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Oldboy [Special Edition] [2 DVDs]
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25. August 2017
"Bitte wiederholen"
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DVD
3. März 2005
"Bitte wiederholen"
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18. Oktober 2007
"Bitte wiederholen"
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16. Februar 2012
"Bitte wiederholen"
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Produktinformation
- Seitenverhältnis : 16:9 - 2.35:1, 16:9 - 1.77:1
- Alterseinstufung : Freigegeben ab 16 Jahren
- Verpackungsabmessungen : 18.6 x 14.2 x 1.8 cm; 100 Gramm
- Medienformat : Dolby, DTS, PAL, Sonderausgabe, Surround-Sound
- Laufzeit : 1 Stunde und 55 Minuten
- Erscheinungstermin : 3. März 2005
- Darsteller : Choi Min-sik, Choe Min-shik, Yu Ji-tae, Kang Hye-jeong, Ji Dae-han
- Untertitel: : Deutsch
- Sprache, : Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Koreanisch (Dolby Digital 5.1)
- Studio : EMS GmbH
- ASIN : B0007INNM2
- Anzahl Disks : 2
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Amazon Bestseller-Rang:
Nr. 94,807 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)
- Nr. 16,761 in Krimi (DVD & Blu-ray)
- Nr. 19,029 in Thriller (DVD & Blu-ray)
- Nr. 25,557 in Drama (DVD & Blu-ray)
- Kundenrezensionen:
Rezensionen
Kurzbeschreibung
15 Jahre eingesperrt, 5 Tage Zeit für Rache:
Ohne erkennbaren Grund wird der Geschäftsmann Oh Dae-su entführt und in einen fensterlosen Raum gesperrt. Sein einziger Kontakt zur Außenwelt ist ein Fernseher, über den er eines Tages aus den Nachrichten erfährt, dass seine Frau ermordet wurde und er selbst dafür verantwortlich gemacht wird. Nach 15 langen Jahren in völliger Isolation wird Oh Dae-su – ebenso unvermittelt, wie er gefangen genommen wurde – schließlich in die Freiheit entlassen. Auf der Suche nach Antworten schwört er Rache an seinen Peinigern, doch die Tortur ist für ihn noch nicht überstanden ...
Bonusmaterial:
Audiokommentar von Park Chan-Wook, Choi Min-Sik, Yoo Ji-Tae und Kang Hye-Jeong; Bei den Dreharbeiten; Deutscher Kinotrailer; Making Of "Oldboy"; Cast & Crew Interviews (Kommentare zu den Dreharbeiten); Old Boy Cannes Special; Entfernte & alternative Szenen; Musikvideo; Koreanischer Originaltrailer; Teaser Trailer; TV Spot; Bildergalerie;
Amazon.de
Atemberaubendes Autorenkino aus Südkorea. Chon-Wook Parks Festivalerfolg Old Boy.
Spätestens seit Joint Security Area (2000) ist Chan-Wook Park in seinem Heimatland Südkorea eine Berühmtheit. Der gigantische Erfolg des Films, auch und gerade an der Kinokasse, kam einer Carte Blanche gleich, die der Regisseur wohlbedacht ausspielte. Schon sein darauffolgender Film, Sympathy for Mr. Vengeance, verstörte mit Bildern kaum zu überbietender Grausamkeiten und überraschte durch eine ungemein ökonomisch voranschreitende Rächergeschichte. Auch der in Cannes 2004 mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnete Old Boy führt den Zuschauer an der Seite seines Helden durch die Hölle, eine schwer zu ertragende Tour de Force, nichts für Zartbesaitete und dennoch, oder vielleicht gerade deshalb eine Offenbarung.
Der koreanische Geschäftsmann und Familienvater Dae-su (Min-sik Choi) wird von einem Unbekannten, scheinbar grundlos, in ein fensterloses Zimmer gesperrt. Einzige Verbindung zur Außenwelt ist ein Fernseher, über den Dae-Su den Mord an seiner Frau und das Verschwinden seiner Tochter miterlebt. 15 Jahre vergehen, bis der Bedauernswerte auf einem Hochhausdach aus seiner Gefangenschaft erwacht. Ein schier unvorstellbares Martyrium, das jedoch nur den Anfang für einen zynisch-bitteren Rachefeldzug beschreibt.
Es gibt Bilder in Old Boy, die man sein Leben lang schwer vergessen wird. Etwa die Fangarme des sich windenden Tintenfischs den Dae-Su kurz nach seiner Freilassung lebend verschlingt, die sich im Todeskampf an dessen Mund- und Nasenhöhlen klammern und die in ihrem Bestreben recht anschaulich die Qualität des Films beschreiben; dessen stoische Unnachgiebigkeit, die wilde Inszenierungswut, den Willen aufs Ganze zu gehen, auf Leben und Tod. Old Boy ist alles andere als Unterhaltungskino, kein Eskapismus, kein zuckersüßes Happy-End. Im Gegenteil: der Film ist eine Zumutung, im positiven Sinn, beinahe eine Vergewaltigung insofern er dem Betrachter die Auseinandersetzung mit dem Gesehenen aufzwingt. Man kann den Film als Allegorie sehen, auf eine Gesellschaft, der kaum Zeit blieb sich zu entwickeln, die unversehens im Turbokapitalismus gelandet ist, ohne wirklich zu wissen wie ihr geschah. Unter dem Strich, hinter der Fassade der coolen Bilder, hinter der atemberaubenden Beschleunigung um den Kern der Geschichte, bleibt eine verstörende Wahrheit, die sich über die Figuren auf ihren Ausgangspunkt zurückführen läßt und deren Banalität darin besteht, was Menschen bereit sind einander zuzufügen. Thomas Reuthebuch>
VideoMarkt
15 Jahre verbringt Oh Dae-su, ohne menschlichen Kontakt, von Unbekannten festgehalten, in einem fensterlosen Ein-Zimmer-Apartment. Die Nabelschnur zur Außenwelt sind eine Klappe, über die er Tiefkühlkost erhält, und der Fernseher. Über den erfährt er auch vom Mord an seiner Frau. Eines Tages lassen ihn seine Peiniger völlig unvermittelt mit der Auflage frei, den Grund für seine Gefangenschaft herauszufinden. Doch Dae-su kennt fortan nur noch ein Ziel: blutige Rache an seinen Kidnappern und Vergeltung für den Mord an seiner Gattin.
Video.de
Eine satte Portion "Wiedergutmachung", eiskalt serviert von Koreas Regiestar Park Chan-wook. Nach seinem brillanten Politkrimi "Joint Security Area" beschäftigt sich Park wieder mit seinem Lieblingssujet, das er zuletzt in "Sympathy for Mrs. Vengeance" thematisierte. In Cannes mit dem Jurypreis ausgezeichnet, vereint sein knallharter Krimi eine packende, ungewöhnliche Story mit handwerklicher Finesse - Vergleiche mit Tarantino oder Fincher sind erlaubt! Asien-affine Spannungsfans werden die im Kino weit unter Wert gelaufene Schlachtplatte genüsslich verschlingen.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Erbarmungsloses und stilistisch faszinierendes Rachedrama, für das der Koreaner Park Chan-Wook in Cannes mit dem Grand Prix der Jury ausgezeichnet wurde.
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Kundenrezensionen
Spitzenbewertungen aus Deutschland
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es wäre schade zu viel zu verraten. Aber, auch wenn man ALLES weiß, ist man immer noch allein mit der Story, die uns an die Grenzen bringt...
...kam der Familenvater Oh Dae-su (Choi Min-sik) wieder frei.
Er wurde am Vorabend des vierten Geburtstags seiner Tochter von einem oder mehreren Unbekannten entführt.
Den ganzen Tag vorher hat er getrunken und die Frauen verbal belästigt. Als sein Freund ihn abholen möchte, können sie noch telefonieren, dann war Dae-su weg. Verschwunden!
Er findet sich in einem Zimmer, seine Entführer sieht er nicht. Die Nahrung bekommt er durch eine Türklappe, die aber ganz unten geöffnet ist. So kann er niemanden sehen. Wenn jemand in sein Zimmer kommt, wird er mit dem Gas außer Gefecht gesetzt. Er ritzt sich die "Zahlen" an seine Hand, eine Linie für ein Jahr. In seinem Gefängnis hat er einen Fernseher. Dort sieht er, dass ER angeblich seine Frau getötet hat. Über seine Tochter weiß er nichts.
Jahrelang schreibt er seine Geschichte in grüne Hefte und wartet. Er WILL sich rächen. Seine Nahrung - immer die Teigtaschen, man rasiert ihn, aber er wird alt in den Jahren. Das Zimmer hat eine Kuckucksuhr, ein Fenster (bemalt), sonst dunkel, schrecklich...
So wie seine Haft begonnen hat, so ist sie zu Ende. Nach fünfzehn Jahren ist er draußen und findet sich in seiner alten Welt, die sich aber in den Jahren sehr verändert hat. Er wacht auf dem Dach eines Hochhauses auf, versucht noch mit einem Mann zu sprechen...
Dann beginnt die Suche. In einer Sushi-bar wird ihm Oktopuss serviert - er möchte etwas "lebendiges" essen. Die junge Köchin Mi-do (Kang Hye-jeong) kennt er sogar aus dem Fernseher, er hat ja alles gesehen und war mit der Welt von 1988 bis 2003 nur so im Kontakt.
Als ein Bettler ihm ein Handy bringt, seine grünen Hefte und ziemlich viel Geld, kann er sich in die Welt begeben. Die junge Köchin nimmt ihn zu sich, pflegt ihn. Dae-su will erfahren, wo er war. Er kennt nach Jahren den Geschmack der Teigtaschen und findet das Restaurant. Er folgt dem Lieferdienst - und findet auch sein Gefängnis.
Ob ihm das hilft?
Sein Entführer stellt sich nämlich selbst vor, es ist der reiche Unternehmer Lee Woo-jin (Yoo Ji-tae). Seine Worte klingen prophetisch; Dae-su soll sich NICHT fragen, warum er entführt wurde, er sollte die Lösung finden, WARUM er freigelassen wurde. Nur fünf Tage Zeit gibt ihm sein Peiniger. Und keine Hinweise, außer eine Bemerkung; "er habe zu viel geredet".
Es folgen die Tage, in denen Dae-su alles dransetzt, seinen Entführer zu finden. Als ihm das gelingt, hilft es ihm wieder nicht viel. Er muß, soll die Zusammenhänge erkundigen, die ihn mit dem Entführer (und seinem Team) verbindet.
Denn, es gibt sie, die Geschichte der beiden. Eine Schule, ein junges Mädchen...Dae-su kommt langsam der Wahrheit näher.
Und die ist so schlimm, dass er alles tun will um einen Menschen zu retten.
Der Film aus dem Jahre 2003/4 von südkoreanischem Starregisseur, Park Chan-wook ist keine leichte Kost. Es gibt NICHTS, was der Film nicht zu bieten hat. Die lange, lange Zeit, in der ein Mann auf die Rache wartet, kann man verstehen, besonders weil er sich keiner Schuld bewusst ist. Und ihm alles genommen wurde. Fünfzehn Jahre lang lässt Park seinen Helden ohne menschlichen Kontakt, ohne Berührung...
Ist das nich zu lang um danach noch ein "normales" Leben zu führen? Und er lässt den Entführer NOCH länger auf seine Rache warten. Das Gefängnis ist nämlich "nur der Beginn". Fünfzehn Jahre und dann fünf Tage Zeit. Einer hatte sich Rache in der Dunkelheit des Zimmers vorgestellt, der andere kannte sie schon vorher und hat sich jahrelang vorbereitet. Minutiös!
Was hat ein Mensch getan, um ihn so zu bestrafen? Und, ist es möglich das ÜBERGEFÜHL "der Rache" so lange aufrecht zu halten? Wird sie nicht mit der Zeit mehr zu einer Obsession, in der die Gefühle nur am Rande eine Rolle spielen? Das wichtigste, seinen "Feind" zu entwürdigen, ihn zu beherrschen, ihm alles zu nehmen .... das wurde mit den Jahren schwächer, weil nur ein Gedanke geblieben ist - Ich nehme Dir das Liebste....
Die Geschichte bringt uns an Rand der Selbstzweifeln...wir können nicht mehr rational denken. Aber auch die Gefühle werden immer ärger strapaziert. Man will, es soll zu Ende gehen und doch wartet man...
Gibt es Gewinner, gibt es Verlierer? Meine Meinung behalte ich für mich...
Ein Film, der zwar nicht so gut ist wie "Sympathy for Mr. Vengeance" (2002), aber das ist meine subjektive Meinung. Der genannte Film war für mich eine Offenbarung. Der besprochene ist natürlich sehr sehr gut.
Obwohl, nach diesem Film muß ich mir eine Komödie ansehen (mindenstens).
Park Chan-wook sagt, seine Vorbilder sind Bergman, Aldrich, Polanski, Hitchcock....Er hat sie alle erreicht, ohne jegliche Zweifeln.
Kult ist ja auch die Szene wo er wirklich !!!! einen lebendigen Tintenfisch isst. Habe ich nachgesehen bei Wikipedia. Nicht gestellt. Die Story hat auch einige Rückblenden und man rätselt echt mit warum jemand ihn für 15 Jahre entführt und eingesperrt hält. Auf die Lösung am Ende wäre ich nie gekommen, ist aber so einigermaßen glaubhaft.
Da hier das Ende eben auch sehr Tarantino ist, wird es blutig.
Für wenn also ist Old Boy geeignet? Nicht für Fans von reinen Actionfilmen, die keine Story bieten aber dafür Explosionen und Ballerei ohne Ende. Nein, hier sollte man die Tarantino Filme mögen, sonst sollte man echt die Finger davon lassen.
Ist Old Boy ein Meisterwerk? Nein, auch nicht. Er bietet tolle und gute Unterhaltung, ist wirklich mal was ganz anderes was ich sonst gesehen habe, aber er hat auch einige Längen. Da ich aber eben auch ein Tarantino Fan bin, gefiel er mir eigentlich sehr gut. Vor allen viel besser als Death Proof. Hier hat Tarantino echt mal ins Klo gegriffen.
Mehr will ich auch nicht von der eigentlichen Handlung preisgeben, denn ansonsten gerate ich in große Gefahr, den eigentlichen Grund für die plötzliche Inhaftierung von Oh Dae-su und seinen langen Gefängnisaufenthalt zu verraten. Aus meiner persönlichen Sicht kann ich aber sagen, dass die Handlung und auch die Suche nach Antworten sehr spannend inszeniert sind, ohne dass der Film die Atmosphäre eines Krimis oder Thrillers besitzt oder gar selbst aufbauen will. Jedoch muss Oh Dae-su stets mit kleinen Hinweisen versuchen, sein eigenes Schicksal Schritt für Schritt aufzuklären, wobei er von einer jungen Frau unterstützt wird, über welche er jedoch am Ende des Films noch eine ziemlich verstörende Wahrheit erfährt und alles daran setzen muss bzw. will, dass diese selbst nichts von dieser Wahrheit mitbekommt. Auf seiner Suche scheint Oh Dae-su stets ein geheimnisvoller Mann voraus zu sein, der offensichtlich einen ziemlichen Hass auf Oh Dae-su hegt und der Grund für sein Schicksal sein muss, jedoch die ganze Zeit mehr oder weniger mit ihm spielt. Schließlich gibt er Oh Dae-su fünf Tage Zeit, alles über sein eigenes Verschwinden aufzuklären, denn ansonsten stirbt seine weibliche Begleiterin, die ihm auf der Suche nach Antworten hilft.
Mir gelang es bereits von Anfang an, mich mit dem Hauptcharakter identifizieren zu können. Da sitzt er nun, eingesperrt in einem Raum und wird langsam aber sicher verrückt. Gerade von der Gesellschaft eher isoliert lebende Menschen besitzen hier sicherlich die Möglichkeit, Oh Dae-su rasch als Protagonisten akzeptieren zu können. Dass dieser auf seiner Suche nach der Wahrheit auch zu allem entschlossen ist und selbst einen großen Hass auf den ihm unbekannten Täter besitzt, der ihm all dies schließlich angetan und 15 Jahre seines Lebens geraubt hat, ist dabei vollkommen verständlich. Jedoch besitzt auch der eigentliche Antagonist des Films einen sehr triftigen Grund, warum er Oh Dae-su all dies angetan hat, obwohl der alles auslösende Vorfall, welcher am 5. Juli 1979 geschah, schon sehr lange her ist. Aber wie bereits erwähnt, wenn ich jetzt noch mehr darüber schreiben würde, so würde ich definitiv zu viel von der sehr guten Handlung verraten und dann würde es sich gar nicht lohnen, sich den Film selbst anzuschauen.
Oh Dae-su selbst ist als Charakter zwar der Protagonist des Films, jedoch in seiner Art und Weise kein strahlender Held, sondern eher ein Opfer seines eigenen Schicksals, dem nun alles egal zu sein scheint, solange er nur seine Rache bekommen kann, auf welche Weise auch immer. Ihm macht es jedenfalls nichts aus, blutüberströmt sowie bei hellem Tageslicht durch die Straßen zu laufen oder auch einen noch lebenden Tintenfisch zu verschlingen. Mir hat all dies sehr gut gefallen, denn tatsächlich hat man es hier mit einem Charakter zu tun, der eigentlich nur schwerlich des Titels Protagonist würdig ist, in seinen Handlungen jedoch auch wiederum sehr nachvollziehbar wirkt, aufgrund seines extrem unfairen Schicksals und seiner verzweifelten Suche nach Antworten. Ich habe zwar schon sehr viele asiatische Filme gesehen, jedoch fällt mir spontan auch kein Film ein, der einen ganz ähnlichen Hauptcharakter aufzubieten hat, maximal vielleicht noch der japanische Film „The World Of Kanako“. Gerade deshalb hatte mir „Oldboy“ auch so gut gefallen, denn er lebt, meiner persönlichen Meinung nach, nicht nur von seiner spannend inszenierten Handlung, sondern vor allem auch von seinem sehr guten Hauptcharakter, der trotzdem immer noch glaubwürdig genug bleibt.
Ich habe in der Überschrift meiner Rezension bereits angemerkt, dass „Oldboy“ auch sehr hart sein kann und tatsächlich trifft dies auf einige Stellen des Films zu. Zwar gibt es auch nicht allzu viele Gewaltszenen, doch wenn eine von diesen auftritt, dann ist diese auch ziemlich heftig. Am widerlichsten fand ich hierbei eine Szene, in welcher Oh Dae-su zu seinem ehemaligen Gefängnis zurückkehrt und sich äußerst brutal am Leiter des Gefängnisses rächt, indem er diesem auf sehr grausame Weise einige Zähne zieht. Jedoch gibt Oh Dae-su im Film zu, dass er selbst zu einem Monster wurde, eben weil er so lange eingesperrt gewesen war, ohne überhaupt den Grund dafür zu kennen. Auch fragt er sich sogar, ob er zu seinem eigenen Selbst überhaupt zurückkehren wird, sobald er am Verantwortlichen für all das seine Rache genommen hat, da er nämlich befürchtet, auch danach dieses brutale Monster zu bleiben. Es ist also nicht so, dass er schon immer ein gewalttätiger Mensch gewesen wäre, obwohl er, laut seiner eigenen Aussage, nie wirklich mit anderen Menschen klargekommen war. Doch da Oh Dae-su nun überhaupt nichts mehr zu verlieren hat und nicht einmal seine weibliche Begleiterin, als sie ihn einmal darum bittet, von seinem Wunsch nach Rache abbringen kann, ist ihm dies auch erst einmal völlig egal, ob er nun ein Monster bleibt oder wieder zu seinem wahren Selbst zurückfinden wird. Meiner persönlichen Meinung nach besitzt der Film hier eine sehr wichtige Metapher. Zwar ist Oh Dae-su der klare Protagonist des Films, wenngleich er kaum wie ein wirklicher Protagonist wirkt, was ich weiter oben in meiner Rezension schon erwähnt habe und auch sehr gut finde, jedoch hegt er nun einen solchen Hass in sich, dass er kein Problem damit besitzt, zu exzessiver Gewalt zu greifen. Tatsächlich ist dies auch in der Realität gut möglich, denn selbst der friedfertigste Mensch besitzt irgendwo eine gewisse Grenze, bei dessen Überschreitung er schließlich eiskalt sowie unberechenbar wird.
Schade finde ich jedoch, dass man im Film überhaupt nicht darüber aufgeklärt wird, warum dieses Gefängnis überhaupt existiert und wer all die anderen Gefangenen sind, die sich dort ebenfalls befinden und bei denen Oh Dae-su auch nie den Versuch einer Befreiung unternimmt, obwohl er selbst auf dem Flur eine ganze Horde aus Schlägern im Alleingang fertigmacht und alle Gefangenen hätte befreien können. Trotzdem fand ich diese Szene wiederum sehr gut, denn da alles von der Seite sowie ohne Schnitte dargestellt wird, hat diese Szene schon fast den Charakter eines 2D-Prügelspiels, sodass ich mir beim Anschauen schon fast ein Gamepad gewünscht hatte. Auch sonst fand ich die relativ wenigen Actioneinlagen sehr gut und ich habe mich stellenweise, gerade auch beim Ziehen der Zähne, sogar gefragt, ob die Freigabe ab 16 Jahren vielleicht nicht doch noch ein wenig niedrig ist. Nein, ich bin wahrlich kein Freund der FSK oder vom Jugendschutz generell, gerade in heutigen Zeiten, wo im Internet alles frei und 24 Stunden lang verfügbar ist, jedoch habe ich schon weniger harte asiatische Filme gesehen und diese haben trotzdem noch eine 18+-Bewertung von der FSK erhalten, was mich dann doch ziemlich verwundert. Immerhin besitzt die Blu-Ray-Box ein Wendecover, sodass das Symbol der FSK nicht weiter stört.
Ohne jetzt etwas verraten zu wollen, so fand ich den Grund, warum Oh Dae-su all dies überhaupt angetan wurde, doch schon ein wenig banal und sein Gegner wäre sicherlich nicht in der Lage gewesen, sich auf diese sehr aufwendige Art und Weise an Oh Dae-su zu rächen, hätte dieser es nicht zu einem gewaltigen Vermögen gebracht. Ebenfalls verwundert hatte mich, dass sich Oh Dae-su nicht wirklich an seinem Kontrahenten rächt, denn es gibt da eine schlimme Wahrheit, von der er nicht will, dass jemand anderes davon erfährt. Tatsächlich ist die Art und Weise, wie sich sein Kontrahent an ihm rächt, extrem perfide und scheint so fast eine Art Gleichstand zwischen den beiden hervorzurufen. Dies fand ich dann wieder sehr gut, denn es sorgt auch dafür, dass selbst am Ende des Films nicht mit einer ziemlichen Überraschung gegeizt wird.
Sicherlich sind auch die sehr guten Schauspieler dafür verantwortlich, dass man von den verschiedenen Charakteren wunderbar unterhalten wird, allen voran natürlich vom Hauptcharakter Oh Dae-su, gespielt von Choi Min-sik, mit welchem ich mich persönlich auch sehr gut identifizieren konnte, insbesondere dann, als er für 15 Jahre in einem Zimmer eingesperrt war. Dank der Szenen mit dem Fernseher merkt man dann auch, wie sich die Welt immer weiterbewegt und große Ereignisse geschehen, die in dem abgesperrten Zimmer jedoch keine Rolle spielen, da dort die Zeit einfach stehen bleibt. So werden beispielsweise der Tod von Prinzessin Diana, der Übergang ins Jahr 2000 sowie auch die Anschläge vom 11. September 2001 gezeigt, von denen Oh Dae-su nichts wüsste, hätte er nicht seinen Fernseher. Wer jedoch in einer solchen Isolation, wenngleich auch nicht freiwillig, lebt, für diesen haben all diese geschichtsträchtigen Ereignisse überhaupt keine Bedeutung und als Oh Dae-su schließlich in die Freiheit entlassen wird, staunt er auch nicht schlecht, als die Straße, auf welcher er 1988 entführt wurde, nicht mehr existiert, da dort nun ein Hochhaus steht. Ich finde dies jedenfalls sehr gut gemacht und es hat mich persönlich auch ein wenig zum Nachdenken angeregt, beispielsweise mit der Frage, wie ich mich in meinem Charakter ändern würde, würde mit mir dasselbe geschehen und dafür sorgen, dass ich fünfzehn Jahre lang nicht einmal irgendeinen Kontakt zu Menschen erhalte.
Am Anfang des Films wird man noch darauf hingewiesen, dass der Film zu seinem zehnjährigen Jubiläum, sprich 2013, digital aufbereitet wurde. Da ich den Film nie in einer vorherigen Fassung gesehen habe, weiß ich nun nicht, ob sich das Bild groß verbessert hat, jedoch kann ich mich über die sehr scharfe Bildqualität der Blu-Ray und auch über den Ton keinesfalls beschweren, wobei ich diese Aussage, bezüglich des Tons, allein beim original koreanischen Ton sowie mit eingeschalteten deutschen Untertiteln treffen kann, da ich mir den Film allein auf diese Weise angesehen habe.
Würde ich jetzt noch mehr über „Oldboy“ schreiben, so würde ich nur die sehr gute Handlung offenbaren, was jedoch ein äußerst großer Fehler wäre. Daher kann ich abschließend nur noch schreiben, dass ich „Oldboy“ jedem Interessierten ausnahmslos empfehlen kann und ich bin überaus froh, diesen Film, der hier in einer außerordentlich guten Blu-Ray-Qualität daherkommt, zu meiner asiatischen Filmesammlung zugefügt zu haben, denn tatsächlich schaue ich ihn mir auch dann noch gerne an, wenn ich die Handlung des Films längst kenne, was, meiner persönlichen Meinung nach, nur unterstreicht, wie gut dieser Film tatsächlich ist. Wie gesagt, es ist allein meine eigene, persönliche Meinung, doch ich halte „Oldboy“ sogar für ein positives Paradebeispiel des südkoreanischen Kinos sowie für einen zeitlosen Klassiker.
Spitzenrezensionen aus anderen Ländern
Rezension aus dem Vereinigten Königreich vom 3. Oktober 2019
Choi Min-sik is superb as a man (Oh Dae-su) abducted by an unknown assailant and locked up for 15 years. Unexpectedly released at the end of the 15 years, his sole purpose in life is to find out who locked him up and more importantly, why. To be honest his problems are only just beginning. His search takes many nasty twists and turns and features scenes of (at times) graphic violence.
There's a jet black sense of humour running through the film and it's stylishly directed by Park Chan Wook. Choi Min-sik is excellent in a demanding role as a desperate unhinged man and there's good support elsewhere. The whodunit element keeps things moving and gives the plot some thrust.
For fans of this genre I cant recommend it highly enough. Many more will get a kick out of it as well. Top stuff.
Old Boy is nothing short of brilliant compelling viewing, suspenseful and ultra-violent - you won't see many films like this one in a lifetime. It not for everyone - it is violent and shocking in its nature and subject matter - but we can't have Bridget Jones in every film - and we don't that either do we!!!
Most negative reviews can't seem to handle the gratuitous violence, but personally feel it is necessary to express what Oh Dae-Su has been through the past 15 years.
The film takes you away on a roller-coaster ride of human emotions, a brilliant plot, and sheer brilliance. The acting is absolutely superb throughout. Min-sik Choi did a great job as Oh Dae-Su and Chan-wook Park's direction was top notch.
All I need to see to sum up this film really is - What a film - see it!
I am so glad I went into this film not knowing it's twists (hence I won't give any of them away here) as it really is fantastic working them out as the film is progressing and I can't help but think the film would be a lesser (albeit still a great one) experience if you know what was going to happen.
You cant really compare this to the modern day version as although they both follow the same plot, the representation is different. Number one difference being that the 2003 version is spoken in Korean with English subtitles, I believe this adds to the enjoyment as you are drawn even more to the story.
As with most things, the Americans got hold of the storyline and did a remake but as they didn't follow the storyline to the tee, they made it their own so that too is worth a watch.
VHS!Thanks again, A must have for movie collectors.



