Jetzt hab ich bald alle Technics durchrezensiert, die ich besitze. War so gar nicht beabsichtigt.
Doch mit jeder einzelnen Ausgabe verbinde ich schöne Erinnerungen, die vor allem von einem geprägt waren: Unverfügbarkeit. Anno 2001 konnte ich des Alters wegen weder in Clubs gehen, noch waren die Tracks, die das Herz erwärmten, digital auf Abruf just-a-click-away, sondern man musste stundenlang an den einmal pro Woche ausgestrahlten Radiosendungen kleben, in der Hoffnung, davon was auf Kassette aufnehmen zu können oder wenigstens ein Teil davon, Wochen, teils Monate später, auf dem nächsten Sampler als ID wiederzuerkennen. Wohlgemerkt Sampler, die eben auf gut Glück im CD-Regal standen. Nicht die, von denen man nicht wusste, dass sie existieren. Euphoria, In Search of Sunrise, Planet Perfecto oder Gatecrasher. Nein, wir müssen mit Technics Dj Set Vorlieb nehmen. Es ist Sommer 2001 und Trance steht auf seinem Zenit. Unverfügbarkeit. Gerade das macht die Technics in ihrer Rückschau subjektiv für mich so einzigartig. Eine viel zu breite Spanne, die darauf bedient werden sollte: von epischem Trance-Trance über deutschen Hardtrance bis cheesy hardcore. Eine unmögliche Mischung. Aber man biss nolens volens in den sauren Apfel und erfreute sich an den paar ganz besonderen Perlen, die dort vorzufinden waren. Und am Ende prägten sie ganze Jahreszeiten. Hier sind es unter anderem Jan Johnston‘s Flesh im Tiesto Remix, Kyau & Albert oder der im Vergleich zu CD1 etwas konsequentere Green Court Gastmix mit Headstrong, Digital Blonde und System F - aber auch Shog mixt hier sehr rund und stringent! In jedem Falle die sommerlichste Ausgabe der Serie.
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