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Rudolf Schock


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76-100 von 943 Diskussionsbeiträgen
Veröffentlicht am 26.01.2012, 10:26:32 GMT+1
Brasier meint:
Die Qualität eines Forums
macht die Unterschiedliche Meinung
seiner sicher auch so Unterschiedlicher
Besucher aus.

Wo das einzelne Mitglied
seine persönlichen Erlebnisse und Gefühle
anderen mitteilt.

Dies regt zur Überlegung an, bereichert
wobei jedes auch ein Recht sich zu Irren besitzt.

Irrtümer mit das schönste sind, wenn mann
sie selber bemerkt, dann den Charakter festigen!

Über die Meinung anderer Nachzudenken
oft den Horizont erweitert.

Sonst nützt kein Forum, wird Nutzlos.

Nachprüfbares, sich oft als Felsenfestes
darstellt,
wenn dann dieses als Beleidigend
dargestellt wird, weil mann sich selbst
fast Religiös,
in die Vorstellung tief Orthodoxer
Sichtweisen über ein Thema begibt.

in eine eigene Falle gerät
die Verblendet.

Ich denke, (Nicht glaube- das ist was anderes)
Niemand, will einem Anderen,
Wehtun, weil er dessen Meinung nicht teilt.
Aber - Bitte - er darf doch
dies Tun?

Nachdenken, über was Dritte sagen,
Hilft doch eher, das eigene Gefühl in sichere Bahnen
zu lenken, ohne seine Präferenzen aufgeben zu müssen.

Ich wünsche guten Tag
H.B.

Veröffentlicht am 26.01.2012, 11:52:46 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 04.10.2012, 11:16:54 GMT+2
K.H. Friedgen meint:
Lieber Herr Kaiser,

es war und ist nicht meine Absicht, weitere Beiträge zu Rudolf Schocks sängerischer Hinterlassenschaft zu liefern. Ich finde, dass dazu alles gesagt ist, sowohl aus zustimmender als auch aus kritischer Sicht. Ihr Plädoyer für freie Meinungsäußerung möchte ich aber nicht unbeantwortet lassen und bedanke mich dafür.
Ich gestatte mir aber noch ein paar persönliche Anmerkungen: Wenn der "arme Jonathan" richtig hingeschaut hätte, so wäre ihm nicht entgangen, dass mein "glücklich" gelöschter Eintrag vom 24.1. ganze 19 Sekunden zu sehen war. Der Grund war, dass er gar nicht dorthin gehörte, deshalb die schnelle Löschung! Ich habe meinem Schlusswort vom 14.1. nichts hinzuzufügen.
Sinn und Zweck eines Forums kann es doch nur sein, dass jeder seine Meinung zum Thema sagen kann und sagen darf. Wenn ich nach Jonathans Auffassung in meinen Beiträgen Gift verspritzt habe, so haben die Anhänger des Sängers mit Weihrauch nicht gespart. Wer sich die Devise "allen wohl und niemand weh" zu eigen macht, hat überhaupt keine Meinung, und dieses Forum wäre nicht nur reine Zeitverschwendung, wie mir der arme Jonathan unterstellt, sondern längst an Langeweile eingegangen.
Ich traue mir gar nicht so viel Überredungskunst zu, die Freunde Rudolf Schocks überzeugen zu können, dass sie einem falschen Idol nachtrauern. Warum sollte ich dem armen Jonathan die Freude nehmen wollen, "Tiefland 1963" oder "Freischütz 1967" zu mögen und sich daran zu erfreuen? Des einen Spatz ist des anderen Nachtigall, und das ist auch gut so.
Es wäre nur hilfreich gewesen, wenn er vor seinem Beitrag etwas sorgfältiger recherchiert hätte. Dann wäre ihm nicht entgangen, dass Wunderlich in den 50er Jahren noch gelebt hat, er starb im September 1966. Meine Beiträge vom 17. und 21.11.2011 waren eher als Gegengewicht zu den überschwenglichen Lobgesängen Finn Jägers und Claustros gedacht, die mir zu kritiklos die sängerischen Leistungen Schocks priesen und seine unüberhörbaren Schwächen - auch und vor allem im Vergleich zu Tenören, die im gleichen Zeitraum sowohl im deutschen Sprachraum als auch international tätig waren - mit keinem Wort erwähnten.
Es waren keineswegs "die Holländer", die ihn als "Meister des Gesangs" bewunderten, sondern allenfalls die 2000 Zuhörer, die der große Saal des Amsterdamer Concertgebouw fasst, genauso wenig wie es "die Holländer" sind, die in André Rieus Darbietungen die Quintessenz klassischer Orchestermusik bewundern. Zu schreiben, ich würde "die wirklich hervorragenden Aufnahmen" nicht kennen, ist eine weitere Behauptung, für die der arme Jonathan (sollte der Name etwa Programm sein?) jeden Beweis schuldig bleibt. In meiner CD-Sammlung befinden sich vier Schock-Recitals aus den Jahren 1947-1960, also seinen "besten Jahren", sowie sämtliche Electrola-Querschnitte aus diesem Zeitraum bis in die frühe Stereo-Ära, und das sind nicht wenige, dazu die Gesamtaufnahmen von Freischütz (1958, Keilberth), Fidelio (1953, Furtwängler) und Ariadne (1954, Karajan), abgesehen von einer umfangreichen LP-Sammlung, in der Schock reichhaltig vertreten ist.
Eine Aufnahme möchte ich aber nicht unerwähnt lassen, es ist die "Così fan tutte", eine Rundfunkproduktion des NDR von 1953 unter Hans Schmidt-Isserstedt, in der Rudolf Schock einen hervorragenden Ferrando singt, da ist er über sich selbst hinausgewachsen, wenn er auch m.E. nicht an Léopold Simoneau oder Alfredo Kraus heranreicht. Doch in dieser kaum bekannten Aufnahme hatte er eine Sternstunde!
Doch wie schon eingangs gesagt, möchte ich die Diskussion über Rudolf Schock nicht neu beleben, - ich habe meine ganz persönliche Meinung gesagt, die niemand teilen soll oder gar muss.
In einem gebe ich dem armen Jonathan recht: Niemand zwingt mich Rudolf Schock zu mögen, doch im Umkehrschluss zwingt ihn niemand, meine Forumsbeiträge oder CD-Kritiken zu lesen, geschweige denn sie sich zu eigen zu machen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.01.2012, 18:24:06 GMT+1
Ihrem Beitrag über den Tenor Rudolf Schock kann ich nur aus voller Überzeugung beipfichten. Diese besondere Stimme, deren Timbre oder die zarte Höhe niemand vergißt, macht diesen Sänger so herausragend, dass die Deutschen auf ihn stolz sein sollten. Ewige Neider und Kritiker (z.B. Kaiser) werden daran auch nichts ändern können. Alle von diesen genannten Supertenöre habe ich in meiner Sammlung, aber nur Rudolf Schock wird täglich aufgelegt. Zu seinem 100. Geburtstag 2015 möchte ich ein Erinnerungsbuch herausgeben sowie ein Rudolf Schock Museum gründen, damit diesem Sänger endlich die Ehre zuteil wird, die er schon lange verdient hat. Günter 0. Tel 01718868928

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.01.2012, 18:32:19 GMT+1
Bei Ihrer Kritik vergessen Sie den besonderen Klang dieser Stimme, die keiner der von Ihnen zitierten Tenöre erreicht hat. Durch sie ist Rudolf Schock zum Star geworden, der auch heute noch wie zu seinen Lebzeiten verehrt wird. Günter 0. 01718868928

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.01.2012, 18:37:53 GMT+1
Auch Ihnen erlaube ich mir zuzustimmen. Die Schönheit dieser Stimme und der wahrhaftige Ausdruck machen diesen Sänger zu einer Ausnahmeerscheinung, der auch 25 JAHRE NACH SEINEM Tode seinen Verehrerkreis be halten hat.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.01.2012, 18:44:59 GMT+1
Brasier meint:
Betrifft Museum :

Vergessen sie Bitte
den Platz für Kränze nicht....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.01.2012, 18:47:34 GMT+1
Es ist sehr schön, wie Sie das Besondere der Stimme von Rudolf Schock herausgearbeitet haben. Diese Stimme und sein natürlicher Ausdruck haben dazu geführt, dass auch heute noch seine Verehrerschar ungebrochen ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.01.2012, 18:54:42 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 29.01.2012, 18:57:23 GMT+1
Kiri meint:
Ach,tut das gut,Liederabende mit Ivan Eröd erwähnt zu finden!! Für einen solchen Liederabend wurde ich einmal als "Umblätterin" engagiert--der Direktor des Konservaoriums sagte damals zu mir,daß er hoffe,ich würde genügend Schmerzensgeld für diesen Abend bekommen.Überhaupt fand er es witzig, mit besonderer Betonung zu sagen "ich bin SCHOCK-iert"--so das Ansehen des Sängers Rudolf Schock in den sechziger Jahren bei den sog. seriösen Musikern. Ich ging also mit vielen Vorurteilen belastet damals zu diesem Liederabend- es war Winter,bitter kalt, und in der Konzerthalle war die Heizung ausgefallen. Ich im ärmellosen "kleinen Schwarzen" fror erbärmlich,das war aber sofort vergessen,weil dieser Liederabend einfach umwerfend war!!Nie wieder habe ich mich nach diesem Erlebnis an Lästereien über Rudolf Schock beteiligt- er hatte mich einfach überzeugt!!! Übrigens war er mir armen,unbekanntem Würstchen gegenüber ausgesprochen freundlich- er bat darum, die Konzertpause zu verkürzen,"weil die junge Dame so friert".Also,ich war nicht "schockiert " sondern einfach restlos begeistert- und das soll schon etwas heißen bei einer (damals) jungen Wilden,die fest davon überzeugt war, hier einem Schnulzensänger zu begegnen ! Leider,leider sind diese Liedaufnahmen wohl verschollen!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.01.2012, 19:00:38 GMT+1
Kiri meint:
Ach,tut das gut,Liederabende mit Ivan Eröd erwähnt zu finden!! Für einen solchen Liederabend wurde ich einmal als "Umblätterin" engagiert--der Direktor des Konservaoriums sagte damals zu mir,daß er hoffe,ich würde genügend Schmerzensgeld für diesen Abend bekommen.Überhaupt fand er es witzig, mit besonderer Betonung zu sagen "ich bin SCHOCK-iert"--so das Ansehen des Sängers Rudolf Schock in den sechziger Jahren bei den sog. seriösen Musikern. Ich ging also mit vielen Vorurteilen belastet damals zu diesem Liederabend- es war Winter,bitter kalt, und in der Konzerthalle war die Heizung ausgefallen. Ich im ärmellosen "kleinen Schwarzen" fror erbärmlich,das war aber sofort vergessen,weil dieser Liederabend einfach umwerfend war!!Nie wieder habe ich mich nach diesem Erlebnis an Lästereien über Rudolf Schock beteiligt- er hatte mich einfach überzeugt!!! Übrigens war er mir armen,unbekanntem Würstchen gegenüber ausgesprochen freundlich- er bat darum, die Konzertpause zu verkürzen,"weil die junge Dame so friert".Also,ich war nicht "schockiert " sondern einfach restlos begeistert- und das soll schon etwas heißen bei einer (damals) jungen Wilden,die fest davon überzeugt war, hier einem Schnulzensänger zu begegnen ! Leider,leider sind diese Liedaufnahmen wohl verschollen!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.01.2012, 19:08:59 GMT+1
Zum Glück sind auch diese Liedaufnahmen mit Ivan Eröd aufgezeichnet worden und wesen sicher noch auf CD herausgebracht. Ich selbst habe Rudolf Schock in der Hamburger Musikhalle in der Winterreise erlebt. Die Begeisterung war grenzenlos und machte auch mich zu einem Verehrer dieser schönen Stimme.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.08.2012, 22:55:34 GMT+2
Günter Rudolf möchte nochmals auf Rudolf Schock als klassischer Liedersänger eingehen. Seine "Schöne Müllerin" von 1958 mit Gerald Moore als Begleiter zeigt auf, warum dieser Sänger bis heute seine ungebrochene Verehrergemeinde hat. Er singt mit seiner einmaligen Stimme ausdrucksvoll und natürlich, wie es selbst seine Zuhörer empfinden können. Es ist der junge, verliebte und traurige Müllersbursche, der seinen schweren Weg ohne Erfüllung fortsetzt. So hätte es auch Franz Schubert gewollt, in dieser Art seine Lieder zu singen. Vergleiche mit Peter Anders, Fritz Wunderlich, Dietrich-Fischer-Dieskau zeigen Rudolf Schock wiederum vor diesen Sängern, am ehesten erreicht ihn noch Hermann Prey. So sollten weitere Liedaufnahmen auf CD herausgebracht werden, u.a.auch "Die Winterreise", die Rudolf Schock sowohl bei Eurodisc aber auch noch bei EMI (dort bisher unveröffentlicht) aufgenommen hat. Günter 0horn

Veröffentlicht am 30.08.2012, 00:56:27 GMT+2
Brasier meint:
Dann doch lieber Forelle in Blau.....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.09.2012, 09:36:26 GMT+2
Hören Sie bitte auf mit diesen dummen Bemerkungen, Sie zeigen damit Ihre Unkenntnis über schöne Stimmen und die Gründe, warum Rudolf Schock bis heute der beliebteste und volkstümlichste klassische Sänger im deutswchsprachigen Raum geblieben ist. Noch in seinem letzten Konzert drei Tage vor seinem Ableben hat er seine Verehrer und Zuhörer in Begeisterung versetzt, ausgehend von 0per, 0perette, klassischem Lied und dem Volkslied. In allen diesen Bereichen war er ein Meistersänger, der mit seiner gesamten Persönlichkeit den Menschen Freude bereitet hat.

Veröffentlicht am 01.09.2012, 10:09:38 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 01.09.2012, 10:27:03 GMT+2
Brasier meint:
Lieber Herr Rudolf
Das sie Schock verehren ehrt Sie, sei respektiert,
ihre Meldungen ebenso, genau wie allgemeine Kritik
daran.
sie sollten aber bitte nicht vergessen das dieses Thema
bereits in seiner Breite Höhe und Tiefe ausdiskutiert
wurde. Man Schock, als solchen kennt......!
es sicher andere Künstler gibt die ebenso
ihren Sockel verdient haben.....
ich denke zum Beispiel an Joseph Schmidt,
Maria Cebotari, Helge Rosvaenge, Anheisser
und viele die ebenso
unsere fürsorgliches Andenken verdienten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.09.2012, 11:43:30 GMT+2
[Vom Autor gelöscht am 03.09.2012, 09:51:17 GMT+2]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.09.2012, 22:04:02 GMT+2
Auch diese zitierten Künstler verehre ich wegen der besonderen Stimmen und der großen Verehrerschar. Aber Rudolf Schock ist etwas ganz Einzigartiges, seine Stimme verbunden mit der Person und seiner Ausdruckskraft hat die Menschen tief ins Herz getroffen. Bereits im klassischen Gesang haben seine Kollegen ihn gelobt, z.B. Erna Berger während eines Duettes mit ihm "Das haben Sie aber schön gesungen oder andere Partner, die seine Stimme oder Darstellung bewundert haben. Dazu kamen dann seine Filme, die ihn berühmt und volkstümlich gemacht haben. So wurde er zu einem Star, der bis heute unvergessen ist und immer noch gewünscht wird. Deutschland sollte stolz darauf sein, diesen Künstler gehabt zu haben, statt aus Neid oder anderen Gründen an ihm herumzukritisieren.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.09.2012, 10:57:09 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 10.09.2012, 18:18:49 GMT+2
K.H. Friedgen meint:
Hallo Herr Rudolf,

wenn Sie in "Sachen Schock" hier weiterhin so insistieren, sollten Sie sich über angebliche "dumme Bemerkungen" anderer Teilnehmer nicht wundern! Es will Ihnen doch niemand Ihre Bewunderung für Rudolf Schock nehmen, aber es ist kontraproduktiv, wenn Sie derart penetrant versuchen, auch andere mit Ihrer Begeisterung anzustecken.
Ich denke, dass zu Rudolf Schocks Qualitäten und Schwächen, wobei letztere eindeutig weit überwiegen, alles gesagt ist. Schock war ein respektabler Sänger für Spieloper, Operette und Volkslied, mit einer kleinen, in der Höhe angestrengt klingenden Stimme. Niemals hat er auch nur annähernd an Kollegen wie Peter Anders, Josef Traxel, Anton Dermota oder Fritz Wunderlich heranreichen können, und im italienischen Fach sind seine Beiträge nicht mehr als provinziell und keinerlei Konkurrenz für Björling, Bergonzi, Gedda, Tagliavini, del Monaco oder Domingo. Über seine Leistungen auf dem Gebiet des Kunstliedes breitet man besser den Mantel des Schweigens.
"Etwas ganz Einzigartiges" bietet Rudolf Schock mit seinen späten Aufnahmen bei Eurodisc (ab ca. 1963): Da müsste es fürs Abhören eigentlich Schmerzensgeld geben.

Veröffentlicht am 10.09.2012, 14:32:44 GMT+2
Brasier meint:
Deswegen werden von den Firmen auch keine CDs mehr gepresst,
wegen der teuren Auszahlungsgefahr...!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.09.2012, 17:55:59 GMT+2
Lieber Herr Friedgen,
da versuche ich doch mal, gerecht zu sein:
Ähnlich wie der Herr Rudolf mit den Qualitäten des Herrn Schock missioniert, so machen Sie das mit der Zweitklassifizierung dieses Sängers.
Lassen wir's doch einfach wie es scheint: Der Herr Rudolf himmelt seinen Rudolf als unvergleichlichen Sänger an und der Herr Friedgen mag ihn eigentlich nicht wirklich und hätte ab 1963 gerne Schmerzensgeld fürs Hören seiner Stimme kassiert. So ist das eben und kann auch gerne so bleiben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.09.2012, 18:17:18 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 10.09.2012, 18:25:14 GMT+2
K.H. Friedgen meint:
Lieber Herr Gumpert,

es freut mich, dass Sie versuchen, gerecht zu sein. Zur Gerechtigkeit gehört aber auch, dass Herr Rudolf das Thema "Rudolf Schock" auf enervierende Weise hier zu Tode reitet. Längst sind alle Pro- und Contra-Argumente ausgetauscht worden, warum muss denn immer wieder versucht werden, aus Schock einen Caruso zu machen, der er nun mal nicht war, und auch nicht wird, genauso wenig, wie man aus einem Spatz eine Nachtigall machen kann.
Ich hätte mich gar nicht mehr geäußert, aber wenn hier "Vergleiche" aufgestellt werden, wo es nichts zu vergleichen gibt, und dann auch noch Sänger wie Fritz Wunderlich, Peter Anders und Dietrich Fischer-Dieskau (!) gegenüber Schock deklassiert werden, so reizt mich das zum Widerspruch. Ein solch absurder Vergleich hat nichts mit seriöser Musikkritik zu tun, sondern ist ganz einfach "Heldenverehrung", aus welchen Gründen auch immer. Wer so urteilt, dessen Gehör muss einen irreparablen Schaden erlitten haben. Es mag ja sein, dass Erna Berger den Satz "das haben sie aber schön gesungen" gesagt hat. In meinen Ohren klingt das eher ein wenig herablassend. Das berühmte Liebesduett aus "Madame Butterfly", von der damals 56jährigen Erna Berger bezaubernd gesungen, leidet geradezu unter Schocks undifferenziertem Vortrag. Wie sehr wünscht man sich da Peter Anders als Partner herbei, der es ein Jahr früher mit Sena Jurinac unvergleichlich schön gesungen hat!

In einem gebe ich Herrn Rudolf recht: Schock ist wirklich "der junge, verliebte und traurige Müllerbursche, der seinen schweren Weg ohne Erfüllung fortsetzt". Bei Ernst Haefliger, Peter Pears oder Fritz Wunderlich finde ich die Erfüllung, die ich bei Rudolf Schock vergeblich suche!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.09.2012, 17:30:33 GMT+2
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.09.2012, 17:41:13 GMT+2
Die schöne Müllerin singt Rudolf Schock so, wie es ein Franz Schubert für gut befunden hätte. Das gelingt Wunderlich oder Haeflinger nicht, die mit wackliger Stimme versuchen, diesen volkstümlichen Kunstliedern ihren besonderen Stempel aufzudrücken. Das hat Rudolf Schock mit seiner einzigartigen Stimme (Der beste Bacchus, wahrhaftiger Hoffmann und Max, ein gefeiereter Stolzing) niemals nötig gehabt, weil er auch mit seiner ganzen Persönlichkeit jede Rolle gelebt hat.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.09.2012, 21:11:27 GMT+2
K.H. Friedgen meint:
Hallo Herr Rudolf,

ich habe fast den Eindruck, dass Sie unter einer Art von "Verfolgungswahn" leiden, denn ich sehe hier weit und breit niemanden, der Ihnen die Verehrung, die Sie für Rudolf Schock hegen, nehmen möchte! Welchen Grund sollte ich haben, Ihnen die Freude zu nehmen, von morgens bis abends Rudolf Schock zuzuhören, und seinen Vortrag der "Schönen Müllerin" großartig zu finden? Was mich stört, ist der geradezu missionarische Eifer, mit dem Sie hier den Gegenstand Ihrer Verehrung in den Himmel heben und Rudolf Schock mit einer Gloriole umgeben, die ihm nach objektiven Maßstäben nicht gebührt, und dabei Behauptungen aufstellen, die keiner sachlichen Betrachtung standhalten.

Wenn Sie hier die Prämisse aufstellen "das gelingt Wunderlich oder Haefliger (ohne "n"!) nicht, die mit wackliger Stimme versuchen, diesen volkstümlichen Kunstliedern ihren besonderen Stempel aufzudrücken", so lässt mich das nicht nur an Ihren Ohren, sondern auch an Ihrer Urteilsfähigkeit (ver)zweifeln. Aber damit nicht genug: Sie wissen sogar, dass "die schöne Müllerin Rudolf Schock so singt, wie es ein Franz Schubert für gut befunden hätte". Offensichtlich verfügen Sie über einen heißen Draht ins Jenseits ......

Und was, bitte schön, hat der Popularitätsgrad eines Künstlers mit seinen wirklichen Leistungen zu tun? Dirigiert etwa ein André Rieu einen
Walzer von Johann Strauß besser, weil er dem breiten Publikum bekannter ist als Herbert von Karajan oder Carlos Kleiber?

Sind Sänger wie Domingo, Wunderlich oder Fischer-Dieskau wirklich nur "noch einem Fachpublikum bekannt"?
Ich habe nicht den geringsten Grund, "diesen beliebten Sänger schlechtzumachen". Das würde mir auch gar nicht gelingen, denn ich bin fest überzeugt, dass kaum jemand "seiner Fans aus Österreich, Holland, Schweiz u.a." oder aus Deutschland in diesem Forum mitliest.
Wenn Sie aber hier laufend mit dem Weihrauchfass schwenken, so muss es gestattet sein darauf aufmerksam zu machen, dass es vor, während und nach Schocks Zeit Tenöre gegeben hat, denen er - Bekanntheitsgrad hin oder her - in keiner Weise das Wasser reichen konnte.
Kein namhafter CD-Führer, ob von Ulrich Schreiber, Joachim Kaiser oder Jürgen Kesting herausgegeben, oder der berühmte "Penguin Guide" erwähnt den Namen "Schock" unter den Kunstliedern mit einem einzigen Wort, und was speziell die "Müllerin" angeht, so schreibt FonoForum in seinem Klassik-Führer 1996: " .... der ideale Interpret von Schuberts für den Sänger schwierigstem Liederzyklus bleibt Fritz Wunderlich, gerade wegen seiner unkomplizierten, aber zugleich höchst plastischen Vortragsweise, die der Mentalität des fiktiven Burschen, der hier von sich und seinem Liebesunglück erzählt, gerade in ihrer Schlichtheit voll und ganz entspricht." Noch enthusiastischer äußert sich Münchens Kritiker-Papst Joachim Kaiser in "100 Meisterwerke der Musik".

Ihre Verehrung für Rudolf Schock in allen Ehren, Herr Rudolf, aber bleiben sie bitte sachlich!!

Veröffentlicht am 11.09.2012, 22:37:37 GMT+2
Peter Rieger meint:
"Volkstümliche Kunstlieder". Das ist im Zusammenhang mit der "Schönen Müllerin" so absurd, dass man - fast - darüber lachen kann.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.09.2012, 22:43:42 GMT+2
[Vom Autor gelöscht am 13.09.2012, 13:24:19 GMT+2]
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Erster Beitrag:  15.11.2011
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