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Margherita Sarfatti: "Ich habe mich geirrt. Was soll's" Jüdin. Mäzenin. Faschistin: "Ich habe mich geirrt. Was soll's." Jüdin. Mäzenin. Faschistin Taschenbuch – 1. Februar 2008

5,0 5,0 von 5 Sternen 4 Sternebewertungen

„Der Duce hat mir viel zu verdanken! Ich habe ihn zu dem gemacht, was er wurde.“
Das sagte Margherita Sarfatti, die 1880 geborene Tochter einer reichen und alt eingesessenen jüdischen Familie aus Venedig.
Alma Mahler-Werfel bezeichnete sie als die „ungekrönte Königin Italiens“, andere nannten sie voller (Ehr)Furcht „Diktatorin der Kultur“. Eine schillernde, begabte, hoch gebildete Frau, die allen Konventionen und Fesseln zum Trotz zur ersten bedeutenden Kunstkritikerin Italiens avancierte. In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg und dem beginnenden Faschismus war sie der absolute Medienstar. In ihrem Salon in Mailand, später in Rom, versammelte sie alles, was in der Kultur und Politik Rang und Namen hatte. Ihr Ruf reichte weit über Italiens Grenzen hinaus. Einstein spielte für sie Geige, Roosevelt lud sie zum Dinner ins Weiße Haus. Sie war bekannt mit Josephine Baker, half, Sigmund Freud das Leben zu retten. Als Ratgeberin und Geliebte blieb sie für Mussolini lange unentbehrlich. Trotz allem musste sie 1938 über die Schweiz und Frankreich nach Uruguay und Argentinien flüchten. Neun Jahre später kehrte sie nach Italien zurück, verfemt und ausgestoßen lebte sie bis zu ihrem Tod zurückgezogen.
Margherita Sarfatti war eine charismatische Frau der extremen Widersprüche, die sich niemals mit der kleinen Variante von Leben begnügte. Marianne Brentzel und Uta Ruscher haben ihre Lebensgeschichte auf fesselnde Weise nachgezeichnet und präsentieren einige noch nie zuvor veröffentlichte Dokumente.
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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Marianne Brentzel, 1943 in Erpen bei Dissen geboren, studierte Politische Wissenschaft und Pädagogik in Berlin, und nahm aktiv an der Studentenbewegung und der Politik einer maoistischen Partei teil. Seit 1973 lebt sie in Dortmund, moderiert den Dortmunder Bücherstreit und veröffentlicht Biografien eigenwilliger Frauen. Bekannt wurde sie insbesondere mit der Else-Ury-Biografie: Nesthäkchen kommt ins KZ.
Uta Ruscher, 1966 in Ost-Berlin geboren, studierte Kristallographie, arbeitete als Musik-Editorin beim VEB Deutsche Schallplatte. 1987 flüchtete sie nach Westberlin, studierte Musik- und Kommunikationswissenschaft. Sie arbeitet als Autorin, Musikkritikerin und Aufnahmeleiterin. Sie lebt seit 1997 im Tessin, wo sie am Conservatorio della Svizzera Italiana tätig ist. Ihr erster Roman, Katzensommer, wurde im Herbst 2003 veröffentlicht.

Produktinformation

  • Herausgeber ‏ : ‎ Atrium Verlag AG; Originalausgabe Edition (1. Februar 2008)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 394 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3855350426
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3855350421
  • Abmessungen ‏ : ‎ 12.9 x 3 x 20.8 cm
  • Kundenrezensionen:
    5,0 5,0 von 5 Sternen 4 Sternebewertungen

Über die Autoren

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Kundenrezensionen

5 von 5 Sternen
5 von 5
4 weltweite Bewertungen

Spitzenbewertung aus Deutschland

Rezension aus Deutschland vom 7. März 2008
Eine überaus spannende Lektüre viel mir da in die Hände, die Biographie und das Leben der Margherita Sarfatti, eine Jüdin, Kunst-Mäzenin und Faschistin in Italien zurzeit des Duce. Ein Buch gut recherchiert und spannend wie ein Krimi von Marianne Brentzel & Uta Ruscher, welcher einem unter die Haut geht.

Klar und sachlich mit viel Liebe zum Detail ergehen sich die beiden Autorinnen zum Leben der Margherita Sarfatti - eine Kuinstmäzenin und Faschistin zur Zeit des Duce in Italien, doch zu alledem ist sie Jüdin und das macht die Sache so spannend.

Was mich aber am meisten faszinierte an der Frau Margherita Sarfatti war ihre Aussage: Ich habe mich geirrt - was sollŽs". Fast schon mit einem Lächeln erkannte Sie ihren Fehler und die Folgen daraus, denn sogar eigene Familienmitglieder wurden deportiert, obwohl sie den Duce liebte.

Ihre Kindheit, aufgeschlossen, offen und frei trug dazu bei, dass sie sich den andersdenkenden so sehr öffnen konnte. Ihre Liebe zum Sozialismus wurde am Ende zum Faschismus, wobei rechts und links sich ohnehin nahe stehen - der Tod ihres ältesten Sohnes, ein Verlust für immer.

Eine bewundernswerte Frau die Ihre Fehler erkannte und generös davon wischte wie lästigen Staub - was sollŽs...

Vo der ersten bis zur letzten Seite spannend - anrührend und klar verdeutlichend wie und worin sie lebte - eine Frau stark, selbst beherrscht und unbeugsam, eine Frau mit Durchsetzungskraft und Energie - zwar für ihre Herkunft mit damals ein paar schrägen Ansichten, doch verzeihen wir auch ihr es - lachen befreit.

Sehr empfehlenswert!
4 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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