erkki-Sven Tüür,53 in Estland ein Gründungsmitglied der Rockband "In Spe" gewesen ist und in Karlsruhe Elektronik studiert hat. Darum kam sicher auch dieser Stilmix zustande,der Ihnen aufgefallen ist ,und von dem auch das Magazin spricht.

Herzliche Grüsse
I.M.

Veröffentlicht am 27.11.2012 13:06:41 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.11.2012 13:26:21 GMT+01:00
Peter Rieger meint:
Hallo Herr Friedgen!
Für mich kommt es - zumindest was das Hörerlebnis betrifft - weniger auf die Zugehörigkeit der Interpreten zu dieser oder jener Musiker-"Fraktion" an, sondern auf alles andere, was mir das Hören zum Genuss macht. Erlebbare Musizierfreude zum Beispiel, völlig unabhängig vom Instrumentarium oder der Phrasierungs-Ästhetik. Lebendigkeit des Vortrags, schwer zu definieren und sehr geschmacksabhängig, wie ich finde; für meine Begriffe wird die Musik aber insbesondere durch individuelle Agogik lebendig. Auch sie ist unabhängig von der Orientierung an einer historisch fundierten Aufführungspraxis. Ein Anner Bylsma z. B. oder ein Jordi Savall spielen für meinen Geschmack nie statisch oder blutleer. Balance im Ensemble (die natürlich maßgeblich durch die Aufnahmetechnik beeinflusst wird), gleichfalls wesentlich durch die Qualität der Musiker, nicht durch ihre historische Fundiertheit bedingt. Natürlich auch Parameter wie Tonschönheit, Präzision usw., fraktionsunabhängige Grundvoraussetzungen. Interpretationen, die ich für interessant oder verzichtbar halte, gibt es für mich dann in beiden Lagern.
Von einem experimentell-forschungstheoretischen Ansatz aus betrachtet ist es sicher wichtig, sich auch grundlegend mit der Aufführungspraxis auseinanderzusetzen. Trotzdem werden noch so fundierte Interpretationen ihre angesichts der investierten Mühe sicher verdiente Wirkung verfehlen, wenn sie langweilig gespielt sind.
Um nur ein paar persönliche Erfahrungen anzuführen, finde ich beispielsweise bei den Violinkonzerten von Mozart sowohl die Einspielungen von David Oistrach mit den Berliner Philharmonikern als auch die Aufnahme mit Carmignola und Abbado/Orchestra Mozart sehr hörenswert. Die Johannes-Passion höre ich sehr gern mit der Chapelle Rhenane, bin aber auch von Richters Einspielung immer wieder beeindruckt. Bachs Solo-Cellosuiten gefallen mir mit Bylsma ebenso wie mit Schafran. Da kann man mir natürlich Beliebigkeit vorwerfen, aber der gemeinsame Nenner bei den Interpretationen ist der, dass der Funke - bei mir - überspringt. Nicht alles "historisch informiert" Gespielte ist blutleer, nicht alles "romantisierend", "konservativ", "konventionell" (wie ist der passende Begriff für die "Nicht-HIP-Fraktion"?) Aufgefasste dicke Soße. Es kommt auf die Menschen dahinter an, wie immer.
Schönen Gruß, P. Rieger

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.11.2012 13:28:21 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 10.01.2014 11:26:40 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.11.2012 20:04:25 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 28.04.2016 17:28:01 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.11.2012 21:08:20 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
@Brasier
Sopranistisch hatte Legge wohl ein familiäres Vorurteil. Und kein schlechtes!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.11.2012 21:21:36 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 15.03.2016 10:17:10 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.11.2012 22:08:15 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.11.2012 22:26:01 GMT+01:00
Isolina Mart meint:
@Jakob Balde,

....eigentlich an Herrn Brasier gerichtet,der wohl momentan nicht ansprechbar ist!

Legge hatte kein Vorurteil,sondern den Vorteil eine einmalige wundervolle sopranistische Perle zu bieten!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.11.2012 22:26:55 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 15.03.2016 10:17:02 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.11.2012 22:39:03 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.11.2012 22:39:46 GMT+01:00
Isolina Mart meint:
@Jakob Balde

....ist ja schon gut! Überhaupt kein Problem! Herr Brasier scheint heute Abend nicht disponible zu sein,-sonst hätte er selbst geantwortet.

Viele Grüsse
I.M.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.11.2012 23:06:20 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 10.01.2014 11:26:31 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 28.11.2012 00:11:59 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.11.2012 01:08:54 GMT+01:00
Brasier meint:
Lieber Herr Balde, liebe Frau Mart,
Herrn Friedge & Gumpert
Guten Abend.

Sopranistische vergleiche der Elisabeth zur Maria sind nicht machbar,
beide Damen spielten in völlig anderen Kategorien ihre guten Kräfte aus,
und das war auch gut so. Callas hat nie eine Note vom Strausschen
Richard gesungen, den anderen aber Als Isolde und Kundry wohl schon.
Schwartzkopf hat dank Legge der sie im positiven Sinne gemacht hatte
nie über ihre Grenzen gearbeitet, und uns nur Bestes aus diesem Repertoire
hinterlassen.
Dazu vergessen wir nicht zu der Zeit arbeiteten diese Damen noch
unter einem Wettbewerb mit einem Niveau der Heute nicht mal Ähnliches
hervorbringen Kann, mal abgesehen von Callas die sowieso eine
einsame Gipfel-Kür ihr eigen nennt und keine vergleiche benötigt.

Callas die das Glück hatte einer Sängerin (Elvira de Hidalgo)
zu begegnen die absolut nicht dem Fach ihrer Elevin entsprach, aber
durch unglaubliches Technisches wissen, das Instrument ihrer Schülerin
erkennend ihr den letzten Schliff gab.

Beide Damen Callas wie Schwarzkopf füllen für sich in ihrer Kategorie
Gipfel der Gesangskunst aus, dazwischen saß der Kämpfer Legte,
der sicher mit den schlichten Kaufmännern der Columbia/Emi
mit wenig Weitblick und eben auch kein Geschäftssinn herumstritt.

Eben was auch einem Deutschen Sender ebenso fehlte...
Der Musikredakteur mit dem ich in den Achtziger zusammenarbeitete
erzählte das er vor einem Jahrzehnt hätte Callas für ein Stundenprogramm
für 100.000 .- DM engagieren können, sicher für die Damalige Zeit
eine Hohe Summe, die man ablehnte.
Hätte sich bis heute Rechte verwertend x Mal ausgezahlt.
Heute man aber Ähnliches für
manche Gemachten Star bereit ist zu zahlen .... Tempi passati...

H.B.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.11.2012 10:13:44 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.11.2012 10:20:15 GMT+01:00
Eigentlich ein eingefleischter Freund der historisch informierten Spielpraxis, entferne ich mich nunmehr von meinen alten Idealen, weil ich - gerade an neuen Aufnahmen der "Brandenburgischen" - merke, dass hiSp immer häufiger mit spieltechnischer Rasanz, zackiger Rhythmusstruktur, kurzatmiger Tonbildung, überhetzten Tempi und zahlenmäßig überreduzierten Ensembles verwechselt wird. Wieviel an musikalischer und emotionaler Substanz geht da verloren, muss zwangläufig verloren gehen bei solchen Geschwindritten durch die Partitur!!
Nicht ohne Grund erinnerte ich an anderer Stelle an die Cappella Coloniensis. Im gleichen Atemzug kann man das Collegium Aureum nennen, die bei aller Akzeptanz der hiSp und alten Intrumenten immer auch auf "Klang" gesetzt haben. Auch Spezialensembles aus England wie z.B. The English Concert pflegen noch heute den "kräftigen" Orchesterklang. Ich erinnere an die Aufnahmen mit Trevor Pinnock, denen man keine Blut- oder Gefühlsleere nachsagen kann. Ansonsten halte ich es mit Herrn Friedgens Meinung:
Eine MP von Bach mit Klemperer kann den Hörer noch immer erschüttern und eine 3.Ouvertüre mit Karl Richter klingt einfach schön. Ob das richtig ist? Wir wissen doch gar nicht, was "richtig" ist und lassen zudem oft außer acht, dass Bach wohl begeistert gewesen wäre, wenn er die heutigen Instrumente und größere Chöre und Orchester zur Verfügung gehabt hätte. Da müssen wir einen Mangelzustand, den Bach selbst häufig beklagt hat, nicht noch künstlich nachahmen!

Veröffentlicht am 28.11.2012 10:40:29 GMT+01:00
An die Diskussionsrunde

Die historische Aufführungspraxis hat sich ohne jeden Zweifel längst durchgesetzt, und die Ergebnisse erscheinen mir im Wesentlichen auch überzeugend. Einen dogmatischen Streit halte ich allerdings für verfehlt, es bleibt der Entscheidung des einzelnen vorbehalten, welcher Art der Aufführung ihm am besten gefällt. Ich halte es außerdem für methodisch falsch, zwischen Aufnahmen verschiedener Interpreten eines Werks Vergleiche anzustellen. Denn insoweit spielt die Frage in die Beurteilung hinein, welche Interpretation besser als die andere gelungen erscheint. Daher kann ein solcher Vergleich nur bedingt beweiskräftig sein. Methodisch konsequent wäre es hingegen, wenn dieselben Interpreten das Werk einmal auf historischen und das andere Mal auf modernen Instrumenten aufführen würden. Mangels einer solchen Vorgehensweise bleibt die Beantwortung der gestellten Frage zuvorderst zweifelhaft.

Natürlich wissen die Vertreter der historischen Aufführungspraxis auch, dass nicht bekannt ist, wie die „Alte Musik“ zur Zeit ihrer Entstehung wirklich geklungen hat. Es geht nicht darum, einem Phantom nachzujagen, um dasselbe zu imitieren. Wie Herr Brasier deutlich gemacht hat, wäre eine Authentizität im Sinn einer Echtzeitaufführung eine Chimäre. Die Komponisten haben aber nun einmal zu ihren Lebzeiten nach den Möglichkeiten der Stimmen der vorhandenen Instrumente gearbeitet. Es geht um die Verwendung solcher Klangkörper neben anderen Besonderheiten historischer Aufführungen wie Besetzung und Aufstellung. Ansonsten gilt wie auch sonst das Notenmaterial. In einem Mandolinenkonzert von Vivaldi kommen beispielsweise neben so selten Instrumenten wie Salmoe (ähnelt der Schalmei) und Theorbe (Lauteninstrument) auch „Trompeten-Violinen“ vor. Das sind umgebaute Violinen mit einem besonders kräftigen Ton (ich verweise auf meine jüngste Rezension dazu). Die Konsequenzen für eine heutige Aufführung brauchen wohl nicht weiter vertieft zu werden.

Ich treffe immer wieder auf den Einsatz historischer Instrumente, und ich muss davon ausgehen, dass längst zumindest Durchmischungen eingetreten sind und vermehrt historische Instrumente, mögen sich restauriert oder mangels anderer Möglichkeit nachgebaut sein, Verwendung finden. Die entsprechenden Entwicklungen haben auch vor den Berliner Philharmonikern nicht halt gemacht, wie ich entsprechenden und jedem zugänglichen Informationsquellen entnommen habe. Aus den Berliner Philharmonikern sind inzwischen 31 verschiedene Kammermusikgruppen hervorgegangen: In der Gattung Streicher handelt es sich um 13 Gruppen (darunter die „Berliner Barocksolisten“ und „Die 12 Cellisten“ und „Philharmonischen Streichersolisten“ usw.). Bei den anderen Gattungen handelt es um 6 Gruppen (Bläser) und 4 Gruppen (Streicher und Bläser)
wie auch 4 Gruppen (Streicher & Klavier/Cembalo) und wiederum 4 Gruppen (Streicher Bläser bzw. Schlagzeug und Klavier). Und was wird auf der Homepage der Berliner Barocksolisten (gegründet 1996) geschrieben? Ich zitiere wie folgt:

„Die Berliner Barock Solisten machen nicht nur ihrem Namen alle Ehre (sämtliche Musiker sind solistische Könner), sie spielen zudem auf historischen, jedoch restaurierten Instrumenten und verwenden Bögen aus unterschiedlichen Epochen; je nach vorliegender Partitur. Diese Flexibilität ist – wie auch die Homogenität des Spiels und zudem die Tatsache, dass das Ensemble führende Solisten der „Alte Musik-Szene“ zu seinen Mitgliedern zählt – international nahezu unerreicht. Alles ist – mit dem feinsinnigen Blick in die Geschichte – neu gehört, neu durchdacht, ist modern interpretiert, ohne modernistisch zu sein. Eben diese interpretatorische Singularität führt seit nunmehr einem Dutzend Jahren weltweit zu einem stupendem Maß an Anerkennung durch Publikum und Presse. Auf den Podien von Tokio bis Berlin, von London bis New York; allerorts haben die Konzertauftritte der „Solisten“ ihre Spuren hinterlassen und dafür gesorgt, dass es eine stetig wachsende Fangemeinde gibt. Dokumentiert ist das Wirken des Ensembles zudem durch zahlreiche CDs“ ….usw. usf. Interessant ist sogar der Umgang selbst mit den Streicherbögen – handelt es sich um Phantasten? Im Ergebnis halte ich es mit denjenigen, die schlicht und einfach darauf setzen, was quas bei einer konkreten Aufführung herauskommt.

Zum Schluss noch an Sie, liebe Frau Mart, ein Wort bezüglich der Oper Wallenberg. Die Hintergründe für den Stilmix waren mir natürlich bekannt, dennoch danke ich Ihnen für die Hinweise. Der summarische Begriff Filmmusik war, wie von mir auch erklärt, nicht abwertend gemeint, auch kann ich sagen, dass sich nicht das Gefühl einer Verfremdung einstellte. Bei dem Verständnis für die Moderne bzw. neue Klassik geht es um ein paralleles Kriterium schlechthin. Meiner Einschätzung nach sind viele Werke der neuen Klassik kopflastig mit der Konsequenz, dass zum Verständnis einer Aufführung die eingehende Vorbereitung erforderlich ist. Das ist aber auch eigentliche Dilemma. Die Vermittlung ist eine intellektuelle Angelegenheit außerhalb der unmittelbaren Gefühlsebene. Daher kann es nicht verwundern, wenn dargestellte menschliche Tragik seltsamerweise unberührt lassen kann. Bestenfalls ist man begeistert über die intellektuelle Kraft und Schönheit des Dargestellten und Erlebten. Aber ich räume ein, dass ich mit dieser Musikgattung nicht so gut vertraut bin, dass ich von einem fundierten Überblick und einer Regeltatsache sprechen kann.
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