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Schuberts Winterreise


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126-135 von 135 Diskussionsbeiträgen
Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.11.2010 10:13:47 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.11.2010 18:13:36 GMT+01:00
Unser „Oberlehrer“ der Liedgesangskunst, womit DFD von einer Illustrierten einmal scherzhaft bezeichnet wurde, scheint mit sich selbst im Widerstreit zu liegen. Warum so zahlreiche Interpretationen, wenn mit Blick aus der letzten Einspielung (wohl mit Murray Perahia bei Sony 1990) wenigstens eine der vorherigen Aufnahmen wirklich gelungen ist, oder liegt die Ursache in einer künstlerischen Ruhelosigkeit, immer wieder zu versuchen, noch eins draufzusetzen? Anstelle eines Livemitschnittes gefällt mir die in der Ruhe eines Studios entstandene Aufnahme mit Daniel Barenboim (1980) aufgrund des intimen Charakters ganz besonders. Aber so richtig begeistert bin ich eigentlich nicht. Aufgrund der Natürlichkeit des Ausdrucks und jugendlichen Temperaments sagt mir mehr noch die erste Aufnahme zu, die in Berlin am 19.1.1948 entstanden war (mit Klaus Billing / label Archipel) und ausgesprochen gut restauriert ist. Während mir die Aufnahme mit Hermann Reutter im Jahr 1952 klangtechnisch problematisch erscheint, kündet die Aufnahme mit Hertha Klust im Jahr 1953 von einer erheblichen Änderung im Interpretationsbemühen, nunmehr den Vortrag sinnlicher und veredelter zu gestalten.

Als Tenorfassung ist die von Herrn Friedgen favorisierte Aufnahme mit Peter Pears auch meinem Eindruck nach am überzeugendsten, obwohl die Stimme des Sängers bei expressivem bzw. deklamatorischem Vortrag leicht verwackelt erscheint (vielleicht liegt die Ursache aber nur im fremdsprachlichen Hintergrund). Ich hoffe, Herr Friedgen verübelt mir diesen nörglerischen Einwand nicht. Mich würde im Rahmen der Diskussion am meisten interessieren, ob eine Transkriptionsfassung für das Herzstück der deutschen Liedkultur die Spitze bilden könnte. Mir sind zwei Fassungen begegnet, und zwar zum einen die Fassung von Normann Forget (für Tenor, Akkordeon und Bläserquintett) mit dem Pentaedre Ensemble und Christoph Prégardien (mit achtbarer Sangesleistung) und zum andern die Fassung von Hans Zander mit dem Klangforum Wien unter Sylvian Cambreling (label Kairos). Die erste Fassung erscheint etwas schwerfällig, obwohl sie mit einer Stimme aus der Fachwelt als Meisterwerk begutachtet wurde, die zweite haut mich aber auch nicht vom Hocker. Gibt es Meinungen oder Alternativen dazu?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.11.2010 00:28:06 GMT+01:00
T. BERGMANN meint:
Hallo Herr Friedgen,

auch ich besitze die Aufnahme mit Peter Pears und Benjamin Britten. In der Tat ist sie eine hervorrangende Aufnahme. Ich gebe allerdings zu, dass mir Peter Pears an manchen Stellen in der "Winterreise" zu schön singt. Z.B. im "Lindenbaum" bei der Strophe "die kalten Winde bliesen...." fehlt mir die Not, in der der Erzähler steckt. Und die auch in der Musik Schuberts steckt.
Persönlich habe ich keine Referenzaufnahme. Gerne höre ich die Aufnahme mit Hans Hotter und Gerald Moore wie auch die Aufnahmen mit FiDi, die er mit Alfred Brendel und Daniel Barenboim eingespielt hat.
Herzliche Grüße
T.Bergmann

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.11.2010 22:50:36 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 29.01.2014 10:55:31 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 19.11.2010 21:29:42 GMT+01:00
Liebe Frau Mart,
natürlich hätte ich die Diskussion auch anders anfangen können...aber warum nicht so? Fi-Di's Aufnahme ist erstens von vielen geschätzt und immer wieder - nicht nur von Fachkritikern - als Vergleich herangezogen werden - und darf deshalb sicher bei einem Austausch über unterschiedliche Geschmäcker nicht fehlen. Im Übrigen spiegelt sie auch meinen persönlichen Geschmack wider. Dass es andere Aufnahmen, Perspektiven, Interpretationen, aber vor allem - Stimmen gibt, ist klar und darum geht es mir hier vor allem. Ich bin neugierig auf die vielen verschiedenen Meinungen. Dass man sich selten einig ist, haben wir hier doch gemerkt. Daher danke ich Ihnen für den Tipp von B. Mc Daniel, den ich nur als guten Evangelisten im W-Oratorium in Erinnerung habe.
Gegen Fi-Di spricht ja auch, dass er ein Bariton ist, Schubert aber - soweit ich mich erinnre - eine Tenorstimme vorgesehen hatte. Wie schade, dass Fritz Wunderlich keine Aufnahme hinterlassen hat.

Zu ihrer Frage - Winterreise von einer Frauenstimme - möchte ich bemerken, dass ich meiner Vorrednerin zustimmen muss. Ich habe eine Aufnahme von Brigitte Faßbender gehört und die Widersprüche aus dem Text sind schon erheblich. Es klingt einfach nicht stimmig. Dies soll jedoch kein Dogma sein, sondern lediglich eine persönliche Meinung.
MfG

Veröffentlicht am 19.11.2010 21:19:47 GMT+01:00
M. Schulte meint:
Winterreise
Hallo Herr Busch,
die Aufnahme der Winterreise, die mir am meisten ans Herz gewachsen ist, ist die mit Christophe Prégardien und Andreas Staier. Wunderbar empfindlich (allein der Anfang!), gefühlvoll, ergreifend, aber auch hart wo es sein muss (z.B. in Einsamkeit). Hat mich seinerzeit selbst dazu inspiriert mal Gesangsunterricht zu nehmen (ich habe es leider natürlich nicht so toll hinbekommen).
Viele Grüße
Michael Schulte

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.11.2010 19:58:01 GMT+01:00
Ariadne Simon meint:
Liebe Frau Mart, ich bin der Meinung, dass gerade Die Winterreise schon allein vom Text her nicht von einer Frau gesungen werden sollte. Ich denke, dass Schubert diesen Liederzyklus für eine Männerstimme geschrieben hat. Mir gefällt er am besten, wenn er von tiefen Stimmen gesungen wird, ein Sopran ist für meinen Geschmack dafür nicht geeignet.
Ich habe die Winterreise einmal mit Herrmann Prey gehört und er gefiel mir besser, als Fischer-Dieskau. Mir hat Fischer-Dieskau immer besser in Opernpartien gefallen, diese entsprechen seiner Stimme mehr. Am besten gefällt mir die Einspielung von Thomas Hampson, denn seine weiche, biegsame Stimme entspricht am besten der Musik von Schubert.
Aber, wie gesagt, dieser Zyklus von einer Frauenstimme gesungen, das kann ich mir einfach nicht vorstellen.
Viele Grüße
Ariadne Simon

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.11.2010 19:11:22 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.11.2010 19:58:47 GMT+01:00
Isolina Mart meint:
Guten Abend,liebe Leute,

.......zunächst hätte ich gerne eine Frage geklärt: Wer bestimmt,was eine Referenzaufnahme ist? Sind das erlesene Kritiker,-ist es das Publikum oder die Verkaufszahlen einer Aufnahme? Und dies bleibt dann auf ewig so bestehen,wie im Falle von Fi-Di? Nichts Neues kann seinen Aufnahmen das Wasser reichen? Nichts gegen Fischer-Dieskau,wirklich,- überhaupt nicht,-bin auch ein Fan von ihm! Ich weiss,dass er für viele das Mass aller Dinge ist,so hätten Sie,lieber Herr Busch diese Diskussion nicht zu eröffnen brauchen!

Jeder Sänger,der sich an diesen komplexen Lieder-Zyklus wagt,bringt auch seine Persönlichkeit und Sicht auf das Werk mit ein,was sehr spannend ist,-denn diese Sicht kann sich im Laufe der Jahre auch ändern,-in solchen romantischen Zeiten,-die den Text nachvollziebar machen,leben wir nicht mehr!.

Von den älteren Aufnahmen überzeugt mich ungemein der amerikanische Bariton Barry McDaniel. Diese Aufnahme ist von 1972,begleitet wird er von Aribert Reimann,-eine wunderbare,ganz aussergewöhnliche Aufnahme der "Winterreise". Die wenigsten von Ihnen werden sie kennen.

Von den jüngeren Sängern gefällt mir Thomas Hampson am besten. Wie ich hier im Forum an anderer Stelle bereits erwähnt habe,erlebte ich ihn mit diesem Zyklus in einem Konzert. Da kommt natürlich noch das Live-Erlebnis dazu,-aber ergreifender,lebendiger,-nachvollziehbarer habe ich die "Winterreise" nie wieder gehört.

Was sagen Sie denn dazu,dass die Sopranistin Christine Schäfer ebenfalls die "Winterreise" eingespielt hat? Darüber lohnt es sich zu debattieren,-ob eine Frauenstimme dies singen sollte?!
Ihre Meinung würde mich sehr interessieren!

Viele Grüsse
I.M.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.11.2010 16:19:55 GMT+01:00
Lieber Herr Stremmel,
ich beziehe mich auf die bei der Deutschen Grammophon erschienenen Einspielung aus den frühen 70iger Jahren. Die Emi-Aufnahme von beiden kenne ich nicht. Fi-Di hat sie später auch mit Alfred Brendel neu aufgenommen - eine interessante Aufnahme mit einem eigenständigerem Klavierpart. Jedoch ist Fi-Di hier nicht mehr ganz auf der Höhe seiner Stimme - so glaube ich mich zu erinnern.
MfG

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.11.2010 20:38:56 GMT+01:00
Lieber Herr Busch,
zunächst müssten Sie uns mitteilen, welche Aufnahme mit Moore Sie meinen, es gibt da mehrere, außerdem hat Fi-Di den Zyklus mit einer Anzahl weiterer Pianisten eingespielt.
Gruß
B.Stremmel

Ersteintrag: 18.11.2010 18:34:43 GMT+01:00
Tatsächlich gibt es noch gewichtige Werke, über die hier nicht diskutiert wurde...
Von Schuberts Winterreise gilt Dietrich Fischer-Dieskaus Aufnahme mit Gerald Moore als Referenz-Aufnahme und ich muss gestehen, ich komme fast immer auf sie zurück, obwohl es doch so viele gibt - gerade neuere Einspielungen.
Wie geht es Ihnen? DiFiDie oder doch eine andere?
Ich freue mich auf ihre Meinungen und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Christian Busch
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Erster Beitrag:  18.11.2010
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