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Wohlstand für alle Kindle Ausgabe
Der Titel des Buches Wohlstand für Alle ist zu einem verbreiteten Slogan geworden. Von Sahra Wagenknecht bis Friedrich Merz berufen sich noch heute viele unterschiedliche Politiker auf Ludwig Erhards Konzept der Sozialen Marktwirtschaft. In der Tat sind seine beiden Kernideen bis heute aktuell und gültig: Die freie Wirtschaft muss vor staatlichen Eingriffen sowie vor Kartellen und Monopolen geschützt werden, und die überkommene Situation einer dünnen Oberschicht, die einer breiten Unterschicht gegenübersteht, muss durch Wettbewerb überwunden werden. Ludwig Erhard ging es vor allem um den Zweiklang und das Wechselspiel von Freiheit und Verantwortung des Einzelnen: Freiheit gilt es zu schützen, Verantwortung gilt es zu übernehmen.
Für jeden wirtschaftlich und politisch Interessierten, der die Formulierungen „Wohlstand für Alle“, „soziale Marktwirtschaft“ und „Soziale Gerechtigkeit“ benutzen möchte, ist die vorherige Lektüre der ursprünglichen Quelle eingehend zu empfehlen.
- SpracheDeutsch
- HerausgeberEcon Verlag
- Erscheinungstermin28. September 2020
- Dateigröße8278 KB
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Produktbeschreibung des Verlags
ECON Verlag
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| Preis | 20,00 €€20,00 | 20,00 €€20,00 | 20,99 €€20,99 | 24,99 €€24,99 | 21,99 €€21,99 |
| Ausgabeart | Hardcover | Paperback | Hardcover | Hardcover | Hardcover |
Produktbeschreibungen
Über die Autorenschaft und weitere Mitwirkende
Ludwig Wilhelm Erhard (1897 bis 1977) war von 1957 bis 1963 Vizekanzler und von 1963 bis 1966 der zweite Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Er gilt als Vater des „deutschen Wirtschaftswunders“ und der Erfinder des als Soziale Marktwirtschaft bezeichneten Wirtschaftssystems der Bundesrepublik.
Produktinformation
- ASIN : B08CZYRS1J
- Herausgeber : Econ Verlag; 1. Edition (28. September 2020)
- Sprache : Deutsch
- Dateigröße : 8278 KB
- Text-to-Speech (Vorlesemodus) : Aktiviert
- Screenreader : Unterstützt
- Verbesserter Schriftsatz : Aktiviert
- X-Ray : Nicht aktiviert
- Word Wise : Nicht aktiviert
- Haftnotizen : Auf Kindle Scribe
- Seitenzahl der Print-Ausgabe : 418 Seiten
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 151.717 in Kindle-Shop (Siehe Top 100 in Kindle-Shop)
- Nr. 255 in Soziale Gerechtigkeit
- Nr. 652 in Deutsche Geschichte (Kindle-Shop)
- Nr. 735 in Börse & Geld (Kindle-Shop)
- Kundenrezensionen:
Über die Autoren

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In 16 Kapiteln beschreibt Ludwig Erhard seine Version einer gerechten Welt, einer Gemeinschaft, in der alle zum Wohlstand kommen können. Der „rote Faden“ ist auch die Überschrift des ersten Kapitels, in dem er unmissverständlich klar macht, was er unter einer sozialen Marktwirtschaft versteht: „Das ist der soziale Sinn der Marktwirtschaft, dass jeder wirtschaftliche Erfolg, wo immer er entsteht, dass jeder Vorteil aus der Rationalisierung, jede Verbesserung der Arbeitsleistung dem Wohle des ganzen Volkes nutzbar gemacht wird und einer besseren Befriedigung des Konsums dient. Die Marktwirtschaft ist deshalb von dem System des freien Wettbewerbs nicht zu trennen; sie kann daher auch nicht auf die Funktion des freien Preises verzichten. Wer die Funktion des freien Preises ausschalten will – gleichgültig, ob das nun durch staatliche Stellen oder durch unternehmerische Organisationen wie durch Kartelle erfolgt -, ertötet damit den Wettbewerb und läßt die Wirtschaft erstarren.“ (S 201).
Heute wird der Begriff der sozialen Marktwirtschaft für alles beliebige verwendet, für was der Begriff „sozial“ so alles bedeuten könnte. Vor allem die leere Worthülse „soziale Gerechtigkeit“ wird gerne für jeden Unsinn hergenommen. Der wesentliche Grundpfeiler von Erhards sozialer Marktwirtschaft besteht in seinem klaren Bekenntnis zum Wettbewerb. Aus seiner Sicht ist der Wettbewerb das erfolgversprechendste Mittel zur Erreichung und Sicherung jeden Wohlstandes. Wohlstand für alle und Wohlstand durch Wettbewerb gehören untrennbar zusammen.
Ein weiterer, klarer Basispfeiler seiner Politik bestand darin die Energien auf die Mehrung des Ertrages der Volkswirtschaft zu richten als sich in Kämpfen um die Distribution des Ertrages zu zermürben. Es ging Erhard stets darum den Kuchen größer werden zu lassen, damit alle davon partizipieren können, anstatt die Energien in die verbissene Verteilung der Krümel zu verschwenden. Der Erfolg von Erhard - und damit der des deutschen Volkes - war phänomenal, wie aus sämtlichen Statistiken bewiesen werden kann. Ironischer Weise haben auch die SPD-Wähler massiv von der Wohlstandsmehrung durch die soziale Marktwirtschaft profitiert, und zwar in einer Intensität, die selbst die optimistischsten Volkswirtschaftler nicht einmal ansatzweise prognostiziert haben.
Bei seinem Kampf hatte Erhard vor allem mit der SPD eine erbitterte Gegnerin, die stets versuchte, die soziale Marktwirtschaft zum Scheitern zu bringen. Wenn es nach der SPD gegangen wäre, dann hätte das Nachkriegsdeutschland die Zwangsbewirtschaftung beibehalten sollen. Deutschland wäre bei einer SPD-Regierung wahrscheinlich dort gelandet, wo die östlichen Länder Deutschlands sich hin entwickelt haben, in Richtung Unfreiheit, Zwangsbewirtschaftung und Sozialismus. Der Erfolg der sozialen Marktwirtschaft war extrem und führte zu den großen Wahlsiegen der CDU bei den Bundestagswahlen 1953 und 1957.
Heute versuchen in Berlin die Politiker von Rot-Rot-Grün in der Wohnungswirtschaft den entgegen gesetzten Weg von Erhard zu realisieren, indem sie zu Preisfestsetzungen (Mietpreisbremse) und Wohnungsenteignungen und somit zur staatlichen Zwangswirtschaft zurückkehren wollen, die schon unter der SED zum Untergang der DDR geführt hat. Es ist tragisch, dass es heute Politiker gibt, die den erfolgreichen Weg Ludwig Erhards ablehnen und stattdessen den verhängnisvollen Weg der Zwangsbewirtschaftung vorziehen, wohlwissend, dass bisher alle diesbezüglichen Versuche gescheitert sind.
Das Buch Wohlstand für alle ist ein Klassiker und für jeden wirtschaftlich und politisch Interessierten zu empfehlen. Jedenfalls würden heutige Politiker mit hoher Wahrscheinlichkeit bessere Entscheidungen treffen, wenn sie dieses Werk gelesen hätten.
Politiker (und auch polit. Journalisten) gemacht werden. Seine Ausführungen über die Finanzpolitik und seine statistischen Zahlenkolonnen sind dabei weniger intereeasnt und auch nicht aktuell. Wichtig ist sein grundsätzliches Anliegen dersozialen Gesellschaftspolitik:
Die überkommenen Vorstellungen der Einkommensgliederung zwischen Armen und Reichen müssen überwunden werden, da dieser Zustand einer fortschrittlicher Entwicklung der Gesellschaft entgegensteht.
50 Jahre nach Erhard hat die vorwiegend konservative Politik einen Zustand geschaffen, der den Vorstellungen der
Sozialen Marktwirtschaft Erhards Hohn spricht: Noch nie war die Schere zwischen der Oberschicht, die sich jeden Konsum leisten kann, und der breiten Unterschicht mit unzureichender Kaufkraft so groß wie heute.
Es ist Zeit zur Besinnung, bevor diese Mißstände gesellschafftlichen Spregsatz entwickeln.
Dabei nimmt er oft Bezug auf die derzeitige Weltlage, Meinungen, die ihn erreichten, und lässt kaum eine Chance aus, seine wirtschaftsliberale Politik gegen die Wünsche nach Planwirtschaft zu verteidigen.
Alle Aussagen zu den positiven Entwicklungen in der BRD belegt er dabei mit Statistiken des statistischen Bundesamts und verfeinert seine Aussagen mit Karikaturen aus derzeitigen Zeitungen.
Meiner Meinung nach ist dieses Buch Pflichtlektüre für jeden mündigen Bürger. Sicherlich nicht wegen der wirtschaftlichen Ausführungen, die ich teilweise selbst nicht ganz durchblickt habe, sondern vielmehr, um sich mit den Umständen während der Errichtung der sozialen Marktwirtschaft vertraut zu machen und nachvollziehen zu können, warum die soziale Marktwirtschaft die Wirtschaftsform Deutschlands ist.