Hier klicken MSS Hier klicken Jetzt informieren 30 Tage lang gratis testen Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Fire Shop Kindle AdelTawil longss17
Kunden diskutieren > fantasy Diskussionsforum

Leserunde MondSilberLicht


Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
26-50 von 278 Diskussionsbeiträgen
Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.03.2012, 13:26:05 GMT+1
Marah Woolf meint:
Hallo Maha, ist mir gar nicht aufgefallen :-). Tja, wann sagt man das? Sind die beiden im zweiten Teil soweit, diesen ultimativen Satz zu sagen? Ich sag ihn oft und gern zu meinem Mann, keine Ahnung, weshalb ich das in meinem Buch weggelassen habe. Da komme ich echt ins Grübeln. Aber mir ist schon aufgefallen, dass ich meine Figuren oft nicht so im Griff habe, die machen manchmal einfach was sie wollen. Ist womöglich nicht so professionell, aber ich bin lernfähig. Lg Marah

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.03.2012, 13:28:23 GMT+1
Marah Woolf meint:
Hallo Tante Li, ich finds schön, wenn meine Leser jubeln. :-)

Gern hätte ich aber auch neue Leser, die ein bisschen rummeckern. Auch wenn Kritikfähigkeit nicht meine größte Stärke ist. Aber ich will ja schließlich was aus der Veranstaltung hier für weitere Bücher mitnehmen. Mach doch einfach den Anfang. Lg Marah

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.03.2012, 13:31:44 GMT+1
Marah Woolf meint:
Hallo Dark Swan, ich bin gerade in de ultimativen Phase für den zweiten Teil und das ist echt anstrengend. Kann Dein Zeitproblem also nachvollziehen. Falls Du doch mal Zeit hast reinzuschauen würde ich mich freuen. Lg

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.03.2012, 16:41:10 GMT+1
Tante Li meint:
@ dark swan
Na dann wünsche ich Dir für Dein neues Manuskript viel Erfolg.
:-)
LG
Li

Veröffentlicht am 08.03.2012, 16:48:25 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 08.03.2012, 16:52:01 GMT+1
Amazon-Kunde meint:
Hallo Marah,
ich hab jetzt auch mal reingelesen und würde dir gerne, wie gewünscht, meine Eindrücke schildern. Ich bin noch nicht sehr weit, aber ich schreib das gleich auf, bevor ich es vergesse:
Also erst mal zum Format:
Manchmal setzt du die Absätze falsch, was schon sehr verwirren kann und daher auch aus dem Lesefluss reißt.
zB.:
Als ich öffnete, standen zwei Polizistinnen vor mir.
"Emma Tate?"
Ich nickte. "Können wir vielleicht hereinkommen?"

Da sieht es zuerst so aus, als würde Emma das "Können wir hereinkommen" sagen und nicht die Polizistinnen. Natürlich ergibt sich das dann aus dem Text, aber es stört schon das flüssige Lesen. Solche Dinge kommen häufiger vor.
Dann würde ich auch bei jedem Absatz einen Einzug machen, so wie es auch bei allen anderen Büchern gemacht wird. Das lässt sich viel besser lesen. (also das Manuskript erst mal als Normseiten formatieren und bei jeder neuen Zeile einen Einzug von 0,5 cm).

Jetzt zum Inhalt:
Also zu Twilight sehe ich NOCH keine Verbindung, eher zu Vampire Diaries (ich schau nur die Serie, kenne die Bücher nicht): Mutter stürzt mit Auto von Brücke und stirbt, die Freundin heißt noch dazu Jenna. Aber egal, das fiel nur mir auf, weil ich eben die Serie sehr gerne sehe. Das stört ja auch nicht.
Eher störte mich an den ganzen ersten Seiten, dass der Tod der Mutter und die weiteren Ereignisse einfach so aufgezählt werden. Zuerst passiert das, dann das, dann das, dann ging sie dahin, dann dahin. Es ist alles sehr lieblos und flach erzählt, als wolltest du nur schnell zur Haupthandlung kommen. Ich denke mir mal, Emma wird nach Schottland gehen (so weit bin ich noch nicht). Aber da würde ich einfach den ganzen Anfang streichen und gleich in Schottland anfangen und eben ein paar Sätze einbauen, wo erzählt wird, dass sie nach dem Autounfall ihrer Mutter alleine dastand, nicht ewig bei ihrer Freundin wohnen konnte und jetzt zum einzigen Verwandten geht. Ein paar Sätze würden die ganzen ersten Seiten umfassen - die sich auch eher langweilig lesen, eben wegen dieser Aufzählung der Ereignisse. Wenn du diese "Vorgeschichte" aber drinnen lassen willst, würde ich sie ausbauen, zu etwas Lebendigem machen, den Leser dabei sein lassen. Emma lebt eine zeitlang bei ihrer besten Freundin - es ist ihre BESTE FREUNDIN! Aber die lernt man nie kennen! Wieso nicht eine Szene einbauen, wo die beiden abends zusammen im Bett sitzen und über die Geschehnisse reden, irgendetwas, das Freundinnen nach so einer Tragödie eben tun. Oder eben auch die Eltern der Freundin ins Spiel bringen. Denn da passiert ja GAR NICHTS. Apropos Eltern: das heißt Mrs. Steward (sie ist ja verheiratet), nicht Ms. Steward.
So, ich lese jetzt mal weiter - ich denke ja, dass es in Schottland dann anders wird und du das alles dann etwas lebendiger gestaltest.
LG Sabrina

Veröffentlicht am 08.03.2012, 17:28:39 GMT+1
Amazon-Kunde meint:
So, bin ein bisschen weiter und da fallen schon ein paar sprachliche Defizite auf, zB die Wortwiederholungen oder unnötige Verwendung von Adjektiven:
Als das winzige FLUGZEUG landete, war es draußen stockfinster. Ich griff nach meinem Rucksack und wartete, bis die beiden anderen Passagiere das FLUGZEUG verlassen hatten. Erst als der Pilot fragend auf mich zukam, stand ich auf, zupfte mein Poloshirt zurecht, zog meine Jacke an und verließ das FLUGZEUG.

Auch würde ich nicht "winzig" als beschreibendes Adjektiv benutzen, weil "winzig" ist ja relativ und in diesem Fall absolut unnötig. Das sagt dem Leser genau gar nichts. Wieso schreibst du nicht: Die Propellermaschine oder so etwas in der Art? Wenn man dann erfährt, dass da nur 3 Passagiere drin waren, ist einem eh alles klar. Umschreib das doch irgendwie anders, auch bei anderen, ähnlichen Passagen.

LG

Veröffentlicht am 08.03.2012, 17:41:15 GMT+1
Marah Woolf meint:
Hallo Sabrina, danke für Dein Feedback. Also ich glaube, die Sache mit den Umbrüchen liegt am Kindleformat, dass ist mir an der ein oder anderen Stelle auch schon aufgefallen. Ich kontrolliere das aber noch mal in meinem Manuskript.
Für den Anfang bin ich schon öfter kritisiert wurden und ich habe auch schon versucht, ihn etwas umzuschreiben, ohne zu große Änderungen vorzunehmen. In der Planungsphase habe ich auch verschiedene Anfänge geschrieben (Emma auf dem Flug nach Schottland, Emma in Schottland, Emma mit ihrer Mutter, Emma nach dem Unfall usw.). Letztendlich habe ich mich für diesen Anfang entschieden, damit der Leser schnell einsteigen kann und, wie Du schon erkannt hast, die Haupthandlung schnell losgehen kann. Vielleicht würde ich das jetzt nochmal umschreiben, was bei einem E-Book ja möglich ist. Aber irgendwie finde ich das auch doof, ein Holzbuch wird ja auch nicht nochmal geändert. Aber vielleicht erwäge ich das, wenn der zweite Teil draußen ist. Danke jedenfalls für Deine Tipps. Lg Marah

Veröffentlicht am 08.03.2012, 19:40:03 GMT+1
Amazon-Kunde meint:
Hallo Marah, wie gesagt, es sind nur meine Eindrücke und Gedanken. Das heißt ja nicht, dass du was ändern musst. Ist ja letztlich deine Sache.
Sprachlich ist es aber doch noch sehr holprig und daher mühsam zu lesen. (für mich)
Beispiel zu den Adjektiven:
ZÖGERND lief ich die WACKLIGE Treppe hinunter, blieb stehen und atmete die KALTE, KLARE Luft ein.
Wir wissen schon, dass das Flugzeug nicht das beste ist. Wieso nicht "die Landetreppe, die scheinbar genauso wie das Flugzeug im letzten Jahrhundert hergestellt wurde" so irgendetwas auf die Art. Das bringt mich auch schon dazu, dass Emma überhaupt keine "Tonlage" hat. Es ist und bleibt farb- und leblos, eine Aneinanderreihung von Ereignissen, Dinge werden mit einfachen Adjektiven beschrieben oder gar nicht (wie der ganze Flugplatz). Emma ist überhaupt keine Persönlichkeit. Das "Zögernd" - wieso das denn? Das erschließt sich aus den vorherigen Sätzen überhaupt nicht, wieso keine Innenschau?
Aber noch bei den Adjektiven bleibend: "atmete die KALTE, KLARE Luft". Wieso nicht "die kalte Herbst/Winter/Morgen/Abend/Nachtluft";, da ersparst du dir ein Adjektiv und es gäbe uns schon einmal einen Hinweis auf das Wann. Man erfährt ja in dem ganzen "dann passiert das und das und sie geht dahin und dahin" rein gar nichts.
Und nochmal zu Emilys Leblosigkeit: Ihre Tante zB umarmt sie und dann steht: "Automatisch machte ich mich steif." Einfach so, nicht warum, wieso, weshalb. Wieso tut sie das? Wieso nicht ein, zwei Sätze zur Innenschau, damit man den Charakter wenigstens ein bisschen kennenlernt zB. "Automatisch machte ich mich steif. Ich konnte noch nie besonders gut mit Fremden" oder "seit der Beerdigung hatte ich die Schnauze voll von Umarmungen." Gib dem Leser doch irgendwas. Bring Leben in die Geschichte.

Mal schauen, ob ich noch weiterlese. Tut mir leid. Ich bin der Meinung, es war verfrüht mit der Veröffentlichung und du hättest in diversen Schreibforen sicher einige Tipps bekommen können, wie du etwas richtig Tolles aus dem Manuskript machen kannst.
Trotzdem Alles Gute.

Veröffentlicht am 08.03.2012, 19:41:59 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 08.03.2012, 20:20:58 GMT+1
dark swan meint:
@ sabrina

das sind wirklich sehr gute vorschläge zur straffung und verdichtung. wunderbar! - und anhand des geländerbeispiels zeigst du, wie man originalität in die sache bringen könnte - und das ist sehr wichtig, denn durch eine originelle beschreibung (und keine larifaribeschreibung, die man schon x-mal gelesen hat) wird ein text "eigen" und vor allem lebendig.

du zeigst ebenfalls gut, dass es wichtig ist, die RÄUME in texten zu beschreiben. wenn man das als autorin verpasst, bekommt ein text keine luft - er bleibt flach, und der leser huscht genauso durch wie die autorin.

@ marah

versuch, die RÄUME (innen- oder außenräume), die deine figur betritt, stets mit den sinnen zu beschreiben. (mindestens zwei, gern mehr). wenn wir sehen, riechen, schmecken, hören, fühlen, was auch die hauptfigur wahrnimmt, ÖFFNET sich der raum vor uns, und wir treten in eine echte atmosphäre ein. der raum wird quasi *aufgefaltet*, er wird sinn für sinn wahrnehmbar, schmeckbar, spürbar, wir erleben dasselbe, was die hauptfigur erlebt, hören das tropfen, riechen den morgendunst im schlafzimmer, fühlen das klebrige küchenlinoleum unter den füßen etc.
dadurch gewinnt ein text enorm an lebendigkeit und atmosphäre! und du musst dich dafür zwingen, auf details zu achten. auf SINNESdetails. außerdem kommst du so oft in der handlung voran, denn eine figur folgt oft ihrer wahrnehmung. wenn sie ein geräusch hört, geht sie dem nicht selten nach - und schon sind wir woanders. immer wenn ich beim schreiben nicht mehr vorankomme, kümmere ich mich um diese raumgestaltung. sie gibt einem text sogwirkung und sie zwingt einen, erst mal genau über die umgebung nachzudenken. meist stellt sich dann heraus, dass man eigentlich viel zu wenig über die umgebung weiß, sie die ganze zeit nur b e h a u p t e t hat. je stärker du dich aber in deinen räumen auskennst, umso sicherer wirst du dich darin bewegen.

adjektive möglichst meiden. sie sind nicht verkehrt, aber meist nur eine bequemlichkeit des autors/der autorin, eine stütze seiner oder ihrer "faulheit". oftmals hat man einfach nur nicht das richtige verb oder substantiv getroffen und stützt das falsche mit einem adjektiv, damit es nicht umfällt.
z.b.
großer hügel = berg
laut rufen = schreien

bedenke auch, dass adjektive wie steine im fluss sind - sie unterbrechen das fließen des texts, weil man kurz anhalten muss, um das jeweilige verb oder substantiv im kopf zu präzisieren. ein text fließt stärker, wenn er weniger "beladen" ist (die meisten adjektive sind nur ballast, nicht alle). schlanke texte haben oft eine hohe geschwindigkeit. eine adjektiv-diät tut im grunde jedem text gut.
wenn man sich sehr unsicher ist, was man rausnehmen kann und was nicht, kann man einfach mal die probe aufs exempel machen: einfach mal ALLE adjektive rausnehmen, denn dann stellt man fest, wo w i r k l i c h was fehlt. du wirst dich wundern, dass du nur an wenigen stellen das gefühl haben wirst, dass da was fehlt. oftmals tut das fehlende adjektiv dem entsprechenden satz sehr wohl und wo dann tatsächlich was fehlt, ist es oft nur das p r ä z i s e verb oder substantiv, und gar kein adjektiv. und an den wenigen stellen, wo adjektive wirklich hinsollten, da glänzen sie dann auch und sind das, was sie sind: ein besonderer schmuck.

auch ein weihnachtsbaum sollte nicht völlig überdeckt von lametta sein, sodass man sonst nichts mehr sieht. =)

Veröffentlicht am 08.03.2012, 20:11:21 GMT+1
Marah Woolf meint:
Hallo Sabrina, so Kiddies sind im Bett, jedenfalls fast :-). An den Adjektiven bin ich dran, aber vielleicht muss ich da noch mehr feilen. Die Gratwanderung zwischen zuviel und zuwenig Sagen beherrsche ich noch nicht so gut. Einerseits hat man selbst viele Bilder im Kopf, die man dem Leser zeigen will, andererseits, soll der Leser auch selbst Bilder entwickeln. Nicht leicht. Kennt jemand eine Software, die diese blöden Wortwiederholungen findet. Dreimal Flugzeug in einem Absatz, da kann ich nur selbst den Kopf schütteln. Lg

Veröffentlicht am 08.03.2012, 20:16:06 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 08.03.2012, 20:22:52 GMT+1
dark swan meint:
@ marah

arbeite nicht mit so einer software. ich sag dir das jetzt als lektorin, nicht als autorin. du nimmst dir dadurch das gehirn ab. es ist ein wichtiger schritt für dich auf dem weg zur autorin, dass du ein g e f ü h l für redundanzen entwickelst. das heißt, du musst das selbst erfassen. du musst s e h e n lernen, und den text innerlich h ö r e n. dafür brauchst du deine ganze aufmerksamkeit. (deine, nicht die einer software!)
eine software kann so etwas nämlich nicht, sie hat kein textgefühl. an manchen stellen sind wiederholungen z.b. sehr wichtig, weil sie die bedeutung vertiefen, an anderen stören sie. eine software arbeitet aber rein automatisch.
schreib selbst, schau aufmerksam. ich selbst überarbeite ca. 40 mal. da übersieht man die wiederholungen nicht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.03.2012, 20:17:11 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 08.03.2012, 20:19:21 GMT+1
Amazon-Kunde meint:
Zitat Marah: "Kennt jemand eine Software, die diese blöden Wortwiederholungen findet"

Da kann ich leider nur antworten: Dein sprachliches Gefühl, dein schriftstellerisches Talent, oder wie auch immer du es nennen magst. Beim Durchlesen - oder besser schon beim Schreiben - sollten dir solche Dinge auffallen.
Und wegen dem "zu viel" oder "zu wenig" sagen: Während des Schreibens bist DU Emma. Du siehst durch sie, du fühlst durch sie. DEINE Mutter ist gerade gestorben, DU gehst gerade über den Flugplatz, DU wirst umarmt. Als Autorin darfst du da kein dritter Erzähler sein, der erklärt, wohin Emma in dem und dem Moment geht - noch dazu, da du ja sogar in der Ich-Perspektive schreibst. Du darfst nicht die Autorin sein, du musst Emma sein. Wie dark swan schon sagte: schmecke, rieche, sehe, taste, was Emma fühlt. Der Rest ergibt sich dann von selbst. Du bist auf dem richtigen Weg.

Edit: Der dritte Erzähler zB erzählt, dass sich Emma bei der Umarmung versteift. EMMA würde sich aber in dem Moment etwas denken. Also achte auf die Innenschauen und blicke nicht nur von oben auf das Geschehen hinab.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.03.2012, 20:22:37 GMT+1
Marah Woolf meint:
@Sabrina, @Dark swan, das sind wirklich wichtige Tipps für mich. Gerade der Vergleich mit den Räumen, ich werde direkt mal versuchen, dass für ein Kapitel im zweiten Teil umzusetzen. Ob ich den Text mit weniger Adjektiven hinkriege muss ich sehen, dass erfordert sicher eine Menge Übung. Die Stelle mit der Gangway ist super. Nicht ganz so derselben Meinung bin ich in Bezug auf Emmas Verhalten. Ich habe versucht, mit ihren Reaktionen ihre Empfindungen zu zeigen (also das Beispiel: machte sich steif). Jeder von uns denke ich kennt die Situation, dass ein im Grunde fremder Mensch überschwenglich auf einen zukommt. Ich finde nicht, dass diese Reaktion eine weitere Beschreibung braucht. Trotzdem gebe ich Dir recht Sabrina, dass Emma etwas blass daher kommt. Ich finde aber, dass sie sich im Laufe der Handlung entwickelt. Vielleicht liegt es auch an der Ich-Perspektive, die es für mich schwierig gemacht hat, ihr Innenleben zu spiegeln, das geht in der dritten Person sicher besser. Würde mich freuen, wenn Du trotzdem weiterliest, Sabrina. Lg

Veröffentlicht am 08.03.2012, 20:27:23 GMT+1
dark swan meint:
@ marah

das sind alles immer nur vorschläge und empfehlungen. ich selbst nehme auch nicht alle empfehlungen meiner lektorin an, aber wichtig: versuch immer zu v e r s t e h e n, warum sie stolpert, warum hier also eine empfehlung gegeben wurde. das ist ja immer ein zeichen für eine textstolperstelle, eine schwäche - also eigentlich eine hilfe. manchmal finde ich meinen eigenen ausweg aus der schwäche, nehme nicht den der lektorin in anspruch, aber wichtig ist wirklich, nachzuvollziehen, was sie gemeint hat. das ist schon die halbe miete und hilft beim lernen. =)

ich selbst finde, die ich-perspektive ist viel schöner für unmittelbarkeit, innensicht und dichte am leser. die innensicht kannst du wunderbar hineinbringen durch einen minikurzen inneren monolog, durch gedanken, die durch den kopf ziehen, durch assoziation/erinnerung. das geht beim ich (in meinen augen) besser als bei der personalen perspektive.

Veröffentlicht am 08.03.2012, 20:36:29 GMT+1
Amazon-Kunde meint:
Ganz genau, das sind nur MEINE Empfindungen und eben Vorschläge. Bisher hab ich eben den Eindruck, immer nur als so eine Art "Gott" auf die Welt hinabzublicken und zu sehen, wie Emma die Treppe runtergeht, wie Emma sich versteift usw. Aber ich BIN nicht Emma, weil Emma nicht denkt, nicht fühlt und eben auch keine inneren Monologe da sind. Ich werd sicher noch weiterlesen, aber nicht mehr heute :-)
Bei mir stehen zwei Lektorate, zwei Manuskripte zum Schreiben und ein weiteres Buchprojekt an. Ich muss mal was arbeiten :-)

Veröffentlicht am 08.03.2012, 20:39:06 GMT+1
dark swan meint:
@ sabrina

frohes schaffen! ich kehre jetzt auch an den schreibtisch zurück. *seufz*

@ marah

wenn du konkrete fragen hast, frag. wir können auch mal an einem kleinen abschnitt etwas durchexerzieren, was dir schwerfällt, wenn du das möchtest.

liebe grüße in den abend!

ds

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.03.2012, 20:39:33 GMT+1
Netscha meint:
Hallo Marah,

Mit den Nebencharakteren meine ich zum einen Emma's beste Freundin und dren Eltern. Hier hätte ich gern ein wenig mehr "Fleisch um die Knochen". Will damit sagen, dass es schön wäre, wenn hier etwas mehr Geschichte gewesen wäre. Wie eng sind sie wirklich befreundet und wie ist das Verhältnis zu den Eltern. Schließlich nehmen die Emma ja so "mir nichts dir nichts" auf.

Dann fehlt mir auch ein wenig mehr "Fleisch" um die Figur von Calums "Freundin" an der Schule. Warum ist von Anfang an so abweisend zu Emma obwohl sie sich doch noch gar nicht kannten und das Verhältnis zu Calum ja auch noch keines war.

Auch hoffe ich im folgenden Band mehr über Bree(?) zu erfahren, weil ich sie als interessanten Charakter empfinde. Sorry muss noch mal ins Buch schauen. Ist schon wieder etwas her, dass ich es ausgelesen habe.

LG Netscha

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.03.2012, 20:40:25 GMT+1
Marah Woolf meint:
Das mit der Software sollte eigentlich lustig sein :-). Also ich versuche, das jetzt mit der Innenschau einmal. Wie gesagt, ich habe über den Beginn des Buches hin und hergegrübelt, wie ich die Handlung am besten starte, ohne mich darin zu verzetteln. Vielleicht war das nicht so glücklich. Aber ich wollte die Vorgeschichte auch ungern in der Rückblende erzählen, hab ich alles versucht. Unzählige Seiten sind da hin- und hergeflogen.
Ich wollte zwar Emma sein, aber auch wieder nicht so stark, dass nicht jede Leserin sich als Emma fühlen kann. Ich habe mal gelesen, dass die ich-Perspektive am schwersten zu schreiben ist. Vielleicht ist da was dran, mir kam es im ersten Moment nicht so vor. Werde wohl noch ein bisschen an meiner Emma feilen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.03.2012, 20:49:20 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 08.03.2012, 20:55:47 GMT+1
dark swan meint:
@ marah

die ich-perspektive ist im gegenteil die leichteste. ich selbst empfehle sie immer für den anfang, auch weil man sich, wenn man noch nicht so schreiberfahren ist, leicht in der perspektive verheddert.

wenn du in der personalen schreibst, passiert es z.b. schnell, dass du in der perspektive "springst", also plötzlich aus einer anderen person heraus beschreibst. das ist dann der sprung von figur zu figur, der sehr störend sein kann. die personale perspektive erzählt nämlich im idealfall nur aus e i n e r figur heraus, aus deren innensicht. (sie kann sich also nicht selbst von AUSSEN wahrnehmen und beschreiben, hat aber (von INNEN) gefühle und gedanken.)
--> achtung: die personale perspektive k a n n von figur zu figur wandern, aber nur abschnittweise. ich selbst empfehle g r o s s e abschnitte, also kapitel. es kann sehr spannend sein, die geschichte aus verschiedenen sichten zu erleben und sehr nervig, wenn die abschnitte zwischen dem wechsel zu kurz sind, also quasi von absatz zu absatz "hüpfen". bei großen abschnitten "fühlt" man sich als leserIn stärker in die jeweilige perspektive rein.

weiterhin springen autoren bei der personalen perspektive oft zwischen der neutralen und der personalen hin und her. (die neutrale perspektive beschreibt eine figur von AUSSEN, sie ist wie ein kleines kameraauge, das über der figur schwebt und alles aufzeichnet, was eine figur TUT. diese perspektive kann also das äußere (aussehen und handlung) beschreiben, weiß aber nichts von den gefühlen und gedanken der figur.

in der ichperspektive geschrieht dieses springen so gut wie nie. sie fällt beim schreiben sehr leicht, weil ein ich sich nicht mal von innen und mal von außen beschreibt. während die personale und die neutrale perspektive beide "sie" (oder "er") heißen, was bei jungen autoren oft zu verhedderungen führt, dabei werfen diese perspektiven jeweils komplett verschiedene blicke aufs geschehen! (einmal AUS der figur heraus, einmal AUF die figur drauf. - vermischungen sind da sehr ärgerlich.)

deshalb: es ist immer gut, mit dem ich anzufangen. es verhindert von vornherein typische perspektivfehler.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.03.2012, 20:52:29 GMT+1
Marah Woolf meint:
Danke Ihr zwei. Super Vorschlag Dark Swan. Ich suche mal was raus. Arbeitet noch schön :-). Lg muss jetzt doch nochmal lalelu-Singen gehen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.03.2012, 20:57:58 GMT+1
Marah Woolf meint:
@Dark swan: Ich arbeite gerade an einem neuen Projekt, hier möchte ich mich gern an der personalen Perspektive versuchen. Scheint mir nach Deiner Darstellung nicht so einfach zu sein. Vielleicht denke ich nochmal drüber nach, bisher kann ich das noch ändern. Ich könnte auch versuchen, meiner Protagonisten in der Ich-Form mehr Tiefe zu verleihen.

@Netscha: Du meinst bestimmt Amelie. Schau noch mal nach. Eine meiner Lieblingsfiguren, weil sie so frech und selbstbewusst ist. :-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.03.2012, 23:18:45 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 10.03.2012, 23:20:18 GMT+1
Marah Woolf meint:
Ich hoffe, Ihr habt noch keine Vermisstenanzeige aufgegeben. Ich musste gestern dringend einen Frühjahrsputztag einlegen und heute mit den Kiddies einen Ausflug ins Spaßbad machen. Also komme ich jetzt erst dazu, mich einer Textprobe zu widmen. Ich habe eine Textstelle rausgesucht, die relativ am Anfang ist.

Hier kommt der veröffentlichte Auszug:

„Amelie, wir sind spät dran", rief ich die Treppe hoch. Die Schule begann hier erst um neun, trotzdem schafften wir es oft erst auf den letzten Drücker.
„Komm, alle warten mit dem Frühstück."
Ethan und Bree bestanden darauf, dass wir vor der Schule ordentlich aßen.
„Bin ja da."
Amelie kam topgestylt die Treppe heruntergesprungen. Ich konnte mir nicht erklären, wie sie das in der kurzen Zeit morgens hinbekam. Aber sie war in unserer Jahrgangsstufe unangefochten das hübscheste Mädchen. Dagegen war ich eine graue Maus.
Resignierend zuckte ich mit den Achseln.
Bree stand am Herd und briet Eier und Speck. Ich ließ mich auf einen der knarrenden Stühle fallen.
„Guten Morgen, ihr zwei", begrüßte sie uns.
Hastig schlangen wir die heißen Eier in uns hinein.

Und hier habe ich Ihn überarbeitet und versucht, Eure Tipps zu beherzigen. Bin gespannt, was Ihr dazu meint.

„Amelie, wir sind spät dran."
Ich stand am Fuße der Treppe und trippelte von einem Fuß auf den anderen. Trotzdem die Schule, mit neun Uhr, sehr spät begann, waren wir beide meist erst in der letzten Sekunde in unserer Klasse.
„Komm, wir warten mit dem Essen."
Ich sah auf meine Uhr und beschloss ohne sie mit dem Frühstück zu beginnen.
Bree stand am Herd. Als sie mich hörte, drehte sie sich um und strahlte mir entgegen.
Kaum saß ich am Tisch, schaufelte sie mir meine Portion Rühreier auf den Teller. Wie jeden Morgen musste ich sie bremsen, da ich kein üppiges Frühstück gewohnt war.
„Du musst vor der Schule ausreichend essen, sonst wirst du dich nicht konzentrieren können", ermahnte sie mich.
Ich hatte es mir abgewöhnt, darauf etwas zu erwidern.
„Bin ja da", hörten wir beide im selben Moment Amelie die Treppe herunterpoltern.
Sie betrat die Küche.
Es war mir schleierhaft, wie sie es in der kurzen Zeit morgens hinbekam, sich so zurecht zu machen. Neidlos musste ich eingestehen, dass sie mit dieser engen Jeans und dem Shirt, das sie trug, jedem Topmodel Konkurrenz machen konnten. Ihr ohnehin makelloses Gesicht war dezent mit einem Hauch Rouge und Lipglos geschminkt.
Nicht ohne Grund galt sie in unserer Jahrgangsstufe als das attraktivste Mädchen.

Liebe Grüße Marah

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.03.2012, 05:33:25 GMT+1
Tante Li meint:
Hi Marah,
Dein überarbeiteter Text ist auf jeden Fall besser. Etwas holprig klingt noch dieser Satz:
>>Trotzdem die Schule, mit neun Uhr, sehr spät begann, waren wir beide meist erst in der letzten Sekunde in unserer Klasse.<<

Nach meinem Geschmack würde ich ihn ändern, z.B.:
Obwohl die Schule erst um neun Uhr beginnt, erreichten wir den Unterricht meistens in der letzten
Sekunde.

oder: ..., hetzten wir meist in der letzten Sekunde auf unsere Plätze im Klassenzimmer.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.03.2012, 12:07:01 GMT+1
Kate meint:
@ Tante Li: Ja, hast eindeutig recht damit.

@ Marah: Der Teil mit "Dagegen war ich eine graue Maus." fand ich ganz gut. Das hättest du drinnen lassen können. Aber wenn es irgendwie nach Abschluss dieser Leseprobe kommt, auch in Ordnung. Ich finde den Ausdruck aber interessant und denke, du solltest es wieder einbauen.

@ Beide: Sorry, dass ich so reinplatze...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.03.2012, 12:17:45 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 11.03.2012, 12:18:58 GMT+1
Kate meint:
Ich weiß, ich bin nervig, aber ich hab vorhin was vergessen: Mir kommt es vor, als wären das alle hier irgendwelche Schriftsteller? Ist das so? Soll ich hier gar nichts schreiben? Tut mir leid, aber ich fand es so wichtig etwas beizutragen!
Sorry, wenn ich irgendwen beleidige. Wahrscheinlich denkt sich jetzt jeder: "Was macht die Kleine denn hier?" oder: "Soll bei ihren Märchen bleiben."
Aber hey, ich hab auch ein Recht meine Meinung Kund zu tun!!!

Ist jetzt uninteressant, aber ich schreib selbst viel. Keine Kleinkindgeschichten, echtes! Ich lese seit ich neun bin und das gerne und viel. Der Kindle macht das wenigstens nicht zu teuer. Und ich kann sagen, es wahr genau richtig, MondSilberLicht gleich als erstes zu kaufen.

@ Marah: Das einzige WIRKLICHE PROBLEM an deinem Buch: Es macht süchtig! Mal ernsthaft, ich hab es in zwei Tagen gelesen! Und seit dem warte ich sehnsüchtig darauf, dass der zweite Teil heraus kommt. Ich kontrolliere jeden dritten Tag deinen Blogg in der Hoffnung einen neuen Auszug zu entdecken.

Hier: http://mondsilberlicht.blog.de/

Es wäre toll, wenn ich von dir (Marah) eine Antwort bekäme, ich bin echt ein FAN!!!

Danke, Kate_Girl
[Kommentar hinzufügen]
Schreiben Sie einen Beitrag zu dieser Diskussion
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Eingabe des Log-ins
 


Kürzliche Einträge in fantasy Diskussionsforum

  Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Wie heißt das Buch? 3 Vor 5 Stunden
Suche Werwolf-Romane 28 Vor 6 Stunden
Black Dagger - Wie gehts wohl weiter? 2325 Vor 7 Stunden
Philosophische Fantasy oder Science Fiction 21 Gestern
Suche Fantasy ähnlich "Die Zwerge" von Heitz 8 Vor 2 Tagen
Ähnliche Fantasyromane wie Patrick Rothfuss "TNotW" & "TWMF" 20 Vor 7 Tagen
Werwolf- und Vampirraomane gesucht. KEIN Twilight o.ä.! 8 Vor 16 Tagen
Suche Fantasy Roman oder Romanreihe oder Epos mit intelligenter Handlung und einer schönen romantischen Liebesgeschichte (vorzugsweise Erwachsenen Literatur) 27 Vor 18 Tagen
Ähnlich spannende Bücher wie Twilight (Biss....) 127 Vor 20 Tagen
Suche gute Fantasybücher für Erwachsene 44 Vor 21 Tagen
Wer ist selbst Autor und kann mir Fargen beantworten? 19 26.03.2017
Bücher im Stil von Askir/Götterkriege Reihe 7 27.02.2017
 

Zur Diskussion

Teilnehmer:  33
Beiträge insgesamt:  278
Erster Beitrag:  06.03.2012
Jüngster Beitrag:  09.09.2013

Neu! Bei neuen Einträgen eine E-Mail erhalten.
Von 18 Kunden verfolgt