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Der englische Patient. SZ-Bibliothek Band 23 Gebundene Ausgabe – 21. August 2004

3.7 von 5 Sternen 59 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Sie richtet sich auf, im Garten, wo sie gerade gearbeitet hat, und schaut in die Ferne. Sie spürt einen Wetterumschwung. Wieder ein Windstoss, ein Beben in der Luft, und die hohen Zypressen schwanken. Sie dreht sich um und geht hinauf zum Haus, klettert über eine niedrige Mauer und fühlt die ersten Regentropfen auf den bloßen Armen. Sie durchquert die Loggia und betritt rasch das Haus. In der Küche bleibt sie nicht stehen, sondern eilt hindurch und steigt die Treppe hoch, die im Dunkel liegt, und geht dann weiter die lange Halle entlang, an deren Ende ein Lichtkegel aus einer offenen Tür fällt. Sie wendet sich dem Zimmer zu, einem zweiten Garten - dieser hier aus Bäumen und Lauben, die auf Wände und Decke gemalt sind. Der Mann liegt auf dem Bett, sein Körper dem Luftzug ausgesetzt, und er wendet den Kopf langsam zu ihr, als sie hereinkommt. Alle vier Tage wäscht sie seinen schwarzen Körper, angefangen bei den kaputten Füssen. Sie macht einen Waschlappen nass, presst ihn über seinen Knöcheln zusammen und lässt das Wasser auf ihn tropfen, blickt auf, als er etwas murmelt, und sieht sein Lächeln. Am Schienbein sind die Verbrennungen am schlimmsten. Tiefviolett. Knochen. Sie pflegt ihn seit Monaten, und sie ist vertraut mit dem Körper, dem wie ein Seepferdchen schlafenden Penis, den mageren, festen Hüften. Christi Hüftknochen, denkt sie. Er ist ihr verzweifelnder Heiliger. Er liegt flach auf dem Rücken, ohne Kopfkissen, und blickt hinauf zum gemalten Blattwerk an der Decke, dem Baldachin aus Zweigen, und zum blauen Himmel darüber.

Sie lässt Calomin in Bahnen über seine Brust rinnen, wo er weniger verbrannt ist, wo sie ihn berühren kann. Sie liebt die Mulde unterhalb der letzten Rippe, diese Klippe aus Haut. Als sie seine Schultern erreicht, bläst sie kühle Luft auf seinen Nacken, und er murmelt etwas. Was ist? fragt sie, aus ihrer Konzentration heraus. Er wendet ihr sein dunkles Gesicht mit den grauen Augen zu. Sie fährt mit der Hand in die Tasche. Sie schält die Pflaume mit den Zähnen, entfernt den Kern und schiebt ihm das Fruchtfleisch in den Mund. Er flüstert wieder, zieht das lauschende Herz der jungen Krankenschwester an seiner Seite dorthin, wo sein Geist gerade weilt, in jenen Brunnen der Erinnerung, in den er während der Monate vor seinem Tod immer wieder eintauchte. Manche der Geschichten, die der Mann ruhig in das Zimmer hinein erzählt, gleiten wie Falken von Schicht zu Schicht. Er wacht auf in der gemalten Laube, die ihn mit ihren rankenden Blüten umgibt, den Ästen großer Bäume. Er erinnert sich an Picknicks, an eine Frau, die Zonen seines Körpers küsste, die jetzt auberginefarben verbrannt sind. Ich habe Wochen in der Wüste verbracht, sagt er, und dabei vergessen, zum Mond zu blicken, so wie ein verheirateter Mann Tage verbringen mag, ohne auch nur einmal in das Gesicht seiner Frau zu schauen. Das sind keine Unterlassungssünden, sondern Zeichen der Versunkenheit. Seine Augen richten sich auf das Gesicht der jungen Frau. Wenn sie den Kopf bewegt, wandert sein starrer Blick hinter ihr her, in die Wand. Sie beugt sich vor. Wie kam es zu Ihren Verbrennungen? Es ist später Nachmittag. Seine Hände spielen mit einem Stück Laken, die Rückseite seiner Finger streicheln es. Ich bin brennend in der Wüste abgestürzt. Sie haben meinen Körper gefunden und mir aus Stöcken ein Boot gemacht und mich durch die Wüste gezogen. Wir waren im Sandmeer, durchquerten hin und wieder ein trockenes Flussbett. Nomaden, verstehen Sie. Beduinen. Ich stürzte hinunter, und selbst der Sand fing Feuer. Sie sahen, wie ich mich nackt daraus erhob. Die Lederkappe auf meinem Kopf in Flammen. Sie schnallten mich auf einen Schlitten, ein Bootsgerippe, und Füße schlugen dumpf auf, als sie mit mir losrannten. Ich hatte die Kargheit der Wüste durchbrochen. Die Beduinen kannten sich mit Feuer aus. Sie kannten sich mit Flugzeugen aus, die seit 1939 aus der Luft stürzten.

Einige ihrer Werkzeuge und Geräte waren aus dem Metall zerschellter Flugzeuge und Panzer gefertigt. Es war die Zeit des Krieges am Himmel. Sie konnten das Dröhnen eines lädierten Flugzeugs erkennen, sie verstanden sich darauf, solche Wracks auszuschlachten. Ein kleiner Metallbolzen vom Cockpit wurde zum Juwel. Ich war vielleicht der erste, der sich lebend aus einer brennenden Maschine erhob. Ein Mann, dessen Kopf in Flammen stand. Sie kannten meinen Namen nicht. Ich kannte ihren Stamm nicht. Wer sind Sie? Ich weiß nicht. Ständig fragen Sie mich. Sie sagten, Sie seien Engländer. Nachts ist er nie müde genug zum Schlafen. Sie liest ihm aus irgendeinem Buch vor, das sie unten in der Bibliothek auftreiben konnte. Die Kerze flackert über die Seite und über das sprechende Gesicht der jungen Krankenschwester, enthüllt zu dieser Stunde kaum die Bäume und Lichtungen der Wandbemalung. Er hört ihr zu, schluckt ihre Worte wie Wasser. Wenn es kalt ist, schlüpft sie behutsam in das Bett und legt sich an seine Seite. Nicht das kleinste Gewicht kann sie ihm auflasten, ohne ihm weh zu tun, nicht einmal ihr schmales Handgelenk. Manchmal ist er um zwei Uhr morgens noch nicht eingeschlafen, die Augen weit offen in der Dunkelheit. Er konnte die Oase riechen, bevor er sie sah. Das Fließende in der Luft. Dieses Rauschen der Dinge. Palmen und Zügel. Das Aufeinanderschlagen von Blechkanistern, deren tiefer Klang verriet, dass sie mit Wasser gefüllt waren. Sie gossen Öl auf große weiche Filzstücke und legten sie ihm auf. Er war ein Gesalbter. Er konnte den einen stummen Mann spüren, der immer an seiner Seite blieb, das Aroma seines Atems, wenn er sich hinabbeugte, um ihn alle vierundzwanzig Stunden bei Einbruch der Nacht auszuwickeln und im Dunkeln seine Haut zu prüfen.


Kundenrezensionen

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Top-Kundenrezensionen

am 1. September 2012
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Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 3. Juli 2013
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