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Evangeline: Roman Hardcover – 1 Mar. 2005
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Print length360 pages
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LanguageGerman
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PublisherMare
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Publication date1 Mar. 2005
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Dimensions13.7 x 3.5 x 21.1 cm
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ISBN-103936384398
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ISBN-13978-3936384390
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Product details
- Publisher : Mare; 3rd edition (1 Mar. 2005)
- Language : German
- Hardcover : 360 pages
- ISBN-10 : 3936384398
- ISBN-13 : 978-3936384390
- Dimensions : 13.7 x 3.5 x 21.1 cm
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Best Sellers Rank:
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- 125,374 in Mystery & Thrillers
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Dem amerikanischen Autor D.W. Buffa ist ein außergewöhnlicher und ungemein bewegender Gerichtsthriller gelungen. Buffa folgt nicht dem Handlungsschema, das den meisten Justizthrillern zugrunde liegt. Bei ihm wird kein Unschuldiger gegen alle Widrigkeiten von einem versierten Anwalt herausgepaukt. In diesem Roman liegt der Fall grundlegend anders. Es besteht gar kein Zweifel, dass Kapitän Vincent Marlowe Schuld auf sich geladen hat. Marlowe ließ unter den Überlebenden der gesunkenen Evangeline losen, wer zuerst sterben und seinen Leidensgenossen als Nahrung dienen sollte -- und er tötete die Betroffenen eigenhändig. Marlowes Anwalt William Darnell, Staatsanwalt Michael Roberts und die Geschworenen müssen sich mit einem grauenhaften Tatbestand auseinander setzen, der die Verhandlung zu etwas einzigartigem macht: Mord und Kannibalismus. Doch sind sie überhaupt in der Lage, einen Mann zu richten, der in einer Ausnahmesituation das Leben der ihm anvertrauten Menschen retten wollte und darum töten musste. Gab es für Marlowe einen Ausweg, blieb ihm eine andere Wahl? Ist das Geschehen moralisch zu rechtfertigen oder zu verurteilen? In brillianten Dialogen rekonstruieren Darnell und Roberts vor den Ohren von Richter Maitland und der Jury die entsetzlichen Geschehnisse, legen in atemraubenden Kreuzverhören die so unterschiedlichen Persönlichkeitsstrukturen der überlebenden Zeugen frei. Immer wieder spannt Buffa seine Leser mit überraschenden Wendungen auf die Folter, spielt mit taktischen Manövern von Staatsanwaltschaft und Verteidigung und entpuppt sich dabei als meisterhafter Dramaturg. Evangeline ist kein Pageturner, kein Lesefutter, der Leser muss aufmerksam bleiben und sich auf das Erzählte einlassen. Nach diesem Buch sollte Dudley W. Buffa zum Begriff geworden sein -- zum Begriff für intelligente, fesselnde und im besten Sinne unterhaltende Literatur. Und die Helden seines Dramas werden allen, die das Buch gelesen haben, noch lange in Erinnerung bleiben. --Ulrich Deurer
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Offensichtlich haben sich andere Beteiligte bereits im Vorfeld am Untergang mitschuldig gemacht, beispielsweise der Eigner und der Reeder. Die Überlebenden geben teils widersprüchliche Aussagen zu Protokoll, doch die meisten sagen, Marlowe sei ein Held und ohne ihn hätte gar niemand überlebt. Die Frage ist, hatte er keine andere Wahl? Durfte er jemanden töten, um die anderen zu retten? Die Frage ist nicht eindeutig zu beantworten.
Wenn es nur um dieses Thema gegangen wäre und um die Frage der Mitschuld anderer Beteiligter, wäre das Buch besser geworden. Richtig gut nur dann, wenn nicht so typisch amerikanisch in Schwarz-Weiß gemalt worden wäre. Ach, dieses Heldentum! Diese Selbstlosigkeit! Dieser Aufopferungswille! Und auf der anderen Seite die unterirdische Feigheit! Das Selbstmitleid! Die Schuldzuweisungen! Dem aber nicht genug, werden noch ein paar rosafarbene Sonnenuntergänge mit einer völlig belanglosen und kitschigen Beziehungsgeschichte zwischen dem Verteidiger und seiner langjährigen Freundin gemalt. Das zieht das Buch nur in die Länge. Nein, ich werde kein weiteres Buch dieses Autors lesen.
Der Roman erzählt von der einzigartigen Verhandlung, in der es darum geht, ob ein Notstand vorlag, der das Vorgehen entschuldigen würde, ob es eine moralische und juristische Rechtfertigung geben kann für den Mord und den Kannibalismus, dem immerhin alle zustimmten, auch diejenigen, die schließlich sterben mussten. Aus Sicht des Angeklagten aber ist derlei unerheblich, denn seine Strafe besteht darin, getan zu haben, was er tun zu müssen glaubte. Er verfolgt das Verfahren mit Widerwillen und einem auf sich selbst gerichteten Desinteresse.
Buffa hat einen klassischen Gerichtsroman vorgelegt, der mit den üblichen Versatzstücken und leider auch bekannten Stereotypen arbeitet. Alle Figuren sind mit bemerkenswerten, ausschließlichen Eigenschaften belegt – es gibt den stoischen Moralisten, den Selbstausbeutung betreibenden, engagierten Überanwalt, das Weichei, den miesen Ignoranten, die zarte, intelligente Frau, den gierigen Finanzhai, den Self-Made-Mann undsoweiter. Was das Buch rettet und aus dem Grisham-Einerlei hervorhebt, das sind die zugrunde liegende Fragestellung und die Dramatik des Geschehens auf der Yacht. Leider aber nur teilweise. Das Strickmuster der Geschichte ist wenig originell, allzu leichtfertig wird nach Superlativen gegriffen, die Abläufe sind entweder vorhersehbar oder mit Deus-Ex-Machina-Erklärungen ausgestattet. Bleibt die spannende Frage, ob vertret- und verkraftbar ist, wozu sich die Schiffbrüchigen entschieden haben, aber auch diese Frage wird schließlich als nicht beantwortbar zurückgewiesen.
Fazit: Originelles Setting, das bewirkt, dass man sich beim Lesen auch die eine oder andere Frage stellt, die man sich lieber nicht beantworten möchte, aber literarisch eher Durchschnittskost. Die nicht unerhebliche theistische Komponente des ganzen - der Name des Schiffes ist Programm - hat zumindest bei mir zusätzlichen Widerwillen ausgelöst, aber das ist ein Randproblem.
Alleine der Plot reicht ja schon, um die Fantasie anzuregen.
Was wäre gewesen, wenn...
Was hätte man getan, wenn...
Ist es denn denkbar, dass...
Insofern ist die Geschichte gut gewählt und gut erzählt. Einige Wendungen sind zwar vorhersehbar, aber geben dem ganzen noch einen weiteren Reiz.
In Summe aber hat der Autor für meinen Geschmack zu sehr den Film geschrieben, als sich mit der Ethik des Handelns auseinanderzusetzen.
Da wird dann doch das Eine zu dramatisch, das Andere zu melancholisch dargestellt. Männer werden zu Helden, zwielichtige Gestalten zu den Bösen,
das ist manches Mal zu offensichtlich - und eingebettet in die Geschichte des Anwaltes, der tapfer gegen seine Krankheit kämpft, um diesen Prozess
durchzukriegen. Hin und wieder dachte ich mir: "Ach nein, doch nicht so einfach!" Für den Film hätte es genügt, für das Buch, in dem man die Chance hat,
mehr in die Tiefe zu gehen, ist es zu wenig.
Abschließend:
Eine gute Geschichte und ein lesenswertes Buch, aber etwas mehr Tiefe hätte ich mir gewünscht.
"Evangeline" ist ein Gerichtsthriller erster Güte! Gerichtsthriller weil wir des Geschehen mittels eines überaus spannenden Duells zwischen Staatsanwalt und Verteidiger erfahren.
Obwohl die Handlung überwiegend im Gerichtssaal spielt, kommt durch die Vernehmung mehrerer Zeugen eine enorme Spannung auf, denn ganz so einfach und offensichtlich wie es scheint, war es dann damals auf der Yacht und anschließend auf dem Rettungsboot wohl doch nicht. Der Prozess enthüllt das Geschehene und wirft unlösbare moralische und juristische Fragen auf.
Die Hochachtung für den Kapitän wächst mit jedem neuen bekannt werdenden Detail - das ist zwar nicht besonders originell, trübt die Spannung aber zu keinem Zeitpunkt.
Lesen - es lohnt sich !
