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Die Behandlung: Der 2. Fall für Jack Caffery - (Die Inspektor-Caffery-Thriller, Band 2) Taschenbuch – 1. Dezember 2003
von
Mo Hayder
(Autor),
Christian Quatmann
(Übersetzer)
|
Mo Hayder
(Autor)
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-
Seitenzahl der Print-Ausgabe512 Seiten
-
SpracheDeutsch
-
HerausgeberGoldmann Verlag
-
Erscheinungstermin1. Dezember 2003
-
Abmessungen11.8 x 3.8 x 18.5 cm
-
ISBN-103442456266
-
ISBN-13978-3442456260
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Produktinformation
- Herausgeber : Goldmann Verlag (1. Dezember 2003)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 512 Seiten
- ISBN-10 : 3442456266
- ISBN-13 : 978-3442456260
- Abmessungen : 11.8 x 3.8 x 18.5 cm
-
Amazon Bestseller-Rang:
Nr. 272,540 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 3,522 in Psycho-Thriller
- Nr. 7,572 in Polizei-Krimis
- Kundenrezensionen:
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Produktbeschreibungen
Pressestimmen
»Selten ist ein Thriller tiefer in das Reich der Finsternis hinabgestiegen.« (Cosmopolitan)
»Kein Stoff für zarte Seelen. Mo Hayder webt ihr Netz um ein Tabu. Beklemmend realistisch.« (Amica)
»Kaum eine andere Autorin versteht es, menschliche Abgründe in einer derart schockierenden Weise zu offenbaren. Ein ganz großer Roman für jene, die das ertragen.« (kulturnews)
»Ein ebenso spannendes wie schockierendes Buch!« (Rhein-Neckar-Zeitung)
»Kein Stoff für zarte Seelen. Mo Hayder webt ihr Netz um ein Tabu. Beklemmend realistisch.« (Amica)
»Kaum eine andere Autorin versteht es, menschliche Abgründe in einer derart schockierenden Weise zu offenbaren. Ein ganz großer Roman für jene, die das ertragen.« (kulturnews)
»Ein ebenso spannendes wie schockierendes Buch!« (Rhein-Neckar-Zeitung)
Klappentext
»Mo Hayder taucht tief hinein in die Schattenseiten der menschlichen Psyche.« Kölner Stadt-Anzeiger
»Mo Hayder bietet Superthrill für alle, die auch Minette Walters oder Patricia Cornwell mögen.« Freundin (zu "Der Vogelmann")
»Geht so unter die Haut wie eine Autopsie bei Morgengrauen und wird die Fans von DI Jack Caffery und seinen Mitarbeitern begeistern. Hayder gelingt es, die Details der Ermittlungen, die Dialoge und die Handlung mit eindrucksvollem Können lebendig werden zu lassen. Sie hat mit 'Die Behandlung' erneut einen Thriller geschrieben, der dem Leser eine Gänsehaut verursacht.« Publishers Weekly
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Mo Hayder avancierte mit ihrem Debüt, dem Psychothriller »Der Vogelmann«, über Nacht zur international gefeierten Bestsellerautorin. Der Nachfolger »Die Behandlung« wurde von der Times zu einem der zehn spannendsten Thriller aller Zeiten gewählt. 2011 bekam Mo Hayder den »CWA Dagger in the Library« für ihr bisheriges Gesamtwerk, im Jahr darauf wurde »Verderbnis« mit dem renommierten Edgar Award für das beste Buch des Jahres ausgezeichnet. Die Autorin lebt mit ihrem Lebensgefährten und ihrer Tochter in Bath, England.
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Als alles vorbei war, musste sich Detective Inspector Jack Caffery von der Mordkommission Südlondon eingestehen, dass ihn an jenem wolkenverhangenen Juliabend in Brixton am meisten die Krähen aus der Fassung gebracht hatten.
Sie waren schon da, als er aus dem Haus der Familie Peach trat - gut zwanzig Vögel, die ihn vom Rasen des Nachbargartens aus zu beobachten schienen und sich weder um die Polizeiabsperrung scherten noch um die Neugierigen oder die Beamten von der Spurensicherung. Einige der Krähen hatten den Schnabel geöffnet, während andere nach Luft zu schnappen schienen. Sie starrten ihn an, als wüssten sie, was in dem Haus passiert war. Als machten sie sich insgeheim darüber lustig, wie sehr ihn der Anblick schockiert hatte, der sich ihm am Tatort geboten hatte, und als spotteten sie über seine unprofessionelle Reaktion, darüber, dass er die ganze Geschichte viel zu persönlich nahm.
Erst später gestand er sich ein, dass das Verhalten der Krähen völlig normal gewesen war, dass sie keinesfalls seine Gedanken gelesen oder gewusst haben konnten, was der Familie Peach Schreckliches zugestoßen war. Doch in diesem Moment ließ ihn bereits der Anblick der schwarzen Vögel erschaudern. Am Ende des Gartenweges blieb er stehen, streifte den Schutzanzug ab und reichte ihn einem Kriminaltechniker. Dann schlüpfte er in die Schuhe, die er jenseits des Absperrbands aus Plastik hatte stehen lassen, und ging auf die Vögel zu. Sie schlugen mit ihren blauschwarzen Flügeln, flatterten hoch und setzten sich ein Stück entfernt in einen Baum.
Der Brockwell Park im Süden Londons ist ein aus Baumgruppen und Wiesenflächen bestehendes, riesiges Dreieck, dessen Spitze bis zum Bahnhof Herne Hill reicht. Wie ein Riegel schiebt sich die knapp zwei Kilometer lange Grünfläche durch die Stadtlandschaft. Westlich des Parks liegt Brixton, wo die Gemeindearbeiter am frühen Morgen manchmal Sand auf die Straße streuen, um das nachts vergossene Blut zu bedecken. Im Osten grenzt der Park an den Stadtteil Dulwich mit seinen blumengeschmückten Altenresidenzen und neoklassizistischen gläsernen Kuppeldächern. Donegal Crescent, wie die Adresse des Tatorts lautete, lag umittelbar am Rand dieses Parks. Am Anfang der ruhigen, kleinen Straße lag eine mit Brettern vernagelte Kneipe, an ihrem Ende ein indischer Lebensmittelladen. Ansonsten war sie von Reihenhäusern des sozialen Wohnungsbaus aus den Fünfzigerjahren gesäumt. In den Vorgärten wuchsen weder Bäume noch Blumen, und die Fenster und Türen waren braun gestrichen. Nach vorne gingen die Häuser auf eine ungepflegte, hufeisenförmige Grasfläche hinaus, wo sich gegen Abend Kinder auf ihren Fahrrädern austobten. Caffery konnte sich gut vorstellen, dass sich die Peaches hier ziemlich sicher gefühlt hatten.
Er stand mit hochgekrempelten Ärmeln vor dem Haus und war froh, endlich wieder an der frischen Luft zu sein. Er drehte sich eine Zigarette und schlenderte dann zu einigen Beamten hinüber, die neben dem Einsatzwagen der Spurensicherung standen. Als er näher kam, brachen die Männer ihr Gespräch ab. Er wusste genau, was sie dachten. Obwohl Caffery erst Mitte dreißig und durchaus kein hohes Tier war, eilte ihm in Südlondon ein gewisser Ruf voraus. Ja, die Police Review hatte ihn sogar einmal als einen »unserer jung-dynamischen Aufsteiger« bezeichnet. Er wusste also, dass er in Polizeikreisen hohes Ansehen genoss, und fand diese Vorstellung eher komisch. Wenn die wüssten, dachte er nur und hoffte, dass keiner der Beamten seine zitternden Hände bemerken würde.
»Und?« Er zündete die Zigarette an und starrte auf eine versiegelte Plastiktüte, die ein junger Kriminaltechniker in der Hand hielt. »Was gefunden?«
»Wir haben das hier drüben im Park entdeckt, vielleicht zwanzig Meter hinter dem Haus der Familie Peach.«
Caffery betrachtete den Inhalt der Tüte, einen Kinderturnschuh von Nike, der kaum größer war als seine Handfläche. »Wer hat den gefunden?«
»Die Hunde, Sir.«
»Und?«
»Kurz darauf haben sie leider die Spur verloren. Zuerst waren sie ganz wild, kaum zu halten.« Ein Sergeant, der das blaue Hemd der Hundeführerstaffel trug, stand auf den Zehenspitzen und wies über die Dächer zu der Stelle, wo in der Ferne die Bäume des Parks dunkel in den Himmel ragten. »Zuerst sind sie die ganze Zeit dem Weg am westlichen Rand des Parks gefolgt, aber nach ungefähr einem Kilometer war plötzlich Schluss.« Er blickte skeptisch zum Abendhimmel auf. »Und jetzt wird es auch noch dunkel.«
»Ja, leider. Am besten, wir fordern Suchhubschrauber an.« Caffery gab dem jungen Mann den Turnschuh zurück. »Verwahren Sie das Ding in einer luftdichten, sterilen Tüte.«
»Wie bitte?«
»Haben Sie etwa nicht gesehen, dass Blut daran klebt?«
Die Scheinwerfer des Helikopters flammten auf und tauchten das Haus der Familie Peach und die Bäume unten im Park in gleißendes Licht. Im Vorgarten untersuchten Beamte der Spurensicherung in blauen Gummianzügen Zentimeter für Zentimeter den Rasen auf Spuren. Und jenseits des Absperrbandes standen die schockierten Nachbarn in kleinen Gruppen rauchend und flüsternd beisammen und umdrängten sogleich neugierig jeden Kripobeamten, der ihnen zu nahe kam. Auch die Presse war schon da und wartete ungeduldig auf Neuigkeiten.
Caffery stand neben dem Wagen der Einsatzleitung und blickte nachdenklich auf das Haus, ein zweistöckiges Reihenhaus mit grobem Kieselputz. Die Fensterrahmen waren aus Aluminium, über der Haustür sah man einen feuchten Fleck, und oben auf dem Dach war eine Satellitenschüssel installiert. In den
Fenstern hingen weiße Gardinen, dahinter zugezogene dunkle Vorhänge.
Caffery hatte die Familie Peach - beziehungsweise das, was von ihr noch übrig war - zwar erst hinterher zu Gesicht bekommen, aber die Leute kamen ihm dennoch bekannt vor. Beziehungsweise nicht sie selbst, sondern der Typ, den sie verkörperten. Die Eltern, Alek und Carmel, gehörten nicht unbedingt zu jenen Opfern, die automatisch das Mitgefühl der Ermittler weckten: Beide waren Alkoholiker, beide waren arbeitslos, und Carmel Peach hatte sogar die Sanitäter beschimpft, als man sie zum Rettungswagen gebracht hatte. Den neunjährigen Rory, den einzigen Sohn des Paares, hatte Caffery allerdings nicht gesehen. Als er am Tatort eingetroffen war, hatten die Beamten des zuständigen Reviers schon das halbe Haus auseinander genommen und bereits in sämtlichen Schränken, auf dem Dachboden, ja sogar hinter der Wandvertäfelung nach dem Jungen gesucht. In der Küche hatte man einen Blutspritzer auf der Fußleiste entdeckt und in der Tür, die nach hinten in den Garten hinausführte, eine zertrümmerte Scheibe. Gemeinsam mit einem anderen Beamten war Caffery zu einem mit Brettern vernagelten Nachbarhaus gegangen, hatte sich die Taschenlampe zwischen die Zähne geklemmt und war dann auf dem Bauch durch ein Loch in der Hintertür in das Haus hineingekrochen.
Sie waren schon da, als er aus dem Haus der Familie Peach trat - gut zwanzig Vögel, die ihn vom Rasen des Nachbargartens aus zu beobachten schienen und sich weder um die Polizeiabsperrung scherten noch um die Neugierigen oder die Beamten von der Spurensicherung. Einige der Krähen hatten den Schnabel geöffnet, während andere nach Luft zu schnappen schienen. Sie starrten ihn an, als wüssten sie, was in dem Haus passiert war. Als machten sie sich insgeheim darüber lustig, wie sehr ihn der Anblick schockiert hatte, der sich ihm am Tatort geboten hatte, und als spotteten sie über seine unprofessionelle Reaktion, darüber, dass er die ganze Geschichte viel zu persönlich nahm.
Erst später gestand er sich ein, dass das Verhalten der Krähen völlig normal gewesen war, dass sie keinesfalls seine Gedanken gelesen oder gewusst haben konnten, was der Familie Peach Schreckliches zugestoßen war. Doch in diesem Moment ließ ihn bereits der Anblick der schwarzen Vögel erschaudern. Am Ende des Gartenweges blieb er stehen, streifte den Schutzanzug ab und reichte ihn einem Kriminaltechniker. Dann schlüpfte er in die Schuhe, die er jenseits des Absperrbands aus Plastik hatte stehen lassen, und ging auf die Vögel zu. Sie schlugen mit ihren blauschwarzen Flügeln, flatterten hoch und setzten sich ein Stück entfernt in einen Baum.
Der Brockwell Park im Süden Londons ist ein aus Baumgruppen und Wiesenflächen bestehendes, riesiges Dreieck, dessen Spitze bis zum Bahnhof Herne Hill reicht. Wie ein Riegel schiebt sich die knapp zwei Kilometer lange Grünfläche durch die Stadtlandschaft. Westlich des Parks liegt Brixton, wo die Gemeindearbeiter am frühen Morgen manchmal Sand auf die Straße streuen, um das nachts vergossene Blut zu bedecken. Im Osten grenzt der Park an den Stadtteil Dulwich mit seinen blumengeschmückten Altenresidenzen und neoklassizistischen gläsernen Kuppeldächern. Donegal Crescent, wie die Adresse des Tatorts lautete, lag umittelbar am Rand dieses Parks. Am Anfang der ruhigen, kleinen Straße lag eine mit Brettern vernagelte Kneipe, an ihrem Ende ein indischer Lebensmittelladen. Ansonsten war sie von Reihenhäusern des sozialen Wohnungsbaus aus den Fünfzigerjahren gesäumt. In den Vorgärten wuchsen weder Bäume noch Blumen, und die Fenster und Türen waren braun gestrichen. Nach vorne gingen die Häuser auf eine ungepflegte, hufeisenförmige Grasfläche hinaus, wo sich gegen Abend Kinder auf ihren Fahrrädern austobten. Caffery konnte sich gut vorstellen, dass sich die Peaches hier ziemlich sicher gefühlt hatten.
Er stand mit hochgekrempelten Ärmeln vor dem Haus und war froh, endlich wieder an der frischen Luft zu sein. Er drehte sich eine Zigarette und schlenderte dann zu einigen Beamten hinüber, die neben dem Einsatzwagen der Spurensicherung standen. Als er näher kam, brachen die Männer ihr Gespräch ab. Er wusste genau, was sie dachten. Obwohl Caffery erst Mitte dreißig und durchaus kein hohes Tier war, eilte ihm in Südlondon ein gewisser Ruf voraus. Ja, die Police Review hatte ihn sogar einmal als einen »unserer jung-dynamischen Aufsteiger« bezeichnet. Er wusste also, dass er in Polizeikreisen hohes Ansehen genoss, und fand diese Vorstellung eher komisch. Wenn die wüssten, dachte er nur und hoffte, dass keiner der Beamten seine zitternden Hände bemerken würde.
»Und?« Er zündete die Zigarette an und starrte auf eine versiegelte Plastiktüte, die ein junger Kriminaltechniker in der Hand hielt. »Was gefunden?«
»Wir haben das hier drüben im Park entdeckt, vielleicht zwanzig Meter hinter dem Haus der Familie Peach.«
Caffery betrachtete den Inhalt der Tüte, einen Kinderturnschuh von Nike, der kaum größer war als seine Handfläche. »Wer hat den gefunden?«
»Die Hunde, Sir.«
»Und?«
»Kurz darauf haben sie leider die Spur verloren. Zuerst waren sie ganz wild, kaum zu halten.« Ein Sergeant, der das blaue Hemd der Hundeführerstaffel trug, stand auf den Zehenspitzen und wies über die Dächer zu der Stelle, wo in der Ferne die Bäume des Parks dunkel in den Himmel ragten. »Zuerst sind sie die ganze Zeit dem Weg am westlichen Rand des Parks gefolgt, aber nach ungefähr einem Kilometer war plötzlich Schluss.« Er blickte skeptisch zum Abendhimmel auf. »Und jetzt wird es auch noch dunkel.«
»Ja, leider. Am besten, wir fordern Suchhubschrauber an.« Caffery gab dem jungen Mann den Turnschuh zurück. »Verwahren Sie das Ding in einer luftdichten, sterilen Tüte.«
»Wie bitte?«
»Haben Sie etwa nicht gesehen, dass Blut daran klebt?«
Die Scheinwerfer des Helikopters flammten auf und tauchten das Haus der Familie Peach und die Bäume unten im Park in gleißendes Licht. Im Vorgarten untersuchten Beamte der Spurensicherung in blauen Gummianzügen Zentimeter für Zentimeter den Rasen auf Spuren. Und jenseits des Absperrbandes standen die schockierten Nachbarn in kleinen Gruppen rauchend und flüsternd beisammen und umdrängten sogleich neugierig jeden Kripobeamten, der ihnen zu nahe kam. Auch die Presse war schon da und wartete ungeduldig auf Neuigkeiten.
Caffery stand neben dem Wagen der Einsatzleitung und blickte nachdenklich auf das Haus, ein zweistöckiges Reihenhaus mit grobem Kieselputz. Die Fensterrahmen waren aus Aluminium, über der Haustür sah man einen feuchten Fleck, und oben auf dem Dach war eine Satellitenschüssel installiert. In den
Fenstern hingen weiße Gardinen, dahinter zugezogene dunkle Vorhänge.
Caffery hatte die Familie Peach - beziehungsweise das, was von ihr noch übrig war - zwar erst hinterher zu Gesicht bekommen, aber die Leute kamen ihm dennoch bekannt vor. Beziehungsweise nicht sie selbst, sondern der Typ, den sie verkörperten. Die Eltern, Alek und Carmel, gehörten nicht unbedingt zu jenen Opfern, die automatisch das Mitgefühl der Ermittler weckten: Beide waren Alkoholiker, beide waren arbeitslos, und Carmel Peach hatte sogar die Sanitäter beschimpft, als man sie zum Rettungswagen gebracht hatte. Den neunjährigen Rory, den einzigen Sohn des Paares, hatte Caffery allerdings nicht gesehen. Als er am Tatort eingetroffen war, hatten die Beamten des zuständigen Reviers schon das halbe Haus auseinander genommen und bereits in sämtlichen Schränken, auf dem Dachboden, ja sogar hinter der Wandvertäfelung nach dem Jungen gesucht. In der Küche hatte man einen Blutspritzer auf der Fußleiste entdeckt und in der Tür, die nach hinten in den Garten hinausführte, eine zertrümmerte Scheibe. Gemeinsam mit einem anderen Beamten war Caffery zu einem mit Brettern vernagelten Nachbarhaus gegangen, hatte sich die Taschenlampe zwischen die Zähne geklemmt und war dann auf dem Bauch durch ein Loch in der Hintertür in das Haus hineingekrochen.
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Kundenrezensionen
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Rezension aus Deutschland vom 20. Juni 2017
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Verifizierter Kauf
Auf die Autorin Mo Hayder und ihren Roman "Die Behandlung" bin ich zunächst durch die gleichnamige Verfilmung gestoßen, die sich in Morbidität, Brutalität und Spannung fast nicht vom Buch unterscheidet - also alles in allem auch eine sehr gelungene und detaillierte filmische Umsetzung (auch wenn sich die Kritiker natürlich darüber streiten, ob solches Filmmaterial überhaupt gezeigt werden darf...). Da war selbstverständlich gleich klar, dass ich auch unbedingt das Buch dazu lesen muss... ich habe es buchstäblich verschlungen und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Der Schreibstil Hayder's ist sehr angenehm und flüssig zu lesen, auch die zahlreichen perspektivischen Sprünge der jeweiligen Protagonisten stören da nicht weiter. Da die Autorin ja für ihre gesellschaftlichen Randthemen bekannt ist, die in vielen Menschen oftmals ein Tabu ansprechen, ist es auf alle Fälle für Fans des Genres absolut empfehlenswert! Auch wenn man gelegentlich Nerven braucht wie Drahtseile, da die Geschichte einen so mitreißt....
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Verifizierter Kauf
Grauenhaftes muss sich im Hause Peach abgespielt haben, bis nach drei Tagen durch einen Hinweis endlich die Polizei dort erscheint. Der Ehemann ist schwer am Kopf verletzt und gefesselt, die Ehefrau liegt im Schrank eingesperrt im ersten Stock und von dem 8-jährigen Rory fehlt jede Spur. DI Jack Caffery übernimmt die Ermittlungen, die so viele Parallelen zu einem schrecklichen Ereignis aus seiner eigenen Vergangenheit aufweisen. Von dem kleinen Jungen fehlt jede Spur, die Eltern können keine brauchbaren Hinweise liefern und Jack befürchtet, dass der Täter schon bald wieder zuschlagen wird.
Im 2. Fall um ihren Protagonisten Jack Caffery steigt Mo Hayder gleich mit dem Entführungsfall der Familie Peach in ihren Thriller ein. Im Hause der Familie bietet sich ein grauenvolles Bild, der Täter muss die drei Tage über hier regelrecht gewütet haben. In London herrschen gerade sommerliche Rekordtemperaturen und die Familie war mehrere Tage ohne Wasser und Nahrung, entsprechend ist der Zustand der Eltern, abgesehen von ihren zusätzlichen Verletzungen, die ihnen der Täter zugefügt hat. Und von Rory fehlt jede Spur. Alles deutet darauf hin, dass der Täter mit dem Jungen in den nahen Park geflohen ist, Hundertschaften und Such-Hubschrauber durchkämmen den gesamten Park.
Die Zeit drängt und die Hoffnung schwindet, Rory noch lebend zu finden. Doch sei hierdurch nicht schon Anspannung genug vorhanden, erhält Jack neue Hinweise zum Verschwinden seines Bruders Ewan und Rebecca, Jacks Freundin, ist immer noch nicht über die Entführung und Misshandlung durch Malcolm Bliss hinweg. So steht Jack nicht nur unter enormen zeitlichen, sondern auch unter extrem emotionalen Druck.
Das grausame Verbrechen an der Familie Peach, worüber im Verlauf des Thrillers immer mehr schreckliche Details ans Tageslicht kommen, ist wirklich nichts für schwache Nerven. Aber auch der rätselhafte Täter und seine noch mysteriöseren Spuren, welche er hinterlässt, geben dem Leser ständig Rätsel auf. In Bezug auf Motiv oder Identität des Täters liefert Mo Hayder so gut wie keine Hinweise, was zusätzlich für Nervenkitzel sorgt.
Die Autorin erzählt ihren Thriller zügig und durchweg sehr spannend. Nicht nur der Fall Peach ist komplex aufgebaut, auch das rätselhafte Verschwinden von Ewan, auf das Mo Hayder ja bereits im ersten Band detailreich einging, nimmt wieder viel Raum in der Geschichte ein und wird sehr wendungsreich und schlüssig von der Autorin erzählt. Neben den beiden Verbrechen kommt aber auch Jacks Privatleben nicht zu kurz und man erlebt einen äußerst angespannten Ermittler, der unter chronischen Schlafmangel leidet und durch seine Besessenheit bald jegliche Objektivität verliert, zudem wird das Zusammenleben mit Rebecca für Jack immer problematischer.
Fazit: Gelungener 2. Band mit einer vielschichtigen, zumeist hochspannenden Story und einem Ermittler, der physisch und psychisch an seine Grenzen stößt.
Im 2. Fall um ihren Protagonisten Jack Caffery steigt Mo Hayder gleich mit dem Entführungsfall der Familie Peach in ihren Thriller ein. Im Hause der Familie bietet sich ein grauenvolles Bild, der Täter muss die drei Tage über hier regelrecht gewütet haben. In London herrschen gerade sommerliche Rekordtemperaturen und die Familie war mehrere Tage ohne Wasser und Nahrung, entsprechend ist der Zustand der Eltern, abgesehen von ihren zusätzlichen Verletzungen, die ihnen der Täter zugefügt hat. Und von Rory fehlt jede Spur. Alles deutet darauf hin, dass der Täter mit dem Jungen in den nahen Park geflohen ist, Hundertschaften und Such-Hubschrauber durchkämmen den gesamten Park.
Die Zeit drängt und die Hoffnung schwindet, Rory noch lebend zu finden. Doch sei hierdurch nicht schon Anspannung genug vorhanden, erhält Jack neue Hinweise zum Verschwinden seines Bruders Ewan und Rebecca, Jacks Freundin, ist immer noch nicht über die Entführung und Misshandlung durch Malcolm Bliss hinweg. So steht Jack nicht nur unter enormen zeitlichen, sondern auch unter extrem emotionalen Druck.
Das grausame Verbrechen an der Familie Peach, worüber im Verlauf des Thrillers immer mehr schreckliche Details ans Tageslicht kommen, ist wirklich nichts für schwache Nerven. Aber auch der rätselhafte Täter und seine noch mysteriöseren Spuren, welche er hinterlässt, geben dem Leser ständig Rätsel auf. In Bezug auf Motiv oder Identität des Täters liefert Mo Hayder so gut wie keine Hinweise, was zusätzlich für Nervenkitzel sorgt.
Die Autorin erzählt ihren Thriller zügig und durchweg sehr spannend. Nicht nur der Fall Peach ist komplex aufgebaut, auch das rätselhafte Verschwinden von Ewan, auf das Mo Hayder ja bereits im ersten Band detailreich einging, nimmt wieder viel Raum in der Geschichte ein und wird sehr wendungsreich und schlüssig von der Autorin erzählt. Neben den beiden Verbrechen kommt aber auch Jacks Privatleben nicht zu kurz und man erlebt einen äußerst angespannten Ermittler, der unter chronischen Schlafmangel leidet und durch seine Besessenheit bald jegliche Objektivität verliert, zudem wird das Zusammenleben mit Rebecca für Jack immer problematischer.
Fazit: Gelungener 2. Band mit einer vielschichtigen, zumeist hochspannenden Story und einem Ermittler, der physisch und psychisch an seine Grenzen stößt.
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Rezension aus Deutschland vom 22. Juli 2017
Verifizierter Kauf
Die Handlung macht überhaupt keinen Sinn und zu allem Überfluss birgt sie an der entscheidenden Stelle auch noch einen offensichtlichen Widerspruch. Die guten Bewertungen kann ich mir nur damit erklären, dass das Buch über einen längeren Zeitraum hinweg gelesen wurde, sodass diese Inkonsistenz womöglich übersehen wurde. Mehr Worte mag ich über diesen Mist auch gar nicht verlieren.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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Rezension aus Deutschland vom 6. Dezember 2018
Verifizierter Kauf
Es ist ein sehr spannendes und gut recherchiertes Buch. Die Autorin kann geschickt den Leser an der Nase herumführen und erzeugt eine Spannung die ihres gleichen sucht.
Rezension aus Deutschland vom 26. November 2016
Verifizierter Kauf
Wie alle Bücher von Mo Haydedr auch das wieder ein absoluter Reisser. Spannen und manchmal ein bisschen schrecklich, aber man weiss ja worauf man sich einlässt.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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Rezension aus Deutschland vom 27. Dezember 2011
Verifizierter Kauf
Mo Hayder habe ich in umgekehrter Reihenfolge gelesen, d. h. die neuesten Werke zuerst und erst dann den Vogelmann und die Behandlung.
Grundsätzlich finde ich alle ihre Jack Caffery Romane gut, aber die Behandlung hat doch leichte Schwächen.
Eine etwas raffiniertere Auflösung des Falls hätte ich mir gewünscht, aber dennoch spannende und solide Krimiliteratur.
Grundsätzlich finde ich alle ihre Jack Caffery Romane gut, aber die Behandlung hat doch leichte Schwächen.
Eine etwas raffiniertere Auflösung des Falls hätte ich mir gewünscht, aber dennoch spannende und solide Krimiliteratur.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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Rezension aus Deutschland vom 11. Januar 2021
Verifizierter Kauf
Spannend bis zum Schluss
Rezension aus Deutschland vom 23. März 2019
Verifizierter Kauf
wie immer eh super