Kleine Monster überfallen den schlafenden König heimlich. Doch statt sein reichhaltig vorhandenes Gold zu stibitzen, nehmen sie lediglich die Hose des überraschten Königs mit. Dies kannst du als mächtiger Herrscher natürlich nicht auf dir sitzen lassen und machst dich deshalb mit deinem Schwert bewaffnet auf die Jagd nach dem Hosendieb.
Um ihn zu fassen, musst man sich durch verschiedene, schlauchförmig aufgebaute Levels durch feindlichen Burgen in verschiedenen Umgebungen kämpfen. In diesen warten viele verschiedene Gegner in kleinen und voneinander strikt abgetrennten Mini-Arenen. Hast du eine Arena von allen Feinden gesäubert, indem du sie in Hack’n’Slay-Manier mit deinem Schwert in die ewigen Jagdgründe geschickt hast, öffnet sich eine Tür und du kannst die nächste Arena betreten.
Aber nicht nur die verschiedenen Gegnertypen sowie die mächtigen Endbosse, von denen es zehn verschiedene gibt, machen es dir auf der Suche nach deinem Beinkleid schwer. Auch der Boden stürzt manchmal ohne Vorwarnung ein oder Bomben kosten dich einen Teil deiner begrenzten Lebensenergie. Diese kannst du aber, zusammen mit Goldmünzen und Barren, unterwegs immer mal wieder aufladen, indem du von Gegnern und Schatztruhen abgeworfene Herzen einsammelst.
Die Steuerung ist sehr einfach gehalten, was ich voll und ganz gutheiße. Statt dich mit Dual-Stick-Steuerung durch die fantasiereich gestalteten Feinde zu metzeln, setzt das Spiel auf ein Steuerkreiz auf der linken und einen einfachen Schlagen-Button auf der rechten Seite. Um einen Feind zu treffen, musst du logischerweise in seine Richtung gucken. Weitere Buttons gibt es nicht – einfach und lobenswert.
Fazit:
Wer kleine, aber fein gemachte Hack’n’Slay-Spiele in einem tollen und gar nicht so martialisch, wie man es von diesem Genre erwarten würde, dreinschauenden Comiclook mag, der dürfte mit Trouserheart voll und ganz auf seine Kosten kommen. Eine lustige Idee trifft auf gelungenes Gameplay mit einer einfachen, aber eingängigen und voll funktionalen Steuerung sowie einer gehörigen Portion Spielspaß. Der Schwierigkeitsgrad ist auch nicht zu einfach, vor allem wenn man an die Endgegner und die zwei verschiedenen Schwierigkeitsstufen denkt. Wenn ich einen kleinen Kritikpunkt ausmachen müssen, dann hätten mir noch etwas mehr Umfang gewünscht.