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Mal eben kurz die Welt retten: Die Deutschen zwischen Größenwahn und Selbstverleugnung Taschenbuch – 10. Mai 2017

4,6 4,6 von 5 Sternen 83 Sternebewertungen

Weltoffen, ökologisch, pazifistisch: Seit der Flüchtlingskrise 2015 sind die Deutschen endlich das bessere Volk geworden, das sie nach Auschwitz so lange sein wollten.

Markus Vahlefeld analysiert faktenreich ein linksliberales Denken, das sich der deutschen Gesellschaft bemächtigt hat. Lustvolle Selbstanklage und totaler Werterelativismus sind dabei die Türöffner, um die Feinde des freiheitlich-säkularen Westens unter dem Deckmantel der Toleranz willkommen heißen zu können. Ganz vorne mit dabei: eine CDU-Bundeskanzlerin, die Weltoffenheit, Ökologie und Pazifismus zur neuen deutschen Staatsräson erhoben hat und die Sehnsucht der Deutschen nach Wiedergutwerdung endlich erfüllt.

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Markus Vahlefeld, 1966 in Hong Kong geboren, Deutsch-Brite, aufgewachsen in Hamburg, Abitur in Washington, D.C., Studium der Philosophie in Bonn, Berlin und Barcelona, Gründer und Geschäftsführer einer Privatschule, dann Wechsel in die Filmproduktion, zuletzt in der Geschäftsführung der hr-Tochter Taunusfilm in Wiesbaden. Seit 2003 selbständig als Produzent und Autor mit dem Schwerpunkt Wein & Genuss. Markus Vahlefeld ist ständiger Autor auf der Achse des Guten (achgut.com). Er ist verheiratet, lebt in Köln und arbeitet in einem kleinen Weindorf im Rheinhessischen.

Henryk M. Broder ist einer der scharfzüngigsten deutschen Publizisten und Buchautoren. Broder schrieb von 1995 bis 2010 hauptsächlich Kolumnen und Polemiken für das Magazin Der Spiegel und für die Berliner Tageszeitung Der Tagesspiegel. Seit 2011 ist er für Die Welt, die Welt am Sonntag und Welt Online tätig. Er ist Autor mehrerer Bücher, unter anderem des Bestsellers Hurra, wir kapitulieren! Zudem ist er Mitbetreiber des Weblogs Die Achse des Guten, für den er auch Artikel schreibt. Broder ist oft Gast in TV-Talkshows.

Produktinformation

  • Herausgeber ‏ : ‎ epubli; 4. Edition (10. Mai 2017)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 240 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3745083768
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3745083767
  • Abmessungen ‏ : ‎ 14.81 x 1.4 x 21.01 cm
  • Kundenrezensionen:
    4,6 4,6 von 5 Sternen 83 Sternebewertungen

Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
4,6 von 5
83 weltweite Bewertungen

Spitzenbewertungen aus Deutschland

Rezension aus Deutschland vom 8. Februar 2018
Eine Rezension in Zusammenarbeit mit @cocoliberdade, dem ich sehr danke.

A. Vorwort von Henryk M. BRODER unter dem Motto „Willkommen im Irrenhaus Deutschland!“
Wie Politik und Medien es in persona organisieren, berichtet der jüdisch-polnische Publizist. Nach ihm steht VAHLEFELD in der Tradition von Eike GEISEL, „Die Wiedergutwerdung der Deutschen“, kurz nach der Wende publiziert, stets in Bezug auf III. Reich & Co.. Ziele des neuen Deutschlands: ökologisch, weltoffen, weiblich, pazifistisch etc. (der Kanon des Gutmenschen). Während BRODER den Klamauk des Irrenhauses beschreibt bzw. beschrieben hat, sei es die Absicht von VAHLEFELD, das Irrenhaus zu analysieren. Deutschland als Flakschiff der Weltrettung!
B. Einführung
Europa & EU: Um Deutschland sei es mit 2015 einsam geworden. Kritik aber auch an der EU-Politik: Weigerung, die Grenzen zu sichern, islamischen Fanatismus aktiv zu bekämpfen etc. Die Anti-Trump-Hysterie ... Alternativloses Denken im Westen allg. verbreitet und beherrscht den Diskurs (keine Argumente, sondern moralisierende Arroganz) – und irgendwann wird diese (West-)Blase platzen! (s. Kapitel 2)
1. „Der deutsche Komplex“
o.g. Wiedergutwerdung. Absurde Zitate in der Politik: „Wir kriegen jetzt plötzlich Menschen geschenkt“ im Jahr 2015 (die Deutschen waren/sind ja Unmenschen bis dato). Analysiert die Pathologie des Deutschtums immer in Bezug auf NS-Zeit und den Holocaust.
2. „Die Blase, in der wir leben“
Mit „Blase“ (s. auch B.) sind die Lebenslügen des linken Mainstreams gemeint: Kampf gegen Rechts, Rassismus, (ewige) Erinnerung an die NS-Zeit und den Völkermord [dagegen ist ja nichts einzuwenden; problematisch ist die Zelebrierung als negativen Nationalkult; siehe „Ausschwitzkeule“] –wie immer sind die Deutschen ja Weltmeister des Bösen [siehe auch Hereromassaker – als wenn es das in anderen Kolonien nicht gegeben hätte]. Stolz, ein Deutscher zu sein, gilt nur negativ, also sich für Adolf Hitler zu schämen.
3. „Das linke Denken“
In diesem Kapitel wird die Absurdität und Sprache der „political correctness“, des „gender mainstreams“ und andere Ideologismen des linken Gutmenschen analysiert, der hier vorgeführt wird. VAHLFELD schildert die Entwicklung der klassischen Linken (z.B. fortschrittlich, technisch orientiert, kampfbereit etc.) über die 68er Bewegung hin zum grünen Populismus von heute („weniger ist mehr“, technikfeindlich, pazifistisch); Beispiel: der Atomausstieg 2011. Deutschland wird auch nicht das Klima retten (können) – das ist schlechthin Quatsch. Philosophisch leitet VAHLEFELD das über den Universalienstreit her, Idealismus (A) gegen Nominalismus (B). Während (A) kollektiv angeordnet und unfrei ist (gottgläubig), ist (B) individuell kritisch/reflektierend und frei. (B) kann dialektisch umkippen in Dekonstruktivismus: Alles sei nur gesellschaftlich und sprachlich konstruiert (z.B. „Das Leben lebt nicht.“ ADORNO) und jetzt z.B. „es gibt kein Geschlecht“ ....
4. „Die grosse Öffnung“
Bericht über die Vorgänge von 2015 (weitestgehend bekannt). VAHLFELD nennt die massenhafte unkontrollierte Masseneinwanderung aus dem Orient und Afrika „Völkerwanderung (der jungen Männer)“. Ursachen: failed states, Armut, Bürgerkriege, autoritäre (islamische) Gesellschaften ohne Perspektiven. Die Propaganda in Deutschland hierzu wird in Kapitel 5 analysiert.
5. „Der Sound der Krise“
Propaganda und Populismus (inkl.) der Politik und der Medien. Die deutsche moralische und politische Hybris gegenüber anderen Staaten Europas. Die Lügen: „Flüchtlinge“ (de facto größtenteils illegale Einwanderer) bringen wirtschaftlichen Aufschwung, retten (somit) die Renten und lösen die demographische Überalterung (bestes Kontrabeispiel Japan), unkontrollierte Einwanderung bringt keine Gefahren mit sich [am 6.2.2018 auf ntv als Lauftext: BKA warnt vor Extremisierung von „Flüchtlingen“] – nach den Attentaten in Paris und Berlin sind viele ganz leise geworden [man hört übrigens auch den Satz nicht mehr „Das hat Alles nichts mit dem Islam zu tun.“]. Übrigens werden deutsche Opfer, siehe Breitscheidplatz, wo nur nichtdeutsche Nationalsymbole zu sehen waren, weniger wichtig genommen - sind ja nur Deutsche :-(

6. „Eurabien“ [übrigens auch in Frankreich als Vision beliebt]

- Araber und als Islam gelten als (positives) Faszinosum bei den Gutis und Linken
- Zukunftsplanung Europas zusammen mit der arabischen-islamischen Welt sei eine Katastrophe
- der Islam ist kein positives Vorbild für die westliche Welt; der Islam gehört nicht zu Deutschland und er wird immer Probleme im Zusammenleben der Bevölkerungsgruppen untereinander erzeugen
VAHLEFELD fragt sich auch, warum bei einer teils 40% hohen Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa (EU-Staaten und (kultur-)näher), wir uns (hauptsächlich) junge Männer aus (kultur-)fernen Regionen mit islamischer und patriarchalischer Mentalität ins Land holen. Sachlich falsch von VAHLEFELD: Türken und Araber sind sich nicht sprachlich nahe, religiös nur sunnitische Moslems, und Osmanen als ehemalige Kolonialmacht bei Arabern nicht sonderlich beliebt (beide Nationen werden übrigens erst in den 1920er Jahren konstituiert); entlang der syrischen Grenze leben Araber, Kurden und wenige (christliche) Assyrer – keine Türken.

Fazit: Interessante und lesenswerte Lektüre! Besonders analytisch und anspruchsvoll ist Kapitel 3. Einiges wiederholt sich durch alle Kapitel. VAHLEFELD outet sich als freier Denker (weder links noch rechts getaktet). Kauf hat sich gelohnt!
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Rezension aus Deutschland vom 4. Juni 2017
Das deutsche Staatsversagen der letzten 20 Monate wird in drei Büchern hervorragend beschrieben: Robin Alexander befasst sich in seinem Werk „Die Getriebenen“ mit dem, was war. Markus Vahlefeld analysiert überwiegend die Ursachen. Phänomene und Ursachen sind nun eindeutig identifiziert. Das dritte Buch, das eine Problemlösung entwirft, muss noch geschrieben werden.

Am Anfang fragt sich Vahlefeld, woher die Lebenslügen der Realitätsverweigerer kommen, die objektive Erkenntnisse negieren, so beispielsweise das Staatsversagen im Sommer 2015, als der gesunde Menschenverstand ausgeschaltet, Recht und Ordnung außer Kraft gesetzt und wider besseres Wissen unser Land geflutet wurde. Die darauf folgende Politik der Pleiten, Pech, Pannen und Lügen sowie der weiteren Rechtsbrüche hätte gereicht, um die Verantwortlichen vor den Kadi zu zerren. In anderen Ländern wurden schon aus nichtigeren Gründen Revolten angezettelt. Aber warum haben die Deutschen all das hingenommen?

Nach einer lehrreichen Auseinandersetzung mit dem Nominalismus kommt Vahlefeld zum Schluss, dass die Einzelperson längst ihre Würde und ihren Wert dem Staat geopfert hat. Dadurch hat sich eine irrationale Flüchtlingspolitik etabliert, bei der die willigen Deutschen Schuldkomplex und Helfersyndrom ausleben konnten. Unterstützt wurde diese Paranoia von der 4. Säule der Demokratie, den rotgrün-dominierten Medien, die sich damit selbst ein Bein stellten, weil sie von vielen Deutschen nur noch als „Lügenpresse“ wahrgenommen wurden.

Als der Terror sich den Weg über die Flüchtlingsroute nach Europa bahnte und in jeder Woche Dutzende Opfer zu beklagen waren, diagnostizierte Vahlefeld die Unfähigkeit der Deutschen zu trauern. Das waren doch alles nur Kollateralschäden, die man gerne hinnimmt, wenn man mal eben kurz die Welt rettet.

Anschließend kommt Vahlefeld den Gründen auf die Spur, warum die Doktrin der Gutmeinenden, der so genannte „Linksliberalismus“ sich partout der Realität verweigert: Dessen scheinbarer Humanismus, gepaart mit klimatologischen Weltuntergangsszenarien kulminiert in einem Schuldkomplex, der die Gutmeinenden davon abhält zu erkennen, woher die gegenwärtigen Probleme kommen. Dabei haben Heinsohn und Sloterdijk schon vor über 15 Jahren die Ursache eindeutig identifiziert: Der Bevölkerungsüberschuss (Youth bulge) in den Ländern der 3. Welt.

Am Ende fragt sich Vahlefeld, warum die Kanzlerin fast eigenmächtig, also ohne Rückendeckung des Parlaments und der Minister Energiewende, Griechenlandrettung und Flüchtlingskrise ausgelöst und dabei viele Rechtsbrüche in Kauf genommen hat. Die Pastorentochter scheint zu glauben, dass die Epoche der Staatlichkeit zu Ende gehe und sie arbeitet an ihrer Zukunftsvision: Eurabien.

Wir können nur hoffen, dass WIR sie davon abhalten – nicht nur im Interesse Deutschlands.
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