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"Charivari".......


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151-175 von 1000 Diskussionsbeiträgen
Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.09.2012, 14:40:08 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 28.09.2012, 19:06:47 GMT+2
Isolina Mart meint:
Guten Tag allerseits,

lieber Herr Kaiser,

.....vielen Dank für Ihren sehr informativen Beitrag! Zu Ihrem Punkt,dass man Künstler nicht herabsetzten sollte um seinen Lieblingssänger damit zu erhöhen gebe ich Ihnen vollkommen recht. Das ist unfair,zumal Stimmen Geschmackssache sind. Darum ist eine unsachliche Streiterei auch völlig sinnlos. Was dem einen sein Uhl' ist,ist dem anderen sein' Nachtigall,-heisst es doch so schön.

Was sie nun von Thorsten Wiedau und Rudolf Novotny "unter Wölfen" und aus "der Schlangengrube" berichten finde ich allerdings von diesen Herren stark übertrieben. Selbstverständlich berichten die Rezensenten,-Leser der Bücher subjektiv,-auch Familienmitglieder und Freunde der Autoren mögen darunter vertreten sein,-aber schliesslich sind das alles Hobbykritiker,die kostenlos ihre Zeit für Amazon zur Verfügung stellen um über ein bestimmtes Buch zuschreiben,das ihnen gefällt oder auch nicht! Ob's für eine gute Rezension wirklich "Freiexemplare" gibt?

Das weiss der Leser dieser Kritiken auch und wird sie deswegen nicht als der Weisheit letzten Schluss nehmen. Sie sehen ja,dass es fast kein Buch gibt,das ausschliesslich gute oder schlechte Bewertungen bekommt. Sicher machen es alle so wie ich,-dass sie von jeden Rezensionen anfangen bei 5 Sterne Kritiken bis zu denen mit 1 Stern quer durchzulesen. Dabei mache ich mir dann schon ein Bild,ob ich das Buch kaufen will oder nicht.

Jedenfalls finde ich dies einen guten Service,der natürlich auch Amazon beim Verkaufen hilft. Dass dabei auch über die Stränge geschlagen wird,-in Form einer Abklickmafia ist wohl nicht zu verhindern,aber wie ein Fallbeil wird sie bestimmt nicht wirken. Einem guten Buch wird die Klickerei nicht schaden,-das macht seinen Weg über den Ladentisch bzw. über die Post.

Etwas anderes,lieber Herr Kaiser,-haben Sie die Wolf Lieder schon erhalten und hinein gehört? Ich habe mir zuerst das "Italienisches Liederbuch" aufgelegt,und weiss gar nicht recht,was ich dazu sagen soll! Es sind dort herrliche Melodien dabei,gesungen wird auch sehr schön,wobei Olaf Bär sehr textverständlich singt. Was mich ein wenig verwirrt hat ist,dass diese Lieder alle so kurz sind. So wie Miniaturen oder Fragmente. Kaum habe ich auf den Fortgang gewartet,war es auch schon wieder zu Ende. 1.30 min ist der Durchschnitt der einzelnen Stücke.

Darf ich fragen,-warum haben Sie sich diese Box zugelegt? Sind Sie ein Freund von Wolfs Musik? Oder weil sie so günstig war,-um sie kennenzulernen? Bei mir war es der letztere Grund. Welche CD sollte ich denn zum besseren Verständnis als nächste anhören?

Herzliche und liebe Grüsse
I.M.

Veröffentlicht am 28.09.2012, 14:44:40 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 28.09.2012, 14:46:23 GMT+2
Brasier meint:
Lieber Herr Kaiser, guten Tag,

Objektivität werden sie bei Fans, selten finden,
zu sehr ist man in den Klub, ähnlich wie beim Fußball,vernarrt.
Gäbe es nicht die geschmacklichen Differenzen,
währe Kritik meist obsolet, und man brauchte wohl
keine Kochbücher mehr.....

Di Industrie, die Verlage sind aber auch nicht zimperlich
mit der Aufstellung von kräftigen Lichtspots, die sobald ausgeschaltet,
aus dem so brillant ins Licht der Wörter, gesetzte Produkte, Stars, Autoren,
banal erscheinen lassen, dies wie sie es anders bemerken, im wissenden Vergleich
(aber nur diesem)
Gnadenloser wie die Kulturbranche, kenne ich wenige Wirtschaftszweige,
die ohne gezinkte karten auskommen, manchmal, heißt dies - Werbung.
Oft jedoch ist "Hinrichtung" gemeint.

Liebe Grüße
H.B.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.09.2012, 16:09:33 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 28.09.2012, 21:43:57 GMT+2
Liebe Frau Mart,
lieber Herr Brasier,

wie dem Zeitungsbericht auch zu entnehmen ist, schraubte Thorsten Wiedau sein Pensum über die Jahre immer weiter hoch, um vorne zu bleiben, und zwar las er zuletzt 500 Exemplare. Der finanzielle Anreiz ist gering, werden doch von den Verlagen nur die Buchexemplare kostenlos zur Verfügung gestellt. Was sind Bücher wert, die man diagonal lesen muss, um die Masse zu bewältigen? Der Ramsch an Büchern ist gewaltig angewachsen. Die Auswüchse haben die Menschen letztlich selbst zu vertreten. Bleibt zu hoffen, dass die Klassikrunde in gemäßigten Bahnen verbleibt.

Allerdings ist der Musikmarkt selbst ein knallhartes Geschäft, wie Sie, lieber Herr Brasier, ausgeführt haben. Gewisse Parallelen zum Büchermarkt kann ich auch bei Amazon im Klassik- und Musiksegment nicht ausschließen. Guten und arbeitsfreudigen Rezensenten werden sämtliche Buchexemplare kostenlos zur Verfügung gestellt, davon bin ich fest überzeugt. Das entspricht der Üblichkeit, auch soweit es sich um andere bewertende Werbeträger handelt, soweit nicht gleich Verlage und Autoren selbst Rezensionen zu eigenen Büchern schreiben. Die Redakteure von Musikzeitschriften erhalten ebenfalls die Tonträger kostenlos zur Besprechung und deren Veröffentlichung. Ob auch massenwirksame Erfolgsschreiber bei Amazon kostenlos bedient werden, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich gehöre nicht zu den Vielschreibern und schreibe nur gelegentlich nach Lust und Laune, wobei ich Aufnahmen bevorzuge, die mir auch besonders gefallen. Mit der Punktevergabe bin ich dann auch großzügig, wobei ich die Punktevergabe zusätzlich zur Rezension für Unsinn halte. Negative Rezensionen bilden bei mir eher die Ausnahme. Wenn eine Rezension schwach begründet ist, verspreche ich mir auch von der Punktevergabe nichts.

Die Kassette mit den Wolf-Liedern hat natürlich ihre Stärken, aber auch Teile, die je nach subjektiver Erwartung und Standort als weniger stark bezeichnet werden können. Natürlich hat auch mich die Neugierde getrieben. Bisher hat mich die Kassette nicht enttäuscht. An den Liedern von Hugo Wolf gefällt mir, soweit ich das sagen kann, gerade ihre Kürze. Beim umfangreichen Italienischen Liederbuch (CD 1) handelt es sich um eine Vertonung von anonymen italienischen Gedichten, die von Heyse übersetzt worden sind. Die jeweilige Kürze erklärt sich daraus, dass sich Wolf nur auf die Teile von Gedichten konzentrierte, die von der Liebe handeln. Als Problem sehe ich teilweise Einschränkungen in der Wortverständlichkeit, was weniger an den Interpreten liegt, sondern mehr auf den raschen Wechsel von Tonlage und Lautstärke zurückzuführen sein dürfte.

Die Begleitbroschüre enthält zwar eine recht umfassende Beschreibung, aber für eine Manko halte ich den fehlenden Abdruck der Liedtexte, so dass man ggf. zusehen muss, wie man sich dieselben aus anderen Quellen besorgt. Bei den Goethe-, Eichendorff- und Mörike- Liedern wie auch Scheffel und Kerner dürfte das kaum schwierig sein, soweit man sie nicht sowieso schon kennt oder über die Texte verfügt. Die Gesangsinterpreten sind durchweg großartig - für die Mitleser: Dawn Upshaw, Olaf Bär, Anne Sofie von Otter, Thomas Allen, Jan Bostridge, Elisabeth Schwarzkopf und Dietrich Fischer-Dieskau wie auch Helen Donath, Brigitte Fassbaender und Monika Frimmer.

Dass mir bisher der Bariton Thomas Allen als Interpret der Goethe-Lieder besonders gefallen hat (CD 3)
hatte ich schon vorher an derselben Stellen erwähnt. Vielleicht können Sie zu gegebener Zeit mitteilen,
wie sich Ihre Eindrücke weiter entwickelt haben.

Ein schönes Wochenende
und herzliche Grüße
W.K.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.09.2012, 17:15:07 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 28.09.2012, 19:01:08 GMT+2
Isolina Mart meint:
Bon soir cher gemi,

.......es ist ja direkt schade,dass Sie mich nicht verärgern wollen! Denn dieser Versuch ist immer äusserst amüsant für mich!

Vielen Dank für den guten Tipp von "Mission"! Als bekennder Cecilia Bartoli Fan habe ich diese CD natürlich bereits und kann sie allen Teilnehmer nur wärmstens empfehlen.

Sie singt darauf mit ihrer wundervollen,einzigartigen Stimme Arien von Agostino Steffani,der mir vorher völlig unbekannt war. Die virtuosen Arien geben Bartoli wieder die Gelegenheit,die ganze Scala und Ausdrucksmöglichkeiten ihrer Stimme zu zeigen.
Wie sie es immer wieder schafft,vergessene,-daher unbekannte Komponisten "auszugraben" und wieder populär zu machen,-Dank ihres grossen Namens-, ist erstaunlich und wunderbar.

Das Booklet ist wie bei allen ihren Recitals sehr aufwändig gestaltet,-es ist wie ein Buch im CD-Format,mit den Arientexten in vier Sprachen,-schönen Fotos und einer Lebensbeschreibung des Komponisten,Diplomaten,Bischofs Steffani.

Bonne soirée et salut,
I.M.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.09.2012, 20:43:42 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 28.09.2012, 20:48:54 GMT+2
Isolina Mart meint:
Lieber Herr Kaiser,

.......vielen Dank für Ihren Beitrag! Leider kann ich mich momentan nur ganz kurz melden,-will Sie aber darauf aufmerksam machen,dass dieser Wolf Lieder Box als 9. CD eine CD-ROM beiliegt,mit der Sie sich alle Liedtexte ausdrucken können.

Einen schönen Abend und herzliche Grüsse
I.M.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.09.2012, 09:15:44 GMT+2
Liebe Frau Mart,

vielen Dank für Ihren Hinweis. Das war eine richtig köstlich Blamage für mich, über die ich natürlich selbst lachen musste. Da sieht man es: wenn man nicht gründlich und aufmerksam ist, übersieht man das Gute. Nicht auszudenken, wenn man bei einer solchen Lage voreilig eine Rezension schreiben und ein Manko behaupten würde, das in Wirklichkeit überhaupt nicht bestünde und attraktiv gelöst wäre.

Nochmals vielen Dank und ein schönes Wochenende
wie auch herzliche Grüße
W.K.

Veröffentlicht am 29.10.2012, 09:26:45 GMT+1
Brasier meint:
Guten Morgen,

Der Komponist Hans Werner Henze
der „Optimalen Hörbarkeit „ ist am 27 Oktober 86 Jährig in die andere Seite des Spiegels gegangen.
Der Deutsche Europäer hat wie kein anderer die Nachkriegszeit geprägt,
einer der wenigen Deutschen die ihr Werk kohärent,
auf die Klassik aufbauend in die Neuzeit brachten.

Dazu lebte er in dem Teil Europas das mich ebenso kolossal beeinflusste : Italien
um Kraft aus dieser Erde zu schöpfen.

In dem letzten Jahrzehnte wurde es nicht etwa ruhig um ihn
Henze, Hans Werner - Der Prinz von Homburg / Nikolaus Lehnhoff, Wolfgang Sawallisch, Bayerische Staatsoper
oder
Henze, Hans Werner - L' Upupa (NTSC)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.10.2012, 16:23:16 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 30.10.2012, 16:30:24 GMT+1
Isolina Mart meint:
Guten Tag allerseits,

lieber Herr Brasier,.......sie haben dankenswerter Weise an den berühmten Komponisten Hans Werner Henze anlässlich seines Todes erinnert.

Sein Name ist mir seit Jahrzehnten ein Begriff durch Beiträge in deutschen und französischen Klassik-Magazinen,-ebenso durch hervorragende und sehr sympathische Fernsehportraits. Die Titel seiner Opern sind mir ebenfalls geläufig.

Leider muss ich zu meiner Schande gestehen,dass ich nur Fragmente aus seinen Werken kenne. Diese haben mich nicht unbedingt veranlasst nach mehr davon zu verlangen,-möglicherweise ein Versäumnis.

Weiss jemand von Ihnen und kann es erklären,warum Henze zu den ganz grossen Komponisten des 20. Jahrh. gezählt wird?!

Welches seiner Musikstücke sollte man sich als "Anfänger" unbedingt anhören um die Musik schätzen zu lernen?

Wie sieht's bei Ihnen aus,lieber Herr Brasier,-wie gefällt Ihnen seine Musik und die Opern?

Herzliche Grüsse
I.M.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.10.2012, 13:07:57 GMT+1
gemihaus meint:
hallo, frau mart,
ich meine zwar nicht, dass henze hier ins charivari gehört - ein viel zu ernst(er)hafter komponist und
musiker - werde aber später (zeitmangel) auf ihre fragen zurückkommen.
schönen tag, gemi.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.10.2012, 15:23:16 GMT+1
Isolina Mart meint:
Hallo,lieber gemi,

.....zwar denke ich nicht,dass hier in "Charivari" ansonsten von unernst(hafter)en Komponisten gesprochen wurde,-sie brauchen es nur nachzulesen.

Aber dieses "Charivari" sollte auch für Themen sein,-die gelinde gesagt-, nicht so populär sind,dass sich dafür eine eigene Diskussion anzufangen lohnt. Wir werden ja sehen,wieviele Antworten zu Henze eingehen.....!
Bin sehr gespannt auf Ihre....! Nur zu,-ich/wir sind ganz Ohr,-bzw. Auge und Hirn!

Herzliche Grüsse
I.M.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.10.2012, 16:06:02 GMT+1
Liebe Frau Mart,

"Charivari" hin, "Charivari" her - wichtig ist, dass der Herr Brasier Henze thematisiert hat.
Ich will für Frau Mart ganz persönlich antworten und mich nicht ergehen in musikwissenschaftlichen und -geschichtlichen Ergüssen, die man sicherlich in Nachrufen allerorts nachlesen kann - nein:
Ich fand Henze einen äußerst sympathischen und musikkompetenten Menschen und Musiker. So wirkte er jedenfalls auf mich in den wenigen TV-Sendungen, die ich von ihm sah. Leider kann ich mit seiner Musik nicht viel anfangen, auch mit seinen 9 Sinfonien nicht, obwohl ich ein großer Sinfonik-Freund bin. Seine Musik ist mir einfach zu mühselig, zu anstrengend, was vielleicht auch meinem fatalen Hang zur Harmonik zu schulden ist. Seine Opern kenne ich gar nicht - muss ich die kennen?
Beste Grüße!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.10.2012, 16:37:47 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 31.10.2012, 16:38:39 GMT+1
Isolina Mart meint:
Lieber Herr Gumpert,

....genauso wie Ihnen geht's mir auch! Ob man die Opern von Henze kennen muss,kann ich bedauerlicherweise nicht beurteilen. Ich hoffe auf Empfehlungen,um ein Aha-Erlebnis oder eine Erleuchtung zu erhalten,-denn gerne würde ich seine Musik mit Vergnügen hören,-aber die moderne Klassik fällt mir schwer. Leider fehlt mir nach einer Weile die Konzentration dazu ,und meine Gedanken schweifen ab.

Es ist wie bei Wolfgang Rihm,von dem wir im Forum schon sprachen: Ich habe zwar CDs von ihm im Regal stehen,-wenn ich mir aber eine Aufnahme heraussuche um sie abzuspielen,greife ich zu etwas anderem.

Viele Grüsse
I.M.

Veröffentlicht am 31.10.2012, 16:57:16 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 31.10.2012, 19:01:23 GMT+1
Brasier meint:
Liebe Frau Mart, lieber Gemi, lieber Herr Gumpert,

Wir parlierten doch Anfang des Jahres, über den Tausendsassa Wolfgang Rihm als das GEMA
Aufsichtsratsmitglied seine 60 sich Feiern ließ....

Nun nachdem, für einen sicher wichtigen Deutschen Komponisten der Nachkriegszeit,
das diskrete Finale eines Reichen Lebens ausklang, der operbesessene Brasier ihn wegen dieser
Sparte am liebsten mochte, waren diese Werke im gegensätzlichen vergleich zu anderen
Notenziselierern, eher ehrlich-Spröde, aber gerade deswegen auch durch die guten Librettos
Reizvoll.
Beginnend mit dem "Kleinen Lord" und endend mit "L' Upupa" wo man fast schon wieder
von einem Rückweg in die Klassik sprechen konnte.

Seine Sinfonie erschloss sich für mich genau sowenig wie die Partituren eines
Herribert Reiman, aber sobald die Bühnenwerke es wagten mir entgegen zu kommen,
ließ ich ihren Reiz gerne auf mich wirken.

Sicher kein Arienproduzent, eher intelligent nervig, aber wie Herr Gumpert es formuliert
für Harmoniker nicht etwa sofort verdaulich. Dafür stände eher der Italiener
Ermanno Wolff Ferrari, oder der von mir sehr geschätzte Nino Rota.

Hans Werner Henze führte auf eine andere Art die Orchestrierung von Richard Strauss weiter
nachdem er sich aus der 12 Tonleiter löste, war ein feinsinniger Ballettdirigent nicht nur seiner eigenen werke, 1976 begann er das internationale Festival in Montepulciano.

1966 begegnete ich ihm als junger Kunststudent mit Ingeborg Bachmann im Römischen Goethe Institut, während einer Autorenlesung. Und verfolgte ab diese Jahre die RAI Übertragungen aus seinem
Initiierten Festival in Montepulciano.

viele grüsse
H.B.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.10.2012, 17:10:00 GMT+1
Wenn Sie so nett sind, lieber Herr Brasier, meinen Namen zukünftig korrekt zu schreiben oder ist mit "Herrn Gummiert" eine andere Person gemeint?
Beste Grüße.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.10.2012, 18:18:09 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 31.10.2012, 18:18:40 GMT+1
Isolina Mart meint:
Aber,.....lieber Herr Gumpert,-verstehen Sie denn keinen kleinen Scherz zu Halloween?

Das war doch nicht böse gemeint!

Viele Grüsse
I.M.

Veröffentlicht am 31.10.2012, 19:04:57 GMT+1
Brasier meint:
Auf keinen Fall, das war mein PC mit seiner Vorschlagskorrektur,
der dies immer wieder versucht...
Nehmen sie es mir bitte nicht Übel, ich schreibe ihren Werten Namen
nun 100 mal zur Strafe....
und wünsche trotzdem schönen Abend
H.B.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.10.2012, 19:23:06 GMT+1
Na klar, weiß ich doch, dass das nicht böse gemeint war...
Und zu Halloween (das ich abscheulich finde) sei es ohnehin verziehen!
Schönen Gruselabend noch!

Veröffentlicht am 31.10.2012, 20:17:45 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 31.10.2012, 20:20:12 GMT+1
Brasier meint:
Nicht wegen Halloween, oder vielleicht doch,
di Regierung von der Plattenindustrie gekitzelt,
möchte das Leben.....von Komponisten um 70 Jahre verlängern.
Dabei sind geistige Leistungen in Form von Patenten
nur 20 Jahre geschützt ? Was für ein Widerspruch.
Brauchen die Parteien die das Gesetz gekocht haben
Unterstützung um ihre Sessel 2013 nicht Kalt werden zu lassen?
Es stimmt nicht das die Künstler wie interpreten davon profitieren
eher reiben sich die Verwerter, die oft den Künstlern mit
Knebelverträgen die Rechte abluchsen die Hände.
wie Denken unsere Mitschreiber darüber?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.11.2012, 00:30:35 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 01.11.2012, 04:43:18 GMT+1
Lieber Herr Brasier,
mit dem Thema Urheberrecht haben Sie ein großes Fass aufgemacht, das eigentlich ein rechtliches Spezialgebiet ist und in einer globalisierten Welt einen Fachmann erfordert, der das einschlägige internationale Privatrecht beherrscht. Ihre Aussage über die Lebensverlängerung eines Komponisten bezieht sich wohl darauf, dass das deutsche Urheberrecht 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers (§ 64 UrhG) und bei anonymen oder pseudonymen Werken 70 Jahre nach der Veröffentlichung (V§ 66 UrhG) erlischt. Das Recht ist vererblich. Es handelt sich meines Wissens nicht um ein geplantes neues Gesetzesvorhaben. Komplexer sind die mit dem Urheberpersönlichkeitsrecht verwobenen Rechte: Veröffentlichungsrecht, Recht auf Anerkennung der Urheberschaft und auf Verbot der Entstellung und Verwertungsrechte (Vervielfältigungs-, Verbreitungs-, Recht der öffentlichen Wiedergabe, Vortrags-, Aufführungs-, Vorführungs-, Sende- und Wiedergaberecht) mit weiteren Rechten auf Zugang zu Original- oder Vervielfältigungsstück. Der Musikschöpfer ist also gut beraten, nach Möglichkeit selbst einen guten anwaltlichen Experten ausfindig zu machen als sich auf den erfahrenen Fachmann des Musikverlags zu verlassen, jedenfalls befindet er sich dann auf der sicheren Seite. Ein unbekannte Autor, der erst noch aufgebaut werden muss, hat es im Hinblick auf Vorlaufkosten und Ausfallrisiko natürlich schwerer, einer Knebelung zu entgehen, als ein bekannter Künstler, der ggf. regelrecht umworben wird. Das Patentrecht mit einer Schutzfrist von 20 Jahren seit der Anmeldung beim Patentamt bezieht sich auf die zu prüfende Patentfähigkeit einer Erfindung, sonst kann sie nur als Gebrauchsmuster anerkannt werden. Hieraus dürfte sich ergeben, dass die Musikrechte Urheberrechte sind und die patentrechtliche Schutzfrist von 20 Jahren keine Anwendung findet. Es handelt sich aus meiner Sicht um eine Diskussion unter Experten eines Fachkollegs.

Viele Grüße
W.K.

Veröffentlicht am 01.11.2012, 09:10:21 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 01.11.2012, 09:12:48 GMT+1
Brasier meint:
Guten Morgen Herr Kaiser

Vielen Dank für ihre Rückmeldung

Als Rechtslaie ist mir die Komplexität der Sache Bewusst
selbst Rechte Vergeber, der über die Praktiken in der Praxis
über so manches erstaunte,
wollte ich nur indirekt auf den Zustand hinweisen,
das was interessiert,
nämlich Musik in Herstellung, Verbreitung bisher nach 50 Jahren Frei wurde,
sollen jetzt 70 Jahre gelten was bereits für die Rechte Ausschöpfung
nach dem Tod des Urhebers gilt.(was unbedarfte Erben entzückt)
Nach diesem neuen Paukenschlag können die Majors nun erneut für Aufnahmen
ab 1940 ihr gieriges Händchen aufhalten.
Die Nächsten Monate dürften für den Klassiksektor zu ungewöhnlichen
Preissteigerungen führen....
was Kenner wie Sammler
seufzend, wohlwollend auf ihre vollen Regale blicken lässt.
Man behauptet mit dieser Neureglung dass Musiker Länger davon profitieren würden
deswegen war meine "Lebensverlängerung" nur Ironisch gemeint.
Was Interpreten betrifft, gilt die gleiche Regel wie in der Literatur,
verdienen würden nur die Verlage die durch gute Rechtsabteilungen
ihre Knebelverträge zu ihren Gunsten Pflegen, Autoren umgehen.
Einige (Echte) Stars denen ich in meiner Karriere begegnete haben mir
so manche Schote erzählt....
viele grüsse
H.B.

PS. Könnte es eventuell auch mit der schmierigen Braunen Schwarte eines Östreichers
zusammenhängen, an dem Bayern bisher die Rechte besaß?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.11.2012, 10:09:29 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 01.11.2012, 10:46:46 GMT+1
Lieber Herr Brasier,
die 70-jährige Regelung gilt bereits seit mindestens 20 Jahren in Deutschland und ist territoriales Recht. Eine umfassende Beurteilung kann nur ein Experte vornehmen, der sich in der Rechtsvergleichung auskennt und vor allem das Welturheberrechtsabkommen beherrscht. Entsprechendes gilt für Kollisionsnormen nationalen Rechts mit internationalem Recht. Darauf hatte ich eingangs meines vorigen Beitrags bereits sinngemäß hingewiesen. Was Sie jetzt meinen, ist offenbar das Copyright, bei dem es sich um das anglo-amerikanische Urheberrecht handelt. Jedes Exemplar des Werkes, das hiernach geschützt werden soll, muss zum Erwerb des Urheberrechtes den sog. C-Vermerk mit Jahreszahl der ersten Veröffentlichung und den Namen des Berechtigten tragen (US-Copyright Law 1947).
Die Eintragung in das C-Register ist mit einer Schutzfrist von 28 Jahren verbunden, die um weitere 28 Jahre verlängert werden kann. Wie schon gesagt, ansonsten sollte besser der Experte fundiert sprechen.

Alles Gute und mit freundlichen Grüßen
W.K.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.11.2012, 13:51:03 GMT+1
[Vom Autor gelöscht am 15.03.2016, 10:13:15 GMT+1]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.11.2012, 14:39:49 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 01.11.2012, 15:01:04 GMT+1
Brasier meint:
genau dett hann ich och jemeint....
da reiben sich doch einige die Hände
und Naxos räumt schnell die Regale ab....
haben nämlich bei allen im Vertrauen geplündert...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.11.2012, 14:57:05 GMT+1
[Vom Autor gelöscht am 15.03.2016, 10:13:08 GMT+1]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.11.2012, 15:20:23 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 01.11.2012, 15:34:26 GMT+1
@ Jakob Balde,
vielen Dank für Ihre aufklärende Rückmeldung. Inzwischen habe ich auch einen entsprechenden Artikel gefunden, der von einer Rechtsanwältin Rafaela Wilde im Internet hinterlegt wurde. Die für die EU-Länder geplante Verlängerung der Schutzrechte für Tonaufnahmen um 20 Jahre wird, wie aus dem Artikel ersichtlich, wohl primär nur der Musikindustrie zugute kommen, weil die Künstler die Verwertungsrechte der Musikindustrie übertragen haben. Nur die Musikverlage, die mit einer Vermarktung untätig blieben, können zur Rechtsaufgabe gezwungen werden, so dass der Künstler einen anderer Vermarkter gegen Beteiligung suchen kann. Gleichwohl wird das letzte Wort noch nicht gesprochen und abzuwarten sein, wie ggf. der Europäische Gerichtshof entscheiden wird, sollte dieser angerufen werden, eventuell weil die Künstler nicht freiwillig wie bisher bis zum Ende der neuen Laufzeit von 70 Jahren beteiligt werden. Es können sich auch Fragen stellen wie: Spricht der einzelne Vertrag von einer Laufzeit von 50 Jahren oder von einer Laufzeit für die Dauer der Schutzfrist. Auch werden Rechtsänderungen in der Regel nur ex nunc und nicht mit rückwirkender Kraft (ex tunc) vorgenommen. Nehmen Firmen wie Naxos die Rückwirkung der Änderung einfach so hin? Wären rückwirkende Änderungen nach Belieben möglich, wäre die Rechtssicherheit gefährdet
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